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Bomben auf Geleitzüge

Bombenangriff aus griechischen WienstützpuM

' Rom. 30. Dez. (DM.) Der ttaNenische Wehr- machtberichl vom Montag hat folgenden Wortlaut:

Im Grenzgebiet der Lyrenatka dauert die ArtMerietätigkeit um Barbia an. Einige kleine englische motorisierte Abteilungen, die sich unseren Stellungen zu nähern versuchten, wurden zurückge- wiesen. In aufeinanderfolgenden Angriffshandlun­gen hat die Luftwaffe motorisierte Abteilungen des Feindes mit Sprengbomben und Maschinengewehr- euer belegt. Zahlreiche Fahrzeuge wurden beschä­digt und vernichtet. 3m Gebiet von Giarabub wurde ein feindlicher Angriff zurückgeschlagen. Die Engländer haben einige unserer Stützpunkte wir­kungslos bombardiert.

An der griechischen Front hat der Feind Operationen lokalen Charakters unternommen, ist aber mit schweren Verlusten zurückgewiesen wor­den. Die Bomber- und Jagdformationen zweier Geschwader führten aufeinanderfolgende Angriffe gegen Hafenanlagen. Verteidigungsstellungen und Truppen durch. 3m feindlichen Flottenstützpunkt

von T r e v e s a wurden durch einen kühn geführten Bombenangriff Brände und schwere Schäden an Material, Hasenanlagen und an einem vor Anker liegenden Dampfer verursacht. Heber valona hat die Marineflak am Vormittag des 29. Dezember ein Bombenflugzeug brennend zum Absturz gebracht. Die 3agdflugzeuge fingen die feindliche Formation ab und schossen weitere zwei Flugzeuge ab. Flottenelnheiten haben, ohne gestört zu werden, eine langanhaltende Beschießung feindlicher Stellungen an der griechisch- albanischen Küste mit sichtlicher vernichtungswir- kung durchgeführt.

3n Ostafrika nichts von Bedeutung.

3n der Rächt zum 30. Dezember haben feindliche Flugzeuge in zwei aufeinanderfolgenden Wellen Reapel überflogen und Flugzettel fowie einige Bomben über der Stadt abgeworfen. Ls wurden Wohnhäuser getroffen. Es sind sieben Tote und einige verwundete zu beklagen.

Lines unserer im Atlantik operierenden 11 - Boote hat einen englischen Bomber abgeschossen.

Der Wehrmachtbericht vom Montag.

Berlin, 30.Dez. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3n der Rächt zum 29.12. griffen Kampfflugzeuge die Hafenanlagen von Plymouth an. Die Bomben­würfe riefen Brände und Explosionen hervor. 3m Laufe der bewaffneten TagesausNärung wurden mehrere kriegswichtige Ziele an der Ostküste Eng­lands mit Bomben belegt. Außerdem erhielt bei einem Tiefangriff ein wichtiges Industriewerk in Crewe mehrere Volltreffer. Aus einem Geleit, z u g ostwärts Harwich wurde ein Frachtschiff von etwa 10 000 BRT. durch Bombentreffer in Brand gesetzt. Ostwärts Southwold wurde ein Mi­nenleger getroffen. Bei einem Angriff auf einen großen Geleitzug 200 Kilometer nordwestlich von Londouderry erhielt ein Frachtschiff einen schweren Bombentreffer, so daß es mit Schlagseite liegen blieb und absank. Marineartillerie nahm ein feindliches Kriegsschiff, das sich in die- jigem Wetter der Kanalküste zu nähern versuchte, unter Feuer. Rach wenigen gut liegenden Salven war das Ziel nicht mehr zu sehen. 3n der letzten

Rächt belegten Kampffliegerverbände wiederum London mit Bomben.

Der Feind warf in der vergangenen Rächt mit einigen Flugzeugen über deutschem und besetztem Gebiet Bomben ausnahmslos In freies Feld oder in die See. Flakartillerie schoß zwei feindliche Flug- zeuge ab.

DasKitterkreuz für den Kommandanten eines Llnierfeebootjägers.

