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Aus der Stadt Gießen

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Wavell geht nach Indien.

«Genf, 2. Juli. (DNB. Funkspruch.) In London

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Philosophischen Fakultät, II. Abteilung, aus dem Gebiete der Botanik gestellte AufgabeNeue Bei­träge zur Zytologie der Desmidiaceen". Die hierzu eingereichte Arbeit wurde mit einem vollen Preis bedacht. Preisträgerin ist cahd. rer. nat. Ger­traude Barg aus Rauscha (Kreis Görlitz).

Die Osann-Beulwltz-Stistung hat je einen vollen Preis zuerkannt:

P f a n n.

Der Rektor gab sodann die Ergebnisse der arbeiteten Preisaufgaben bekannt.

Bon den akademischen Preisaufgaben ist eine bearbeitet worden. Es ist dies die von

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Palast, Seltersweg:Dreimal Hochzeit". spielhaus, Pahnhofstraße:Maja zwischen Ehen".

für Studierende:

a) cand. med. vet. Karl UerlingS, zur Zeit im Wehrdienst, für die ArbeitAnfall und Gewinnung des Abwasserfettes in den deutschen Schlachthöfen riach dem Stande des Kriegsjahres 1940";

b) Marianne Trapp, Assistentin am Philo­sophischen Seminar, für die ArbeitDie Philosophie an der Universität Gießen im 19. Jahrhundert";

c) Waldemar Dickler, Assistent am Physi­kalischen Institut, für die ArbeitDie ther-- moelektrischen Spannungen im einmetalli­schen Kreise, die bei unsymmetrischer Tem­peraturverteilung gefunden worden sind, sollen an metallischen Einzelkristallen geprüft werden".

für andere wissenschaftlich gebildete Bewerber: a) Dozent Lic. Dr. Karl Friedrich Euler, .Gießen, für die Arbeit .Hethiter und Altes Testament";

b) Dr. habil. Walter Arnold, Assistent der Juristischen Fakultät, für die ArbeitZur Lehre von der richterlichen Gestaltung pri­vater Lebensverhältnisse";

c) Dozent Dr. med. vet. habil. Hugo Kel­ler. Städt. Oberveterinärrat in Gießen, für die ArbeitEs sollen Ermittlungen über die Erscheinungsform und Häufigkeit der Ma-gentuberkulose bei Schweinen angestellt «und die einschlägigen histologischen Unter­suchungen vorgenommen werden. Auf Grund der Ergebnisse möchte geprüft werden, ob Tuberkulose der Lymphonodi gastrici ihr Quellengebiet in der Magenwand hat und welche wirtschaftliche Bedeutung dieser Frage

kapituliert."

Dann erinnerte der Rektor im Rahmen seines kurzen Rechenschaftsberichts über das verflossene Jahr der Universität an die in Anwesenheit des Gauleiters erfolgte Einweihung der im Kriegsjahr 1940 durch geführten Umbauten des Universitäts- gebäudes, über die wir seinerzeit eingehend berichtet haben, für die die Stadt Gießen unter ihrem Ober- bürgermeister, Ehrensenator der Ludwigs-Universi­tät Pg. Ritter, die Geldmittel zur Verfügung stellte; ferner an die Gründung einer RS.-Dozenten- akademie im November 1940 in Anwesenheit des Reichsdozentenführers: an den Besuch einer Reihe von ausländischen Gästen; an die Vorträge promi­nenter Vertreter von Partei und Wehrmacht im Rahmen der von der Universität veranstalteten wehrwissenschaftlichen Vorträge; an die Gründung des schon lange geplanten zahnärztlichen Instituts; schließlich an die Gemeinschaft unserer Alma mater Liidoviciana als Arbeiter des Geistes mtt den Ar­beitern der tzgust in einer Front in Treue und Kameradschaft. Dann dankte er der gesamten Ge­folgschaft der Universität, Professoren und Dozen­ten Assistenten und Studenten, Beamten und An-

Wer im Heuet nicht gabelt. In der Ernt' nicht zabelt, Im Herbst nicht früh aufsteht, Der seh, wie's ihm im Winter gehn Schwärmt die Biene erst im Juli, so ist's nid)t gut, denn es heißt:

Ein Schwarm im Mai gilt ein Fuder Heu;

Ein Schwarm im Juni, ein fettes Huhn;

Ein Schwarm im Jul, ein Federspuhl!" Kehren wir zum Wetter zurück, so hören wir, wiederum zum Lob des schönen, sonnenbegnadeten Juli:Hundstage hell und klar, deuten auf ein gutes Jahr!" Und endlich:Nur in der Juliglut, wird Obst und Wein uns gut."

