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l»b Jahrgang Nr. 254

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Donnerstag, 2 Oktober Ml

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und

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unter ihm aus dem Land des Milch-, Butter- Käseüberflusses das Gegenteil wurde.

net man mit eein er weiteren Kaufkraftminderung der breiten Schweizer Massen.

Und nun, um das gewissermaßen auf die Spitze zu treiben, kam der Schlag aus England gegen die Schweizer Demokratie! Es ist schon so: Der Feind auch der Schweiz ist England! Nur, daß niemand hier offen ausspricht, was ist, und bie Schäden nicht in dem England nachgeahm­ten politischen System sucht, ist das Bezeichnende für die Schweiz, die noch immer zu glauben oorgibt, das demakratische System sei das beste, auch wenn

der 5. Armee abgezeichnet ist. Eine Zusammenstel­lung von Spionagenachrichten, die der Regierungs­kommissar U r o n o w in Rowno am 8. Mai 1941

«--»jungen zurnacyr. jjie i)uige uuuuh iji Üte Krisenzustand derSchwyzer Demokratie ol'er nicht öffentlich erörtert ^werden darf, d Verkennung des Kriegswirtschaftssystems der tota­litären Mächte hier alsSakrileg" gilt, auchwenn wn das straffe und gerechte Walten Deutsch! otl diesem Gebiete wohl insgeheim bewundert.

Ein neuer aufschlußreicher Knud. Die Angriffsabsichten der Sowjets.

abschloß, bildet die Grundlage für die Anordnungen des Armeepropagandachefs, der auf feine Weise den in Vorbereitung befindlichen Angriff auf Deutschland unterstützen wollte. Wie siegesbewußt er war, zeigt der Satz:Im allgemeinen werden die Kampfhandlungen sich auf dem Gebiete des Feindes abwickeln, und zwar unter für die die Sowjetarmee günstigen Bedingungen, beson­ders dort, wo die ukrainische und jüdische Bevölke­rung vorherrscht (Bezirk Cholin) und nördlich da­von. Die Polin find gegenüber der UdSSR, loyal gestimmt. Ihre Losung lautet: Besser Bolschewisten als Deutsche."

Die Ereignisse, die dann am 22. Juni einfetzten, haben allerdings bewiesen, daß diese Rechnung falsch war. Nur das Verhalten der ukrainischen Juden hatte der Chef-Kommissar richtig einge­schätzt. Der weitere Verlauf des Krieges muß ihn von Tag zu Tag mehr enttäuscht haben, denn sei­nem Plane hatte er den Satz vorausgestellt:Es ist notwendig, dem Fein.d einen sehr star­ken blitzartigen Schlag zu versetzen, um die moralische Widerstandskraft der Soldaten rasch zu erschüttern, die im ersten Jahre des Krie­ges künstlich erhoben worden ist durch die erfolg­reichen, blitzartigen Operationen auf den einzelnen Kriegsschauplätzen.

Mag dieser Plan nun auch durch die Geschichte widerlegt sein, so bleibt er doch ein neues Beweis­stück in der von Woche zu Woche stattlicher ^gewor- denen Reihe von Belegen für die Vorbereitung eines Angriffskrieges der Sowjets gegen Deutschland in der Zeit, in der die Moskauer Regierung so tat, als wenn sie sich noch an den 1939 abgeschlossenen Pakt hielt.

Erfolgreicher Verlauf der Operationen ostwärts des Dnjepr. Wieder Bomben auf Moskau. - Britisches Gchiffsbauzentrum Newcastle von stärkerem Kampffliegerverband wirkungsvoll bombardiert.

oif diesem Gebiete wohl insgeheim bewundert. Aber io etwas sagt man eben in der Schweizer Stickluft licht ...

