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Von der finniich-sowjeiischen Front

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Rom, 1. Aug. (DRV.) Jlalienifche und deutsche Flugzeuge schossen in den letzten 8 Tagen 27 britische Flugzeuge in Tripolis ab.

Gefahr, die uns vom Lande her drohen könnte, verfolgen das Fahrzeug hart unter die Küste, decken es mit Treffern in die Bordwand und Auf--

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schwer, dah sie ihren Linsahhafen nicht mehr reicht haben können.

27 britische Flugzeuge bei Tripolis abgefchoffen.

Der große Seenreichtum dieses Kriegsschauplatzes stellt an die Truppen besondere Anforderungen, da der größtö Teil des Materials und des Nachschubs auf dem Wasserweg befördert werden muß. Oben: Ein Provianttransport über einen beim Vormarsch zu bezwingenden See. Unten: Finnische Artillerie, die mittels einer behelfsmäßigen Fähre über einen See gesetzt wird, um am jenseitigen Ufer in Stellung zu gehen. (PK.-Krumme-Scherl-M.)

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seine Führung nach acht Tagen Krieg daoonjagen und eine Revolution machen würde, erwies sich ebenso trügerisch wie die Annahme, daß die natio« nalsozialistische Wehrmacht den großen Aufgaben, die nun an sie gestellt werden mußten, nicht ge- « wachsen sein würde. Das, was dem Krieg von 1914 W!°cr! bis 1918 auf deutscher Seite sein Gepräge gegeben hatte, das Nebeneinander-, ja Gegeneinander­arbeiten der militärischen, politischen und wirt­schaftlichen Führung, war nun in das reine Gegen­teil verwandelt worden. Solange Völker gekämpft haben, ist noch niemals eine derartige Einheitlich­keit in der gesamten Führung erzielt worden, wie es in diesem Krieg in Deutschland der Fall ist. Und das ist für uns auch die Garantie des Sieges. Wir wissen, daß er kommt und daß er verbürgt

Deutsche Zerstörer an der

Von Kriegsberichter Wilhelm Weitz.

bauten ein und ruhen nicht, bis es mit schwerer Schlagseite nach Steuerbord abzusaufen beginnt.

Da gellt Fliegeralarm durch die Decks. Mit einem Feuerhagel aus allen Rohren empfangen wir die sowjetische Maschine, die bald schleunigst das Weite sucht. Eine halbe Stunde ist vergangen, da reißt uns die Alarmglocke wieder hoch. Blitzschnell sind die Rohre ausgeschwenkt und erwarten die bei­den feindlichen Flugboote, die sich langsam dem Verband nähern. Bomben lösen sich vom Rumpf, trudeln in die Tiefe, fallen aber weitab in den Bach. Die Schützen nehmen das Ziel auf und häm­mern, als endlich die Feuererlaubnis kommt, ihre Feuergarben mit präziser Genauigkeit den Feind­maschinen entgegen. Mit weithin sichtbarer Rauch­fahne entkommt eines der Flugzeuge in den Wolken, das zweite türmt mit hoher Geschwindigkeit. Noch einmal kreuzen sowjetische Flugzeuge unseren Weg, aber in weiter Entfernung und ohne anzugreifen. Dann wird es still. t

36 Stunden sind vorübergegangen, alS wir ohne eigene Verluste die Einsatzhäfen wieder anlaufen, Die überrafchende Aktion ist geglückt. Die Sowjets wissen, daß es mit der Sorglosigkeit in den Eis- meeryewässern vorbei ist, und daß wir den Krieg dorthin getragen haben, wo sie ihn nicht er­wartet hatten.

Mer britische Flugzeuge von Minenräumbooten abgefchoffen.

Berlin, 1.Slug. (DRB.) Deulfche Minenräum­boote schossen am 31. 3ull im Kanal vier britische Jagdflugzeuge ab und beschädigten drei weitere so

Britischer Lustangriff auf petsamo.

