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Völker gewesen ist. Damit erhielt das zum Kampf gezwungene Deutsche Reich nicht nur politische und militärische Rückenfreiheit im Osten, sondern auch alle Möglichkeiten wirtschaftlicher Zufuhren aus dem großen Rohstoffgediöt des russischen Raumes.

Ein Fehlschlag waren auch alle Bemühungen der britisch-sranzösischen Diplomatie, das faschistische Italien aus der Front der Achsenmächte an die Seite der Demokratien zu locken. In Rom hatte man weder die schnöde Behandlung Italiens durch die alliierten Friedensmacher 1919 vergessen, die Italiens berechtigte Kolonialansprüche mit der Ueberlassung von ein paar Wüstenstreifen hatten abspeisen wollen, noch den Sanktionsfeldzug der Genfer Liga, mit dem England den Italienern wäh­rend des Abessinienfeldzuges in den Rücken gefallen war, und schließlich auch nicht das brüskeNein", das des französischen Ministerpräsidenten Daladier einzige Antwort auf Italiens Wunsch nach Einleitung eines Gesprächs über die italienischen Revisions­forderungen gewesen war. Italien wartete auf seine Stunde. Die von Mussolini verkündete Politik der Nichtkriegführung" entsprach den wohlerwogenen Interessen beider Achsenmächte, die durch den Pakt vom 22. Mai 1939 sich zu einem unlöslichen Block zusammen geschlossen hatten, einer engen Zu­sammenarbeit, die durch die Begegnung zwilchen Führer und Duce auf dem Brenner am 18. März 1940 bekräftigt worden war und am 10. Juni 1940 durch den Eintritt Italiens in den Krieg ihre Krö­nung erfahren hat. Der Führer selbst hat in seiner Reichstagsrede vom 19. Juli die Wirksamkeit dieser politischen Linie unseres italienischen Bundesge­nossen gewürdigt, als er sagte:Italien bannte von Anfang an starke Kräfte unserer Feinde und lähmte vor allem ihre Freiheit der strategischen Disposition. Das Eintreten Italiens hat mitgeholfen, in Frank­reich die Erkenntnis der vollen Aussichtslosigkeit ein-es weiteren Widerstandes zu beschleunigen."

Aber nicht nur, daß die Monate der Nichtkrieg- führuna Italiens uns das Tor nach Süden zum Meer hin in einer Zeit offenließ, in der uns im Interesse unserer Versorgung noch sehr viel daran gelegen sein mußte, war es auch die energische Hal­tung Italiens, die die Mitläufer der Demokratien auf dem Balkan in Schach hielt und sehr wesent­lich dazu beitrug, daß aüch hier die demokratische Rechnung nicht aufging. Denn wenn auch Rumä­nien und Griechenland sich britische Garan­tien aufnötigen ließen, die Türkei sogar sich zu einem regelrechten Bündnisvertrag mit den West­mächten verstand und in Jugoslawien gewisse Kreise mit Paris und London heftig liebäugelten, so waren die Haltung Italiens und nicht zuletzt die imponierenden Schläge der deutschen Waffen in Polen, in Norwegen, Belgien und Holland eine schlecht überhörbare Warnung an die Balkanstaaten, sich in das britische Netz zu begeben. So konnten weder der Plan einer Landung britisch-französischer Truppen in Saloniki für einen Vorstoß durch Ungarn und die Slowakei in Deutschlands Südost­flanke noch die Luftangriffe auf Rußlands kaukasische Oelselder in die Wirklichkeit umgesetzt werden. Der britische Einkreisungsring wurde auch hier durch­brochen und zerschlagen.

