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bours (des großen Kriegshafens auf Oahu, Hawaii

Rede. ,La Razon" hebt die Ankündigung des Blitze

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Japan auf feiner Seite des tut. In diesem m;rs hnhnr<+» homi«ion hi» Höitunnon mtf

iapan auf seiner

des Pazifik tut." In diesem

wird dadurch bewiesen, daß die Zeitungen auf den

ein Geschichtsschreiber späterer Zei, Worte fassen kann, was hier z. B.

bei den Bildern

mit diesen Kamwfbildern selbst auch der Sinn des Kampfes zum Erlebnis ohnegleichen.

Dies zeige, daß man japanischerseits versucht habe, unparteiisch und im Interesse beider Staaten eine Lösung zu finden.Tokio Asahi Schimbun" schreibt, die Bevölkerung Saigons habe die Nach­richt über die Einigung mit größter Freude auf* genommen. Das Leben in der Stadt nehme wieder seinen normalen Verlauf.

Argentinien zur Führerrede.

Buenos Aires, 31. Ian. (Europapreß.) Die Führerrede vom Donnerstag beherrschte die Presse in Buenos Aires. Englandfreundliche Blytter wie Critica" unterstreichen die Warnung an die USA. ebenso wie den energischen Ton der

Bild -es Kriegserlebens.

Oer Dokumentarfilm des Heeres vom Feldzug im Westen

Von unserem K. B.-Korrespondenten.

vom Maasübergang deutlich wird. Die Film­berichter, die an diesen wichtigen Kampfabschnitt beordert wurden, waren durch den Befehl der Ope­rationsabteilung des Generalstabes hierher befoh­len, denn dort wußte man ja, daß es sich hier um entscheidende Vorgänge des Westfeldzuges überhaupt handelte.

So stehen denn diesmal im Morgengrauen wie- derum die Pioniere und schleppen ihre Pontons zum Fluß. Feindliche Artillerie schlägt ihre Granaten auf das Ufer, an dem die deutschen Truppen zum Angriff vorgehen. Wie bei der Friedensübung, so werden trotz der tosenden Hölle die Boote zu Was- ser gebracht und die Brücke wird geschlagen, mit deren Hilfe deutsche Panzer ans andere Ufer gelan­gen können. Und nun entwickeln sich die großen Kämpfe dieses Feldzuges, .die erste Panzerschlacht beginnt und unsere Panzer nehmen jedes Hindernis und unsere Paks stellen sich den anrollenden franzö­sischen Panzern entgegen und einer nach dem an- dern wird vernichtet. Da haut es in die Benzin-

der USA. bilden. Daß England seine 40 Flug­stützpunkte den USA. für den Ernstfall ebenso zur Verfügung gestellt hat wie dar große britische See- festungsdreieck SingapurHongkongPort Darwin (Australien), ist bekannt.

Man hat in Amerika aus diesem Expansionsdrang nach Westen, dessen Ziel die Beherrschung eines fremden Kontinents, Ostasien, ist, nie ein Hehl ge­macht.Die Fluglinie San FranziskoHawai Midway Wake Guam Manila ist die' größte Uebersee*Expansion in der nordamerikanischen Ge­schichte", schrieben beispielsweise dieNew Nork Times" am 5. März 1938, und im gleichen Jahre betonte Don Wharton:Die Bedeutung Pearl Har-

