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Sldaten prägt sich uns für alle Zeiten ein, jenes Gldaten, der seinem Fahneneid treu die Gewähr fL glorreichen Kamps und vollendeten Sieg bot. Hs diesem Film, und das ist das letzte und höchste, wcs man von ihm sagen kann, aber erwächst tar jrhn die Kraft, nun auch im Endkampf den letzten Gbg zu erringen. Wenn die Lichter wieder auf­flammen, so hat man für Augenblicke vergessen, daß [«ein Film war, was man hier sah, es war mehr, [«war ein Bild des Kriegserlebens selbst.

Oie Berliner Uraufführung.

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Erstellung wurde am Freitagnachmittag tm Usa- helast am Zoo, der große DokumentarfilmSieg im Westen" uraufgeführt. Unter den Anwesenden laf man führende Vertreter der Wehrmacht, des Sie ches und der Partei sowie die Missionschefs der vebündeten und zahlreicher befreundeter Staaten mi: ihren Waffenattachss. Ferner waren namhafte Persönlichkeiten aus Kunst und Wissenschaft und de- deutschen Wirtschaft erschienen, u. a. waren an= mend: Die G e n e r a l f e l d m a r f ch ä l l e von

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Ein Kampfabzeichen der Flak.

' Such die Flakartillerie hat jetzt ein Kam^ab- Men erhalten. Es zeigt ein 8,8-cm-Gejchub. um eben von einem ovalen Eichenlaubkranz, der auf bfir oberen Teil das Hoheitsabzeichen der Luftwasfe hict Das Kampfabzeichen der Flakartillerie kann 'Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften Der Marti verte für hervorragende Kampflentungen Dirliefyen werden, und zwar sowohl bei Bekämpfung stnulicher Flugzeuge, als auch bei Teilnahme an Knipfhandlungen gegen Erd- oder Seeziele. Der Cl ß bestimmt, daß das Kampfabzeichen ber Flak- artilerie rückwirkend von Kriegsbeginn veruenen WiDen kann. Das Kampfabzeichen wird auf Der tten Brustfelle wie das Derwundetenabzelchen m

Jir deutschen Artillerie kennen, die in diesem Kriege auch die ungeteilte Bewunderung französischer Artilleristen erzwungen hat, wobei man nicht ver­eisen darf, daß die französische Artillerie niemals en geringer Gegner gewesen ist.

Man hat iw Ausland ein großes Rätselraten im die Geheirnwasfen der deutschen Wehrmacht ^gestellt. Wir wollen unsere Gegner bei diesem Mselraten nicht stören, aber zwei Geheimwaffen Stb in diesem Film in aller Oesfentlichkeit darge­llt worden. Das erste ist die Kampfausbildung r deutschen Wehrmacht und das zweite ist die Wirkung der deutschen Artillerie, denen die Gegner ffchts gegenüberstellen konnten. Unsere Gegner und b-sonders die Engländer haben sich diesen Kampf ucht so vorgestellt, da hören wir, wie die Englän- bcr in beinahe gottlosem Uebermut das Lied von frr Siegfriedlinie singen, an der sie ihre Wäsche Nihängen wollten Als mir bann die Scharen von Düsenden britischer Gefangener wiederfinden, da if dieses Lied von den Lippen englischer Soldaten okrschwunden.

Der Siegeszug der deutschen Truppen geht wei- tr. Um den Sieg zu vollenden, gilt es noch den lieber gang über d i e Somme, über die Jis n e und schließlich' über die Marne, den hicksalsfluh des Jahres 1914, zu erkämpfen. Da jfi wieder so ein Einzelbild, das zur Bewunderung zpingt. Ein deutscher Pionier springt ungeachtet starken Maschinengewehrfeuers in den Fluß, un die Leinen des Schlauchbootes herüberzubrin- gn. Aus vielen Tausenden von Einzeltaten baut ft) der deutsche Sieg auf, der dann schließlich nach bim Durchbruch durch bie Weyganb » (inle bazu führt, daß in der Junimitte ber direkte In g r i f f a u f bie Maginotlinie an ber (giarfront erfolgt. Die erbeuteten Filmstreifen aus giznerischen Beständen erweisen, daß auch der Find sich tapfer geschlagen hat, aber daß er macht­los gegenüber den vorwärtsstürmenden deutschen Sldaten und den Führerentschüssen war, die schließ- lio zu seiner Vernichtung führten. In Sturmbooten btzwang die Armee Dollmann auch die gefähr­den Strömungen des Oberrheins und durchbrach bi Befestigungen der Maginotlinie, der Rheinufer md der Vogesen. Motorisierte Truppen gelangten bi an die Schweizer Grenze und vollendeten das A'rk der Einkesselung.