Dazu kommen finanzielle Sorgen sehr eigenarti-

Natur. Die Schweiz hat zu viel Geld! Die frei ienorbenen Betriebsmittel haben sich mit dem un- tiigen Kapital getroffen, dazu werden neue Bank- t*c:en gedruckt usw. Dieses beschäftigungslose Kapi- jhl hat sich nun auf die sogenannten Sachwerte hetürfit Der Handel mit Wohnungseinrichtungen, |hir Kunstgegenständen, mit Gold und Diamanten, tut unbebauten Grundstücken hat einen Umfang an- $eiammen, der zu den schwersten Besorgnissen An- M gibt. Hin,zu kommt, eben aus der Scheu, mit der I tuen die widersinnigsten .Demokratischen" Einrich- j ^igen aufrecht erhält, die Angst davor, eine ge- I tiqenbe Besteuerung durchzuiühren und durch eine Ücr« Steuerpolitik die Erfassung der Produktwns- tiö Arbeitsgewinne vorzunehmen. 3m ©egenteu: "tute sind zwei Milliarden Schweizer Goldfranken «niDeber gehortet oder als Banknoten im Umlauf.

sind rund zweitausend Franken pro Familie, hat ferner die ständige Preissteigerungswelle "Uch das soziale Gefüge der Schweiz in Unorbnung rächt. Man kann unmöglich verlangen, daß die -ichtbesitzenden, also die Schaffenden, zusehen, wie ''t Leute mit Kapital immer fetter werden wah- tttd fie selbst immer weniger für ihren 2ohner- -aiten. Das Verhältnis von Preis und Lohn ist so ^gesund geworden, daß eine neue Lohnwelle be­achtet wird. Da aber stets die Preise den Lohnen Monlausen, die Derteuerimg der notwendigsten

Großer Waffenerfolg der Finnen

Oie Hauptstadt Ostkareliens erobert.

Der Wehrmachtbericht.

DRB. Aus dem Führerhauptquartler, 1. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Angrtffsoperattonen ostwärts des Dnjepr verlaufen nach wie vor erfolgreich. Ostwärts Dnjepropetrowsk nahm eine Panzerdivision in überraschendem Vorstoß mehrere feindliche Batte­rien. Rürdlich davon stieß eine andere Panzerdivi- sion auf feindliche Panzerkräfte und vernichtete 45 von 80 sowjetischen Panzern. Der Rest wurde in die Flucht geschlagen.

Kampfflugzeuge griffen in der Rächt zum 1. Okto­ber militärische Anlagen in Moskau an.

Im Kampf gegen Großbritannien bom­bardierte ein stärkerer Kampffliegerverband das Schiffsbauzentrum von R e w c a st l e. In Dock- und Werftanlagen entstanden zahlreiche Brände und starke Explosionen. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen kriegswichtige Einrichtungen an der bri­tischen Ostküste und in Schottland. Ein Han- delsschiff von 1500 BRT. wurde versenkt.

In Rordafrika griffen deutsche Kampfflug- zeuge am 30. September mit guter Wirkung britische Zeltlager bei Tobruk an.

Britische Bomber warfen in der letzten Rächt Spreng- und Brandbomben auf Wohnviertel ver­schiedener Städte an der Deutschen Bucht und der Ostseeküste. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste an Toten und Verletzten. Mehrere Wohnhäuser wurden zerstört oder beschädigt. Einzelne Flugzeuge, die Berlin anzugreifen versuchten, wurden zum Ab­drehen gezwungen. Rachtjäger, Flak- und Marine­artillerie schossen drei feindliche Flugzeuge ab.

Unter dem Feuer schwerer deutscher Artillerie.

Berlin, 1. Oft. (DNB.) Schwere deutsche Ar­tillerie beschoß im Laufe des 30. 9. mit guter Wir-

Schweizer Gorgen.

Von unserem S.-Berrchterstatter.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Derbrauchsgüter aber immer schlimmer wird, rech-

kung wichtige Industrieanlagen in Lenin­grad. In den Werken, die das Ziel der deutschen Artillerie waren, wurden gutliegende Treffer beob­achtet.

