Ausgabe 
2.3.1941
 
Einzelbild herunterladen

Samstag, / Sonntag, 2. März Ml

GiehenerAnDger

(Nachdruck, auch mit Ouenangabe, verboten.)

knde Februar 1941.

Der

ft. An den zahlreichen

chen gesprochen werden:

Nordländerinnen fitzen

;iul

lige

die ein

den Hotels zahlreiche Aw lande

die noch vor kur.

Obdach zu finden, bis die g r o

ch Spanien, um

!S, in Portugal,

hatten sie ge-

einst in Paris,

öffentlich ge­

ll u f Angst

zurückzuführen ist und die jetzt fchn einfehen, daß sie besser daran getan hätten, in it m Wohnungen

am

und Wüsttinge einziehen würden, u

ja und

s und siche­

re ein strah.

Der Führer empfing Japans BoMasier.

n a l e Stadt gewordeü Gaststätten rund um den herrscht ein Durcheinand Las Portugiesische fei Sprachkundiger dürfte fest­

er vorläufig ein 2 Reise nach

der habt

dig ist.

Träger der Reichsstraßensammlung für das WHW. sind diesmal die Männer der Parteigliede-

traf Freitag abend in Wien ein. Mit dem Reichs- außenminister ist der Kaiserlich-Japanische Botschaf­ter Hiroshi Oshima in Wien angekommen.

stolzen Bekenntnis eurer sozialistischen Haltung Liebe zum Führer wird.

Registrierkasse reißt nicht (ab. sich die Hände. Ein Hotazi

hön, wenn man arbeiten lassen

Tagesbefehl des Reichsmarschalls an die Lustwaffe.

I.

Lissabon

waiter, garxon" wie uf. Das Klingeln der ie Gastwirte reiben er zu bekommen, ist nterfangen. Immer alles besetzt

Vom Feinde gefürchtet, von Wett geachtet und bewundert.

DNB. Hauptquartier der Luftwaffe, 1. März. Der Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches und Oberbefehlshaber der Luftwaffe erließ zum 6.Jahrestag der Reugründung der Luftwaffe folgenden Tagesbefehl:

Soldaten der Luftwaffe! Kameraden!

Am 6. Jahrestag der Reugründu, g der Luftwaffe stehen wir im siegreichen Kampf um Freiheit und Ehre unseres Volkes.

In dem hinter uns liegenden Jahr habt Ihr, meine Kameraden, durch Eure Einsahfreudigkeit und Tapferkeit herrliche Erfolge errun­gen. Dafür spreche ich Luch Dank und Anerken­nung aus.

OerkämpfendenFrontwürdig!

Aufruf zur 6. Reichsstratzensammlung am 1. und 2. März.

Berlin, 28. Febr. (DNB.) Millionen deutscher Männer sind zum letzten entscheidenden Waffengang angetreten. Sein Ausgang wird die Gestaltung der deutschen Zukunft bestimmen.

An ihr mitzuwirken sind aber nicht nur die Sol­daten der nationalsozialistischen Wehrmacht berufen, sondern jedes Glied der deutschen Volksgemeinschaft ist beauftragt und verpflichtet, unter Einsatz feiner ganzen Kraft den Endsieg erringen zu helfen.

Die Männer, die bei der kämpfenden Truppe stehen, scheuen kein Opfer. Ihre Liebe zu Deutsch­land möge den Volksgenossen, die ihrer heimischen Arbeit nachgehen können, Ansporn und Beispiel fein. Die Front soll wissen, daß die Heimatihres Einsatzes wert und wür-

Annabme von "Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8'/» Uhr des Bormittags

Anreigen-Vreise:

Anzeigenteil 7 Rpf. ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbrette

Nachlässe:

Wiederholung Malstaffell Abschlüsse MengenstaffelL Plavvorschritt (vorherige Vereinbarung) 25% mehr

Aber es ist unsere Ueberzeugung, daß England auch hier die Rolle desjenigen spielt, der zwar dos Böse will, aber schließlich doch das Gute schafft

Der Stellvertteter des Führers aab feiner lieber« zeugung Ausdruck, daß dieser Krieg zu einem wirklichenundlanganhaltendenFrie- d e n führen werde.Dieser Friede", so erklärte er, wird für lange Zeit nicht nur das Schicksal der beiden befreundeten kriegführenden Nationen Deutschland und Italien besttmmen, sondern zugleich das vieler benachbarter und befreundeter Völker.

