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General-Anzeiger für Oberhessen *ssssss-

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Sie Luftwaffe im Osten wieder sehr erfolgreich

zwanzig Minuten! Dieses schnelle Sinken eines iber 30 000 Tonnen großen Schiffes war nicht nuiden

deutschen Fachleuten ein Rätsel, denn saft all

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tenwechsels wurde von Washington nur benutzt, inzwischen aufzurüsten. Die deutsche Version i dahin, daß dieLusitania" Explosivstoffe mit geführt hätte, was von Washington aus beftrii wurde. Aber im Senat ariff der Senator Las

nes Herold". Er berichtet seinem Blatt aus Te- leran, daß die britische Militärmission in der Sow- Itunion völlig ohne jede Verbindung 1 i t den sowjetischen Militärbehör- e n und nicht in der Lage sei, irgendwelche In- rmationeu zu erhalten. Weiter berichtet Loderer,

durch die Auffindung und Untersuchung des Wracks bestätigt worden. Sogar die Briten bejahten kaum verklausuliert die Frage, ob das Schiff Mu­nition an Bord gehabt hätte, denn der Londoner Board of Trade Court of Inquiry" unter Vorsitz des Lord Merfey berichtete:Die Ladung war allgemeine Ladung gewöhnlicher Art, aber ein Teil bestand aus einer Anzahl von Kartuschen (etwa 5000). Diese Munition war in den Schiffspapieren angegeben." Aber was nicht angegeben war, ist ja durch die Aussagen des Neuyorker Hafendirektors der Oeffentlichkeit enthüllt worden.

Die Nachwirkung desLusitania"-Falles war so groß, daß die US.-amerikanische Regierung gerade deshalb im jetzigen Kriege das N e u t r a l i t ä t s -

dahin im U-Bootkrieg von einem Torpedo geti fse- nen Dampfer, selbst die von weit geringerer Giße, hatten sich solange schwimmend gehalten, daß für das ruhige Bemannen der Rettungsboote hicei-

N e u y o r k, 1. November. (DNB. Funkspruch.) Ein die zunehmenden Verfallserscheinungen und las beginnende Chaos bei den Som«

Torpedolreffer schwer beschädigt. 3m Atlantik versenkten Fernkampfflugzeuge nordwestlich von Cadiz ein Handelsschiff von 2000 BRT. Ein weiterer Frachter wurde durch Bombenwurf be­schädigt.

Flugzeuge, die zu bewaffneter S e e- aufklarung eingesetzt waren, bombardierten in der letzten Nacht Häfen an der bri tischen O si­nn d Südwestküste.

Der Feind flog nicht in das Reichsgebiet ein.

48 km lange Eowjetfeldstellung durchbrochen.

befunden hatten, setzte ein umfangreicher Noten ieg zwischen Berlin und Washington ein, wobei Wa­shington alle deutschen Argumente beiseitefchob.

Eintritt Nordamerikas in den Krieg wurde 1 denLusitania"-Fall vorbereitet, die Zeit des

Oer Wehrmachtberichi.

DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 31. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Von deutschen und rumänischen Trup­pen scharf verfolgt, ist der Feind auf der Krim in voller Flucht. Damit haben die laugen und schweren Durchbruchskämpfe ihre Krö­nung gefunden, mit denen die Infanteriedivisionen der Armee des Generals der Infanterie o o n 2H a ti- ff ein im Verein mit dem Fliegerkorps des Ge­neralleutnants pflugbeit die schmalen Land­zungen bezwungen haben, die zu der Halbinsel führen.

Auch im Douezbecken fehlen die deutschen und verbündeten Truppen die Verfolgung des ge­schlagenen Feindes erfolgreich fort

An der Einschließungsfront von Leningrad wurden mehrere Ausbruchsversuche des Gegners abgewiesen.

Schwere Batterien des Heeres bekämpften kriegs­wichtige Ziele in Leningrad mit beobachteter Wirkung.

An der übrigen Ostfront sind die Operationen im weiteren Fortfchreiten.