Berlin, 30. Dez. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Kapitän« leutnant Kaden. Als Kommandant eines Unter- seebootsjägers zeigte er sich bei der Norwegen- Aktion wahrend der Unserseeboot-Jagden und-Über­wachungen, Geleit von Truppentransportern und Munitionstransporten als draufgängerischer und zuverlässiger Seemann. Bei der Unterseebootsbe- kämpfung gelang es ihm, durch sicheren Ansatz der Anläufe in Verbindung mit geschicktem Gebrauch der zur Verfügung stehenden Hilfsmittel mehrere feindliche Unterseeboote unschädlich zu machen. Sein mitreißender Schwung und sein oeispielhaftes han­deln haben ihn und seine Besatzung zu höchsten Leistungen befähigt.

auf den fernen Weltmeeren sorgen deutsche Heber» wasserstreitkräfte immer wieder, daß man in Lon­don aus den peinlichen Ueberraschungen nicht her- auskommt.

England, auf seine Insel zurückgedrängt und auch politisch vereinsamt, sieht sich von den europäischen Dingen ausgeschaltet, die unter deutscher Führung sich zu konsolidieren beginnen.Deutschland hat in wenigen Monaten diesem Kontinent die tatsächliche Freiheit gegeben. Der britische Versuch Europa zu balkanisieren, ist, das können sich die britischen Staatsmänner merken, abgeschlossen und beendet. England wollte Europa desorganisieren, Deutschland und Italien werden Europa organisieren." Mit die­sen Worten umriß der Führer m seiner Münchener Rede zum 9. November mit gewohnter Prägnanz die politische Aufgabe, die sich Deutschland gestellt hat. Sie ist bereits mit aller Umsicht und Energie angepackt worden in engster Zusammenarbeit mit dem italienischen Bundesgenossen, denn die Achse Berlin Rom wird das Rückgrat des neuen Europa und seiner sich in den afrikanischen Raum hin erstreckenden Interessensphäre bilden. In diesem Befreiungskampf Europas hat auch Italien zeitig seine Stellung bezogen. Der Führer selbst hat mehr­fach die Sekundantendienste gewürdigt, die uns Italien diplomatisch, militärisch und wirtschaftlich geleistet hat, bevor es am 10. Juni selbst in den Krieg eintrat. Sein« Leistungen müssen vor allem unter dem Gesichtspunkt gewürdigt werden, daß es auch geographisch auf äußerst schwieriger Stellung kämpft, denn seine Front ist ja nicht nur der Mit­telmeerraum im engeren Sinne, In dem England mit seiner erheblich verstärkten Flotte eine Reihe bedeutender Machtpositionen verteidigt. Die italie­nischen Fronten erstrecken sich ja auch Über viele tausend Kilometer auf afrikanischem Boden, wo die italienischen Truppen aller Waffengattungen unter schwierigsten klimatischen Verhältnissen her­vorragendes geleistet haben. Schon in den ersten Kämpfen gelang es der italienischen Truvpenfüh- rung. die Engländer aus den Grenzbefestigungen des Ostsudan hinauszuwerfen und im Norden der britischen Provinz Kenia Erfolge zu erzielen. Im August wurde Britisch-Somaliland erobert und damit an der Küste des Roten Meeres gegen« über der englischen Zwingfestung Aden eine starke Stellung bezogen. Zum wichtigsten Kriegsschauplatz wurde für die Italiener das ä g y p t i sch - l i b y - sche Grenzgebiet. Wenn auch die durch den italienischen Vormarsch nach Osten gewonnenen Stellungen auf ägyptischem Boden sich angesichts einer englischen Gegenoffensive nicht behaupten ließen, wo der General Wawell, der britische Ober­befehlshaber in Aegypten außerordentlich starke Streitkräfte aus allen Gegenden des Empire mas­siert hatte, um den britischen Waffen den Erfolg zu sichern, den England braücht, um sein durch die deutschen Bombenangriffe schwer erschüttertes Pre­stige in der öffentlichen Meinung Amerikas wieder auszubessern, so hat die zähe Verteidigung der italienischen Truppen den Briten jeden Fußbreit Wüstensandes streitig gemacht, so daß dem britischen Gegenstoß ein strategischer Erfolg bisher versagt blieb. Eine neue Phase im Krieg Italiens Im Mittelmeer­raum trat ein, als die Zwischenfälle an der griechisch- albanischen Grenze Italien zwangen, *ur Sicherung seiner Interessen gegen Griechenland Vorzü­ge!) en. Auch hier bietet das Gelände ungewöhnliche Schwierigkeiten, so daß große Entscheidungen hier kaum zu erwarten sind. Marine und Luftwaffe Italiens, von frischem Offensivgeist erfüllt, Haven sich die Inittative nicht einen Augenblick aus der Hand nehmen lassen. Englands Schiffahrtswege und Machtpositionen liegen auch im Mittelmeer unter ständiger Bedrohung der italienischen Waffen.