Paris war gefallen, und es fiel auch Verdun, dis im Weltkriege allen Stürmen standqehalten urD Ströme von Blut verschlungen hatte. Den alten sildsoldaten des Weltkrieges wird niemals beut» Iker zum Bewußtsein kommen, daß dieser Sieg a ch i h r Sieg war, als wenn sie sehen und fjfren, wie die ewig junge, bie unvergleichliche dtltsche Infanterie an bem französischen Kiegsdenkmal in Verbun vorbeimarschiert. Com- ipfgne bildet den Schluß. Das Straßburger Mün- Ito' läßt noch einmal den Sinn dieses großen Er- lefrns aufklingen Das Kampfgesicht des deutschen

' 9m Rahmen einer würdigen Feierstunde, an ber dj-n ber Wehrmachtsbefehlshaber in Norwegen, Ge- \ neriloberft von Falkenhorst, sowie bie kom- niiarischen norwegischen Staatsräte teilnah»

1 neu, sprachen auch ber Führer von Nasfonal Sam» ßnj, Quisling, sowie Reichskommissar Ter- bo n e n.

2er Reichsführer ff hob Hervor, daß es Frei­willige aus allen deutschen Stämmen und ger- I naiischen Völkern sind, bie sich in ben Reihen von ^Regimentern bem europäischen Befreiungskampf 'i Weschlyssen haben.Ihr seid nach vielen Genera- I tvren" so rief ber Reichsführer ff den Freiwil­lig zud i e ersten Männer Norme- fl? ms, die sich aus eigenem Entschluß, nicht ge- I gingen von einer fremden, englandhörigen Re- jeiung, sondern aus eigenem Herzenswillen heraus Nhchlosien haben, zum Kampf an zu treten. Sri erstenmal steht Ihr als Freiwillige in Reih uni Glied inmitten Eurer Kameraden, den Man- ntrm der Hird und den ff-Männern aus dem Reich. 3h nehme Eure Meldung an und nehme Euch auf in HeStandarte Nordland" Wir nehmen Euch an ab Kameraden, als Brüder in unseren Reihen, in hm Reihen einer Formation, die von jeher germa« > nifd) gedacht hat und germanisch ausgerichtet ist.

Viauchitsch, Keitel, von Rundstedt, von Bock, Ritter vl>- Leeb und von Witzleben. Ferner sah man die Richsminister Dr. Goebbels, Dr. Todt, Darrs, 5k rl, Graf Schwerin von Krosigk. Als Vertreter de: Partei waren erschienen die Reichsleiter 2i Ley, Dr. Dietrich, Amann, Rosenberg, Stabs» die der SA. Lutze, Reichsarbeitsführer Hierl, psführer des NSKK. Hühnlein und Korpsführer lt! NSFK. General der Flieger Christiansen.

ff-StandarteNordland".

Ter Retchsführer ff vereidigt norwegische Freiwillige.

Oslo, 31.Jan. (DNB.) Der Reichsführer ff und llhis der deutschen Polizei, Heinrich Himmler, mim in Oslo die Verpflichtung von norme- gi chen Freiwilligen des Regiments 5t and arte Nordland" der Waffen-ff vor.

Berlin, 31. Jan. (DNB.) Mit einer festlichen Jpauidt Itrftettung wurde am Freitagnachmittag im Ufa» olb in | F' * " ' ~

und außer Dienst getragen. Es verbleibt nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Wehrdienst im Besitz des Beliehenen.

Oer Zentralasien-Atlas Sven Hedins.

Berlin, 1. Febr (DNB.) Inmitten des Krieges wurde in Deutschland eine wissenschaftliche Leistung von einzigartiger übernationaler Bedeutung in An­griff genommen und nun in ihrem ersten Teil ber vessentlichkeit übergeben. Es handelt sich um das erfte große Kartenwerk über Zentral­asien, das vor allem auf dem Lebenswerk des großen schwedischen Forschers Sven Hedin auf» gebaut ist und feinen Namen träch Das gesamte Gebiet Zentralasiens, das bisher in ben Atlanten

ßum großen Teil noch als weißer Fleck er­schien und kartographisch überhaupt noch nicht be­arbeitet war, wird in diesem Atlas in 5 4 gro­ßen Kartenblättern auf Grund aller bisher vorliegenden Forschungsergebnisse im Maßstab 1 : 1OOO 000 mit allen jenen Einzelheiten barge­stellt, die ein wissenschaftlich begründetes Karten­werk erfordert

