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Drei Tage bei Wasser und Brot!

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Hessische Turnmeisterschasten.

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W Herbert (Tv. 1846 Gießen), Franz Sieger K Hessen-Preußen Kassel), Rudi Manns (ACT.

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□ball im Rahmen des Bezirks-Turn- und [Tttages in Gießen am 10. August durch. Die

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jMtaltung ift, hat jetzt die Ausschreibung zu hr volkstümlichen Wettbewerben des Weidig- «festes ergehen lassen. Die volkstümlichen Drer- E i^:e finden in den folgenden Klassen statt: B Männer (19 Jahre und älter): 100-Meter- Mf 16,5 bis 12,5 Sek.; Weitsprung, 3,50 bis 5,aO s->r; Kugelstoßen 7% kg, 7,50 bis 10,50 Meter.

Frauen (über 18 Jahre): 100-Meter-Lauf, 13/ bis 14,5 Sek.; Weitsprung, 2,50 bts 4,50 Kugelstoßen. 4 kg, 6 bis 9 Meter. 3.

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gier Hundeersatzstaffel) vorgeführt wurde. Der grmngervom Busecker Schloß" erhielt ferner die «oße Plakette des RH.,' für die beste Gesamt- Ostung, die bie^tn Schäferhundezwinger in den vergangenen Jahren auf sämtlichen Ausstellungen ^gesprochen wurde. Kreisfachschaftsoorsitzer W. Ieh rum, Großen-Buseck, sprach seinen Dank ais für die Leistungen der Schäferhundeführer im Vezirk Oberhessen und richtete den Appell an alle, irrig weiterzuarbeiten, denn auch unser vier- einiger Freund, der deutsche Schäferhund, hilft mit am Werk unseres Führers für Großdeutsch- land.

|6f|? durch. Um den Titel des Bereichsmeifters 1941 um die Teilnahmeberechtigung an den Deut- Zwölfkampf-Meisterschaften am 7. September lm werden sich außer dem Titelverteidiger Otto s (ACT. Kassel) in der Reichsklasse noch be- en: Anton Kaiser (Luftwaffe Gießen), Lud-

HJ.-Klasse A: 100-Meter-Lauf, 16,5 bis 12,5 Sek.; Weitsprung, 3,50 bis 5,50 Meter; Kugel­stoßen, 6*4 kg, 7,50 bis 10,50 Meter. 4. HJ.° Klasse 6- 100-Meter-Lauf, 17 bis 13 Sek.; Weit­sprung, 3 bis 5 Meter; Kugelstoßen, 5 kg, 7 bis 10 Meter. 5. BDM. - Klasse A: 75-Meter- Lauf, 14 bis 10 Sek.; Weitsprung, 2,50 bis 4,50 Meter; Kugelstoßen, 4 kg, 6 bis 9 Meter. 6. BDM. - Klasse B: 75-Meter-Lauf, 14,5 bis 10,5 Sek.; Weitsprung, 2 bis 4 Meter; Kugelstoßen, 5 bis 8 Meter. 7. Männer-Altersklasse 1 (30 bis 39 Jahre): 75-Meter-Lauf, 13,5 bis 9,5 Sek.; Weitsprung, 3 bis 5 Meter; Kugelstoßen, 7 bis 10 Meter. 8. Männer-Al tersklasfe2 (40 bis 49 Jahre): 75-Meter-Lauf, 14,5 bis 10,5 Sek.; Weitsprung a. d. Stand, 1,50 bis 2,50 Meter; Steinstoßen mit Naturstein (etwa 24 Pfund), 5 bis 8 Meter. 9. Männer-Altersklasse 3 (50 Jahre und älter): 75-Meter-Lauf, 15,5 bis 11,5 Sek.; Weitsprung a. d. Stand, 1 bis 2 Meter; Steinstoßen, 3,50 bis 6,50 Meter. Dazu kommen ein Sonderkampf im Hochsprung für Männer und Frauen und die Pendelstaffeln um die Wan­derpreise des Bergfestes; 4X100-Meter Männer um den Weidig-Wanderpreis (Verteidiger Tschft. Lauterbach); 10X100-Meter Jugend um den Mo- ritz-Kuhl-Wanderpreis (Verteidiger Tv. Heuchel­heim); 4X100-Meter Frauen um den Albert-Wam- ser-Wanderpreis (Verteidiger Betriebssportgemein­schaft Hartmann & Braun AG., Frankfurt a. M.