Die enge politische Zusammenarbeit der Achsen­mächte, die sich in einer Reihe von Begegnungen des Führers mit dem Duce auch nach außen yin kundtat. wirkte sich vor altem in der Äonjoll«

schastspakt mit Rußland und militärisch durch die Niederwerfung Polens seine Rückenfreiheit nach Osten erkämpft, aber alle übrigen Positionen der Kriegsgegner waren noch unangefochten in ihrer Hand. Angesichts der Stärke des deutschen .West­walls war es ihnen freilich schon während des Polenfeldzuges nicht ratsam erschienen, die Bin­dung starker Teile der deutschen Wehrmacht zu einem Angriff im Westen auszunutzen, sie mochten sich auch in den folgenden Monaten nicht dazu entschließen, sondern trauten lieber ihrem schlau ersonnenen Plan einer räumlichen Kriegsauswei- , tung, der einmal Deutschland in seinen empfind­lichen Flanken fassen sollte, zum andern den Vor­teil bot, auch diesen Krieg, wie so viele frühere, die England angezettelt hat, in der Hauptsache durch Bundesgenossen auf deren Kosten und in deren Land führen zu können. Eine neue Angriffs­front gegen Deutschland sollte aufgebaut werden, mit ihren Flügeln weit ausgreifend nach Norden und Südosten, womit man gleichzeitig hoffte, Deutschland von wichtigsten Rohstoffzufuhren ab- zuschneiden, im Norden vom schwedischen Erz, <m Sudosten vom rumänischen und kaukasischen Erdöl. Ein wahrhaft gigantischer. Plan, der, wie uns bie französischen Generalstabsakten offenbarten, zwar mit brutaler Rücksichtslosigkeit gegenüber den Rech­ten der Neutralen diplomatisch und militärisch bis ins einzelne feftgelegt war, aber an der gleichen Schwäche der Führung krankte, die später den eng­lisch-französischen Armeen im Westen so verhängnis­voll werden sollte, zumal er den einen Hauptfehler hatte, daß er die Schlagkraft der deutschen Gegen­wirkung nur ungenügend in Rechnung stellte.

Nach langem hin und her hatte man sich in London entschlossen, mit der Kriegsausweitung im Norden zu beginnen. Norwegens Königshaus und Regierung machten aus ihrer Sympathie für Eng- lands Sache kein hehl. Durch Landung britischer Truppen in Norwegen sollte das Land in den Krieg hineingezogen werden, «emetnfam wollte man durch Schweden an die Ostsee vorstoßen und gedachte hier Deutschland an einer verhältnismäßig schwach geschützten Stelle zu fassen, es vom schwedi- schen Erz zu trennen und feine Zufuhrwege aus Rußland zu bedrohen, hatte schon der feige lieber- fast des britischen ZerstörersCosiak" auf den deut­schen Dampfer ,,Altmark" im Innern des norwegi­schen Iössing-Fjords am 16. Februar gezeigt, daß England nicht gewillt war, neutrale Gewässer als solche zu achten, so mußte am 8. April aus dem Auslegen großer Minenfelder in norwegischen Ge- wässern auf einen unmittelbar bevorstehenden Handstreich der englischen Flotte geschlossen werden. Aber schlagartig setzte die deutsche Gegenaktion ein. Durch eine an Kühnheit der Idee wie an glän- zender Organisation und Schneidigkeit der Durch­führung in der Seekriegsgeschichte einzig dastehende Landungsoperation entriß Die deutsche Führung mit der blitzartigen Besetzung Dänemarks und Nor- wegen» in den frühen Morgenstunden des 9. April dem Feinde das Gesetz des handelns. Der Wider­stand norwegischer Truppen wurde in zähen Stamp­fen unter schwierigsten Verhältnissen, die Gelände und Klima boten, niedergerungen und der britische Versuch, durch Landung eigener starker Streitkräfte den Operationen eine Wendung zu geben, vereitelt. Andalsnes, Namfos und harftad wurden geradezu symbolisch für die skrupellose Art, wie die Briten ihre tapfer ausharrenden Bundesgenossen schmäh­lich im Stich liehen um sich und ihre habe auf ihren Schiffen in Sicherheit zu bringen. Auch ein letzter Versuch der Engländer, im Raum von Nar­vik die dort auf einsamem Posten tapfer kämpfen- den ostmärkischen Gebirgsjäger und Zerstörerbe- atzungen unter General Dietl mit einer gewaltigen lebermacht einzukreisen und zu vernichten, schlug ehl. Englands Verluste an Kriegs- und Handels- chiffen nahmen Formen an, die die Briten auch zur Räumung dieses letzten Stückchens norwegi­schen Bodens zwangen. Mit der Kapitulation der letzten norwegischen Regimenter am 10. Juni war der Feldzug in Norwegen beendet. Deutschland hatte den Stoß In seine Flanke abgewehrt und nun sei­nerseits an der norwegischen Küste eine Flanken­stellung bezogen, die für die Fortführung des Luft- und Seekrieges gegen England von größter Bedeu­tung wurde.

