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Panzerpioniere an der Bahnlinie nach Moskau

Führer

en

Beförderungen in der Wehrmacht

verstärken. Wer übernimmt die Gewähr dafür, daß dadurch das Gleichgewicht der Kräfte im Fernen Osten unverändert bleibt? Dieser Punkt verlangt unsere ernsteste Sorge."

Wir zerirommeln feindliche Artillerie

Bon Kriegsberichter Hans Joachim Raetz.

die Sowjets vorläufig nicht mehr an einen Ab­transport ihrer Truppen denken konnten.

Den ganzen Tag haben die Panzerpioniere auf der Lauer gelegen. Vielleicht würde doch am Hori­zont eine Rauchfahne auftauchen und näherkom­men! Ein Sowjetzug wäre ihnen als Beute gerade recht gewesep, aber die Teufel kamen nicht, und so mußten die Panzerpioniere denn wieder ihren Pan­zern nach, die auf dem Wege zu einer anderen Bahnlinie waren, um auch da gegen den fliehenden Feind zu sichern. Das war gewiß keine leichte Auf­gabe, im unbekannten Gelände nach Brücken und Schienen zu suchen, um so mehr, als überall in dem Heidewald versprengte Sowjets dazwischen- funkten. Erst als die Nacht kam, und mit Hilfe von Leuchtkugeln immer wieder 100 Meter gesichert wer­den konnten, bissen sich die Panzer langsam in das Land hinein.

Nur ihren Pionieren blieb noch ein harter Kampf. Als das Feuer immer stärker wurde, mußte man von den Wagen herunter und im Handgranaten­kampf gegen einen sich heftig verteidigenden Feind vorgehen. Man hatte es mit einem Offiziersfpäh- truvp der Sowjets zu tun, der erkunden wollte, ob diese Rückzugslinie noch feindfrei war. Sie war es auch nicht mehr! Deutsche Panzer sind überall! Dreißig Gefangene. Einige der Sowjetoffiziere rich­teten, als sie schwer verwundet waren, die Waffe gegen sich selbst.

Kurz vor einer größeren Stadt stießen die Pan­zerpioniere auf eine wichtige Eisenbahnbrücke. Sie war schon zur Sprengung vorbereitet worden, und es hat sicherlich nur an dem Befehl gelegen, der noch nicht gegeben worden war. Also wurde diese Brücke erst einmal gesichert. Als man an der zwei­ten, ebenso wichtigen Brücke die Zündleitungen zer­schneiden wollte, flammte ein starker Widerstand auf. Der Sprengtrupp der Sowjets war da noch bei der Arbeit, und man kann es verstehen, daß er keineswegs gewillt war, sich stören zu lassen. Aber die Panzerpionibre hatten es sich nun einmal in den Kopf gesetzt, auch diese Brücke unversehrt in die Hand zu bekommen. Und das haben sie denn auch, und es war ja auch gar nicht nötig, daß die überrumpelten Sowjets dann ihre Waffen in den Fluß warfen. Die über jedes Mgß einer Spreng« berechnung eingebauten Ladungen wurden ausge­baut. Denn schon wölbten sich die Staubfahnen der vorstoßenden Kolonnen am Hori.zont. Der Weg für die Panzer war frei! Unteroffizier Alf Zinner.

Oer italienische Bericht.

Rom, 1. Oktober. (DNB.) Der italienische Wehr­machtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut:

In Nordafrika bombardierten unsere Flug­zeuge erfolgreich Stellungen und Lager der Eng­länder in Marsa Matruk. Deutsche Flugzeuge trafen ein feindliches in Fahrt befindliches Handels schiff mit Bomben und bombardierten die Hafen­anlagen von Tobruk. Sie schossen außerdem eine Blenheim-Maschine ad, die einen Angriff auf eines unserer Handelsschiffe versuchte. Feindliche Flug­zeuge unternahmen Einflüge auf Bengasi und Tripolis, wobei einige Straßen und Wohn­häuser beschädigt wurden. Eines der angreifenden Flugzeuge wurde in Tripolis brennend abge- schossen, ein anderes in Bengasi.