Handball-Vorschau.

In der Gruppe Gießen kommt es zu folgenden Begegnungen: Grüningen Mtv. Gießen, Holz­heim Heuchelheim. In einem Freundschaftsspiel stehen sich Lang-Göns Luftwaffe Gießen in Lang-Göns gegenüber. Garbenheim Nieder­girmes, Katzenfurt Dornholzhausen heißen die Paarungen in der Gruppe Wetzlar.

Grüningen 2Mv. Gießen.

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er NSRL.-Bereich Hessen führt seine Bereichs- ZolizeiivchWesterschaften in den Sommerspielen Faustball und

Gießener Dochenmarktprelse.

* Gießen, 2. Aug. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, neue, kg 8, Wirsing 10 bis 15, Weißkraut 9 bis 16, gelbe Rüben 12 bis 15, rote Rüben 10 bis 15, Spinat 25, Römischkohl 9 bis 10, Bohnen, grün, 25 bis 30, gelb 30, Mischgemüse 8 bis 10, Rha­barber 15, Stachelbeeren 30, Johannisbeeren 35, Salat, das Stück 8 bis 15, Salatgurken, kg 12 bis 15, Einmachaurken 20 bis 25, Endivien, das Stück 15 bis 30, Oberkohlrabi 10, Rettich, das Bund 14 Rpf.

Amtsgericht Gießen.

Der W. V. in E., wegen Eigentumsdelikten ganz erheblich vorbestraft, hatte einen Strafbefehl über vier Monate Gefängnis erhalten. Er war beschul­digt, im Herbst 1939 in Langsdorf ein Paar Schuhe entwendet zu haben. Der Angeklagte bestritt in der Hauptverhandlung den Diebstahl und behauptete, die Schuhe seien ihm geliehen worden. Dies wurde auch festgestellt. Der Angeklagte mußte aber zuge­ben, daß er die Schuhe verkauft hat. Den Wert hat er ersetzt. Dem Antrag des Anklagevertreters ent­sprechend wurde der Angeklagte zu einer G e - fängnis strafe von vier Monaten verurteilt. Straferschwerend wirkten die Vorstrafen.

Aus der engeren Heimat.

Landkreis Gießen.

* Watzenborn-Steinberg, 1. Aug. Am morgigen Tage feiern die Eheleute Georg Heinrich Burger II. und Frau Elifaböthe, geb. Sommer, Hindenburgftraße 2, das seltene Fest der golde­nen Hochzeit. Die Jubilarin ist Trägerin des goldenen Ehrenkreuzes der deutschen Mutter. Elf Kinder wurden dem Jubelpaar oeschieden. Heute können sie auf 20 Enkel und 2 Urenkel zurückblicken. Georg Heinrich Burger ist bereits seit 1894 Mitglied des MännergesangvereinsSängerkranz" Watzen­born-Steinberg, der ihn schon vor Jahren zum Ehrenmitglied ernannt hat. Die beiden Jubilars sind geistig und körperlich noch recht rüstig und ver­sehen noch alle vorkommenden Arbeiten.

Die Gießener leisteten am Sonntag gegen die Luftwaffe großen Widerstand. Grüningen muß sich vorsehen, um keine Niederlage zu erhalten.

Holzheim Heuchelheim.

Zwei gleichwertige Mannschaften treffen hier aufeinander, welche noch keine Siege erringest konnten. Durch den Platzvorteil besitzt Holzheim ein Plus, welches zu einem knappen Siege reichen könnte.

Lcmg-Gäns Luftwaffe Gießen.

Im Rahmen des Lang-Gönser Sporttages kommt dieses Spiel zum Austrag. Das Lahn-Pokalspiel konnte die Luftwaffe damals nur knapp gewinnen. Die Soldaten werden diesmal zeigen, daß sie mit Recht die Tabelle in dieser Runde anführen. Auch die Jugend tritt auf den Plan. Diesmal ist Heuchel­heim der Gegner. Dieser muß sich sehr anstrengen, wenn er gegen die Einheimischen gewinnen will.

Kickers" Offenbach in Watzenborn-Steinberg.