Im Schwarzmeergeblel bombardierten Kampffliegerverbände die Hafenanlagen von E u p a- t o r i a und Kertsch und versenkten in diesen Ge­wässern fünf Frachter mit zusammen 13 000 DRT.

Im Kampf gegen die britische Versor­gungsschiffahrt versenkten Untersee­boote sechs feindliche Handelsschiffe mit zusammen 27 000 VRT., einen Zerstörer und zwei Bewacher. Lin britisches Kanonenboot wurde durch

jets und versenkten ein Transportschiff von 3000 BRT. In wiederholten Angriffen wurden außerdem zwei sowjetische Zerstörer sowie ein voll­besetzter Truppentransporter von 6000 BRT. und ein kleiner Tanker schwer beschädigt. Auf der Krim elbst griffen Kampf- und Sturzkampfflugzeuge Rückzugsbewegungen des Feindes an und brachten ihm große Verluste an Menschen und Material bei. Deutsche Jagdflugzeuge schossen in Luftkämpfen elf sowjetische Flugzeuge ab.

Im mittleren Kampfabschnitt der Ost- ront führten am 31. 10. deutsche Kampfflugzeuge erfolgreiche Angriffe auf Eisenbahnlinien und Flugplätze durch. Vier Züge wurden vernichtet und zehn schwer beschädigt oder in Brand geworfen. 17 sowjetische Flugzeuge wur­den am Boden zerstört und 15 beschädigt. Ein Verband von Kampfflugzeugen bombardierte Moskau. Ferner setzte die Luftwaffe starke Kräfte zur Unter st ützung von Heeres- operationen ein, die bolschewistische Stellun­gen, Trupvenansammlungen urjb Marschkolonnen mit Bomoen und Bordwaffen erfolgreich be­kämpften.

Ostwärts Leningrad richteten sich am 31.10. die deutschen Luftangriffe hauptsächlich gegen Eisenbahnlinien der Sowjets, wobei 17 Züge schwer getroffen und beschädigt wurden. Eine Eisenbahnbrücke erhielt einen Volltreffer. Im hohen Norden bombardierten Sturzkampfflug­zeuge mit Erfog die Murmansk-Bahn und Versorgungsbetriebe der Stadt Murmansk. Ein weiterer Verband von Sturzkampfflugzeugen griff Barackenlager auf der Fischerhalbinsel an.

Das Durcheinander bei den Sowjets.

Politik des Selbstmordes"

Die wirren Lügen des Judenstämmlings Franklin Delano Roosevelt haben jetzt geradezu einen Erdrutsch jenseits des Großen Teiches bewirkt, einen Erdrutsch, den Roosevelt wohl nicht erwartet hatte. Ein Chikagoer Blatt nennt Roosevelts Politik die des Selbstmordes und stellt kurz und bündig feft: Roosevelt ist nicht ganz normal". Neuyorker Blät­ter, so dieSun", sprechen von der tiefen Erre­gung, die das Bekanntwerden der Einzelheiten im Kongreß ausgelöst habe. Es handelt sich hierbei unseres Erachtens aber nicht um die Mentalität oder die gelegentliche Geistesverwirrung Roosevelts, sondern darum, daß vor aller Welt festgestellt wurde: Roosevelt hat seinen Roosevelt krieg entgegen der Stimmung des amerikanischen Volkes bereits auf eigene Faust begonnen, er läßt schießen, er macht sich dadurch des Bruchs der amerikanischen Verfassung schuldig, und er führt um dieses wahn- witzige Beginnen ein Kartenhaus der Lügen auf, das beim ersten Windhauch glatt zusammengebro« chen ist und diesen Roosevelt aller Welt als Kriegs­gierigen zeigt.

