Samstag, / Sonntag, 2. März Ml
GiehenerAnDger
(Nachdruck, auch mit Ouenangabe, verboten.)
knde Februar 1941.
Der
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chen gesprochen werden:
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Obdach zu finden, bis die g r o
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zurückzuführen ist und die jetzt fchn einfehen, daß sie besser daran getan hätten, in it m Wohnungen
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Der Führer empfing Japans BoMasier.
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Träger der Reichsstraßensammlung für das WHW. sind diesmal die Männer der Parteigliede-
traf Freitag abend in Wien ein. Mit dem Reichs- außenminister ist der Kaiserlich-Japanische Botschafter Hiroshi Oshima in Wien angekommen.
stolzen Bekenntnis eurer sozialistischen Haltung Liebe zum Führer wird.
Registrierkasse reißt nicht (ab. sich die Hände. Ein Hotazi
hön, wenn man arbeiten lassen
Tagesbefehl des Reichsmarschalls an die Lustwaffe.
I.
Lissabon
waiter, garxon" wie uf. Das Klingeln der ie Gastwirte reiben er zu bekommen, ist nterfangen. Immer — alles besetzt
Vom Feinde gefürchtet, von Wett geachtet und bewundert.
DNB. Hauptquartier der Luftwaffe, 1. März. Der Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches und Oberbefehlshaber der Luftwaffe erließ zum 6.Jahrestag der Reugründung der Luftwaffe folgenden Tagesbefehl:
„Soldaten der Luftwaffe! Kameraden!
Am 6. Jahrestag der Reugründu, g der Luftwaffe stehen wir im siegreichen Kampf um Freiheit und Ehre unseres Volkes.
In dem hinter uns liegenden Jahr habt Ihr, meine Kameraden, durch Eure Einsahfreudigkeit und Tapferkeit herrliche Erfolge errungen. Dafür spreche ich Luch Dank und Anerkennung aus.
OerkämpfendenFrontwürdig!
Aufruf zur 6. Reichsstratzensammlung am 1. und 2. März.
Berlin, 28. Febr. (DNB.) Millionen deutscher Männer sind zum letzten entscheidenden Waffengang angetreten. Sein Ausgang wird die Gestaltung der deutschen Zukunft bestimmen.
An ihr mitzuwirken sind aber nicht nur die Soldaten der nationalsozialistischen Wehrmacht berufen, sondern jedes Glied der deutschen Volksgemeinschaft ist beauftragt und verpflichtet, unter Einsatz feiner ganzen Kraft den Endsieg erringen zu helfen.
Die Männer, die bei der kämpfenden Truppe stehen, scheuen kein Opfer. Ihre Liebe zu Deutschland möge den Volksgenossen, die ihrer heimischen Arbeit nachgehen können, Ansporn und Beispiel fein. Die Front soll wissen, daß die Heimatihres Einsatzes wert und wür-
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Aber es ist unsere Ueberzeugung, daß England auch hier die Rolle desjenigen spielt, der zwar dos Böse will, aber schließlich doch das Gute schafft
Der Stellvertteter des Führers aab feiner lieber« zeugung Ausdruck, daß dieser Krieg zu einem wirklichenundlanganhaltendenFrie- d e n führen werde. „Dieser Friede", so erklärte er, „wird für lange Zeit nicht nur das Schicksal der beiden befreundeten kriegführenden Nationen Deutschland und Italien besttmmen, sondern zugleich das vieler benachbarter und befreundeter Völker.
Denn in diesem Kriege gehl es nicht nur um die Zukunft der Achsenmächte und um die von ihnen vertretenen ideellen Werte, sondern nicht zuletzt um die Zukunft Europas und seiner Kulturwelt.
Für diese große Entscheidung sind die Kräfte der beiden führenden Nationen aufs höchste gespannt. Ein Großteil der anderen Nationen Europas steht in Erkenntnis dessen, um was es geht, helfend zur Seite. Dieser Entscheidung sieht Deutschland mit Ruhe und Gelassenheit entgegen, das beweist auch die Abhaltung dieser Winterspiele."
