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Drei Minuten Lustschutz.

Beizeiten bedacht - bewahrt vor großen Schäden.

Planetendreiheit am Osthimmel.

Gternschau im September.

Von Dr. Erwin Kossiuna.

Sand vermögen mitunter unersetzliche Werte vor dem Verderben zu bewahren.

Wäsche und Kleidungsstücke braucht man am dringendsten. Ein Kofser mit den notwendigsten und besten Stücken sollte nachts im Keller lagern.

Zum Luftschutzgepäck gehört auch eine betriebs­fertige Taschenlampe oder zumindest Kerzen und Streichhölzer.

Haustüren abzuschließen ist grundoerkehrt, denn die meisten Brände werden zuerst vom Nachbar­haus aus entdeckt. Verschlossene Haustüren verhin­dern jede Hilfe.

Auch für Hotelgäste besteht die Pflicht, den Lust­schutzraum aufzusuchen. Hotelhallen bieten ebenso wenig Schutz wie jeder andere Raum. Berater und Helfer in allen Luftschutzfragen ist für jeden Volks­genossen das für ihn zuständige Luftschutzrevier. Alle Meldungen, auch über eingetretene Schäden, sind nur dorthin zu richten. Anrufe bei der örtlichen Luftschutzleitung sind unbedingt zu unterlassen. Auch Anzeigen und Beschwerden, wie sie häufig sogar ohne Angabe des Namens und der Anschrift an die örtliche Luftschutzleitung gerichtet werden, sind zwecklos.

die Sternwolken, auf denen sich die helleren Fix­sterne wirkungsvoll herausheben.

Am Westrand der Milchstraße funkelt die blau- weiße Wega mit dem kleinen Sternviereck da­neben, das für das Sternbild der Leier kennzeich­nend ist. Nordwärts folgen auf den kreuzförmigen Schwan im Zenit die BiQer Kepheus, Kassio­peia, Perseus und Fuhrmann. Durch gro­ßen Reichtum an Sternen, auch an helleren, hebt sich vor allem der Perseus heraus. Mit dem Feldstecher finden wir leicht die beiden großen Sternhaufen im Perseus nahe der Kassiopeia, die In mondlosen Nächten auch mit freiem Auge er­kennbar sind. Man hat in diesen Sternhaufen zahl­reiche veränderliche Riesensterne gefunden, aus deren Lichtwechsel die Entfernung berechnet werden konnte. Es ergab sich der gewaltige Wert von 3000 Lichtjahren oder rund 30 000 Billionen Kilometer für den Abstand der beiden Sternhaufen im Per­seus.

Dasselbe schöne Sternbild enthält den bekannten veränderlichen Stern Algol, der zu den Bedek- kungsveränderlichen gehört. Das Licht des Haupt­sterns, der die IMfache Leuchtkraft unserer Sonne besitzt, wird in regelmäßigen Zeitabständen von 68 Stunden 49 Minuten durch den umlaufenden Begleiter auf ein Drittel seiner normalen Helligkeit abgeblendet. Ein solcher Lichtwechsel läßt sich am 20. September beobachten. Die Abnahme und Wie­derzunahme des Lichts dauern je 5 Stunden, das Kleinstl'icht wird kurz vor 23 Uhr Sommerzeit er­reicht. Man beobachtet diese Verfinsterung am be­sten durch Vergleich Algols mit den benachbarten Sternen.

An den Perseus schließt sich nach rechts unter­halb der Milchstraße die Andromeda und das große Pegasusquadrat an. Tief im Süden funkelt Fomal- haut, der Hauptstern im Südlichen Fisch. Der Him­melswagen im Großen Bären rollt rückwärts und nähert sich seiner tiefsten Stellung im Norden.

Am 23. September 13 Uhr überschreitet die Sonne in südlicher Richtung den Himmelsäqua­tor, womit astronomisch der Herbst beginnt. Der Mond zeigt folgende Hauptlichtgestalten: Voll­mond am 5., letztes Viertel am 13., Neumond am 21., erstes Viertel am 27. September. Da der Mond kurz nach Pollmond und kurz vor Neumond durch die Knoten stiner Bahn, die Schnittpunkte mit der Ekliptik, geht, tritt sowohl eine Mond- als auch eine Sonnenfinsternis auf. Bei der Mondfinster- n i 5 am 5. September 19.45 Uhr wird jedoch nur ein kleines Stück des südlichen Mondrandes ver­dunkelt. Die Sonnenfinsternis am 21. Sep­tember ist total, jedoch nur in einer schmalen Zone sichtbar, die vom Kaspischen Meer quer durch Asien nach den Marschall-Inseln im tropischen Stillen Ozean verläuft.