Wenn nun auch für die britischen Kriegsmacher der erste Teil ihres Kriegsausweitungsplans ein klägliches Fiasko geworden war, so gaben sie ihn deshalb doch noch längst nicht auf. Im Schatten einer künstlich genährten Unruhe im Nahen Orient trafen sie die Vorbereitungen, um durch Holland und Belgien gegen das Ruhrgebiet durchzu- brechen und damit dem Westwall in den Rücken zu kommen. So wenig wie Norwegen, waren auch die Regierungen Belgiens und Hollands gewillt, ihre Neutralität zu verteidigen. Trotz der ernstesten Warnungen von deutscher Seite hatten sie sich nicht gescheut, mit den Generalstäben Englands und Frankreichs genaue Verabredungen über das Zusammenwirken ihrer Truppen mit den britisch-französischen Offensivarmeen zu treffen und waren diesen bei ihren Vorbereitungen zu ihrem Vorstoß gegen die deutsche Grenze in jeder Weise behilflich gewesen. Starke Vorkommandos waren bereits seit langem auf belgischem und holländischem Boden, als auch hier in den Morgenstunden des 10. Mai blitzartig der deutsche Gegenschlag erfolgte. DenKrieg der Ueberraschungen" hat Oberstleut­nant Hesse, einer der besten Interpreten des Feldzuges im Westen, in seinem Aufsatz für unsere heutige Neujahrsausgäbe die nun in atemberau­bendem Tempo sich abrollende Folge der Schlachten genannt, in deren Verlauf das deutsche Heer in zwei großen zusammenhängenden Operationen Frankreichs Armeen samt ihren Verbündeten ver­nichtete. Nach dem Durchbruch durch die Grenzbe­festigungen und dem Eindringen in dieFestung Holland" mar die holländische Armee als Gegner bereits ausgefchaltet. Schon am 13. Mai wurde der Ueberqang über die Maas erzwungen und die Daladier-Linie zwischen Maubeuge und Sedan durchstoßen, gegen Flankenangriffe von Süden her abgeschirmt, stießen bann Schnelle Truppen die Somme entlang auf Amiens und AbbSville vor, die auf engem Raum zusammengedrängten feind­lichen Armeen wurden auf den Schlachtfeldern des Weltkrieges um Artois und in Flandern einge­kesselt und vernichtet. Am 28. Mai sah sich die bel­gische Armee zur Kapitulation gezwungen und am 4. Juni war Dünkirchen, der letzte englisch-franzö­sische Stützpunkt, in deutscher Hand. Wern von den Resten von Frankreichs Nordarmee und Englands Expeditionskorps nicht mehr die Flucht auf die Schiffe glückte, wanderte in deutsche Gefangenschaft

Sodann nahm das deutsche Westheer, ohne sich und dem Feind eine Atempause zu gönnen, Front nach Süden, warf den Gegner aus seiner neuen Stellung, der schnell errichteten Weygand-Linie, [türmte mit unwiderstehlichem Schwung zwischen oer Küste und Paris nach Süden und sicherte Da­mit den rechten Flügel für die Operationen der Mitte, die bereits am 12. Juni den Ehemin des