Und des Obstes, wir bedürfen seiner jetzt im Krieg mehr denn je! Und mit dem Wein, den der Juli kocht, wollen wir trinken auf den Sieg, den, wir zweifeln nicht daran, der Himmel uns schenken wird, denn mit hem Mutigen ist Gott! L. B.

Sprechstunde des Kreisleiters.

Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Don­nerstag, 3.7. 41, nachmittags von 15 bis 17 Uhr in Gießen statt.

Tageskalender für Mittwoch.

Hörsaal 34 der Universität: 20 bis 21.30 Uhr Vor­trag Professor Dr. VollrathH. St. Chamber­lain und die deutsche Goetheforschung". -- @^ria= Zwei

'zukommt".

Mit Glückwünschen an die Preisträger beschloß der Rektor seine Ansprache.

Prof. Dr. Kluie,

der Geograph und Prorektor unserer Universität, hielt sodann den Festvortrag über das Thema V o l k u n d R a u m". Einleitend teilte er bei einer Betrachtung über die Verteilung der Menschheit auf

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Das Iuliwetter in Bauernsprüchen.

Der Landmann hat es nicht gern, wenn ihm der Juli verregnet, im Gegenteil, heiß soll die Sonne vom Himmel strahlen in diesem Monat. Wie für andere Monate kennt der bäuerliche Wetterkalender auch für den Monat Juli sogenannteLostage".

Vom 2. Juli, dem Tag von Mariä Heimsuchung, heißt es:Regen an unserer lieben Frauen, wird vierzig Tage niedertauen"; oder:Wenn's am Ul- richstag (4. Juli) donnert, fallen die Nüsse vom Baum". Vom 10. Juli wird behauptet:Wie das Wetter am Siebenbrüdertag, so bleibt es sieben Wochen danach", undSiebenbrüder-Regen bringt weder Nutz' noch Segen". Gefährlich ist auch der 22. Juli, denn:Magdalena weint um ihren Herrn, drum rcgnefs an ihrem Tage gern". Das ist aber sehr bedauerlich, dennRegnet's am Magdalenen- tag, folgt gewiß mehr Regen nach. Ein bedeutsamer ! Lostag ist der 25. Juli, von dem der Bauer sagt: Der Vormittag vom Jakobstag, das Wetter bis Weihnachten deuten mag" (der Nachmittag aber sagt das Wetter voraus für die Zeit nach Weih­nachten);So warm der Jakobstag, so kalt Weih­nachten", oderIst Jakobi hell und warm, friert man Weihnachten bis in den Darm". Ist das Wetter drei Sonntage vor Jakobi schön,so wird gut Korn gesäet, so es anhält; regnet's, so bringt's schlecht Korn hervor".Ist es hell am Jakobitag, viel Früchte man sich versprechen mag"; aber:Regnet's auf Jakobi, so sollen die Eicheln verderben".

Regen im Juli ist, wie gesagt, beim Landmann recht unbeliebt, was er in zahlreichen Wettersprüchen niedergelegt hat. Da hören wir zum Beispiel: Regnet es zum Juli hinaus, guckt der Bauer nicht I gern aus dem Haus!" Oder:Wenn es im Juli bei Sonnenschein regnet, man viel giftigem Meltau begegnet." Weiter:Juli kühl und naß, bringt leere Scheun', leer' Faß", oder:Juliregen nimmt Erntesegen." Ferner: *

Wenn's nicht donnert und blitzt, Und der Schnitter nicht schwitzt, Und der Regen dauert lang, Wird's dem Bauersmann bang."

