kommens Ausrüstung dieser Truppen Ausdruck. An in No die Cingeborenen-Avteilungen, die unter . seinem brachei
Befehl bereits in Ostafvika gekämpft haben, richtete
Brüssel, im Juli 1940.
anz unwillkürlich steigen wohl bei
tröffe in Nordafrika ist, besichtigte die an der libyschen Ostfront kämpfenden Truppen. Er gab seiner Befriedigung über die kriegerische Haltung und voll-
Marschall Graziani eine Ansprache, in der er an die ruhmreichen Kämpfe in Abessinien erinnerte, die eine Gewähr dafür feien, daß auch dieser Krieg in Nordafrika siegreich sein werde. Die Truppen tTt-n P1 eine stürmische Kundgebung für den König-Kaiser und den Duce aus
Belgien nach seinem Kriege
Don unserem Dr. p.-Rorrefponbenfen.
Clf Engländer in Japan unter Gpionageverdacht verhaftet.
Selbstmord des Benter-Korrespondenten.- Durch Schrifistücke schwer belastet.
Staatsbegräbnis für General Beyer.
In Salzburg gestaltete sich das Staatsbegräbnis für den Ko m. Ge ne ra l de s X V IH. Armeekorps, General der Infanterie Eugen Beyer, der an einer im Felde erlittenen Krankheit starb zu einer eindrucksvollen Trauerkundgebung. Um 12 uyr traf auf dem Kapitol-Platz der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel mit Generalfeldmarschall List, General der Flieger Löhr, General der Infanterie von Stulpnagel und Gauleiter Hofer ein. Generalfeldmarschall List würdigte in ergreifender Rede in General Beyer den charakterfesten Menschen und den m Krieg und Frieden erfolgreichen Soldaten, der schon im Weltkriege an allen Fronten stand und auch im jetzigen Kriege in Polen und Frank- reich kämpfte. Dieser Soldat verkörperte die lebendige innere Verschmelzung der Ostmärker mit allen anderen deutschen Soldaten. Er hat mitgewirkt zum Ruhm des Groß deutschen Reiches, sein Leben ist mit dessen Geschichte untrennbar verbunden. Bei den Klangen des Liedes vom guten Kameraden und
Salutschüssen legte hierauf Generalftldmar- den Kranz des Führers und Obersten Befehlshabers nieder, ebenso den Kranz ul Oberkommandos der Wehrmacht. Die sterblichen Ueberreste des Generals wurden dann nach Wien ubergeführt.
Fronibewährung der GA.-Etandarie Feldherrnhalle. Berlin, 29.Juli. (DNB.) Während der größte Teil der Manner der Standarte Feldherrnhalle Der- Wendung als Fallschirmjäger fand, wurde ein Sturmbann als Infa nte rie ba t a i llo n am Mstwall eingesetzt. Nach monatelangen Vor- eld'kampfen und sieghaftem Durchbruch durch die Maginotlime sind jetzt die feldgrauen Männer der m • *1x7?. Heirat zurückgekehrt. Eine kleine Stadt im Offen des Reiches bereitete ihnen ernen großen Empfang. Der GenercH dankte Stabschef Lutze, der den Chef des Hauptamtes Führung Obergruppenführer Jüttner, zur Begrüßung der Manner der Standarte Feldherrnhalle entsandt hatte. Am Ende einiger wohlverdienter Tage der Entspannung und Instandhaltung von Bekleidung Sachen und sonstiger Ausrüstung'stehen neue große Aufgaben für die Männer der Standarte.
Kleine politische Nachrichten.
