scheinungssorm eines wissenschaftlichen Spezial- Sortiments, sondern eines allgemein-modernen Sortiments dar. Immerhin bleibt die Pflene der wissenschaftlichen Literatur und der Beziehungen zur Universität sowie zu ihren Instituten und Kliniken eine wichtiae und für Gießens älteste Buchhandlung eine verpflichtende Tradition.
Segelflugmodelle über den Wiesen am Gcblageterteich.
Gestern abend sammelte sich an der Wiese am Schlageterteich eine stattliche Zuschauermenge, die mit großem Interesse dem Treiben der Modellbaugruppe der Flieger-Hitler-Äugend folgte. Die Jungen, die in vielen Stunden mühseliger und sorgfältiger Arbeit elegante Segelflugmodelle hergestellt und diese auch mit Gummimotoren ausgerüstet hatten, ließen nun ihre leichten „Vögel" fliegen und hatten ihre helle Freude daran, wie sich die Modelle mit eigener Kraft des einfachen und sinnreichen Motors in die Luft erhaben und in ruhigem, stetigen Flug eine beachtliche Strecke zurücklegten und dabei auch viel Höhe gewannen. Immer wieder wurden die kleinen Flugzeuge an den Startplatz gebracht, und wenn auch nicht jeder Flug zu einer Rekordleistung wurde, so zeigte sich doch, daß die Modelle ausgezeichnet gebaut sind. Erst bei einbrechender Dunkelheit räumten die angehenden Flieger das Feld. Die Zuschauer schieden mit dem Bewußtsein, daß die Jugend, die sich hier zu gemeinsamem Wirken fand, ihre Zeit in glücklicher und wertvoller Weise verbringt.
Gauverbands-Lestungssck reiben der Stenografen in Sieben.
Der Gauverband der Deutschen Stenografenschaft hat die Durchführung eines Gauverbands-Leistungsschreibens beschlossen. Dieses Leistungsschreiben ftn- det am morgigen Sonntag, 30. Juni, in Gießen in den Räumen der Öffentlichen Handelslehranstalt statt. An dem Wettbewerb werden sich insbesondere die Kurzschriftler aus den Ortsvereinen der Stadt- und Landbezirke Gießen, Grünberg und Wetzlar beteiligen. Geschrieben wird in den Geschwindiakeits- ftufen von 60 Silben an aufwärts. In jeder Abtei- lunq werden zwei Geschwindigkeiten angesagt, so daß sich jeder Teilnehmer für die Übertragung der höheren oder niedrigeren Ansage entscheiden kann. Ein Schön, und Richtigschreiben ist nur in den Ab- teilungen 60, 80, 100 und 120 Silben vorgesehen.
Gießener Wochenmarkkpreise.
* G i e ß e n, 29. Juni. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, x/i kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, Kartoffeln, alte, Va kg 0,5, 5 kg 48 Rpf., 50 kg 4,15 RM., neue, Vi" kg 17 Rpf., Wirsing, grün, 18, Weißkraut 25, Gelberüben, das Bund 15 bis 20, Roterüben, % kg 15 bis 20, Spinat 15, Römischkohl 15 bis 20, Bohnen, grün, 35 bis 60, Erbsen 37, Mischgemüse 15, Tomaten 34 bis 65, Zwiebeln 17, Rhabarber 10, Pfirsiche 35, Himbeeren 50 bis 55, Kirschen 40 bis 42, Stachelbeeren 22 bis 25, Johannisbeeren 30, Erdbeeren 50 bis 55. Blumenkohl, das Stück 20 bis 70, Salat 5 bis 15, Salatgurken 30 bis 60, Oberkohlrabi 10 bis 15, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 20, Radieschen, das Bund 10 bis 12 Rpf.
Strafkammer Gießen.
Der A. W. in Hochweisel war durch Urteil des Amtsgerichts Butzbach zu Geldstrafen von zusammen 30,— RM. und zum Ersatz des Schadens in Höhe von 80,— RM. verurteilt worden. Er hatte vom 4. bis 8. Dezember v. I. trotz Verbots eine Schafherde im Riederweiseler Gemeindewald lagern lassen, wobei die Schafherde zirka 50 Fichten schälte. Gegen das Urteil legte der Angeklagte Berufung ein. In der gestrigen Hauptverhandlung war er trotz ordnungsmäßiger Ladung nicht erschienen. Dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend wurde die Berufung verworfen.