Rudolf Heß betonte, daß zur gleichen Zeit, in der alle Kräfte zur höchsten Kampfesleistung angespannt seien, aus deutschem Boden die Jugend Europas sich zum friedlichen Wettbewerb vereine, die Jugend, die zugleich die Zukunft der Völker darstelle. Diese Jugend lebe in einem Zeitabschnitt, in dem in größtem Ausmaße geschichtliche Entscheidungen fielen, Männer und Völker nicht nur um materielle, sondern vor allem auch um geistige Werte ringen.
Alke, überlebte Ideen und Systeme und deren Träger haben den Kamps entfeffell gegen die Völker, die Reues und Besseres an die Stelle des Allen gesetzt haben.
Für das Neue und Bessere aber hat die Jugend von jeher ein feines Gefühl. Sie hat sich dafür auf allen Gebieten eingesetzt, nicht zuletzt gerade aus dem Gebiet des sportlichen Wettkampfes. In dieser Jugend siegen die Kräfte der Gestaltung über die Kräfte der Beharrung und des Rückschrittes. Wir wissen, schloß der Stellvertreter des Führers, daß diese neuen Ideen selbst in der Jugend der Länder, die augenblicklich im Kriege gegen uns stehen, Fuß gefaßt haben. Ideen, die von der Jugend getragen werden, haben den Sieg für s i ch. Ich grüße in Ihnen die Jugend der Welt!
Mit den ausländischen Ehrengästen wohnte der Stellvertreter des Führers im Anschluß an die
Ihr durch Eure Taten getreu der Ueberlieferung deutschen Soldatentums neuen, unvergänglichen Ruhm an Eure Fahnen geheftet. Das deutsche Volk sieht mit Stolz und Vertrauen auf Euch und begleitet Euch mit heißem Herzen.
In mänlicher Trauer senken wir am heutigen Tage die Fahnen im Gedenken an unsere gefallenen Kameraden. Ihr Opfer ist uns Wohnung und Verpflichtung, den Endsieg zu erringen.
Heil unserem Führer!
Gez.: Göring
Reichsmarschall des Großdeulschen Reiches und Oberbefehlshaber der Luftwaffe.
und eurer
See Yokoi begleitet war.
Eine Abteilung der ^-Leibstandarte erwies bei der An- und Abfahrt die militärischen Ehrenbezeigungen.
♦
Wien, 1. März. (DNB. Funkspruch.) Der Reichsminister des Auswärtigen o. Ribbentrop
Der Stabschef der SA. Lutze, der Reichsführer ff Himmler, der Korpsführer des NSFK. C h r f ft t a n f e n, der Korpsführer des NSKK. Hühnlein.
Olympiakampfstätte, auf der die 400 Angehörigen der ausländischen Gäste und Wettkampfgruppen Aufstellung genommen hatten. Im offenen Viereck standen neben der deutschen Jugend die 13 Abord - nungendereuropäifchenLänder.an der Spitze Italien mit dem Generalvizekommandanten der GIL., Bonamici, und ferner aüch die erst
Dcio und Restauradores von Sprachen, in dem falls vorherrscht. Ein - len, daß an sechs Tischen
Der Giegesmarsch der Ideen der Achse
Der Stellvertreter des Führers spricht zur europäischen Fugend.
Amerika beginnen kann.
Weit ist der Weg vieler Flüchinge: von Polen über Rumänien und das Nittelm r, nach Belgien,
zuschen, daß die Artikel jener $reffewn aufgelegter Schwindel waren Mer es war „schot so, daß jeder, der über etwas Geld und natürlich über Devisen verfügte, keinen anderen Gedanken Ufte, als nur Flucht. Sicher ist sicher, dachte der kleine Spießer; wozu hatte man schließlich die mühsam ersparten Devisen?