Wie nun für jeden Belgier klar ward, daß diese Sinnlosigkeiten nur ihm und nicht den Deutschen Aaden zu fügten, so sielen den Belgiern nach dem Abzug der „Gentlemen" auch sonstige Theatervor- hange von den Augen. Selbst die Hartgesottenen erkannten plötzlich und immer mehr, daß die „wahrhaft patriotischen Belgier", die Herren in Poitiers
«MMs das Unglück verschuldeten, „Le Roi 6elon , „Der Verräter im Schloß von Laeken", hingegen mit seiner Aufgabe des nutzlosen Widerstandes dem Land unversehrte Städte und Dörfer; den Fa- miUen Hüüderttausende von Menschen gerettet hat. War das nötig? — so fragt man sich heute — an die . Unzahl der zerstörten Brücken denkend, an die ausgebrannten Fabriken und Bahnhofsgebäude. Was das notig? — so fragen die abgerissenen bel- gischen Soldaten im erbsengrünen Frontmantel, denen die Troddel des Käppis in das abgemagerte braune Gesicht baumelt, wenn sie jetzt auf Straßen und Platzen den um sie herumstehenden Passanten berichten, wie sie sich von „irgendwo in Frankreich" bis nach Brüssel durchgeschlagen haben. War das n° h ? -77 ^agen — mit diesen flämischen und wallonischen Heimkehrern die schwarz verschleierten Frauen und alle die, die noch nach Angehörigen lyj1' mit hungrigen Augen die endlose Rubrik „Recherches in dem Inseratenteil der Zeitungen durchlesen und an der Straßenecke das ,Lournal des Refugies Blatt der Flüchtlinge" — erwerben.
Sogenannte Freunde waren als Helfer ins Land gelassen, wo sie erst recht zum Feinde werden muß- ten. Denn, wie der eindringende Sieger darauf be- 'dacht war, das Bestehende zu erhalten, so trieben Wut und Enttäuschung die fliehenden Verbünde- ten zur blinden Zerstörung.. Ihnen war das kleine Land mit seinen mittelalterlichen Türmen und Fas- saden, seinen Kathedralen, Belfrieden und Beginen- Hosen fremd und gleichgültig. Die munteren Tom- mies, die uns Deportierten am 13. Mai in Tournai begegneten, Mundharmonika bliesen und bohn- lachend mit den Daumen nach'unten zeigten, als unser trauriger Zug an ihrem Lastwagen vorbeiwanderte, haben denn auch gehaust wie die Wilden. Statt gegen die deutschen Tanks eröffneten sie zum Erstaunen der Bevölkerung ihren Kampf gegen die belgischen Brücken und Geleise. Wie ein Metzger teilten sie die Glieder vom belgischen Rumps und zerschnitten mit den Telephondrähten die Adern, durch die das Leben in diesem Körper gepulst hatte. Mit einem riesigen Hammer schlugen die lustigen Tommies in das feine Räderwerk der komplizierten beigischen Maschine. Sie sangen die „Siegfriedlinie" und zündeten dabei harmlose belgische Villensied- kungen an. Sie zerstörten in Brüssel den Inhalt von Privatwohnungen und betätigten sich vor den zu- ruckgelafsenen Vorräten der Zuckerstadt Tirlemont als „Mannekin-Pis". Alle diese Heldentaten standen
Motto: „Schädigung der nachrückenden Deutschen!
„Stop" — sagt das rote Licht und läßt die Kolonne der Privatwagen Halt machen, die von der Porte de Hal kommend, den breiten" Boulevard zur Porte de Namur hinauskeuchen. Die Wagen tragen noch die Spuren dieser letzten bewegten Wochen, in denen die verschieden getönten Karosserien alle mit der gleichen stumpfen Kotschicht überzogen wurden. Doch die üppigen amerikanischen Formen der Wagen erinnern noch an die Zeit, wo sie von ihren belgischen Besitzern zum Zweck der Kredit- | ausweitung gekauft und hier in der Brüsseler Ober-
u-------c-)ren wurden. Jetzt sind auch diese
'eid der französischen Landstraßen ge- ! zeichnet. Mit aufgerissenen Augen starren sie über das Volant zu der deutschen Militärkapelle, die un- ! weit des Justizpalastes im Schatten der hohen, dichtbelaubten Bäume ihr tägliches Platzkonzert veranstaltet und gerade den Radetzkymarsch in den Umkreis schmettert. Ein Umkreis, in dem neben hellgrauen Fliegern, graugrünen Infanteristen, den blauen Eisenbahnern mit der gelben Wehrmächts- binde auch belgische Passanten stehen, Männer, Frauen und Mädchen, kleine Jungen mit der Matrosenmütze und dem schottischen Käppchen.