Dames überwand und die Marne erreichte. Zwei Tage später war Paris in deutscher Hand. Der linke Flügel durchbrach in drei Tagen erbitterten Kamp­es die als unüberwindlich gepriesene Maginotlinie. Gegenüber dem Elan des deutschen Soldaten aab es nun kein halten mehr. Schnelle Truppen stießen von der Champagne über das Plateau von Langres quer durch Ostfrankreich bis zur Schweizer Grenze vor. Das großartige französische Festungssystem bot keinen halt mehr. Auch das Schicksal der in Lothrin­gen und im Elsaß eingeschlossenen und sich tapfer zur Wehr setzenden französischen heeresteile war entschieden. Frankreichs Katastrophe war unabwend­bar. In dieser verzweifelten Situation brach auch das politische System in Frankreich zusammen, das das französische Volk an der Seite Englands in den Krieg geführt hatte. Trotz aller Bemühungen Churchills, der am 10. Mai an Stelle Chamberlains selbst die Verantwortung für leinen Krieg über­nommen hatte, die Franzosen bei der Stange zu halten, mutzte sein Werkzeug Paul Reynaud das Feld räumen. Marschall Pötain übernahm die un­dankbare Aufgabe der Liquidation dieses Vaban­quespiels, das mit einer Niederlage ohnegleichen geendet hatte. Im Walde von Compiögne, in dem einst Marschall Fach den deutschen Unterhändlern unter entehrenden Umständen den Waffenstillstand diktiert hatte, gab nun der Führer der französischen Abordnung die deutschen Waffenstillstandsbedin­gungen bekannt m einer Form, deren Würde in krassem Gegensatz stand zu den Sßoraängen von da­mals. Eine Schmach war ausgelöscht, die zwanzig Jahre hindurch in jedes aufrechten Deutschen Herz gebrannt hatte. Der militärische Zusammenbruch Frankreichs setzt aber auch einen Strich unter eine französische Politik, die es die Jahrhunderte hindurch mit der gleichen fanatischen Engstirnigkeit und Machtgier immer wieder versucht yat, Deutschland unter Frankreichs Hegemonie zu zwingen und da­mit unendliches Leid über das deutsche Volk und über den ganzen Kontinent gebracht hat. Frankreich, das mit dieser Politik einen so vollständigen Schiff­bruch erlitten hat, muß mm seine europäische Aus­gabe erkennen, die nur in der engen Zusammen­arbeit mit Deutschland liegen kann.

Als der Führer in der denkwürdigen Reichstags­sitzung vom 19. Juli in einem abschließenden Bericht den Siegeszug im Westen würdigte und seine Mit­arbeiter in der Führung der deutschen Wehrmacht ehrt, richtet er einen letzten Appell zur Vernunft an das englische Volk. Eine hochherzige Gefte des Siegers, die freilich auf die Clique Der plutokrati- schen Kriegsmacher, die in England nach wie vor das heft in Händen Haden, ohne Wirkung bleibt. Auch alle Warnungen vor den unausbleiblichen Fol­gen der fortgesetzten heimtückischen nächtlichen Bom­benangriffe auf friedliche Wohnstätten der deutschen Bevölkerung, auf Krankenhäuser und Nationaldenk­mäler des Deutschen Volkes bleiben ohne Eindruck. So beginnt am 18. August die totale Blockade Englands, und am 7. September erfolgt der erste Vergeltungsangriff der deutschen Luftwaffe auf London. Bon Mitte November an steigern sich die deutschen Bergelhmgsangrifft zur Vernichtung der großen englischen Rüstungszentren. Nach Coventry erfahren auch die andern großen Industriestädte wie Birmingham, Liverpool, Bristol, Sheffield und Man­chester ebenso wie die bedeutendsten Häfen Souti)» ampton und Portsmouth, was es heißt, die deut­sche Luftwaffe skrupellos herduszufordern. Gleich­zeitig mit diesen Luftangriffen auf die enalische In­sel wird ihr durch den Handelskrieg das Atemholen immer schwerer gemacht. Schon Anfang November stieg die Dersenkungsziffer unserer Kriegsmarine auf 7,1 Millionen BRT. Ganze Geleitzüge, auf die Englands Versorgung aus Ueberfee sich immer mehr gründet, werden ein Opfer schneidiger deut­scher U/Boote und Fernbomber. Weit in den At­lantik hinein liegen die Zufahrtstraßen Englands ständig deutsche» Angriffen ausgesetzt und auch