Schwerste deutsche Artillerie beschoß am Dienstag wiederum erfolgreich das im Hafen von Kron­stadt liegende SowjetschlachtschiffOktober- r e v o l u t i o n". Das Schlachtschiff, das in den ver­gangenen Tagen wiederholt durch deutsche Granaten schwer beschädigt wurde, erhielt verschiedene neue Treffer. Im Hafen von Oranienbaum wurde ein sowjetischer Kreuzer erfolgreich beschaffen. Wei-^ tere Ziele der schweren deutschen Artillerie waren am Dienstag, 30. 9., die Hafenanlagen von Ora­nienbaum. Im Hafen wurde nach den Einschlägen der deutschen Granaten eine große Explosion und ein ausgedehnter Brand beobachtet.

Erfolgreiche Einzelkämpfe auch in anderen Abschnitten.

Berlin,.!. Oft. (DNB.) Während der Vorbe­reitung und während des Ablaufs der riesigen Um* fafsungsschlacht ostwärts Kiew, die allein an Ge­fangenen 655 000 Mann einbrachte, fanden auch an den anderen Frontabschnitten im Osten erfolgreiche Kämpfe statt. Auch diese Einzelkämpfe verliefen mit der vorgesehenen Planmäßigkeit. So wurden im mittleren Frontabschnitt allein bei ört­lichen Kampfhandlungen vom 6. August bis 27. September 91 752 Sowjetfoldaten als Gefangene eingebracht. Damit haben diese Ein­zelkämpfe in ihrer Auswirkung ein Ausmaß er­reicht, das an die Ergebnisse der Schlacht von Tannenberg herankommt. Die Beutezahlen aus diesen Kämpfen unterstreichen eindrucksvoll die im mittleren Frontabschnitt erzielten Erfolge. Es fielen in der angegebenen Zeit 1044 Sowjetpan­zer und 302 Geschütze den deutschen Truppen in die Hände.

igenfo reden, täglich reicher werden.

Hier aber helfen zu wollen, das heißt doch, die eralistsche Struktur des Landes, die für diese igeheuerlichen Mißstände verantwortlich ist, zu Irtisieren, und dazu ist der Schweizer mit seinem ischen Kantönligeist noch nicht reif. Die kriegs- rtschaftlichen Verordnungen also vor allem ich die Preiskontrolle werden nämlich von den desbehörden getroffen, ihre Durchführung aber, h Exekutive, ist den Kantonregierungen überlassen, n stehen gemeinhin die Kantonregierungen mit tri Bundesbehörden aufKriegsfuß". Das (Ergeb- IWis ist, daß Preisstöp und Rationierung von die- kleinen Kantonenelastisch" gehandhabt werden, d H. daß sie möglichst nicht angewendet werden und mtn beide Augen vor offensichtlichen Gesetzesver- fefuin^en zumacht. Die F^lge davon ist ftner^stän-

Helsinki, 1. Oktober. (DRB.) Wie aus zuver­lässiger Quelle verlautet, ist die h a u p t st a d t O ff- fdrehens, Petroskoi (Petrosawodsk), Mitt­woch früh von finnischen Truppen, die von mehre­ren Seiten auf die Stadt vordrangen, erobert worden. In Finnland herrscht großer Jubel über diesen Erfolg. *

Die Einnahme der ostkarelischen Hauptstadt durch d-ie finnischen Truppen ist mit hervorragenden solda­tischen Leistungen der Finnen verbunden. Die Ope­rationen, die der Einschließung und Vernichtung starker sowjetischer Kräfte vorangingen, wurden in überaus schwierigem Gelände und gegen äußerst -üben Widerstand der Bolschewisten durchgeführt. In dem von zahlreichen Flußläusen durchzogenen Wald- und Seengebiet um Petroskoi kämpften sich die finnischen Truppen vor und bewiesen in zahl­losen Einzelkämpfen ihre soldatische Ueberlegenheit über die Bolschewisten.