Der W. M. in Frankfurt a. M. war durch Urteil des Amtsgerichts Gießen vom 3. Mai zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten verurteilt worden. Er sollte, nach der Anklage, im Juni v. I. ein Damenfahrrad, das ihm zur Reparatur übergeben worden war, für 15,— RM. verkauft haben. Gegen das Urteil legte der Angeklagte Berufung ein. Der Anklagevertreter beantragte, die Berufung zu verwerfen. Der Angeklagte wurde mangels ausreichenden Schuldbeweises freigesprochen.
Aus der engeren Heimat.
Ein mutiger jugendlicher Lebensretter.
* Lollar, 29. Juni. Gestern nachmittag geriet ein 7jähriger Junge von hier zu nahe an das Ufer der hochstehenden Lumda, die zur Zeit wegen der Bewässerung der Wiesen ab gestaut ist und über ihre Ufer tritt. Der Junge rutschte ab und fiel ins Wasser. Einige Zeit konnte sich der
daß sich die Jugendlichen in jedem Falle des Alkohol- und Nikotingenusses enthalten.
Nachdem der Kreisjugendwalter noch Aufschluß über die Dauer des Urlaubs der Jugendlichen und über die Möglichkeiten einer Urlaubsverschickung gegeben hatte, behandelte die Gausachbearbeiterin der DAF. Pgn. Har big einiae Fragen der Betreuung der weiblichen Jugendlichen. Sie forderte insbesondere auf, die hauswirtschaftliche Ertüchtigung der berufstätigen Mädchen im Auge zu be- hallen, vor allem hauswirtschaftliche Arbeitsgemeinschaften einzurichten und für eine rege Beteiligung daran zu sorgen. Im Hinblick auf die gesundheitliche Betteuung forderte die Gausachbearbeiterin weiter auf, alles zu tun, um den Gesundheitszustand der Jugendlichen untadelig zu erhalten. Wichtig sei auch die Ausbildung im Gesundheitsdienst. Die Ruhepausen müßten pünktlich eingehalten und sollten möglichst nicht am Arbeitsplatz verbracht werden. Die Gausachbearbeiterin schloß mit dem Appell an die Betriebsjugendwalterinnen, sich stets dessen bewußt zu sein, daß sie innerhalb der Betriebsgemeinschaft Vorbild sein müssen.
Nach diesen beiden grundlegenden Referaten wurden aus dem Kreis der Betriebsjugendwalterinnen und Betriebsjugendwalter noch manche Fragen gestellt, die in befriedigendem Sinne beantwortet werden konnten.
Im Anschluß an die Schulungstagung wurde eine Sitzung der Ortsjugendwalter abgehalten, die die Teilnehmer mit ihren Aufgaben fiir die nächste Zukunft vertraut machte.
An alle Schulen und Betriebsführer.
Wie alljährlich, findet auch dieses Jahr das Bannsportfest statt, bei dem sich die besten Sportler des Bannes 116 treffen. Die Schulleiter und Betriebsführer werden gebeten, die in Bad-Nauheim teilnehmenden Führer und Jg. vom Unterricht bzw. von der Arbeit zu befreien, da die Wettkämpfe bereits Samstag beginnen. Die Jungen werden sich dementsprechend mit ihren Schulleitern und Betriebsführer in Verbindung setzen.
Backhaus, Kreisleiter.
BOM- u.IM.-Untergau 116 Gießen Letr. llnkergaumeisterschaflen am 29./30. in Bad- Nauheim.
Die Wettkämpfe der Mannschaften beginnen am Samstag um 15 Uhr. Die Mannschaften aus Gießen und Umgebung fahren dazu ab Gießen um 12.32 Uhr. Die Wettkämpfe am Sonntag beginnen um 9 Uhr. Wir fahren ab Gießen um 8 Uhr. Bitte rechtzeitig zu beiden Zügen am Bahnhof fein. Wer am Sonntag und am Samstag teilnimmt (aus den Einberufungen zu ersehen), erhält in Bad-Nauheim Quartier und muß sich dafür vorsehen.
Oer Kartoffelkäfer wieder im Anflug.
