mb lediglich für Hospitalzrvecke eingerichtet gewesen sei. *
Die britischen Kriegsverbrecher scheuen sich nicht, m der Genfer Konvention festgelegte Sicherheit znd Unverletzbarkeit der Einrichtungen des Roten Kreuzes brutal zu brechen. Für sie gilt kein inter- notionales Recht, was auch die Tatsache beweist, daß schon mehrfach deutsche Seenotflugzeuge, die der Börgung verunglückter Flugzeugbesatzungen dienen und deutlich sichtbar mit dem Roten Kreuz kenntlich gemacht sind, von den Fliegern der Royal Air Force beschossen worden sind.
Italienischer Wehrmachtsbericht.
Rom. 30. lull (D71B.) Der italienische Wehr- Machtsbericht hat folgenden Wortlaut:
In der vergangenen Rächt haben zahlreiche Jor- mationen unserer Luftwaffe wiederholt einen feindlichen Geleitzug im östlichen INittelmeer, der von Kriegsschiffen, darunter ein Flugzeugträger, begleitet war, mit Bomben belegt. Verschiedene Lin- Helten sind schwer getroffen worden. Lin Schiff wurde in Brand gesteckt.
3m Verlaufe eines Luftkampfes zwischen unseren Bombern und feindlichen Jägern, die von dem Flugzeugträger aufgestiegen waren, ist ein feindliches Flugzeug abgeschossen worden. Lines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt.
3n Ost-Afrika ist unsere Besetzung von Kur- mak verstärkt worden, wobei eine ganze feindliche Versorgungskolonne mit Proviant, Waffen und Munition abgefangen wurde. Der Hafen von Aden ist wirksam mit Bomben belegt w o r d e n. Lin Schiff hat einen Volltreffer erhalten.
Konsultationspakt zwischen Spanien und Portugal.
Madrid, 31. Juli. (Europapreß.) Das spanische Außenministerium gibt den Wortlaut eines Zttsatz- protokolls zum spanisch-portugiesischen Freund- fchafts- und Nichtangriffspakt bekannt. Dieses besagt: Angesichts der tiefempfundenen Solidarität und der engen Freundschaft der beiden Nationen der Iberischen Halbinsel, und um dem bestehenden Freundschafts« und Nichtangriffspakt eine größere Wirkung zu geben, kommen beide Regierungen überein, sich miteinander ins Einvernehmen zu fetzen, wenn es die Interessen der beiden Länder erfordern und wenn Vorfälle zu verzeichnen sind, die die territoriale Integrität des Mutterlandes gefährden oder die Sicherheit und Unabhängigkeit eines der beiden Länder bedrohen. Jeder Dertragsteil kann eine sofortige Aussprache herbeiführen, wenn er die oben angedeuteten Gefahren feststellt. Beide Partner erklären, daß dieses Abkommen nicht im Widerspruch zu Verträgen mit dritten Staaten stcht.
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Lissabon, 31.Juli. (Europapreß.) Mit großer Befriedigung wird in alley Kreisen der portugiesischen Bevölkerung die Unterzeichnung des Zusatzprotokolls begrüßt. Die Unterzeichnung räumt endgültig mit den Gerüchten auf, die von spanisch-portugiesischen Differenzen wissen wollten; sie bekräftigen vielmehr das enge Einvernehmen der Staaten der Iberischen Halbinsel. Die Presse unterstreicht die weitreichende Bedeutung der Unterzeichnung. Das Regierungsblatt „Diario da Manha" schreibt, daß mit dem Zusatzprotokoll die Grenzen einer nur gutnachbarlichen Politik, im besten Sinne der Bedeutung dieses Wortes, überschritten werden. „Diese Vervollständigung des spanisch-portugiesischen Nichtangriffs-Dertrages", schließt das Blatt, „stellt einen schönen Beitrag oder einen sicheren Ausgangspunkt zur Wiederherstellung des Friedens in Europa und zur Schaffung geordneter Verhältnisse in der Wett dar."
Die Besprechungen in Salzburg
Eine Erklärung
des bulgarischen Außenministers.
