Ausgabe 
29.8.1940
 
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Fi­

des

Gemeinnutz über Verträge

im

Deutsches Filmschaffen im Kriege

Wir geben unsere Vermählung bekannt

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29. August 1940

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27. August 1940

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vom Schicksal VolksdeutscherMenschen im Sturm" (mit Olga Tschechowa unter Karl An­tons Regie) undD i e v e r r u f e n e I n s e l" (Re. gie: Werner Klingler) sowie der Auswanderer-Film Der Weg z ur Erd e". In die Zeit Napoleons reicht der FilmStrandgut" zurück. Einen Abstecher in die klassische Operette unternehmen Willy Forst mit seinem Wien-FilmOperette", Karl Hartl mit dem Wien-FilmWiener Blut" und Leopold Hämisch mitEine Nacht in Vene- d i g", ferner Theo Lingen mit dem Majestic-Film Frau Lun a", der die beliebtesten Melodkdn Paul Linckes umschließt.

Liebesschicksale von besonderer Eindringlichkeit kün- den die FilmeEin Leben lang" (ein Wessely- Ucicky-Film der Wien-Film) an, der M. W. Kimmich- FilmDie Nacht ohne Abschied" undD e r letzte Tag des Leutnants Doblinger", den Paul Verhoeven vorbereitet.I ch klage an", heißt ein Film, der sich mit den Gewissens­konflikten eines Arztes befaßt. Die FilmeD e r Operngarderobie r", Regie Hämisch, und Das andere Ich" (Regie Liebeneiner) greifen kleine Alltagsschicksale auf. Ein grotesker Aben­teurerfilmHölle ahoi!" führt in die Welt der Hafenkneipen und Tingeltangels zwischen Marseille und Oran und den Abschluß der Ankündigung bildet wenn man von einer noch nicht näher bezeichneten Sonderproduktion von vier Filmen (mit einem Jannings-Film darunter) absehen will der Hans-Albers-FilmTreck, der Pandur".

Theo Lingen hat hier sein eigenes Theaterstück, mit dem er im Berliner Staatstheater stürmische Lacherfolge erzielte, als Film inszeniert. Er spielt selbst die Rolle des angeblich unbegabten Schauspielers, der auf gewagte witzige Weise sein Talent beweist

Das gibt einen tollen Theater-Skandal

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30 Gewinne zu 3000 RM. 106553 152897 176494 199277

262005 265459 312559 323151 329189 391241

42 Gewinne zu 2000 RM. 774 19301 28042 129885 145365 188950 236363 254859 314736 316579 318347 342200 350336 397031

129 Gewinne zu 1000 RM. 3566 3572 8780 29654 30943 34525 41012 69305 85281 87844 91165 109130 110198 116217

sondere an Reichsfluchtsteuer, Kraftfahrzeugsteuer und Zöllen wird durch das Mehr auf anderen Gebieten reichlich ausgeglichen. Der Staatssekretär erklärt, daß die Kriegsfinanzierung in Deutschland nicht durch Inanspruchnahme der Notenpresse geschieht, vielmehr steht ein Teil des Volkseinkommens dem Reich als Steuern zur Verfügung. Der Teil, der nach Vornahme der privatwirtschaftlichen Bedarfsdeckung und Abzug der Steuern verbleibe, dränge selbsttätig im wesentlichen nach Anlage, in Schuldtiteln des Reiches. Dieser Drang führe zur Deckung des nanzbedarfs des Reiches, der über die Summe Steueraufkommens hinaus bestehe.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptfchriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stapt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein.

Druck und Verlag: Brühlsche Universit<i'sdruckeret R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: -^uzeigenletter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.8.

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Staatssekretär Dr. Freister behandelt Deutschen Gemein- und Wirtschaftsrecht" den Fall, ob der Hausbesitzer angesichts des Wohnungsmangels die Aufhebung des Mietverhältnisses für eine Woh­nung verlangen kann, die nicht zum Wohnen, son­dern zum Unterstellen von Möbeln benutzt wird. Der Staatssekretär erklärt, der Oeffentlichkeit könne nicht gleichgültig sein, ob heute Wohnraumsei- nem Zweck entfremdet wird. Angesichts des Mangels an Wohnraum für Familien mit Kindern und junge Ehepaare fei es unerträglich, daß Wohn­raum als Abstellraum diene. Mit der Anwendung des SatzesGemeinnutz vor Eigennutz" müsse auch im Rechtsleben Ernst gemacht werden. Er' habe genau so eine allgemeine, das ganze Gemeinrecht beherrschende Bedeutung wie dieKöniglichen Para­graphen" des Bürgerlichen Gesetzbuches, denen die Rechtsprechung eine Allgemeingeltung weit über den Zusammenhang hinaus zugesprochen habe, in den

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Nie neuen Ostgebiete.

