BetriebsappeN im Gießener Gta-ttheater
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triebsappell geschlossen.
—y—
n:
Der
her-
Am nächsten Morgen erwischt Lind seine Tochter
ihr den Hörer aus der Hand, wirft if)n in die Ga-
(Nachdruck verboten.)
46. Fortsetzung.
und
(Fortsetzung folgt.)
nur nur
Die Dominiks.
Roman von Hellmuth M. Böttcher.
Seid ihr verrückt?"
Martha sucht nach einem Ausweg.
„Wenn die Väter sich bekämpfen, so ist das eim< Sache, die sie miteinander auszumachen have» Glücklicher werden sie nicht davon -... boa Leo» von einer Frau haben sie bereits auf dem und das der anderen hat nur noch so viel öin» und Inhalt, daß es die Jungen davor bewahre» helfen soll, sich ebenso ihr Dasein zu verpfuschei» wie mir Alten es getan haben."
„Hm ..." Lind hat diese Antwort nicht erwA tet. Sie kränkt ihn. Sie reizt ihn. Sie peitscht auf. „Unter den Alten verstehst du wohl dich Um
Neue Kettmarken-Bichtlinien für Gaststätten.
Wenn Augen versagen Magnus-Brilien tragen!
Reichsspinnstoffsammlung.
TBo sind die Annahmestellen in Gießen?
Der Bedarf an Spinnstoffabfällen (Lumpen, Flicken, Stoffresten) ist während des Krieges besonders groß. In der Zeit vom 28. 3uli bis 23. Aug. wird deshalb eine Spinnstoffsammlung durchgeführt. Jeder Spender erhält eine Urkunde, auf der der jlame des Spenders, und das genaue Gewicht der abgegebenen Spinnstoffe angegeben find.
Annahmestellen ln Gießen find:
Ortsgruppe Gießen-Mitte: Bahnhof« stratze 63, gegenüber der Grabensirahe.
Ortsgruppe Giehen-Nord: Nähstube, Ecke Wernerwall (gegenüber Dennighoff).
Ortsgruppe Gießen-Ost: Licher Straße, Dienststelle der DAI. (Hinterhaus).
Ortsgruppe Gießen.Süd: 1. Bergwerk, Unkrf)oh 2. Crednerstraße, Ecke Klinikstraße; 3. Cie- bigstraße 63 (Autohalle 6).
Ortsgruppe Gießen-Klein-Llndenr Backhaus, Skelnftraße.
Ortsgruppe Gießen-Diefeck: Slhungs« faal, Schulstrahe.
Die Sammelstellen der Ortsgruppen Mitte, Nord, Ost und Süd find montags, mittwochs und freitags von 17 bis 20 Uhr geöffnet, die von Klein-Linden und Mieseck mittwochs und samstags von 18 bis 21 Uhr. ,
Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß an den Splnnsloffabfällen keine festen Telle, wie Knüpfe, Schnallen usw. sein dürfen.
Volksgenossen! Ls ist ein Gebot der Stunde, bei der Erfassung von Alt- und Abfall- stoffen den größten Sammeleifer an den Tag zu legen. Nur der restlose Einsatz gibt die Gewähr für den vollen Erfolg!
8ISSPFLEGER
ELOGO
Reinigt selbsttätig und desinfiziert
Zahnersatz
tMlTlICH IN DROGERIEN v EINSCHLAG GESCHXffte
Um eine Einheitlichkeit auf diesem Gebiete beizusühren, hat der Leiter der Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe Richt-
Wie unruhig sie heut ist!
Vor einer 'Rosenrabatte bleibt sie stehen saugt den Duft tief und sehnsüchtig in Nase und
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Frau Martha eilt herzu und sucht zu vermitteln. Aber sie erreicht das Gegenteil.
,^d) habe dir jedes Telephonieren mit diesem Lassen schon einmal verboten. Was soll überhaupt dieser Verkehr mit den Dominiks? Ich untersage Dir hiermit ein für allemal jedes Gespräch mit irgen jemand von da drüben ... Und wenn du nicht ge" horchst, dann sollst du mich kennenlernen!"