Denn in diesem Kriege gehl es nicht nur um die Zukunft der Achsenmächte und um die von ihnen vertretenen ideellen Werte, sondern nicht zuletzt um die Zukunft Europas und seiner Kulturwelt.

Für diese große Entscheidung sind die Kräfte der beiden führenden Nationen aufs höchste gespannt. Ein Großteil der anderen Nationen Europas steht in Erkenntnis dessen, um was es geht, helfend zur Seite. Dieser Entscheidung sieht Deutschland mit Ruhe und Gelassenheit entgegen, das beweist auch die Abhaltung dieser Winterspiele."

Rudolf Heß betonte, daß zur gleichen Zeit, in der alle Kräfte zur höchsten Kampfesleistung angespannt seien, aus deutschem Boden die Jugend Europas sich zum friedlichen Wettbewerb vereine, die Jugend, die zugleich die Zukunft der Völker darstelle. Diese Ju­gend lebe in einem Zeitabschnitt, in dem in größ­tem Ausmaße geschichtliche Entscheidungen fielen, Männer und Völker nicht nur um materielle, sondern vor allem auch um geistige Werte ringen.

Alke, überlebte Ideen und Systeme und deren Träger haben den Kamps entfeffell gegen die Völker, die Reues und Besseres an die Stelle des Allen gesetzt haben.

Für das Neue und Bessere aber hat die Jugend von jeher ein feines Gefühl. Sie hat sich dafür auf allen Gebieten eingesetzt, nicht zuletzt gerade aus dem Gebiet des sportlichen Wettkampfes. In dieser Ju­gend siegen die Kräfte der Gestaltung über die Kräfte der Beharrung und des Rückschrittes. Wir wissen, schloß der Stellvertreter des Führers, daß diese neuen Ideen selbst in der Jugend der Länder, die augenblicklich im Kriege gegen uns stehen, Fuß gefaßt haben. Ideen, die von der Jugend getragen werden, haben den Sieg für s i ch. Ich grüße in Ihnen die Jugend der Welt!

Mit den ausländischen Ehrengästen wohnte der Stellvertreter des Führers im Anschluß an die

Ihr durch Eure Taten getreu der Ueberlieferung deutschen Soldatentums neuen, unvergänglichen Ruhm an Eure Fahnen geheftet. Das deutsche Volk sieht mit Stolz und Vertrauen auf Euch und begleitet Euch mit heißem Herzen.

In mänlicher Trauer senken wir am heutigen Tage die Fahnen im Gedenken an unsere gefalle­nen Kameraden. Ihr Opfer ist uns Wohnung und Verpflichtung, den Endsieg zu erringen.

Heil unserem Führer!

Gez.: Göring

Reichsmarschall des Großdeulschen Reiches und Oberbefehlshaber der Luftwaffe.

und eurer

See Yokoi begleitet war.

Eine Abteilung der ^-Leibstandarte erwies bei der An- und Abfahrt die militärischen Ehrenbezeigungen.

Wien, 1. März. (DNB. Funkspruch.) Der Reichsminister des Auswärtigen o. Ribbentrop

Der Stabschef der SA. Lutze, der Reichsführer ff Himmler, der Korpsführer des NSFK. C h r f ft t a n f e n, der Korpsführer des NSKK. Hühnlein.

Olympiakampfstätte, auf der die 400 Angehörigen der ausländischen Gäste und Wettkampfgruppen Auf­stellung genommen hatten. Im offenen Viereck stan­den neben der deutschen Jugend die 13 Abord - nungendereuropäifchenLänder.an der Spitze Italien mit dem Generalvizekommandanten der GIL., Bonamici, und ferner aüch die erst

Dcio und Restauradores von Sprachen, in dem falls vorherrscht. Ein - len, daß an sechs Tischen

Der Giegesmarsch der Ideen der Achse

Der Stellvertreter des Führers spricht zur europäischen Fugend.

