Ausgabe 
30.10.1940
 
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(90. Jahrgang llr. 257 a W «itti

Gietzener Anzeiger

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leistet haben.

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Die weite Ebene um Bordeaux ist abgelost wor­den von den sanften Höhenzügen des mittleren Frankreichs, und wieder neigt sich bereits die Sonne, als wir auf dem Bahnhof eintreffen, der zum Treffpunkt des Führers mit Mar­ch a l l Petain bestimmt ist. Das kleine Ge­bäude ist freundlich geschmückt: Pluchen, Fahnen, Tücher und Blattpflanzen haben ' einen würdigen Eingang geschaffen, und die Schalterhalle, in der sonst die GesMftsleute des kleinen Städtchens und die Bauersleute vom Lande auf die Züge warten mögen, ist zu einer schmucken Eingangshalle ge­worden. Bor dem Bahnhof ist eine schöne A^s- ohrtsallee wie geschaffen für diese interessante Stunde, die dieser sonst so weltabgewandten Sta­tion in Mittelfrankreich bevorsteht.

Es ist ein würdiger Augenblick, als etwa eine Stunde nach unserem Eintreffen die Autokolonne des französischen Marschalls unter Führung einer Krad-Schützen-Abteilung in diese Auffahrtsallee ein=

biegt.

Eisern steht das Batalllon deutscher Soldaten, das dem französischen Staatschef die Ehrenbezeigung erweist. Bor dem Eingang des Bahnhofs erwarten ihn Generalfeldmarschall K e i t e l und der R e i ch s- außenminister. r

Alters noch eine straffe foldattsche Erscheinung. Mit

6000 Kilometer durch ein neues Europa.

Streiflichter von der Fahrt des Führers von den Pyrenäen bis zum Apennin.

Don Helmut Eündermann.

zuschauen, an denen sich der im Innern des Schif­fes ausgebrochene Brand abmalte. Sehr schnell breitete sich das Feuer über das ganze Schiff aus.Eine halbe Stunde haben wir um die ,Empreß' herumgekurvt", erzählt Oberleutnant Jope.Als wir sie verließen, brannte der Ozean­riese lichterloh."

Oer nächste Schlag - ein Ooppeltreffer

Die Maschine des Oberleutnants Zope hatte auf dem Rückflug eine Zwischenlandung auf einem an­deren Flugplatz machen müssen. Roch ehe sie heute zu unserer Gruppe zurückkehrte, war unter dem Kommando von Hauptmann D. bereits ein anderes Flugzeug gestartet. Der Brite soll nicht zur Ruhe kommen, und er ist in der Tat schon reichlich nervös geworden. Manches hat er sich zu Anfang des Krieges gewiß nicht träumen lassen. Aber auch seine Zerstörer können ihm nicht helfen. Auch ttotz dieser dringen unsere Kampfflugzeuge durch.

Man hatte gerade eine solche allerdings ein­seitige Begegnung mit einem Zerstörerflugzeug hinter sich, als der Bordwart durch ein freundliches Loch in der Wolkendecke Rauchwolken erblickte.Das sieht nach einem Geleitzug aus", sagte er, benn als Mitglied der Besatzung des Hauptmanns D. hat er schon einige Erfahrungen im Handelskrieg. In der Tat ein durch Zerstörer und andere Be­wacher stark gesicherter Geleitzug mit Kurs Westen. Sofortiger Angriff über das erste Schiff hinweg auf das zweite, einen Frachter von 8000 BRT. Beide Bomben Treffer. Die eine genau m der vorderen Ladeluke, die andere auf der Brücke. Rauchwolke und Schlags-ite nach Steuer­bord zeigen den Erfolg. Aber die Deutschen hallen sich nicht dabei auf. ,Jhnen kommt es auf einen zweiten Schlag an. ^>o ging es sofort über den nächsten Dampfer hinweg auf den übernächsten, wieder einen Frachter von etwa 8000 BRD Wieder ein Doppellreffer. Beide Bomben sitzen im Vorschiff. Sofort entwickell sich starker Rauch, und nach 10 Minuten ist das Vorschiff b i s tur Hälfte im Wasser versunken. Die Zerstörer und Bewacher haben während der ganzen Zeit ein wildes Flakfeuer auf das deutsche Kampf-

Sett einer Stunde sind wir in Hendaye, und nun rollt ganz langsam der spanische Sonderzug über die Grenzbrücke heran. Ein scharfes Kom­mando, die harten Schläge des Gewehrgriffes um eres Ehrenbataillons ein so vertrautes und doch hier im Angesicht der Pyrenäen so eigenartiges Geschehen die mitreißenden Klänge der spani­schen Nationalhymne als erster Gruß an den hohen

Der Wehrmachwericht vom Dienstag.