Für die heimkehrenden Flüchtlinge hat dieser friedliche Brüsseler Nachmtttag etwas Herzbewegendes. Sie sehen jetzt zum erstenmal, wie die altgewohnten Brüsseler Stadtpolizisten mit dem marineblauen Radmantel und dem weißlackierten Stahl- '*'*** grauen deutschen Militärautos den
liche Mächte Japan mit einem Netz von Infor- mations - und Propagandaagen turen überzogen. Diese Agenturen seien gewöhnlich als wirtschaftliche Organisationen, religiöse Verbände oder Verkehrsunternehmungen getarnt. Die japanfeindlichen Mächte hätten schon längere Zeit in verschiedenen Schichten des Landes ihre Wühlarbeit durchgeführt. Die britische Politik in Fernost, die durch die krampfhaften Bemühungen, probritische Gedanken zu verbreiten, gekennzeichnet sei, habe sich als eine Brutstätte der Spionage erwiesen.
Der britische Spionagedienst hatte seine Haupt-, stelle für Ostasien in Hongkong unter Leitung von Scott, dem ein sogenanntes „Kultur, und Propaganda-Institut" unter Rednan in Tokio unterstellt war, das in Verbindung mit der britischen Botschaft arbeitete und Zweichfellen in Kobe, Osaka, Tokio, Yokohama und Korea unterhielt. Dieses „Kulturinstitut" hatte außerdem direkte Verbindungen zum Londoner Jnformationsministerium.
Das Echo in London.
völlig entzog. Der Zwiespalt im Lande, die Zweifel an der Stärke des Westens, die sich bereits in den Bemühungen des Königs um eine wirkliche Unabhängigkeitspolitik seit 1937 und eine Neutralitätspolitik im September 1939 zeigten, haben durch den folgerichtigen und klugen Entschluß des 27. Mai das Land nod) vor dem völligen Verderben retten können.
In diesem in allem Wesentlichen geretteten Landstrich versucht man sich nun zu sammeln. Ein Beginnen, das den vielfältigsten und unvermeidlichsten Schwierigkeiten begegnet. Was sich früher „liberal" und „marxisttsch" nannte, weiß, daß es heute endgültig verspielt hat. Doch auch die Wünsche der- jenigen, die früher in der Opposition standen, die in außenpolitischer Hinsicht und vor allem in bezug auf Deutschland richtig sahen, lassen sich nur schwer vereinen. Wünsche, Gedanken, Hoffnungen ... entscheiden wird allein die Macht, die imstande und gewillt ist, Europa eine neue, bessere, natürlichere und dauerhaftere Ordnung zu geben.
Neben solchen politischen Zielsetzungen gibt es wirtschaftliche Forderungen im belgischen Alltag. Die am 10. Mai in Umlauf gesetzte Lebensmittelkarte ist auch unter der deutschen Militärverwaltung geblieben, um das Land vor dem drohenden Ausverkauf zu schützen. Täglich eintteffende Flüchtlinge erhöhen die über einer Million liegende Zahl der belgischen Arbeitslosen. Wer die Nöte kennt, die das auf die Ausfuhr angewiesene am dichtesten bevölkerte Industrieland Europas bereits vor diesem Kriege hatte, der kann unschwer ermessen, was der Krieg, die Kriegsschulden und Kriegsverwüstungen an neuen Sorgen hinzugefügt haben. Trotzdem sehen auch die Belgier heute nicht hoffnungslos in die Zukunft.
Wirifchafisaufbau in Belgien.