Aus der Stadt Gießen.

September.

Der September, der neunte Monat des Jahres, läuft immer noch mit dem Namen desSiebenten" durch die Welt. Diese Bezeichnung geht auf den alten römischen Kalender zurück, der mit dem März begann und in dem der September daher wirk­lich an der siebenten Stelle stand. Aber merkwürdig ist es, daß der alte lateinische Name sich in all den Jahrhunderten, seitdem der 1. Januar Neujahrstag ist, so hartnäckig erhalten hat trotz seiner offenbaren Sinnlosigkeit. Dabei hat es dem Monat an anderen schönen und sinnvollen Namen niemals gefehlt. Be­sonders im deutschen Mittelalter finden wir eine ganze Reihe von Bezeichnungen, die sich auch im mundartlichen Gebrauch zum Teil bis heute erhal« ten haben. Herbistmanoth nannte ihn Karl der Große, und alserster Herbstmonat" wird er vom Oktober und November unterschieden. Daneben be­gegnen wir dem Namen Fulmonat, bei Fischart Vollmonat, der auf die Fülle der Ernte verweist,

Verdunkelungszeit

2. September von 20.07 bis 6.31 Uhr.

uni) im Tegernfeer Kalender des 16. Jahrhunderts Saumonat, weil hier die Saujagd begann. Ein an­derer Name ist Sämonat, weil es die Zeit der er­sten Wintersaat ist, und Michelsmonctt nach dem Fest des Erzengels Michael am 29. September. -

In unseren Breiten ist der September der Monat zwischen Sommer und Herbst, dessen Gesicht fast wechselnder und vielgestaltiger ist als das des April. Es ist der Monat der letzten warmen Sommertage, deren Licht von einer köstlich hohen, reifen Klarheit ist, und es ist zugleich der Monat der späten Rosen und der ersten Lauboerfärbung, der Fülle und des Abschieds. Unsere Gärten beschenken uns in diesem Monat noch einmal mit ihrer reichsten und bun­testen Fülle. Noch blühen Phlox und Gladiolen in ihrer ganzen Pracht, daneben Dahlien und Astern in unübersehbarer Mannigfaltigkeit von Farben und Formen. Vor allem das Gelb feiert im September­garten seine höchsten Triumphe: die über manns­hohen Stauden der Rudbeckien und der Goldraute bilden ein goldleuchtendes Meer; neben den großen Sternen der Sonnenblumen schimmern dis kleineren des Helenium. Dem Jäger schenkt die zweite Hälfte des Monats die erlesenste Freude des ganzen Jah­res, die Hirschbrunst. In Gegenden, wo es viel Rot­wild gibt, ist es auch für Den Nichtjäger ein ein­drucksvolles Erlebnis, in kalten sternklaren Nächten in den Wald zu wandern und diesem Orgelkonzert der Natur zu lauschen, dem urhasten Kampf- und Liebesgeschrei dieses WWes.

Wie allen Uebergangszeiten haftet auch dem Sep­tember im Volksglauben etwas Unheimliches an, und wir finden bei allen Völkern den verschiedensten Abwehrzauber. Schon im alten Rom war es üb­lich, am 13. dieses Monats einen Nagel in eine Mauer einzuschlagen und dadurch alles Unheil zu verbannen. Auch bei den Herbstfesten der Germa­nen, die im September begannen, spielte Abwehr­zauber eine Rolle. Dabei war mit einem Totenfest, das zu feiern der anbrechende Winter mahnte, ein Erntedankfest verbunden. Das erste lebt im Fest des Erzengels.Michael weiter, das zweite in den Kirchweihfesten. In weiten Volkskreisen galt noch bis in die jüngste Vergangenheit hinein der 1. Sep­tember, an dem Sodom und Gomorrha uniergegam- gen fein sollen, als Unglückstag, außerdem wurde er als vorbedeutend für das ganze Herbstwetter an­gesehen. Als weitere Lostage galten der 17. und der 21. dss Monats. So viele Nachtfröste vor dem 1. September eintreten, so viele wird es auch im kommenden Mai geben. Der Michaelstag am 29. September bezeichnet den Beginn der kalten und dunklen Jahreszeit. Don diesem Tage an arbeiten die Handwerker wieder bei Licht. In Ungarn ver­bietet ein Aberglaube, am 30. September zu säen, weil dieses Korn grün bleibt und nicht reif wird.