Berlin. 29. Oft (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Kampffliegerverbände fetzten gestern ihre Ber­ge l t n n g s a n g r i f f e auf die britische Haupt­stadt und auf Industrieanlagen in Süd-England fort Besonders schwere Treffer erhielten kriegs­wichtige Werke bei Brooklands. Standon. Elaclon on Sea und Ashford. In Süd-England wurden Truppenlager wirksam mit Bomben belegt.

Bei einem Angriff auf einen G e l e i t z u g bei Lowestoft erhiell ein Vorpostenboot mitt­schiffs so schwere Treffer, daß es mit Schlagseite liegen blieb.

In der Nacht richteten sich die Angriffe unserer schweren Kampffliegerverbände wieder in ver- stärkten, Maße gegen Conbon, roo zahl­reiche neue Brände entstanden. Weiter wurden In­dustrieanlagen in Birmingham, Coventry, im Hafen von Liverpool und einige Flugplätze erfolgreich bombardiert

Vorpostenboole wehrten einen Angriff feindlicher Torpedoflugzeuge durch gutliegendes Feuer ab. Die vom Gegner abgeschossenen Torpedos verfehl­ten ihr Ziel.

Die feindlichen Einflüge nach Deutschland waren auch in der letzten Nacht von nur geringer Wir­kung. Au einzelnen Stellen wurden Wohnviertel angegriffen, Häuser beschädigt und einige Zivilper- sonen getötet oder verletzt In einer norddeutschen Stadt wurde ein Kesselhaus beschädigt, ohne daß da-

SchwereTreffer auf kriegswichtigeWerke und Truppenlager in England.

Zahlreiche neue Brände in London.

'st £ne Sranbftätte, nicht ein An-

W ^Tn ÄanWrn, mie sie uns

Abfahrt des greifen Marschalls Petain, ber aus dem Fenster seiner Limousine freundlich das Spa. lier der deutschen Soldaten grüßt, während der Wagen anfährt, der chn zurück nach Dichy bringen wird, an Aufgaben, die der Zukunft seines Volkes den Weg weisen werden.

Anderchalb Tage Fahrt durch vertrautes deut­sches Land, vorbei an den Ufern des deutschen Rheins, an Stätten unermüdlichen Schaffens, an Hängen und Feldern, auf denen die Bauern die letzten Herbstarbeiten verrichten. Und dann eines Morgens das Erwachen in der P o - E b e n c t deren fruchtbare Landschaft in den leuchtendsten Farben prangt. In wenigen Stunden werden wir das letzte Ziel unserer Reise erreicht haben, den Höhepunkt der Fahrt erleben: das Treffen des Führers mit d e rn Duce in Florenz.

Die Atmosphäre der Entschlossenheit, der Ord- nung und des Fleißes, die uns schon immer bet

sicherem Schritt begibt er sich, gefolgt von Laval und einigen begleitenden Herren, darunter seinem Adjutanten in französischer Hauptmannsunisorm, durch die Bahnhofshalle zum Salonwagen, vor dem chn der Führer erwartet. Der Händedruck, mit dem er begrüßt wird, ist ernst und würdig, die kleine Szene sagt mehr als Worte von der Haltung, mit der der Sieger dem Gegner von gestern entgegen­tritt.

Wahrhaftig, es liegt eine Welt zwischen dieser Stunde und den schamlosen Beleidigungen und Fußtritten, mit denen der Hochmut der Sieger von 1918 das ungeschlagene und nur durch inneren Der- rat bezwungene Deutschland von damals behandelt hat. Die Well der Clemenceau, der Foch und der Poincare ist nicht die unseres Deshalb werden bei uns auch Franzosen mit Würde empfangen und nicht von keifenden Marktweibern angespien, wie es der Regie von Versailles entsprach.