Bor Abbruch der Beziehungen zu Finnland

Helsinki, 1. Aug. (Europapreß.) Die finnische Presse meldet einen Angriff englischer Flieger auf den Hafen von Petsamo. Von 15 britischen Bombern wurden mehrere ab- geschossen. Die Blätter verurteilen das Vorgehen der Engländer und werfen die Frage auf, ob in dem Angriff nicht eine Antwort auf die von Finnland an England gestellte Frage über die Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu betrachten sei.Hel- ingin Sonamat" sagt:Auf Grund der Tatsache, daß England, ohne bisher auf die von finnischer Seite aufgeworfene Frage geantwortet zu haben, Au dem Angriff übergegangen ist, kann man darauf chließen, daß England sich auf dieses militärische Unternehmen gegen Finnland schon früher planmäßig vorbereitet hatte und nur auf )ie Entwicklung der Lage wartete, um seine Absicht, die offenbar mit der UdSSR, vereinbart worden war, auszuführen. Der englische Angriff ist ein unmittelbarer und eindeutiger Beweis dafür, daß England der UdSSR, praktisch helfen will, und zwar nicht nur im Krieg gegen Deutschland, sondern auch gegen Finnland."

Uufie Suomi" schreibt in ihrem Leitartikel, die Bombardierung Petsamos sei als eine Handreichung an die dem Untergang geweihte Sowjetunion anzu­sehen. England habe wohl zeigen wollen, daß es militärische Hilfe leisten könne. Es sei Hohn des Schicksals, daß sich der Angriff gerade gegen einen Staat ^gerichtet hätte, der nur feine Sicherheit und die der kleinen Staaten des Nordens bewahren wolle. Englands Verhalten werde seine moralische Stellung nicht stärken können, die es schon durch das Bündnis mit dem Bolschewismus entscheidend

Im Winter 1940 haben die englischen Politiker Krokodilstränen darüber vergossen, daß das kleine Finnland von den Sowjets überfallen und beraubt wurde, jetzt aber, da das finnische Volk seinen neuen Freiheitskampf führt, wird es von den Bri­ten ohne jeden Grund und in brutaler Weife über­fallen. Mittlerweile hat der englische Unterstaats- fekretär C a d o g a n dem finnischen Gesandten in London eine Note überreicht, die in geradezu bei­spielloser Weise die Tatsachen ignoriert. Die klaren Gründe der finnischen Regierung für den Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit England wer­den einfach auf die Seite geschoben. Dafür wird die englische Blockade als eine Maßnahme bezeich­net, die durch den Krieg bedingt fei, sich aber nicht' gegen die finnische Bevölkerung richten sollte. Das sind nichts als heuchlerische Redensarten, die ihre Krönung in dem Satz finden, daß diese Maßnah­mennicht die Beibehaltung normaler diplomati­scher Beziehungen zwischen Finnland und England unmöglich zu machen brauchen". Das heißt, Eng­land wollte das kleine Finnland durch die Blockade und die Beschlagnahme seiner Schiffe niederzwin­gen, gleichzeitig aber feinen Gesandten in Helsinki als Horchposten belassen.

verloren habe. Diesen traurigen militärischen Ruhm hätte es sich sparen können.

Auch das StockholmerAstonbladet" bezeichnet den Angriff als eine Verletzungdes nordi­schen Rechtsgefühls. Man könne nicht an­nehmen, daß diese direkte Kriegshandlung aus Freundschaft für Finnland vorgenommen worden sei. Es sei eine solche Verschärfung der Lage ein­getreten, daß man mit einer Abreise des fin­nischen Gesandten rechnen müsse. Die Tat­sache sei unleugbar, daß England das Uebersprin- gen des Kriegsfunkens auf finnisches Territorium verursacht habe.

das Land an der Küste, das sich unseren Blicken darbietet. Steil ragen zerklüftete Felsen himmelan, türmen sich drohend empor, und weithin sichtbar leuchtet in grellem Sonnenschein ewiger Schnee auf ihren Gipfeln und Hängen. Tiefhängende Nebel- schwaden umgaukeln die riesigen Gesteinstrümmer, es ist uns, als erblickten wir den Schauplatz alter nordischer Sagen und Märchen.