C. K.

Voruotuen.

Tageskalender für Dienstag.

Stadttheater: 19.30 bis 23 UhrPrinz Friedrich von Homburg". Gloria-Palast, Seltersweg: Frau Luna". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Das große Abenteuer".

Kriminalkommissar Schönefeld nach Zwickau versetzt.

Der Leiter der Kriminalabteilung bei der Poli­zeidirektion Gießen, Kriminalkommissar Heinrich Schönefeld, wurde mit sofortiger Wirkung als Kriminalkommissar nach Zwickau in Sachsen ver­setzt. Kriminalkommissar Schönefeld kam im Jahre 1928 von Darmstadt nach Gießen und wirkte seit­dem an der Spitze der hiesigen Kriminalpolizei, deren Amtsbereich auch Oberhessen umfaßt. In seiner langjährigen hiesigen Tätigkeit hat er sich die vertrauensvolle Wertschätzung seiner Vorgesetz­ten und Mitarbeiter, darüber hinaus durch seine vortrefflichen menschlichen Eigenschaften auch hohe Wertschätzung in weiten Bevölkerungskreisen unse­rer Stadt erworben. Mit seinen Kameraden von der Polizei sehen viele Volksgenossen den beliebten Beamten ungern von hier scheiden.

Oie neue Steuerkapte.

Der Reichsfinanzminister hat die Anweisungen für die Lohnsteuerkarten 1942 herausgeaeben. Die Karten sind diesmal hellgrün. Eine Abweichung gegenüber bisher tritt insofern ein, als die Ge­meindebehörde bei der Eintragung der Steuer­gruppe künftig auch schon die Aenderungen berück­sichtigt, die sich aus dem vorgeschrittenen Alter ergeben. Der Arbeitgeber hat deshalb ab 1. Januar 1942 ein bestimmtes Alter des Arbeitnehmers ab­weichend von der Eintragung der Steuerkarte nur noch bann zu beachten, wenn nach dem 10. Oktober, dem Stichtag der Personenstandsaufnahme, ein weiblicher Arbeitnehmer das 50. Lebensjahr oder ein männlicher oder weiblicher Arbeitnehmer das 65. Lebensjayr vollendet hat.

Volksnahe Sozialmaßnahmen.

Die meisten Volksgenossen sind heute in der So­zialversicherung, aber die wenigsten wissen in deren Vorschriften Bescheid. Es ist deshalb erfreulich, daß es das Reichsversicherungsamt für angezeigt hält, in einem an die Versicherungsträger gerich­teten Rundschreiben, das im neuesten Reichs- arbeitsblatt Nr. 23 veröffentlicht wird, auf das Erfordernis einer sozialen und volksnahen Rechts­anwendung innerhalb der Sozialversicherung be­sonders hinzuweisen. Die Dersicherungsträger sind danach nicht nur verpflichtet, die betreuten Volks­genossen gemeinverständlich in ihren Versicherungs­

angelegenheiten zu beraten, sondern auch ihre An-xeits

tUf Dir selbst und triff Deine Maßnahmen so, Deinem Nachbarn kein Schaden daraus er­wächst. Die Absichten des Feindes zu durchkreuzen und die Schadensmöglichkeiten auf ein Mindestmaß zu begrenzen, kann allerdings nur gelingen, wenn wir nicht nur handeln, sondern richtig, rasch und überlegt vorgehen.

Im Laufe des Krieges konnten manche Erfahrun­gen gesammelt werden es wäre unklug, wenn wir sie nicht beachten wollten. Hier nur einige Bei­spiele:

Um die Brandbekämpfung in der Wohnung zu erleichtern, mache man es sich zum Grundsatz, bei Fliegeralarm weder die Wohnungstür, noch die Zimmertüren, Schränke u. dgl. abzuschließen. Alles muß offen und rasch zugänglich sein, es kommt oft auf Sekunden an.