zu der Festoerlammlung. Nach seinen Grußworten an die Gäste und Kameraden und nach der lieber» mittlung der Grüße und besten Wünsche des Gau­leiters wies der Redner aus die Größe unserer Zeit hin, in der unsere Herzen höher schlauen, weil setzt über die kommenden Jahrhunderte entschieden wird. Dann erinnerte er an die zahlreichen ruhmvoll.m ! Waffentaten unserer Wehrmacht auf allen Kriegs- lck.aunlätren. die mit aoldenen Lettern in die Ge-

' Ein britischer Bombenangriff auf den Privat- vohnsitz des französischen Oberkommissars von Sy- rrn, General Dentz, in Beirut forderte sechs Tote Md mehrere Verletzte.

Aus aller Well.

12 Bräute im Sendesaal.

Die 500. Sendung des Kameradschafts- br e n ft e s des Großdeutschen Rundfunks wurde am lienstagfrüj) als Ringsendung durchgeführt. Im Ütittelpuntt des Jubiläums stand die F e r n t r a u - um g von 12 Bräuten im Senderaum des Berliner

iundfunkhauses.Sie, meine deutschen Frauen,! sind hierher gekommen, um Ihr Jawort zur Che. iier den Rundfunk zu geben", so leitete der Stan- te sbeamte an dem blumengeschmückten Tisch, auf te m Stahlhelm und Tropenhelm lagen, seine An- (kwache ein. Als Trauzeugen fungierten Reichsinten- bmt Dr. Glasmeier und andere Männer der Reichs- nurtefunkgesellschaft. Auch Vertreter der Wehrmacht mb des NS.-Reichskriegerbundes waren erschle­ n. Und noch eine Ueberraschung hielt diese 500. ^Endung bereit. Rolf Wernicke war in der Nacht n»n einer Berliner Frauenklinik in die andere ge­fahren, um erste Schreie jüngfter Erdenbürger ab- zmoarten und ihre Stimme zusammen mit dem per« skitlichen Gruß der jungen Mutter über den Aether 31 geben.

Der Schauspieler Guido Thielscher gestorben.

Der Berliner Schauspieler Guido Thielscher ii. in Bad Salzhausen, wo er sich zur Kur aufhielt, gestorben. Er hat ein Alter von 81 Jahren er­dicht. Thielscher stammte aus Königshütte (O.°S.). Isen größten Teil feines langen Schauspielerlebens o rbradjte er an Berliner Bühnen. Seine komische Jiegabung wurde früh entdeckt, und in Rollen wie te m Amtsdiener Mitteldorf imBiberpelz", dem Totengräber imHamlet" und der Hexe imFaust e: probt. Einer seiner größten Erfolge aber war Tharleys Tante" und in den Schwänken von Ar­nold und Bach, in derSpanischen Fliege" und .Hurra, ein Junge!" begeisterte er das reichshaupt- sndtische Publikum an unzähligen Abenden.

Krankenhausdirektor Dr. Full (Erfurt) f.

Der Direktor der inneren Abteilung des St.-Ne- pvmuk-Krankenhauses in Erkürt, Dr. med. Hermann £ull, ist, wie die Frankfurter Zeitung meldet, im Titer von 51 Jahren im Refervelazarett Gieren gestorben. Dr. Full, der 1889 in Würz­burg geboren wurde und dort sein medizinisches Staatsexamen ablegte, war am St.-Georgs-Kranken- taus und an der Universitätsklinik in Hamburg und innn an der Universitätsklinik in Frankfurt als ^Isistenzarzt tätig, ehe er 1922 nach Erfurt berufen t urtle. Er war ein hervorragender Internist. Sem besonderes wissenschaftliches Arbeitsgebiet waren 5serz- und Gefäßkrankheiten und die Zuckerkrank­heit. Dr. Full, der im Weltkrieg mit dem EK. II . und I und dem Hanseatenkreuz ausgezeichnet wor- dm mar, war vor einigen Monaten zum Oberstabs- aizt befördert worden.