Die Außenstelle Gießen des Kartoffelkäfer-Abwehrdienstes, die für das Jahr 1940 den gesamten Bezirk der ehemaligen Provinz Oberhesien zu betreuen hat, ist, wenn auch bisher in aller Sttlle, stets rege tätig gewesen, um deitt Kartoffelkäfer, wo er sich immer zeigt, rasch und energisch entgegenzu- treten. In diesen Tagen erreichte die Dienststelle die Meldung, daß der Kartoffelkäfer auch im Stadtbezirk Gießen, und zwar in der Nähe des Umspannwerkes an der Krofdorfer Straße, an getroffen wurde. Es wurden 1 Käfer, 12 Eigelege und etwa 60 Sarnen aufgefunden. Schulkinder, die auf der Suche nach dem Kartoffelkäfer waren, hatten das Vorkommen des Schädlings entdeckt. Selbstverständlich wurden sofortige Gegenmaßnahmen getroffen und das gefährdete Gebiet mit Kalkarsen gespritzt.
Die Tatsache des Auftretens des Kartoffelkäfers in unserer nächsten Nähe läßt erneut die große Gefahr erkennen, die vom Kartoffelkäfer droht. Es ist daher notwendig, daß sich nicht nur die Landwirtschaft sehr sorgfältig um die Ueberwachung der Kartoffeläcker bemüht, vielmehr muß auch die Stadtbevölkerung, soweit sie in eigenen Gärten Kartoffeln oder Tomaten zieht, alle Wachsamkeit aufbieten, damit dem Kartoffelkäfer bei seinem Erscheinen sofort der Kampf angesagt werden kann.
Geschichtliche Stunde von Compiögne im Film.
Die bisherigen Wochenschauen von den Kriegsschauplätzen im Norden und Westen waren bisher stets von einer Eindrucksgewalt, von der wohl jedermann der Auffassung war, daß sie nicht zu überbieten sei. Angesichts der neuen Frontwochenschau erkennt man diese Auffassung als einen Irrtum. 3n den neuesten Filmbildern, die wir heute Samstagmorgen im Lichtspielhaus zu sehen bekamen, verdichten sich die Ereignisse, die im Filmbild wieder- gegeben sind, zu einer solchen Intensität, daß es schwer fällt, allem sofort gerecht zu werden.
^Zunächst fordert der Kampf deutscher schwerer Seestreitkräfte gegen den englischen Flugzeugträger „Glorious", gegen den Oeltanker „Oilpioneer" und den Truppentransporter „Drama" größte Aufmerksamkeit heraus. Dann lösen Bilder vom Sturm der deutschen Truppen auf die Maginotlinie, vom Rhein her, die Bilder von See und Marine ab. Sichtlich: die Kameramänner standen hinter Minen- und Flammenwerfern im Augenblick des heftigsten Einsatzes! Und dann steigt man im Geiste mit den Infanteristen in den zerstörten Befestigungen der Maginotlinie herum.
Wie ein Traum muß es allen Frontkämpfern des Weltkrieges erscheinen, daß man nun im Filmbild die stolze Stunde des Einzuges der deutschen
Truppen in Verdun und den Vorbeimarsch unter dem französischen Siegesdenkmal des Weltkriegs sehen kann. Weitere Bilder von Paris vervollstän- digen den Eindruck von der Vollständigkeit des deutschen Sieges über Frankreich. Doch nicht genug damit, die neue Wochenschau bringt nun auch die Bilder von der neuen historischen Begegnung des Führers mit dem Duce in München zum Zweck der Besprechungen über den Waftensttllstand mit Frankreich.
Den Höhepunkt bilden die in vielen Einzelheiten fest gehaltenen Ereignisse im Wald von Compiegne. Man sieht, wie die deutsche Kriegsflagge über oas anmaßende Siegesdenkmal der Franzosen fällt, sieht den Führer vor dem Stein, in dem Frankreichs Haß seine Verewigung gefunden hat, sieht den Führer beim Abschreiten oer Front der Ehrenkompanie und schließlich die französische Delegation mit General Huntziger an der Spitze. Mit den Filmbildern von der Unterschrift des Waffenstillstandsvertrags wird das ganze deutsche Volk zu unmittelbaren Zeugen der für Europa und die ganae Welt so bedeutungsvollen Stunde gemacht. Wehende Fahnen, das Lied der Glocken deutscher Dome und das Niederländische Dankgebet beschließen den Film in einer heroischen Symbolik.