Am Dienstagnachmittag wurde cim; Formation von sieben Jagdflugzeugen, die einen Flughafen auf Sizilien im Tiefflug angriff, von drei Halle nischen Jägern abgefangen, die ein feindliches Flug­zeug abschossen. Der Pilot sprang mit dem Fall­schirm ins offene Meer auf der Höbe von P u n t a Searania. Eines unserer Rottreuz-Flugzeuae, das dorthin geschickt mürbe, um den englischen Pi­loten aufzunehmen, wurde von sieben Hurricanes angegriffen. Unsere Jagbabwehr griff unverzüglich ein, befreite das Sanitätsflugzeug und schoß zwei feindliche Flugzeuge brennend ab.

Die englische Flotte hat nach den harten Schlägen, die Ihr durch die im außerordentlichen Wehrmacht­bericht gemeldete Aktion unserer Luftwaffe zugefügt worden waren, auf dem Rückzug nach Gibraltar neue Schäden durch unsere Unterseeboote erlitten, die in dem Meeresteil, den die Handelsschiffe durch­fahren mußten, operierten. Fünf unserer Untersee­boote gelang es, sie anzugreifen und mit Sicherheit zwei Einheiten zu torpedieren.

regierungsbaurat' Klaje.

In der Kriegsmarine: Mit Wirkung vom 1. Oktober 1941 zu Kapitänen zur See die Fregat­tenkapitäne von Dresky (Erich), Heye (Karlhans), Pistorius, Dr. Tuche!; zum Kapitän zur See (Jng.) den Fregattenkapitän (Jng.) Graes.

In der Luftwaffe: Zum General der Flak­artillerie den Generalleutnani Haubold;'zu General- majoren die Obersten Behrendt, Boettge, Krahmer, Funcke, Schoebel, Dipl.-Jng. Maelzer; zu Obersten die Oberstleutnante Ebert, Freiherr von Houwald, Stange, Schmidt, Vabancic, Elche, Wilke, Walter, Lochmann, von Braun, Speth, Knab, Behncke, Voelk, Hashagen, von Wedel, Oxe,' Usbeck, von Landwüst, von Alten, Drechsler, Wagner, von Haine, Ruegemer, Wex, Steppuhn.

Sowjetunion zu helfen.Vorläufig werden wir die Vorgänge auf der Moskauer Konferenz gelass, beobachten. Was wir keinen Augenblick vergessen können, ist, daß nach vorliegenden Berichten Mate­rialien für die Sowjetbilfe über die Fernost- route gesandt werden sollen. Wer garantiert, daß die auf diesem Wege gesandten Materialien unfehl­bar nach der europäischen Sowjetunlon weitergehen? Die Sowjetregierung verstärkte ihre Fernostrüstung seit dem Kriegsausbruch mit Deutsch­land, und die aus England und den USA. ge­sandten Materialien werden wahrscheinlich die bol­schewistische F e r n o st - A r m e e noch mehr

Berlin, 30. September. (DNB.) Der _ , und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat mit Wirkung vom 1. Oktober 1941 befördert:

Am Heer: Zum General der Pan^rtruppen: den Generalleutnant Schaaf; zu Generalleut­nanten: die Generalmajore von Zuelow, Guentzel, Graeßner, Himer, Horn, Gollwitzcr, Divpold, Haar- de, Zickwolff; zu Generalstabsärzten: die General­ärzte Dr. Oßwald (Wilhelm), Dr. Wagner (Hans), Dr. Große; zu Generalmajoren: die Obersten Weiß (Wilhelm), Steinbach, Bergen, von Zanthier, Schaum, Pflaum, Scheller (Walther), Jatzow, Heyl, Freiherr von Beineburg-Lengsfeld; zu Generalärz­ten: die Oberstärzte Dr. WoNewitz, Dr. Huber; zum Generalveterinär: den Oberstveterinär Dr. Kie­sewetter; zu Obersten: die Oberstleutnante Jacobsen, Martini, von Steinwehr, 3über, Werner (Alois), Fabiunke, Junck, Kopp (Arthur), Scholl (Fritz), Winter (August), Wittmann, Neidert, Boje, Gabler, (Bittner, von Chappuis, Spannenkrebs, Uhle-Wettr ler, Prützmann (Jakob), Rohrbach, Bucher, Thumm, Trester, Tzschoeckell (Paul), Friede, Ehrig (Werner), Ploß, Freiherr von Waldenfels (Rudolf), Wuth, Dr. Hesse (Kurt), Strobl, Philipp, Freiherr von Ziegesar, Schrader (Kurt), Kalle, Doberg, Bartels, Lipvmann (Franz), Wilke (Manfred), Schmidt (Lud­wig), von Frankenberg und Ludwigsdors, Klein (Gustav), Roehassen, Osterland, Prael, Kempf (Heinrich), Baron Digxon von Monteton, Mey. von Jlsemann, Böhm (Wilhelm), von Goertz, Gleis, Munckel, Lauterbach: zu Oberstveterinären: die Ober­feldveterinäre Dr. Luecke, Dr. Wilden; zum Oberst: den Oberstleutnant (W.) Linner.

