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Hinzu kommt, daß Charlotte eine Schauspiele­rin ist: das gibt jedem ihrer Austritte und großen Szenen eine sozusagen natürliche Theatralik. Die Titelfigur ist, rein -----sn°'

raderolle ersten Ranges, und --------

die Kammerschauspielerin Hilde W a g e n e r sie vorführte, waren so sympathisch wie überzeugend: der entscheidende Eindruck ging, wie uns scheint, von der Stimme aus, einem überaus geschulten,

Am Niegel- Vjpfad1ü8p

Praxis geschlossen

bis 28. Juli

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Schriftliche Angebote unter 02206 cm den Gießener Anzeiger erbet.

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Bekanntmachung.

Betrifft: Ansahfeifenkarlen.

Die Ausgabe der für die Monate Juli bis Sep­tember 1941 gültigen Zusatzseifenkarten für Kinder bis zu 2 Jahren und für Kinder von 2 bis 8 Jahren erfolgt gegen Vorlage der Lebensmittel-Personal­ausweise durch die Bezirksgeschäftsstellen

am Donnsrskag, dem 3. Juli 1941,

am Freitag, dem 4.3uli 1941,

am Samstag, dem 5. Juli 1941, jeweils von 8 bis 12.30 Uhr.

Die Zusatzseifenkarten für Aerzte und Kranken­pflegepersonal werden an den gleichen Tagen auf Zimmer 1 ausgegeben. 2810V

Gießen, den 2. Juli 194L

Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Wirtschaftsamt.

3.616.94?

leeresNEe"-Flasche«

liegen z. 3t ungenützt bei unseren Abnehmern bzw. In Öen Haushaltungen unserer -Freunde. Mir bitten

.bahn alle Haushaltungen drlngenösi.

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Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinan­zeigen in die Hei­matzeitung, den BießenerAnzeiger uiiiiiiiiiiiniiiiuiiiiinii

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zögernd zurechtfindet, wird erkennen, daß es ein höchst wirksames Theaterstück ist: in den beiden Mittelakten vor allem, in der Gesellschaftsszene, mit der die Familie um des Kindes willen den Skandal (vergeblich) zu vertuschen versucht; und in der gro­ßen Szene hernach/ wo Charlotte einen wesentlichen Teil der Vorgeschichte rekonstruiert.

Gießener Gtatttheater.

Gastspiel Hilde Wagener:Charlotte Ackermann" von Juliane Kay.

Dre Aufführung im ganzen von Reinhold Siegert inszeniert, von Karl Löffler ausge-

Gesell- schaftevin für die Nachm.-Stunden a. einige Wochen zur älterenDame gesucht. Schriftl. Angeb. it. 02204 an ocn Gießener Anzeiger erbet.

Gießener Gcklachtviehmarkt.

Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehversteige- runashalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 44,5 bis, 48,5 Rpf., Bullen 42 bis 46, Kühe 18 bis 44, Färsen 27 bis 52,5, Kälber 35 bis 57, Hämmel 45^ Rpf. je x/z kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,20 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,20, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,18, c (100 bis 119,5 kg) 1,14, d (80 bis 99,5 kg) 1,08, ef (unter 80 kg) 1,04, gl (fette Specksauen) 1,20, j (Altschneider) 1,18, g2 (andere Sauen) 1,08, h (Eber) 1,08 RM. Marktverkauf: alles zugeteilt.

Am 1. Juli verschied nach langem, schwerem mit denk­bar größter Geduld ertragenem Leiden mein lieber herzens­guter Mann, mein stets besorgter Vater, Schwiegervater und Großvater

Herr Richard Bemard

nach vollendetem 72. Lebensjahr.

In tiefer Trauer:

Karoline Bernard Friedel Bemard, geb. SehüBler

Dipl.-Kfm. Hugo Bernard Klaus-JUrgen Bernard Frank-Gernot Bernard.

Gießen (Plockstr. 16, Bergstr. 23) den 1. Juli 1941.

Die Beerdigung findet am Freitag, dem 4. Juli, nachmittags 2% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.