H. L. Neuner.
Jeher hastet mit im Lustschutz des Mchauses.
lieber die Beteiligung von Hauseigentümer und Mietern bei den Lustschutzmaßnahmen im Mietshaus sind verschiedentlich Unklarheiten und Unstimmigkeiten entstanden. Aus einer Darstellung der Rechtslage, die Dr. Starke in der „Sirene" gibt, seien hier die wichtigsten Grundbestimmungen für die Mithaftung jedes Volksgenossen angeführt, wobei zu beachten ist, daß ein Verstoß nicht nur schweren Schaden verursachen, sondern auch durch Strafen geahndet werden kann.
Für die Entrümpelung ist derjenige ver- antworllich, dem die Verfügungsberechtigung über den zu entrümpelnden Raum zusteht, der Mieter also bei dem von ihm gemieteten Bodenverschlag, der Hauseigentümer für den Trockenboden und andere der allgemeinen Benutzung offenstehende Räume. Wer für die Entrümpelung verantwortlich ist, trägt auch die Kosten dafür. Für die Ausrüstung der Lustschutzgemeinschaft mit Selbst- schutzgerät ist der Hauseigentümer verantwortlich und Kostenträger, sofern sich nicht aus allgemeinen mietrechtlichen Vorschriften etwas anderes ergibt. Es ist der Wunsch des Gesetzgebers, daß möglichst wenig Geräte neu angeschafft werden. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es erwünscht, wenn sich alle Hausbewohner an der Bereitstellung des Selbstschutzgerätes durch Hingabe oder Anfertigung von Gerät, oder durch Geldbettäge freiwillig beteiligen. Einen Rechtsanspruch auf solche Beteiligung hat der Hauseigentümer allerdings nicht. Für die Beschaffung der persönlichen Ausrüstung der Selbstschutzkräfte sind diese selbst verantwortlich. Sie haben auch die Kosten hierfür zu tragen. Naturgemäß bestehen keine Bedenken, wenn die übrigen Hausbewohner sich an der Beschaffung beteiligen.
Für die Verdunkelung ist der Eigentümer oder an seiner Stelle derjenige verantwortlich, der
die tatsächliche Gewalt über die zu verdunkelnde Sache innehat. Deshalb sind die Mieter für die Verdunkelung ihrer Wohnung, aber ebenso, was oft vergessen wird, auch für die Verdunkelung der von ihnen mitgemieteten Räume, z. B. der Boden- und Kellerverschläge, verantwortlich. Der Hauseigentümer trägt die Verantwortung für die Verdunkelung der nicht vermieteten Räume, z.B. Treppenhaus, Waschküche, Heizkeller. Wo ein Hausmeister vorhanden ist, wird im allgemeinen diesen die 23er- antmortuna an Stelle des Hauseigentümers treffen. Während oer Abwesenheit des Haushaltungsvorstandes wird seine Ehefrau, und wenn auch diese nicht zu Hause ist, der älteste Sohn oder die Hausangestellte die Verantwortung für die Verdunkelung der Wohnung tragen, eben jeder, der im Zeitpuntt der Verdunkelung Inhaber der tatsächlichen Gewalt ist.
Beim Lu f t s ch utz rau m b au ist u. a. zu beachten, daß in bestehenden Gebäuden behelfsmäßige Luftschutzräume zu errichten sind. Verantwortlich dafür ist der Eigentümer, Erbbauberechtigte oder Nießbraucher. Alle durch den Luftschutzraum zu schützenden Personen haben zu feiner Errichtung beizutragen, entweder durch Bereitstellung geeigneter Räume, durch eigene Arbeitsleistung, Bereitstellen von Baustoffen usw., oder durch Geldbeträge. Das Bereitstellen geeigneter Räume muß sich auch erstrecken auf die Stellung von Ersatzraum an solche Mieter, die durch Hingabe ihres Kellers Anrecht auf neuen Kellerraum im Wege der Neuverteilung haben. Durch eigene Arbeitsleistung müssen nicht nur die Mieter selbst an der Herrichtung mitwirken, sondern alle zu schützenden Personen, auch die übrigen Hausbewohner, Familienmitglieder, Untermieter, Hausangestellte usw. Kommt eine Einigung nicht zustande, so entscheidet der örtliche Polizeiverwalter.