In der Heeresverwaltung: Mit Wirkung vom 1. August 1941 zum Ministerialrat den Ober-

Sowjet-Gewaltgegenwehrlosettngarn

Budapest, 1. Okt. (DNB.) Wie dieBudapester Nachrichten" melden, sind die Mitglieder der u n« garischen Gesandtschaft in Teheran aus Iran abgereist. Die Gruppe mußte während der etwa einwöchigen Reife zur türkischen Grenze un­beschreibliche Leiden ertragen. An der türkisch-sow- jetischen Grenze wurde ihr gesamtes Gepäck von den begleitenden Sowjetsoldaten be­schlagnahmt. Das brutale Vorgehen gegen Frauen und Kinder hat in Budapest große Er­regung hervorgerufen. Es wird als charakteristisch für die englische Worttreue bezeichnet. Die Eng­länder hätten nämlich die ordnungsmäßige Abreise der ungarischen Diplomaten garantiert, lieber das Schicksal der großen ungarischen Kolon de in Iran liegen keine Nachrichten vor.

Unter britischer Kontrolle.

Ankara, 2. Okt. (Europapreß.) Auf Grund eines Beschlusses der ägyptischen Regierung Hussein ©irrt) Pascha wurde in das vor kurzem neugegrün­dete ägyptische Ministerium für pas­sive Verteidigung eine Reihe britischer Offi­ziere, eingebaut, so daß das gesamte Ministerium nunmehr praktisch unter britischer Kon­trolle steht. Dem ägyptischen Minister für passive Verteidigung wurde als persönlicher Attache eben­falls ein britischer Offizier beigegeoen. Die britischen Offiziere treten zum Teil in Posten, die bisher von ägyptischen Offizieren besetzt waren.

Seit der Niederwerfung des Widerstandes der irakischen Regierung Raschid Ali el Ghailani gegen die britische Invasion wurden insgesamt 370 bri­tische Zentralbeamte in den irakischen Ser« waltungsapparat eingebaut. Sie beziehen im Durchschnitt ein Gehalt, das dem vierfachen des entsprechenden irakischen Gehalts entspricht. Die Kosten für diese Gehälter muß die irakische Staats­kasse tragen.

sollet zum Tode verurteilt.

Paris, 1. Oktober (Europapreß.) Der Attentäter Paul (Tollet, der in Versailles auf Laval und Döat geschossen hatte, wurde am Mittwoch vom Staatsgerichtshof unter Ausschluß der Oeffentlichkeit zum Tode verurteilt.

rechnet sind, die Engländer zum Weißbluten zu er­mutigen. Das Ende eines solchen Beginnens liegt auf der Hand. Der britische Körper wird an Blut­losigkeit verenden.

Was Churchill über die Atlantikschlacht sagte, zeigt ihn als den altep Lügenakrobaten. Seine Behaup­tung, die, wie er sich geschmackvoll ausdrückt,Nie- dermehelung des feindlichen Schiffsraumes" fei sprunghaft in die Höhe gegangen, ist geradezu gro­tesk, wenn man die Ziffern zugrundelegt, die die deutschen und die italienischen Wehrmachtbenchte über unsere Erfolge in der Atlantikschlacht brachten. Es muß schon sehr faul um Englands Aussichten in dieser Schlacht stchen, wenn Churchill, der sich einst rühmte, die deutschen U-Boote von den Mee­ren gefegt zu haben, jetzt jammert, man müsse er­warten, daß der feindliche U-Bootkrieg mit einer größeren Anzahl U-Boote durchgeführt werde als jemals vorher, und daß er daher keine zuversicht­lichen Prophezeiungen machen könne.