Brigitte meint heftig und sucht bei der Muttee Schutz.
Sie schiebt sie sanft hinaus.
Dann stehen sich ihre Eltern allein gegenüber., Mattheus Lind ist dunkelrot im Gesicht, jein« Frau leichenblaß.
Eine Weile steht Schweigen zwischen ihnen. Stille tut fast weh nach dem Lärm, der noch ede» den Raum erfüllte. Es ist, als tasteten die berdeki sich suchend aneinander heran wie zwei Streites von denen jeder auf die Schwäche des anoerm
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Brigitte."
Die Mondsichel ist längst verschwunden. Aber die lKt VKB tiUCll uct|16y|t VL1 ...
Nacht ist noch immer voller Dust, und der rosa- beinen _ beinen früheren Liebhaber, maß?' silberne Schimmer der La-France-Rosen geistert schemenhaft durch das Dunkel,
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^^Äüßtest du von dieser Liebelei?" dröhnt schließlich Lind wieder auf.
„Von der Liebelei nicht — ich wußte von oei Liebe der beiden." ...
„So? Nicht Liebelei, sondern Liebe? brüllt je|-> Lind. „Eine feine Wirtschaft! Die Väter bekämpfen sich bis aufs Messer, die Kinder lieben sich,, um die Mutter hält darüber ihre segnenden Hanoe
vorerst leider verneinen. Noch immer ist die Lud- wigstraße als Zugang zur Universität eine der ödesten und langweiligsten der Stadt. Es ist nicht leicht, hier Wandel zu schassen, es könnte vielleicht auf der Sonnenseite die Anpflanzung von mäßig woch- fenben Kugelbäumen dazu beitragen, die Bausünden einer früheren Zeit etwas zu mildern. Doch das soll nur eine Anregung fein. Wenn es aber Menschen gibt, die den traurigen Mut aufbringen, das schon erwähnte Mittelbeet am Selterstor mit einer Anzahl von Stühlen aus einem benachbarten Kaffeehaus durch Hineinwerfen zu beschädigen, und wenn die Bepflanzung von Plätzen der frei umherlausenden Hunde wegen nicht möglich ist, so sind noch Widerstände zu beseitigen, an deren Ausmerzung mitzuarbeiten eine Pflicht aller derer ist, die guten Willens sind.
Früher fand der Fremde den Blumenschmuck in den Anlagen der italienischen Großstädte von Stacheldraht sorgfältig umhegt. Mussolini ließ ihn entfernen. Dafür stellte er eine Anzahl von Schwarz- Hemden während der Nacht ins Gebüsch. Jeder ertappte Frevler bekam als Lohn für seine Tat ohne Anzeige und Strafzettel das Fell versohlt. Das wf R-
Als Auftakt zur neuen Arbeitszeit fand gestern Dormittug im Stadttheater ein B e t r i e d s a p p e ll statt, zu dem sich neben geladenen Vertretern von Partei, Wehrmacht und Hitler-Jugend die gesamte Gefolgschaft im Zufchauerraum zusammengefunden hatte, während die Bühne mit der Büste des Führers, mit Fahnen, goldenen Bändern und dunklem Grün geschmückt war.
Als derzeitiger Obmann der Fachschaft Bühne der Reichstheaterkammer hieß Herr Volck zu Beginn Gäste und Belegschaft herzlich willkommen und gab dem Wunsche Ausdruck, daß die neuen Arbetts- kameraden sich bald bei uns in Gießen heimisch üblen und mit dem alten Stamm eine schöne Ge- meinschaft bilden möchten, in welcher soldatischer Geist und treue Kameradschaft herrschen sollen.
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Zucht- und Leistungserfoige der Fachfchast für Deutsche (Schäferhunde.