Jedes verfügbare Gefäß nicht nur die Luft­schutzeimer, z. B. Badewannen, Töpfe, Eimer usw., abends mit Wasser füllen und so aufstellen, daß in jedem Raum Löschwasser zur Hand ist!

Löschsand kann man gar nicht genug haben. Die praktischen Luftschutzsandsäcke lassen sich in jedem Raum unauffällig unterbringen. Ein paar Hände

Die länger werdenden Abende, deren Dunkelheit während der Kriegszeit durch fein künstliches Licht gestört wird, bieten dem Sternfreund eine Fülle von Beobachtungsmöglichkeiten. In den ruhigen klaren Herbstnächten ist schon der Fixsternhimmel wegen der günstigen Stellung der Milchstraße von hervorragender Schönheit. Dazu kommen im dies­jährigen Herbst noch die drei hellen Planeten Mars, Jupiter und Saturn, deren Glanz dem Osthimmel besonderes Gepräge verleiht.

Mars geht Anfang September kurz nach 21 Uhr, Ende des Monats aber schon gegen 19 Uhr. also bald nach Sonnenuntergang, auf. Der Planet bewegt sich im Sternbild der Fische, einer an hel­leren Sternen armen Himmelsgegend, wo er durch feine große Helligkeit und seine rote Farbe beson­ders auffällt. Im Laufe des Monats verringert sich der Abstand des Mars von der Erde von 72 Mil­lionen auf 61,5 Millionen Kilometer. Gleichzeitig steigert sich seine Leuchtkraft ganz erheblich, so daß Mars etwa vom 10. September ab sogar den maje­stätischen Jupiter an Helligkeit übertrifft. Ver­glichen mit dem sehr hellen Fixstern Kapella im Fuhrmann, der abends im Nordosten heraufkommt, ist Mars Anfang September sechsmal, zuletzt zehn­mal heller. Mars beroegt sich bis zum 6. Septem­ber rechtläufig, d. h. in östlicher Richtung am Him­mel, dann wird er scheinbarrückläufig", was da­durch zu erklären ist, daß er bei seiner Bewegung um die Sonne hinter der rascher laufenden Erde zurückbleibt.

Eine Stunde nach dem Mars erscheint der Ring­planet Saturn über dem östlichen Horizont, und wieder eine Stunde später geht Jupiter auf. Gegen Mitternacht finden wir die drei Planeten Mars, Saturn und Jupiter hoch im Südostquabran- ten des Himmels, wo fie, in einer leicht ge­schwungenen Linie angeordnet, eine prächtige Kon­stellation bilden. Venus ist kurze Zeit nach Son­nenuntergang als Abendstern tief im Westen sicht­bar.

Der abendliche Fixsternhimmel erhält durch das silbern schimmernde Band der Milchstraße seinen schönsten Schmuck. Steil steigt die Milchstraße im Nordosten empor bis zum Schwan im Zenit, um dann, in zwei Ströme geteilt, Jid) ebenso steil wieder nach Südwesten zu senken. Mustern wir mit ausgeruhten, an die Dunkelheit gewöhnten Augen das Lichtband, so erkennen wir bald, daß es in sich reich gegliedert ist. Neben fast schwarz wirken­den Sternleeren finden wir im Schwan, im Adler und im Schild des Sobieski gewaltige.Anhäufun­gen von Sternen zu großen Wolken von besonde­rem Glanz. Die Sternleeren werden durch kos- miscke Staubwolken hervorgerufen, die uns den Blick auf die dahinter stehenden Sterne verwehren. Wie feinster Diamantenstaub erscheinen dagegen

