Ausgabe 
31.7.1940
 
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in dem 35 000 Lichtjahre entfernten Kugelsterw

photographischen Ausnahmen erschlossen wurde.

Mr die Ertüchtigung der deutschen Jugend

züglich vier Monate Untersuchungshaft, verurteilt, ^nte der Landwirtschaft bergen zu helfen. Der von KriegshUfsdrenstev° bis zum. oes

Im übrigen wurde er freigesprochen. Ernteeinsatz der Jugendlichen ist während des Krre- -Schuljahresi erhielten die ^uler(i^en) bei Wur

Strafmildernd wurde der Umstand, daß der An- ge5 durch besondere Richtlinien geregelt. Ernzelper- digkert die Reife zuerkannt. Zur Zeit ift der Knegs geklagte den dienstlichen Anforderungen nicht ge- fowm die Erntehilfe leisten wollen, z.B. während Hilfsdienst der Abiturlenten(innen) ^ wachsen war, berücksichtigt. Les Urlaubs, und keine eigenen Beziehungen zu Eine Einführung für die Abitunenten(innen) 1941

Aus der engeren Heimat

SJl.-SpOTt

Landkreis Gießen.

Staffel.

*

den berühmten Kugel ft ernhaufen. Ungefähr 100 000 Sterne, darunter etwa 500 rote und gelbe

Bauen haben, können sich wegen des Nachweises ist nicht in Aussicht genommen, einer Arbeitsstelle an das Arbeitsamt wenden.I

Oer Sternhimmel im August

Von Or. Erwin Kossinna.

Leichtathletikkamps Deutschland - Italien

Or.Luh-Gießen am Start im Kugelstoßen.

Der Handball-Großkamps in Gießen

Hessen-Nassau Kurheffen.

Holzhausen), Lang (Hochelheim), Förster (Hanau). Ersatz: Sommerkorn (Hochelheim), Meßner (Garbenheim).

lieber Wenzel im Tor braucht nichts gesagt zu werden, er ist zuverlässig und hat zur Zeit keinen Gegner zu fürchten. Die Verteidigung ist bekannt, beide Spieler waren bei dem Butzbacher Treffen der Bezirksauswahlmannschaften von Friedberg und Gießen die Spitzen ihrer Einheiten. Mittel­läufer Völker ist schon rein körperlich gesehen ein Prachtkerl, dem zudem das Spiel an dieser Stelle außerordentlich liegt. Michel ist gut und hat sich oftmals bewährt, lieber Brenner der hoffent­lich spielen kann gibt es nichts zu sagen. Er wird das in ihn aesetzte Vertrauen rechtfertigen. Scheu­ring ist noch jung, aber außerordentlich wendig, sein Nebenmann verfügt über einen hervorragen­den Wurf und das notwendige technische Verständ­nis. Rühl ist der geborene Sturmführer, schnell, technisch und taktisch aus der Höhe. Lang wird uns ebenfalls nicht enttäuschen; seine Körperbeherrschung und sein Einsatz sind vorbildlich. Förster (Hanau) gebört mit zu den besten Stürmern, die wir im gesamten Bereich auftreiben können. Kurhessen kann mit stärkster Mannschaft antreten...

Das Vorspiel bestreitet unser neuer Gebiets­meister, die Jugend-Elf des Tv. Lützellinden; er spielt gegen eine Stadtvertretung der HI. Immer­hin darf man ihm Chancen einräumen, weil er doch über das bessere Zusammenspiel verfügen dürfte.

große Sternbild des H-rkuIe- E. An klaren, mond- Giganten

einen milchig Achtfleck, Za -en Sgieg«ls°rnr°hr der lWell hergestellten

zu gefährden.

Es ist daher an der Zeit, daß auch unsere Klein­gärtner daran gehen und die Organisation des Selbstschutzes in die Hand nehmen.