Brüssel, 29. Juli. (DNB.) Der wirtschaftliche Aufbau Belgiens macht unter dem tatkräftigen Einsatz der deutschen Militär- und Wirtschaftsbehörden immer größere Fortschritte. Täglich tteffen aus den verschiedensten Ort des Landes Nachrichten ein, die von der Ankurbelung der Industrie und der Wirtschaft berichten. So wurden in Gent und Um-
Sicherlich gab es in Belgien viele und nicht nur einige, die schon im September eingesehen hatten, daß mit der deutschen Armeee die neue Zeit mar- frfjierte, daß es zwecklos war, sich gegen diese neue 3eit zu stemmen. Doch diese Einsichtigen und Hellsichtigen kamen nicht an gegen die Männer mit den Barten im Senat, im Parlament und in der Re- gierung. Der Sturm des 10. Mai hat diese Bärte davongeweht. Ihre Träger dürfen belgischen Boden nicht wieder betreten und nur noch in den Karikaturen der Brüsseler Zeitungen ist noch Platz für die Mitglieder des ehemaligen Kabinetts Pierlot, die Pierard, Lavalleye, Rollin, Hubin, und wie sie alle hießen, die mit ihrer Macht die Politik der Unvernunft forderten. Die innere Zugehörigkeit zu der zerbrechenden westlich-demokratischen Welt ließ es anschemend nicht zu, daß sich Belgien dem Unheil
Genf, 29. Juli. (Curopapreß.) Nach Informationen aus London herrscht dort wegen der Festnahme von zehn britischen Staatsangehörigen in Japan außerordentliche Aufregung. Man ist um so mehr betroffen, als diese Verhaft hingen nach dem B u r m a - U e b e r e i n k o m - men geschehen sind und den Eindruck erwecken, als ob jedes Entgegenkommen .gegenüber Japan nur meitere japanische Forderungen Hervorrufe. Es ist dies das erste Mal, daß in Tokio im Zusammenhang mit Massenverhaftungen von Engländern das Wort Spionage gebraucht worden ist. In Lon- don rechnet man mit einem ausgedehnten Spionageprozeß, zumal man nicht in der Lage ist, die japanischen Anschuldigungen gegen den Reuter-Ver- treter abzuwehren. Die englische Regierung hat ihre diplomatische Vertretung beauftragt, sich mit den Verhaftungen zu befassen. Botschafter Craigie stat- fete am Montagmorgen dem Auswärtigen Amt in Tokio einen Besuch ab, um sich mit dem stellvertretenden Außenminister über die Verhaftungen zu unterhalten.
gebung weitere zwanzig Betriebe wieder in Gang gesetzt, die insgesamt 4000 Arbeitern Der- dienstmöglichkeiten schaffen. In den großen Kalkwerken bei Namur ist mit dem An- fahren des ersten Ofens ein erfreulicher Start zu einem neuen Wirtschaftsleben gegeben. Die übrigen Werke können zum größten Teil deshalb noch nicht in Betrieb genommen werden, weil die Eigentümer mit dem Betriebskapital das Weite gesucht haben. Der Vorsitzende des Provinzialrates von A n t - werpen,Clerck, der zugleich die Funktton eines Gouverneurs der Provinz Antwerpen ausübt, teilte ber Presse mit, daß sich auch ber Finanzmarkt, der vor dem Einzug der deutschen Truppen kata- strophal gewesen sei, schon wesentlich gebessert habe. Durch Aufbauarbeiten der verschiedensten Art hätten bereits Tausende von Erwerbslosen in den Arbeitsprozeß eingeschaltet werden können. Die Wasserleitungen und bas umfangreiche Stromnetz in Antwerpen und Provinz seien völlig wiederhergestellt.
„Die Währung ist stets das Sekundäre und Wirtschaftsführung das Primäre". So jagt Funk. Und er führt damit zu einer Urväter- Weisheit zurück, die der unsinnige Götzendienst des Goldes verdunkelt hat. Gold ist gut als Ausgleich für Spitzenzahlungen. Aber auch in dieser über« wiegend technischen Funktton nicht absolut un ent« behrlich. Gehortetes Gold aber als Zeichen starker Wirtschaftskraft anzusprechen, ist eine Abart des Lasters, das Geiz heißt. Der Geiz isoliert den Menschen, und er isoliert die Völker. Im Wesen des Geizes liegt die Unfruchtbarkeit. Und was unfruchtbar ist, ist zuttefst unwirtschaftlich. Von der gesteigerten Ausfuhrkraft Deutschlands am Ende des siegreichen Krieges sprechen wir nicht, sie ift: selbstverständlich. Aber etwas ganz anderes ist es; mit der deutschen Währung. Mögen auch die „Edelvaluten" erst langsam chren Ruhepunkt finden, in der deutschen Währung wird sich die politische Vollkraft des Reiches offenbaren. Sie wird ein Siegespanier sein. Oder wie Funk es sagt: „Der Geltungsbereich der Reichsmark, die von den Fesseln der ungeregelten Auslandschulden und der zahlreichen, verschieden bewerteten Sorten befreit werben wirb, muß bann lausend zunehmen."