Das erste Blatt, das in ber Hauptsache bas Ge­biet von lurfan umfaßt, wurde am Freitag :m Haus ber deutschen Forschung in Berlin der Deifent» I'chteit übergeben Der Präsident ber Deutschen Forschungsgesellschaft, Professor Mentzel, sagte, j daß eine derart gewaltige wissenschaftliche Leistung I in jo idealer Zusammenarbeit zwischen Forschung

ZU Martin Schongauers

450. Todestage.

Am 2. Februar jährt sich zum 450. Male der Todestag des Malers und Kupferstechers Martin Schon» g a u e r. Der Künstler wurde im Jahre 1445 in Kalmar im Elsaß ge­boren, wo fein Vater eine Golb- schmiebewerkstatt besaß. Unsere Ab­bildung (Kupferstich) zeigt eine ber zahlreichen von Schongauer stam­menden Madonnen. Eine Würdi­gung des Meisters bringt das Fa­milienblatt vom 1. Februar.

(Scherl-Bilderdienst-M.)

und Kartographie nur In Deutschland möglich mar, ebenso stolz könnten wir daraus sein, daß Deutsch­land diesen Beitrag für die internationale Wissen­schaft gerade in ber Zeit bes schweren Ringens unt bie Zukunft unseres Volkes durchführe. Ministerial­rat Dr. Ziegler vorn Reichsministerium für Voltsaufklarung und Propaganda schilderte die Be­deutung bes Erscheinens bi es es einzigartigen Kar» tenmertes im Fotjchungsleben Sven Hedins, ber darin bie wissenschaftliche Krönung seines Lebens­werkes erblicke In biejem Zentralasien-Atlas werbe bie Lücke ausgefüllt, die bie großen wissenschaftlichen Weltkarten und Weltatlanten bisher noch aufwiesen. Die Hochachtung, die Sven Hedm immer schon vor der deutschen Kartographie und ber deutschen kartographischen Drucktechnik gehabt habe, werde durch dieses Werk (bas bei Justus Perthes in Gotha erscheint) gerechtfertigt.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht empfing in der Neuen Reichs­kanzlei die zur Zeit in Deutschland weilende A b ordnung der kaiserlich japanischen Armee unter Führung von Generalleutnant Ya­mashita. Sie besichtigt zur Zeit Einrichtungen und Truppenteile bes beutschen Heeres unb ber Luft­waffe. U a. ist auch ein Besuch ber Kampffelder im Westen vorgesehen

Am 2. Februar werben norwegische I u n g - bauern auf Einlabung des Reichsbauernführers zu einer achtwöchigen Studienreise nach Deutschland fahren. Nach dem Besuch Berlins werden sie sich auf einer Landesbauernschule in Thüringen aufhalten. Dann werden sie u. a. Mün­chen, Goslar, Celle und Hannover besuchen. Den Abschluß bildet ein Besuch in Potsdam.

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Anläßlich bes achten Jahrestages der Machter­greifung sandten dem Führer Glückwunschtelegramme der König und Kaiser Viktor Emanuel, der italie- nifche Regierungschef Mussolini, ber spanische Staatschef General Franco, der Staatsführer Ru­mäniens General Antonescu unb der slowakische Staatspräsident Tiso.

Kunst und Wisienschast.

Der Freiburger Archäologe Universitätsprofessor Dr. Hans Dragendorff, der,im Oktober das 70. Le­bensjahr vollendet hatte, ist nach kurzem Kranken­lager verschieden. Dragendorff war 1902 zum Di­rektor der Römisch-Germanischen Kommission in Frankfurt am Main ernannt worden, 1911 wurde er Präsident des Archäologischen Instituts des Deut­schen Reiches in Berlin. Seit 1922 hatte er in Frei­burg den ordentlichen Lehrstuhl für Archäologie inne.

Das erste deutsche lluterseevoot.

Wilhelm Bauers Probefahrt im Kieler Hafen vor 90 Jahren.

