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(Nachdruck verboten.)
45. Fortsetzung.
den Äugen.
Der deutsche Frontsoldat schützt auch Dich und und Deine Familie vor dem Bolschewismus. Danke es ihm durch Dein Opfer zur 5. Haussammlung des 2. Kriegshilfswerkes für das Deutsche Rote Kreuz am kommenden Sonntag.
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Die Dominiks.
Roman üon Hellmuth M. Böttcher.
gelenk, mit massigem Körper, abgerissenen gungen, kurz geschnittenem grauen Haar über dem mächtigen Schädeldach und einem blassen Gesicht, aus dem die oerschatteten Augen schreckhaft hervor-
Ünd ihm gegenüber Friedrich Dominik, groß, un- lenk. mit massigem Körper, abgerissenen Bewe-
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Verdunkelungszeit
1. August von 21.14 bis 5.37 Uhr.
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Was uns Oie neue Spielzeit bringt
Intendant Kiein und Oberspielleiter Mund über ihre Pläne.
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Aus der Siadi Gießen.!Der Kampf im Offen in der neuen Wochenschau
düngen sind zu richten an die nächsten Poli - z e i d i e n st st e l l e n. Bei Mitteilungen, die zur Wiederergreifung führen, steht eine Belohnung in Aussicht.
Vorsicht mit Sensen!
„Auch Notare können sich verrechnen. Dadurch leidet ihre Unantastbarkeit als Amtsperson in keiner Weise. Darf ich mal die Hinterlegungsliste sehen r
„Bitte!"
Klarer kramt das Blatt, das er schon beiseite^ gepackt hatte, aus seinem Akt wieder heraus. Er hat einen roten Kopf.
Lind geht mit den Augen die Reihe hinunter. . Da!
(Fortsetzung folgt.)
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Es ist Abend geworden. Einer dec warmen Sommerabende unter einem ausgesternten tiefblauen Himmel, der wie ein heimlicher mütterlicher Schoß all die Fülle unserer Gedanken aufnimmt, die wir ihm senden. Weit gehen die Gedanken. Aber es i|i gut zu wissen, irgendwo unter diesem Himmel sind die Menschen und die Dinge, die sie rufen. Die Menschen und die Dinge. Denn deine Gedanken, Kamerad, und meine Gedanken, Kamerad, unser aller Gedanken sind zu solcher Stunde auf großer Wanderung. Sie rufen die Liebste, die Mutter, die Kinder, sie rufen den Hof, den Acker, die Arbeitsstätte, sie rufen die Heimat.
Und es gab solche Stunden, als wir den Winter am Westwall laaen, als wir durch Flandern marschierten, durch Belgien, durch Frankreich, und es gibt solche Stunden heute, wie es sie morgen geben wird. Bei dir, bei mir, bei uns allen.
Weiß du, woran ich eben denke, Kamerad? Ich denke an die Hände meiner Mutter. Ich sehe ihre guten Mutterhände im Schoß gefaltet. Hände, die zu sagen wissen von einem Leben der Arbeit und der Liebe. Siehst du die Runen, die sich hineingegraben haben? Eine jede von ihnen ist geworden in der Sorge um uns. Eine jede dieser Falten hat uns ein Stück vorangebracht im Leben. Hände, die ein langes Leben geschafft und Glück und Liebe gegeben haben, die Hände meiner Mutter.
Weißt du, woran ich eben denke, Kamerad? Ich denke an die Hände meiner Frau. Ich sehe chre schlanke Frauenhand, wie sie noch einmal verstohlen leise meine Hand sucht, abschiednehmend, alles Glück und alle Liebe in diesem letzten heimlichen Gruß des Herzens. Ich sehe ihre fleißige Hand
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beim Werken in Stuben und Küche, die Freude spendende Hand beim Spiel mit den Kindern, die mütterlich gütigen Hände, die sich um die kleinen Händchen des Kindes beim Nachtgebet schließen.