Bereits in den ersten Septembertagen erreichten bie Finnen den Swir südlich Petroskoi und brach­ten mehrere wichtige Straßenkreuzungen in ihre Hand An den Ufern des Swir entlang drängten fie die Bolschewisten in harten Kämpfen weiter nach Osten und nach Norden auf Petroskoi zurück. Mitte September waren die in diesem Raume stehenden sowjetischen Streitkräfte bereits schwer än-

Bern, Ende September 1941.

London hat dieser Tage in Bern offiziell mit» feilen lassen, daß Großbritannien infolge des Han­delsvertrages der Schweiz mit Deutschland (!) den Iransport von Rohmaterialien und Jndustriepro- ' lüften mit der Bestimmung für die Schweiz wider- | ruft. Diese verschärfte Blockade über d i e ! kchweiz tjat nun ein seltsames Nachspiel ge- jibt: Der BernerBund" drückte sein Befremden ms, denn der Handel mit Deutschland, auf das die kchweiz ja schon aus geopolitischen Gründen ange- | liefen ist, bewegt sich in den üblichen Bahnen; per dieNeue Zürcher Zeitung" konnte selbst bei |:efer Gelegenheit nicht umhin, dem Schweizer $olt einzureden, die Lebensmittelversorgung der kchweiz werde wohl anscheinend nicht betroffen, ^gleich an dem Ernst der Ankündigung, mit der hsdemokratische" Schweizeroolk von den eng- kchen Hütern der Demokratie mißhandelt wird, . »cht zu zweifeln ist.

Es.ist nun bezeichnend, daß gerade Schweden rib die Schweiz, die sich so gern als Steig- feigelhalter der Pluto-Demokratien fühlen, am I reiften unter den Folgen der englischen Blockade leiden haben. Wie in Schweden hat auch in der ! öweizerischen Demokratie die Preiskontrolle voll- | inbig versagt. Die Mißstimmung der Bevölkerung j chtet sich also gegen die Behörden, und wahrlich, ist genug geschehen, um diese Mißstimmung, zu chtfertigen. Vor dem Kriege war die Schweiz ein inb, in dem Milch, Butter und Käse derart im eberfluß erzeügt wurden, daß die Berner Bundes­gierung versuchte, diesen Ueberfluß abzustoppen. :tzt ist vlötzlich die Milch knapp geworden, die utteroerforgung mußte rationiert werden und enso der Käse. Der Schweizer ^Bürger rf)ä11 heute sogar weniger Butter [ s der deutsche Volksgenosse! Man hat i diesem Prachtstück demokratischer Regierungs- tinfte herumgedoktert, aber die Butter-, Käse- und kilchausfuhr ist rapide gesunken. Die Verknappung H: überhaupt nicht erklärlich; es sei denn, daß die I »Schweizer Kühe im Dienste Churchills stünden, und f war gegen die Schweizer selbst. Aber auch andere ijfc Lande selbst erzeugte Waren sind knapp und liier geworden. Obst und Gemüse sind um 200 v. H. Wiki Preis gestiegen, obgleich die Schweiz ein wah- bs Obst- und Gartenland ist. Die Textilien sind um tu bis 80 v. H. teurer'geworden, obgleich die Schweiz ff fkast Textilwaren ausführte. Alle Richtlinien und jreisüorTd)riften haben die Zurückhaltung von Mvaren, b<m Kettenhandel und den Schwarzhandel lZsiklht im geringsten beeinflußt. Da die Schweiz ein HjJbiabD für die Juden ist, die kein europäischer |||S:aat mehr haben will, ist des Schacherns und der i öiunerei und Preistreiberei kein Ende. Gewiß i jetten die Schweizer Behörden bei Kriegsbeginn h n Volke oft und feierlich versprochen, die Preise |l ft bil zu halten, aber die Preisverordnungen wer- , itn nicht mit der erforderlichen Rücksichtslosigkeit b rchgeführt, die Jntereffentenhaufen wittern Spe- tifationsluft, und der Schweizer Verbraucher grollt | ib klagt Gott und alle Welt an und weiß nicht, tos hin. Er sieht nur, daß die Verhältnisse täglich fclimmer und daß die Nutznießer dieses Krieges, |cine lieben Mitbürger, die an der Quelle sitzen viel von Gemeinschaftssinn und demokratischer