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Charlotte Ackermann: Geschichte einer Schau- svielerin, einer Frau, einer Che; ein Einzelfall: dis Frau, die mit dem stebergana vom Paradies junger Liebe in den Dauerzustand der Che gefühlsmäßig nicht fertig wird. Juliane Kay hat sich zur Exem- plisizierung dieses Sonderfattes eine Vorgeschichte ersonnen, die in einem sorgfältig verstrickten Ge­flecht aus Zufall, Mißverständnis, Katastrophe und Skandal zu entwickeln versucht, wie zwei füreinander bestimmte Menschen aneinander vorbeileben und auseinanderstreben, wobei eine vermeintliche Ge­liebte, ein vermuteter Nebenbuhler und das von Charlotte erwartete Kind die Verstrickung völlig hoffnungslos erscheinen lassen. Das alles klingt nicht nach Komödie, und es muß dem Besucher über­lassen bleiben, 6 b ihm die späte Wiedervereinigung des Paares nach Charlottes wildem Geständnis und ihrer eiligen Flucht eine solche Benennung des Stückes zu rechtfertigen scheint. Aber auch wer sich in dem psychologischen Labyrinth nicht oder nur

beherrschten, beweglichen und musikalisch zu nen­nenden Organ, das feinfühlig auch zarten Nuancen folgt, Uebergänge schafft und der sogenannten großen Szene ebenso angemessen ist wie dem in­timen, kammerspielmäßigen Dialog. Uebrigens sah der Gast aus Wien ^rzüglich aus und spielte nicht nur mit der Routtne einer Salondame von Rang, sondern auch mit echtem Temperament und, stellen­weise, dem vagen, umspringenden Gefühlston der problematischen Heldinnen bei Ibsen.

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stattet war so gepflegt und flüssig, rare es vom Renommee der Wiener Schauspielkunst erwartet werden durfte. In Hellmuth Krauß (Burg- theater), der Charlottes Gatten Julian gab, hatte Frau Wagener einen ausgezeichneten Parker: seine unerschütterliche Ruhe und starre Källe wahrend der drei ersten Akte entsprach den Voraussetzungen; die Verwandlung zuletzt suchte er so behutsam wie möglich und erwünscht zu bringen. Helene Lau­te r b ö ck , die patriarchalisch strenge alte Frau Ackermann, Lois M i tz n e g g (Stefan), Herms Sora (Hildegard) und Franz W e st e n (Dr. Ström) seien vom kleinen Ensemble noch genannt. Die Gäste wurden mit lautem Beifall gefeiert.

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Die Kammerschauspielerin Hilde Wagener vom Wiener Burgtheater, die schon im vorigen Sommer bei uns gastierte, gab gestern ein zweites Ensemble-Gastspiel. Das Stuck nennt sich (otte Ackerman n", Komödie in vier Akten von der Ostmärkerin Juliane Kay, die vor einer Vieihe von Jahren mit dem preisgekrönten Roman Abenteuer im Sommer" in die Literatur emzog und sich seitdem, soweit wir ihren Weg verfolgen konnten, vorwiegend dramatischen Aufgaben gewid­met hat.Charlotte Ackermann5 oder der Umweg AUM Glück, wie man als Untertitel hinzufügen könnte: es ist nicht nur das zeitferne Kostüm, das den aufmerksamen Besucher an gewisse Ibsen-Stucke ierinnern wird; es liegt auch an der Fabel, an ihrer Konstruktion und an gewissen Formen des Dialog­stiles. Allerdings muß man mit solchen Parallelen stets vorsichtig sein und in diesem Falle, was Ibsen betrifft, zugeben, daß es noch immer keine Kleinig­keit ist, Vergleiche mit dem großen Norweger her- vuszusordern, vor allem auch, daß dessen drama­tische Taktik und Technik (man erinnert sich an das seinerzeit berühmte Bild von den Mauselöchern, die der Reihe nach sorgfältig verstopft werden so daß kein Ausweg mehr bleibt) keine Lücke und keine

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Bekanntmachung.

Vetr.r Die Bekämpfung des Kartoffelkäfers.