150 Jahre Universitäts-Buchhandlung Howerer.
Am 1. Juli 1940 kann die Universitäts-Buchhandlung Kurt Holderer, vormals Frees, auf ihr 150jähriges Bestehen zurückblicken. Gründer der Firma war der Buchhändler Georg Friedrich Heyer, dessen Namen in Buchhändlerkreisen wett über Hessen hinaus ein Begriff war. Aus seiner Schule sind zahlreiche Verleger hervorgegangen. Interessant ist die Tatsache, daß auch die Inhaber der beiden anderen alten Gießener Universitäts- Buchhandlungen, Ferber und Ricker, Lehrlinge Heyers waren und bei ihm die grundlegenden Fach- tenntnisse erwarben.
Im Gegensatz zu den Unioersitätsbuchhandlungen Ferber und Ricker, die noch heute unter dem gleichen Namen bestehen, haben die späteren Inhaber der Heyerschen Universitäts-Buchhandlung den Namen des Gründers nicht beibehalten. Don Mitte des vorigen Jahrhunderts führte die Firma den Titel „Fehsenfelds Universitäts-Buchhandlung" und von 1900 ab bis nach dem Weltkrieg den Titel „August Frees, Universitäts-Buchhandlung". Der jetzige Inhaber Kurt Holderer übernahm die Firma im Herbst 1932. Er richtete, der Tradition der Firma entsprechend, in der Folge sein Hauptaugenmerk zwar auch- auf die wissenschaftliche Literatur, es erwies sich aber doch auch der Ausbau der anderen Abteilungen als eine Notwendigkeit. Die Abteilungen „Politisches Schrifttum", „Jugendschristen", „Schöne Literatur" und die Leihbücherei wurden planmäßig erweitert. Im Jahre 1936 wurde eine Verlegung der Geschäftsräume in die ehemaligen „Astoria-Licht- spiele" notwendig. Durch einen großzügigen Um- und Ausbau entstand eine große und übersichtliche Buchhandlung.
In der Gegenwart stellt, als Folge der neueren Entwicklung, die Buchhandlung nicht mehr die Er-
Waffer halten, doch bald verließen ihn die Kräfte und er ging unter. Durch Zuruf einer Frau, die den Vorfall beobachtet hatte, war der 17jährige Wern er Herzberger sofort zur Stelle geeilt, kurz entschlossen ins Wasier gesprungen und rettete so den Jungen vor dem sicheren Tod des Ertrinkens. Beherzte Leute nahmen sich gleich des Jungen an und leisteten Hilfe, die sofort Erfolg hatte.
Landkreis Gießen.
s. ßang-Oöns,29.Juni. Am morgigen Sonntag, 30. Juni, feiert Anton Müller 32., Breitegasse, in bester körperlicher und geistiger Frische seinen 7 0. Geburtstag. Der Jubilar ist einer unsrer angesehensten und geschätztesten Mitbürger. Sein Interesse galt von jeher dem Gesamtwohl der
TAG
Haushalten mit
TIP»
HUDELN
I zu Supp«” N6hr»tofi«l
I enthält*'®'
Gemeinde Lang-Göns. Davon zeugt u. a., daß et lange Jahrzehnte Gemeinderatsmitglied war. Außerdem hat er viele Jahre hindurch den Gesangverein „Germania", dessen Ehrenvorsitzender er zur Zeit ist, geführt. Er gehört auch zu den Feldgeschworenen und ist Mitglied des Kirchenvorstandes. Bemerkenswert ist weiterhin, daß Herr Müller schon seit einem Jahr glücklicher Urgroßvater ist. Wir wünschen unserm Mitbürger Anton Müller 32. noch einen langen und von Glück gesegneten Lebensabend.
)—( Ruppertsburg, 28.Juni. Jetzt wurde auch in unserem Dorfe ein NSV. -Kindergarten eröffnet, der sich eines außerordentlich starken Besuchs erfreut. Er steht unter der Leitung der Frl. (Emma Ruppel und Frl. Marie Port von hier.
G. A.-Epott.
Universitäts-Eportwettkärnpfe.