Amerika beginnen kann.

Weit ist der Weg vieler Flüchinge: von Polen über Rumänien und das Nittelm r, nach Belgien,

zuschen, daß die Artikel jener $reffewn aufgelegter Schwindel waren Mer es warschot so, daß jeder, der über etwas Geld und natürlich über Devisen verfügte, keinen anderen Gedanken Ufte, als nur Flucht. Sicher ist sicher, dachte der kleine Spießer; wozu hatte man schließlich die mühsam ersparten Devisen?

Wohin aber? In Spanien suhlte Han sich nicht sicher genug, denn schließlich ist Spamh, ein autori­tär regierter Staat, und not triefet Staatsform jDOÜte man ja gerade Reißaus mhki-n Gibt es sonst noch Staaten in Europa-, die ein-m gehetzten westeuropäischen Emigranten ein rnrd* n-*'*- res Asyl bieten können? Portas«!!

dem. Sehr gegen ihren Willen mu en sie einsehen, daß es mit der Macht der westlicher Plutokratten in Europa zu Ende ist. Wie war es do London, Brüssel oder Amsterdam so Geld hatte und die anderen für fit_______

konnte. Wie viele fette Deviferschiekngen und Spe- kulattonen konnten da heimlich ui

estrande Europas

unserem H. H. B - Sonderberichterstatter.

, ü so mancher Sorgen enthebt. Selbst in so kleichn un unbekannten Orten wie Ealdas da Rainla tiib T nar findet man in

Garmisch-Partenkirchen, 28. Februar. (DNB.) Das Treffen der europäischen Jugend in Garmisch-Pattenkirchen erreichte am Freitag mit dem Besuch des Stellvertreters des Führers, Reichs- Minister Rudolf Heß, feinen Höhepunkt, der an der olympischen Stätte zu der Jugend Europas sprach. Zum Empfang des Stellvertreters des Füh­rers hatten sich auf dem Bahnhof der Reichsjugend­führer Axmann, der Reichssportführer von Tschammer und 0 st en, der Oberbürgermeister und Kreisleiter SA.-Brigadeführer Scheck und der Stabsführer M ö ck e l eingefunden. Der Stellver­treter des Führers schritt die auf dem Bahnhofs­vorplatz angetretenen Ehrenformationen der HI. ab und begab sich, von der Bevölkerung und vornehm­lich von der Jugend begeistert begrüßt, in das Ski- Stadion. Im Olympiahaus biefer Kampfftätte stellte der Reichsfugendführer dem Stellvertteter des Füh­rers die Führers der europäischen Jugend vor. Dann begrüßte Reichsminister Rudolf Heß die in Garmisch anwesenden diplomatischen Vertreter, an deren Spitze den ehemaligen Staatsjugendführer Portu­gals und jetzigen Gesandten in Berlin, Nobre Gue- des.

Dann betrat der Stellvertteter des Führers die

Berchtesgaden, 28. Februar. (DNB.)

Führer empfing auf dem Berghof in Gegenwatt des Reichsministers des Auswärtigen v. Ribben­trop zur Uederreichung feines Beglcmbigungs-. jmu uiuuuu uit ^umiu

schreibens den neuerannten Kaiserlich-Japanischen | rungen. Gebt ihnen gern und reichlich und seid be- Botschafter Hiroshi 0 s h i m a, der vom Gesandten sorgt, daß das Ergebnis der Sammlung zu einem Sakuma, Botschaftsrat Käse, Militärattache Gene- stolzen Bekenntnis eurer national- ralleutnant Banzai und Makineattache Kapitän zur

zem nicht daran dachten, laß sie nm al in portugie­sischen Provinzhotels heiumsitzei würden. Ausge­rechnet Portugal! wird mandr von ihnen den­ken und im Stillen dem portugie chen Staat dank­bar fein, der es ihm vergönnt,

(91. Jahrgang Ur. 5(

Erschein! täglich, außer Sonntags und fteiertanS Beilagen: Die Illustrierte Gießener Fmmilienblätter Heimat tmBild DieScbolle

Mvnats-Bezugsvreis:

Mit 4 Beilagen NM. 1.95 Ohne Illustrierte 1.80 Zustellgebühr.. -.25 auck bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

Fernsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift-.Anzeiger" Postscheck 116s« Tranks. M

Noch vor Jahresfrist kor! man in den Reise­büros und auf den Bahnsen der ganzen Welt sehen, diezumBe -

Vorabend eingetroffene japanische Abordnung.

