Ausgabe 
29.6.1940
 
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scheinungssorm eines wissenschaftlichen Spezial- Sortiments, sondern eines allgemein-modernen Sor­timents dar. Immerhin bleibt die Pflene der wis­senschaftlichen Literatur und der Beziehungen zur Universität sowie zu ihren Instituten und Kliniken eine wichtiae und für Gießens älteste Buchhandlung eine verpflichtende Tradition.

Segelflugmodelle über den Wiesen am Gcblageterteich.

Gestern abend sammelte sich an der Wiese am Schlageterteich eine stattliche Zuschauermenge, die mit großem Interesse dem Treiben der Modellbau­gruppe der Flieger-Hitler-Äugend folgte. Die Jun­gen, die in vielen Stunden mühseliger und sorgfäl­tiger Arbeit elegante Segelflugmodelle hergestellt und diese auch mit Gummimotoren ausgerüstet hat­ten, ließen nun ihre leichtenVögel" fliegen und hatten ihre helle Freude daran, wie sich die Modelle mit eigener Kraft des einfachen und sinnreichen Mo­tors in die Luft erhaben und in ruhigem, stetigen Flug eine beachtliche Strecke zurücklegten und dabei auch viel Höhe gewannen. Immer wieder wurden die kleinen Flugzeuge an den Startplatz gebracht, und wenn auch nicht jeder Flug zu einer Rekordlei­stung wurde, so zeigte sich doch, daß die Modelle ausgezeichnet gebaut sind. Erst bei einbrechender Dunkelheit räumten die angehenden Flieger das Feld. Die Zuschauer schieden mit dem Bewußtsein, daß die Jugend, die sich hier zu gemeinsamem Wir­ken fand, ihre Zeit in glücklicher und wertvoller Weise verbringt.

Gauverbands-Lestungssck reiben der Stenografen in Sieben.

Der Gauverband der Deutschen Stenografenschaft hat die Durchführung eines Gauverbands-Leistungs­schreibens beschlossen. Dieses Leistungsschreiben ftn- det am morgigen Sonntag, 30. Juni, in Gießen in den Räumen der Öffentlichen Handelslehranstalt statt. An dem Wettbewerb werden sich insbesondere die Kurzschriftler aus den Ortsvereinen der Stadt- und Landbezirke Gießen, Grünberg und Wetzlar be­teiligen. Geschrieben wird in den Geschwindiakeits- ftufen von 60 Silben an aufwärts. In jeder Abtei- lunq werden zwei Geschwindigkeiten angesagt, so daß sich jeder Teilnehmer für die Übertragung der höheren oder niedrigeren Ansage entscheiden kann. Ein Schön, und Richtigschreiben ist nur in den Ab- teilungen 60, 80, 100 und 120 Silben vorgesehen.

Gießener Wochenmarkkpreise.

* G i e ß e n, 29. Juni. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, x/i kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, Kartoffeln, alte, Va kg 0,5, 5 kg 48 Rpf., 50 kg 4,15 RM., neue, Vi" kg 17 Rpf., Wirsing, grün, 18, Weißkraut 25, Gelberüben, das Bund 15 bis 20, Roterüben, % kg 15 bis 20, Spinat 15, Römischkohl 15 bis 20, Boh­nen, grün, 35 bis 60, Erbsen 37, Mischgemüse 15, Tomaten 34 bis 65, Zwiebeln 17, Rhabarber 10, Pfirsiche 35, Himbeeren 50 bis 55, Kirschen 40 bis 42, Stachelbeeren 22 bis 25, Johannisbeeren 30, Erdbeeren 50 bis 55. Blumenkohl, das Stück 20 bis 70, Salat 5 bis 15, Salatgurken 30 bis 60, Ober­kohlrabi 10 bis 15, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 20, Radieschen, das Bund 10 bis 12 Rpf.

Strafkammer Gießen.

Der A. W. in Hochweisel war durch Urteil des Amtsgerichts Butzbach zu Geldstrafen von zusammen 30, RM. und zum Ersatz des Schadens in Höhe von 80, RM. verurteilt worden. Er hatte vom 4. bis 8. Dezember v. I. trotz Verbots eine Schaf­herde im Riederweiseler Gemeindewald lagern lassen, wobei die Schafherde zirka 50 Fichten schälte. Gegen das Urteil legte der Angeklagte Berufung ein. In der gestrigen Hauptverhandlung war er trotz ordnungs­mäßiger Ladung nicht erschienen. Dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend wurde die Berufung verworfen.