Berlin, 1. Oft. (DNB.) Im Stabsgebäude 5. bolschewistischen Armee in ß u rf wurde ein auf­schlußreicher Plan für die politische Sicherung der Armeeoperationen beim Angriff aufgefunden, der von Chef der Abteilung für politische Propaganda

geschlagen und hatten große Mengen chres Kriegs» materials verloren. Zugleich eroberten die Finnen die Straße zwischen Aunus und Teru. Am 18. September vegann die großangelegte finnische Of­fensive gegen Petroskoi von Süden her entlang der Murmanbahn. Andere finnische Verbände drangen von Westen her aus dem Raum von Teru auf die ostkarelische Hauptstadt vor. In heftigen und immer wiederholten Gegenangriffen versuchten die Bolschewisten oas ständige Vordringen der Finnen aufzuhalten. Der Ring um die Bolschewisten wurde jedoch immer enger gezogen. In hartnäckigen und schwierigen Kämpfen drängten die finnischen Trup­pen die Bolschewisten Schritt um Schritt auf Pe- trstkoi zurück. In den letzten Septembertagen war die Einschließung der Bolschewisten vollendet. In den frühen Morgenstunden des 1. Oktober drangen die ersten finnischen Truppen in Petroskoi ein. In hartem und blutigem Häuser- und Straßenkampf wurde Stadtteil nach Stadttell von den Sowjets ge­säubert. Einzelne finnische Stoßtrupps kämpften sich gegen das Rathaus von Pettoskoi vor und hißten in den Mittagsstunden des 1. Oktober die finnische N°M-. _

Eine Entscheidung

von allergrößter Bedeutung.^

Helsinki, 2. Okt. (DNB.-Funkspruch.) Anläß- , lich der Einnahme von Petroskoi jand zwischen

Das Gesetz des Handeliis.

Wer während eines Krieges die Initiative hat, also sich den Schauplatz der Angriffe aussuchen kann, und wer sie behält, der hat die Vorbedingungen des Sieges an feine Fahnen geheftet. Wir haben diese Initiative. Churchill muß es selbst zugeben. Er sagte in einem weitschweifigen und von Pessimismus durchtränkten Rechenschaftsbericht am Dienstag im Unterhaus:Wir haben nicht die Macht gehabt, dem Feind die Initiative zu nehmen", und an einer anderen Stelle:Wir find vollständig im unklaren darüber, was er zu tun beabsichtigt", und diesen Druck spürt England furchtbar. Churchill gibt zu, wir könntendie ungeheuren Werte des Gebietes" ausbeuten, welches wir erobert hätten, und er wisse nicht, ob der Führer eirtfn Teil seiner riesigen Armee nach dem Südwesten auf das Niltal zu lenke oder ob er versuche, nach Nordwestafrika zu gelangen, ob er, im Besitze des großen kontinentalen Eisenbahnnetzes Europas, fein Schwergewicht nach dem Westen verlegen würde, um dort eine umfang­reiche Armee zu versammeln, mit all den besonderen Maschinen, die der Führer für einen Jnvasions- versuch gegen die britischen Inseln habe bauen lassen. Der Führer habe sogar die Macht, im Osten in der Defensive zu verbleiben und alle diese drei Unter­nehmungen im größten Maßstabe und gleichzeitig zu unternehmen. Aber die deutsche Führung sei stumm?