Dieses Bild wird für immer unvergeßlich sein: Abenddämmerung des 10. Mai 1940. Noch immer tobt um die Forts der stärksten Festung der Welt, um Lüttich, der Kampf. Und das stärkste dieser Forts ist Eben E m a e l, um das vom Morgen­grauen bis zur Abenddämmerung gekämpft wurde. Und von Eben Emael hält sich jetzt noch das Werk Nr. 4, das, an strategisch wichtiger Stelle gelegen, unbedingt in deutsche Hand fallen muß, denn hier handelt es sich um den Eckpfeiler, der aus dem Wege geräumt werden muß, wenn der deutsche Vormarsch nicht schon am Beginn auf- gehalten werden soll. Da stürmen die Pioniere in ihren Schlauchbooten über den Maaskanal, da wer- den die Flammen aus brennendem Oel und Ben­zin gegen die Schießscharten des riesigen Beton- klotzes geworfen. Und oben, auf der Kuppe dieses Betonklotzes, steht ein deutscher Pionier und läßt an einem Strick die geballte Ladung bis zu den Schießscharten hinunter. Weniae Sekunden später zerreißt die Explosion die eisernen Schutzschllder und der Weg ins Innere des Werkes ist frei. Die stärkste Festung der Welt ist an einem einzigen Tage gefallen.

Dieses alles zeigt d e r F i l m, den jetzt das Ober- kommando des Heeres dem deutschen Volke dar- bietet. Wenn man aber diese Augenblicke unerhör­ter Spannung miterlebt, dann vergißt man, daß es sich hier um einen Film handelt, man vergißt, daß alles, was sonst bei einem Film wichtig ist, denn man erhält hier ein Bild des Kriegserlebens, wie es noch nicht dagewesen ist. Tapfere Filmbe­richter geben in diesem Dokument uns von diesem großen Erleben Kunde. Wir haben schon oft in den Wochenschauen die Leistung deutscher Soldaten als Filmberichter bewundert, diesmal aber übertreffen diese Bilder alle Wochenschauen, denn wenn wir auch immer nur Ausschnitte sehen, so werden diese Ausschnitte doch zum Ganzen und es e>rsteht vor uns der Westfeldzug des Jahres 1940. Wir erleben den Kampf des deutschen Soldaten, die Ueberlegen- heit der deutschen Führung und schließlich wird

Straßen einen reißenden Absatz fanden.

Eine unverschämte Reuterlüge.

Berlin, 31. Jan. (DNB.) Reuter behauptete gestern, daß die Deutschennie wieder eine Invasion versuchen würden, weil die Sep­temberinvasion der Deutschen kläalich g e - scheitert sei." Hierzu wird nochmals festgestellt, daß niemals im vergangenen Jahre ein deutscher L a n d u n g s v e rs uch in England stattgefunden hat. Wenn also das Reuterbüro heute wieder von einem Jnvasions- versuch und einer deutschen Niederlage spricht, so ist das als eine der unverschämtesten Lügen des Reuterbüros zu bewerten.

Britische Flugzeugproduktion soll nach Australien verlegt werden.

N e u y o r k, 31. Ian. (Europapreß.) Wie die New York Times" aus Canberra (Australien) er- fährt, werde der australische Erstminister Men-

Satz liegt der ganze Sinn der amerikanisch-japa­nischen Spannung um den Stillen Ozean enthal- ten. Die Aeußerungen norüamerikanischer Staats­männer und führender Persönlichkeiten aus der amerikanischen Wehrmacht, die eine kriegerische Aus­einandersetzung als unvermeidlich hinstellen, zählen nach Dutzenden; eS wäre ein Leichtes, sie mit Na­men und Datum als Tatsachen aufzuführen, die kei­nes Kommentars bedürfen. Dabei Haden die ameri­kanischen Wirtschaftssachverständigen selbst den red)» nerischen Nachweis erbracht, daß allein die Kosten für den Ausbau der Ozeanfestungen der USA. den Gewinn aus dem ganzen ostasiatischen Handel Ame­rikas um das Dreifache übersteigen! Gar nickt zu reden von der Tatsache, daß die USA. ungeheure anbauungsfähige Gebiete leer stehen haben, die sie selbst bei einer musterhaften Sozial- und Bevöl­kerungspolitik noch in Menschenaltern nicht voll besiedeln könnten.