träge und Beschwerden ohne Zeitverlust zu prü­fen und dabei offenbare Härten und Unbilligkeiten zu vermeiden, soweit das Gesetz dazu Möglichheiten bietet Bei der Auslegung der Sozialversicherungs­gesetze darf in Zukunft auch nicht so sehr von alten Urteilen der Versicherungsbehörden ausgegangen werden, sondern von dem lebendigen Rechtsbe­wußtsein der Gegenwart, das darin gipfelt, daß Recht nur fein kann, was dem Volke nützt. Gerade unter letzterem Gesichtspunkt dürfen lediglich for­male Rechtsbedenken in keinem Falle dazu füh­ren, den Versicherten innerlich begründete An­sprüche abzuschneiden oder zu verkümmern. In die­sem Zusammenhang weist das Reichsversicherungs­amt auch darauf hin, daß die Berufsgenossen­schaften in geeigneten Fällen bei Versäumung der Meldefrist für einen Unfall nicht den Einwand des Rechtsverlustes infolge Zeitablaufs erheben. Ent­sprechendes muß für sonstige, bereits abgelaufene Ausschlußfristen gelten, sowie dann, wenn es sich um die Verjährungseinrede gegenüber Ansprüchen auf Erstattung von Beiträgen oder auf Leistungen handelt Die Frist für die Anmeldung von Unfall- entschäbigungsansprüchen soll zwar den Unfallver­sicherungsträger vor unbegründeten Ansprüchen schützen, sie darf aber fein Mittel fein, die Ver­folgung sachlich berechtigter Ansprüche zu erschwe­ren. Wenn Rechtsunkenntnis des Versicherten oder sonstige echte Hinderungsgründe, die die rechtzeitige Antragstellung verzögerten, vorliegen, dann sollen die Dersicherungsttäger Entgegenkommen be­weisen.

Teures Holz.

Einem auswärtigen Holzhändler dürfte die Liefe­rung von Brennholz an hiesige Abnehmer teuer zu stehen kommen. Der Händler hatte nach den Ermitt­lungen der Preisüberwachungsstelle Gießen in einem klargestellten Falle für die von ihm gelieferte Holz­menge von 15 Zentner einen erheblichen Uederpreis, nämlich 50 RM. an Stelle der angemessenen 21 RM. genommen, wobei er behauptet hatte, der Wagen enthalte etwa 35 Zentner. Die Preisüberwachungs­stelle Gießen stellte jedoch durch einen ihrer Beamten die tatsächlich weit geringere Menge von 15 Zentner und damit den Ueberpreis fest. Gegen den Händler, der wegen einer früheren ähnlichen Geschichte de-

mit 1200 RM» Geldstrafe vorbelastet ist, et*

folgte Anzeige. Vorhergehende Holzlieferungen an andere Abnehmer dürften jetzt wohl auch mft näher unter die Lupe genommen werden. \

Gießener Wochenmarktpreise.

Nachstehende Preise sind Händlerpreise und verstehen sich für A-Ware. Für B-Ware ober abfallende Ware iomie für Selbsterzeuger liegen die Preise niedriger.

* Gießen, 2. Sept. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 60, Wirsing, Vi kg \8, Weißkraut 6, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüden 9 bis 10, Spinat 20, Römischkohl 8 bis 10, Bohnen, grün, 23 bis 30, gelb, 30, Mischgemüse 8 bis 9, Tomaten 30 bis 40, Frühäpfel 40 bis 45, Birnen 45, Zwet- schen 45, Salatgurken 15, Einmachgurken 20, En­divien, das Stück 12 bis 15, Oberkohlrabi 12, Rettich 10, Radieschen, das Bund 10 Rpf.

Gsmeindesportiag in Gießen-Klein-Linken.

Im Anschluß an unseren gestrigen Bericht über den Orts-Turn- und Sporttag in Gießen-Klein- Linden bringen wir hier einen Auszug aus der Siegerliste:

HI.-Klasse A (12 Teilnehmer): 1. Hermann Hinterlang 66 P.; 2. Otto Volkert 54 P.; 3. Han­fried Stein 44 P.; 4. Egon Otto 42 P.; 5. Rein­hold Weigel 40 P. HI.-Klasse B (9 Teil­nehmer): 1. Herbert Jung 45 P.; 2. Willi Müller 36 P.; 3. Emil Lenz und Heinz Rau je 35 P. Deutsches Jungvolk, Klasse A (27 Teil­nehmer): 1. Friedel Müller und Helmut Litzinger je 43 P.; 2. Erich Hoßbach und Erich Langsdorf je 42 P.; 3. Karl Ludwig Lenz 41 P.; 4. Herbert Hildebrand 40 P. Deutsches Jungvolk, Kl a s s e B (19 Teilnehmer): 1. Helmut Jung 56 P.; 2. Heinz Spengler 51 P.; 3. Helmut Volkert und Günter Litzinger je 46 P.; 4. Artur Schneider 45 P.; 5. Willi Schneider 42 P.; 6. Karl Heinz Reichhardt 41 P. B DM. -Klasse A (3 Teil­nehmer): 1. Gertrud Härder 40 P.: 2. Lisel Lenz 29 P.; 3. Else Luh 18 P. BDM.-Klasse B (14 Teilnehmer): 1. Hilde Damm 37 P.; 2. Lisel Volk 35 P.; 3. Hilde Hoßbach 31 P. Deutsche Jungmädel, Klasse A (31 Teilnehmer): L Irmgard Hof 50 $4 2. Elfriede Klein 49 P.;