Lang ist es her, daß wir Deutschland verlassen haben. Weit führte unser Wea, vorbei an großen Städten, fremden Ländern uno Menschen, die sich am Ufer zusammenballten. Laut priesen wir die Stunde, in der wir die Bereitschafts- stellung erreichten. Zum ersten Male in diesem Kriege stoßen deutsche Kriegsfahrzeuge in die sow­jetischen Eismeergewässer vor. Ihr Erscheinen im europäischen Nordmeer, der Bahrens-See, und vor der Murmansk-Küste muß für den bolschewistischen Feind eine ungeheure Ueberraschung fein. Weit von­einander gestaffelt kämmen wir das Gebiet systema­tisch durch. Viele Stunden finb wir schon gefahren, vom Feinde aber ist nichts zu sehen. Mitternacht ist schon vorüber, der junge Morgen dämmert auf, als wir bei diesigem Wetter di e Murmansk- Küste ansteuern. Schon können wir drüben fel­siges Land erkennen, Leuchttürme blinken auf.

Plötzlich gellt der Ruf über Deck:Feindliche Schiffe voraus!" Kommandos ertönen, schon schlägt der erste Schuß des Führerbootes in bedrohliche Nähe des feindlichen Verbandes ein. Sie haben die Gefahr erkannt, drehen mit hoher Fahrt gegen die Küste ab. Doch die deutschen Zerstörer jagen hinter ihrer Beute her, umstellen sie im Halbkreis, schon fegt die erste Salve aus den Rohren, Wasser­säulen steigen hoch, wieder brüllen die Geschütze, . dicke Rauchwolken hüllen für Minuten das größte der feindlichen Schiffe ein, die ersten Treffer sind , im Ziel. Wild fauchen die Granaten über das Meer, schlagen in das feindliche Fahrzeug, das i bewegungsunfähig liegen bleibt. Feuerschein zün- ° gelt achtern hoch, dunkler Qualm steigt zum Him- > mel, noch einmal bäumt sich das Heck steil auf, dann . ist es aus. Langsam versinkt das erste Opfer ün i den Fluten. Dann beobachten wir, wie ein mit uns , im Verband fahrender Zerstörer das zweite Sow- > jetschiff in Grund und Boden schießt. Doch unsere Aufmerksamkeit muß sich jetzt dem dritten und

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1914-1941.

Das deutsche Volk von heute, das nicht mehr mit dem Makel von einst, ein unpolitisches Volk zu ein, behaftet ist, hat in all den Jahren, da Adolf Hitler um die Seele eines jeden Einzelnen rang, einen tieferen Blick in die weltpolitischen Zusam- ammenhänge getan und Erkenntnisse gewonnen, die für den Weg der Nation bestimmend gewor­den sind. Jeder einzelne weih, daß es in diesem ge- wattigen Ringen um letzte Entscheidungen geht, Ent- cheidungen, die das Zusammenleben der Völker für alle Zukunft festlegen. Aus der einen Seite stehen dabei die Mächte der Ordnung, auf der anderen jene Plutokratien, die in Wahrheit nichts anderes als die.Exponenten des Judentums barftellen.

Wieder einmal jährt sich der Tag des Kriegsausbruchs von 1914. Das deutsche Heer, das damals zu diesem aff en gang antrat, war, wie auch feine Gegner einräumten, das beste der Welt. Gegen eine Welt von Feinden, gegen­über 30 Nationen, errang es auf allen Schlacht­feldern Siege auf Siege, denen letztlich doch der Erfolg versagt blieb. Es sind in der Zeit nach dem Zusammenbruch von 1918 die mannigfachsten Be­trachtungen darüber angeftellt worden, wer die Schuld am Ausgang dieses Ringens trug. Heute, da wir alle politisch sehend geworden sind und vor allem auch Vergleiche mit der Gegenwart ziehen können, wissen wir, daß es das Aus ein and er klaffen der militärischen, politischen und wirtschaftlichen Führung war, das zum Zusammenbruch des 9. No­vember 1918 geführt hat. So schienen damals dis zwei Millionen Opfer vergeblich gebracht zu fein« Niemals können wir den von tiefstem Haß erfüll­ten Ausspruch Clemenceaus vergessen, der mit brüt taler Offenheit erklärte, daß zwanzig Millionen Deutsche zuviel auf der Welt seien. Der Vernich- tungsfeldzug gegen das deutsche Reich war damijj eindeutig umrissen, er war die Fortsetzung des Krieges, wenn auch mit anderen Mitteln.