Der Stellvertreter des Führers

gab dann in feiner Ansprache feiner Freude darüber Ausdruck, eine so stattliche Auswahl' der Iugeicki einer großen Zahl von Nationen begrüßen zu kön­nen. Er verwies auf die olympischen Spiele 1936, die den Beweis dafür erbracht haben, daß die innere Kraft und die innere Haltung der Völker auch im fttedlichen Wettbewerb ihren Ausdruck finden kön­nen.Der Deutsche", so sagte der Stellvertteter des Führers,verband mit diesen Spielen ganz beson­ders die Hoffnung auf eine Festigung der friedlichen Beziehungen der Völker.

Ls war Deutschlands Wunsch, daß die zwi­schen den Nationen schwebenden Fragen in dem Geist gelöst würden, in dem die Jugend der Volker sich im sportlichen Wettkampf zusammen- gefunden hatte. Diese unsere Hoffnung hat sich nicht erfüllt. England hat es anders gewollt.

Nun aber behauptet sich Deutschland nicht nur, Großdeutschland ist vielmehr in diesem Kriege feit dem ersten Schuß bis heute unausgesetzt stärker geworden. Keinerlei Kriegskraft ist unersetzbar ver­braucht, manche Art von Kriegsreserve ist unerhört vermehrt. Die Handlungsfreiheit der deutschen Krieg­führung ist so gut wie unbeschränkt. Die augenblick­lichen Schwierigkeiten unseres Verbündeten im Mit­telmeerraum sind, verglichen mit der gewaltigen deutschen Bereitschaft, unbesorglich.Wir sind auf jede nur vorstellbare Eventualität d o r b e r e ite t", sagte am 30.Januar der Führer. Eine Formulierung, die ganz befon^eis geeig- war, Vertrauen auszustrahlen. Sie schaltet bin w Wunschvorstettunaen, die immer umlaufen, aus und begreift statt dessen auch unbequeme Möglichkeiten ein. Sie vermeidet die schweren Schätzungsfehler der Westtnächte, von denen wir sprachen und die wesent­lich zum Ausbruch des heutigen Krieges beigetra­gen haben. Vor allem macht ein solches sorgfältiges und vorurteilsfreies Kalkül an führender Stelle

nur in wirklichdri

Portugal zu reifen/ TßarJ gerade der englische Text-Strangers are in\i:d not to come to Por­tugal in einer besonders nbrucksvollen lakonischen Kurze abgefaßt ist, ist nick ahne weiteres einzusehen.

Wie erklärt sich dieser Wiche Umschwung? Frü­her wurden die ausländis n Reisenden mit offenen Armen begrüßt, und füihren Besuch wurde mit allen Mitteln nzoderner Ppaganda geworden, und jetzt schließt sich Portuga ngstlich ab und versucht oen Zustrom von Fremi gewaltig zu drosseln.

" ' dennoch gelingt, in Por-

Mi dem Ritterkreuz ausgezeichnet.

Berlin, 28. Febr. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Großadmiral Raeder, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Kapitän zur See M e i s e l, Kapitän­leutnant M o e h l e , Kapitänleutnant Lehmann- W i l l e n b r o ck und Oberleutnant zur See T o e - n ig e s.

Kapitän z. S. Meise! hat als Kommandant eines in überseeischen Gewässern operierenden deut­schen Kreuzers 86 000 BNT. feindlichen bzw. dem Feind nutzbaren Handelsschiffsraum versenkt. Dem Schneid und der Tatkraft des Kommandanten so­wie seiner vorbildlichen Besatzung ist dieser ausge­zeichnete Erfolg zu verdanken.

Kapitänleutnant M o e h l e hat als Kommandant eines Unterseebootes insgefamt 19 bewaffnete feind­liche Handelsschiffe mit 111943 BRT. versenkt. Auf mehreren Unternehmungen, die ihn teilweife bis dicht unter die englische Küste führten, hat er durch seinen ständigen Ängriffsgeist und seine kühne Tat­kraft mit seiner Besatzung diesen glänzenden Erfolg .erzielt.