Der Fall ist schwerwiegend. Bereits der Marine­ausschuß des Senats der USA. hatte, wie wir feft- stellten, berichtet, die Angaben Roosevelts und feines Marineministers Knox, ein deutsches II- Voot habe zuerst den amerikanischen Zerstörer Greer" angegriffen, feien unwahr. Es ist schon al- lerhand, wenn der Spitze einer Nation vorgeworfen wird, die Unwahrheit gesagt zu haben. Dann kam der Fall des ZerstörersKearney". Roosevelt und Knox hatten behauptet, dieser Zerstörer sei ohne weiteres von einem deutschen U-Boot torpediert worden, und noch in seiner letzten Rede hielt Roose- velt diese Lüge aufrecht. Sein Außenminister Hüll sprach in Gangstertonart von einer deutschen Pi« raterie, sein Marineminister Knox überschlug sich geradezu in Anschuldigungen gegen Deutschland Die kriegshetzerische Presse sekundierte diesem Kleeblatt. Und nun? Die amerikanischen Journalisten sind be­kanntlich sehr neugierige Leute. Sie fragten also den

Oer Feind auf -er Krim in voller Flucht

Auch im Oonezbecken wird die Verfolgung erfolgreich fortgesetzt.

Konstruierte Kriegsvorwände

Von unserem -bert»Berichterstatter.

Berlin, 1. Nov. (DNB. Funkspr.),Die Kampf­tätigkeit der deutschen Luftwaffe war am 31. 10. an der ganzen Ostfront lebhaft und er­folgreich. Sturzkampfflugzeuge verfolgten an der Westküste der Krim einen Geleitzug der Sow-

der Regenwolken. Es* gehört schon die nie versagende gute Laune des deutschen Kampffliegers dazu, bet solchem Wetter einen Angriff zu starten. Höher und höher geht der Flug. Regenschauer wechseln mit Schneewolken ab. Vereisungsgefahr? Auch damit werden unsere Flieger fertig. Vor uns liegt das Ziel, das in jedem Falle erreicht werden muß.

Eines stand fest: Die Sowjetjäger würden uns so chnell in dieserSuppe" nicht finden. Kurz und knapp kommen die Befehle mit den notwendigen Kursverbefserungen von der Führermaschine. Mal nach Steuerbord, mal nach Backbord schwirren unsere Stukas ab. Die bolschewistische Flak kann nur Sperre schießen, aber da kann es uns noch heiß genug werden. Unangenehm macht sich in dieser Höhe die Kälte bemerkbar. Hin und wieder scheue ich über den Rücken in das lachende Gesicht des jungen Flugzeugführers, der sich wie anaezogen oft im selben Augenblick umdreht. Ob er sich vielleicht von dem augenblicklichen seelischen Zustand feines ihm anoertrauten Kameraden überzeugen will? Nein, es ist nur die Mitfreude an dem immer neu^u Erleben auch des anderen. Ein wundervolles Bild von Kraft und Siegesmoersicht, die in sauberer Exerzierformation dahinfliegenden deutschen Kampf­maschinen.

Vor uns Flak." Ehe man die Worte des Flugzeugführers kapiert hat, liegen die dichten Reihen der Sprengwölkchen bereits hinter uns. Doch neue tauchen auf.

Gleich sind wir da." Deutlich kommen die Worte aus den Kopfhörern, nur wer sie gesprochen hat, ist mir im Augenblick nicht klar. War es der Staffel­kapitän oder der Führer meiner Maschine? Doch Zum Nachdenken bleibt nicht viel Zeit. In weitem Bogen haben wir das Ziel umflogen und kurven wieder nordwärts ein. Da unter uns liegt die gesamte Eisenbahnkreuzung, eine der Lebens­adern Moskaus und der bolschewisti­schen Front. Trotz des immer wilder werdenden Flakbefchusses suchen sich die angreifenden deutschen Kampfflugzeuge mit aller Sorgfalt den Angriffs­augenblick.

Wenige hundert Meter hinter der Kreuzung taucht ein Eisenbahnzüg auf. Verdammt, ein bol­schewistischer Panzerzug, der gleichzeitig in anhängenden Waggons Kriegsmaterial an die Front bringen soll. So das Richtige für unsere Nimmersatten Iu's. Die Führermaschine geht zum Sturz über. Tiefer rast sie gegen die grau schei­nende Erde. Dann stößt sie wieder in spitzem Winkel nach oben. Die zweite Maschine stürzt und unten stehen bereits sauber ausgerichtet die Spreng­pilze der Führermaschine mitten auf dem Bahnkörper.