Das deutsche Volk weiß, daß es die Wende seines Schicksals nur einem Manne verdankt: Unseren! Führer. In dem Augenblick, da Adolf Hitler, gas« erblindet im Lazarett zu Pasewalk liegend, dey Ausspruch tat:Ich aber beschloß, Politiker zij werden!" hob die Befreiungsstunde des Natton an. Den Kampf gegen Versailles, gegenl dieses Diktat, das mit einem wahren Frieden nichts gemein hatte, schrieb die junge nationalsozialistische Bewegung auf ihre Fahne. Von Jahr zu Jahn wuchs die Schar derer, die sich um das Hakenkreuz scharten, bis schließlich, am 30. Januar 1933, beö vierzehnjährige Kampf des Führers mit der Macht« Übernahme feine Erfüllung fand. Nun gehörte bet Staat der Bewegung und sie konnte daran gehen, das, was in all' den Jahren verkündet worden mar, in die Tat umzusetzen. Stück um Stück wurde das Diktat von Versailles zerrissen, und als es nahezu völlig ausgelöscht worden war, standen auf der Ge­genseite die gleichen Mächte wie 1914, zum Teil sogar die gleichen Männer, auf, um den Krieg von 1914 bis 1918 den sie insgeheim weitergeführt hat­ten, endgültig zu vollenden. Ihr Ziel war klar unö ist von ihnen auch mit aller Deutlichkeit ausgespro­chen worden: Endgültige Ausrottung und Vernich­tung des deutschen Volkes.

Der Trugschluß, dem man sich dabei auf der geg« nerischen Seite hingab, sollte sich jedoch bald aus­wirken. Die Hoffnung, daß dieses neue Deutschland

ist in der Person des Führers und in der von ihm bereits zu unzähligen Siegen geführten, stol­zen, deutschen Wehrmacht. Vom ersten Tage dieses Krieges an sind ro i r es gewesen, die das Gesetz des Handelns bestimmt haben. Und wir werden es uns auch niemals mehr aus der Hand reißen lassen, bis der endgültige Sieg an unsere Fahnen ge­heftet ist. D. S.

Deutscher Sozialismus der Tai.'

Reichsminister Dr. Goebbels vor den Gaubeanstragten der NÄB.

Berlin, 1. Aug. (DNB.) Reichsrni nister Dr. Goebbels empfing in Gegenwart von Oberbe­fehlsleiter H i l g e n f e l d t die Gaubeauftragten der NS.-Volkswohlsahrt aus dem ganzen Reiche, die zu einer Arbeitsbesprechung in Berlin versammelt sind. Dr. Goebbels dankte den Gauamtsleitern für ihren Einsatz. Im Zeichen der großen Auseinander­setzung mit dem Bolschewismus sei die Leistung besonders bedeutungsvoll, die unser großes Hilfs» werkM utter und Kind" auch in diesen Mo­naten im Dienste der Gesunderhaltung und der Stärkung unseres ganzen Volkes habe vollbringen können. Dieser deutsche Sozialismus der Tat stehe der hohlen Phrasenhaftigkeit der Machthaber im Kreml gegenüber, die Millionen von Menschen un­ter den unwürdigsten Lebensbedingungen verkom­men ließen. Die NSV. habe neben dem großartigen materiellen Erfolg entscheidend dazu beigetraaen, die Massen an den Staat heranzuführen. Eine Be­wegung von der Größe und der Leistung der NSA. und von dieser Sicherheit der weltanschaulichen Ein­sicht könne mit gutem Recht darauf bestehen, die gesamte soziale Fürsorgetätigkeit führend in die Hand zu nehmen. Die NSV. sei für uns nicht Selbstzweck. Wir gingen von der ganz realen Er­kenntnis aus, daß sie ein Mittel darstelle, unser Volk gesund unb lebenskräftig zu erhalten und es damit für die gewaltigen Leistungen, die die Gegen­wart und die Zukunft von ihm verlangten, zu er­tüchtigen.