Sofia, 30. Juli. (Europavreß.) Nach einer Audienz beim König erklärte Außenminister Popo f f der Presse: „Wir sind sehr zufrieden, daß uns die Einladung, die wir vor einer Woche erhalten hatten, Gelegenheit gab, mit dem Führer Deutschlands und seinem Außenminister von Ribbentrop zusammenzutteffen. Der. Besuch fand in einer Atmosphäre der Herzlichkeit, Offenheit und des gegenseitigen Verständnisses statt, wie sie unter ehemaligen Waffenbrüdern selbstverständlich ist, die zueinander die besten Gefühle hegen und sich gegenseitig schätzen. Dabei muß ich unterstreichen, daß sowohl Herr Hitler als auch der Leiter seiner Außenpolitik dem bulgarischen Volk die wärmsten Sympathien und volles Verstäub- nis für seine Lage entgegenbringen. Der Realismus, in dem der Führer die Lage betrachtet, sowie das tiefe Gerechtigkeitsgefühl, in dem die Gespräche geführt wurden, haben uns zu tiefst beeindruckt. Das, gibt uns die Berechtigung zu glauben, daß die Besprechungen von Salzburg von großem Nutzen für die Ordnung und Ruhe im Balkanraum sein werden. Das bulgarische Volk kann daher zuversichtlich die weitere günstige Entwicklung der Dinge abwarten."
Oie Regierungsumbildung in der Slowakei.
Preßburg, 31.Juli. (Europapreß.) Die slowakische Oeffentlichkeit wurde am Dienstagmorgen durch« Sonderausgaben von der feit einiger Zeit erwarteten Umbildung der slowakischen Regierung in Kenntnis gesetzt, durch die Ministerpräsident T u k a auch mit dem Posten des Außenministers und S a n o Mach mit dem Innenministerium und dem Oberkommando der Hlinka-Garde betraut wurde. In politischen interessierten Kreisen betont man, die außenpolitische Konzeption Tukas habe den Sieg baoongetragen. Sans Mach sei einer der vordersten Kämpfer für das slowakische Volk. Tuka und Mach seien verbunden durch gemeinsame Kämpfe und Leiden für die Freiheit der slowakischen Nation. Man könne mit Recht erwarten, daß für das slowakische Volk ein neuer und besserer Abschnitt seines Lebens beginne. Von Volksdeutscher Seite wirb die neue Regierung mit Befriedigung zur Kenntnis genommen. Man betont den Willen, mit den Slowaken Hand in Hand am inneren Aufbau der Slowakei mitzuarbeiten.
Das führende slowakische Organ „Slovak" schreibt: Der Führer hat erneut bewiesen, daß die Slowakei eine Sache seines Herzens ist. Er hat den Vertretern des slowakischen Staates erklärt, baß die Slowakei unter dem Schutze des Grohbeutfchen Reiches ihre staatliche Selb ft ättdig kett und die In
tegrität ich res Gebietes gesichert sehen dürfe. Dafür seien die Slowaken dem Führer der deutschen Nation unendlich dankbar. Seine Erklä- rung bedeute, baß seine Freundschaft zur Slowakei konsequent unb unerschütterlich ist. Alle ehrlichen Slowaken, die es mit dem Wohl ihrer Nation unb ber deutsch-slowakischen Freundschaft ehrlich meinen, feien von dem Ergebnis der Salzburger Besprechungen hoch befriedigt. Erhobenen Hauptes unb freudigen Herzens nehmen sie daher die Arbeit für eine schönere unb bessere Zukunft ber Slowakei auf, in enger und ehrlicher Verbundenheit mit dem Großdeutschen Reich.
Ser neue deutsche Gesandte in preßburg.
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Der Gesandte im Auswärtigen Amt Manfred von Killinger wurde auf Vorschlag des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop vom Führer zum Gesandten in der slowakischen Hauptstadt Preßburg ernannt. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
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Manfred von Killinger ist 1886 auf dem väterlichen Freigut Lindicht bei Nossen in Sachsen geboren. 1904 trat er als Seekadett in die Marine ein. Als Kommandant eines Torpedobootes hat er an der Skagerrakschlacht teilgenommen. In der Nach- kriegszeit gehörte er dem Freikorps Ehrhard und der Organisation Condor an. 1921 machte er den Sturm auf den Annaberg mit. Er war Leiter des Wikingbundes und schloß sich, nachdem dieser aufgelöst war, ber NSDAP, an, in welcher er seit Juni 1932 Führer der SA.-Obergruppe I war. Nach der Machtergreifung wurde Killinger Reichskommissar, fpäter Ministerpräsident von Sachsen, im Juli 1933 Führer der SA.-Obergruppe IV; in beiden Aemtern blieb er bis zum Sommer 1934. Nachdem Killinger im Früh- fahr 1937 in besonderer Mission im Hauptquartier des Generals Franco geweilt hatte, ging er im Juli des gleichen Jahres als Generalkonsul nach San Franzisko und wurde, nachdem der bisherige Adjutant des Führers, Hauptmann Wiedemann, als Generalkonsul nach San Franzisko entsandt worden war, im Januar 1939 zur besonderen Verwendung in das Auswärtige Amt berufen.