Die USA. beherrschen mit dem weit ausgedehn­ten System ihrer Seefestungen, die sieStützpunkte" nennen, rund drei Viertel des Pazifik oder 134 765 000 Quadratkilometer. Japan einerseits, des­sen Verteidigungslinie von den Reichsinseln über ine Gruppen der Bonin-, Riukiu-, Formosa-, Pa­lau-Inseln bis in die früheren Mandatsinseln hinein verläuft, stellt seine ganze Außenpolitik aus­schließlich auf zwei Richtungen ab: erstens auf die Sicherung des Lebensraumes für feine 90 Millionen Menschen, von denen 70 Millionen auf den Reichsinseln wohnen, und zweitens auf feine geographisch, politisch und rassisch begründete Mission der Ordnung und Befriedung 0 fta fi e n 5 , für die sich die angelsächsischen Mächte als ebenso ungeeignet erwiesen haben wie das alte und das heutige China, eine Mission, die im Ber­liner Dreimächtepakt anerkannt worden ist. Japan betrachtet sich nicht als Beherrscher, sondern lediglich als Vormacht im Fernen Osten, genau so, wie si<y die USA. als Vormacht auf dem ganzen amerika- Nischen Doppelkontinent ansehen, ohne dabei die ge­genteiligen Meinungsäußerungen südamerikanischer Staaten zu beachten. Der latente Konflikt zwischen den USA. und Japan läuft also auf dieselbe Frage hinaus, die auch in Europa entscheidend war: auf die Gleichberechtigung. Ministerpräsident Fürst K o n o y e hat im Herbst das Problem auf die einfache Formel gebracht:Die Frage, ob der Stille Ozean der Kriegsschauplatz Aschen den beiden parsischen Mächten sein wird, hängt einzig und allein von der amerikanischen Anerkennung der ja­panischen Stellung in Ostasien ab." Außenminister Matsuoka hat das in seinen letzten Reden mit anderen Worten gesagt und dabei Japans Verstän­digungsbereitschaft m'ederholt betont. Was aber ein Krieg über 912 000 Kilometer hinweg für die USA. bedeuten würde, das hat gerade ein amerika- nischer Admiral mit dem knappen Wort gekennzeich- net:Wer den Pazifik überquert, verliert!" B. R.

Oer Waffenstillstand mit Thailand unterzeichnet.

Tokio, 31. Ian. (DNB.) Nachdem eine allge­meine Verständigung über den japanischen Vor­schlag und die von Thailand und Franzö- siscy-Jndochina oorgelegten Bedingungen er­zielt worden war, ist vor Saigon am Freitagvor- mittag das Waffenstillstandsabkommen an Bord eines japanischen Kriegsschiffes unterzeichnet worden. In Japan, so stelltVomiuri Schimbun" fest, sei man besonders darüber erfreut, daß beide Parteien ohne überflüssige Debatten die ausgear­beiteten Vorschläge angenommen hätten, die von Generalmajor S u m i t a unterbreitet wurden.

Wir sehen die Soldaten auf den Märschen und hören ihre Lieder. Wir sind mit ihnen aus ihren kurzen Ruhepausen vereint. Wir lernen auch die oft gering geschätzte Leistung der Nachschuborgani­sationen kennen und sehen schließlich, wie Front und Heimat miteinander vereint sind in diesem Krieg, der sich zum ersten Mal als totaler Krieg darstellt, lieber allem aber stehen die Kampfbilder, die ohne Beispiel sind. Man wird später in Ruhe noch viel über diese Bilddokumente des Weltkrieges schreiben und sprechen, aber das Wichtigste wird immer sein, daß sie so unmittelbar, so lebensecht sind. In diesen Bildern hat die Phrase keinen Platz. Hier gibt es keine falschen Töne, hier ist kein gespieltes Theater und feine aufgebauten Szenen. Hier ist gestählte Energie, letzte Anstrengung, höch­stes Wagen. Man kann es bezweifeln, ob überhaupt t-L Seiten es jemals in

zies, der sich auf dem Wege nach Eng. land befindet, angesichts des andauernden Krieges die Verlegung eines erheblichen Teiles der briti- schen Flugzeugwerke mit ganzen Arbeiterfamilien nach Australien Vorschlägen.

Der Fakir von Zpi nach Afghanistan geflüchtet.