Ich denke an die Hände meines Vaters. Ich sehe seine stille Hand ausruhen von des Lebens Kampf und Sein. Ich spüre ihre starre Kälte unter meinen zuckenden Händen, die sie zum letztenmal umschließen. Vor diese Hand des Toten aber schiebt sich das Bild seiner lebensprühenden kraftvollen Hand, die Weg wies und half und liebend zügelte. Hände, die mein Leben formten, die die Straße ebneten; Hände, die noch heute, da längst die Erde sie deckt, die große Richtung zeigen, die Hände meines Vaters.'
Ich denke an die Hände meiner Kinder. Ich spüre ihre zarten kindlichen Liebkosungen, ihr unbeholfen spielerisches Tasten. Ich spüre ihr zuversichtliches Vertrauen, mit denen sie sich meinen Händen überlassen. Ich sehe sie friedlich im Schlaf auf den Decken des Kinderbettchens und der Wiege liegen. Hände, die gläubig 'vertrauend sich unserer Führung geben, Hände, die meines Lebens Zukunft weisen, die Hände meiner Kinder.
Weißt du, woran ich eben denke, Kamerad? Ich sehe die Hände meiner Eltern, meiner Frau und meiner Kinder sich mit meinen Händen einen zum festen Band. Ich sehe dieses Band wachsen, die Hände der Ahnen und Urahnen großem den Rei- gen, einen schier unendlich weiten Reigen. Immer neue Glieder kommen hinzu, aber die Hände halten fest, und der Reigen wächst. Don der Erde zum Himmel und vom Himmel zur Erde reicht der Reigen, und in ihm sind auch unsere Hände. H. W.
Dornotizen.
Tageskalender für Freitag.
Gloria-Palast, Seltersweg: „Ich kenn Dich nicht und liebe Dich". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Roman eines Arztes".
*
** Baden in der Lahn verboten! Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen — Ortspolizeibehörde — erläßt im heutigen Anzeigenteil eine Anordnung über das Verbot des Badens in der Lahn innerhalb des Stadtkreises Gießen. Die Maßnahme wird mit der durch das Staatliche Gesundheitsamt Gießen festgestellten Gesundheitsjchädlichkeit des Lahnwassers begründet. Die Anordnung tritt sofort in Kraft. Zuwiderhandlungen werden bestraft.
neue Spielplan, wie Intendant Klein bemerkte, in Schauspiel und Lustspiel, Oper und Operette so gleichmäßig und vielseitig ausgestattet, daß jeder Besucher auf seine Rechnung kommen wird.
Nach dem Intendanten äußerte sich der neue Oberspielleiter des Schauspiels und Chefdramaturg Wilhelm Michael Mund über die mancherlei Pläne und Erwartungen der Theaterleitung für die kommende Spielzeit. Er legte Wert darauf, in der künftigen Arbeit an die gute Tradition anzuknüpfen und den künstlerischen Ruf zu rechtfertigen und zu festigen, den das Gießener Stadttheater allenthalben im Reich genieße. Unter dem Leitwort „Junges Schauspiel in Gießen" solle in ernster Zeit ein Bekenntnis zum Leben abgelegt werden. Im Rahmen des Spielplanes, der je sieben Klassiker, moderne Schauspiele und Lustspiele sowie je acht Opern und Operetten vorsehe, seien zwei jährlich wiederkehrende Zyklen geplant. Der erste dieser Zyklen ist die Wiederentdeckung zu Unrecht vergessener Dramatiker gewidmet; mit Immermann („Das Auge der Liebe") soll begonnen werden. An Hans Franck und Henry von Heiseler ist für später gedacht. Der zweite Zyklus will Dramatiker der jungen Generation Herausstellen, beifuielsweise Eberhard Wolfgang Möller und Fritz Helke. Die Schauspi^lmusik soll besonders gepflegt werden, worauf schon der Intendant hinwies („Don Juan und Faust"), und wie auch die Premiere des „Prinzen von Homburg" mit der Bühnenmusik von Marc Roland erweisen soll. Der Begriff der festlichen Premiere soll wieder zu Ehren kommen und vom Alltags- und Geschäftscheater wegführen. (Hier ist an den „Homburg", an „Don Juan und Faust" und Zerkaulens „Reiter" gedacht.)