Auch über die Hilfe für die Sowjets drückte sich, sicherlich nicht zur Freude der britischen Oeffentlich­keit, Churchill recht pflaumenweich aus. (Fs könne fein, daß der Transport, so sagte er wörtlich, und nicht die britische Bereitschaft ober Fähigkeit, zu geben, sich letzten Endes als limitierender, also als begrenzender Faktor erweisen würde. Gerade die Frage, auf welchem Wege man Stalin schnell hel­fen könnte, ist aber eindeutig aus geographischen Gründen gegen Roosevelt und gegen Churchill aus- gefallen, und damit bricht das ganze feindliche Kar­tenhaus der Hilfe für die Sowjets .zusammen.

Deutschland, so sagt Churchill selbst, habe die Jnttiafive. Das klingt anders, als er noch vor we­nigen Monaten sprach. Das ist eine Tatsache, die durch die Selbstlobhuidelei über Englandstapferes" Vorgehen gegen das wehrlose Iran nicht wettge­macht werden kann. Denn Churchill und Stalin er­rangen diesen fabelhaftenSieg", um die Stim­mung der Engländer und der Bolschewisten wenig­stens teilweise zu verbessern. Iran war ein reines bolschewistisch-britisches Propagandamanöver ohne irgendeinen die Entscheidung beeinflussenden Wert. Das wird sich noch stärker Herausstellen, und die Geschichtsschreiber dieser Zeit werden nach dem end. gültigen Sieg der Achsenmächte darüber zu urteilen haben, wie Churchill sein eigenes Volk und alle Englischsprechenden als Hasardeur in den Abgrund führte.

DNB. 1. Oft. (PK.) Wie zur Parade zogen wir am Himmel entlang. Voran der Kommandeur Mit der Stabskette, die drei Staffeln in gleichen Abständen, so flogen wir der brennenden Front entgegen. Wie schnelle Hornissen um­kreisten uns die Jäger, sichernd nach allen Seiten.

Der Anmarschweg ist bekannt. Artillerie westlich C. ist das Ziel. Aus dem leichten Bodennebel blitzen die Mündungsfeuer der deutschen Artillerie, schwarz- graue Rauchwolken steil zum Himmel zeigend, weisen untrüglich den Rückzugsweg der bolschewisti« chen Armee. Behäbig windet sich ein Fluß, weite Gebiete überschwemmend, durch die Landschaft. Langsam bricht sich die Sonne Bahn und gibt den Blick zur Erde frei. Weidende Herden und arbei­tende Bauern, vorwärtseilende deutsche Panzer­verbände, brennende Städte und Dörfer, das ist das Bild des Krieges im sowjetischen Raum.

34000 Meter hoch eine ganz empfindliche Kälte macht sich bemerkbar. Es wird gut tun, dem­nächst den dicken Wollpullover überzuziehen und Pelzstiefel anzuziehen. Leicht an- und abschwellend braust Die tausendpferdige Symphonie des Motors in bas Ohr, fein Wort unterbricht bas Geräusch, es herrscht Funkstille.

C., das Ziel unserer gestrigen Angriffe, taucht mit seinen gebauten Wolkentürmen am Horizont auf. In wenigen Minuten werden pausenlos die Bombenhagel deutscher Stukas heruntersausen, und Vernichtung und Chaos wird dort sein, wo jetzt noch Batterien der Sowjetarmee drohend den Vormarsch der deutschen Wehrmacht aufzuhalten versuchen.

Der Kommandeur gibt das Zeichen zum Angriff.

Reue Rekorde der Tüchtigkeit."

Stalin erhältfaft" alles!

Stockholm, 2. Oktober. (DNB.-Funkspruch.) Die Moskauer Unterstützungsver­handlungen Deaverbroofs und Harrimans sind bereits zu Ende. Wie Reuters Sonderberichterstatter nach London fabelte, sindneue Rekorde der Tüch­tigkeit" ausgestellt worden was nach der Ein­setzung von sechs Unterausschüssen auch nicht anders zu erwarten war. Die Bolschewisten werdenf a ft" alles erhalten, pas sie gefordert haben. Ja, Reuter berichtet der staunenden Mitwelt, daß Vä­terchen Stalin den beiden Unterhändlern sogar einen schön eg Gruß an Churchill und Roose­velt aufgetragen habe und feinen heißen Dank aussprechen lassefür die großzügigen Lieferungen".