Rom, 31. Ian., (Europapreß.) Die römische Presse berichtet aus Beirut, daß sich der Fakir von Jpi, der zusammen mit den Anführern der indischen Nationalisten den Engländern an der Nord­west grenze viel zu schaffen machte, nach Afghanistan geflüchtet ist. Vergebens versuchte der englische Geheimdienst, den Fakir auch jenseits der Grenze zu verfolgen und seiner habhaft zu werden oder ihn zu beseitigen. Alle Versuche des englischen Geheimdienstes, Meuchler zur Beseitigung des Fakirs zu dingen, seien aber fehlgeschlagen.

Neuer irakischer Außenminister.

Rom, 31.Jan. (Europapreß.) Wie der Rund­funksender Kairo meldet, wurde der bisherige ira­kische Außenminister Nuri Said aus der neuen, von Ali Massiv Gailani gebildeten Regierung aus­geschlossen. An feine Stelle tritt Naschi el Sueidi. Das Justizministerium übernimmt Nah­mud und das Wirtschaftsministerium Junis Ali. Der neue Außenminister war schon einmal im Jahre 1929/30 Ministerpräsident und gilt als be­deutender Führer der panarabischen Bewegung.

Die Genfer Parks werden Kartoffelland

Genf, 31. Jan. (Europapreß.) Die bekannten, den See umgebenden Parks bei Genf werden in Kartoffelland umgewandelt. Einer der schönsten Parks, La Grange, ist bereits umgepflügt worden. Man schätzt den möglichen (Ertrag des da­durch gewonnenen etwa 10 000 qm großen Ackers auf 10 000 bis 15 000 Kilogramm Kartoffeln.

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Zeuges

zember ging er zurLegion Condor" nach Spanien.' Er wurde mit dem Spanienkreuz in Gold mit

ist Harlinghausen Chef des Stabes eines Flieger­korps.

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binnen und verließ die Schule mit dem Reifezeug­nis. 1923 trat er in die Kriegsmarine ein. 1927 wurde er Leutnant zur See. Seit 1933 bei der.

Luftwaffe, wurde er 1937 Staffelkapitän. Im De-

Inhaber des EK. II und feit dem 3. Februar 1940 des EK. I ist, bas Ritterkreuz verliehen. Seit- her hat Oberstleutnant Harlinghausen wieder eine stattliche Reihe von Handelsschiffen des Gegners in den Gewässern um England durch Bombenwurf zerstört. Am 3. November 1940 konnte der Bericht des Oberkommandos melden:An der britischen Ostküste versenkte ein Kampfflugzeug ein Handels, schiff von 6000 BRT. Damit hat der Kommandant dieses Flugzeuges, Major i. G. Harlinghausen, sein 20. Handelsschiff und mit ihm eine Gesamttonnage von über 100 000 BRT. vernichtet."

Neben seiner verantwortungsvollen Tätigkeit im Generalstab der Luftwaffe gibt Oberstleutnant Har­linghausen immer wieder als Kämpfer den Verdän- den ein Beispiel. Bei jedem Unternehmen, das an die fliegenden Besatzungen besondere Anforderungen stellt, ist der Chef des Stabes als Kommandant der Führungskette dabei. Auch im Kampf gegen die bri­tische Flotte und ihre Stützpunkte im Mittelmeer erwarb er sich besondere Verdienste. Für seine stete Einsatzbereitschaft erhielt Oberstleutnant Harling- hausen im Dezember 1940 vom Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das goldene Fliegerabzeichen mit Brillanten verliehen.