Aus Anlaß des 15jährigen Bestehens empfängt der FC.Teutonia" Watzenborn-Steinbero am mor­gigen Sonntag die 1. Mannschaft der spielstarken Kickers" aus Offenbach. Die Gäste, die 1933/34, 1939/40 und 1940/41 die Meisterschaft des Bereichs XIII (Südwest) errangen, besitzen eine Kampfkraft, die auch während des Krieges kaum nachgelassen hat. Wenn auch Eigenbrodt, Hohmann und Harter nicht mehr zur Verfügung stehen, so ift die Mann- schäft doch durch das Hinzukommen des Saar­brückeners Muller, des Gastspielers Plückhan aus dem Rheinland usw. zu ihrer alten Stärke getont- men. Ader auch die Platzbesitzer haben für kommen- den Sonntag eine Mannschaft aufgeboten, die un­bedingt als stark anzusprechen ist. Dies ist mit einigen in Urlaub weilenden Spielern möglich. Schmitt wird wieder den Sturm führen und hier der Hintermannschaft feines früheren Vereins, den Gästen aus Offenbach, auch zu schaffen machen. Das Spiel wird von folgenden Spielern bestritten:

JJS Auch Dein Opfer hilft den Sieg erringen! Bringe es daher reichlich und freudig zur fünften und letzten Haussammlung des 2. Sriegshilfswerkes für das Deutsche Rote Kreuz am kommenden Sonntag.

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am 20. Mi), $urt Schöneich (Tv. Erbach, Westerwald), schau M (Tv. Bad Homburg-Kirdorf), A. (Ebers* rk vottW (Tv. Biedenkopf). Der Kampf ist vollkommen u führte M . au£er dem Bereichsmeister werden noch der end der b' >, 3. Sieger den Bereich Hessen in Ulm ver-

öon UM H . Da zu den Kämpfen der Bereichsklasse jeder (zur Zeii l |ßinc 3tDßj besten Mehrkämpfer melden ---- »nite, wird auch die Klasse des Meister-Nach- .EGER Ducfes eine gute Besetzung finden.

sC n! dk-eichsmeisterschast der Turnerinnen.

IU U itlcher den Zwölfkampfmeisterschaften der Turner H:cg! der NSRL.-Bereich Hessen morgen in Mar- telbrtW l urc auch die Achtkampf-Meisterschaften der Frauen ItifiXIlrt iw. Da die vorjährige Bereichsmeisterin Käte Kre- üelils (Kassel) nicht zur Stelle sein kann, haben iit bekannten Gießener Turnerinnen ! Itogret Seim und Schneider und die Kasse* lirefin (Briefing die besten Aussichten auf den Mei- J Urtitel. Außer der Bereichsmeisterin wird noch die 1 jet,neffr ry: ;|®iie Siegerin den Bereich Hessen bei den Deut- . hie H l$:n Achtkampsmeisterschaften der Frauen am ihuin toptember in Ulm vertreten.

riftbaflfpiele der Altersklasse II kommen bereits ibilatCch -w 3. August auf dem Bezirks-Turn- uno Sporttag ecfer Schliß n Marburg zum Austrag. Hier stehen sich die henkel, 6ic- ^oijieger der hessischen Sportaaue Kurhessen und l Floto dm stfl'n-Nassau, CT. Hessen-Preußen Kassel und Tgm.

p« Homburg, im Entscheidungsspiel um den Be­lässt eg gegenüber.

Sn Rahmen des Marburger Bezirks-Tum- und rttages führt der Bereich Hessen auch seine nchsmeisterschasten im Deutschen Zwölfkampf l Turner in der Reichs- und in der Bereichs-

NSG. Jetzt werden Lumpen vorwiegend durch t Sf,. Wdb Sammler der FachgruppeAtt- und Abfall- naflti fllffe" aufgekauft, abgesehen von denjenigen Men- een, die in den überall eingerichteten Schul- und tzcusvorsammelstellen abgeliefert werden. Diese V. 3. Cit Scmmler sind mit einem amtlichen Ausweis und , eiter grünen Armbinde mit Aufdruck ausgestattet, Nnden. 066 f^er allenthalben als große Neuerung ange- 1 spiochen wurde. Dabei find derartige Ausweise, Ämmlerpässe, wie man früher sagte, uralt. Schon im 18. Jahrhundert, als Lumpen besonders begehrt