Oie Aufdeckung des britischen Spionagenetzes in Japan.
Rom, 31. Zull. (Europapreß.) Die japanische Presse bringt weitere Einzelheiten über die unterirdische Tätigkeit des Intelligence Service in Japan. Ein weites Netz von Banken und Wirschafts-Unternehmungen, etwa 200 an der Zahl, sowie von mittelbar oder unmittelbar unter englischem Einfluß stehenden Vereinen sei von England in den Dienst seiner Propaganda gestellt worden. Getarnte Beamte von Unternehmungen, die für die Flugzeug- Industrie arbeiteten, seien mit der Überwachung der javanischen Flugplätze betraut worden. England habe weiter die Versicherungs-Gesellschaften gegen Brand und Unfall finanziert, um auch von dort aus Kontrollen auszuüben. Zwei weitere Engländer sollen verhaftet worden sein. Sie lebten bisher in Kobe und Nagasaki und stehen ebenfalls unter Spionageverdacht. Gleichzeitig wird bekannt, daß eine weitgehende Ausschaltung des englischen Elements in Japan bevorsteht. Fünfhundert ausländische Lehrer, zum größten Teil Engländer, sollen entlassen werden. Die englischen Missionen in Japan werden einer strengen Kontrolle unterstellt werden.
Die Verhaftung englischer Staatsbürger in Japan nahm ber britische Außenminister Lord Hali- f a x zum Anlaß einer Erklärung im Oberhaus. Er leugnete natürlich die subversive Tätigkeit der verhafteten Engländer und behauptete, daß die japanischen Anschuldigungen nicht den Tatsachen entsprächen. Die englische Regierung habe in Tokio gegen die Verhaftung schärfsten Einspruch erhoben. Auch dem japanischen Botschafter habe Lord Halifax die Stellung der brittschen Regieruna dargelegt. Der britische Nachrichtendienst gibt den Inhalt der von dem englischen Botschafter in Tokio der japanischen Regierung überreichten Note bekannt, in der es unter geflissentlicher Außerachtlassung der erwiesenen Tatbestände heißt, die britische Regierung habe den Eindruck, daß für die Verhaftungen politische Gründe maßgebend gewesen wären.
Wo sollen unsere Gesottenen ruhen?
Laßt ihnen den Ehrenplatz an der Seite ihrer Kameraden! — Oie deutsche Wehrmacht betreut ihre Gräber.
Berlin, 30. Juli. (DNB.) Schulter an Schulter, wie sie gekämpft haben, ruhen unsere toten Soldaten in der Erde, die sie mit ihrem Blut geweiht haben. Wie sie ausrückten in Reih und Glied, Liegen sie nebeneinander, ob Offizier, ob Mann. Der Tod kennt keine Rangunterschiede mehr. Sie sind nur noch Kameraden. Das Band, das sie im Leben verknüpfte, hat sie im gemeinsamen Tod noch fester verbunden.
Gewiß, man versteht es, baß manche Mutter, manche Frau, die ihr Liebstes und Bestes dem Vaterland opferten, den Sohn, den Gatten, nun im Tode wieder bei sich in der Heimat haben möchten. Aber hast Du ein Recht, den toten Soldaten aus den Rechen feiner Kameraden zu reißen? Tritt an die Gräber, und wie geheimnisvolles Raunen klingt es Dir entgegen: Laß mich hier ausruhen von Kampf und Streit, hier bei meinen Kameraden, mit denen ich antrat, um für Euch und uns den Sieg an die Fahnen zu heften.
Es hieße den Geist unserer Tage schmählich ver- fennen, wollte man Vergleiche ziehen mit dem Weltkrieg und den bitteren Jahren, die ihm folgten. Organisationen haben damals in heißem Bemühen ihr Möglichstes getan, den gefallenen Kriegern in Feindesland eine würdige Ruhestätte zu bereiten. Aber ihre Kraft reichte nicht aus. Der damalige Staat versagte ihnen die Unterstützung, die bas Opfer ber gefallenen Helden verdiente. Die Fesseln des Versailler Vertrages machten es schwer, sich um die Gräber so zu kümmern, wie man es gern wollte.