Staatssekretär Dr. Land fried vom Reichs­wirtschaftsministerium behandelt imReichsverwal­tungsblatt" die Aufgaben der Wirtschaft in den ein- gegliederten Ostgebieten. Die Wirtschaft im Osten müsse nach den Aufgaben und Bedürfnissen des Reiches orientiert werden. Posen und Pommerel­len seien überwiegend agrarischer Struktur. 1913 hätten sie allein ein Fünftel der gesamten Roggen- und Kartoffelernte des Reiches, ein Sie­bentel der Gerstenernte erbracht. Sie besaßen ein Zehntel des Pferde- und Schweinebestandes und fast ein Zwölftel des Rindviehbestandes. Die Vereinigung der Reviere Ost- und Westoberschlesien mit den Re­vieren von Dombrowa, Mährisch-Ostrau und dem Olsa-Gebiet schaffe die Voraussetzungen zum Auf­bau eines Industriezentrums im deutschen Osten, das dem Ruhrgebiet nicht nachstehen werde. Die in die Provinz Ostpreußen eingegliederten Gebiete seien fast ausschließlich Gebiete der L a n d- und Forstwirtschaft. Allen sei aber ein Problem gemeinsam, der verzweifelte Zustand chrer Verkehrswege. Der Ausbau des Verkehrs­netzes müsse einer der Hauptansatzpunkte für die Aufschließung des Landes sein. Deutschland habe im Osten Siedlungsraum erhalten, der es ihm ermöglicht, Hunderttausenden von deutschen Bauern, Millionen von deutschen Bürgern innerhalb der Reichsgrenze auf neuem Boden eine Heimat zu geben. Hand in Hand damit gehe die Ausweitung der ernährungswirtschaftlichen Basis des Reiches. Der Zuwachs an wichtigen Rohstoffen für die Rü­stung mache das Reich auf einigen Gebieten von jeder Einfuhr unabhängig und ermögliche ihm sogar die Aussuhrsteigerung im Kriege. Wirtschaft, Land­wirtschaft und Handel bedürften jedoch besonderer Pflege, ehe ein vollwertiges Glied in der Kette der großdeutschen Wirtschaft wieder hergestellt sei.

AnsteigendesSteuerauskommens im Kriege.

Staatssekretär Reinhardt teilt imD. B." mit, daß sich das Steueraufkommen des Reiches von 6,8 Milliarden RM. im Rechnungsjahr 1933 auf 23,6 Milliarden im Rechnungsjahr 1939 erhöht hat. Eine Gegenüberstellung des Aufkommens der ersten vier Monate des Rechnungsjahres 1940 (April bis Juli) mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres er­gibt bei allen Steuern, in denen sich der Wohlstand des Volkes spiegelt, eine neue Steigerung. So stieg das Aufkommen an Lohnsteuer von 876,8 auf 934,5 Millionen, der veranlagten Einkommensteuer von 1430 auf 1503,2 Millionen, der Vermögenssteuer von 106,2 auf 126,5 Millionen, der Zuckersteuer von 132,2 auf 153,1 Millionen, der Biersteuer von 196,4 auf 204,9 Millionen und der Tabaksteuer von 353,3 auf 471,3 Millionen. Die Kriegszuschläge sind in diesen Summen nicht enthalten. Sie haben im ersten Drit­tel des neuen Rechnungsjahres allein 1249,7 Millionen erbracht. Das Gesamtaufkommen betrug im ersten Drit­tel 8171,2 Millionen RM., es wird im gesamten Rechnungsjahr 1940 mindestens 25 Milliar­den erreichen. Der zwangsläufige Rückgang insbe­

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Das Produktionsprogramm der Tobis.

Der künstlerische Gestaltungswille, der aus dem Tobis-Programm für 1940/41 spricht, ist auf das Ziel gerichtet, dem in die heutige weltenwendende Zeit gestellten Menschen mehr zu geben als den Zauber flüchtiger Illusion. Die Filmauslese beginnt mit dem Emil-Jannings-FilmOhm Krüger" (Regie: Hans Steinhoff), der aus dem BureiÄrama der Jahrhundertwende eine furchtbare Anklage gegen England ableitet. Den Freiheits­kamps der Iren schildert der von M. W. Kimmich inszenierte FilmIrische Tragödie" mit Anna Dammann, Ren6 Deltgen, Werner Hinz u. a. Das brutale Antlitz des Engländers wird ferner von den FilmenOpiumkrieg" erhellt, von Titanic" (die geschäftlichen Hintergründe der größ­ten Schiffskatastrophe aller Zeiten) mit Karl Lud­wig Diehl, dem FilmEiner gegen Engla n d" (das Schicksalsbild Thomas Paines nach dem Büh­nenstück von Hanns Johst), und dem Secret-Ser- vice-FilmDas große Spiel" mit Olga Tsche­chowa und Ferdinand Marian. Aus der deut­schen Geschichte entnehmen die FilmeDer große