Von der Kreisfachschast Oberheften der Fachschaft für Deutsche Schäferhunde im RH., Sitz Großen- Buseck, wird uns geschrieben:
Daß unsere Deutschen Schaferhundäfachschaften trotz des Krieges ungestört arbeiten können, bewiesen die beachtlichen Erfolge der Züchter und Abrichter im Bezirk Oberhessen. Die Orts- fachschaft veranstaltete kürzlich eine Schutz- Hundprüfung, an der elf GebrauchshuA teilnahmen. Als Richter amtierte Polizeiwache I meister W. Becker (Plettenberg i. Wests.), der sich über das Hundematerial in hiesiger Gegend sehr lobend aussprach. t M ..... , _ .
Die Prüfung bestanden mit dem Prädikat „Sehr I gut": 1. Schutzhund II Faust vom Busecker Schloß, Bes.: Alfred Hahn, Führer: Heinrich Henkel, Gro- ßen-Buseck, 290 Punkte; 2. Schutzhund I Floto vom Busecker Schloß, Bes.: Heinrich Henkel, Führer: Karl Größer, Großen-Buseck, 280 Punkte; 3. Schutz- : Hund III Britta vom Gießener Gartfeld, Bes. unö Führer: Erich Kreiling, Wiefeck, 270 Punkte.
Die Bewertung „Gut" erhielten: 4. Schutzhund Alona vom Kalsmunttor, Bef. u. Führer: Ludwig Brechter, Wetzlar. Schutzhund I 255 P. 5. Fant vom Busecker Schloß, Bes. u. Führer: I. Rahn, | Trohe bei Gießen, 235 P. 6. Schutzhund I Frieda j von der Universität, Bef.: K. Jeude, Fuhre^ Frl. -i Jeude, Marburg, 225 P. Ferner mürben noch fünf 3 Junghunde vorgeführt, die sämtlich mit der Note 1 „Bestanden" ausgezeichnet wurden.
Auf der Sonderschau In Wetzlar am 20. Jml waren 32 deutsche Schäferhunde zur Schau gestellt, , welche größtenteils aus unserem Bezirk Oberhessen stammten. Die beste Hündin der Schau führte Herr Karl Stütze! aus Wetzlar vor, wahrend der beste Rüde (Faust vom Busecker Schloß) von unserem oberhessischen Züchter Alfred Hahn (zur Zeit m
überschritten. Eine Steigerung des Besuches hänge von der Leistung der Künstler ab. Die Gefolgschaft . müsse vom Intendanten bis zum Buhnenarbetter ein harmonisches Ganzes bilden. Bei etwa auftretenden Mißftimmigkeiten sei eme vftene Ansprache stets das Beste, und jeder dürfe erwarten m ■ olchen Fällen an der zuständigen Stelle em ofte- nes Ohr, Verständnis und Hilfsbereitschaft zu finden. Beigeordneter Nicolaus schloß seine An- prache mit der Mahnung, der Ehre, der Freiheit durch Selbstzucht, und des Vaterlandes jederzeit verantwortungsbewußt eingedenk zu sein.
Intendant Hans Walter Klein hieß hierauf als Betriebsführer Gefolgschaft und Gäste, insbesondere Kreisleiter Backhaus, Oberstleutnant Kühne und Beigeordneten Nicolaus, herzlich willkommen. Er unterstrich die Verpflichtung, welche die gegenwärtige große Zeit dem Theater auferlege, uno die daraus sich ergebende Notwendigkeit intensivsten künstlerischen Schaffens. Sein kulturelles Programm ziele auf die Schaffung des lebendigen deutschen Volkstheaters. Die Notwendigkeit des Theaters auch im Kriege habe der Staat selbst durch die Hergabe bedeutender Mittel anerkannt. Heute gelte es, die Gießener Bühne in ehrlicher Arbeit und strenger Pflichterfüllung auf ihrem schweren und schönen Wege erfolgreich weiterzufuhren. Das olle erreicht werden, indem hier gutes, ehrliches, leutfches Theater ohne Experimente geboten werde. Es fei ein abwechslungsreicher Spielplan