Kapitänleutnant Lehmann-Willenbrock, Kommandant eines Unterseebootes, hat bisher 14 bewaffnete feinblicbe Handelsschiffe mit insgesamt 125 580 BRT. versenkt, darunter einen zur Siche­rung eines Geleitzuges eingesetzten großen feind­lichen Hilfskreuzer. Diesen glänzenden Erfolg erzielte der Kommandant durch sein stürmisches Draufgänger­tum und sein hervorragendes Können. Mit dem Kommandanten wird zugleich die Besatzung ausge­zeichnet. Mit Kapitän Lehmann-Willenbrock wurde der 25. Angehörige der U-Bootwafse mit dem Rit­terkreuz ausgezeichnet.

Oberleutnant' z. S. Toeniges, Kommandant in einer Schnellbootflottille, hat fein Boot schneidig und erfolgreich geführt. Er versenkte bisher fünf Dampfer mit über 38 000 BRT. feindlichen bzw. dem Feind nutzbaren Handelsschiftsraum. zum Teil unter schwierigsten Witterungsverhältnissen. Dieser hervorragende Erfolg ist allein der zähen Entschlos­senheit, Kühnheit und Einsatzfreudigkeit des Schnell- bootkommanüunten zu verdanken,

Bestrafter Mißbrauch der Macht.

Von General der Artillerie z. V. von Metzsch.

Wer sich.erheitern will, lese unbekümmert formu­lierte Urteile führender Engländer über die USA. oder führender Amerikaner über England nach. Beides in zuverlässigen Arbeiten aus der Zeit kurz vor dem Weltkriege oder vor dem Beitritt der USA. zum Feindbund. Man wird dann an solchen, ver­traulich ausgesprochenen Werturteilen unmißver» tändlich erkennen, wie lange schon der Amerikaner ich als der berufene Erbe des britischen Empire ge- ühlt und der Engländer Frankreich als eine ab« teigendeM ach t betrachtet hat. Was freilich den Amerikaner nicht hinderte, eine militärische Nieder­lage Englands für unerwünscht zu halten. Aber die kommerzielle, industrielle und intellektuelle lieber- flügelung Englands durch Deutschland gehörte als wahrscheinliche Eventualität durchaus in den us-amerikanischen Gedankenkreis. Auch das nieder­gehende Frankreich durfte, nach englischer Auffassung, nicht militärisch geschlagen werden. Aber, daß es trotzdem einer Niederlage entgegenzureifen schien, war die Ansicht zahlreicher Engländer von lieber« blick und Format. Jedenfalls erscheint in allen die­sen unbefangenen Gesprächen unter vier Augen, insoweit uns dergleichen zuverlässig überliefert ist, Deutschland als die europäische Zukunftskraft, die der Angelsachse als einzige ernst zu nehmen habe.

Wer wollte heute noch bestreiten, daß diese Prophe­ten nur allzu richtig in die Zukunft gesehen haben! Aber sie galten nichts in ihrem Daterlande. Ober sie folgerten daraus nicht, daß man zu einem mo- dus vivendi mit Deutschland kommen müsse. Oder, diese Doppeleinsicht setzte sich nicht durch. Es trium­phierte die Fehlschätzung als Wunschoorstellung oder die negative Losung: Niederschlagung Deutschlands als scheinbar bestes Mittel, sich selbst zu behaupten.

lender Stern der Hoffnung tauchte dieser Name aus dunklen Erinnerungen an farbige Plakate hervor. Und so begann ganz allmählich nach der Vernich­tung Polens die Einwanderung nach Por­tugal. Anfangs war es nur ein dünner Strom von Reisenden, der in das gelobte Land am Atlantik eindrang. Meist waren es Leute mit klangvollen Namen, Angehörige von regierenden oder abgesetz­ten Herrscherhäusern, in großen Luxuslimusinen mit Sekretären und Dienerschaft oder die ungekrönten, dafür aber effektiven Machthaber an den Börsen von Paris, London, Amsterdam.