Gegen Splitterwirkung von Sprengbomben und Flakgeschossen haben sich Schutzbräben auf das beste bewahrt. Und um gegen herab fallende Splitter ge­schützt zu fein, ist es zweckmäßig, eine Abdeckuna der Schutzaräben mit einer Bretterauflage, die durch eine Erdschicht noch verstärkt werden kann, vorzu­nehmen. Was nun die Anlegung solcher Schutz­gräben betrifft, ist es am besten, wenn sich meh-

DerKriegshilfsdienst" wurde zu Beginn des Krieges eingerichtet. Er findet nur auf Schuler (innen) insbesondere Abiturienten(mnen), höherer Lehranstalten Anwendung. Schüler(innen) aus der 8. bzw. 9. Klasse höherer Schulen konnten zum Zwecke des Kriegshilfsdienstes aus der Schule ent­lassen werden, wenn örlliche Notstände dies not­wendig machten. Die Entscheidung, was als wich- tiger Kriegshilfsdienst anzusehen ist, traf der Ober- Präsident bzw. die Schulverwaltung. Bei Ableistung von Kriegshilfsdiensten bis zum Abschluß des

Landhilfe.

Die .Landhilfe" war eine Arbeitseinsatz Maß­nahme. Sie hatte zum Ziel, arbeitslose Jugendliche bis zu 25 Jahren in der Landwirtschaft einzusetzen und gab landwirtschaftlichen Betrieben durch beson­dere Förderungszuschüsse die Möglichkeit, diese Ju­gendlichen in stärkerem Maße einzustellen. Trägerin der Landhilfe war die Reichsanstalt. Die Durch­führung lag bei den Arbeitsämtern. Praktisch wird die Landhilfe heute in dieser Form nicht mehr durch geführt, da die Voraussetzung, die zu ihrer Einführung geführt hat, die Arbeitslosigkeit der Jugendlichen, nicht mehr vorhanden ist. Als be­sondere Form besteht in Einzelfällen noch ineFa- milienlandhilfe".

Erntehilfe.

Mit besonderer Spannung sieht man natürlich dem erneuten Zusammentreffen von H a r b i g und L a n z i entgegen. Lanzi will in Stuttgart die 400 und die 800 Meter laufen, außerdem die 4X400- Me ter-Staffel. Unser Weltrekordmann ist dagegen nur für den 800-Meter-Lauf namhaft gemacht, so daß sich also auf ihn das Hauptinteresse konzen­triert. Lanzi hat viele gute Rennen in diesem Jahr gelaufen und steht mit einer Zeit von 1:50,5 in der Rangliste etwas besser als Harbig, der bisher

nur" 1:51,1 schaffte. Eine klare deutsche Heber« legenheit wird sich in den Langstrecken, im Speer- und Hammerwurf, im Dreisprung und Stabhoch­sprung und in der 4X400-Meter-Staffel ergeben. Mit Kaindl am Start sollten auch die 1500 Meter kaum verloren gehen. Italien ist stark in den Kurz­strecken. Gute Aussichten hat Italien auch über 400 Meter, in den Hürdenläufen, im Diskuswurf, im V)eit- und Hochsprung sowie in der kurzen Vierer-

Der bekannte Gießener Leichtathlet Dr. Luh, der in den vergangenen Wochen in einem eifrigen Trainina stand, ist nun endgültig zur Teilnahme am Länderkampf gegen Italien aufgesteltt. Dr. Luh hat bei den Hebungsabenden der Trainingsgemein- schäft der heimischen Leichtathleten (Leitung: Kreis- fachwart Himmelmann) eine stete Formverbes­serung gezeigt und in diesem Jahre erstmalig die 15-Meter-Grenze überschritten. Seine beste Leistung war bisher die Weite von 15,41 Meter. Vor kurzer Zeit nahm sich nun auch der Reichstrainer Christ- mann (Berlin) seiner an und trainierte ihn in einem zweitägigen Kursus mit aller Sorgfalt. Der Trainer hatte Anlaß, mit den Leistungen Luhs sehr zufrieden zu sein. Der Eindruck, den Reichssport- lchrer Christmann von dem Gießener Leichtachleten gewann, dürfte entscheidend für die endgültige Auf­stellung in der deutschen Ländermannschaft gewesen sein. Dr. Luh wird also im Kugelstoßen Deutschland vertreten. Neben ihm startet Bongen (Berlin), der im vorigen Jahre noch als Jugendlicher kämpfte, immerhin aber für die Leistung von 14,50 Meter gut ist. Hoffentlich gelingt es unserem Gießener Leichtathleten, mit einer schönen Leistung und einem Sieg in seiner Disziplin aufzuwarten.