In ber Reihe ber Erfinder, die sich mit bem Ge­danken der Unterwasserfahrt beschäftigt haben, nimmt der bayerische Artillerie-Unteroffizier unb spatere Ingenieur Wilhelm Bauer einen be- jonberen Platz ein. Er hat als erster Deutscher brauchbare Pläne für ein Unterseeboot geschaffen unb biefe Pläne mit beschränkten finanziellen unb technischen Mitteln in bie Tat umgesetzt. Bauer schreckte auch nicht baoor zurück, unter Einsatz bes eigenen Lebens sein Unterseeboot selbst zu erpro­ben. Die Pläne hatte Wilhelm Bauer, als er in ber schleswig-holsteinischen Arme? biente, bereits im Jahre 1849 entworfen Erbaut würbe bas Boot auf ber Werft von Schweffel und Howalbt 1850 in Kiel. Nur mit finanzieller Unterstützung ber holsteinischen Armee, bie damals noch im Kampf mit Dänemark lag, und einiger Männer der Universität Kiel konnte Bauer sein Vorhaben durchsetzen. Aber trotzdem waren bie Mittel knapp, unb beswegen mußte an seinem Boot oerschiebenes zur Sicherheit Nötige Ge­rät eingespart werben. So fehlten z. B. auch bie im Plan vorgesehenen Tanks zur Aufnahme bes Was» ferballaftes, was sich später als verhängnisvoll er­wies

Bauers Unterseeboot war aus Eisenplatten ge­nietet, 7 Meter lang, 3 Meter hoch unb 2 Meter breit. Es wurde von Menschenkraft durch zwei Treträder angetrieben, bie ihre Bewegung - burch Zahnräber auf bie Schiffsschraube übertrugen. Die Geschwinbigkeit desBranbtauchers" betrug nur 6 Stundenkilometer, die Besatzung drei Mann. An der Außenwand befand sich eine Sprengstoffladung, die am feindlichen Schiff angebracht werden sollte, um dieses in die Luft zu sprengen. Der Wasser- ballast wurde einfach in ben Kielraum eingelassen, da wie gesagt, - die Tanks fehlten. Ein Roheisen­ballast biente zur Gewichtsverlagerung. Heute er­scheint uns dieses Boot recht primitiv, aber es ent­hielt doch schon die wesentlichen Gedanken und Ele­mente der späteren U-Boote.

Am 1. Februar 1851, vor 90 Jahren, um 9 Uhr vormittags, bestieg Bauer mit seinen beiden freiwilligen Gefährten Witt unb Thomsen sein Unterseeboot, um die erste Unterwasserfahrt in der Geschichte der deutschen Schiffahrt zu unternehmen. Dieses Datum ist für bie deutsche Marinegeschichte von hoher Bedeutung. Der geniale Erfinder hatte endlich seine Pläne verwirklicht und unter Einsatz feines eigenen Lebens die Erprobung seiner Er­findung auf sich genommen. Freilich war das ganze Unterseeboot nur notdürftig ausgerüstet Besondere Sicherheitsvorrichtungen fehlten, so daß Bauer den Mitgliedern der Abnahmekommission der Marine gegenüber ausdrücklich auf bie Verantwortung für diese Fahrt ablehnte. Dennoch wagte er diesen Versuch.

3m Beisein zahlreicher Zuschauer fuhr das Boot langsam in den Kieler Hafen hinaus, um bas Un­tertauchen zu erproben. Zweimal verschwindet bas Boot unter ber Wasseroberfläche unb taucht auch wieder auf. An ber tiefsten Stelle bes Kieler Hafens jedoch gerät das Boot in zu hohen Wasser­druck und wird undicht, bie Pumpen arbeiten nicht genügenb, bas Unheil ist nicht mehr aufzuhalten. Auf 15 Meter Wassertiefe liegt bos Boot auf dem Meeresgrund. Doch Dauer verliert nicht die Ruhe und Geistesgegenwart. Er läßt soviel Wasser in das Boot hinein, bis der Druck ber zu­sammengepreßten Luft sich bem äußeren Wasser­druck anpaßt. Dann gelingt es, ben Lukendeckel der Einsteigeluke zu heben, und alle drei tapferen Männer werden durch ben Druck ber entweichenden Luft an die Wasseroberfläche getragen

Oben hatte man nach fünfstündigem Warten be­reits die Rettungsversuche eingestellt und das schlimmste befürchtet. Während alle Anwesenden die

Unser Bild zeigt den BauerschenBrandtaucher" nach einem alten Stich aus dem Jahre 1883.