ist keineswegs an sich übervölkert

Zu den bei der eigenen Nährfläche überbevölker­ten Staaten gehört auch das Deutsche Reich. Um seine Bevölkerung zu ernähren, müssen Industrie- waren ausgeführt werden. Andere Industriestaaten sind nicht im gleichen Maße in dieser Zwangslage. Unsere Weltkriegsgegner hatten, als sie das Diktat von Versailles schufen, keinen Mangel an Le dens- raum, denn Großbritannien verfügte über 39 Mil­lionen Quadratkilometer Kolonialland mit 450 MilU Einwohnern, Frankreich über 11 Mill. Quadrat- Kilometer mit 60 Millionen Einwohnern; Rußland, das rund .20 Millionen Quadratkilometek umfaßt, kann in feinem eigenen Staatsgebiet die Bevölke­rung verdoppeln, die Vereinigten Staaten könnten sie vervierfachen. Erft mit der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus wurden alle Werte des deutschen Raumes gehoben und alle Kräfte im Volk geweckt und geeint. Damit fetzte ein Auf­schwung ein, der sich am besten in dem Wieder­ansteigen des Geburtenüberschusses zeigt. Aber auch dieser schwer errungene Aufstieg wurde uns von unfern Gegnern mißgönnt, und sie schmiedeten ein neues Komplott, um uns ein zweitesmal zu knebeln. Dank der Vorsorge unseres Führers und dank der deutschen Männer, die in der Wehrmacht stehen, wird der Kampf mit unfern Siege enden.

Nach einem vom Akademischen Gesangverein unter Leitung von Professor Dr. Temesvary mit schöner klanglicher Steigerung Doraetragenen Chor aus Händels OratoriumDer Feldherr hielt

Gtudentenführer cand. chem. Stein eine Ansprache, in der er u. a. fantc: Wieder er- leben wir den Gründungstag der Ludwigs-Univer­sität in feierlicher Form, dem durch die lungsten Ereignisse eine ganz besondere Weihe gegeben ift Schon im Vorjahre war dieser Tag umgeben von Großtaten der deutschen Kriegsgeschichte, d^e ein sichtbarer Ausdruck für den gewaltigen poltti chen und kulturellen Gestaltungswillen des deutschen Volkes sinh. ,

Das Studententum hat sich stets zum Wehrge° danken bekannt. Immer Haben bie deutschen Stu­denten soldatischen Einsatz gezeigt als folgerichtige Erscheinung ihres stets wachen Empfindens für Dinge, die das Wohl des deutschen Volkes angehen. Dieser Instinkt für politische Dinge war keineswegs eine Folge der Intelligenz, sondern ein Zeichen der kämpferischen Haltung der deutschen Studenten. Im Weltkrieg zogen die' Studenten mit Begeisterung aus und sie erlebten Langemarck. Nicht mehr als Studenten,- sondern allein als Söhne ihres Volkes, wie Generationen vor ihnen die Studen­ten als Söhne Deutschlands nur für Deutschland

334.IahresftierderLu-wigs-Llniversität

der Erde mit, daß von den 150 Millionen Quadrat, tilometer der Land fläche etwa nur die Hälfte als anbaufähige Fläche zur Verfügung steht, auf der die überwiegende Mehrzahl der über 2 Milliarden zählenden Menschheit wohnt. Aber auch von der anbaufähigen Fläche der Erde ist bei weitem nicht alles Land unter Kultur genommen, denn ysst Drittel der Menschheit, das sind 1440 Millionen, leben auf einem Fünftel des anbaufähigen Landes. Daher haben wir dichtbevölkerte und dünnbevölkerte Gebiete. Unter den dichtbevölkerten Gebieten kön- nen wir nach ihrer Wirtschaftsstruktur zwei Arten unterscheiden; nämlich solche, der denen die dichte Bevölkerung noch aus dem Lande selbst ernäyrt werden kann oder wenigstens bei intensiver Be­wirtschaftung ernährt werden könnte. Diesen Län­dern stehen als dichtbevölkerte die Industriestaaten Westeuropas gegenüber, bei denen nur noch ein Teil der Bevölkerung aus der Nährfläche des Staates ernährt werden kann, während der Rest auf Nah­rungszufuhr von außen angewiesen ist.