,, J fünften Male seit der Begründung tm -wto? 1937 und zum zweiten Male als Kriegs- M n wird, wie wir schon kurz berichteten, das 'Le, dig-Ber gf e ft auf dem Schrenzer bei Marf? am 17. August durchgeführt. Die für die -ML.-Bereiche Hessen und Südwest offenen Wett- 1 &;fe auf der turngeschichtlich bedeutsamen Stätte -- »er richtete Fr. L. Weidig, der Zeit- und,Ge- fimiLigsgenoHe Fr. L. Jahns und E. M. Arndts, 1811 den ersten hessischen Turnplatz nach dem Vor- k Der Hasenheide ein konnten sich bisher nut iith Jahr steigender Beteiligung erfreuen nicht IM <lus den hessischen NSRL.-Bezirken Gießen rit Friedberg, sondern auch aus entlegeneren Siner des Bereichs Hessen und aus dem Frank- n - frUrte- Gebiet. Auch heuer wird bas Bergtreffen itud Wk der guten Verkehrsverbindungen Butzbachs ? des 1 r starken Zustrom finden; denn der Schrenzer l ® vs den Turnern und Sportlern angetan, und f 2-, die einmal auf denfrohen Höhen" Weidigs n S ampfe um den schlichten Eichenkranz gestan- B t er jaben, kehren gern wieder und bringen neue J M reunbe mit. .

.9" brRLlie- NSRL.-Bezirk Friedberg, der Trager her N-a,staltung ist, hat jetzt die Ausschreibung zu BQl,eL fidl, , £ volkstümlicken Wettbewerben des Weidig-

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jjjdL-en, und daher auch überall Ausfuhrverbote

en Iflg d eirzeführt wurden, waren derartige Pässe sehr ge- ie GeiH! bnuchlich. In Hannover z. B. wurden den zuge- 1 (afenen Lumpensammlern solche Ausweise ausge- ;Üt, die auf ein Jahr lauteten, und den zugewie- |en>n Sammelbezirk genau umriffen. Wer ohne t ehim solchen gültigen Paß beim Sammeln ange* , trrfen wurde, wurde auf mindestens drei Tage bei trtmnot, Wcsser und Brot eingesperrt!

Anfang August, als der Weltkrieg ausbrach

Wir blättern in einem alten Zeitungsbande.

In einer Zeit wie der heutigen, da die gesamte Nation nbch einem unvergleichlichen Siegeszuge im Endkampf um die Zukunft des Großdeutschen Reiches und eines neuen, gerechter geordneten Eu­ropas steht, gewährt es einen eigentümlichen Reiz, sich, für eine kleine Weile nur, zurückzuversetzen in Die Zeit, als Deutschland zum ersten Male in die­sem Jahrhundert zu weltgeschichtlicher Entscheidung und Bewährung aufgerufen wurde, und beispiels­weise den 164. Jahrgang desGießener Anzei­gers", Sommer 1914, aufzuschlagen, ein wenig darin zu stöbern und zu blättern. Es liegt uns nichts daran, dabei etwa dem Privatvergnügen des modernen Zeitungsmannes zu huldigen und uns über das altväterische Aussehen unseres Blattes zu amüsieren, das damals, vor 27 Jahren, so wenig (roie~ übrigens die großen Blätter auch) von dem ahnte, was man heute unter der Aufmachung einer Zeitung versiebt; es kommt uns auch nicht darauf an, über das äußere Bild hinaus Vergleiche anzu­stellen zwischen damals und heute: sie liegen auf auf der Hand und brauchen kaum in leicht ver­gilbten Blättern aufgesucht zu werden.

Schon damals aber war die Zeitung Chronik und Spiegel der Zeit, sie war es als es weder Rundfunk noch Wochenschau gab sogar sehr viel ausschließlicher als heute. Viele von uns haben die Augusttage 1914, als der Weltkrieg ausbrach, bewußt und leidenschaftlich entflammt miterlebt; mancher mag sich in diesen Tagen der Zeit von damals erinnern, derZeit vor dem Kriege" in einem doppelten Sinne; in großen Zügen wird sie ihm auch heute noch gegenwärtig sein, die Einzel­heiten und auch wohl Kleinigkeiten am Rande des Geschehens, das damals die Welt in Atem hielt wie heute wieder, werden ihm entfallen sein. Wer in dem alten Bande von 1914 blättert, dem werden sie wieder lebendig, der bekommt einen Eindruck Davon, wie das Gesicht der Zeit in der Chronik des Tages sich spiegelte.