Nun warten wir ab, wie die Sache weiterhin läuft. Nach Churchills Parlamentsrede kann man auf seltsame Winkelzüge und Ausflüchte gefaßt fein. Zwischen Besprechen und Halten ist oft ein weiter Weg, und die transsibirische Bahn z. B. ist 14 000 Kilometer lan(s

Japan und die Moskauer Konferenz.

i o f i o , 1. Okt. (Europapreß.) Japans Haltung gegenüber den Moskauer Konferenz-Be­sprechungen umschreibt ein Leitartikel in der Zeitung Nicht Nicht". Es heißt dort u. a., daß weder Eng­land noch die USA. besonders bestrebt seien, der

Der Verband zieht sich auseinander. Unsere Staffel zieht in langer Reihe ihre Kreise. Alle Sinne sind nur auf das Ziel gerichtet, bas unverkennbar mit seinen aufgeworfenen Stellungen unter uns liegt. Was stört uns jetzt bas einsetzenbe Abwehrfeuer, die Flugzeuge machen ganz leichte Abwehrbewe­gungen, als schüttelten sie die um uns herum deto­nierenden Flakgranaten als lästige Beigabe afk

Es ist so weit. Wir stürzen, stürzen uns mit entsicherten Bomben und belfernden MG.s mitten ins Ziel. 2000 Meter, 1500 Meter, 1000, der Sturz wird steiler, die Sturzflugbremsen fahren knarrend aus, das Ziel, eine Langrohrbat­terie, erscheint riesengroß im Fadenkreuz bes Visiers, unb jetzt muß Leutnant G., mein Flugzeug­führer, langsam den Daumen auf den Bomben­auslöseknopf durchdrücken.

Das Flugzeug legt sich kurz über dem Erdboden wieder in die Horizontallage. Grelle Feuerbälle stei­gen aus der Stellung auf, Erdfontänen springen 20, 50 Meter in die Luft, Lafetten unb Geschützteile schleudern herum unb fallen langsam zurück, unb wenige Meter hinter uns stürzen die anderen und vollenden, was die ersten Maschinen begonnen haben.

Noch einmal umkreisen wir den Ort der Vernich­tung. Die Bombenkrater nur verraten uns, wo der Gegner stand. Das war Stukaarbeit. Wie die wilde Jagd sausen wir, nur wenige Meter über der Erde, dem Heimathafen entgegen. Die deutschen Truppen winken uns als ihren treuesten Helfern zu, und wir wackeln mit der Maschine als Gegengruß.

Im Osten, September 1941.

lieber der weiten russischen Ebene stand bas Licht des späten Sommers. Zwischen den Wäldern am Horizont waren in einem Kessel fünf sowjetrussische Divisionen einem nicht mehr ungewissen Schicksal überlassen. An ihnen vorbei ging die wilde Jagd der Panzer, neuen Zielen bes Krieges entgegen. Und dichtauf hinter den rollenden Eisenfestungen mahlten die gepanzerten Mannschaftstransport­wagen der Panzerpioniere die Rollbahn nach Osten. Denn wo die Panzer sind, da sind auch ihre Pio­niere. Sie gehören zueinander, und der eine ist ohne den anderen oftmals verlassen und nicht einsatz- ähig.

Heute hatten Panzer und Pioniere eine lohnende Aufgabe. Am brodelnden Kessel der Sowjets vor­bei stießen sie durch die ungeordneten Haufen des liehenden Feindes weiter vor, um in Gemeinschaft mit der Luftwaffe den Sowjets jede Rückzugsmög­lichkeit abzuschneiden und au zerstören. Die Luft- bitt) er waren ausgewertet: hinter Feldbefestigungen und Brücken lief 'noch unbeschädigt die Bahnlinie von Leningrad nach Moskau. Sie mußte, so lautete der Auftrag, an vielen Stellen nachhaltig zerstört werden, aber wiederum doch nicht so, daß sie päter nicht mehr für den eigenen Nachschub ge­braucht werden konnte.

Weit vorn sind die Panzer der Spitze. Die Staubwolken hüllen die lange Kolonne ein. Eine Mütze voll Schlaf für jeden Pionier bas war die Losung auf der langen Fahrt, bei der die Was- en dicht bei den Männern lagen, denn die Sow- ets versuchten auch hier wieder ihren alten Trick. Sie ließen die Panzerspitze ungehindert durch und glaubten bann, die hinterher folgenden Formatio­nen von der Spitze 'abschneiden zu können. Hier hatten sie sich verrechnet. Denn hinten in der Kolonne fuhren die Panzerpioniere, und die kann­ten ^deu Trick, und sie hatten eigentlich schon auf die Überraschung gewartet.