Wohin aber? In Spanien suhlte Han sich nicht sicher genug, denn schließlich ist Spamh, ein autoritär regierter Staat, und not triefet Staatsform jDOÜte man ja gerade Reißaus mhki-n Gibt es sonst noch Staaten in Europa-, die ein-m gehetzten westeuropäischen Emigranten ein rnrd •—* n-*•'*- res Asyl bieten können? Portas«!!
dem. Sehr gegen ihren Willen mu en sie einsehen, daß es mit der Macht der westlicher Plutokratten in Europa zu Ende ist. Wie war es do London, Brüssel oder Amsterdam so Geld hatte und die anderen für fit_______
konnte. Wie viele fette Deviferschiekngen und Spe- kulattonen konnten da heimlich ui
estrande Europas
unserem H. H. B - Sonderberichterstatter.
, ü so mancher Sorgen enthebt. Selbst in so kleichn un unbekannten Orten wie Ealdas da Rainla tiib T nar findet man in
Garmisch-Partenkirchen, 28. Februar. (DNB.) Das Treffen der europäischen Jugend in Garmisch-Pattenkirchen erreichte am Freitag mit dem Besuch des Stellvertreters des Führers, Reichs- Minister Rudolf Heß, feinen Höhepunkt, der an der olympischen Stätte zu der Jugend Europas sprach. Zum Empfang des Stellvertreters des Führers hatten sich auf dem Bahnhof der Reichsjugendführer Axmann, der Reichssportführer von Tschammer und 0 st en, der Oberbürgermeister und Kreisleiter SA.-Brigadeführer Scheck und der Stabsführer M ö ck e l eingefunden. Der Stellvertreter des Führers schritt die auf dem Bahnhofsvorplatz angetretenen Ehrenformationen der HI. ab und begab sich, von der Bevölkerung und vornehmlich von der Jugend begeistert begrüßt, in das Ski- Stadion. Im Olympiahaus biefer Kampfftätte stellte der Reichsfugendführer dem Stellvertteter des Führers die Führers der europäischen Jugend vor. Dann begrüßte Reichsminister Rudolf Heß die in Garmisch anwesenden diplomatischen Vertreter, an deren Spitze den ehemaligen Staatsjugendführer Portugals und jetzigen Gesandten in Berlin, Nobre Gue- des.
Dann betrat der Stellvertteter des Führers die
Berchtesgaden, 28. Februar. (DNB.)
Führer empfing auf dem Berghof in Gegenwatt des Reichsministers des Auswärtigen v. Ribbentrop zur Uederreichung feines Beglcmbigungs-. jmu uiuuuu uit ^umiu
schreibens den neuerannten Kaiserlich-Japanischen | rungen. Gebt ihnen gern und reichlich und seid be- Botschafter Hiroshi 0 s h i m a, der vom Gesandten sorgt, daß das Ergebnis der Sammlung zu einem Sakuma, Botschaftsrat Käse, Militärattache Gene- stolzen Bekenntnis eurer national- ralleutnant Banzai und Makineattache Kapitän zur
zem nicht daran dachten, laß sie nm al in portugiesischen Provinzhotels heiumsitzei würden. Ausgerechnet Portugal! — wird mandr von ihnen denken und im Stillen dem portugie chen Staat dankbar fein, der es ihm vergönnt,
(91. Jahrgang Ur. 5(
Erschein! täglich, außer Sonntags und fteiertanS Beilagen: Die Illustrierte Gießener Fmmilienblätter Heimat tmBild DieScbolle
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Noch vor Jahresfrist kor! man in den Reisebüros und auf den Bahnsen der ganzen Welt sehen, diezumBe -
Vorabend eingetroffene japanische Abordnung.