Wir sind in unserer Darstellung der Fehlschlüsse britischer Einkreisungspolitik dem chronologischen Gang der Ereignisse vorangeeilt. Denn nach der diplomatischen Niederlage, die die westlichen Demo­kratien im Kreml hatten einstecken müssen, mar der nächste Schlag militärischer Art gewesen. An jenem denkwürdigen 1. September 1939, an dem der Füh­rer im Reichstag nach Schilderung der Provokatio­nen, die Polen den immer wieder unternommenen deutschen Versuchen zu einem gütlichen Ausgleich in der Frage Danzigs und des Korridors entgegen­gesetzt hatten, erklärt hatte:Ich habe mich nun entschlossen, mit Polen in der gleichen Sprache zu reden, mit der Polen nun seit Monaten mit uns spricht. Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen!", an jenem 1. September begann sich Polens Schick­sal mit einer Schnelligkeit zu erfüllen, die damals auch uns selbst noch in höchstes Erstaunen setzte. Der schlagartig konzentrische Vormarsch von fünf deut­schen Armeen im polnischen Raum, die Einkreisung und Vernichtung der polnischen Hauptkräfte im Weichselbogen zeigte zum erstenmal dem deutschen Volke und der staunenden Welt die strategische Ueberlegenheit der deutschen Führung, die es ver­stand, die unter das Zeichen des Motors gestellten neuen Waffen des modernen Krieges auch in der Masse operativ so einzusetzen und zu bewegen, daß bei geringen eigenen Verlusten der größte Erfolg er­zielt wurde. Die blitzartige Zertrümmerung Polens ließ es zu einem Eingreifen seines westlichen Ver­bündeten gar nicht kommen. Sie hatten mit einem hinhaltenden Krieg gerechnet, der ihnen erlaubte, die eigenen Rüstungen zu vollenden, und mußten nun erleben, daß die Versailler Fehlkonstruktion eines polnischen Staates zerbrach und Deutschland sich mit der Sowjetunion über die Abgrenzung bei­der Interessengebiete im polnischen Raum einigte. Seitdem ist in den neuen ostdeutschen Reichsgauen wie im Generalgouvernement ein wirtschaftlicher und kultureller Ausbau in die Wege geleitet, der sich der Kolonisation des deutschen Mittelalters zur Seite stellen darf, zumal die Rückkehr und Ansiede-

Veispielhaster Angriffsgeist deutscher Jäger mit dem Ritterkreuz belohnt.

Berlin, 30. August. (DftB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Göring, das Ritterkreuz zum Eisernen kreuz: Ge­neralmajor Ofterkamp, Oberst 3 b e 1, Oberst- leulnant v. Bülow.

Generalmajor O st e r k a m p , der bereits im Weltkriege als Jagdflieger 32 Feindflugzeuge ab­schoß und hierfür mit betn Drben Pour le merite ausgezeichnet wurde, ist als klugberech­nender und geschickter Jagdflieger sowie zäh ver­bissener und draufgängerischer Kämpfer eine Füh­rernatur von hohen Qualitäten und reichen Erfah­rungen. Das bestimmte ihn in der neuen Luftwaffe zum Lehrmeister und Erzieher des Jagdfliegernach­wuchses Trotz reiferen Lebensalters hat er als G e- schwaderkommodore an der Spitze feiner Verbände an vielen Feindflügen teilgenommen und feine Besatzungen in mannigfachen Luftkämpfen geführt. Er ist dank seiner glühenden Einsatzfreudig­keit stets Vorbild gewesen. Seiner Einwirkung sind die Hervoragenden Erfolge zu verdanken, die sein Geschwader bei überaus geringen Verlusten zu er­ringen vermochte. Oberst I b e l hat das ihm

unterstellte Jagdgeschwader vorbildlich geführt, seine Besatzungen durch harte Schulung zu ungewöhn­lichen Erfolgen geleitet und durch eigenes Beispiel mitgerissen. Das Geschwader hat sich durch zahl­reiche wirkungsvolle Tiefangriffe ausgezeich­net. Oberst Jbel hat sich besonders ausgezeVhnet bei den Tiefangriffen auf feindliche Panzer bei Mon- cernet, auf Jnfanteriegruppen bei Dimy und auf motorisierte Kolonnen bei Poperinghe. Das Ge­schwader konnte über 300 Abschüsse im Luftkampf und 175 Flugzeugzerstörungen am Boden erringen. Oberstleutnant v. Bülow, der im Weltkriege als junger Jagdflieger sechs Gegner im Luftkampf besiegen konnte, hat als Kommodore des Jagdgeschwaders Richthofen durch Schutz der Kampfverbände sowie durch Einsatz in der freien Luft wesentlichen Anteil an der Vernichtung der feindlichen Luftwaffe im Luftraum und am Boden. In der großen Luftschlacht über Portland konnte das Geschwader 22 Abschüsse erringen, so daß es 242 Abschüsse in der Luft und 40 Zerstörun­gen am Boden für sich buchen kann. Durch beispiel­losen Angriffsgeist an der Spitze seines Geschwa­ders hat Oberstleutnant v. Bülow seine Besatzun­gen zu derartigen Erfolgen geführt.

lung der Deutschen aus dem Baltikum, aus Ost- galizien und Wolhynien große Aufgaben stellte.