zusammengestellt worden, in welchem die hohe Dichtung und die gute Unterhaltung zu ihrem Rechte kommen. Die Theaterlettung bedürfe zur Verwirklichung ihrer Absichten der Unterstützung aller, vor allem der Jugend: sie suche im Theater das große Erlebnis der Gemeinschaft, sie vertrage keine Enttäuschung, für sie sei nicht die äußere Form, sondern der Geist entscheidend. „Die oft verlästerte Provinzbuhne , so fuhr der Intendant fort, sich an die Versammlung wendend, „braucht unsere und Ihre ganze Einsatzbereitschaft." Kameradschaft, Disziplin und Arbeitsfreude herrschen in diesem Hause, das dem Dienst an der deutschen Kunst gewidmet sei. Die neuen Mitglieder müßten alles daransetzen, sich die Liebe und das Vertrauen des Publikums zu gewinnen. In der kommenden gemeinsamen Arbeit fordere er bedingungsloses Vertrauen, ebenso wie er hier Gefolgschaft sein ganzes Vertrauen entgegenbringe. Man solle nicht meckern, sondern ine Dinge mit Humor nehmen. Sein Prinzip laute: künstlerische Gerechtigkeit, so daß jedem in ferner Arbeit das Seine zukomme. Wenn die treugemomienen Mitglieder einmal von unserem Theater scheuen werden, dann sollen sie das Gefühl haben, m Gießen eine entscheidende Station ihres künstlerischen Weges erlebt zu haben. Auch unser Theater diene dem vom Führer gewiesenen Ziele, der Schaffung des neuen deutschen Adelsmenschen.
Mit dem Gruß an den Führer wurde der Be-
zu einer Besprechung. Hätte die Sache beinahe vergessen."
Er geht lautlos hinaus.
Die Aktionäre blicken ihm nach
Sie wissen nicht recht, wie sie sich das Verhalten des großen Mannes erklären sollen.
Seltsame Sache--!
Die Stadt wird sich in nächster Zeit allerhand zu erzählen haben. Als Lind auf der Straße steht, schlägt die atemberaubende Hitze des Nachmittags auf ihn ein. Er muß sich an einen Pfeiler lehnen.
Dies verfluchte Herz! Gerade heute!
Er wankt und muß von jemandem gestutzt wer, ^^,Ach so — der Kellner von der Krone!"
„Besten Dank." ,
Langsam geht er die Straße entlang. Hoffentlich geht der Anfall bald vorüber.
Doller Duft find die Nächte dieser späten Augusttage. Es ist, als trügen sie die ganze schwere Fülle des letzten Sommers in sich. Die zweite Rosenblute ist aufgebrochen und verschwendet ihren Blust reicher und üppiger als im Juni. Ihr Duft hängt in der Luft wie ein Schleier, den der Abendwind, wenn er vorn SDleer kommt, auf und ab hebt. Im Park der Villa Lind ziehen sich die Rosenrabatten die Wege entlang bis zum Fluß hinunter.
Wer könnte in diesen schweren Nachten schlafen-' Martha Lind vermag es nicht. ..
Die Mondsichel steht hoch — es muß fetzt schon sein am Meer. Aber auch hier in den leichtbewegten, tringeligen Fluhwellen spiegelt sich das fübeme Licht und schimmert über dem schwarzen Wasser, das so leise murmelt, als erzähle es sich selbst von nie gesagten Geheimnissen, die nur der Fluß und die Nacht kennt. Eine seltsame dumpfe Der- lassenheit lastet über den düsteren Wasserrunden. Martha Lind darf nicht lange darauf sehen, sonst wird ihr Gemüt so- schwer wie die Schatten und die Düfte und das verrinnende Sommerleben dieser Augustnacht.
Sie geht die Wege am Fluß und im Park auf und ab — immer auf und ab.