dieruna des Balkans, des alten eurovätscheß Wetterwinkels, aus. Rumänien, lange Jahre der Tummelplatz britischer Unruhestifter, die alles daransetztem von hier aus den Balkan gegen die Achsenmächte zu mobilisieren, sah sich von seinem englischen Garanten schmählich im Stich gelassen, als die Sowjet-Union am 1. Juli die Rückgabe Bessarabiens und der Nordbukowina forderte. Am 7. August sah sich Rumänien genötigt, auch die Süddobrudscha an Bulgarien zurückzugeben, und am 30. August trat es nach dem Wiener Schieds­spruch der Achsenmächte einen erheblichen Teil Sie­benbürgens an Ungarn ab. Diese Revision eines oon den Pariser Friedensmachern weit über seine völkische Kraft künstlich aufgeblasenen Grotzrumä- niens war der Anstoß zum Sturz des korrupten Systems S?önig Carols, der am 5. September zu Gunsten seines Sohnes Michael auf den Thron verzichten und die Regierung dem General Anto- nescu überlassen mußte. Mit ihm kam die Legio­närsbewegung, die unter Codreanu einen opfer­reichen Kamps um die nationale Erneuerung Nu- \ mäniens durchgefochten hatte, zur Macht. Bei der j Reorganisation des rumänischen Staates, seiner Wehrmacht und Wirtschaft leistet Deutschland durch Stellung von Lehrttuppen und enge Zusammen­arbeit bei der Intensivierung der rumänischen Land­wirtschaft und dem Ausbau der rumänischen In­dustrieanlagen wirkungsvolle Hilfe.

Der auf positive Ziele ausgerichteten diplomati- j schen Zusammenarbeit der Achsenmächte ift auch auf weltpolitischem Gebiet der große Erfolg nicht versagt geblieben. Die Unterzeichnung des Drei­mächte p a k t s zwischen Deutschland, Italien und Japan am 27. September zu Berlin steckte dis, Interessensphären des europäisch-afrikanischen und des ostasiatischen Raumes ab und legte den Füh­rungsanspruch der drei Mächte bei Der Ordnung dieser Räume fest. Er hatte aber darüber hinaus . . auch eine höchst aktuelle Bedeutung, da er ein mili- : türisches Bündnis der Unterzeichner für den Fall Dorf ab, daß eine andere Macht sich m den euro- > päifchen Konflikt oder in die Auseinandersetzung im Fernen Osten einmischen sollte. Das ging deutlich an die Adresse der Bereinigten Staate n, die durch eine Reihe wirtschaftlicher Maßnahmen, vor allem Ausfuhrverbote kriegswichtiger Rohstoffe, ihr Mißvergnügen gegenüber dem von Japan er- strebten Zusammenschluß Ostcrsiens kundtaten, wie sie die chinesische Tschungking-Regierung des Mar­schalls Tschiangkaischek durch eine große Anleihe in ihrem Widerstand gegen Japan bestärkten. Auf der anderen Seite sucht Roosevelt, der am 5. No­vember für eine dritte Amtsperiode zum Präsiden- den gewählt wurde, Englands Kampf gegen Europa mit allen Mitteln zu stützen, soweit sie nicht den offenen Krieg bedeuten. Wie sehr er dabei aber das Interesse der USA. zu allererst im Auge be­hält, bezeugte der Tausch von 50 alten Zerstörern gegen Flotten- und Flugzeugstützpunkte auf den wich- tigften britischen Besitzungen im Atlantik. Auch Eng­land griff durch Wiederöfsnung der Burmastraße für Kriegstransporte Tschiangkaischeks noch einmal In den chinesisch-japanischen Konflikt.ein, freilich ohne Japan damit treffen zu können, das schon kurz vor­her in freundschaftlichem Einvernehmen in Jndo- china eine wichtige Flankenstellung bezogen hatte. 3>iex am 30. November, erfolgte Anerkennung der chinesischen Regierung Wangtschingweis durch Japan ist der Versuch, auch von der rein politischen Seite her die Konsolidierung des ostasiatischen Raumes voränzutreiben. Japan selbst hat sich mit der Bildung einer neuen Regierung unter dem Fürsten Konoye den Ausgangspunkt für eine nationale Revolution von oben geschaffen, die dem Lande durch eine scharfe Konzentration aller natio­nalen Kräfte die politische Struktur geben soll, die das japanische Volk befähigt, seinen Führungs­anspruch im ostasiatischen Raum durchzusetzen.