Die Oper wird, wie Oberspielleiter Mund bemerkte, unter dem Motto „Die schöne Stimme" stehen; insbesondere soll hier die deutsche und italienische Spieloper gepflegt werden. Die Operette soll als Kunstwerk von Niveau gegeben werden, abseits vom bloßen Unterhaltungstheater. Das „Theater der Jugend" wird ein besonderes Anliegen sein; die HI.-Ringe sollen demgemäß erweitert und HJ.- Spielabende eingerichtet werden. Auch an Ausstellungen im Foyer, an Einführungs- und Leseabenden ist einiges geplant.
Mit liebevoller Aufmerksamkeit will man sich der Ausgestaltung der Morgenfeiern annehmen, die ja bereits zu einer erfreulichen Tradition am Gießener Theater geführt haben. Der Spielplan ist hier in verschiedene Zyklen gegliedert. So ist ein Zyklus „Tragisches Welttheater" vorgesehen mit Hölderlins „Tod des Empedokle^' und einer Uraufführung „Der Tod und das Reich von Rehberg. Ein anderer Zyklus nennt sich „Die kleine Oper" und bringt z. B. Goethes Singspiel „Erwin und Elmire", ein dritter ist dem Tanz gewidmet, ein
Der Intendant des Gießener Stadttheaters, H. W. Klein, hatte für gestern abend zu einer Pressebesprechung im Intendanzbüro emgeladen, um seine Pläne für die kommende Spielzeit bekanntzu- geben und einige ergänzende Mitteilungen zum neuen Werbeheft zu machen, über dessen wesentlichen Inhalt hier bereits berichtet wurde. Der Intendant ging in seinen Bemerkungen über seine Plane und Erwartungen für die am 2. September beginnende neue Spielzeit davon aus, daß diese mit einem in überwiegenden Teilen ganz neuen E n - s e m b l e begonnen werde, welches dem Theater ein neues Gesicht geben werde; er hoffe, daß die neuverpflichteten Kräfte die Zuneigung der Gießener Theaterfreunde in nicht geringerem Maße gewinnen werden als die alten Lieblinge des Stammpublikums, zumal es — trotz manchen durch die Zeitumstände bedingten Schwierigkeiten — gelungen sei, diesmal besonders tüchtige und erprobte Mitglieder zu engagieren: schöne Stimmen vor allem für die Oper und im Schauspiel, insbesondere Fachvertreter, die in der letzten Zeit gar nicht oder nur ungenügend verfügbar waren. Dadurch sei in aflen Fällen eine vollwertige Besetzung gewährleistet; und zwar sei der personelle Apparat so groß, daß in Gießen und auf Abstecher gleichzeitig und unabhängig voneinander gespielt werden kann; Schauspiel, Oper und Operette seien so besetzt, daß störende und verstimmende Absagen und Umdispositionen vermieden werden können. Die Abstechertätigkeit solle auch, vor allem aus finanziellen Gründen, in Zukunft mit Nachdruck betrieben werden — zum Nutzen des Gießener Theaters. Anderseits fei det feste Ä bon - nentenstamm nach wie vor das Rückgrat des Theaterbudgets. Die rückläufige Bewegung der Abonnentenzahlen fei neuerdings gestoppt und die Kurve wieder im Ansteigen. Die finanzielle Bilanz zeige ein erfreuliches Bild, das Defizit fei getilgt. Auch künstlerisch dürfe man mit dem Ergebnis der letzten Spielzeit zufrieden fein, was im einzelnen durch Zahlenangaben bekräftigt wurde. (Es wird in diesem Zusammenhang interessieren, daß in der abgelaufenen Spielzeit, einschließlich der Abstechervorstellungen, rund 300 000 Besucher erfaßt worden sind.)