Hierauf gab Beigeordneter Nicolaus seiner Freude darüber Ausdruck, beim ersten Betriebsappell der neuen Spielzeit namens des Herrn Oberbürgermeisters und der Stadt Gießen die Erschie- nenen herzlich begrüßen zu können. Es seien seit der letzten Spielzeit am Theater große Derande- rungen vor sich gegangen. Neue Kräfte seien verpflichtet worden uiti) sähen nun voller Erwartung und Hoffnung auf Erfolg und gutes Einvernehmen mit dem Publikum der neuen Arbeitszeit entgegen. Die deutschen Theater haben, so führte der Redner aus, auch und gerade während des Krieges eine wichtige kulturelle Mission zu erfüllen; der Führer wolle, daß auch während des Krieges gespielt werde. Das Theater als eine kriegswichtige Einrichtung werde von der Partei mit allen ihren Gliederungen und mtt ganzer Kraft unterstützt, wie schon die Anwesenheit von Kreisleiter Backhaus bezeuge. Ihm sagte Beigeordneter Nicolaus im Namen des Herrn Oberbürgermeisters für fein Erscheinen herzlichen Dank. Eine Aufrechterhaltung des Spiel- betriebes fei heute nicht möglich ohne ein wett- aehendes Verständnis der Wehrmachtdienststellen für die Aufgaben des Theaters. Herrn Oberstleutnant Kühne als Standortältsstem spreche er m diesem Sinne den herzlichen Dank des Oberbürgermeisters aus, desgleichen auch der Gießener Presse, auf deren Mitarbeit das Stadttheater angewiesen sei, und die sich stets verständnisvoll und fördernd für das Theater eingesetzt habe.
Beigeordneter Nicolaus wandte sich bann an die neu hinzugekommenen Mitglieder und wies darauf hin, daß sie in Gießen ein dankbares, aber auch verwöhntes Publikum erwarte; er hoffe, daß es allen gelingen möge, sich die Herzen der Besucher im Sturme zu erobern. Der Oberbürgermeister habe stets das größte Verständnis für, unter Theater gezeigt und keine Ausgaben zu seinem Besten gescheut. Die intensive Mitarbeit aller sei erforderlich, um den bis jetzt erreichten Stand auch in Zukunft zu halten. Die Zuschüsse der Stadt haben, so betonte der Redner, heute bereits die äußerste Grenze erreicht, wenn nicht schon em wenig
martenforberungen entsprechend niedriger halten.
Zur Klarstellung teilt die Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe mit, daß nach den geltenden Vorschriften die Verbraucher in den Gaststätten auf die M a r g a r i n e-Klem- abschnitte der Reichsfettkarte für Normalverbrau- cher Butter als Streichfett beziehen können. Dagegen ist die Abgabe von mit Butter zubereiteten Speisen auf diese Kleinabschnitte unzulässig. Die Reise- und Gaststättenmarken für Margarine sind in die Regelung nicht einbezogen. Auf diese Marken darf mithin Butter als Streichfett nicht abge- geben werden, sie berechtigen vielmehr nur zum Bezüge von Margarine (Speiseöl) oder von mtt Margarine oder Speiseöl, zubereiteten Speisen.
** Verteilung von Salzheringen. Das Ernährungsamt veröffentlicht im heutigen Anzeigenteil eine Bekanntmachung über die Verteilung von «Salzheringen an die Verbraucher der Stadt Gießen. Es werden je Person etwa 180 g Salzheringe abgegeben. Der Bezug muß bis zum 15. August einschließlich erfolgt fein. Näheres ist aus der Bekanntmachung zu ersehen.
♦* Mietjubiläum. Ein schönes Mietverhalt- nis besteht seit langem zwischen dem Gendarmeriewachtmeister i.R. Ludwig Knobel och und dem Schreinermeister Anton W a g n c r im Hause Marburger Straße 74. Gestern waren es 25 Jahre, daß Herr Knobeloch im Hause Marburger Straße 74 wohnt.