Der W. M. in Frankfurt a. M. war durch Urteil des Amtsgerichts Gießen vom 3. Mai zu einer Ge­fängnisstrafe von drei Monaten verurteilt worden. Er sollte, nach der Anklage, im Juni v. I. ein Da­menfahrrad, das ihm zur Reparatur übergeben worden war, für 15, RM. verkauft haben. Gegen das Urteil legte der Angeklagte Berufung ein. Der Anklagevertreter beantragte, die Berufung zu ver­werfen. Der Angeklagte wurde mangels ausreichen­den Schuldbeweises freigesprochen.

Aus der engeren Heimat.

Ein mutiger jugendlicher Lebensretter.

* Lollar, 29. Juni. Gestern nachmittag geriet ein 7jähriger Junge von hier zu nahe an das Ufer der hochstehenden Lumda, die zur Zeit wegen der Bewässerung der Wiesen ab gestaut ist und über ihre Ufer tritt. Der Junge rutschte ab und fiel ins Wasser. Einige Zeit konnte sich der

daß sich die Jugendlichen in jedem Falle des Alko­hol- und Nikotingenusses enthalten.

Nachdem der Kreisjugendwalter noch Aufschluß über die Dauer des Urlaubs der Jugendlichen und über die Möglichkeiten einer Urlaubsverschickung gegeben hatte, behandelte die Gausachbearbeiterin der DAF. Pgn. Har big einiae Fragen der Be­treuung der weiblichen Jugendlichen. Sie forderte insbesondere auf, die hauswirtschaftliche Ertüchti­gung der berufstätigen Mädchen im Auge zu be- hallen, vor allem hauswirtschaftliche Arbeitsgemein­schaften einzurichten und für eine rege Beteiligung daran zu sorgen. Im Hinblick auf die gesundheitliche Betteuung forderte die Gausachbearbeiterin weiter auf, alles zu tun, um den Gesundheitszustand der Jugendlichen untadelig zu erhalten. Wichtig sei auch die Ausbildung im Gesundheitsdienst. Die Ruhe­pausen müßten pünktlich eingehalten und sollten möglichst nicht am Arbeitsplatz verbracht werden. Die Gausachbearbeiterin schloß mit dem Appell an die Betriebsjugendwalterinnen, sich stets dessen be­wußt zu sein, daß sie innerhalb der Betriebsge­meinschaft Vorbild sein müssen.

Nach diesen beiden grundlegenden Referaten wurden aus dem Kreis der Betriebsjugendwalte­rinnen und Betriebsjugendwalter noch manche Fragen gestellt, die in befriedigendem Sinne be­antwortet werden konnten.

Im Anschluß an die Schulungstagung wurde eine Sitzung der Ortsjugendwalter abge­halten, die die Teilnehmer mit ihren Aufgaben fiir die nächste Zukunft vertraut machte.

An alle Schulen und Betriebsführer.

Wie alljährlich, findet auch dieses Jahr das Bann­sportfest statt, bei dem sich die besten Sportler des Bannes 116 treffen. Die Schulleiter und Betriebs­führer werden gebeten, die in Bad-Nauheim teil­nehmenden Führer und Jg. vom Unterricht bzw. von der Arbeit zu befreien, da die Wettkämpfe bereits Samstag beginnen. Die Jungen werden sich dem­entsprechend mit ihren Schulleitern und Betriebs­führer in Verbindung setzen.

Backhaus, Kreisleiter.

BOM- u.IM.-Untergau 116 Gießen Letr. llnkergaumeisterschaflen am 29./30. in Bad- Nauheim.

Die Wettkämpfe der Mannschaften beginnen am Samstag um 15 Uhr. Die Mannschaften aus Gie­ßen und Umgebung fahren dazu ab Gießen um 12.32 Uhr. Die Wettkämpfe am Sonntag beginnen um 9 Uhr. Wir fahren ab Gießen um 8 Uhr. Bitte rechtzeitig zu beiden Zügen am Bahnhof fein. Wer am Sonntag und am Samstag teilnimmt (aus den Einberufungen zu ersehen), erhält in Bad-Nauheim Quartier und muß sich dafür vorsehen.