Ebenso würdig wie die Ankunft verlief auch die

.... 29. Ott (PK.) An dem Morgen, an dem bas Schicksal derEmpreß of Britain" be- siegell wurde, war es erst spät hell geworden. Dun­stiges, regnerisches Wetter behinderte die Sicht. Oberleutnant Jope flog-zum ersten Mai einen Auftrag wie diesen, und das Wetter sah nicht da­nach aus, als wolle das Glück schon diesmal mtt dem neuen Kommandanten sein, der sich allerdings bei den Stukas bereits das E. K. I verdient hatte. Fast wäre dieEmpreß of Britain" sogar unge­sehen an dem deutschen Kampfflugzeug vorüberge­kommen. Aber plötzliche hatte der Bordschütze das Schiff doch noch entdeckt, lief nach vorn zum Kom­mandanten und rief:Ganz riesige^ ^P o t f . Der Oberleutnant schaute nach links und sah, daß der Bordschütze nicht übertrieben hatte. Wirklich einriesiger Pott". Die drei mächtigen Schornsteine wirkten überzeugend. Also drauf! Natürlich wer­den die Briten ihre imposanteEmpreß" mit aller­lei Abwehr ausgestattet haben. Der Tiefangriff auf einen stark bewaffneten Handelsdampfer ist ein ge­wagtes Stück. Aber hier war etwas zu holen. Die deutsche Maschine war bemerkt worden und wurde mit wütendem Flakfeuer beschossen. Sogar mittlere Flak schien dieEmpreß" an Bord xu haben. Es nützte ihr nichts. Schon die erste Bombe traf das Achterschiff auf der Backbordfeite, und es gab fofort eine mäch­tige Flamme. Beim zweiten Angriff sahen die deut­schen Flieger, daß das Feuer schon ziemlich um sich gegriffen hatte. Der Brite schoß noch immer. Die zweite Bombe ging nun leider da­neben. Der Brite versuchte jetzt, durch Drehen dem unvermeidlichen dritten Angriff auszuweichen. Aber auch dieses Manöver war vergeblich. Die Deutschen flogen ihn an, und diesmal saß die Bo mb e im Vorschiff. Sofort nahm der Brand riesige Ausmaße an. DieEmpreß" mußte stoppen und hatte Schlagsette, aber wett mehr noch verrieten die grell erleuchteten Fenster. Es war ein gesvenstiger Anblick Gerade so wie dieEmpreß" in Friedens- ,eit bei Nacht mtt erleuchteten Fenstern auf Fahrt zwischen Kanada und England gewesen sein mag, war sie jetzt im Grau des Regentages, von Rauch- wölken umhüllt, mit diesen erhellten Fenstern an-

Das war der Angriff auf dieEmpreß of Britain"

/ Don Kriegsberichterstatter Ludwig von Oanwih.

chen Aachen und Paris immer wieder an das Ge- chehen dieses Jahres erinnerten, legt hier Zeugnis ab von dem Krieg, der vor wenigen Monaten wie eine rasche Welle über dieses Land gegangen ist. Unsere deutschen Soldaten, die Überall mit Stolz und Freude den Führer grüßen, wo sie chn er- lennen, stehen friedlich unter den Türen der Häuser oder marschieren mtt fröhlichem Gesang auf den Straßen.

In einer spätsommerlich milden Sonne liegen die ast endlosen Weinfelder, an deren bunten Farben man so richtig die Güte der Trauben zu erkennen meint, die die Gegend um Bordeaux wellbe­rühmt gemacht hat. Die Stadt selbst, deren ein­drucksvolle Fassade vor uns liegt, als wir die lange Brücke der Gironde überqueren, weist freilich nock andere Momente der Berühmthett auf. Schon 1870 war die französische Regierung hierhergeflüchtet, als die deutschen Truppen vor Paris standen, 1914 kam ie wieder und 1940 wiederholle sich das Schauspiel zum drtttenmal.

Hier hat Reynaud seine letzten Tage als der unseligste Ministerpräsident Frankreichs verbracht, bis er vom völligen Zusammenbruch überrascht von Marschall Petain vor die Tür gesetzt wurde. Hier fanden die unverschämten Versuche der Engländer statt, das verratene Frankreich selbst im Zeichen des Chaos noch zu weiterer Hilfeleistung für britische Interessen zu reklamieren. Die unauf­haltsam vormarschierende deutsche Armee hat dem Spuk ein Ende bereitet und dort, wo Mitte Juni aufgeregte Briten, französische Parlamentarier und internationale Juden noch überstürzte und fruchtlose Komplotte schmiedeten, stehen heute in aller Ruhe und Festigkeit deutsche Infanteristen. Und wir blicken auf die Kais der modernen Hafenan­lagen von Bordeaux, die nach dem Weltkrieg auf Reparationskonto von deutschen Firmen, ja zum Teil auch von deutschen 2IrbeUem gebaut wurden!

In der Tür seines Wagens eine straffe Gestalt, ' die zum Gruß erhobene Hand: der Generalis­simus und Staatschef Franco, bet Befreier Spaniens, grüßt Adolf Hit- ler, den Führer der deutschen Nation, der m eyt- : scheidender Stunde spanischen Schicksals kernen Augenblick gezögert hat, dem damals unbekannten ; revolutionären General die Hllfe zu senden, die der Kamps erforderte. Jetzt stehen sie sich zum erften= mal gegenüber und wechseln den Händedruck, den für sie schon Jahre vorher Soldaten beider Natw- nen im Kampf mit Blut besiegelt haben.