Arn morgigen Sonntag werden auf dem Universitäts-Sportplatz die Sportwettkämpfe unserer Studenten ausgetragen, wie sie alljährlich im Zusammenhang mit der Jahresfeier der Universität abgehalten werden. Das Wettkampfprogramm sieht einen Kameradschaft-Mannschaftskampf (Sechskampf für 1. bis 3. Semester) vor, bei dem folgende Hebungen zu bestreiten sind: 3000-Meter- Lauf, Schießen, 100-Meter-Lauf, Keulenweitwurf, Weitsprung und Kugelstoßen. Ferner sind Einzelwettkämpfe vorgesehen, und zwar in den Disziplinen 100-Meter-, 200-Meter-, 400-Meter- und 1500-Meter- Lauf, ferner Weitsprung, Hochsprung, Kugelstoßen, Dreisprung, Diskuswerfen, Speerwerfen und eine 4X100Meter-Staffel der Kameradschaften. Nach den bisher eingegangenen Meldungen sind schöne Kämpfe zu erwarten.
Termine für die Entscheidungsspiele um den Lahnpokal.
Nachdem nunmehr mit Hochelheirm Dornholzhausen, Garbenheim, Katzenfurt und Mtv. Gießen die Staffelsieger der Lahnpokal-Runde des Fachamts Handball feststehen, hat die Bezirksspielleitung zunächst die Vorrunde der Entscheidungsspiele angesetzt. Ob der Sieger bereits nach einer einfachen Runde ermittelt werden wird, ober ob später doch noch Rückspiele zum Austrag kommen, steht einstweilen noch nicht fest. Vorerst werden spielen:
30. 6. 40: Dornholzhausen — Katzenfurt; Hochelheim — Garbenheim.
7.7.: Katzenfurt — Mtv. Gießen, Dornholzhausen gegen Hochelheim.
14.7: Mtv. Gießen — Dornholzhausen; Garbenheim — Katzenfurt.
21.7: Hochelheim — Mtv. Gießen; Garbenheim gegen Dornholzhausen.
28.7.: Mtv. Gießen — Garbenheim; Katzenfurt gegen Hochelheim.
Wirtschaft.
Börsenstimmung im Verlaufe fest.
Frankfurt a. M., 27. Juni. Die rückläufige Tendenz der verflossenen Woche hat zunächst noch angehalten, wenn auch die Kz;rsabschwächung«n kaum noch größeres Ausmaß annahmen. Es handelte sich dabei wiederum um Abgaben der Kundschaft, die verschiedene Begründungen fanden, vornehmlich aus dem Verlangen nach Verflüssigung der Finanzlage zu erklären sind. Die Aufnahmeneigung besserte sich dann aber zusehends.
Die schweren Papiere, wie Montanaktien, verschiedene Maschinenwerte, zogen in deren Verlauf um bis zu 4 v. H. an und glichen damit die vorangegangenen Kursverluste zum Teil wieder aus. Die Farbenaktie, die anfangs noch stärker gedrückt lag, profitierte von den Ausführungen der HD. und konnten den Dividendenabschlag wieder voll ersetzen. Bei Bauwerten kam es zunächst noch zu größeren Abgaben, so daß Zement Heidelberg sogar vorübergehend mit Minuszeichen an der Maklertafel erschienen und 5 v. H. niedriger genannt wurden. Auch Berger und Holzmann nennenswert abge- schwächt. Die Bekanntgabe der Wohnungsbaupläne nach Friedensschluß brachte hier eine Belebung. Elektrizitätsaktien, die von der Abwärtsbewegung verhältnismäßig wenig berührt worden waren, konnten im Wochenverlauf ebenfalls bis zu 2 v. H., Lahmeyer bis fast 4 v. H. gewinnen.
Der Rentenmarkt hat fein stilles Aussehen bewahrt. In Jndustrieobligationen ist das Angebot kleiner geworden, bei Reichsanleihen ergaben sich leichte Erholungen, während die Pfandbriefnachfrage unvermindert anhielt. Stadtanleihen ohne Kursveränderungen. Das Geschäft in Reichsschatzanweisungen ist ziemlich ausgeglichen.
Schwarss-Wß^s " fl '
Alleinhersteller: PJos.Möbs^x
Seifenfabriken. Giessen
löst über Nacht den Sch mutz
aus derWäsche und macht hartes Wässer