Oer Kartoffelkäfer wieder im Anflug.

Die Außenstelle Gießen des Kartoffelkäfer-Ab­wehrdienstes, die für das Jahr 1940 den gesamten Bezirk der ehemaligen Provinz Oberhesien zu be­treuen hat, ist, wenn auch bisher in aller Sttlle, stets rege tätig gewesen, um deitt Kartoffelkäfer, wo er sich immer zeigt, rasch und energisch entgegenzu- treten. In diesen Tagen erreichte die Dienststelle die Meldung, daß der Kartoffelkäfer auch im Stadt­bezirk Gießen, und zwar in der Nähe des Umspann­werkes an der Krofdorfer Straße, an getroffen wurde. Es wurden 1 Käfer, 12 Eigelege und etwa 60 Sarnen aufgefunden. Schulkinder, die auf der Suche nach dem Kartoffelkäfer waren, hatten das Vorkommen des Schädlings entdeckt. Selbstverständ­lich wurden sofortige Gegenmaßnahmen getroffen und das gefährdete Gebiet mit Kalkarsen gespritzt.

Die Tatsache des Auftretens des Kartoffelkäfers in unserer nächsten Nähe läßt erneut die große Ge­fahr erkennen, die vom Kartoffelkäfer droht. Es ist daher notwendig, daß sich nicht nur die Landwirt­schaft sehr sorgfältig um die Ueberwachung der Kartoffeläcker bemüht, vielmehr muß auch die Stadtbevölkerung, soweit sie in eige­nen Gärten Kartoffeln oder Tomaten zieht, alle Wachsamkeit aufbieten, da­mit dem Kartoffelkäfer bei seinem Erscheinen so­fort der Kampf angesagt werden kann.

Geschichtliche Stunde von Compiögne im Film.

Die bisherigen Wochenschauen von den Kriegs­schauplätzen im Norden und Westen waren bisher stets von einer Eindrucksgewalt, von der wohl jeder­mann der Auffassung war, daß sie nicht zu über­bieten sei. Angesichts der neuen Frontwochenschau erkennt man diese Auffassung als einen Irrtum. 3n den neuesten Filmbildern, die wir heute Sams­tagmorgen im Lichtspielhaus zu sehen bekamen, ver­dichten sich die Ereignisse, die im Filmbild wieder- gegeben sind, zu einer solchen Intensität, daß es schwer fällt, allem sofort gerecht zu werden.

^Zunächst fordert der Kampf deutscher schwerer Seestreitkräfte gegen den englischen Flugzeugträger Glorious", gegen den OeltankerOilpioneer" und den TruppentransporterDrama" größte Auf­merksamkeit heraus. Dann lösen Bilder vom Sturm der deutschen Truppen auf die Maginotlinie, vom Rhein her, die Bilder von See und Marine ab. Sichtlich: die Kameramänner standen hinter Minen- und Flammenwerfern im Augenblick des heftigsten Einsatzes! Und dann steigt man im Geiste mit den Infanteristen in den zerstörten Befestigungen der Maginotlinie herum.

Wie ein Traum muß es allen Frontkämpfern des Weltkrieges erscheinen, daß man nun im Filmbild die stolze Stunde des Einzuges der deutschen

Truppen in Verdun und den Vorbeimarsch unter dem französischen Siegesdenkmal des Weltkriegs sehen kann. Weitere Bilder von Paris vervollstän- digen den Eindruck von der Vollständigkeit des deutschen Sieges über Frankreich. Doch nicht genug damit, die neue Wochenschau bringt nun auch die Bilder von der neuen historischen Begegnung des Führers mit dem Duce in München zum Zweck der Besprechungen über den Waftensttllstand mit Frank­reich.

Den Höhepunkt bilden die in vielen Einzelheiten fest gehaltenen Ereignisse im Wald von Compiegne. Man sieht, wie die deutsche Kriegsflagge über oas anmaßende Siegesdenkmal der Franzosen fällt, sieht den Führer vor dem Stein, in dem Frankreichs Haß seine Verewigung gefunden hat, sieht den Füh­rer beim Abschreiten oer Front der Ehrenkompanie und schließlich die französische Delegation mit Gene­ral Huntziger an der Spitze. Mit den Filmbildern von der Unterschrift des Waffenstillstandsvertrags wird das ganze deutsche Volk zu unmittelbaren Zeugen der für Europa und die ganae Welt so be­deutungsvollen Stunde gemacht. Wehende Fahnen, das Lied der Glocken deutscher Dome und das Nie­derländische Dankgebet beschließen den Film in einer heroischen Symbolik.