artigen Schutzgraben ausmerfen. Wenn bei der An­lage des Grabens nicht außer Acht gelassen wird, daß er von den Wohnlauben der daran beteiligten Kleingärtner nicht weiter als dreißig Meter ent­fernt liegen darf, dann ist schon die Hauptsache getan.

* Mit dem Eisernen Kreuz ausge­zeichnet. Dem Oberleutnant der Schutzpolizei Heinz Radon, vom Kommando der Schutzpolizei Gießen, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde beim Uebergang über die Aisne am 28. Juni das Eiserne Kreuz II. Klasse verliehen.

Strafkammer Gießen.

Der K. Sch. in Hartmannshain war angeklagt, als Beamter, und zwar als Gemeinderechner, einen Geldbetrag von etwa 1300, RM., den er in amt­licher Eigenschaft erhalten und in Gewahrsam hatte, unterschlagen und in Beziehung auf die Unterschla­gung die zur Eintragung oder Kontrolle der Ein­nahmen und Ausgaben bestimmten Bücher, Rech­nungen und Register verfälscht und unrichtig geführt zu haben. Der Angeklagte gibt die falsche Buch­führung zu, bestreitet aber die Unterschlagung. Der Anklagevertreter beantragte eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren und eine Geldstrafe von 500,

für den durch die Tagesarbeit ermüdeten Geist und Körper finden.

Wie im Fluge vergehen die Stunden und die warmen Nächte verlocken so manchen, besonders von Samstag auf den Sonntag, gleichdraußen" zu bleiben. Ganz besonders für die Kinder, deren Ferien begonnen haben, gibt es kaum ein größeres Glück und Abenteuer als zusammen mit den Eltern irgendwo draußen, am Rande der Großstadt, in der gemütlich eingerichteten Wohnlaube die Befreiung von der bedrückenden Enge des Häusermeers zu erleben.

Das Leben hier brausten liegt so fernab von dem Gedankenkreis des Alltags, daß ein Klein­gärtner, der neulich gefragt wurde, was er tun würde, wenn plötzlich Fliegeralarm tarne, nur Der- wundert aufblickte und dann mit den Schultern zuckte. Darüber schien er noch nicht nachgedacht zu haben und dabei ist es gerade für den Kleingärtner wichtig dafür zu sorgen, daß er feindlichen Luft­angriffen nicht völlig wehrlos ausgeliefert ist. Eng­lische Flieger haben sich nicht gescheut, ihre Bom- benlast auf Laubenkolonien und Schrebergärten ab- zuwerfen und dadurch das Leben der Kleingärtner

lang sichtbar. Mars steht hinter der Sonne und kann daher nicht gesehen werden.

Die Sonne wandert im Lause des Monats um ^ehn Sagengrabe nach Süden. Gleichzeitig nimmt :>ie Tagesdauer im mittleren Deutschland von 15V4 auf 13^2 Stunden ab. Der Mond hat folgende Lichtgesta'lten: Neumond am 3., erstes Viertel am 10., Vollmond am 18., letztes Viertel am 26. August.