Im einzelnen wäre aus der Vorschau des Intendanten etwa noch folgendes hervorzuheben. Zum 150jährigen Bestehen des Gießener Konzertvereins im März kommenden Jahres ist die festliche Aufführung von Grabbes „Don Juan und- Faust" geplackt. Hierbei soll eine Bühnenmusik gespielt werden, zu deren Komposition man namhafte zeitgenössische Tonkünstlar zu gewinnen beabsichtigt. Besondere Förderung soll — nicht nur aus kassenmäßigen, sondern auch aus künstlerischen Erwägungen — im besondern der Operette zugewandt werden. Im übrigen ist der
wird er trotzdem besorgen — mit der Wucht einer Persönlichkeit, hinter der kaufmännisches Können, wirtschaftliche Klugheit und die Ueberzeugungskraft der Kapitalmillionen stehen, die dem Namen Lind in der Wett einen goldenen Klang und eine blitzende Ueberzeugungskraft verleihen. Semper aliquid haeret — auf deutsch: Die Leute lassen sich ja so gerne was erzählen.
Dazu darf es aber nicht kommen.
Jetzt nicht mehr! Dazu hat Lind den Augenblick verpaßt. Auch ein Mattheus Lind ist nicht unfehlbar.
„Die Diskussion ist geschlossen!" stellt Dominik fest, kalt und unberührt. „Sie hätten früher kommen sollen, Herr Lind. Wir haben keine Zeit, alles zweimal durchzusprechen."
„Ich muß dem widersprechen. Ich bin pünktlich hier gewesen. Die Versammlung hat zu früh ange- fangen."
Dominik muß nun doch wider seinen Willen lächeln.
„Für diesen Fall haben Sie die Möglichkeit, alle Beschlüße durch Anfechtungsklage aufheben zu lassen. Sie müßten dann aber auch nachweisen, daß die Uhr des beurkundenden Notars falsch gegangen ist."
Lind beißt sich auf die Lippen. Preßt die Hand auf die Herzgrube. Daß das alte Ding da drinnen gerade heute nicht parieren will!
Abfuhr---!
Also nochmals den ersten Gedanken aufnehmen!
„Ich habe einen Antrag gestellt. Ich verlange, daß über meinen Antrag abgestimmt wird."
Dominik lächelt wieder.
„Das ist ihr gutes Recht, Herr Lind."
Er wendet sich dem Notar zu.
„Haben sie protokolliert, Herr Doktor?"
„Ja, natürlich."
„Also stimmen wir zunächst über den Antrag des Herrn Lind ab. Vielleicht ist einer von den Herren so liebenswürdig und sammelt die Stimmzettel ein. Vergessen Sie bitte nicht, meine Herrschaften, Ihre Namen beizufügen!"
Alle Anwesenden schreiben ihre Namen und „Ja" oder „Nein" auf die kleinen Stimmzettel. Die meisten haben keine Ahnung, um was es in Wahrheit geht. Es soll nochmals die Diskussion eröffnet werden! Warum denn nicht? Da hört man also
noch ein bißchen mehr über die Sache? Komisch, daß Dominik sich dagegen sträubt.
Jemand nimmt einen Hut, geht von Mann zu Mann und bringt die Zettel zu Dominik. w „Nein, nicht zu mir — zum Herrn Notar, bitte.
Dr. Klarer vergleicht die Namen mit den in der Hinterlegungsliste genannten und notiert den Wert jeder Stimme entsprechend dem Aktienbesitz. Dann stellt er fest.
„Für den Antrag stimmten achthundertelftaufend Reichmark--1
Lind blickt triumphierend auf. Er hatte richtig gerechnet! Außer ihm haben noch andere Herren mit mehr als fünfzig Aktien gegen Dominik gß» stimmt.
„Gegen den Antrag sümmten eine Million und achtundsiebzigtausend Reichsmark. Der Anttag ist also abgelehnt."