Man sieht hier, wie Churchill händeringend zum Gott der Plutokratte betet, daß die deutsche Führung doch endlich von dem reden möge, was fie zu tun beabsichtige, um Churchill wenigstens einen An­haltspunkt zu geben. Aber dieses Schweigen ist für Churchill anscheinend unerträglich; und wenn er jammert, den Sowjets könne nicht so geholfen wer­den, wie England gern möchte, denn, jagte er wörtlich:In vieler Hinsicht ähneln die Probleme, denen wir uns jetzt gegenüberfehen, denen, welchen wir im letzten Jahr gegeoüberftanben, als wir z. B. uns blutenden Herzens weigern mußten, die noch übrigen Jägergefchwader zur Hilfe nach Frankreich zu senden." Das alles ist ein glattes Eingeständnis der vergeblichen Bemühungen Englands, dem deut­schen Schwert ein gleich geschliffenes gegenüberzu­stellen, und wenn sogar Churchill versichert, niemals habe England eine Armee gehabt, die sich zahlen­mäßig mit denen des Kontinents vergleichen konnte, und niemals werde Großbritannien eine solche Armee haben, dann bedeutet das doch in Wirklich­keit den Verzicht Englands, jemals den Sieg zu er­ringen. Denn den Sieg bringt das Schwert und nicht die Redereien Churchills, die nur darauf be-

Feldmarfchall Mannerheim und dem Stggts« vräfideuten sowie dem Ministerpräsi- o e n t e n ein Telegrammwechsel statt, wobei zum Ausdruck gebracht wurde, daß durch die Eroberung dieser Stadt der ununterbrochene Siegeszug der finnischen Armee seine Krönung gesunden habe. Damit sei die Sicherung der Zukunft und eines dauernden Friedens einen großen Schritt näher ge­kommen.

In einem Tagesbefehl bringt Feldmarschall Mannerheim feinen Dank an die Führung und die Soldaten der siegreichen Truppenoerbände zum Ausdruck. Mit diesem Ziel sei in der Geschichte Finnlands eine Entscheidung von aller­größter Bedeutung erreicht.

In dem finnischen Frontbericht wird die eroberte Stadt Petroskoi nicht mehr mit dem bisherigen Namen bezeichnet, sondern mit .Aeänislinna (D n e g a b u r g).

OaS Ritterkreuz.

Berlin, 1. Okt. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Gene­ralfeldmarschall von Brauchitsch, das Rit- terkreuz des Eisernen Kreuzes an: General- leutnant Sixt von Arnim, Kommandeur einer Infanteriedivision, Oberst Greiner, Komman- beur eines Jnfanterie-Rediments, Oberleutnant Eßbach, Kompaniechef in einem Infanterie- Regiment, Oberleutnant Schneiber, Kompanie­chef in einem Panzer-Pionier-Bataillon;

ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers ber Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, an: Haupt- mann Walter Bradel, Staffelkapitän in einem Kampfgeschwaber, Oberleutnant Petzold, Flug­zeugführer in einem Kampfgeschwaber.

Todesurteil gegen Elias.

WegenFeindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat.

Prag, 2. Okt. (DNB.) Der 1. Senat des Deut­schen Volksgerichtshofes hat in der am Mittwoch in Prag abgehaltenen Hauptoerhandlung unter Vorsitz des Präsidenten des Volksgerichtshofes Dr. Thierack den früheren Vorsitzenden der Protek­toratsregierung Alois Elias wegen Feind- begünftigung und Vorbereitung zum Hochverrat zum Tode verurteilt. Gleichzeitig wurde auf Aberkennung der bürgerlichen Ehren­rechte auf Lebenszeit und Einziehung seines Ver­mögens erkannt.

Die Anklage vertrat ber Leiter der Stacttspolizei- leitstelle Prag, ^-Obergruppenführer Oberregie­rungsrat Dr. Geschke.

Elias, der sich auch in seinem Schlußwort als schuldig bekannte, erklärte, er sei zutiefst davon überzeugt, daß bas tschechische Volk aus - geopoliti« schen, wirtschaftlichen und sozialen Grünoen nur im Rahmen des Großbeutschen Reiches einer glück­lichen Zukunft entgegengehen könne. Er hoffe, so erklärte Elias abschließend, seine Verurteilung möge dazu beitragen, daß bas tschechische Volk sich end­lich von Irrtümern und Illusionen frei machen und auf den rechten Weg gelangen möge.

Der Hauptverhanblung des Volksgerichtshofes wohnten Vertreter der deutschen und tschechischen Presse bei