Der Stellvertreter des Führers
gab dann in feiner Ansprache feiner Freude darüber Ausdruck, eine so stattliche Auswahl' der Iugeicki einer großen Zahl von Nationen begrüßen zu können. Er verwies auf die olympischen Spiele 1936, die den Beweis dafür erbracht haben, daß die innere Kraft und die innere Haltung der Völker auch im fttedlichen Wettbewerb ihren Ausdruck finden können. „Der Deutsche", so sagte der Stellvertteter des Führers, „verband mit diesen Spielen ganz besonders die Hoffnung auf eine Festigung der friedlichen Beziehungen der Völker.
Ls war Deutschlands Wunsch, daß die zwischen den Nationen schwebenden Fragen in dem Geist gelöst würden, in dem die Jugend der Volker sich im sportlichen Wettkampf zusammen- gefunden hatte. Diese unsere Hoffnung hat sich nicht erfüllt. England hat es anders gewollt.
Nun aber behauptet sich Deutschland nicht nur, Großdeutschland ist vielmehr in diesem Kriege feit dem ersten Schuß bis heute unausgesetzt stärker geworden. Keinerlei Kriegskraft ist unersetzbar verbraucht, manche Art von Kriegsreserve ist unerhört vermehrt. Die Handlungsfreiheit der deutschen Kriegführung ist so gut wie unbeschränkt. Die augenblicklichen Schwierigkeiten unseres Verbündeten im Mittelmeerraum sind, verglichen mit der gewaltigen deutschen Bereitschaft, unbesorglich. „Wir sind auf jede nur vorstellbare Eventualität d o r b e r e ite t", sagte am 30.Januar der Führer. Eine Formulierung, die ganz befon^eis geeig- war, Vertrauen auszustrahlen. Sie schaltet bin w Wunschvorstettunaen, die immer umlaufen, aus und begreift statt dessen auch unbequeme Möglichkeiten ein. Sie vermeidet die schweren Schätzungsfehler der Westtnächte, von denen wir sprachen und die wesentlich zum Ausbruch des heutigen Krieges beigetragen haben. Vor allem macht ein solches sorgfältiges und vorurteilsfreies Kalkül an führender Stelle
nur in wirklichdri
Portugal zu reifen/ TßarJ gerade der englische Text- „Strangers are in\i:d not to come to Portugal“ in einer besonders nbrucksvollen lakonischen Kurze abgefaßt ist, ist nick ahne weiteres einzusehen.
Wie erklärt sich dieser Wiche Umschwung? Früher wurden die ausländis n Reisenden mit offenen Armen begrüßt, und füihren Besuch wurde mit allen Mitteln nzoderner Ppaganda geworden, und jetzt schließt sich Portuga ngstlich ab und versucht oen Zustrom von Fremi gewaltig zu drosseln.
" ' ‘ dennoch gelingt, in Por-
Mi dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Berlin, 28. Febr. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Großadmiral Raeder, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Kapitän zur See M e i s e l, Kapitänleutnant M o e h l e , Kapitänleutnant Lehmann- W i l l e n b r o ck und Oberleutnant zur See T o e - n ig e s.
Kapitän z. S. Meise! hat als Kommandant eines in überseeischen Gewässern operierenden deutschen Kreuzers 86 000 BNT. feindlichen bzw. dem Feind nutzbaren Handelsschiffsraum versenkt. Dem Schneid und der Tatkraft des Kommandanten sowie seiner vorbildlichen Besatzung ist dieser ausgezeichnete Erfolg zu verdanken.
Kapitänleutnant M o e h l e hat als Kommandant eines Unterseebootes insgefamt 19 bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit 111943 BRT. versenkt. Auf mehreren Unternehmungen, die ihn teilweife bis dicht unter die englische Küste führten, hat er durch seinen ständigen Ängriffsgeist und seine kühne Tatkraft mit seiner Besatzung diesen glänzenden Erfolg .erzielt.