Wieder rechnet Lind blitzschnell. Eine Million achtundsiebzigtausendmal „Nein", achthundertelftausendmal „Ja", das sind zusammen eine Million achthundertneunundachtzigtausend Stimmen. Zwei Millionen beträgt das Aktienkapital. Es fehlen demnach hundertundelf Stimmen. Der abwesende Frinzka hat allein zweihundertsiebzig. Das geht also nicht mit rechten Dingen zu!
Er erhebt sich wieder. Das Herz schlägt ihm bis in den Hals.
„Ist Ihnen da nicht ein Irrtum unterlaufen, Herr Notar?"
Dr. Klarer schnappt sofort ein.
„Wie meinen Sie das, Herr Lind?" fragt er scharf zurück. „Als beamteter Notar werde ich wohl richttg rechnen können. Oder sollte Ihre Bemerkung etwa anbeuten, daß ich ..." Seine Stimme zittert vor Erregung.
Lind bleibt unberührt.
vierter der Dichterlesung (Zerkau len), em fünfter, „Wort und Lied", bringt Dichtung und Kammermusik; hier heißen die Programn'folgen „Arzt und Dichter", „Dichter der Heimat", „Der deutsche Brief", „Vom frohen Leben" und „Deutsche Romantik"; auch eine Uraufführung aus Nietzsches Nachlaß ist in diesem Morgenfeier-Zyklus beabsichtigt.
„Ich habe mich zum Wort gemeldet!" schrillt Linds Stimme.
Mit einemmal scheinen alle Anwesenden zu versinken. Nur zwei Menschen gibt es in dem Saal. An einem Ende des Tisches Mattheus Lind: klein, untersetzt, schlank, flink mit beherrschtem Gesicht und den sprühenden, alles durchdringenden, alles wissen-
Auch die neue Wochenschau ist voll von jener Dramatik, wie sie nur die Wirklichkeit geben kann, aber auch wieder reich an künstlerischen Augenblicken, die die- stetig reifende Technik unserer PK.-Kameraleute zeigt. Welch großartig filmische Leistung stellen die Aufnahmen des Marsches einer deutschen Reiterspitze bei peitschendem Sturmwind bar! Wie ein grandioses Fresko wirken diese Gegenlichtaufnahmen, wie ein von einem Maler erdachtes Sinnbild des Kampfes an sich.
Theater mit KdF.
in der kommenden Gpietzeit
Die Deutsche Arbeitsfront, NSG. „Kraft durch Freude", Kreisdienststelle Wetterau, richtet ein Rundschreiben an ihre Mitglieder, dem über die diesjährigen Theaterpläne das Folgende zu entnehmen ist.
Für die kommende Spielzeit sind vorgesehen:
1. ein Ring mit 8 Veranstaltungen (2 Opern, 2 Operetten, 2 Schau- und 2 Lustspiele), die jeweils an Samstagen, stattfinden.
2. Ein Ring mit 16 Veranstaltungen (4 Opern. 4 Operetten, 4 Schau- und Lustspiele), die jeweils an einem Montag oder Donnerstag stattfinden.
3. Ein Ring mit 10 Veranstaltungen (2 Opern, 3 Operetten, 1 Schauspiel, 4 Lustspiele), die jeweils an Sonntagnachmittagen stattfinden.
Aus dem Spielplan des Stadttheaters wurden ausgewählt:
Klassisches Schauspiel: „Prinz von Homburg" von Kleist, „Die Räuber" von Schiller. — Schau- spiel: „Dschungel" von Franck, „Veit Stoß" von H. H. Ortner, „Christian de Wet" von Krieger. — Klassisches Lustspiel: „Der Lügner" von Goldoni.— Dolksstück: „Der Verschwender" von Raimund. — Lustspiele: „Das Himmelbett von Hilgenhöh" von
Besonders interessante Aufnahmen stehen auch zu Beginn der neuen Wochenschau. Man hat in der letzten Zett schon öfters die mit der Zeitlup en- technik bewerkstelligte Veranschaulichung des Be- chusses von Panzern gesehen. Diesmal wird man Zeuge der Vernichtung russischer Dorpostenboote durch deutsche Zerstörer. Man ver- dlgt den Lauf der Geschosse, man sieht sie mit atemberaubender Zielsicherheit sich in die Bordwand der gegnerischen Schisse fressen, sieht die Flammen und Rauchsäulen aufsteigen, sieht die Vernichtung.