Generaloberstabsarzt Prof. Or. Hippie

Berlin, 1. Aug. Der Inspekteur des Sanitätswesens der Luftwaffe, Gene­ralstabsarzt Professor Dr. H i p p k e wurde wie schon gemeldet zum Generaloberstabsarzt be­fördert. Er leitet den gesamten Verwundeten- uno Krankennachschub der Wehrmacht auf dem Luft­wege und den Einsatz aller Sanitätsformationen der Luftwaffe. Aus dem Balkanfeldzug, besonders von Kreta, wurde der weitaus überwiegende Teil sämt­licher Verwundeter mit Sanitätsflugzeu»

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ist, und dem weiter nordöstlich gelegenen Onegasee, an dessen Ostufer die Murman-Bahn entlang läuft, um dann südlich des Ladogasees Leningrad zu er­reichen, stehen die Finnen in scharfem Kampf um den Besitz der Landenge. Der operative Zusammen­hang mit dem deutschen Vorstoß aus dem baltischen Raum heraus nach Nordosten ist unverkennbar. Hier sind der Peipus-See und fein Abfluß in den Finnischen Meerbusen, die Narwa, eine Barriere, die den weichenden Sowjettruppen den Rückweg nach Osten sperrt, so daß sie von den in Estland kämpfenden deutschen Verbänden nach Norden zu­rückgeworfen wurden und gegen den Finnischen Meerbusen gedrängt werden. Die Abspaltung und Vernichtung der im baltischen Raum zum Offen- sivstoh nach Süden bereitgestellten Sowjetarmeen geht damit ihrer Vollendung entgegen.

Das Hauptaugenmerk richtet sich nach wie vor auf das Zentrum der Front, wenn auch die Wehr­machtberichte, wie schon gesagt, mit näheren An­gaben über die Lage in diesem Kampfabschnitt be­sonders sparsam sind. Wir wissen in dem Augen­blick, wo diese Zeilen geschrieben werden, jeden­falls nur soviel, daß die Schlacht von Smo­lensk ihren Höhepunkt offenbar überschritten hat und wir auf einAi großen Sieg der deutschen Waf­fen hoffen dürfen. Es scheint sich hier in vielleicht noch erheblich größerem Maßstab wiederholen zu sollen, was wir erlebt haben, als die Stoßgruppe der Sowjetarmee im Kessel Bialystok-Minsk umklam­mert wurde und nördlich wie südlich an diesem Kessel vorbei schnell vorgetriebene Panzerkeile, denen Infanteriedivisionen auf dem Fuße folaten, dem Feinde einen Vorsprung abzugewinnen such- ten, um einen rückwärtigen Durchbruch zu verhin­dern, den Sack zuzuschnüren und zu verhindern, daß Entlastungsvorstöße von Nachbargruppen und von Osten herangeführter Reserven den eingekessel- ten Armeen Luft schaffen könnten. So stießen diese deutschen Keile bereits gegen die Stalin-Linie vor, während sich die im Raum BialystokMinsk Ein­gekesselten noch verzweifelt gegen ihre Vernichtung wehrten. Es ergab sich hier zum erstenmal das Bild, das sich nun im Raum von Smolensk- Wjasma in vielleicht noch größerem Ausmaße wie­derholt, daß nämlich deutsche Angriffsgruppen mit ihren Panzerspitzen sich durch die Massen der feind­lichen Armeen ostwärts schieben, ungeachtet dessen, daß hinter ihnen sich diese Massen wieder zusam­menschließen, während sie ohne Tuchfühlung nach rechts und links, wenn auch durch den Funk mit den Nachbargruppen In ständiger Verbindung, vor- wärtsstürmen, ganz auf eigene Kraft gestellt, von 1 ihrem Nachschub abgeschnitten, und doch fest in der Hand der höheren Führung, die ihren Kurs zu immer neuen Einkesselungen und Umklammerungen leitet. Da der Feind immer wieder versucht, mit Hilfe seiner starken Panzeryiaffe ähnliche Keile nach Westen zu treiben, um ditz Eingekesselten zu ent­lasten und Durchbrüche zu versuchen, so schieben sicy Freund und Feind oft nebeneinander her, die Keile verzahnen sich, es gibt keine vordere Linie, keine Front, wie wir sie aus dem Weltkrieg, auch soweit er sich als Bewegungskrieg abspielte, im Kopfe haben. Heb er all ist vorne, wenn auch oft mit dem Rücken gegeneinander gekämpft wird und bei Freund und Feind die verkehrte Front keine Sel­tenheit ist.