Der Dreimächtepakt vom 27. September, dem Ende November Ungarn, Rumänien und die Slo­wakei sich anschlossen, stellte ausdrücklich feit, daß die Beziehungen der vertragschließenden Mächte zur Sowjetunion durch das Abkommen nicht be­rührt mürbem So hat sich die durch den Freund- schaftsvertrag vom August 1939 und die Abgren­zung der Interessensphären im polnischen Raum im September 1939 begründete Klärung des Verhält­nisses zwischen Deutschland und der Sowjetunion auch im vergangenen Jahr im Sinne der traditio­nellen Verbundenheit beider Mächte für beide vor­teilhaft ausgewirkt. So kam am 11. Februar ein deutsch-russisches Wirtschaftsabkommen zustande, bai Warenlieferungen mit einem Jahresumsatz von 1,2 Milliarden Mark vorsieht. Im November brachte der Besuch des fowsettusfischen Außenkommifsars Molotow in Berlin eine vertrauensvolle Aus­sprache über alle die beiden Mächte berührenden. Fragen. Im übrigen war das Jahr 1940 auch für I die Sowjetunion ein Jahr der Revision der vor zwei Jahrzehnten geschaffenen Verhältnisse. Am 12. März konnte nach einem harten Winterfeldzug ' der Friede mit Finnland wiederhergestellt wer­den, durch den Rußland in den Besitz der Karell- ! schen Landenge und anderer Grenzverbefserungen kam. Am 1. Juli erhielt die Sowjetunion Bes­sarabien und die N o r d b u k o w i n a zurück, und noch im gleichen Monat werden Estland, , Lettland und Litauen als Räterepubliken in j die Sowjetunion aufgenommen.

So ist das Jahr 1940 wirklich weit über die Gren- I zen des deutschen Lebensraumes hinaus zu einem Jahr der Wende geworben, zum Geburtsjahr einer neuen Ordnung, in der die jungen : Volker, frei von den Fesseln eines ausbeuterischen Systems der alten Plutokratien ihre Kräfte werben \ regen können in einer Welt, die beherrscht wird von dem Gedanken eines gerechten Ausgleichs der natio­nalen Interessen, aüsgerichtet nach dem Grundsatz, daß Führung und Verantwortung den Volkern zu- kommen, die kraft ihrer Leistungen dazu berufen sind. Noch sind wir nicht am Ziel, noch wehrt sich in England eine engstirnige und eigensüchtige Plu- tokratenkaste zäh und verbissen gegen eine Or> j nung, in der für sie fein Platz mehr ist, weil die unaufhaltsam heraufziehende Idee eines nationalen Sozialismus keine Ausplünderung der Volker durch eine kleine Schicht schmarotzender Drohnen mehr | zulassen wird. Wir wissen, daß uns noch ein harter Kampf bevorsteht, aber mit der ruhigen Gelassen- j Helt und stolzen Zuversicht, die uns das Bewußtsein gibt, daß mir für eine gute Sache das Schwert flihren, gehen wir in diesen Entscheidungskampf fük die endgültige Freihett unseres Volkes und die Sicherung feines ihm zu ko mm enden Platzes in einer besseren Welt. Mit dem Blick auf den Führer, des­sen geniale Kunst als Staatsmann und Feldherr im vergangenen Jahr die große Wende herauffuhrte, im festen Derttauen auf unsere Soldaten, die im vergangenen Jahr so Unvergleichliches vollbrachten, und Im Bewußtsein der eigenen inneren Kraft be« treten wir stark ^nd entschlossen die Schwelle des neuen Jahres, gewiß, daß jeder Tag uns dem Siege näherbringt, der uns nicht mehr -u entreißen m-

Dr. ft. W» Langt