Nach der Siebenten Verordnung zur Bekämpfung des Kartoffelkäfers (RGB. vom 8. V. 1939 S. 832) j und § 2 der Neunten Verordnung zur Abwehr des Kartoffelkäfers vom 22. April 1941 (RGB. Nr. 47 Seite 227) haben sämtliche Grundbesitzer, die in der Gemarkung Gießen Kartoffeln angebaut haben, auch die außerhalb wohnenden, ihre Kartoffelfelder jeden Freitag in der Zeit zwischen 15 und 19 Uhr abzusuchen. Das erforderliche Personal ist entspre­chend der Größe des Anbaues zur Verfügung zu - stellen, damit das Absuchen in der vorgenannten Zeit erfolgen kann. Außerdem werden sich in der­selben Zeit die Schüler der Schulen von Gießen, unter Führung ihrer Lehrer an dem Suchdienst be­teiligen. Während der Sommerferien beginnt der Suchdienst der Schüler jeden Freitag um 8 Uhr. Die Kartoffelanpflanzungen det geschlossenen Anstalten und eingefriedigten Gärten sind nur von den Be­sitzern in der vorgenannten Zeit abzusuchen. Das Absuchen wird von dem Feldschutzpersonal über­wacht. Zuwiderhandlungen gegen diese Aufforde­rung werden nach § 18 und § 10 obengenannter Verordnungen mit Strafe belegt. 2805C

Gießen, den 30. Juni 1941.

Der Oberbürgermeister. I. V.t Nicolaus.

Gemeinsame Bekanntmachung der Landräle der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen, Lauterbach sowie des Ober­bürgermeisters der Stadt Gießen.

Betr.: Futtermittelscheine für Hunde.

Der im Juni 1940 eingeführteFuttermittelschein zum Bezüge von pflanzlichen Futtermitteln für einen Hund" verliert am 31. Juli 1941 durch Zeit­ablauf seine Gültigkeit. Mit Wirkung vom 1. August 1941 gelangt daher ein neuer Futtermittelschein zur Ausgabe, dessen Gültigkeit sich wiederum aus 12 Mo­nate erstreckt, und der ebenfalls zum Bezüge von bis zu 6 kg pflanzlichen Futtermitteln (Futter­roggenflocken, Futterhaferflocken und ähnlichen für die menschliche Ernährung nicht geeignete pflanz­liche Futtermittel) für einen Hund je Monat be­rechtigt. 2812V

Zur bevorzugten Versorgung mit pflanzlichen Futtermitteln sind nur folgende Gruppen zugelassen: a) Diensthunde der Polizei, der Reichsbahn, der Finanzverwaltung und anderer Behörden, b) Hunde, die für den Heeres- oder Polizeibedarf gemustert find, c) Blindenhunde, d) Rassehunde, die in Zuchtzwingern gehalten wer­den,

e) Jagdhunde, die in Zuchtzwingern gehalten wer­den,

f) Diensthunde der NSDAP., ihrer Gliederungen und angeschlossenen Verbände,

g) Hunde, die in Tierheimen gehalten werden, n) Schutzhunde schwerhöriger und tauber Personen, i) Wach- und Schutzhunde in kriegswichtigen In­dustriebetrieben.

Den Besitzern der vorstehend aufgesührten Hunde wird auf Antrag von den Ernährungsämtern, Abt. B, je Hund ein Futtermittelschein ausgehändigt.

Als Nachweis für den Besitz solcher Hunde gelten für die Gruppe

a) der Dienstausweis der betreffenden Behörden, b) der Musterungsausweis, c) der amtliche Blindenausweis,

d) die Bestätigung des Verbandes für Hundewesen e. V., Berlin,

e) die Bestätigung des Kreisjägermeisters, f) die Bestätigung des Reichsschatzmeisters der NSDAP, oder der Musterungsausweis,

' g) die Bestätigung eines dem Tierschutz angeglie­derten Tierschutzvereins,

h) eine Bestätigung des Reichsbundes der Deut­schen Schwerhörigen e. V. in Berlin C 2, Ora­nienburger Straße 14, oder feiner Untorgliede­rungen,

i) eine Bescheinigung der Werkluftschutz-Bezirks- 1 vertrauensstelle der Reichsgruppe Industrie.

Gießen, den 30. Juni 1941.

Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, ' Friedberg, Gießen, Lauterbach sowie den Ober­bürgermeister der Stadt Gießen.

frommt mit seiner Kleidung wie mit seinen Schuhen sehr gut ous» Oos Rezept dafür heißt: täglich pflegen! Die Kleider mit der Bürste, die Schuhe mit der Qürste und Nigrin-ÄS.

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