Die im eisernen Ring bei Smolensk eingeschlosse­nen Sowjetarmeen machen immer noch verzweifelte Ausbruchsversuche, während weiter ostwärts deutsche Truppen bereits in erbittertem Kampf mit immer neuen aus dem Raum von Moskau herangeführten Reserven stehen. Was Napoleon nicht gelungen war, den Russen zum Kampf zu stellen und sein Feldheer schon in den Grenz­schlachten zu vernichten, was ihm auch die blutige Schlacht von Smolensk am 17. August 1812 nicht hatte bringen können, weil die Russen Barclay de Tollys den Kampf vorzeitig abbrachen und im Schutze der Nacht die Stadt räumten, das bahnt sich jetzt in weit gewaltigeren Dimensionen an. Die Schlacht von Smolensk verzehrt die Reserven der Sowjets, die in immer neuen Angriffswellen vor­getrieben werden, um die eingeschlossenen Kessel zu entsetzen und den weiteren deutschen Vorstoß und Durchbruch aufzuhatten. Aber was sich zwischen den deutschen Keilen hindurchschiebt, gerät unfehl­bar in die deutsche Umklammerung und teilt damit das Schicksal derer, die aus dem deutschen Ring be­freit werden sollten. So steht am Ende dieser Ope­rationen, die, so unübersichtlich sie auch erscheinen mögen, doch von der deutschen Führung mit fester Hand nach großem Plan dirigiert und gemeistert werden, die Vernichtung des Feldheeres der Sow­jets und die Aufzehrung aller Reserven, die Mos­kau in diesen Hexenkessel hineinwirft. Der Offen­sivgedanke, für den die Sowjetwehrmacht in schroffem Gegensatz zu den Heeren der westlichen Plutokratien gedrillt und erzogen ist, der schon in der Bereitstellung der Stoßarmeen in den unmittel­baren Grenzräumen zum Ausdruck kommt, be­herrscht auch jetzt noch die Kampfesart der Sowjets. Doch wie die deutsche Wehrmacht sich auch dem neuen Feind schon in den Grenzschlachten trotz sei­ner gewaltigen Ausrüstung mit Flugzeugen und Panzerwagen, also ausgesprochenen Offensivwaffen, turmhoch überlegen gezeigt hat, so erbringt sie jetzt nach dem Durchbruch durch die Stalin-Linie den Beweis, daß ihr Offensivgeist sich in diesem neu­artigen Bewegungskrieg der großen Räume voll entfaltet und ihre Führung die Freiheit des Han­delns nicht aus der Hand gibt. Deutschland be­stimmt das Gesetz auch dieses Krieges und der Sieg wird auch diesmal mit den deutschen Waffen sein.

Dr. Fr. W. Lange.

Wachsende Unruhe in der UdGGR.

Tokio, 2. August. (DNB. Funkspruch.) Der bis­herige Sekretär an der japanischen Botschaft in Moskau, Sumino, ist nach einer fünfzehntägigen Fahrt aus der Hauptstadt des Bolschewismus am 25. Juli in Mandschuli eingetroffen, lieber seine Eindrücke auf der Fahrt erklärte er Pressevertre­tern, daß alle Züge in der Richtung nach dem Osten mit Flüchtlingen überfüllt seien. Viele Flüchtlinge hätten davon gesprochen, b i s nach Wladiwostok gehen zu wollen. Am Tage seiner Abfahrt aus Moskau seien die dortigen Warenhäuser geschlossen worden.

Die bolschewistischen Machthaber ließen am Don­nerstag erneut flehentliche Aufrufe an die Be­völkerung richten, in derStunde der furchtbaren Gefahr", die für die Sowjetunion gekommen sei, zusammenzustehen und alle Erscheinungen von Klein­mut und Verzagtheit zu bekämpfen. Von Moskau aus forderte man abermals zu einemunbarm­herzigen Kampf gegen Verräter, Flüchtlinge, Panik­macher und Deserteure unter uns" auf. Diese wie­derholten Aufrufe, die durch zahlreiche Artikel in den Zeitungen unterstützt werden, beweisen erneut, dah die Zersetzung hinter der Sowjetfront unauf­haltsam fortschreitsL

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DNB.....31. Juli. (PK.) Mit schneller Fahrt! letzten Gegner zuwenden, der mit äußerster Kraft

bahnen sich deutsche Zerstörer den Weg durch die einer schmalen Bucht zustrebt. Wir mißachten die See. Wundersam, wildromantisch und reizvoll ist V'A*