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Männer im U-Böot schon tot glaubten, erscheinen f diese zum großen Erstaunen auf der Oberfläche Alle drei werben gerettet und erholen sich bald. Nur mißlingt es, ben Brandtaucher zu heben. Erst 1887 wurde bei Baggerarbeiten Wilhelm Bauers schon völlig versandeter Brandtaucher gehoben unb später i ber Kriegsmannesammlung bes Museums für Meereskunbe in Berlin übergeben, wo er noch heute einen Ehrenplatz einnimmt. Nach diesem Mißerfolg erlischt in Deutschland rasch das Inter­esse an Bauers Erfindung Nach vielen Enttäuschun­gen und Schwierigkeiten findet der zähe Konstruk­teur endlich in Rußland neues Interesse für feine Pläne. Dort baut er einen neuen Apparat von doppelter Größe, ber mehrfache erfolgreiche Fahrten unter Wasser durchführt Bei einer Prü­fungsfahrt blieb Bauer mit 18 Personen fünf Stunden unter Wasser, wobei alle Bewe­gungen unb bas Befinben ber Personen genau be- obachtet wurden. Doch auch in Rußland erlahmt ! das Interesse, das besonders Großfürst K o n ft a n - t i n ihm entgegengebracht hatte, bald wieder Bauer 1 hat die Verwirklichung seiner weiteren kühnen ; Pläne nicht mehr durchsetzen können Es war seine ! Tragik, daß die technischen Mittel der damaligen ! Zeit noch nicht ausreichten, um feine Erfindung weiter zu entwickeln Wie viele andere geniale Er- finber, war auch Wilhelm Bauer feiner Zeit weit j voraus.

Im übrigen hat Bauer noch zahlreiche a n be r e Erfinbungen gemacht, z. B. die Taucherkammer, lenkbares Luftschiff halbstarren Systems, Aeroplan, Revolverbatterie, lenkbare Kabelstation, selbst- regiftrierenbes Lot,- aittomatische Kvmvaßkontrolle | telegraphisches Kabel, Rettungsboote ufw. Es zeigt sich dabei, baß Bauer einer ber großen deutschen i Erfinder gewesen ist, ber zu Unrecht lange Zeit I in Vergessenheit geraten war An ben hartnäckigen I Widerständen der damaligen kleinmütigen Zeit und an ben boffnungslofen volitischen Zuständen mußte auch ein härterer als Bauer scheitern

Außerhalb Deutschlands wurden Bauers Ge­danken weiter entwickelt, bis auch die deutsche Kriegsmarine Anfang des 20. Jahnhunderts. zum

U-Bootbau überging. 1904 gab Tirpitz ben Be­fehl zum Bau ber deutschen U-Boote. Die deutsche Technik hat mit ber Konstruktion bes Dieselmotors unb anderer Apparate einen entscheidenden Schritt getan zur Vollendung des U-Bootes, bas nun erst srontoerwenbungsfähig wurde. Die deutsche Unter- feebootroaffe marschierte sehr bald an ber Spitze in ber Welt. Im Weltkrieg wie in diesem Krieg er­rangen bie beutschen U-Bootbesatzungen unsterb­lichen Ruhm unb ehren damit das Gedächtnis des ersten U-Bootfahrers Wilhelm Bauer, der ein Bahn­brecher im Bau von Unterwafserfahrzeugen war.

RDS.

Das Leben Wilhelm Bauers, des Erfinders des U-Bootes schildert ungemein packend Hans Arthur Thies in seinem neuen BuchD e r Eiserne Seehund" (Verlag Knorr & Hirth, München; geb. 5,50 RM.) auf Grund umfangreicher neuer Forschungen Die heroische Gestalt dieses Deutschen, der als einfacher Sergeant eine weltge­schichtliche Aufgabe ergriff unb feiner Jbee zum siegreichen Durchbruch verhalf wenn ihm auch die letzte Erfüllung versagt blieb, weil er feiner Zeit weit voraus war steht in diesem Roman voll Farbe und Feuer vor uns auf. Alles Persön­liche wie Zeitgeschichtliche, alle Begebenheiten und Situationen sind aus der Wirklichkeit gegriffen unb doch ist das Ganze eine Dichtung voll Spannung und Gehalt. Sie fesselt nicht nur ben technisch Inter­essierten, sondern jeden, der an einem großen und ergreifend dargestellten menschlichen Schicksal An­teil nimmt. Das Werk gipfelt in dramatischen Höhe- punkten wie der Kieler Katastrophe, dem Ringen Bauers um seine deutsche Mission in Wien, den Intrigen und der Niederlage der britischen Admi- ralität, der Einfahrt im Hafen von Kronstadt. Heitere und zarte Züge mischen sich ein: wie ihm seine beiden Gehilfen, bieWilden Männer", Treue halten, oder bie Liebesgeschichte, wie er in Rußland seine Frau unb Lebensgefährtin finbet Bekannte Gestalten jener Zeit treten auf, so Werner von Sie­mens. Dokumentarische Aufnahmen unb oerglei» chenbe moderne Photos illustrieren den Band.