So lesen wir imGießener Anzeiger" vom Mon­tag, 3. August 1914:Eine größere Anzahl Kriegs­freiwilliger hat sich bereits gemeldet, darunter Her­ren von 64, 62, 42 Jahren. Auch der im Dienstgrad Höchststehende der hiesigen Stadt, Generalleut­nant z. D. Klingelhöffer, hat um Verwendung bei vorderer Linie gebeten. Möge das gute Beispiel viel Nacheiferung finden! In dem schweren Kampf, der uns bevorsteht, wird Deutschland wie 1813, wie 1870 einmütig zu den Waffen greifen ..." In der gleichen Nummer empfiehlt eine Bekannt­machung des Oberbürgermeisters der Gießener Be­völkerung,daß vorsichtshalber nur abgekochtes Wasser verwendet werden soll, weil der Verdacht vorlieat, daß das Wasser infiziert worden sei ..." Der Verdacht hat sich indessen nicht bestätigt:So­eben, kurz vor Redaktionsschluß, geht uns noch fol­gende Meldung zu: Die um %12 Ufjr abgeschlossene Voruntersuchung ergab keinerlei Verdacht für die Infizierung des Wassers."

Der Verlag desGießener Anzeigers" wendet sich an die Leser mit der Mitteilung, daß die (Ein­berufung von Angestellten, Arbeitern und Hilfs­arbeitern aus dem Betriebe zur vorläufigen Ein­schränkung des Zeitungsumfanges zwinge, und daß die Gießener Familienblätter deshalb zunächst nicht regelmäßig, "sondern je nach den gegebenen Ver­hältnissen erscheinen werden. Auch werden die Leser auf dem Lande während der nächsten Tage nicht mit einer regelmäßigen Zustellung der Zeitungs­pakete durch die Bahn rechnen können ..."Die Militärbehörde macht darauf aufmerksam, daß den hier durchreisenden Militärtransporten Nahrungs­und Genußmittel gereicht werden dürfen, jedoch keine alkoholischen Getränke. Da auch viele arme Leute bei den Transporten sind, so helfe wer nur irgend helfen kann." Das Großherzogliche Ministe­rium hat aus Anlaß der Mobilmachung die Ab­haltung einer Notprüfung für das höhere Justiz- unb Verwaltungsfach angeordnet.Die Prüfung ift im wesentlichen eine schriftliche, findet am Diens­tag, dem 4. August d. I., vormittags 9 Uhr, im Prüfungssaal am Paradeplatz in Darmstadt statt und beschränkt sich auf die Dauer eines Tages. Wir lassen zur Prüfung alle diejenigen Referendare zu, die dem vorgeschriebenen Vorbereitungsdienst ganz oder mit Ausnahme des letzten Vierteljahres ge­

nügt haben und die zum Dienste im Heere oder in der Marine kommen ..." Der Zivilvorsitzende der Ersatzkommission des Kreises Gießen fordert die zum einjährig-freiwilligen Dienst berechtigten Medi­ziner, welche bereits sieben Semester studiert haben, zu sofortiger Meldung im Regierungsgebäude auf...

Zwei russische Generale und ein russischer Staatsrat sind heute nacht von der Militärbehörde verhaftet worden. Sie werden als Kriegsgefangene behandelt. Der Windhof ist von der Militärbehörde beschlagnahmt worden und wird in der nächsten Zeit als Aufenthalt der gefangenen Russen ver­wendet. Im Interesse unseres Vaterlandes ift es dringend notwendig, auf jeden Ausländer ein schar­fes Auge zu haben, damit etwaige Anschläge recht­zeitig vereitelt werden können." Fast eine ganze Seite bedeckt derAuszug aus dem Militär-Lokal- zugs-Fahrplan". Im ausgedehnten Bekannt­machungsteil liest man neben der Mobilmachungs­order, der Aufrufung des Landsturmes, der Be­kanntmachung der Gestellungszeiten und Gesief- lungsorte Verlautbarungen des Großherzoglichen Kreisamtes, welche besagen, daß der Kommandie­rende General die Bestimmungen über die Sonn­tagsruhe bis auf weiteres aufgehoben habe, und daßbei Strafandrohung der Verkauf von Ben­zin und Benzol aus Lagern, außer zu militärischen Zwecken", verboten fei. Der Zweigverein vom Roten Kreuz teilt mit, daß am Dienstagnachmittag 5 Uhr im alten Spital, Seltersweg, ein Ausbil­dungskursus für Krankenträger und Krankenpfleger beginnt.