Deutlicher auch als in anderen Wochenschauen wirb in diesem Filmstreifen die Vernichtungsorgie, die die Sowjets gegen sich selbst führen. Großflächige Aufnahmen aus der Luft von W i t e b sk anderen russischen Städten zeigen das Aus
leuchten.
„Herr Lind hat das Wort!" dröhnt es durch den Saal.
„Ich beantrage, über Punkt a der Tagesordnung abzustimmen."
Lind setzt sich wieder. Sein Blick sucht im Kreise. Wo ist Frinzka? Verdammt! Wo ist Frinzka? Plötzlich fängt sein Herz zu pochen an. Es ärgert ihn öfters in der letzten Zeit. Wenn der Körper alt wird, bekommt er Mucken.
Seine Augen kneifen sich zusammen.
Sollte Frinzka etwa--?
Das ist doch nicht gut möglich.
Sicher hat er einen Vertreter geschickt? Er will sich nicht exponieren, der schlaue Fuchs ...
Lind wendet sich an feinen Sekretär.
„Lassen Sie sich mal von dem Notar sagen, wieviel Aktien Herr Otto Frinzka hinterlegt hat!"
Der Sekretär geht hinter den Stühlen zu Klarer. Der Notar protokolliert gerade noch an dem Antrag Linds. Er sucht umständlich alle Namen durch.
„Herr Frinzka ist überhaupt nicht dabei."
Mattheus Lind sieht seinem Sekretär schon von weitem die Antwort an. Er überlegt blitzschnell. Frinzka hat ihn im Stich gelassen. Mit ihm kann er also nicht rechnen. Seine stimmen fallen aus. Dominik hat allein etwa achchundert Aktien zu je
eintausend Mark. Er selber hat siebenhundertund- achtundfünfzig. Er braucht also bloß knapp fünfzig Stimmen, um Dominik ohne Frinzka zu Fall zu bringen.
Wenn bloß das Herz nicht so unruhig wäre!
Verdammt! Daß er von Frmzkas Fehlen nicht vorher gewußt hat. Der Sekretär, den er extra zur Beobachtung in die Sitzung vorausgeschickt hat, ist ein Idiot. Nun, der kann nachher etwas erleben.
Fünfzig Stimmen! Woher triegt er fünfzig Stimmen?
Es muß nochmals zur Diskussion kommen. Auf jeden Fall. Er will versuchen, die Anwesenden von den Fehlern, die Dominik gemacht hat, zu überzeu- gen. Das ist zwar ursprünglich nicht sein Absicht gewesen. Er wollte Dominik ganz stille und leise und ohne langes Gerede einfach durch die Stimmenzahl totschlagen, um nicht mehr hervorzutreten, als unbedingt nötig war.
Das geht nun nicht mehr.
Dr. Klarer hat Dominik eben ein Zeichen gegeben, daß er mit seinem Protokoll soweit fertig fei.
„Ich bitte abzustimmen", hallt die Stimme des Direktors auf. „Wer gegen den Antrag ist, der..." ßiiti> wirft die Hand empor.
„Ein Antrag zur Geschäftsordnung."
„Hat das nicht Zeit bis nach der Abstimmung?" „Nein."
Dominik krampft die Augenbrauen zusammen.
„Also, bttte." _ st
Lind spricht im Sitzen. Sein Herz macht ihm arge Beschwerden.
„Ich bemerke eben, daß in der Frage, über die abgeftimmt werden soll, noA bei einem großen Teil der anwesenden Herren Unklarheiten bestehen. Ich beantrage daher, die Diskussion nochmals zu eröffnen."
Ein paar Kopfe nicken zustimmend, der des Holz- Händlers zuerst.