dann nach Frankreich, von dort 11 schließlich im letzten Winkel Euro zu landen. Andere tarnen von lorwegen, über England und Frankreich. Fast al hatten sie ge­glaubt, in England oder Frankrei sicher und weit vom Schuß zu sitzen, so wie sie bam s dem britischen Hilfeversprechen an Polen geglaubtiatfen. Der heil­same Schrecken vor der Allgegenw:t der deutschen Wehrmacht sitzt vielen von ihnen ich in den Glie-

Kundgebung einem Schauspringen auf der Großen Olympiaschanze und eissportlichen Vorführungen tm Olympia-Stadion bei. Am Schluß der Vorsührun- gen sprach der Stellvertreter des Führers den sreudestrahlenden Reichsfiegern seine Anerkennung für chre Leistungen aus.

-« General-Anzeiger für Oberhessen vxr

tätigt werden. Wie gut hatte ma es erst, wenn man als Jude ober Freimaurer Be< Hungen zu den berühmteneinflußreichen Persönli! eiten" hatte.

Dennoch ist die Zahl jener Eler nte, denen ihr schlechtes Gewissen keine Ruhe lieg klein im Ver­gleich mit anderen, deren Flucht n r

jetzt schließt sich Portuga Den Zustrom von Frem Nun, jeder Reisende, dem , M tugal einzudringen, wirdchnell genug den Grund dieses Frontwechsels vers en. Er wird mit Erstau­nen feftftellen, daß Lissa eine interna t i o

in Lissabon kein einfache wieder muß mantudo beio hören. Zahllos sind tri) PHathaushalte, oder zwei Zimmer an Fiemdqvermietet haben.

Dieser Fremdenstrom eschrvkt sich feinesroe^s auf die Hauptstadt. Auch bie ! ideotte wie Estonl, Figueira da Foz und Espnho Iben einen Zuspruch tm Winter, der die Hotel esitzei'

der eigenen Dummheit. Denn schli gich hätte ein bißchen gesunder Menschenverstand nügt, um ein- Hn aufgelegter t so, daß jeder,

im besetzten ober unbesetzten Frank ich, in Belgien, Holland ober Norwegen zu bleien. Vermutlich hätte ihnen niemand ein Haar gek mmt. Sie ver­danken ihr jetziges Flüchtlingslchicks der Hetze der einsttgen demokratischen Presse, wo ach die Solda­ten des Dritten Reiches überall c > Raubmörder

büros und auf den Bahnien Der ganzen -äsen farbenfreudige Plakate hän; sehen, d e zum Be- suchPortuaals aufsor ten.Die Sonne ladet Sie ein in das Sonnen d Portugal feiert 800 Jahre seiner Geschieht Sonne und Meer; Friede und Ordnung tugal hat sich für Sie geschmückt", so und ähnlich tuteten die Unterschrif­ten zu den geschmackvoll Bildern, auf denen Sonne, Meer, Ochsenwage und Klöster ein fröh­liches Durcheinander bilde». Heute ist das anders geworden. Hier und da fien sich wohl noch Pla­kate der oben geschilderten tt, aber wchl nur, weil man vergessen hat, sie ab, eifeen. Denn wer heute ein portugiesisches Konsulc betritt, bemerkt zunächst einmal große Schilder, c denen in allen Welt­sprachen von Reisen nack Portugal abgeraten wirb, etwa in der Art:5 lländer werden gebeten, enden Fällen nach [eraöe der englische

etwa acht verschiedene Sp chen gesprochen werden: französisch, englisch, beutsfjpanisch, holländisch, por­tugiesisch, italienisch, pcttsch, tschechisch, bis zum unverfälschten jiddisch. K» Nordländerinnen fitzen neben eifrig gestikulieren« Spanierinnen, würdige Mijnheers" unterhalten h mühsam mit korrekten französischen Spitzbattttärn, deren Begleiterinnen einen ganzen Hofstaat vo tadellos gekleideten Por­tugiesen um sich üerfamnf'u» Tas l->-schäft blüht. Die Kellner hören genau, sq gut (bzw. reagieren ebensowenig) aufHerr auf den ortsüblichenbfi