Soldatisch wie die Begrüßung ist der weitere Ver­lauf der Begegnung: Die Front des präsentierenden Bataillons wird abgeschritten, ber Gaubdlo betritt den Salonwagen des Führers, und die Bespre ffa. ii n a e n nehmen sofort ihren Anfang.

Es ist auch diesmal so, wie stets bei Begegnungen des Führers 'mit einem befreundeten Staatsmann Wenn die Besprechung begonnen hat bie ja nie den Charakter einer Verhandlung P^Entanscher Bräaunq trägt, sondern eine offene Aussprache von Staatsmann zu Staatsmann ist, bann ^a^nJ)h Herren ber Begleitung eine Ruhepause eine Stunde freundschaftlichen Bekanntwerdens und des herz- lich^n Gespräches mit den Gasten So auch chesm-ch 3n Heinen Gruppen finden sich Deutsche und Sp niet wlcmmen in kameradschaftlicher Stimmung morden sprachliche V^tandigungsprablem- gelost, die Herren unserer Madrider Botschaft aL5 münickte Dolmetscher dort bemüht, wo präzisere Probleme erörtert werden. Spaziergange auf dem Bahnsteig werben unternommen und besuche ^-rlpanisch^PresstN besichtigt mit großem In- ter?s,e unseren Pressewagen?nd hat anschl,eßend E,ch^über die fteündschaslliche Zusammen- nr^kpit der Vresie unserer beiden Länder die Ipam- ick-n Offiziere sieht man mit deutschen Generalen, ld) Sinnt des Caudillo nimmt in unserem tzHWWUM MtzM-Z-M & &er au fPanifd,er Seite . durch.

MZUMML renb ber i niarfit verschwinbend nach

l^ngsom i" L 'lli üblr die gleiche Brücke, Spav'en bmuoerroui .. -^inbe Spaniens

StÄSSSJÖ«...

bäten das nackte Leben retteten-

Die farbenfrohe Lanbfchaft ber toskanischen Berge begleitet uns in ben Abend bes 28. Oktober, während unser Zug Florenz hinter sich läßt unb in raschem Tempo nörbliche Richtung nimmt.

Eine Reise nähert sich ihrem Ende, bie uns in tagelanger Fahrt burch ein im Umbruch b e - findliches Europa führte, burch Länder, bie durch Geschichte und Tradition diesem Kontinent verpflichtet sind, über Straßen, die seit Menschen­gedenken die Verbindung waren zwischen Kulturen, bie alle Nationen ber Erbe befruchtet haben. Die Stationen unserer Reise ließen uns Augenblicke erleben, bie unvergeßlich sind, well sie ihren Platz haben werben in der Geschichte des großen Ringens unserer Zeit um das Erwachen bes europäischen Kontinents.

Erst in ber Ruhe bes Rückblicks orbnet sich bie Fülle ber Einbrücke unserer großen Reise, nie mit ihren etwa sechrtausenb Kilometer Fahrstrecke schon einen Begriff von ber, Weite ber Räume gibt, bie heute im Enbkampf um Englanb ben Bereich Deutschlands unb seiner Freunbe umfassen.

Noch steht vor unseren Augen ber großartige Blick auf die Höhenzüge ber Pyrenäen ver­bunden mtt ber Sicht auf bie blaue Unenblichkeit ber Biskaya. Zu ber Schönheit der natürlichen Szenerie treten an bem Orte ber Zusammenkunft des Führers mit bem Caubillo Franco bie Gefühle soldatischer Erinnerung an den spanischen Befreiungskampf. Der spanische Grenzposten, mit bem ich kurz nach unserer Ankunft wahrenb eines kleinen Spazierganges _ freunbschaftliche Worte wechsle, zeigt auf bie Hohen, um bie bamals an­gesichts ber brennenden Grenzstadt Irun die här­testen Gefechte tobten unb auf denen heute in stiller Bergeinsamkeit bie Gräber ber toten Solbaten ein weithin sichtbares stummes Zeugnis ablegen von ber Härte bes Ringens, das die Geburtsstunbe bes neuen Spanien bezeichnet unb zu bem zu unserem Stolz auch beutsche Solbaten ihren Beitrag ge-

slugzeug unterhalten. Die Flakwölkchen verpufften, unb ohne jede Beschädigung löste sich das Flugzeug oon bem Geleitzug, ber inzwischen abgestoppt hatte unb bereits ein Boot an den zuerst angegriffenen Frachter zur Hilfe herangeschickt hatte.