Es liegen aber noch große Gebiete brach, wie etwa die tropischen Urwälder und Waldgebiete in Asien und Nordamerika, aber auch noch Steppen­gebiete. In vielen Gebieten ließe sich der Ackerertrag auch wesentlich steigern, denn die Vereinigten Staa­ten von Nordamerika, wie auch Rußland erzeugen auf i)et gleichen Fläche nur die haloe Weizenernte wie Deutschland. Auch bei allen anderen Ackerfrüch­ten wäre eine Ertragssteigerung möglich. Die Erde

kämpften.

Die Studenten sind jetzt wieder ausgezogen. Die Hörsäle leerten sich aber nicht, und die Universi­täten verwaisten nicht, obwohl man sich nicht vor- ftellen kann, daß nicht jeder Student den Wunsch hätte, Soldat zu sein. Es können aber nicht alle Soldat sein, da dies niemals im Sinne einer plan­vollen Ausbildung fein könnte und wenn später keine spürbaren Lücken im Nachwuchs der geistig schaffenden Berufe eintreten sollten. In diesem Sinne hat auch 'die Wehrmacht viele Kameraden zum Studium ab kommandiert. Jeder Student in der Heimat ist an diesen Platz befohlen, feine Pflicht zu tun.

Der bedingungslose Einsatz unserer Kameraden vor dem Feinde steht vor uns als eine unermeßlich große Forderung, die die Anspannung aller unserer Kräfte erforderlich macht. Die Erfüllung dieser For- derung kann nicht allein im eifrigen Studium liegen. Darüber hinaus ist es Wunsch und Wille jedes Studenten, sich voll und ganz einzusetzen. Er begeg­net damit den Forderungen des Reiches und Vol­kes an ihn, und so muß es zwangsläufig zu dem Einsatz der Studentenschaft kommen, wie er schon seit Jahren als Erntehilfe, Fabrikdienst oder Land­dienst durchgeführt wurde. Getreu der soldatischen Tradition des deutschen Studententums werden alle in der Heimat verbliebenen Studenten und Stu­dentinnen mithelfen, die Kraft' des deutschen Volkes in diesem totalen Kriege zu stärken. Buch und Ge­wehr, dazu die Fahne Adolf Hitlers sollen uns im­mer Symbol und Mahnung sein in unserem Ein­satz für Volk und Führer!

Die Führer-Ehrung, der gemeinsame Gesang der Lieder der Nation und der Ausmarsch des Senates und des Lehrkörpers beschlossen den Festakt.

Form statt.

Nach dem Einzug des Senats und des Lehr­körpers in die vollbesetzte Aula sprach

Ee. Magnifizenz der Rektor prof. Or. med. H. W. Kranz

In Anwesenheit zahlreicher Ehrenhafte aus Par­tei und Staat, Wehrmacht und Behörden fand am gestrigen Dienstagvvrmittag in der Großen Aula die 3 3 4. Jahresfeier der Ludwigs- Universität Gießen in üblicher feierlicher

schauplätzen, die mit goldenen Lettern in die schichte eingegangen sind, sowie an die jüngsten glanzenden deutschen Siege im Osten und an den gemeinsamen Aufbruch der Völker Europas unter der Führung Adolf Hitlers zur Ausrottung des Bolschewismus und damit zur Rettung Europas. Dabei betonte er u. a.:Wir find glücklich darüber, daß unsere von der Umwelt so viele Jahre ver­lachte und verfolgte nationalsozialistische Idee sich nicht nur Anerkennung und Achtung verschafft hat, sondern in ihrem tiefsten Sinn im Rahmen des großen Geschehens unserer Zeit auch immer mehr von den anderen europäischen Völkern in ihrem biologischen und sittlichen Recht begriffen wird. Mit unserem ebenso unendlichen Stolz auf den Führer und sein Großdeutsches Reich wie mit unserer un­aufhörlichen Dankbarkeit ihm und allen Blutzeugen dieser Zeit gegenüber über ist verbunden unsere immer währende Einsatzbereitschaft. Zu Zeiten, in denen die Waffen sprechen, hat die Heimckt nicht von ihren Taten zu reden, die sie im Schutze ihrer Krieger verrichten darf, sondern opferbereit und still zu arbeiten. Von einem aber sind wir überzeugt, und unsere Gegner können dies ebenso sein, daß in diesem Kriege die Kampffront eine Heimat hinter sich hat, auf die sie sich verlassen kann, die sich der Taten ihrer Waffenbrüder würdig erweist, und dem Soldaten ebensowenig in den Rücken fällt wie