linien für die Abgabe von Fettmarken durch Gaststättenbesucher herausgegeben. Da- nach dürfen in allen Gaststättenbetrieben Groß- deutschlands von nun an die nachstehenden Fett- mengen für die aufgeführten Gerichte und Speisen verarbeitet und vom Gast die entsprechenden Marken gefordert werden: für Fleischspeisen — mit Ausnahme der Pfannensachen — 10 g Fett (wobei aber der Versuch gemacht werden soll, 50-g-glelsch- geriete mit 5 g F-tt ab3ugeben), für in der Pfanne gebratene, insbesondere panierte Steaks, Fischfilets unb Eierspeisen 15 bis 20 g, für deutsches Beefsteak und Bratklops jedoch nur 10 g, für sonstige warme Fischgerichte höchstens 10 g, für Fleischragouts und Gulalch 10 g, für Gemüse-, Teigwaren- und entsprechende Eintopfgerichte bis zu 10 g, für Gemiste und Teigwaren als Beilage und für Salate höchstens 5 g, jedoch für Salate, die nach Art von Mayonnaise zubereitet sind, 10 bis 15 g, für Vorspeisen mtt Ausnahme der Mayonnaisenspeisen 5 bis 10 g, für Bratkartoffeln bis zu 15 g, für Geflügel je Portion 10 g, für Gänse- und Entenbraten aber keine Fettmarken, für Butterbrot, Brot mtt Aufschnitt oder Käse und Butter höchstens 10 g Fettmarken je 50 g Brotgewicht. Für ein Gedeck (Suppe, Hauvt- gang, Nachtisch) einschließlich aller Beilagen dürfen höchstens 20 g Fett verlangt werden. Es ist anzustreben, daß in der Hauptsache Gedecke hergestellt werden, die weniger als 20 g Fett erfordern. Gaststätten, die mit geringeren Fettmengen als denen der Richtlinien auskommen, können die Fett-
Uhr zu Ende. _ . . v
Frau Lind hat sich auf eine Bank niedergelassen und streichelt ihrer Tochter die Hände.
„Geh ins Bett, Kind, morgen ganz früh fragen wir an. Solange hctt's schon noch Zett/
„Kannst du denn schlafen bei dieser Spannung?"
„Natürlich nicht, Kind. Trotzdem — trotzdem.— Wir müssen uns darin schicken. Geh in dem Bett,
Vielleicht — F , -
Martha Lind wünscht sich, daß es Friedrich Do- minik wäre, der da den ganzen Werftplatz über- schattet.
Wie süß die La-France duftet.
Es gab mal eine Zeit, wo es hieß, daß diese köstliche Züchtung mit ihrem rosa-silbrigen Glanz an Ueberatterung zugrunde gegangen sei.
Aber sie blüht noch immer. Sie blühte schon damals — wo Friedrich Dominik ihr Blumen brachte — einen ganzen Strauß La-France-Rosen.
Irgendwoher schlägt eine Uhr.
Zwölf — Mitternacht!
Schon so spät! Brigitte schläft lange. Gut, daß sie schlafen kann. Vorrecht der Jugend.
Da braucht sie nicht zu grübeln.
Was mag heute bei dieser entsetzlichen Sitzung herausgekommen sein?
„Mutti — bist du's?" r ,
„Ja, Brigitte--was willst du denn so spat?
,^ch kann nicht schlafen, Mutti. Ich bin in sol- cher Unruhe. Wenn man doch wüßte, was gewor- den ist. Auch Vater ist noch nicht da."
Drüben auf der Dominikwerst erlöschen jetzt die Lichter. Richtig, die zweite Schicht war um zwölf
Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — veröffentlicht eine Anordnung über die Festsetzung von V e r b r a u ch e r h ö ch st p r e i s e n für in- und ausländisches Wild und Wild^ geflügel, die von jedem Kleinhändlier in dem auszuhängenden Preisverzeichnis aufzunehmen sind. Außerdem wird eine genaue Klassifizierung des Wildes und seiner Teile vorgenommen. Die Anordnung gilt mit Wirkung ab 1. Juli d. I. und ersetzt die bisherige Anordnung vom 21. Dezember 1937. Jäger darf bei Abgabe von zerlegtem Wild 80 v. H., der Großhändler oder Aufkäufer 85 v. H. dieser Höchstpreise fordern.
gekritzelt hat.
„Ihre Vollmacht ... Sie stimmen für alle An- träge der Tagesordnung und legen gegen jede Ma. iormerung Protest zu notariellem Protokoll em! Las en Sie sich nicht bluffen! Ich muß leider noch
Dornotizen.