Dann sind wir dran. Mit beiden Händen halte ich mich fest. Das Gewicht des Körpers zerfließt und wird zu einemNichts". Immer tiefer und tiefer geht es hinunter, lieber mir ich nur der eintönige langweilige Wolkenhimmel, bann faßt plötzlich eine ungeheure Kraft den fast willenlos scheinenden Menschen. Als sei alles in einen tollen Wirbel ge­schleudert, taucht vor mir plötzlich d i e Erde auf. Jetzt ist der Augenblick für den Bordschützen ge­kommen, auch für sein Teil am Gelingen des An­griffs beizutragen. Aus der Mündung des Ma­schinengewehrs dl.tzen die Leuchtspuren der Leucht- munition hinab in das Durcheinander der vor dem Panzerzug abspringenden Sowjettruppen.

Sturz auf Sturz erfolgt. Da der Panzer- Zug fahrt mit weit ausströmendem Dampf mit­ten hinein in die auf schlagende Spren­gung einer unserer Bomben. Wie ein Kinderspielzeug überschlägt sich die Lokomotive und reißt eine ganze Wagenreihe mit Das ist mehr, als wir erwartet haben. Glück muß man haben. An unzähligen Stellen ist der Bahnkör­per aufgerissen, und die Sowjets werden kaum mehr Gelegenheit haben, ihn zeitig genug wieder in Stand zu setzen, um das so notwendige Kriegsmaterial und ihre Truppenreste nach vorn zu bringen.

I e t te die Regierung Wilson heftig an, er langte die Herausgabe des Untersuchungsberich^, was die Regierung Wilson jedoch bezeichnenderwqe verweigerte. Vier 'Tage bevor dießufitania" Qi Hafen von Neuyork verließ, hatte der Staatsseki- tär Bryan den Präsidenten Wilson darauf ai merksam gemacht, daß das Schiff Munition gl laden hätte, wie der Senator Lafollette in 3 Paul am 20. September 1917 bekannt gab. Er bl schwor den Präsidenten, die Einschiffung amerifanj scher Passagiere auf derßufitania" zu verbiete» aber Wilson weigerte sich! Der verantwortliche Aul sichtsbeamte des Neuyorker Hafens, Dudley Fiell M a l o n e, stellte fest, daß dießufitania" eint Menge Kriegsmaterial, darunter allein 4200 Kistet voll kleinkalibriger Patronen, geladen hatte, um fii nach England zu bringen. Diele Zeugenaussaget bestätigten, daß nach der ersten Explosior . . _ o..........

eine weit schwerere erfolgte, die nicht! e t s deutlich vermittelndes Bild zeichnet der be- durch ein deutsches Torpedo hervorgerufen roorbeii|annte Journalist ß o b e r e r imWashington Ti- war. Die ungeheuerliche Tatsache, daß dieLusita- nia", also ein P a s s a g i e r d a m p f e r, mit M u - n i t i o n beladen war, daß also die amerikanischen lind die englischen Behörden skrupellos das Leben von 785 ahnungslosen Passagieren aufs Spiel ge­setzt batten* wird heute nicht mehr bestritten und ist

Berlin, 31. Oft. (DNB.) Eine deutsche In­fanterie-Division hat in den Kämpfen der letzten Tage im mittleren Abschnitt der Ostfront unter schwierigen Witterungs- und Geländeverhält­nissen hervorragende Kampferfolge erzielt. Zwischen dem 25. und 28. Oktober haben die Truppen dieser deutschen Division trotz der schwierigen äußeren Umstände eine ausgebaute sowjetische Feldstellung von 48 Kilometer Länge und durchschnittlich 4 Kilometer Tiefe durchbrochen und aufgerollt. Das sowjetische Stellungs­system war durch zahlreiche Schartenstände aus Holz, Stein und Beton verstärkt. Von den Schar­tenständen waren zahlreiche mit allen technijchen Mitteln und mit festeingebauten Maschinenwaffen verstärkt. Mehrere hintereinander laufende Panzer­graben, Drahtsperren und andere Hindernisse ließen diese sowjetischen Stellungen als schwer überwind- lich erscheinen. In den Durchbruchskämpfen machte die deutsche Division über 1000 Gefangene und ver­nichtete oder erbeutete 70 sowjetische Maschinenge­wehre, zahlreiche Granatwerfer und andere In­fanteriewaffen. Außerdem hatten die Bolsche­wisten schwere Verluste an Menschen und Material.