gestellten für ihre treue Mitarbeit und Einsatz­bereitschaft auch im vergangenen Jahre. Hierauf wurde in üblicher Weise der Toten der Universität im abgelaufenen Jahre gedacht: orte. Professor Dr. jur. Hans Gmelin, em. orte. Professor Dr. Dr. med. vet. h. c. Dr. sc. nat. Wilhelm Zwick, Honorarprofessor Dr. med. et phil. Hermann Griesbach, Obermgschinenmeister i. R. Georg Alb rech!, Regierungssekretär i. R. Ludwig Schneider, Präparator August Müller, Tier­pfleger Jakob Briegel, gestorben als Soldat in einem Lazarett, und Studentin der Medizin Liddi

-3n Nordaf rika lebhafte Artillerietätigkeit an hT Tobruk-Front. Die Luftwaffe der Achsen- niächte hat nördlich von B a r d i a einen feindlichen ^ottenoerbanb angegriffen, einen Zerstörer ver­sinkt und einen weiteren Zerstörer schwer beschädigt, ludere Flugzeuge haben in Tobruk Versorgungs­lager und Befestigungsanlagen bombardiert.

Ein unter dem Befehl von Korvettenkapitän Üincento Politi stehendes Unterseeboot hat in östlichen Mittelmeer einen britischen Zerstörer tTpebiert und versenkt.

Vichy, 1. Juli.' (Europapreß.) Politische Kreise y:n Vichy sehen im Abbruch der diplomatischen Be- ttljungen zu Sowjetrußland eine notwendige Fort- «ung der bereits in den letzten Monaten verstärk­en antikommunistischen Maßnahmen. Die Maß­nahme sei um so dringender geworden, als die un- oifähr 300 Mitglieder starke diplomatische Vextre- üng des Kreml in der besetzten Zone auf Veran- Icjung der Besatzungsbehörden in das unbe­setzte Gebiet abgerückt sei und hier eine vep- i rfte kommunistische Propaganda betrieben habe. Lmwhl Marschall Pötain als auch Admiral Dar- Icn haben in unmißverständlicher Weise darauf hin- paDtefen, daß der Bekämpfung der gaullistischen I Popaganda die Bekämpfung der kommunistischen Agitation auf dem Fuße folgen werde, als eine Be­stti gung des Willens der französischen Regierung, (r dem europäischen Aufbau mitjuarbeiten.

In vielen Blättern geht man bis auf die im Jahre 24 durch die Regierung H e r r i o t durchgesetzte herfennung der Sowjetunion durch Frankreich wück und verfehlt nicht, gleichzeitig auf bie seit iir Anerkennung ohne Unterlaß durchgeführte Agi- Lwn der bolschewistischen Agenten hinzuweisen, soziale Konflikte und innere Unordnung zu schaf- n, sei stets der Zweck des Kreml gewesen, und er i gerade in Frankreich sehr häufig man denke die Volksfrontzeit auf recht fruchtbaren Bo- Mn gefallen. Militärische Schwäche in der Dritten y-publik zu schaffen, sei für Moskau ein besonderes el gewesen, und man habe dieses Ziel in gewissem f aße auch erreicht. Die Blätter weisen auf eine feilte von Fällen hin, die grobe Verstöße gegen die iternationalen Gepflogenheiten, wie die Entfer- mng der beiden Generale Kuijepow und Miller und ir Mord an dem russischen Ingenieur Navachin ) rch Agenten der GPU. darstellen.