Heute ist bas anders. Das nattonalsozialistische Deutschland sieht es als seine heiligste Pflicht an,
den Opfern des Krieges die Ehrung zu erweisen, die ihres Einsatzes würdig ist. Darum hat die Wehrmacht selbst die Betreuung der Soldatengräber übernommen. Ehrenfriedhöfe werden errichtet oder den aus dem Weltkriege bestehenden angegliedert. Hier erhält jeder Gefallene, dessen Umbettung von seiner ersten Grabstätte notwendig ist, in einem Sarge sein Einzelgrab. Steine auf jedem Hügel werden für alle Zeiten seinen Namen, Truppenteil, Heimatort, sein Alter und seinen Todestag festhalten. Nicht des unbekannten grauen Soldaten sollen wir an diesen Stätten aedenken. Jeder einzelne ^oll weiterleben. An seinem Grabe sollen wir jedem einzelnen im Geiste die Hand reichen zum Dank und Gelöbnis. '
Denn das sollen diese Ehrenfriedhöfe mit ihren weit in die Lande ragenden Mahnmale werden: Wallfahrtsstätten, die späteste Geschlechter herausrufen zu heiligem Gedenken. Enkel und Urenkel werden ihren tapferen Ahnen aussuchen unb an seinem Grabe seines Blutes in sich ver- pflicktend bewußt werden. Die ganze Nation wird hierher wallfahren, Hitler-Jugend und junge Soldaten. Hier werden sie den Geist spüren, der diese Männer beseelte, -den Geist größter Einsatzbereitschaft für Deutschlands Ruhm und Größe, den Geist treuer Kameradschaft, der sie auch noch im Tode umfangen hält.
Darum deutsche Mutter und deutsche Frau, deutscher Sohn und deutsche Tochter, laßt den teuren Toten da ruhen, wo sein Ehrenplatz ist, an ber Seite seiner Kameraden. Laßt ihn neben den Männern, mit denen er gemeinsam kämpfte, blutete und siegte!
Geschütz Nelke feuerbereit.
Ritterkreuzträger als Geschützführer.
Von Kriegsberichter Ludwig v. Oanwih.
DNB......,30. Juli. (PK.) Irgendwo an der
französischen Kanalküste kann man ein leichtes deutsches Flakgeschütz treffen, an dem man als Wache vielleicht einen Gefreiten oder einen Unteroffizier findet, der das Eiserne Kreuz I. Klasse trägt. Denn bte gesamte Geschützbedienung ist 'mit dem E. K. I ausgezeichnet, und Geschützführer ist der jetzige Oberwachtmeister Herbert Nelke, dem unlängst vom Führer auf Vorschlag des Reichsmarschalls das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz verliehen wurde.
In der Nacht vom 7. zum 8. Juni war er mit seinem Geschütz zur Nachtsicherung an einem Bahnübergang eingesetzt gewesen und wußte nicht, daß er weit vor der eigenen Linie lag. Denn ein Oberleutnant von der Pak hatte ihm gesagt, daß vor ihm noch Pak eingesetzt sei und im Laufe ber Nacht vielleicht zurückgenommen würde. Aber es kam ganz anders. Es war etwa gegen 1.45 Uhr, so erzählt Nelke, — ich saß auf dem Richtsitz —, als ich Marschtritte unb Waffenklirren hörte. In der Annahme, es sei die eigene Jnsanteriesicherung, ließ ich die Leute zunächtz herankommen. Ja, in einem Meter Entfernung ging die Spitze des Trupps sogar an mir vorbei. Erst der Sechste sprach mich auf Französisch an, war aber ber Meinung, ich sei Engländer. Ich sprang raus aus dem Geschützsitz und packte den Kerl an ber Kehle. Nach ein paar Schlägen mit ber Handgranate brach er bewußtlos zusammen. Sofort entstand ein kolossaler Tumult, unb ich drosch weiter, obgleich wir vollkommen vom Feind umringt waren. Meine Leute waren geweckt und schossen mit ihren Karabinern. Auch die Franzosen schossen, unb einer gab zwei Schuß auf mich ab. Als er zum drittenmal durchlub, packte ich ihn unb warf ihn über bas Geschütz weg in die Böschung. Nach kurzem Handgemenge hatten wir die 35 Mann schließlich ent« wa f fnet und gefangengenommen.
„Da rief ein Kanonier: ,Herr Unteroffizier, hier kommen noch mehr an l'Tatsächlich kam jetzt eine zweite Gruppe auf uns los, wurde offenbar durch Zurufe unserer Gefangenen gewarnt und stürmte mit auf gepflanztem Seitengewehr heran. Sofort eröffneten wir mit Unserem Geschütz das Feuer. Drei Mann, die etwas abseits vom Geschütz schliefen unb ein MG. bei sich hatten, waren inzwischen gleichfalls geweckt unb schossen mit dem MG., so baß die Franzosen nicht ahnten, von wieviel Seiten sie nun eigentlich Feuer bekamen. Da kam der französische Hauptmann zu mir. Er sprach zunächst französisch, dann englisch, schließlich sogar deutsch. Er sähe ein, sagte er, daß seinerseits jeder Widerstand zwecklos fei. Die deutsche Ueberlegen- heit sei zu groß. Ich sagte, er solle sich ergeben ober es würde weiter geschossen. Der Hauptmann zog es vor, sich zu ergeben. Wir erbeuteten 136 Gewehre. Die Zahl ber Gefangenen betrug 120 Franzosen, 20 Engländer. Außer dem Hauptmann waren noch zwei Leutnants darunter."