chend Zeit blieb. Beim Untergang derLusitc ia" fanden 1198 Menschen den Tod, darunter 785 last fagiere. Da sich unter ihnen auch Nordamerikaner

daß die Sowjetbehörden es dem USA.- Militär­attache in Moskau, Major Ä) eaton, der jetzt zur Berichterstattung nach Washington berufen sei, nicht gestatten, sich die Moskauer Luft­abwehr anzusehen. Mit ihm zusammen kehrten zwei amerikanische Journalisten nach den USA. zurück, da es ihnen unmöglich gemacht werde, Nachrichten durch die Zensur zu bekommen.Selbst die Bevölkerung der Sowjetunion", heißt es in dem sehr aufschlußreichen Bericht Lo- berers weiter,weiß nicht, was vor sich geht. Die Zeitungen werden auf das schärfste kontrolliert, Rabiogeräte sind in Privathäusern nicht erlaubt."

Loberer gibt an, diese sehr zuverlässigen Informa­tionen von Amerikanern erhalten zu haben, die zu­nächst in Moskau, dann in Samara waren. Seine Landsleute beschrieben Samara als eine Stadt, die nur eine einzige gepflegte Straße aufzu­weisen habe. Sie fei derartig mit Flüchtlingen überfüllt, daß teilweise elf Personen in einem Zimmer hausten. Wegen Raummangels seien selbst die ausländischen Diplomaten auf nur ein Zimmer angewiesen, in dem eiserne Bettstellen aufgeschlagen seien, und das ihnen zugleich aus Büro, Wohn- und Schlafzimmer dienen müsse.

Giukas greifen rückwärtige Verbindungen an.

Von Kriegsberichter Hans Erzt.

PK. ..., 31. Okt. (DNB. Funtspruch.) Nur mit dem widerstandsfähigen Schuhzeug des deutschen Soldaten ausgerüstet, kann man sich durch den end­losen Schlamm der sowjetischen Straßen vorwärts bewegen. Ueber und über bespritzt von den unauf­haltsam an die Front rollenden Panzern und Kraft­fahrzeugen kommen wir endlich zum Stukagefechts- ftanb und gerade zurecht, um an der letzten Be­sprechung vor dem Einsatz teilnehmen zu können. Die letzte Etappe vor Moskau soll diesmal als wirklich lohnendes Ziel angegriffen werden. Unserer Staffel kommt als Aufgabe die reft- loseZerstörung derrückwärtigen Ver­bindungen der Sowjets zu. Etwas miß­trauisch sehen wir auf den verschlammten Platz, doch Staffelkapitän N. versteht unsere Blicke und winkt lachend ab.

Hoch auf spritzt der Schlamm, als die schwer­beladenen Vögel starten und sich zu unserer Genug­tuung mühelos von der Startbahn in die Lüfte schwingen. Dicht und weiß hängt hieWaschküche", und die Ju 87 verschwinden immer wieder im Grau

Das Ritterkreuz.

Berlin, 31. Oktober. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Goring, das Ritterkreuz des (Eifen nen Kreuzes an Leutnant Evers, Flugzeugführer in einer Fernaufklärerstaffel.

(Nachdruck, auch mit QteÖenangabe, verboten.) Madrsd, Ende Oktober 1941.