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rere Kleingärtner die Grundstücksnachbarn sind, zu- sammentun und in gemeinsamer Arbeit einen der-1

Auch am Morgenhimmel sind im August zwei Planeten sichtbar. Venus ist Morgenstern, erscheint bereits drei Stunden vor Sonnenaufgang im Ostnordosten und strahlt in den ersten August- nächten im höchsten Glanze. Sie übertrifft dann den in ihrer Nähe stehenden Fixstern erster Größe Be­teigeuze im Orion um mehr als das hundertfache an Helligkeit. Zwischen dem 7. und 20. August, am - - -

besten vom 10. bis 13., ist Merkur tief im Nord- tur gerichtet ist. Zwischen Arktur und Wega dehnen osten vor Sonnenaufgang etwa eine halbe Stunde j sich die halbkreisförmige Nördliche Krone und das

RM.

Der Angeklagte wurde des Verbrechens der schweren Urkundenfälschung und der Urkunden- fälschung schuldig erkannt und zu einer Gesamt-

Neben der studentischen Erntehilfe hat die Reichs­studentenführung noch den fogenanntenGrenzlanb- dienst" eingeführt. Während der Ferien stellen sich die Studenten zum Einsatz in der Landwirtschaft der Grenzbezirke zur Verfügung. Die Studenten sollen durch den Grenzlanddienst die bäuerliche Ar­beit erleben, die Aufgabe und Bedeutung der Grenz­gebiete kennenlernen und ihren kulturellen Wert festigen und hegen. Der Grenzlanddienst ist eine politisch-kulturelle Aufgabe.

Kriegshilfsdienst.

mußte Wißmar jedoch den nun bester aufkommenden Gastgebern den Sieg überlassen.

Leihgestern 1. Jugend Daubringen 1. Jugend 3:4.

Die beiden Jugendmannschaften des Sportklubs Daubringen weilten am vergangenen Sonntag zu Freundschaftsspielen in Leihgestern und konnten in beiden Spielen den Sieger stellen. Die 1. Jugendelf gewann nach schönem Kampf mit dem knappen Er­gebnis von 3:4 Toren.

Leihgestern 2. Jugend Daubringen Jugend 2:1.

Die Leihgesterner Jugend mußte am vergangenen Sonntag eine Niederlage, wenn sie auch knapp aus­fiel, einstecken. Die Daubringer waren überlegen und siegten verdient. Bei Halbzeit stand das Spiel 0:0. Nach der Pause stellten die Gäste das Ergebnis auf 2:0. Schließlich aber gelang es durch Dern das Ehren­tor für Leihgestern zu retten.

ben je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,16 RM., bl (135 bis I 149,5 kg) 1,16 RM., b2 (120 bis 134,5 kg) 1,16 RM., c (90 bis 119,5 kg) 1,14 RM., d (80 bis 89,5 kg) 1,08 RM., ef (unter 80 kg) 1,04 RM., gl (fette Specksauen) 1,16 RM., i (Altschneider) 1,16 RM., g2 (andere Sauen) 1,08 RM., h (Eber) 1,08 RM. Marktoerlauf: alles zugeteilt.

Schweinemarkt in Butzbach.

* Butzbach, 30. Juli. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 415 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten bis sechs Wochen alte Ferkel bis 22 RM., sechs bis acht Wochen alte 22 bis 28 RM., acht bis zehn Wochen alte Tiere 28 bis 33 RM. Der Handel war anfangs flott, später schleppend; es verblieb geringer Ueberstand.

Seitdem im Juni Venus vom Wendhimmel ver­schwand und Morgenstern wurde, waren die Abende frei von Planeten. Dies wird jetzt anders. Die bei­den Großplaneten Jupiter und Saturn, welche bisher nur in der zweiten Hälfte der Nacht sichtbar waren, verlegen ihren Aufgang in immer frühere Stunden. Zu Beginn des Monats gehen sie kurz vor Mitternacht, Ende August bereits um 22 Uhr Sommerzeit auf. Jupiter steht west lick von Saturn. Da beide Planeten rechtläufig sind, d. h. ostwärts wandern, Japiter aber der schnellere ist, so holt er den Saturn ein und läuft am 15. Auautt an ihm nördlich vorüber. Der scheinbare Abstand Der beiden Grohplaneten beträgt an diesem Tage nur wenig über einen Grad. Wir werden also Mitte August, in der Zeit nach 23 Uhr, das schöne Schauspiel der Begegnung von Jupiter und Saturn erleben. Dann entfernen sich die beiden Wandelsterne von einander, jedoch nicht weit, werden rückläufig, und im Oktober findet eine zweite Begegnung statt? Ein drittes Zu­sammentreffen folgt im Februar. Erst dann lösen sich beide Planeten endgültig von einander.