Kapitänleutnant Lehmann-Willenbrock, Kommandant eines Unterseebootes, hat bisher 14 bewaffnete feinblicbe Handelsschiffe mit insgesamt 125 580 BRT. versenkt, darunter einen zur Sicherung eines Geleitzuges eingesetzten großen feindlichen Hilfskreuzer. Diesen glänzenden Erfolg erzielte der Kommandant durch sein stürmisches Draufgängertum und sein hervorragendes Können. Mit dem Kommandanten wird zugleich die Besatzung ausgezeichnet. Mit Kapitän Lehmann-Willenbrock wurde der 25. Angehörige der U-Bootwafse mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Oberleutnant' z. S. Toeniges, Kommandant in einer Schnellbootflottille, hat fein Boot schneidig und erfolgreich geführt. Er versenkte bisher fünf Dampfer mit über 38 000 BRT. feindlichen bzw. dem Feind nutzbaren Handelsschiftsraum. zum Teil unter schwierigsten Witterungsverhältnissen. Dieser hervorragende Erfolg ist allein der zähen Entschlossenheit, Kühnheit und Einsatzfreudigkeit des Schnell- bootkommanüunten zu verdanken,
Bestrafter Mißbrauch der Macht.
Von General der Artillerie z. V. von Metzsch.
Wer sich.erheitern will, lese unbekümmert formulierte Urteile führender Engländer über die USA. oder führender Amerikaner über England nach. Beides in zuverlässigen Arbeiten aus der Zeit kurz vor dem Weltkriege oder vor dem Beitritt der USA. zum Feindbund. Man wird dann an solchen, vertraulich ausgesprochenen Werturteilen unmißver» tändlich erkennen, wie lange schon der Amerikaner ich als der berufene Erbe des britischen Empire ge- ühlt und der Engländer Frankreich als eine ab« teigendeM ach t betrachtet hat. Was freilich den Amerikaner nicht hinderte, eine militärische Niederlage Englands für unerwünscht zu halten. Aber die kommerzielle, industrielle und intellektuelle lieber- flügelung Englands durch Deutschland gehörte als wahrscheinliche Eventualität durchaus in den us-amerikanischen Gedankenkreis. Auch das niedergehende Frankreich durfte, nach englischer Auffassung, nicht militärisch geschlagen werden. Aber, daß es trotzdem einer Niederlage entgegenzureifen schien, war die Ansicht zahlreicher Engländer von lieber« blick und Format. Jedenfalls erscheint in allen diesen unbefangenen Gesprächen unter vier Augen, insoweit uns dergleichen zuverlässig überliefert ist, Deutschland als die europäische Zukunftskraft, die der Angelsachse als einzige ernst zu nehmen habe.
Wer wollte heute noch bestreiten, daß diese Propheten nur allzu richtig in die Zukunft gesehen haben! Aber sie galten nichts in ihrem Daterlande. Ober sie folgerten daraus nicht, daß man zu einem mo- dus vivendi mit Deutschland kommen müsse. Oder, diese Doppeleinsicht setzte sich nicht durch. Es triumphierte die Fehlschätzung als Wunschoorstellung oder die negative Losung: Niederschlagung Deutschlands als scheinbar bestes Mittel, sich selbst zu behaupten.
lender Stern der Hoffnung tauchte dieser Name aus dunklen Erinnerungen an farbige Plakate hervor. Und so begann ganz allmählich nach der Vernichtung Polens die Einwanderung nach Portugal. Anfangs war es nur ein dünner Strom von Reisenden, der in das gelobte Land am Atlantik eindrang. Meist waren es Leute mit klangvollen Namen, Angehörige von regierenden oder abgesetzten Herrscherhäusern, in großen Luxuslimusinen mit Sekretären und Dienerschaft oder die ungekrönten, dafür aber effektiven Machthaber an den Börsen von Paris, London, Amsterdam.
dann nach Frankreich, von dort 11 schließlich im letzten Winkel Euro zu landen. Andere tarnen von lorwegen, über England und Frankreich. Fast al hatten sie geglaubt, in England oder Frankrei sicher und weit vom Schuß zu sitzen, so wie sie bam s dem britischen Hilfeversprechen an Polen geglaubtiatfen. Der heilsame Schrecken vor der Allgegenw:t der deutschen Wehrmacht sitzt vielen von ihnen ich in den Glie-
Kundgebung einem Schauspringen auf der Großen Olympiaschanze und eissportlichen Vorführungen tm Olympia-Stadion bei. Am Schluß der Vorsührun- gen sprach der Stellvertreter des Führers den sreudestrahlenden Reichsfiegern seine Anerkennung für chre Leistungen aus.