H. L. Neuner.

Jeher hastet mit im Lustschutz des Mchauses.

lieber die Beteiligung von Hauseigentümer und Mietern bei den Lustschutzmaßnahmen im Miets­haus sind verschiedentlich Unklarheiten und Unstim­migkeiten entstanden. Aus einer Darstellung der Rechtslage, die Dr. Starke in derSirene" gibt, seien hier die wichtigsten Grundbestimmungen für die Mithaftung jedes Volksgenossen angeführt, wo­bei zu beachten ist, daß ein Verstoß nicht nur schwe­ren Schaden verursachen, sondern auch durch Stra­fen geahndet werden kann.

Für die Entrümpelung ist derjenige ver- antworllich, dem die Verfügungsberechtigung über den zu entrümpelnden Raum zusteht, der Mieter also bei dem von ihm gemieteten Bodenverschlag, der Hauseigentümer für den Trockenboden und an­dere der allgemeinen Benutzung offenstehende Räume. Wer für die Entrümpelung verantwort­lich ist, trägt auch die Kosten dafür. Für die Aus­rüstung der Lustschutzgemeinschaft mit Selbst- schutzgerät ist der Hauseigentümer verantwort­lich und Kostenträger, sofern sich nicht aus allge­meinen mietrechtlichen Vorschriften etwas anderes ergibt. Es ist der Wunsch des Gesetzgebers, daß möglichst wenig Geräte neu angeschafft werden. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es erwünscht, wenn sich alle Hausbewohner an der Bereitstellung des Selbstschutzgerätes durch Hingabe oder Anfertigung von Gerät, oder durch Geldbettäge freiwillig betei­ligen. Einen Rechtsanspruch auf solche Beteiligung hat der Hauseigentümer allerdings nicht. Für die Beschaffung der persönlichen Ausrüstung der Selbstschutzkräfte sind diese selbst verantwortlich. Sie haben auch die Kosten hierfür zu tragen. Na­turgemäß bestehen keine Bedenken, wenn die übri­gen Hausbewohner sich an der Beschaffung be­teiligen.

Für die Verdunkelung ist der Eigentümer oder an seiner Stelle derjenige verantwortlich, der

die tatsächliche Gewalt über die zu verdunkelnde Sache innehat. Deshalb sind die Mieter für die Verdunkelung ihrer Wohnung, aber ebenso, was oft vergessen wird, auch für die Verdunkelung der von ihnen mitgemieteten Räume, z. B. der Boden- und Kellerverschläge, verantwortlich. Der Hauseigen­tümer trägt die Verantwortung für die Verdunke­lung der nicht vermieteten Räume, z.B. Treppen­haus, Waschküche, Heizkeller. Wo ein Hausmeister vorhanden ist, wird im allgemeinen diesen die 23er- antmortuna an Stelle des Hauseigentümers treffen. Während oer Abwesenheit des Haushaltungsvor­standes wird seine Ehefrau, und wenn auch diese nicht zu Hause ist, der älteste Sohn oder die Haus­angestellte die Verantwortung für die Verdunkelung der Wohnung tragen, eben jeder, der im Zeitpuntt der Verdunkelung Inhaber der tatsächlichen Ge­walt ist.

Beim Lu f t s ch utz rau m b au ist u. a. zu be­achten, daß in bestehenden Gebäuden behelfsmäßige Luftschutzräume zu errichten sind. Verantwortlich dafür ist der Eigentümer, Erbbauberechtigte oder Nießbraucher. Alle durch den Luftschutzraum zu schützenden Personen haben zu feiner Errichtung beizutragen, entweder durch Bereitstellung geeigne­ter Räume, durch eigene Arbeitsleistung, Bereit­stellen von Baustoffen usw., oder durch Geldbeträge. Das Bereitstellen geeigneter Räume muß sich auch erstrecken auf die Stellung von Ersatzraum an solche Mieter, die durch Hingabe ihres Kellers Anrecht auf neuen Kellerraum im Wege der Neuverteilung haben. Durch eigene Arbeitsleistung müssen nicht nur die Mieter selbst an der Herrichtung mitwir­ken, sondern alle zu schützenden Personen, auch die übrigen Hausbewohner, Familienmitglieder, Unter­mieter, Hausangestellte usw. Kommt eine Einigung nicht zustande, so entscheidet der örtliche Polizeiver­walter.