Bemerkenswert ist nun, daß diese dreifache Be­gegnung von Jupiter und Saturn zu einer Zeit stattfindet, wenn sie der Sonne gegenüberstehen, also besonders gut am Abendhimmel sichtbar sind, ein außerordentlich seltenes Ereignis, das nur in Abständen von Jahrhunderten sich wiederholt und zuletzt im Jahre 1682 beobachtet worden ist. Nach neueren Forschungen hat sich dieGroße Kon­junktion", eine dreifache Jupiter-Saturn-Begeg- nung, in ganz ähnlicher Weise auch im Jahre 7 vor der Zeitrechnung abgespielt und Veranlassung zu der biblischen Erzählung vom Stern der Weisen aus dem Moraenlande gegeben. Alter Glaube verband mit derGroßen Konjunktion" das Eintreten roelt- geschichtlicher Ereignisse größten Ausmaßes.

2000 Meter Wasserstellen unter den Taunusbergen.

Lpd. Bad Homburg v. d. H., 29. Juli. Seit einer Reche von Jahren galt die Sorge der Hom­burger Stadtverwaltung der Wasserversorgung, die in trockenen Sommern nach der Einbeziehung der Vororte Kirdorf und Gonzenheim sowie der Nach­bargemeinde Dornholzhausen den Spitzenanforde­rungen nicht mehr genügte. Aus den verschiedenen, ins Gebirge getriebenen Stollen und aus den ge­faßten Quellen ergab sich eine verfügbare Wasser­menge von 4500 Kubikmeter, während der Bedarf zeitweise auf über 5000 Kubikmeter stieg. Es wurde daher beschlossen, den 752 Meter langen Braumann- Stollen noch um weitere 1000 Meter in Richtung Marmor st ein in das Gebirge vor- zutreiben und damit ein neues Einzugsgebiet von 4 Quadratkilometer mit einer täglichen Was- serleistung von rund 1500 Kubikmeter zu erschließen. Die Arbeiten sind bereits in vollem Gange, und 200 Meter unter Tag donnern die schweren Preßlufthämmer gegen das Gestein. Zur Zett gilt es, gegen den außerordentlich harten Taunusquarzit vorzustoßen. In harter Arbeit wird der Stollen täglich um 40 Zentimeter ron getrieben, aber nach dem Gutachten der Sach­verständigen soll bald weniger hartes Gestein kom­men, so daß die Arbeiten in der vorgesehenen Zeit von 400 Arbeitstagen durchgeführt werden können.

Zum ersten Male wird bet diesen Arbeiten das Taunusaebirae in einer derartigen Länge durch­stoßen, so daß sich dabei sicher auch für die Wissen­schaft manch wertvolle Anhaltspunkte ergeben wer­den.

15 Diebstähle -15 Monate Zuchthaus.

LPD. F r a n k f u r t a. M., 29. Juli. Das Sonder­gericht Frankfurt verurteilte einen 19jährigen Bur­schen wegen 15 Diebstählen, die er teilweise unter Ausnutzung der Verdunkelung begangen hat, zu 15 Monaten Zuchthaus. Der Angeklagte war bei der Reichsbahn beschäftigt, brach Spinde seiner Ar- beitsEameraben auf und stahl daraus wahllos Ge­genstände und Bekleidungsstücke.