Nach den Spätherbst- und Wintermonaten, von denen der Führer einmal gesagt hat:Wir haben nicht geschlafen!" parierte die deutsche Wehrmacht in brillantem Zusammenwirken aller Waffen mit einem Landungsmanöver, das nach Ausmaß und Durchführung in der Seekriegsgeschichte ihresgleichen sucht, den britischen Versuch, durch einen Griff über Skandinavien und die Ostsee hinweg Deutschland in seiner nördlichen Flanke zu fassen. Dänemark unterstellte sich dem deutschen Schutz. Norwegen, von einer englandhörigen Negierung in einen sinn­losen Krieg gehetzt und dann im Stich gelassen, wurde trotz ungeheurer Geländeschwierigkeiten und der Sorge um den Nachschub über weite (Entfernungen unter ständiger feindlicher Gegenwirkung binnen drei Wochen niedergeschlagen, das britisch-franzö­sische Expeditionskorps in Namsos und Andalsnes zurück auf die Schiffe gejagt und sogar in zähem Kampf durch kameradschaftliches Zusammenwirken von ostmärkischen Gebirgsjägern mit den Besatzun­gen deutscher Zerstörer unter Führung General Dietls auch in Narvik gegen vielfache Überlegen­heit der Sieg erstritten. Kühnheit in der Anlage'des Unternehmens paarte sich mit der moralischen Ueber­legenheit unserer Truppen, die die Durchführung trotz der Schwierigkeiten einer solchen kombinierten Operation angesichts der Flankenbedrohung durch eine weit überlegene feindliche Seemacht erzwang. Deutschland batte damit nicht nur den Briten ihren Plan einer Umfassung vom Norden aus schon im Entstehen aus der Hand geschlagen, sondern auch für die eigene Kriegsmarine und Luftwaffe eine Basis gewonnen, die aus dem berüchtigtennassen Dreieck" der Deutschen Bucht herausführte und die Anmarsch­wege zu den Schlupfwinkeln der Grand Fleet und Royal Air Force an der englischen Ostküste wesent- lichverkürzte.

Wenige Wochen später sollte Englands Versuch, die in Norwegen empfangene Scharte durch einen großen Schlag im Westen auszuwetzen, zu seiner völligen Isolierung führen. Als dem deutschen Ober­kommando der Wehrmacht vorliegende Nachrichten darauf schließen ließen, daß der Vormarsch eines britisch-französischen Heeres mit Unterstützung Bel­giens und Hollands in das Ruhrrevier unmittelbar bevorstand, schlug die deutsche Kriegführung am 10. Mai auch hier überraschend zu. Holland wurde in fünf Tagen besetzt, wobei Fallschirmjäger und motorisierte Truppen unerhörte Leistungen voll­brachten. In Belgien wurde mit schnellen Schlä­gen der Maasübergang erzwungen, das alls starken Feldbefestigungen bestehende Verteidigungssystem an Gette und Dyle zertrümmert, Brüssel und Antwerpen besetzt und über die Lys mit schneller Links­schwenkung zum Pserkanal vorgestoßen. Durch die Kapitulation von König und Armee schied auch Belgien bereits am 28. Mai aus der Reihe der Gegner aus. Die durch Südbelgien voreilenden deut­schen Truppen stteßen^tzwischen Namur und Sedan auf die Flanke der britisch-französischen Armeen, erzwangen auf breiter Front den Durchbruch durch die starken Maas-Stellungen und stießen in breitem Keil mit Schnellen Truppen bis zur Kanalküste vor. Die Abriegelung nach Süden gegen französische Ent­lastungsversuche hielt stand bis zur Einkesselung und völligen Vernichtung der im Raum des Artois und Flanderns umstellten französischen und britt- schen Armeen. Die Einnahme Dünkirchens am 4- Juni krönte diesen ersten Abschnitt der großen Schlachtenfolge im Westen, während die deutschen Heeresgruppen schon zur neuen Offensive zwi­

schen Kanal und Oise-Aisne-Kanal antraten. Die Zerschlagung der Weygänd-Linie, die Einnahme von Paris am 14. Juni, der Fall Verduns, der Durchbruch durch die für unbezwingbar gehaltene Maginotlinie, der gleichzeitige Vorstoß Schneller Truppen über das Plateau von Langres an die Schweizer Grenze südöstlich von Besannen und die damit eingeleitete Umfassung der sich in Elsaß und Lothringen verzweifelt zur Wehr setzenden letzten französischen Armeen, schließlich Frankreichs Waf­fenstillstandsgesuch am 17. Juni, der denkwürdige Akt im Wald von Compiegne am 21. Juni und vier Tage später der Eintritt der Waffenruhe an allen Fronten in Frankreich, das sind Ereignisse, die im rasenden Tempo ihres Ablaufs noch in unserer aller (Erinnerung stehen.