Die Aussicht auf ein wirtschaftlich zusammenarbei- tenbes Europa — und der Ausdruck von ber „europäischen Einheit" bedeutet sinngemäß Zusammenarbeit — es ist ein nahes unb greifbares I Ideal, bas dem Menschen Hoffnung gibt. Was hat denn das Versailler Diktat mit seiner Balkanisierung Europas auch seinen Nutznießern gebracht? Doch nichts anderes, als baß die von ihm bewirkte Zer-1 fetzung Europas in ber Zeit modernster Verkehrsmittel ein jämmerlicher Rückschritt hinter den tatsächlichen Stand von 1914 war! Ohne Hoffnung kann ber Mensch nicht leben: er will für sich unb die nächste Geschlechterfolge etwas sehen unb an etwas glauben, was die Mühe unb die Arbeit lohnt. Dann erst spannt er seine Kräfte an, bann holt er aus sich heraus, was in ihm steckt. Unb diesen starken Antrieb wird ber beutsche Frieden schaffen.
Dr. Ho.
Das Regierungsjubiläum Viktor Emanuels.
Mm ben feldgrauen deutschen Militärautos den Weg zeigen. Ganz unwillkürlicb steigen wohl bei diesem Anblick von Ruhe, Ordnung und Sttaßen- frieden vor den Augen ber heimkehrenben Belgier wieder die Stunben auf, in denen Bettzeug und Matratzen, Koffer und Kinderwagen zu einem großen Packen geschnürt wurden, ber jetzt noch verschmutzt auf dem Dach dieser Flüchtlingsautos lastet. Damals, als diese Belgier aufbrachen, standen wir mit Handschellen gefesselt im ersten Stock des Justizpalastes zu Löwen unb sahen von einem Fenster der Abteilung „Staatsanwaltschaft" herab auf die erregt aus ihren Haustüren stürzenden Menschen, die mit eiligen Händen diese Pakete, eingehüllt in die berühmten großen belgischen Wolldecken auf den damals noch spiegelblanken Autos befestigten. Ueber unseren Köpfen donnerten die schweren Bomber,' und die unheilschwangere Luft des trüben schwülen Nachmittags war erfüllt vom nervenzerreißenden Geheul ber Alarmsirenen.
Acht Wochen sind seitdem ins Land gegangen. Wir Deportierten haben Gefängnisse und Zuchthäuser, tagelange Transporte im verschlossenen Guterwagen, Hunger, Durst unb Bajonette, Regengüsse im Poitou und die sengende Sonne im Sand nahe ber spanischen Grenze kennengelernt. Die anderen, die Belgier, die jetzt zurückkommen, bewegten sich mit ihrer $abe auf den vom Flüchtlingsstrom verstopften Landstraßen zwischen marschierenden Truppen, hungernden Kindern, weinenden Frauen, fluchenden Soldaten, heulenden Hunden, einem Wust von Koffern, Körben, Kisten, Menschen, Tie- ren unb steckengebliebenen benzinlosen Autos. Jetzt aber sind wir, ob Ausländsdeutsche oder Belgier, wieder zu Hause, in den bekannten Wohnungen, den bekannten Sttaßen. Wir sind zu Hau e und ziehen Bilanz.
Ziehen wir Deutsche die frohe Bilanz der eigenen : Rettung unb des deutschen Sieges, so müssen auch : Jie Belgier zumindest zugeben: es hätte schlimmer kommen können! Sehr viel schlimmer und sehr leicht ' viel schlimmer. Alle Vorbereitungen zur völ- ’ ltgen Verwüstung des „klassischen Schlacht- I felbes Europas" waren diesmal gegeben. Man i patte sich einen Nachbar von größter militärischer < Ueberlegenheit unnötigerweise als Feind aufgeladen, c
Der Führer empfing den bulgarischen Genera- ussnnus des Weltkrieges, General der Infanterie ^ch/koif, der zur Zeit auf Einladung des Oberbefehlshabers des Heeres Kampfgebiete im Westen und Einrichtungen des Heeres besichtigt.
In Anerkennung der erfolgreichen Leistungen auf dem Gebiete wehrwirtschaftlicher Vorarbeiten für öen Krieg und den dadurch gewährleisteten vollen Einsatz der Rüstungsindustrie hat der Chef des Ober- kommandos der Wehrmacht im Namen des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht an 22 Rustungsinspekteure als erste bas Kriegs- verdlenstkreuz II.Klasse mit Schwertern ver« liehen.