Die herrliche Adolf-Hitler-Kampfbahn in Stutt­gart iift am Wochenende der Schauplatz des zwei­ten deutsch-italienischen Leichtathletik-Länderkamp­fes. Die Tatsache, daß die beiden befreundeten Länder zu diesem Länderkampf ihre besten Athleten aufgeboten haben und daß wieder ein großer Zwei­kampf zwischen Harbig und Lanzi auf der klassi­schen 800-Meter-Strecke bevorsteht, gibt dem Treffen einen durchaus friedensmäßigen Anstrich. Dieser Kampf der Freundschaft" in schwerer Zeit ist tatsächlich ein besonderes Ereignis und wird den hohen Leistungsstand der deutschen und italienischen . , Kriegs-Leichtathletik beweisen.

verlauf. Alles zugeteilt. | iirni^ 400 Meter, die beide unser Weltrekord­

mann Harbig gewann. Heber 800 Meter mußte er Weltrekord lausen, um den Italiener zu schlagen, und über 400 Meter war der Deutsche, in ebenfalls glänzender Zeit, nur eine Handbreite eoer am Ziel. Beim Stuttgarter Treffen am Wochenende dürfte der Gesamtsieger ebenfalls Deutschland heißen, aber das Ende wird doch knapper und umstrittener sein.

= Mainzlar, 29. Juli. Im Parteilokal Müller

fand eine Besprechung statt, zu der die Zellen-, ( k keimisckeit TuKballjuaend. Amts- und Blockleiter, Führer der Gliederungen so- Spiele vki juyvuujuysii

wie Walter und Warte der angeschlossenen Verbände Großen-Lindeu 1. Jugend Wißmar 1. Jugend erschienen waren. Die Arbeitstagung begann mit 0:2 (0:0).

einer Ehrung der im Freiheitskampfe Großdeutsch- Am vergangenen Sonntag trafen sich beide Mann- lands gefallenen Helden. Nach den Eröffnungsworten schäften zu einem Freundschaftsspiel in Großen-Lin- des Ortsgruppenleiters Pflüger wurde in schlich- den. Die Platzbesitzer, die in der ersten Spielhälfte ter, feierlicher Form dem Pg. und SA.-Rottenführer mit dem Wind im Rücken spielten, wurden öfters Otto Wagner das Schutzwall-Ehrenzeichen über» gefährlich. Die Hintermannschaft der Wißmarer, ins- reicht. Dann folgte die Bekanntgabe und Verteilung besondere der Torhüter, machten aber jede Chance der neuesten Richtlinien und Rundschreiben. Nach zunichte. Sofort nach dem Wechsel kam der Sturm einer kurzen Aussprache der Anwesenden unterem- der Wißmarer durch, und der Halblinke konnte zum

ander sand der Abend seinen Abschluß. 1:0 einsenden. Weitere Angriffe beider Mannschaften

-------- blieben vorerst erfolglos. Kurz vor Schluß konnte

Gießener Schlachtviehmarkt. der Linksaußen auf 2:0 erhöhen. Das Spiel wurde

Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt'©to^n-ynÖEn^"iugenb Wißmar 2. Jugend (Schlachtvieh-Derteilungsmarkt) in der Viehverstei- 4«2 (2 2).

gerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 35 bis Beide Jugendmanns'chaften'lieferten sich bis zur 8är^f20 49,5?6!r M bÄiW SI^uie ein °u-S-glich°n°s Spiel, Nach dem Wechsel'

bis 40 Rpf. je th kg Lebendgewicht. Ziegen, Stück

10,, 25, bis 28, RM. Für Schweine wur-

An der Erntchilfe haben sich in den letzten Jah­ren alle Kreise beteiligt. Schulen, HI., Studenten, SA., Partei, Arbeitsdienst und Wehrmacht haben |W|^..Oo ------------- . . .sich zur Verfügung gestellt. Die Erntehilfe hat sich

gefängnisstrafe von acht Monaten, ab- ^^ Aufgabe gestellt, in freiwilligem Einsatz die