Die Kettenspuren der voranfahrenden Panzer waren Wegweiser und Richtung. Als man sie fand, lagen brennende Dörfer am Wege, und bas Dilb der Rückzugsstraßen, das oft geschaute, wurde offen« War. Aber dahinter zog der Bahndamm, aus der Unendlichkeit kommend, in die Unendlichkeit der russischen Ebene. Das Ziel war erreicht. Der Kom­panieführer sprang als erster auf die Gleise unb legte die erste Sprengung an. Die flimmernde Luft stand voller Rauchpilze, unb an den Brücken dieser Bahnstrecke war auch so viel zerstört worden, daß

Britische Lustwaffen-Zttustonen.

Von Wulf Bley, Hauptmann im Oberkommando der Wehrmacht.

Daß der britische Luftfahrtminister, Sir ArchibaQ Sinclair, von seiner eigenen Luftwaffe nicht viel Ahnung hat, nimmt niemand wunder, der tue Eigenart des britischen Parlamentarismus kennt. Sir Archibald Sinclair hat vor kurzem eine Bi« lang über zwei Kriegsjahr e gezogen. Er beging dabei eine so plumpe Bilanzfälschung, daß er damit im eigenen Lande die Kritik wachrief. Sie wendet sich nicht einmal gegen ihn, sondern gegen die gesamte Jllusionszwlitik der britischen Re­gierung in bezug auf den Luftkrieg.

Im übrigen war Sir Archibalds verfälschte Bi­lanz für den innerpolitischen Gebrauch bestimmt. Wir tun besser, unsererseits ein Streiflicht auf die deutsche Bilanz zu werfen unb die für unsere Feinde so erbarmungslos harten Tatsachen folgen­dermaßen zu verzeichnen: Während die strategische Basis Großbritanniens in katastrophaler Weise ein« geschrumpft ist, reicht die luftstrategische llusgangsstellung Deutschlands und einer Verbündeten heute vom Eismeer über das Nordkap, Nordmeer, Nordsee und Atlantik bis hin­unter zur Biskaya, von der Riviera bis zur Aegäis und zum Schwarzen Meer und quer durch die Sow« etunion hindurch bis hinauf wieder zum Eismeer. Ferner kommt noch die italienisch-afrikanische Küste bes Mittelmeeres hinzu. Diese Tatsachen stellen eine viel wirklichkeitshärtere Bilanz bar, als die merkwür­dige Mischung von Illusion unb bewußter Umkeh­rung der Tatsachen, mit der Churchill und sein Lust« ahrtminister als einzigem Ergebnis der zwei Jahre Luftkrieg aufzuwarten vermögen.

Wir müssen immer wieder feststellen, baß die bri« üsche Luftwaffe infolge ihrer Unfähigkeit, die beutsche Wehrkraft wirklich zu schäbigen, den aus« ichtslosen Versuch macht, auf die deutsche Wider- tandskraft durch Terror einzuwirken. Es muß erneut betont werden, daß die Widerstandkraft der deutschen Bevölkerung keineswegs geringer als «die britische, sondern infolge der politischen Geschlossen­heit und eines einzigartigen Gleichklangs der Her­zen sehr viel größer als die der britischen Bevölkerung ist. Winston Churchill betrügt in dieser Hinsicht sich selbst unb bas britische Volk in einer Weise, die man nur noch alsSelbstmord in Raten" bezeichnen kann. Mit Recht stellte der Daily Herold" unlängst fest, daß es reinster Un­sinn sei, zu behaupten, ßuftbombarbements gegen Deutschland könnten eine zweite Front schaffen. Daß dies nicht möglich ist, hat sich heute einwandfrei herausgestellt.