In der Stadtoerordnetensitzungüber Maßnah­men aus Anlaß des Kriegsausbruches" warnte Oberbürgermeister Ke 11 e r, wie dem ausführlichen Bericht zu entnehmen ist, in einer Ansprache nach­drücklich vor Preiserhöhungen und vor der Ab­hebung von (Einlagen bei der hiesigen Bezirksspar­kasse; auch richtete er an alle Bürger die Bitte, nur in normalen Mengen zu kaufen ...In der nicht­öffentlichen Sitzung wurde einstimmig beschlossen, dem Regiment als Liebesgabe eine erste Rate von 3000 Mark zu überreichen, die an minderbemittelte Unteroffiziere und Mannschaften verteilt werden sollen."

Auch die Leser melden sich zum Wort, beispiels­weise in einem am 4. August veröffentlichten Auf­rufAn Deutschlands Frauen"; darin heißt es u. a.:Schwestern, laßt nicht den Ruf an euerm Ohr und Herz vorüberhallen: Wir, du und ich, müssen helfen, müssen um Pflicht, Ehre, Vaterland, Glaube und Liebe willen an unserem Posten stehen als: Ein guter Mensch für eine große- gute Sache." Und weiter:Es ist nicht unbedingt nötig, in tiefer Trauerkleidung sich auf der Straße zu bewegen, aber eine angemessenere Kleidung, als sie vielfach noch Getragen wird, wäre sehr am Platze ... Aller Madefirlefanz wirkt abstoßend und entspricht nicht dem Sinne, den eine echte deutsche Frau und Jung­frau in Zeiten, in denen die Mütter Hunderttausen­der deutscher Krieger ihre Söhne, zahlreiche Frauen ihre Männer ziehen lassen müssen, bewayren soll."

Bekanntmachung des Kreisamtes:Deutsche Flug- fahrzeuge fahren niedrig und haben an den Flügel- decken schwarze Kreuze. Bei Nacht geben sie.Licht­signale in der Art, daß sie Radeten abwerfen, die in kurzer (Entfernung vom Flugzeug sich in 10 bis 15 Sterne zerteilen. (Auf die Zahl ist zu achten!) Die deutschen Luftschiffe haben die Bezeichnung Hansa, Z 1 und dergleichen. Alle anderen Flugzeuge sind feindliche und sind zu beschießen, die Insassen zu verhaften und schnellste Meldungen zu machen." Aufruf an die Landwirte der Provinz Ober- Hessen:Die heilige Pflicht gebietet uns Land­wirten, in jeder geeigneten Weise in dem uns von ruchloser Hand aufgedrungenen Kriege alles aufzu­bieten, um unsere brave Armee mit den nötigen Lebensmitteln zu versorgen ..." Die Bäcker- Innung Gießen an die Bewohner:... Wir wer­den von jetzt ab nur eine Sorte Brötchen backen. Durch den kolossalen Verbrauch ist dies nicht anders möglich und bitten deshalb um Nachsicht."

(Ein kleines Mosaik, das sich mühelos erweitern ließe; es mag für heute genügen als flüchtige (Er­innerung an die Augusttage 1914, wie sie die Gie­ßener im Spiegel ihrer Zeitung erlebten.y

Vor diesem Spiel stehen sich die Schülermann­schaften von Watzenborn-Steinberg und Steinbach im Freundschaftsspiel gegenüber. Ebenso stehen sich die 2. Jugendmannschaften der genannten Vereine gegenüber.

Dom Jugend-Fußball.

Steinbach 1. Jugend Dorf-Gull 1. Jugend.

Die 1. Jugend von Steinbach empfängt am Sonntag die gleiche von Dorf-Güll zum Mann­schaftsspiel.

Watzenborn-Steinberg 2. Jgd Steinbach 2- Jgd.

Die 2. Jugendmannschaft von Steinbach trifft in Watzenborn-Steinberg auf eine spielstarke Mann­schaft und muß daher alles daransetzen, um ein ehrenvolles Resultat zu erzielen.

Wirffchafi.

Hessischer Sparkassen- und Giroverband Oarmstadt.