Nachdem die Zett der Hellen Nächte in Deutsch­land vorüber ist, erstrahlt der Fixsternhimmel an klaren Augustabenden wieder in hehrer Pracht. Zu Beginn des Monats gegen 23 Hhr, Ende August gegen 21 Hhr finden wir die schöne blauweiß fun­kelnde Wega, den Hauptstern der Leier, und den hellsten Fixstern des Sommerhimmels, nahe dem Zenit. Oefüich der Leier erstreckt, ganz in den hellen Grund der Milchstraße gebettet, das kreuzförmige

Bild des Schwans, der mit weit ausladenden Flü-1 mar nicht leicht, die Mannschaft aufzustellen, aeln und lang Dorgeftrecftem Hals nach Süden öie Farben des Gaues Hessen-Nassau bei der fliegt. Das Schwanzende des Schwans wird durch Großveranstaltung des Fachamts Handball am kom- den hellen Stern D e n e b, der Kopf durch den menden Sonntag in Gießen vertreten soll. Zunächst schönen Doppelstern Albireo bezeichnet. Deneb ist galt es die richtige Auswahl zu treffen, dann aber eine Riesensonne von ungeheurer Leuchtkraft Da die Posten so zu besetzen, daß nicht im letzten die Entfernung dieses Sternes rund 600 Licht- Augenblick noch Mängel auftreten. Darüber hinaus jähre beträgt, so muß seine absolute Helligkeit etwa mTI|te berücksichtigt werden, daß die Männer noch lOOOOnral so groß wie die der Sonne sein, wah- miteinander gespielt haben, und daß deshalb rend der Durchmesser bei einer Oberflachentempera- s^n bie Wahl auf die Kräfte fallen mußte, die die tur von 11 000 Grad 35 Sonnendurchmesser betragt. Gewähr für ein sofortiges Sichverstehen bieten. Wir

Südlich vom Schwan glänzt der Helle weiße Atair können von unseren Spielern sagen, daß sie bis jetzt im Adler und bildet mit Wega und Deneb ein auf- in allen Fällen den Kontakt mit ihren Kameraden fallendes gleichschenkliges Dreieck, das den Süd- hergestellt haben und deshalb auch sofort im Bilde Himmel während der kommenden Monate beherrscht, waren. Das wird auch diesmal wieder zutteffen. Die Milchstraße teilt sich hier in zwei Arme, die Gewiß hätte man in normalen Zeiten den einen 3um Schützen und Schlangenträger herabziehen, ober anderen Posten noch besser besetzen können, das Dunkle kosmische Staubmafsen, die vor den viele jft aber im Augenblick nicht ausschlaggebend. Der tausend Lichtjahre entfernten Sternwolken der Milch- Nachwuchs hat sich, wie allgemein festgestellt werden straße liegen, verdecken die Sicht auf das Zentrum kann, heute so entwickelt, daß er mit ruhigem Ge- unseres Fixsternsystems. Auf der entgegengesetzten wissen zu den größten Ausgaben herangezogen wer- Seite senkt sich das zarte Lichtband der Milchsttaße ben kann. Unsere Mannschaft ist durchweg jung und vom Schwan, wo es besonders hell ist, zur Kas- burchschlagskräftig, wendig und schnell. Ihre Stärke siopeia und zum Perseus im Nordosten. wird mit dem Können des Gegners wachsen.

Wenden wir unseren Blick nach Westen, so fes- Die Mannschaft des Gaues Hessen hat feit uns das prächtige Sternbild des Himmels- folgendes Aussehen:

wagens im Großen Bären, dessen Deichsel auf ben Wenzel (Hörnsheim); Schweitzer (Wohnbach), immer tiefer finfenben, golbgelb strahlenden Ark ° l Krausch (Mtv. Gießen); Brenner (Mto. Gießen), ~ ~ *' ' "" ' i! Völker (Langenselbolb), Michel (Hörnsheim); Scheu-

dring (Münzenberg), Pfeufer (Hanau), Rühl (Dorn-