Entscheidend ist und bleibt bei alledem, daß die britische Luftwaffe nirgend und zu keiner Zeit in der Lage ist, eine Schwerpunktbildung gegen die deutsche Luftwaffe vorzunehmen, daß jedoch die deutsche Luftwaffe dies umgekehrt tun kann, wann und wo sie will. Ebenso notwendig ist es, die bei einigen klar sehenden Briten vorhandene Einsicht zu bestätigen, daß die Siege der deutschen Luftwaffe über die sowjetische immer und unter allen Um­ständen deutsche Siege über England sind. In der Sowjetunion wird nicht nur der Bolschewis­mus, sondern auch Großbritannien vernichtend ge­schlagen. Da Churchill dies weiß, läßt er seine Pro­paganda genau so lügen, wie sie während der Feld- züge in Norwegen, Holland, Belgien, Frankreich, Serbien, Griechenland. Kreta und Nordafrika log. Nachdem er das britische Volk lange Zeit mit der Hoffnung auf die USA.-Hilfe vertröstete, mchnt er neuerdings zu verstärkten eigenen Anstrengungen. Diese aber haben genau so ihre Grenzen wie die Hilfe aus den USA. Der Parlamentsau -schuß zur Untersuchung der Staatsausgaben in England be­klagte sich vor kurzem über Extravaganzen, Verzö­gerungen und Unvermögen der veranfwortlichen Regierungsstellen. Er hat damit dem britischen Volke nichts Neues erzählt. Mr. Wirrwarr ist bei allen britischen Behörden und Jnbustriestellen der lei­tende Direktor. Daß die britischen Fabriken nicht so arbeiten können, wie man möchte, ist im übrigen ein Erfolg der deutschen Luftwaffe, die ihre An­griffe stets gerade dort wirksam machte, wo es für die britische Rüstungsproduktion am unangenehm­sten ist.

Ein Sonderkorrespondent der Times hak die bri­tischen Flugzeugfabriken besucht und eine empfind­liche Knappheit an gelernten Arbeits­kräften festgestellt. Insbesondere sind die verhält­nismäßig zahlreichen darin arbeitenden Frauen in einer Weise überlastet, die jeder Beschreibung spot» tet. Auch in den deutschen Fabriken arbeiten- zum Teil Frauen. Aber infolge des hohen sozialen Stan­des und der weitgehnden, sich auf alle Lebenser­scheinungen erstreckenden sozialen Fürsorge kommt es dabei niemals zu einer Ueberlastung dieser Ar­beitskräfte. Infolgedessen sind deren Leistungen na­turgemäß unverhältnismäßig größer als die der Frauen in britischen Rüstungsbetrieben. Dor allem aber ist die Zahl der Frauen in den britischen Flug­zeugfabriken weitaus größer als in Deutschland. Bei gleichzeitiger U eb erb c anfpruchung dieser Ar­beitskräfte muß naturgemäß der Ausschuß bei der Arbeit wiederum unverhältnismäßig groß sein, so daß diese Werke schon aus diesem Grunde nicht bas erforberliche Potential erreichen können.

Fabriken und Arbeitskräfte nützen jedoch nichts, wenn man nicht die notwendigen R o h st o f f e bat. Sowohl in Großbritannien als auch in den USA. macht sich bereits Mangel an Aluminium unb Bauxit bemerkbar. Im Gegensatz dazu steht den deutschen Flugzeug- und Motorenfabriken jede beliebige M e nge dieser Rohstoffe auf jede Zett zur Verfügung. Denn Deutschland kann nicht nur über seine eigene Rohstoffbasis, sondern auch über die Vorkommen an Aluminium, Baurit, Mangan­erz usw. verfügen, die es durch die Siege auf dem Balkan und in der Sowjetunion in die Hand be­kommen hat. Außer mehr als 12 000 Flugzeugen verloren die Sowjets in den ersten zehn Wochen des Ostkrieges bereits zwei Drittel ihrer Aluminium- erzeugung. Was sie an Rohstoffen haben, können sie nicht in ausreichendem Maße verarbeiten. Sie haben nur noch gewisse Werke am Ural, die jedoch jährlich nur etwa 20 000 Tonnen Rohaluminium liefern können, während der jährliche Normalbedarf der Sowjetunion mindestens 70 000 Tonnen beträgt. Die Sowjets versuchen deshalb nunmehr, Alumi­nium aus den USA. zu erhalten. Aber weder die USA. noch Großbritannien können ihnen solches geben. Die Sowjets leiben also schwerste Roh- ftoffnot, statt, wie man britischerseits gehofft hatte, gerade die für die Flugzeugerzeugung notwendigen Rohstoffe an die USA. unb Großbritannien liefern zu können. Das Ganze nennt sich bann:Wer Hilst wem?" im SinneWer betrügt wen? Der Wettlauf um die Meisterschaft im Begaunern ber beiben Mitspieler, der zwischen Churchill, Siw lin und Roosevelt ausgetragen wirb, ist immer noch