Der Spanier vergißt nichts.Die Tatsache, baß der US.-amerikanische Marineausschuß des Senats ent­gegen der dreisten Lüge Roosevelts feststellte, der ZerstörerGreer" habe zuerst gefeuert und das deutsche U-Boot verfolgt, hat hier umso größeres Aufsehen hervorgerufen, als gerade Spa­nien durch einen erlogenen Kriegsvor- wand von den Vankees einst um seine Kolonien in der Karibischen See und um die vstasiatischen Philippinen gebracht worben ist. Gefordert durch eine maßlose Hetze der amerikanischen Iubenpresse aegen Spanien, brach im Februar 1895 ein Auf­stand auf Kuba aus, der mit amerikanischen Dol­lars bezahlt wurde. Das Ziel der Jankees war der Besitz Kubas, auf das schon Präsident Jefferson spekuliert hatte. Die Spanier sandten ein Heer von 120 000 Mann gegen die Ausrührer, die mit ameri­kanischen Waffen versehen waren, und enblid) schien im Jahre 1898 der Sieg den rechtmäßigen Besitzern des Landes zu winken und die Revolte nieder­geschlagen zu sein. Da schickte Washington das KriegsschiffMaine" nach dem Hafen von Habana, und dieses machte keine Anstalten, wieder heimzukehren. Das U8A.-Kriegsschiff hatte mitten im Hafen von Habana, etwa 700 Meter vom Lande entfernt, Anker geworfen. Am 15. Februar 1898, in den ersten Nachmittagsstunben, flog dieMaine" in die Luft. Die amerikanischen Offiziere und der Kommandant hatten bezeichnenderweise das Schiff vorher verlassen und sich an Land begeben! Bei dieser Explosion kamen rund 400 amerikanische Ma­trosen ums Leben. Ein Wutschrei der nordameri­kanischen Presse war die Antwort. Ohne Spaniens Forderung auf eine Untersuchung des Falles der Maine" anzunehmen, erklärte Washington Spa­nien sofort den Krieg, und bas Ende bieses Krieges ist bekannt. Kuba ist seitdem ein Vasall Wa­shingtons, ebenso die Philippinen. Aber der Maine"-Fall ist damit noch nicht beendet. Zehn Jahre später erwirkte Spanien bei der kubanischen Regierung, die damals nicht gerade freundschafllich zu ihren Washingtoner Sklavenhaltern stand, die Hebung des Rumpfes derMaine", und eine ge­naue Untersuchung des Wracks ergab, daß eine Explosion von innen heraus ftattgefunben hatte, baß es sich also nicht, wie bie US.=ameritcni= sche Begründung des Kriegseintritts besagte, um eine Torpedierung durch die Spanier gehamelt hatte? Die verschlagene Pauke,Politik hatte also das ist die Folgerung, deren Logik sich niemand er­ziehen kann Hunderte von amerikanischen Ma- rinefolbaten geopfert, um durch einen sensationellen Knalleffekt den Vorwand zu einem Raub­krieg zu haben, wie er verächtlicher kaum jemals geführt worden ist. Wer denkt da nicht an den Fall derAthenia", die von Churchill selbst ver­senkt wurde, um die USA. sofort in den jetzigen Krieg zu verwickeln? Jedenfalls hat man hier in Spanien ein besseres Gedächtnis für den rnorsttrie- fenbsn Juden in Washington, als es den Lraht- ziehern Roosevelts lieb sein kann.

Und eine zweite, für Roosevelt und seine Kliegs- hetzer ebenso unangenehme Erinnerung, kehrt wie­der: der Fall derßufitania". Am 7. Mai 1915 ve. senkte das deutsche U-BootU 20" den engsichen Passagierdampferßufitania", und zwar in fLah- runq des Kriegsrechts ohne Warnung, fr die englische Admiralität den Befehl gegeben hat^, die Passagier- und Frachtdampfer zu bewaffnent Die bewaffneteßufitania" war also in die Krugs- marine Englands eingereiht worden > und mußte folglich als Teil dieser Kriegsmarine bpan= beit werden. Sie fuhr nach England. Das Schiff erhielt einen Torpedotreffer und sank innehalb

gesetz erließ, welches den Amerikanern und chren Schiffen das Befahren der Kriegszone bisher ver­bietet. Das soll jetzt auf Roosevelts Betreiben auf­gehoben werden, und wieder einmal sollen Passa­giere durch ihr eigenen Regierungen in Lebensgefahr gebracht werden. Man entsinnt sich gerade heute in Spanien dieser Vor­gänge sehr gut, und man weist darauf hin, daß die Verbrechermethoden, mit denen früher die Kriege Washingtons erzwungen wurden, Roosevelt nur noch plumper geworden sind