150 Jahre Universitäts-Buchhandlung Howerer.

Am 1. Juli 1940 kann die Universitäts-Buchhand­lung Kurt Holderer, vormals Frees, auf ihr 150jähriges Bestehen zurückblicken. Gründer der Firma war der Buchhändler Georg Friedrich Heyer, dessen Namen in Buchhändlerkreisen wett über Hessen hinaus ein Begriff war. Aus seiner Schule sind zahlreiche Verleger hervorgegangen. Interessant ist die Tatsache, daß auch die Inhaber der beiden anderen alten Gießener Universitäts- Buchhandlungen, Ferber und Ricker, Lehrlinge Heyers waren und bei ihm die grundlegenden Fach- tenntnisse erwarben.

Im Gegensatz zu den Unioersitätsbuchhandlungen Ferber und Ricker, die noch heute unter dem gleichen Namen bestehen, haben die späteren Inhaber der Heyerschen Universitäts-Buchhandlung den Namen des Gründers nicht beibehalten. Don Mitte des vorigen Jahrhunderts führte die Firma den Titel Fehsenfelds Universitäts-Buchhandlung" und von 1900 ab bis nach dem Weltkrieg den TitelAugust Frees, Universitäts-Buchhandlung". Der jetzige In­haber Kurt Holderer übernahm die Firma im Herbst 1932. Er richtete, der Tradition der Firma ent­sprechend, in der Folge sein Hauptaugenmerk zwar auch- auf die wissenschaftliche Literatur, es erwies sich aber doch auch der Ausbau der anderen Ab­teilungen als eine Notwendigkeit. Die Abteilungen Politisches Schrifttum",Jugendschristen",Schöne Literatur" und die Leihbücherei wurden planmäßig erweitert. Im Jahre 1936 wurde eine Verlegung der Geschäftsräume in die ehemaligenAstoria-Licht- spiele" notwendig. Durch einen großzügigen Um- und Ausbau entstand eine große und übersichtliche Buchhandlung.

In der Gegenwart stellt, als Folge der neueren Entwicklung, die Buchhandlung nicht mehr die Er-

Waffer halten, doch bald verließen ihn die Kräfte und er ging unter. Durch Zuruf einer Frau, die den Vorfall beobachtet hatte, war der 17jährige Wern er Herzberger sofort zur Stelle geeilt, kurz entschlossen ins Wasier gesprungen und rettete so den Jungen vor dem sicheren Tod des Ertrinkens. Beherzte Leute nahmen sich gleich des Jungen an und leisteten Hilfe, die sofort Erfolg hatte.

Landkreis Gießen.

s. ßang-Oöns,29.Juni. Am morgigen Sonn­tag, 30. Juni, feiert Anton Müller 32., Breite­gasse, in bester körperlicher und geistiger Frische seinen 7 0. Geburtstag. Der Jubilar ist einer unsrer angesehensten und geschätztesten Mitbürger. Sein Interesse galt von jeher dem Gesamtwohl der

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Gemeinde Lang-Göns. Davon zeugt u. a., daß et lange Jahrzehnte Gemeinderatsmitglied war. Au­ßerdem hat er viele Jahre hindurch den Gesang­vereinGermania", dessen Ehrenvorsitzender er zur Zeit ist, geführt. Er gehört auch zu den Feldgeschwo­renen und ist Mitglied des Kirchenvorstandes. Be­merkenswert ist weiterhin, daß Herr Müller schon seit einem Jahr glücklicher Urgroßvater ist. Wir wünschen unserm Mitbürger Anton Müller 32. noch einen langen und von Glück gesegneten Lebensabend.

)( Ruppertsburg, 28.Juni. Jetzt wurde auch in unserem Dorfe ein NSV. -Kindergar­ten eröffnet, der sich eines außerordentlich starken Besuchs erfreut. Er steht unter der Leitung der Frl. (Emma Ruppel und Frl. Marie Port von hier.

G. A.-Epott.

Universitäts-Eportwettkärnpfe.