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Harlinghausen wurde 1902 in Rheda in West­falen als Sohn eines Fabrikanten geboren. Er be­suchte die Gymnasien in Gütersloh, Soest und Gum-

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tanks uni) die deutschen Stahlgranaten unserer Pan- zerabwchrgeschütze zerschlagen auch die stärkste Pan­zerung der französischen Kampfwagen. Daran reiht sich dann ein Nachtbild in seiner schaurigen Größe, die deutschen Panzer suchen über brennende fran­zösische Lastwagen hinweg ihren Weg. Leuchtspnr- munition zeigt, wie die Geschosse ihr Ziel mit unerhörter Genauigkeit treffen. Da ist weiter jenes Artillerieduell, das um das Werk 505 der ver­längerten Maginotlinie zum Austrag kommt. Ha­ben wir vorher bewundert, wie wenige Pioniere, die aber ein unvergleichliches Herz und eine eben­solche Ausbildung haben, den großen Panzerweikcn zu Leibe gehen, fo lernen wir jetzt die Schießkunst

satz aus. Bei den Operationen in Norwegen er selbst als Kommandant eines Kampfflug.

Brillanten ausgezeichnet. 1939 wurde er in den

Generalstab der Luftwaffe versetzt. Seit Mai 1940

den feindlichen Seestreitkräften empfind- liefen Schaden zu. Am 4. Mai 1940 wurde diesem erfolgreichen Flieger, der seit dem 30. Januar 1940

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Die Verleihung des Eichenlaubs an Oberstleutnant Harlinghausen

Berlin, 31. Jan. (DNB.) Der jüngste- Inhaber des Eichenlaubs zum Ritterkreuz des Eisernen Kreu. zes, Oberstleutnant i. G. Harlinghausen er­warb sich nicht allein als Chef des Stabes eines Fliegerkorps besondere Verdienste, er zeichnete sich auch bei kühn geführten Angrif. f e n über See wiederholt durch persönlichen Ein-

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Heiierlied.

Von Walter Schimmel-Falkenau.

Sie reiten durch die Tage, durch die Nächte.

Die Pferde schnauben, die Sättel knarren, die Säbel klirren, und der Hufschlag fließt mit den Landstraßen wie ein Rauschen unter ihnen fyin...

Der Junker o. Trachenberg zeigt mit ausgestreck. tem Arm auf die Türme, die nun deutlich in der sinkenden Sonne stehen. Er sagt zu seinem Rittmei­ster:Leipzig". Nur dieses eine Wort.

Sie wissen, dort wartet der Feind. Der Ritt­meister nickt schweigend.- Seine Augen leuchten. Er denkt an die Wochen zurück, als er mit dabei war, die Schlacht an der Katzbach zu schlagen.

Der von Trachenberg spricht nachdenklich:Ich las im Lager von Meißen zur Nacht ein Buch zu Ende, ein Buch vom Schill. Mein Vetter aus dem Schle­sischen", fügt er erklärend hinzu,war einer der Elf von Wesel. Auch neunzehnjährig wie ich." Dann kehrt er zu seinen Gedanken zurück:Damals, als sie nach Dammgarten siegend auf Stralsund zuge­ritten sind, war es sicherlich wie nun. Der Tag hell, die Luft klar und vor ihnen ihr Ziel: Die Türme.."

Ein Kanonenschuß in der Ferne zerreißt alles Träumen. Die Männer recken sich, die Sättel knar­ren lauter, die ersten Fäuste zucken nach dem Säbel- knauf, und die Sporen mahnen die Pferde freund­lich befehlend.

Scharf traben sie an. Und eine Wolke Staubes steigt hinter ihnen auf der breiten Heerstraße auf. Knappe Worte fallen von Mann zu Mann, über ihnen ein weiter, tiefblauer Herbsthimmel und das Warten auf die nahen Befehle...

Ein helles Signal bricht wie ein Schrei in die täuschende Ruhe des nächtlichen Lagers ein. Das Dorf verwandelt sich in ein tosendes Nachsstück. Männerrufen, Waffenklirren, Pferdeschnauben.

Dann Kommandos. Die Sättel knarren. Der Hus- schlag dröhnt.

Sie reiten... sie retten durch die Nächte, durch die Tage. Das kleine französische Dorf versinkt, es taucht unter. Der Morgen hebt leise grauend an. Sie reiten mit den ersten Strahlen der aufgehenden Sonne immer weiter gegen Westen. Und allmählich steigt das ferne Antlitz einer Stadt vor ihnen auf.