K ö n i g" (Regie: Veit Harlan),B i s m a r ck" (Re­gie: Wolfgang Liebeneiner Titelrolle: Paul Hartmann) undVäter und Söhne", der Film von dem Gründer der Woermann-Linie, ihre Stoffe.. Die deutsche Dichtung vertreten der Schiller- Film aus der Sturmzeit des junaen Genius (Re­gie: Herbert Maisch), HebbelsAgnes Ber­nau e r" (Regie: Harlan Titelrolle: Kristina Söderbaum), AnzengrubersM e i n e i d b a u e r" und der FilmBayreuth", der das Werk Ri­chard Wagners beleuchtet. In literarische Bezirke führt auch der Leni-Riefenstahl-FilmT i e f - l a n d", der sich auf denselben Vorwurf stützt, der einst d'Albert zu seiner Oper anregte. Leni Riefen­stahl führt Regie und spielt die Rolle der Martha.

Die junge Generation kommt in den Filmen Kopf hoch, Johannes" (aus dem Bereich einer Nationalpolitischen Erziehungsanstalt mit Vik­tor de Kowa als Spielleiter) zu Wort, ferner in Jakko" undDer Aelteste", der in der Insze­nierung Dr. Hellmunds an dem persönlichen Einsatz eines Jungen für seine zahlreichen Geschwister das Kinderreichenproblem anschneidet. Aus der jüng­sten Vergangenheit kommen der Kriegsflieger-Film der deutschen LuftwaffeKampfgeschwader L ü tz o w" (unter Hans Bertrams Regie), die Filme

sie der Gesetzgeber einst einbaute. Es sei nicht ein­zusehen, warum die Pflicht des Mieters, in seinem Verhalten die Belange der Gemeinschaft zu achten, im Einzelfall nicht auch die Pflicht, in die Auf­hebung des Vertrages einzuwilligen, einschließen sollte, wenn gerade die Fortdauer der Vertragsbin­dung dem Gemeinwohl zuwiderlaufe. Recht wachse stets aus dem Volksgewissen und müsse sich im Rah­men der Gemeinschaftsgesittung halten.

Eonderberufsberater für die Verwundeten.

Der Reichsarbeitsminister hat angeordnet, daß in allen Fällen, in denen die Unterbringung der Ver­wundeten durch das Arbeitsamt erfolgt und in denen der Verwundete nicht in seinen alten Beruf zurückgeführt werden kann oder darüber Zweifel bestehen, ein Berufsberater heranzuziehen ist. Für diese Aufgabe sollen besonders geeignete Fach­kräfte bestimmt werden, die über Erfahrung ver­fügen und nach Möglichkeit Frontkämpfer gewesen sind. Alle Hilfsmittel einschließlich der psychologischen Eignungsuntersuchungen sollen eingesetzt werden. Oberster Grundsatz muß sein, die Unterbringung des Verwundeten in seinem alten oder möglichst in einem artverwandten Beruf zu erreichen, wo er seine bisherigen Berufserfahrungen verwerten kann. Die Unterbringung in einem neuen Beruf mit Hilfe einer Umschulung muß auf Ausnahme­fälle beschränkt bleiben. Dabei soll nicht bid augen­blickliche Arbeitstage oder der Wunsch nach einem Modeberuf maßgebend sein, sondern die Eignung des Verwundeten selbst.

©er Soethepreis für Agnes Miegel.

Am 28. August, dem Geburtstag Goethes, wurde in den Staatsräumen des Goethe-Hauses am Großen Hirschgraben in Frankfurt der Goethe- preis der diesjährigen Preisträgerin Agnes Mieael überreicht. Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs würdigte die Dichterin als Känderin der ostpreußi­schen Seele und Landschaft und Seherin deutschen Wesens unserer durch Blut, Sprache und Schicksal verbundenen Volksgemeinschaft. Er feierte sie als die größte unter den lebenden Balladendichtern und dankte ihr für ein Werk, das wir beglückt aus ihren Hände als reife Früchte ihres dichterischen Schaffens und als unverdorbenste und unmittelbarste Wieder­gabe unseres Seelenlebens entgegennehmen. Beweg­ten Herzens dankte Agnes Miegel für die Ehrung. Aus der Fülle ihres liebenden Dichterherzens ent­warf sie ihr Bild Goethes, wie er ihr in den Träu­men der Kindheit zum ersten Male begegnet sei, wie seine Lieder durch ihre Jugend klangen, wie er ihr überwältigend zum ersten Male zeigte, was Poesie ist, wie sie in Weimar ihre ersten Verse schrieb und wie er in ihrem ganzen Leben ihr Va­ter, Führer und Tröster gewesen sei. Mit einem Be­kenntnis zur Jugend und zur deutschen Zukunft schloß Agnes Miegel ihre Dankesworte.

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Beginn der Spielzeit am 20. September 1940 mit der dramatischen BalladevonChr.Siemens SIEGER**

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143537 203041 233892 308716

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27 Gewinne zu 2000 RM.

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387933 338890

17. Ziehungstag

28. August 1940