Nelke wurde nun nach Berlin befohlen. Er fuhr mit dem Kraftwagen nach Brüssel, flog bann nach Berlin unb melbete sich im Reichsluftfahrtministerium. „Nelke, ach so, das sind Sie Raufbold!" war die Erwiderung des Majors, bei dem er sich
meldete, und dann erfuhr er, daß er sofort nach Karinhall fahren müsse. Abends spät traf er dort ein unb übernachtete in Karinhall. Bis 5 Uhr morgens habe er vor lauter Aufregung fein Auge zumachen können, hat Nelke uns nachher erzählt. Dann endlich schlief er ein und wurde erst gegen Mittag geweckt mit dem Befehl, sich 13.05 Uhr beim Oberbefehlshaber zu melden. In dem großen Empfangssaal waren viele Offiziere versammelt. Herbert Nelke hat uns gestanden, daß sein Herz immer erregter gepocht habe, als er endlich ins Arbeitszimmer des Reichsmarschalls geführt worden sei unb der Reichsmarschall dort am Schreibtisch saß. „Komm her, mein Sohn!", Jagte der Reichsmarschall. Bei diesen Worten sei seine Aufregung vorbeigewesen, erzählte uns Nelke. Er habe dem Reichsmarschall alles berichtet, habe auch über seine Familienverhältnifie, über seine Erlebnisse als Spanienkämpfer Auskunft geben müssen. Gegen 14 Uhr ließ sich der Reichsmarschall bann Mütze unb Koppel bringen .unb zeichnete ihn mit dem Ritterkreuz aus und beförderte ihn zum Ober- wachtmeister.
Mit dem Reichsmarschall durfte er dann zur Reichskanzlei fahren, um dem Führer vdr- gestellt zu werden. Der Führer drückte ihm die Hand. „Der Dank des Vaterlandes ist Ihnen gewiß!", sagte er. Auch der italienische Außenminister Graf (Ei an o ryar anwesend. Der Reichsmar- schall selbst bewilligte Herbert Nelke acht Tage Sonderurlaub. Mit seinem Bruder, der gleichfalls Soldat ist, ist Herbert Nelke bann in das kleine Sachsendorf Munzig bei Meißen gefahren, bas seine Heimat ist. Als er ankam, waren gerade Ortsgruppenleiter unb Bürgermeister bei der Mutter, um ihr von der stolzen Auszeichnung, die ihrem Sohne zuteil geworden war, zu berichten. Nun war der Junae selbst da, und die Freude über dieses unerwartete Glück des Wiedersehens war fast zuviel für die Mutter.
Renten für Hinterbliebene verschollener Kriegsteilnehmer.
In W Rentenversicherung werben nach den geb tenben Bestimmungen auch bei Verschollenheit des Versicherten Hinterbliebenenrenten gewährt, aber erst, wenn während eines Jahres die Umstände seinen Tob wahrscheinlich machen. Um ben Angehörigen von vermißten Kriegsteilnehmern schon vor Jahresfrist unter erleichterten Voraussetzungen die Angestelltenverficherungs- bzw. Invalidenrente ufro. für Hinterbliebene zu kommen zu lassen, empfiehlt das Reichsversicherungsamt, in den Fällen, in denen durch eine Bescheinigung des Truppenteils unb eine Auskunft der Auskunftsstelle für Verwundete und Vermißte eine hohe Wahrscheinlichkeit für den Tob des Versicherten bargetan wirb, auf die Hinterbliebenenrenten bereits vor Ablauf ber Jahresfrist Vorschüsse zu gewähren. Stellt sich nachträglich heraus, daß ber Versicherte noch am Leben ist, so werde weitgehend von der Rückforderung der zu Unrecht gezahlten Vorschüsse abzusehen sein.
Vormarsch durch die libysche Wüste.
Ein Bild von der italienischen Südfront In Libyen; Eingeborene der Kolonialarmee sowie Spezialkraftwagen auf dem Wegs in die vordersten Linien, - (Scherl-Bilberdlenst-M^
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