Dominik weiß sofort, worauf Lind hinaus will. Er will anklagen, stören, Beschwerde führen. Er will Schaden machen, er will seinen alten Gegner moralisch zugrunde richten. Er will — die Stimmen der andern fangen. . .,
Das letztere ist ein Rechenfehler. Natürlich. Wer das andere — die persönliche Verunglimpfung, das
Inszenierung.
Kriegsgefangene entflohen.
Belohnung für Wiederergreifung ausgesetzt
Am Sonntag, dem 27. 7., sind 13 kriegsgefangene polnische Offiziere und ein kriegsgefangener polnischer Unterfeldwebel aus einem Kriegsgefangenlager in Hadamar bei Limburg a. d. L. entflohen. — Bekleidung: vermullich zurechtgemach, tes Zivilzeug (Pullover, Hemdblusen oder ähnliches) oder Uniform. Die Bevölkerung wird um Unterstützung bei der Wiederergreifung der Kriegsgefangenen gebeten.
Es ist nicht ausgeschlossen, daß sich noch ein Teil । bei Limburg a. d. Lahn und Umgebung verborgen
Brückner, „Der Meisterbarer" von Schwarz und Mathern, „Ich bin kein Casanova" von Bielen, und „Das Mädchen Till" von Gondolatsch.
In der Oper: „Die Zauberflöte" von Mozart, „Othello" von Verdi, „Königskinder" von Humper- dinck, „Carmen" von Bizet, „Bohöme" von Puccim, und „Figaros Hochzeit" von Mozart. — Operette: ,^igeunerliebe" von Lehar, „Monika" von Dostal, „Liebe in der Lerchengasse" von Vetterling, und _ „Frau Luna" von Linke. — Die Verteilung der |i'le Werke auf die einzelnen Ringe erfolgt nach Ht Den ri - ■ M sich nut.
4 politisch- j» vor alle
maß der Zerstörung, das Stalins Befehl ausgelöst hat.
Die ersten Aufnahmen der Wochenschau zeigen den Reichsmarschall in seinem Hauptquartter beim Empfang der mit dem Ritterkreuz ausgezeichneten Kreta-Kämpfer der Luftwaffe und des kroatischen Marschalls Kvaternik. Es folgen Bilder vom Einrücken neuer Freiwilliger im Kampf gegen den Bolschewismus. Don den nun beginnenden eigentlichen Frontbildern sind sehr interessant auch die Aufnahmen aus dem höchsten Norden, die von den außerordentlichen Geländeschwierigkeiten eine eindrucksvolle Vorstellung vermitteln.
Mit dem Angriff unserer Bomber auf M o s f a u schließt die diesmalige Wochenschau. Wir kennen diese Art der Aufnahmen schon von London her. In dunkler Nacht flammen die flackernden Punkte der Großfeuer auf, einer neben dem andern, unzählbar. Hier wird die Wochenschau zum Dokument gegen die Lüge. Wie die englische offizielle Berichterstattung, so hat als gelehriger Schüler auch die sowjetische die Wirkung der deutschen Luftangriffe auf die rote Hauptstadt zu bagatellisier een versucht. Die Wahrheit der deutschen Angcttien und die Lü- gen ihrer Gegner, sie wurden hier von den PK.- Männern der Luftwaffe erwiesen. G. A.
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Trotz allen Mahnungen, Sensen auf dem Trans, port und auch in der sogenannten „ruhenden Haltung" so zu verwahren, daß durch sie keine Be» ilJll(l„, m schädigung oder Verletzung entsteht, kommt es im- I,W bloß mer wieder durch Sorglosigkeit in den ländlichen ßr Bezirken zu vermeidbaren Unfällen. Diese M Rasse sind meist darauf zurückzuführen, daß die Sensen fter w nicht so verwahrt und transportiert werden, daß ihre scharfe Schneide nicht an menschliche Körner herankommen kann. Im Gelnhäuser Gebiet haben sich kurz hintereinander mehrere Unfälle dieser Att ereignet, die sich bei einiger Sorgfalt unbedingt hätten vermeiden lassen, den Betroffenen aber er« hebliche Verletzungen einbrachten.