♦
C h amber la i n, Englands ehemaliger Mini- sterprasibent, liegt schwer krank in einem Lonboner Krankenhaus. Chamberlain, der im 71. Lebensjahr sich einer Operation unterziehen, bis ihn für mehrere Wochen an bas Bett feffelt Cham- berlmn bekleidet zur Zeit den* Posten bes Lord- Präsidenten bes Geheimen Rats.
♦
Die britische Admiralität teilt mit, baß der Zer - fto r er „W r e n" während eines Gefechts zwischen 3erftorern, toe sich auf Patrouillenfahrt befanden, und feindlichen Fliegern von einer Bombe getroffen
T o kio, 29. Juli. (DNB.) Der japanische Kriegsminister und ber Justizminister geben bekannt: Angesichts der immer eifrigeren Betätigung der ausländische^ Spionage- unb Vers chwö - rungs organe hat die militärische Polizei unter Leitung der Staatsanwälte als ersten Schritt am 27.Juli elf britische Staatsangehörige verhaftet, die zu dem über bas ganze Land verbreiteten englischen Spionagenetz gehören.
Wie man erfährt, erfolgten Die Verhaftungen zur gleichen Zeit in verschiedenen Gemeinden. Unter den Festgenommenen befinden sich einige britische Persönlichkeiten, die schon seit Jahren in Japan ansässig sind und zu den aeschäftigsten Mitgliedern der britischen Kolonie gehören. Kapitän James (Tokio), ein früherer Marineoffizier, war ber Hauptvertreter des britischen Jndustriellenoerbandes in Japan. Ferner gehören zu ben Verhafteten der Präsident ber britischen Vereinigung in Kobe, Hol- ber, zwei Gebrüder Ringer, von denen der eine Kaufmann unb Konsul von Schweden, Norwegen und Portugal, ber andere Konsul von Griechenland ist, sowie andere bekannte britische Geschäftsleute. Alle Verhafteten sind der Spionage angeklagt. Der ebenfalls verhaftete Reutervertreter in Tokio, M. I. Cox, beging Selbstmorb. Er sprang aus dem dritten Stock des Militärgefängnisses unb war sofort tot. Cox stand im Verdacht, im Dienste des Londoner Geheimdienstes Spionagetätigkeit getrieben zu haben. Der Sprecher des japanischen Außenamtes gab bekannt, daß Cox sich während der Vernehmung durch die Militärpolizei aus dem Fenster stürzte. Die anwesenden Beamten wollten ihn zurückhalten, konnten aber den Selbstmord nicht mehr verhindern. Offenbar hat Cox die Tat unter ber Last ber Schuld ausgeführt. Aus den bei feiner Frau vorgefundenen Schriftstücken geht hervor, baß er sich über bie Folgen seiner Spionagetätigkeit im klaren war. Bei ber polizeilichen Vernehmung würbe er bann als gefährlicher Agent Londons so bloßgestellt, baß er angesichts der zu erwartenben Strafen den Freitod vorzog.
Wie Domai meldet, erklärt bas japanische Ktüegs- minifterium in einer Warnung zur Unterstützung fremder Agenten u.a., kürzlich hätten japanseind-
*
Der Führer hat dem Duce zum Geburts- t a a nachfolgendes Telegramm gesandt: ,^Jn kameradschaftlicher Verbundenheit spreche ich Ihnen, Duce, zu Ihrem heuttgen Geburtstage meine und des deutschen Volkes herzliche Glückwünsche aus. Sie gelten Ihrem persönlichen Wohlergehen, dem Erfolg Ihrer Staatsführung und der siegreichen Beendigung unseres gemeinsamen Kampfes für die Freiheit unserer Völker. Adolf Hitler."
Ztalienischer Wehrmachtsbericht
Rom, 29. Juli. (DRV.) Der ilalienische Wehr- machlsbericht hat folgenden Wortlaut:
Jenseits der Lyrtnaika-Grenze haben unsere Flieger-Aormationen feindliche Panzerwagen-Abtei-! lungen unter Waschinengewehrfeuer genommen und mit Sprengkörpern angegriffen, wobei zahlreiche Panzerwagen schwer getroffen wurden.