Welchen Momenten im einzelnen die deutsche Wehrmacht die Erfolge dieses beispiellosen Sieges- Zuges verdankt, ist hier gestern schon in dem Auf­satz des Oberstleutnants Ma11haeiEin Jahr deutscher Siege" von berufener Seite dargelegt wor­den. Hier sei nur noch einmal auf den Vorsprung hingewiesen, den die deutsche Wehrmacht durch ihren aus dem Zwang der Verhältnisse heraus in kürzester Frist erfolgten Aufbau in bezug auf die moderne Bewaffnung gegenüber ihren weit länger rüstenden aber vielfach erstarrten Gegnern hatte, einen Vorsprung, den sie sich auch in den fünf Monaten relativer Ruhe nach dem Polenfeldzug nicht hatte nehmen lassen, vielmehr gerade auf den Erfahrungen dieses Feldzuges weiter gebaut hatte. Und zum anderen sei erinnert an die Entwicklung der Luftwaffe von einer Hilfswaffe des Heeres, die sie noch im Weltkrieg war, zu einem selbständi­gen Wehrmachtsteil, der in der Lage ist, mit eige­nen Mitteln den Kampf allein zu führen. Während sie in Polen und in Frankreich noch im Zusammen­wirken mit den Bodentruppen zur Vernichtung des Feindes beitrug, zeigt sie jetzt schon in dem eben begonnenen Waffengang mit unserem letzten Feind, den Engländern, ihre Bedeutung als eine Waffe der Entscheidung. Der politische Weitblick des Füh­rers hat Deutschland in die Lage versetzt, in diesen für den Ausgang des Krieges entscheidenden Was- fengang mit einer Luftwaffe hineinzugehen, unter deren vernichtenden Schlägen- die britische Luftwaffe heute schon in die Verteidigung gedrängt worden ist. Wie die deutsche Luftwaffe durch die Verlänge­rung der Front gegen England entlang der Kanal- und Atlanttkküste Die. denkbar besten Ausgangs­punkte für ihren Kampf gegen die britische Insel erhalten hat, so bekam auch die deutsche U-Boot- w affe ganz neue Möglichkeiten, die die Annahme rechtferttgen, daß die Tätigkeit unserer U-Boote, die von der französischen Atlantikküste aus die über­seeischen Zufuhren Englands auch zu seinen West­häfen wirkungsvoll kontrollieren können, wie sie von ihren norwegischen Stützpunkten aus Nordsee und Nordatlantik überwachen, noch keineswegs ihren Höhepunkt erreicht haben dürfte, zumal dem­nächst mit der Indienststellung weiterer Boote zu rechnen sein wird.

England ist isoliert, es hat zusehen müssen, wie einer seiner kontinentalen Verbündeten nach dem andern uhter den Schlägen der deutschen Wehrmacht zusammenbrach. Der Ring, den britische Diplomatie um Deutschland zu legen suchte, um ihm den Le­bensatem abzuschnüren, ist zerbrochen. Heute steht das tontinentale (Europa in geschlossener Front der britischen Insel gegenüber und ist entschlossen, den Kamps um die Befreiung von der britischen Vor­mundschaft zu einem siegreichen Ende zu führen. England kann diesem Kampf nicht mehr ausweichen.

(Eine Dauerlösung.

Der Wiener Schiedsspruch ist nicht nur deshalb gefällt worden, um eine aktuelle Krisis der unga­risch-rumänischen Beziehungen zu verhindern, son- dern er diente auch der Wiedergutmachung eines historischen Unrechts. Vor dem Weltkrieg gehörte zur ungarischen Krone ein Gebiet von 325 411 Quadratkilometer mit einer Bevölke­rung von rund 21 Millionen Menschen. Als die Entente-Politiker 1919 in Trianon das neue Statut für Ungarn diktierten, ging es ihnen nicht um die Ordnung der zweifellos vorhandenen Nationali­tätenprobleme, sondern um die Demütigung und Zerschlagung Ungarns. Das geht am deutlichsten aus der Tatsache hervor, daß die Friedensmacher statt des einen Nationalitätenstaates Ungarn nun drei neue Nationalitäten st aaten schu­fen, nämlich Rumänien, die Tschecho-Slowakei und Jugoslawien. Mehr als Zweidrittel seines Gebietes mußte Ungarn abtreten, und zwar ver­lor es Siebenbürgen an Rumänien, das Ba - n a t zur Hälfte an Rumänien und Jugoslawien, Oberungarn und die slowakischen Bezirke an die Tschecho-Slowakei, Kroatien und Dalma­tien an Jugoslawien. Das verbleibende Rumps- Ungarn war nicht größer alh 93000 Quadrat­kilometer und hatte nur noch 7,5 Millionen Ein­wohner.