DieEmpreß" brennt noch...

Eine Stunde nach diesen beiden erfolgreichenAn- grir-en , chte' da- Fluren; bei Haupr'M tts D. wieder eine Rauchwolke. Sollte es sich _ba schon wie rr um ei en ^el-» .tu i handeln? Näher und näher kommt man, und es zeigt sich, daß dieser Rauch viele Kilometer weit sichtbar ift Mensch, das ist ja bie . .Empreß', ruft ber Hauptmann aus. Sie lag genau vor den Augen dcr deutschen Flieger. Bis weit in den Himmel wirbelte ber grauweiße Rauch bes Riesenfeuers em­por. Dos ganze Schiff war ein einziges Glühen. Die Wände, die vordem grau gewesen waren, waren jetzt weiß, so stark war die Glut. Auf dieses Schcff brauchte man keinen Angriff mehr zu verschwenden. Drei Schlepper und zwei Zerstörer verrieten, daß die Engländer bemüht sind, zu ber­gen, was noch zu bergen ist. Vergeblich ist chr Be­mühen. Deutsche Torpedos geben später dem weid­wunden Schiff ben Fangschuß. E s versinkt für immer auf ben Grund des Meeres.

In kurzen Abständen sind die beiden erfolgreichen Besatzungen auf dem heimischen Horst gelandet. Zu­erst bie Maschine ber zweiten Staffel. Der Haupt­feldwebel überreichte Oberleutnant Jope einen prächtigen Blumenstrauß und auch Hauptmann D. erhält nach seiner Landung von seinem Hauptfeld­webel eine solcke Gabe, die genau so wie die frohen Gesichter der Männer zeigen, wie sich alle^ Flieger unb Bodenpersonal, über diese beiden glänzenden Erfolge freuen. Das Schönste für die Flieger ist aber der Dank und Anerkennung durch den in dxr vergangenen Woche mit dem Ritterkreuz aus­gezeichneten Grupp en komm andeur. Sie haben ihm zu diesem Ehrentag nachttäglich ein großartiges Geschenk gemacht. Sie haben so recht bewiesen, dqß der Geist, der die Kampfgruppe erfüllt, ber echte beutsche Fliegergeist ist.

davon eines durch Marine-Artillerie. Acht deutsche Flugzeuge werden vermißt.

Seil Kriegsbeginn find allein von der Kriegs­marine 116 feindliche Flugzeuge, und zwar 26 durch Seestreltkräfte und 90 durch Marine-Artillerie, ab- gefchossen worden.

Beim ersten Angriff auf ben großen, stark ge­schützten TransportdampferLmpreh of Britain" zeichnete sich die Besatzung eines Kampfflugzeuges unter Führung des Oberleutnants Jope besonders aus.

Die Amerikaner verlass en London

Wegen der schlechten Lebensverhältnisse.

Lissabon, 30. Oft. (DNB. Funkspruch.) Die Berichte neutraler Beobachter, wonach ber Aufent­halt in London infolge der rollenden Angriffe ber deutschen Luftwaffe auf kriegswichtige Ziele für bie Bevölkerung mit hoher Lebensgefahr oerbunben ist, werden durch folgende Meldung eines aus London nach Lissabon zurückg^kehrten amerikani­schen Journalisten bestätigt. Nach diesem Bericht ist bas amerikanische Generalkonsulat ange­wiesen worben, bie Lonboner USA. «Kolo­nie zum Verlassen ber Stabt aufzu- f o r b e r n, ba bie Lebensgefahr täglich und stündlich wachse unb somit keine Garantie für bas Leden amerikanischer Bürger übernommen werden könne. Außerdem verschlechterten sich d-ie Ver­hältnisse in London immer mehr, und die tägliche Arbeit lasse sich nur noch unter den größten Schwierigkeiten durchführen. Aus allen die­sen Gründen dürften nur noch jene Amerikaner, deren Anwesenheit aus politischen und wirtschaft­lichen Gründen unbedingt erforderlich sei, in Lon­don verbleiben. Es sei jedoch unbedingt anzuraten, ihre Familien nach Hause zu schicken. Amerika­ner , oie trotz aller Warnungen in London bleiben wollen, müssen sich unter allen Umständen impfen lassen.

ÄS eitel unb d°r Reichdurch eine wefenlliche Störung bes Betriebes ein- ISegnet verlor gestern tt> Flugzeuge.