Charleville.sagt der Wachtmeister. Nur die- 1

Der Fähnrich, der neben ihm reitet, meint: ,Hch las Hur Nacht ein Reiterbuch, von einem von Tra­chenberg handelte es und erzählte von denen aus dem Jahre 1813..., es muß damals, als sie auf Leipzig zuritten, ähnlich wie heute gewesen sein. Ringsum das kriegsträchtige Land und vor ihnen die Türme der Stadt, mit ihnen der Huf schlag, das Lederknarren, das Waffenklirren und das Pferde- schnauben, hinter ihnen die Staubwolke..." Mit diesen Worten sieht er leuchtend geradeaus, voller Erwartung, voller Bereitschaft und Zuversicht. Der Wachtmeister nickt schweigend, dann antwortet er:

Reiter sind immer gleich, machen Sie die Augen zu und lauschen Sie. Was Sie höreen, das ist das ewige Reiterlied..."

Der Fähnrich spricht nach einer Weile, und feine junge Stimme klingt stolz:Wir singen es, und die Dichter schreiben es dann aus..."

Dor ihnen lag Radom.

Zu den Seiten des mürben, verstaubten Weges dehnte sich das polnische Land.

Zur Linken bellten Feldgeschütze. Aus weiter Ferne klang das dumpfe Rollen schweren Artillerie­feuers. Die Sonne schien heiß.

Der feuchte Atem naher Sümpfe wehte über die Wälder herüber.

Sie ritten im scharfen Trabe. Die Leder knarrten, die Pferde schnaubten unruhig. Hin und wieder fiel ein Wort von Mann zu Mann. Waffen klirrten leise. Und der Hufschlag, der Wolken dichten Staubes aufwirbelte, klang dumpf.

Einer beugte sich im Sattel vor und sagte:

Nun fällt mir mit einem Male eine Stelle aus einem lange vergessenen Buche ein. Darinnen wurde erzählt, wie sie seinerzeit auf Charleville zuritten. Ein Fähnrich, der dann gefallen ist, spielte darin die Hauptrolle, ein junger, wundervoller Mensch... als gestern der Wagner fiel... weißt du, ich wußte, irgendwo hatte ich seinen Tod schon erlebt... und jetzt, wo dort die Türme über die Wiesen herüb er­schauen, jetzt weiß ich es: Damals in diesem Buche..

Der andere nickte:Und wenn es uns auch be- fttmmt fein sollte, dann wird es auch wieder einmal in einem Buche stehen, später..."

Dumpf klopften die Hufe in de» staubenden Do-

Maschinengewehre mischten sich in das Bellen der Feldgeschütze. Gewehrfeuer zuckte vereinzelt auf. Und hinter allen die große Kulisse: Das gewaltige Rollen einer fernen Artillerieschlacht.

Sie ritten scharf trabend.

Die Türme kamen ihnen immer näher.

Und mit ihnen ritt das Reiterlied: Pferdeschnau­ben, Lederknarren, Waffenklirren, das dumpfe Rau­schen des Hufschlags, der scharfe Geruch dampfender Tierleiber, und hin und wieder ein Lachen, ein Wort von Mann zu Mann, über allem der weite Himmel und das Warten auf die Befehle.

Zeichensprache für Analphabeten.