Gedächtnisfeier für Generalleutnant Güßmann. Zu Ehren des am 20. Mai bei dem Angriff auf Kreta gefallenen Generalleutnants S ü ß m ann, des Kommandeurs einer Fliegerdivision, fand am eamstag in Braunschweig eine militärische Gedächt­nisfeier statt. An ihr nahmen neben den Angehö­rigen des Gefallenen Offiziersabordnungen aus zahlreichen Truppenteilen der Luftwaffe und Ehren- gäfte aus den übrigen Wehrmachtteilen, aus Partei und Staat teil. General der Flieger Student be­tonte in seiner Ansprache, daß diese Feier dem Ge­dächtnis aller Kameraden diene, die auf Kreta ge­fallen seien. Ihr Opfergeist werde stets heiliges Vermächtnis fein. .

3. Inge Stein 48 P.; 4. Irmgard Korbin 47 P.; 5. Elfriede Steger 45 P. Deutsche Jung» möbel, Klasse B (18 Teilnehmer): 1. Wal­traud Diehl 60 P.; 2. Elfriede Rinn 57 P,; 3. El­friede Hinterlang 53 P.; 4. Erika Weller 50 P.; 5. Gertrud Jung 48 P. Männer, Klasse I (5 Teilnehmer): 1. Adolf Mülln 25 P.; 2. Walter Schmidt 23 P.; 3. Karl Sittner 21 P. Frauen, Klasse I (3 Teilnehmer): 1. Marie Siegmund, 18 Punkte.

Das Ergebnis der E i n z e l w e 11 k ä m p f e ist folgendes: Weitsprung: HJ.-Klasse A: Otto Volkert 6 Meter; HJ.-Klasse B: Heinz Rau und Herbert Jung je 4,50 Meter; DJD.-Klasse A: Hel­mut Litzinger 4,40 Meter; DJV.-Klasse B: Helmut Jung 4,20 Meter; BDM.-Klasse A: Gertrud Hör- ber 4,50 Meter; Männerklasse: Walter*Schmidt urtb Karl Sittner mit je 4,90 Meter. Hochsprung: HJ.-Klasse A und B: 1. Otto Volkert 1,58 Meter; 2. Fritz Germer unb Karl Lubwig Schmidt je 1,53 Meter. BDM.Klasse A: Gertrud Hörder 1,36 Meter. Kugel st oßen, 5 kg: Hermann Hinterlang 11,95 Meter. BDM.-Klasse A: Marie Siegmund 7,10 Meter. Keulenwurf: Hermann Hinter- lang 60 Meter. Speerwurf: Hermann Hinterlang 33,50 «Meter. Deutscher Drei­sprung: Otto Volkert 11,40 Meter. 10 0- Meter-Lauf: Hermann Hinterlang 12,3 Sek. Frauen: Gertrud Hörder 14,4 Sek. 7 5 - Meter- Laus. DJV.-Klasse A: Karl Ludwig Lenz 11,8 Sek. BDM.-Klasse B: Hilde Damm und Margot Weigel mit je 12,4 Sek. Schlagballweit­wurf, DJV.-Klasse A: Erich Hoßbach unb Erich Langsborf mit je 51 Meter. DJV.-Klasse B: Heinz Spengler 47 Meter.

Aus der engeren Heimat.

Orts-Turn- und Sporttag in Watzenborn-Steinberg.