Weiter hören wir:Wenn Hundstage Regen reiten, kommen nicht die besten Zeiten", sowieWas

V- i, ------ >-----~ t ,die Hundstage gießen, muß die Traube büßen';

rrö amtlich bekanntgegeben, daß General W a - aber:Auf drei Tag' Sonne ein Tag Regen, das irt l zum Oberkommandierenden in Indien ernannt ^er(, unb Tal zum Segen!"

wrden ist, er tritt an die Stelle des Generals Sonne aber, sie ist und bleibt doch, trotz luch in le ck, der zum britischen Dberfommanteied aüer fianba unb Erntehilfe, die beste Helferin des nnben im Mittleren Orient ernannt ist. Bauern. So heißt es denn:Julisonne arbeitet für ! wer Littleton ist zum Staatsminister und st^vei!", oder:Juli heiß, lohnt Müh und Schweiß!"^ ttglied des Kriegskabinetts ernannt worden, das $)n g'uli mu$ braten, was im Herbst soll geraten." im Mittleren Orient vertreten wird. Dann aber auch:Im Juli Höhenrauch in Menge

Kleine politische Nachrichten. Weniger6 mit dem Wetter beschäftigen sich Der Führer hat auf Vorschlag des Reichsministers folgenden Bauernsprüche:

üs Auswärtigen von Ribbentrop den SA.Dber-Wer nicht geht mit dem Rechen, wuppenführer von Jagow zum deutschen! Wenn die Bremsen und Fliegen stechen

gesandten in Budapest ernannt. Der bis- Muß im Winter gehn mit dem Strohseil

hirige deutsche Gesandte in Budapest, von Erd- Unb fragen: ,Hat niemand Heu feil'?

n an n st) o r f f, ist zur weiteren Verwendung ins Einen ähnlichen Gedanken gibt wieder: Auswärtige Amt einberufen worden.

Verhängnisvolles Spiel mit einem Iievolver.

Der gestern von uns berichtete tragische Vorfall in der Nähe von Abendstern hat seine Aufklärung gefunden. Nach langem Verhör durch die Kriminal­polizei von Frankfurt a. M. und die ©enbarmeric in Krofdorf hat der durch einen Schuß durch die Hand verletzte 12 Jahre alte Oswald Hofmann aus Gleiberg erklärt, daß er und fein Spielkamerad, teer 13 Jahre alte Heinz Burk aus Gleiberg, an­geblich auf einem Abfallhaufen einen alten Trom­melrevolver gefunden hätten. Mit diesem Revolver hätten sie in der Nähe des Bahnkörpers bei Abend- ftern schießen wollen. Bei der Hantierung mit teer Waste ging plötzlich ein Schuß los, der dem 12 Jahre alten Oswald Hofmann die Hand durch­schlug und dem dicht dabeistehend-en 13 Jahre alten Heinz Burk in die Brust eindrang, wo das Ge­schoß in teer Lunge steckenblieb und den alsbaldigen Tod des Knaben zur Folge hatte. Als der Hofmann sah, welches Unglück entstanden ttiar, will er die Waffe in einen Teich der nahegelegenen Ziegelei Abendstern geworfen haben. Noch am gestrigen Tage wurde, um den Revolver zu erlangen, mit mit dem Auspumpen des Teiches begonnen, jedoch konnte bis zum Abend die Waffe-in den Schlamm­schichten noch nicht gefunden werden. Die Leiche des bedauernswerten toten Heinz Burk wurde nach der Sektton zur Bestattung freigegeben, teer mit feinen 12 Jahren noch strafunmündige Hofmann seinen Eltern in Obhut gegeben.

Hätigung" in Tschungking eingetroffen sind. >iefe Hilfe", so schreibt die Tokioter ZeitungNi- 7 Nickst",soll nicht überschätzt werden, aber ab- ,schen von teer Quantität teer Hilfe muß die in C Tschungking-Hilfe ausaedrückte antijapa- ische Haltung teer USA. wirkungsvoll be- fimpft werden."

Frankreichs Bruch mit Moskau.