Arn morgigen Sonntag werden auf dem Univer­sitäts-Sportplatz die Sportwettkämpfe unserer Stu­denten ausgetragen, wie sie alljährlich im Zusam­menhang mit der Jahresfeier der Universität ab­gehalten werden. Das Wettkampfprogramm sieht einen Kameradschaft-Mannschaftskampf (Sechskampf für 1. bis 3. Semester) vor, bei dem folgende Hebungen zu bestreiten sind: 3000-Meter- Lauf, Schießen, 100-Meter-Lauf, Keulenweitwurf, Weitsprung und Kugelstoßen. Ferner sind Einzel­wettkämpfe vorgesehen, und zwar in den Disziplinen 100-Meter-, 200-Meter-, 400-Meter- und 1500-Meter- Lauf, ferner Weitsprung, Hochsprung, Kugelstoßen, Dreisprung, Diskuswerfen, Speerwerfen und eine 4X100Meter-Staffel der Kameradschaften. Nach den bisher eingegangenen Meldungen sind schöne Kämpfe zu erwarten.

Termine für die Entscheidungsspiele um den Lahnpokal.

Nachdem nunmehr mit Hochelheirm Dornholz­hausen, Garbenheim, Katzenfurt und Mtv. Gießen die Staffelsieger der Lahnpokal-Runde des Fachamts Handball feststehen, hat die Bezirksspielleitung zu­nächst die Vorrunde der Entscheidungsspiele angesetzt. Ob der Sieger bereits nach einer einfachen Runde ermittelt werden wird, ober ob später doch noch Rückspiele zum Austrag kommen, steht einstweilen noch nicht fest. Vorerst werden spielen:

30. 6. 40: Dornholzhausen Katzenfurt; Hochel­heim Garbenheim.

7.7.: Katzenfurt Mtv. Gießen, Dornholzhausen gegen Hochelheim.

14.7: Mtv. Gießen Dornholzhausen; Garben­heim Katzenfurt.

21.7: Hochelheim Mtv. Gießen; Garbenheim gegen Dornholzhausen.

28.7.: Mtv. Gießen Garbenheim; Katzenfurt gegen Hochelheim.

Wirtschaft.

Börsenstimmung im Verlaufe fest.

Frankfurt a. M., 27. Juni. Die rückläufige Tendenz der verflossenen Woche hat zunächst noch angehalten, wenn auch die Kz;rsabschwächung«n kaum noch größeres Ausmaß annahmen. Es han­delte sich dabei wiederum um Abgaben der Kund­schaft, die verschiedene Begründungen fanden, vor­nehmlich aus dem Verlangen nach Verflüssigung der Finanzlage zu erklären sind. Die Aufnahme­neigung besserte sich dann aber zusehends.

Die schweren Papiere, wie Montanaktien, ver­schiedene Maschinenwerte, zogen in deren Verlauf um bis zu 4 v. H. an und glichen damit die vor­angegangenen Kursverluste zum Teil wieder aus. Die Farbenaktie, die anfangs noch stärker gedrückt lag, profitierte von den Ausführungen der HD. und konnten den Dividendenabschlag wieder voll ersetzen. Bei Bauwerten kam es zunächst noch zu größeren Abgaben, so daß Zement Heidelberg sogar vor­übergehend mit Minuszeichen an der Maklertafel erschienen und 5 v. H. niedriger genannt wurden. Auch Berger und Holzmann nennenswert abge- schwächt. Die Bekanntgabe der Wohnungsbaupläne nach Friedensschluß brachte hier eine Belebung. Elektrizitätsaktien, die von der Abwärtsbewegung verhältnismäßig wenig berührt worden waren, konnten im Wochenverlauf ebenfalls bis zu 2 v. H., Lahmeyer bis fast 4 v. H. gewinnen.

Der Rentenmarkt hat fein stilles Aussehen be­wahrt. In Jndustrieobligationen ist das Angebot kleiner geworden, bei Reichsanleihen ergaben sich leichte Erholungen, während die Pfandbriefnach­frage unvermindert anhielt. Stadtanleihen ohne Kursveränderungen. Das Geschäft in Reichsschatz­anweisungen ist ziemlich ausgeglichen.

Schwarss-^s " fl '

Alleinhersteller: PJos.Möbs^x

Seifenfabriken. Giessen

löst über Nacht den Sch mutz

aus derWäsche und macht hartes Wässer