Zwei feindliche Flugzeuge vom Bristot-Vlenheim- Typ wurden im Luftkampf abgeschossen. Zwei eigene Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt.
Marschall Graziani inspizierte die libysche Ostfront.
Rom, 29. Juli. (Europapreß.) Der Generalgou« I oerneur von Libyen, Marschall Graziani, der zugleich auch Oberbefehlshaber der italienischen (Streit-1
mal die Lehre aus dem Märchen vom Hasen und vom Igel als gültig erweist.
Und nun kommen wir erst zu der aroßen Ä i r t- schaftsplanungim euro pritschen Raum untet deutsch-italienischer Führung. Diese Dinge sind - jetzt schon mitten im Entstehen. Der aufmerksame Leser fand in den letzten Wochen bereits zahlreiche Nachrichten über eine Verstärkung des Warenaustausches zwischen Skandinavien, Ungarn, dem Pro- teftorat und insbesondere auch Italien. Was sich jetzt anbahnt, wird nach dem Kriege noch intensiver unb räumlich weiter werden. In einem großen Sektor werben sich die Wirtschaftsbeziehungen vom europäischen unb asiatischen Rußland über ben vorderen Orient und Afrika bis zur Pyrenäischen Halbinsel; ausschwinden. Diese erweiterte Nord-Süd-Achse wird I die einseitige atlantische Küsfenentwicklung Europas I aufheben und damit auch jene europäische Stufen- aliederung, bie vom hochentwickelten Westen her schon auf geringe Entfernungen in primitivere und schließlich primitive Wirtschaftsgebiete führt.
Dieser gewaltige Raum ist — mit Rußland zur Linken, mit Südamerika zur Rechten — ein großes Selbstversorgungsgebiet. Es wirb angenehm sein, noch da ober dort zusätzliche Käufe vorzunehmen unb Mit den Erzeugnissen der eigenen Industrie zu bezahlen. Aber: diese Käufe sind beschränkt, auf bas Zusätzliche, Angenehme und ... Entbehrliche. England mag sehen, wo es bleibt. Unb Die Vereinigten Staaten, die schon 1918 und während der Weltwirtschaftskrise 1929/33 ihren Beruf ver- fehlt haben, werden zu überlegen haben, ob sie nicht gut tun, sich auf diese veränderte Lage einzustellen. '
Rom, 29. Juli. (Europapreß.) Der König unbHj^ herumgelah: Kaiser Viktor Emanuel III. beging am Mon- Besitzer DOm Leid tag den vierzigsten Jahrestag seiner Thronbestei- *“£
gung. Die italienischen Zeitungen widmen dem König ausführliche Artikel, in denen er als „das lebende Symbol der Tugenden ber italienischen Rasse" (Messaggero), als „Verwirklicher der inneren Einheit und der äußeren Größe Italiens" (Popolo bi Roma) unb als ber „einsichtige Politiker, der bem Duce bie Macht zum Aufbau des faschistischen Jta- ttens ubertrug" (Giornole b'Jtalia) gefeiert wird. Ferner wirb darauf hingewiesen, baß Viktor Ema- nuel auch in biefem Kriege wieder bas Geschick ber Frontsoldaten teile unb dem geschichtlichen Werk bes Duce feine unbegrenzte Solidarität gewähre.
Der König hat dem Führer auf sein Glück- wunschtelegramm zum 40. Regierungsiubiläum folgendes Telegramm übersandt: ,^ch danke Ihnen sehr für Ihre so herzlichen Wünsche, die ich be- sonders gern entgegengenommen habe. Mit gleicher! Herzlichkeit übermittle ich Ihnen unb dem derblindeten tapferen Deutschland die wärmsten Wünsche." — Der Duce hat nachstehendes Telegramm an den König unb Kaiser gerichtet: Im Augenblick, da sich der 40. Jahrestag Ihrer glorreichen Regierung er» tch Ihnen, Majestät, zusammen mit den Meinen, daß Ihnen bie wärmsten Wünsche bes italienischen Volkes entgegen schlagen mögen. Das unter bem Zeichen des Liktorenbundeis eisern zu- sammengeschlossene und um Sie unb Ihr Kgl. Haus gescharte italienische Volk ist in Jahrhunderten Zeuge und Gewißheit des Sieges gewesen und wird dies immer fein.