-eä« General-Anzeiger für Oberhessen vxr
tätigt werden. Wie gut hatte ma es erst, wenn man als Jude ober Freimaurer Be< Hungen zu den berühmten „einflußreichen Persönli! eiten" hatte.
Dennoch ist die Zahl jener Eler nte, denen ihr schlechtes Gewissen keine Ruhe lieg klein im Vergleich mit anderen, deren Flucht n r
jetzt schließt sich Portuga Den Zustrom von Frem Nun, jeder Reisende, dem , M tugal einzudringen, wirdchnell genug den Grund dieses Frontwechsels vers en. Er wird mit Erstaunen feftftellen, daß Lissa eine interna t i o •
in Lissabon kein einfache wieder muß man „tudo beio — hören. Zahllos sind tri) PHathaushalte, oder zwei Zimmer an Fiemdqvermietet haben.
Dieser Fremdenstrom eschrvkt sich feinesroe^s auf die Hauptstadt. Auch bie ! ideotte wie Estonl, Figueira da Foz und Espnho Iben einen Zuspruch tm Winter, der die Hotel esitzei'
der eigenen Dummheit. Denn schli gich hätte ein bißchen gesunder Menschenverstand nügt, um ein- Hn aufgelegter t so, daß jeder,
im besetzten ober unbesetzten Frank ich, in Belgien, Holland ober Norwegen zu bleien. Vermutlich hätte ihnen niemand ein Haar gek mmt. Sie verdanken ihr jetziges Flüchtlingslchicks der Hetze der einsttgen demokratischen Presse, wo ach die Soldaten des Dritten Reiches überall c > Raubmörder
büros und auf den Bahnien Der ganzen -äsen farbenfreudige Plakate hän; sehen, d e zum Be- suchPortuaals aufsor ten. „Die Sonne ladet Sie ein in das Sonnen d — Portugal feiert 800 Jahre seiner Geschieht — Sonne und Meer; Friede und Ordnung — tugal hat sich für Sie geschmückt", so und ähnlich tuteten die Unterschriften zu den geschmackvoll Bildern, auf denen Sonne, Meer, Ochsenwage und Klöster ein fröhliches Durcheinander bilde». Heute ist das anders geworden. Hier und da fien sich wohl noch Plakate der oben geschilderten tt, aber wchl nur, weil man vergessen hat, sie ab, eifeen. Denn wer heute ein portugiesisches Konsulc betritt, bemerkt zunächst einmal große Schilder, c denen in allen Weltsprachen von Reisen nack Portugal abgeraten wirb, etwa in der Art: „5 lländer werden gebeten, enden Fällen nach [eraöe der englische
etwa acht verschiedene Sp chen gesprochen werden: französisch, englisch, beutsfjpanisch, holländisch, portugiesisch, italienisch, pcttsch, tschechisch, bis zum unverfälschten jiddisch. K» Nordländerinnen fitzen neben eifrig gestikulieren« Spanierinnen, würdige „Mijnheers" unterhalten h mühsam mit korrekten französischen Spitzbattttärn, deren Begleiterinnen einen ganzen Hofstaat vo tadellos gekleideten Portugiesen um sich üerfamnf'u» Tas l->-schäft blüht. Die Kellner hören genau, sq gut (bzw. reagieren ebensowenig) auf „Herr auf den ortsüblichen „bfi