Am Sonntag wurde in Watzenborn-Steinberg der Orts-Turn- unb Sporttag burchgeführt, mit dessen Ausrichtung ber NSRL.-Ringführer A. Pitz beauftragt war. Vormittags traten sämtliche Teil­nehmer, eingeteilt in Riegen, auf bem Sportplatz an. Der NSRL.-Ringführer wies in kurzen Worten auf bie Bebeutung ber Orts-Turn- unb Sporttage hin. Nach ber Totenehrung würbe bie Flaggenhissung vorgenommen. Alsdann wurde ge­meinsam das LiedOh Deutschland hoch in Ehren" gesungen. Hierauf begannen bie Wett­kämpfe. Die Männerklasse begann mit Kugelstoßen, bie HJ.-Klasse A unb B mit dem Weitsprung, bas DJ. mit bem Lauf, BDM. mit Weitsprung unb ber BDJM. mit Ballweitwurf. Die Tagesbest- leiftung im Kugelstoßen vollbrachte Erwin Pfaff, im Weitsprung Boll (Fl.-HJ.) mit 6,40 m unb im 100-m-Lauf ebenfalls Boll mit 12,1 Sek. Erstaun­liche Leistungen erzielte das DJ. im Ballweitwurf. Der größte Teil ber jungen Wettkämpfer erreichte hier die Höchstpunktzahl. Gegen ^12 Uhr waren die Dreikämpfe beenbet, so baß nunmehr bie Arbeit bes Berechnungsausschusses einsetzte.

Der Nachmittag würbe mit einer 4X100-Meter- Staffel begonnen, an der je eine Mannschaft bes Turnvereins Watzenborn-Steinberg, ber Flieger- HI. Watzenborn-Steinberg unb als Gast eine Mannschaft bes Luftwaffensportvereins teilnah­men. Letztere siegte mit etwa 10 Meter Vorsprung vor ber Mannschaft des Tv. Watzenborn-Steinberg, bie knapp vor bem Schlußmann der Flieger-HI. Boll durch bas Ziel ging. Anschließenb spielte im Gesellschaftsspiel bie Hanbballmannschaft bes Luft- waffensportvereins gegen bie Mannschaftf bes Tv. Watzenborn-Steinberg. Watzenborn-Steinberg ging in Führung, doch halb ftanb bie Partie 4:1 für bie Gäste aus Gießen. Das Zusammenspiel ber Platz­mannschaft wurde immer besser, unb bis zur Halb­zeit wurde der Gleichstand erzielt. Mit dem leich­ten Wind spielend lagen die Einheimischen in ber zweiten Spielhälfte mehr im Angriff. Mit bem Schlußpfiff bes Schiebsrichters Leidich mußte bie Luftwaffe Gießen eine 9:6-Nieberlage einstecken.

Anschließenb fand bie Siegerehrung durch den Ortsgruppenleiter Karl Harnisch statt. Es konn­ten mit einer Urkunde unb einem Siegerbändchen ausgezeichnet werben: Männerklasse: Erwin Pfaff (FC. Teutonia), Hrch. Hock (SA. 13/116). HJ.-Kl. A: Ph. Boll (Fl.-HJ.), Ernst Happel (HI.), Helm. Harnisch (HI.). HJ.-Kl. B: K. Gilbert, O. Buß, Karl Schmanbt, Walter Sommer, Karl Pitz, Helm. Stumpf, O. Schneiber, Hermann Burger, Hans Pitz, Helm. Sommer, Willi Koch. DJ.-Klasse A: Reinh. Harnisch, Hans Weiß, Karl Häuser, Rich. Schmanbt, Karl Schmanbt. DJ.-Kl. B: Erwin Häu­ser, Reinh. Gilbert, K. Häuser II., Walter Reit- schmidt, Reinh. May. BDM., Jahrg. 24/25: Else Zammert, Hildegard Häuser und Elli Buß (gleiche Punktzahl), Elis. Maid. BDM., Jahrg. 26/27: Margot Paulus und Liesel Fink (gl. Punktzahl), Anneliese Heß und Erna Schmalz und Elfriede Häuser und Marie Zammert (gl. Punktz.). BDM., Jahrg. 28/29: Brigitte Münker, Marie Mandler und Reinhilfe Wallbott (gl. Punktz.), Elli Burger, Else Becker, Elli Buß, Margret Sommer.

Ortsgruppenleiter K. Harnisch wies in seinen Schlußworten darauf hin, daß es nicht möglich war, jeden Teilnehmer mit einem Siegerbändchen und einer Urkunde auszuzeichnen, daß es aber für die­jenigen, die jetzt leer ausgehen müßten, ein An-

Kranke Zähne können nur durch gewissenhafte Behandlung gesund gemacht werden. Richtige Zahnpflege aber schützt vor Krankheiten und Zahnzerfall.

Ch lorodont

weist den Weg zur richtigen Zahnpflege