Von allen Verlusten wurde am schmerzlichsten die Abtretung Siebenbürgens empfunden, sie war auch am unsinnigsten, weil Rumänien mit den 2,9 Millionen Rumänen im bisherigen Ungarn nun 5,3 Millionen ungarische Staatsbürger erhielt. Außerdem verbinden sich für den Ungarn mit dem Siebenbürger Land viele historische (Erinnerungen, die seinen Nationalstolz ausmachen. In Klausenburg wurde Matthias Corvinus geboren, in Schäßburg fand Ungarns Freiheitsheld und größter Dichter Alexander Petöfi den Tod, in Arad wurden beim Aufstand von 1848 dreizehn ungarische Generale hingerichtet. Ader nicht nur. aus ethnographischen und geschichtlichen, sondern auch aus geopolitischen Gründen erscheint Siebenbürgen dem Westen zugehörig. Von den Karpathenmauern um­schlossen, stößt Siebenbürgen wie ein Keil nach Osten vor, unterscheidet sich aber in seinem Hügel- und waldreichen Landschaftscharakter grundsätzlich von den übrigen, bisher rumänischen Gebieten. Die Flüsse Samosch und Marosch öffnen das Land nach dem Westen, nach Mitteleuropa, woher es denn auch seine Kultur bekommen hat.

Die Schwierigkeiten der jetzigen Regelung, die in den zweiseitigen Verhandlungen zwischen Rumänien und Ungarn nicht überwunden werden konnten und deshalb durch den Wiener Schiedsspruch ge­löst werden mußten, rühren im wesentlichen von der buntscheckigen Zusammensetzung der Siebenbürgener Bevölkerung her. Der Hauptteil der Magyaren, die sog. Szekler, leben nicht im unmittelbaren Anschluß an den magyarischen Siedlungsraum, sondern durch einen ziemlich breiten rumänischen Volksgürtel getrennt im gebirgigen Ostteil des Landes, also in einer recht armen Gegend, und pflegten daher auch schon vor dem Weltkrieg in hellen Scharen nach Rumänien, besonders in das aufblühende Bukarest, abzuwandern, das man aus diesem Grunde scherz-

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(Es wird den jungen Völkern den Weg frei geben müssen, die die Garanten ein^s neuen zukunfts­trächtigen (Europa sind und die bereits bewiesen haben, daß sie willens und imstande f*rb, dem von plutokratischen Fesseln befreiten Erdteil eine Ord­nung der Gerechtigkeit und der Achtung natürlicher Lebensinteressen auch der kleinen Völker zu geben. Der soeben verkündete Wiener Schiedsspruch zum Problem des Gebiets- und Bevölkerungsaustausches zwischen Ungarn und Rumänien zeigt, in welchem Sinne Deutschland und Italien ihre europäische Ver­pflichtung begreifen. Das setzt die Ausschaltung Eng­lands als Störenfried des Kontinents voraus. Der Kampf gegen die britische Plutokratie, von unserer Luftwaffe so verheißungsvoll begonnen, geht weiter. Wir wissen, wie jeder Feldzugsplan für feine Durch- führung eine sorgsame und gründliche Vorberei­tung erfordert. Wir wissen aus den Feldzügen in Norwegen und Frankreich, daß die deutsche Krieg- führung Monate der Ruhe zu nützen versteht und ihre Pläne so vorbereitet, daß in kurzer Frist und mit geringsten Verlusten ein durchschlagender Erfolg erzielt werden kann. England hat diesen Entschei­dungskampf gewollt, es wird ihn bekommen, der Führer wird wie bisher stets auch für ihn den rechten Augenblick zu finden wissen, und die deut" schen Waffen werden ihn mit dem gleichen Elan siegreich zu Ende führen, mit dem sie in dem nun vergangenen ersten Jahre dieses Krieges Englands Trabanten auf dem Festland niedergeschlagen haben.

Dr. Fr. W. Lange.

Der Führer und seine Oherbesehlshaber.

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3n der Mitte: Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht spricht während feines Aufenthalts an der vordersten Front in Dolen mit hom m d

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