Dem Hessischen Sparkassen- und Girooerband, Darmstadt, gehörten 1940 ins­gesamt 35 (uno.) Bezirks-, 5 (5) Städtische und 2 (2) Kreissparkassen an mit 115 (116) Zweigstellen. (Er ist neben dem Lande Hessen nunmehr auch Trä­ger der neuen Gemeinschaftsbank, der Hessischen Landesbank-Girozentrale Darmstadt. Trotz der Veränderungen in dem Bankwesen und der Auf­lösung der Vereinigung Hessischer Gemeindever­bände und Gemeindeverwaltungen zur Förderung des hessischen Kommunalkredits bleibt der Spar­kassen- und Giroverband weiterhin Gründungs­körperschaft der Hessen-Nassauischen Lebensversiche- rungsanftalt und Hessen-Nassauischen Versiche­rungsanstalt Wiesbaden. Einen nicht unwesent­lichen Erfolg an der auch in 1940 erfolgten starken Vermehrung des Sparkapitals hat nach Auflösung der Werksparkassen die Einführung und Durchführung des Gefolgschaftssparens. Ein wesentlicher Fortschritt sei dadurch erzielt worden, daß das Sparen in der HI. auf eine feste Grund­lage gestellt wurde und ausschließlich von den Spar- und Genossenschaftskassen im Anschluß an das Schulsparen betrieben werden soll. Die vorbereiten­den Schritte zur Herbeiführung einer Verständi­gung zwischen den Sparkassen und Genossenschafts­kassen über ihre Zuständigkeit in Orten, in denen bisher keine Schulspareinrichtungen bestanden, sind

vom Verband eingeleitet worden. Bezüglich der Zinssenkung kann der Verband feststellen, daß eine Zinsempfindlichkeit, deren Vorhandensein nicht ge­leugnet werden könne, sich im Berichtsjahr noch nicht in fühlbarem Umfange nachteilig für die Sparkassen ausgewirkt habe; es wurden lediglich verstärkt Einlagen mit gesetzlicher Kündigungsfrist in jolche mit vereinbarter längerer Kündigungsfrist oder Termingeld umgewandelt.

Auf dem Gebiete des Kommunalkredits ist den Sparkassen im neuen Jahr für lebenswichtige, im allgemeinen Öffentlichen Interesse liegende Zwecke der Weg langfristiger Kredite an Gemeinde, Ge­meindeverbände usw. eröffnet.

Die Gesamtjpareinlagen der hessischen Sparkassen fliegen im Jahre 1940 von 391,4 auf 487,5 Mill. RM., die Giroeinlagen und Depositen nahmen von 61,2 auf 74,4 Mill. RM. zu. Der Zuwachs an Spareinlagen betrug damit 96,6 (26,0) Mill. RM. Rund 70 v. H. (67) v. H. waren mit gesetzlicher Kündigungsfrist angelegt. Das Schulsparen erbrachte 0,36 (0,38), Heimsparbüchsen 0,43 (0,38), Geschenkspargujscheine 0,03 (0,03), Ab- holverfahren 3,50 (i. V. ?) Mill. RM. Die Einzah­lungen stellten sich auf 161,92 (116,14), Zinsgut­schriften auf 12,49 (11,56) Mill. RM., Auszah- lungen betrugen 82,93 (100,30) Mill. RM. Der pro­zentuale Zugang der Spareinlagen errechnete sich auf 24,56 v. H. Je Kopf der Bevölkerung (in den Garantiegemeinden) ergab sich eine Zunahme der Spareinlagen von 276,05 auf 330,24 RM. Die Zahl der Sparbücher wird mit 713 000 (672 000) ange­geben, auf ein Sparbuch kamen 638,60 (582,10) RM. An Hypothekenkrediten wurden bewilligt 5,66 (8,996), ausgezahlt 5,22 (7,73) Mill. RM.

Nach den Zwischenausweisen für 1940 hat sich die Bilanzsumme der hessischen Sparkassen von 481,65 auf 604,425 Mill. RM. oder um 122,776 Mill. RM. erhöht.

Frankfurter Schlachtvlehmarkt.

Frankfurt a. M., 2. Aug. (Vorbericht.) Es no­tierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen 39,3 bis 48,5, Bullen 37,5 bis 46,5, Kühe 22 bis 46,5, Färsen 36,5 bis '47,5, Kälber 34 bis 70, Hämmel 38 bis 51, Schafe 15 bis 44, Schweine 56 bis 64 RM. Marktverkauf: alles zugeteilt.

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