Tageskalender für Samstag.
Gloria-Palast, Seltersweg: „Ich kenn' Dich nicht und liebe Dich." — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Roman eines Arztes".
Tageskalender für Sonntag.
Gloria-Palast, Seltersweg: „Ich kenn' Dich nicht und liebe Dich." — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Roman eines Arztes". — 14.15 Uhr: Ruder- und Kanu-Regatta. <-
Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Am Samstag, 9. August, bringt das Stadtteater ein einmaliges Gastspiel des bekannten Schauspielers Ludwig L i n k m a n n in dem nierattigen Lust- spiel „Der Etappenhase" von Karl Bunje. Linkmann ist den Gießenern als Sohn dieser Stadt bestens bekannt, er spielt seit Jahren mit großem Erfolg an der Volksbühne Berlin. Linkmann hat auch oie -Spielleitung des lustigen Stückes. Die Gießener Tyeaterfreunde können also einen sehr vergnügten Abend erwarten.
Ehrung für Kommerzienrat Schirmer.
In den Räumen der Firma Georg Heinrich Schirmer fand gestern im Rahmen einer schlichten Feier eine Ehrung von Kommerzienrat S ch i r- m c r aus Anlaß seines 80. Geburtstages statt. Herr Dr. De le R o i überreichte im Auftrage des Leiters der Wirtschaftskammer Hessen, Professor Dr. L ü e r, Herrn Kommerzienrat Schirmer eine Ehrenplakette. Herr Niederhausen als Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Gießen sprach dem Ausgezeichneten herzliche Glückwünsche aus und wies dabei auf die großen Verdienste hin, die sich Kommerzienrat Schirmer in 30iähriger Mitgliedschaft bei der Industrie- und Handelskammer Gießen, insbesondere als deren Präsident in den Jahren von 1920 bis 1930, erworben hat.
Hessische Äerbrancherhöchstpreise für Wild und W'ldgeflügel.
Beim Namen Dominiks stehen an Stelle der erwarteten Summe zweihundertundsiebzigtausend mehr.
Hm.
Verspielt!
Das also ist bes Rätsels Lösung.
Man sollte Frinzka ... Schade, daß man das nicht darf!
Lind muß sich zusammennehmen.
Er weiß, daß alle Augen im Saal ihn fetzt ansehen.
Also Haltung! ... m
Er macht sein gleichgültibstes, unberührtes Gesicht und gibt bas Blatt zurück.
„Sie haben recht, Herr Notar, Verzeihung! Es stimmt." r ,,
Jrgenb jemand grinst. Lind fühlt es, obwohl er die Augen gesenkt hält. Frechheit —!
„Dann können wir wohl gleich über den zweiten — ober vielmehr ersten — Antrag abstimmen?" schlägt Dominik vor.
Ihm ist ttotz seines Sieges nicht wohl zumute. Lind wird nun seinen Haß noch wilder schüren. Jeder seiner Gedanken wird davon erfüllt fein: Die Niederlage von heute zahle ich euch heim.
Armer Nissen. Du wirst es wohl zuerst zu verspüren bekommen.
Arme Brigitte —
Arme ...
Den dritten Namen denkt Friedrich Dominik nicht zu Ende. Er sagt statt dessen noch einmal leise tn sich hinein:
Armer Nissen — arme Brigitte.
Lind ist aufgestanden. Er schiebt seinem ©etretar etn Papier zu, auf das er eben ein paar Worte
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j. ZM Bf/'auf! f* ir UllZvolful ^uiler s L grün' !./ suchen t
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Don jenseits des Flusses leuchten Fabrikfenster, beln, daßf es klirrt Drei, vier, fünf lange Reihen. Da wird also noch ge- m>nrfhn p,r
arbeitet. Doppelschicht!
Manchmal tritt ein Schatten vor einen der Scheinwerfer. Dann wirft er sein Dunkel riesenhaft groß über den Hof. Vielleicht ist das Friedrich Do» minik, der nochmals durch sein Werk geht.