Obwohl in den letzten Jahren, namentlich seit dem Weltkriege, in den Balkanländern die obliga­torische Volksschule große Erfolge in der Bekämp­fung des Analphabetentums gehabt hat, gibt es doch in vielen Gegenden noch eine erhebliche Zahl von Menschen, besonders Greise, die weder lesen noch schreiben können. Wie helfen sich nun die Be­hörden, wenn sie sich diesen Leuten verständlich machen wollen, da man ihnen doch zum mindesten mitteilen muß, was erlaubt und was verboten ist? Das Problem wird meist auf eine ebenso originelle wie praktische Weise gelöst. So finbet man z. B. in Südbulgarien häufig Holzfchilder an den Wald­rändern, auf denen eine brennende Pfeife abgebildet ist, durchkreuzt mit dicken schwarzen Balken, und daneben eine Polizistenmütze. Daraus erfahren auch die Analphabeten, daß es verboten ist, hier zu rauchen, weil sonst Waldbrände zu befürchten sind, und .zugleich können sie daraus entnehmen, daß die Polizei gegen Gesetzesübertreter einschreiten wird. In Südserbien sind häufig an den Grenzen von Privatgrundstücken Schilder angebracht, auf denen ein Hund mit weit aufgeriffener Schnauze abgebildet ist. So ist unserAchtung, bissiger Hund!" übersetzt. In manchen Gegenden Serbiens ist auf dem Bahnhof das Restaurant durch die Nachbilduna eines Brotes gekennzeichnet, die Un­fallstation durch einen Mann mit weißer Schürze mit dem Stethoskop in der Hand, und die Polizei­wache durch eine Gendarmenmütze. Diese Bilder sind fast immer in natürlicher Größe gehalten. Auf den Sttaßen Bosniens wird die Richtung nach Sa­rajewo durch eine Hand angebeutet bi« auf «ine Gruppe vv« Minaretten weist-

Unfall auf der Affenbrücle.

»?! 31.

ßenden Praro-Fluß einen merkwürkigen Vorfall ' Iprutb?; beobachtet, bei dem augenscheinlich auf Grund einer uuis

Ter n

Reisende haben verschiedentlich davon erzählt, daß die langschwänzigen Spinnenaffen Brasiliens aus ihren Körpern eine Kette bilden und sich von einem Baum aus so lange nach vorwärtsschwingen, bis der letzte der Kette einen Zweig auf der gegenüber- liegenden Seite eines Flüßchens erreicht, auf diese Weise sollen sie eine lebendige Brücke aus Affen bilden. Diese Berichte sind ost bezweifelt rooröen, aber es scheint doch etwas Wahres daran zu fein; ein anderer Redender hat an dem sehr ruhig fHe-

Gewohnheit Affen eine Brücke bildeten, dann aber ein Unfall eintrat, der Öen Tod einiger Tiere zur Folge hatte.

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Neun ,Zangur-Affen" kletterten auf einen weit vorstehenden starken Ast eines Teakbaumes. Auf der anderen Seite des schmalen Flusses, ihnen gerade gegenüber, waren acht andere Affen, während drei weitere auf einem Zweig darüber saßen und zu- schauten. Ein großer männlicher Affe stemmte seine Hinterfüße fest gegen den Baum und umwickelte ihn mit seinem Schwanz: dann nahm er einen an­deren Affen in feine Arme; dieser packte wieder einen Gefährten, und so bildeten sie rasch eine offene Kette, die hin- und herschwang. Unterdessen batten auch die Affen auf der anderen Seite sich in der­selben Weise ineinander verklammert. Die Bewe­gungen der Tierketten gegeneinander wurden im­mer schneller, wobei sie durch die sich wiegenden Aeste noch stärkeren Schwung erhielten und nach einem Dutzend Versuchen begegneten sie' sich in der Mitte des Flusses, der etwa vier Meter breit war, und vereinigten sich.

Sofort, als die lebendige Brücke hergestellt war, verließen die drei anderen Tiere, die schwächlich und müde aussahen, ihren Platz und liefen über die Körper ihrer Gefährten herüber. Unglücklicherweise aber glitt der dritte, als er bereits beinahe auf der anderen Seite angekommen war, aus und riß im Fallen den hilfreichen Kameraden mit sich, auf dem er gerade stand. So stürzten alle Affen mit Aus­nahme der zwei glücklich hinübergekommenen und dreien von der Kette ins Wasser, wurden fortge­rissen und ertranken. Die Ucberiebcnöcn liefen schnatternd und heulend an dem Ufer entlang, wie NXM1 st« Helsen wollten. Bald aber standen sie da- vo« atz und liefen In Wald

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