Ausgabe 
29.6.1940
 
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3m Rahmen des neuen Rüstungsprogramms der USA. ist auf der Werst von Brooklyn mit dem Bau des 45000 - Tonnen - Schlacht­

schiffesIowa" begonnen worden. Es soll innerhalb von drei Jahren fertiggestellt werden. Das Schlachtschiff wird auf Deck eine besonders starke Panzerung erhalten.

Wichtige Aenderungen in -er Lebensmittelversorgung. Eine Buttersonderzulage. Quark markenfrei. Erhöhung der Brotration für Jugendliche.

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Wie erst jetzt bekannt wird, ist ein großer Teil der belgischen Fischerflotte durch die Westmächte geraubt worden. Im Mai hatte sich ckuf Befehl eines französischen Marineoffiziers die gesamte Fischerflotte von H.eyst nach einem franzö­sischen Hafen begeben müssen. Bisher ist noch nicht bekannt, was aus den rund 100 Schiffen geworden ist. Drei wurden für Truppentransporte herange-

Oie Wahl des republikanischen Präsidentschaftskandidaten.

Rom, 29.Juni. (Europapreß.) Das Tagesereig­nis in USA, so berichtet der italienische Rundfunk am Freitag aus Washington, sei die schon von uns gemeldete Wahl Wil kies zum Präsidentschafts­kandidaten der Republikanischen Partei. Der Kandi­dat der Republikaner sei ein scharfer Kritiker von Roosevelts New Deal. Das Programm des Kandi­daten fei immer die Fernhaltung der Ver­einigten Staaten von europäischen Konflikten mit einzelnen europäischen Staaten oder europäischen Staatengruppen gewesen. Der Wahlerfolg Wilkies eröffne neue und große Möglichkeiten, besonders weil er kein Berufspolitiker sei.

Reynaud im Kraftwagen verunglückt.

Rom. 29. Juni. (DRB. Funkspruch.)Stefani" meldet aus Genf, daß der ehemalige französische Ministerpräsident R e y n a u d während einer Auto­fahrt nach Saint-Maxime das Opfer eines schweren Autounfalles geworden fei. Der Wagen überschlug sich, und Reynaud wurde schwer am Kopf verletzt.

Kleine politische Nachrichten.

Wie der Nachrichtendienst Kairo meldet, sind die wichtigsten Posten des neuen ägyptischen Kabinetts wie folgt besetzt worden: Minister­präsident und Außenminister: Ha s s a n Sabry Pascha; Inneres: Mahmud Fahmy al-Nok- raschi Pascha; Landesverteidigung: Salib Sami Bey.

das Schwert, dein Adel, deutsches Mädel, ist die Arbeit. ,

Die nationalsozialistische Jugendbewegung stellte seit je die Mädel in die Gemeinschaft des Volkes hinein. Jede Arbeit in dieser Gemeinschaft ist für sie die Erfüllung einer Pflicht gegen­über dem ganzen Volke. So gibt es heute kaum mehr ein Mädel, das abseits des Arbeits­lebens steht. In allen Berufen setzen sich die weib­lichen Arbeitskräfte ein. Sie stehen in Stadt und Land, in Fabriken und Kontoren, in Geschäften und Werkstätten, sie sitzen an den Fahrkartenschaltern der Reichsbahn wie in den Telephonzellen der Post­ämter. Darüber hinaus setzen sich die berufstätigen Mädel tatkräftig im ehrenamtlichen Hilfs­dienst ein. Allein die Tatsache, daß 80 000 Mädel während des Krieges an Gesundheitsdienftkursen des BDM. teilgenommen haben, beweist, wie gern und freudig sie sich überall dort zur Verfügung stellen, wo sie gebraucht werden. Das Deutsche Rote Kreuz und der Reichsluftschutzbund, die NSV., der Reichsnährstand und alle Gliederungen der Partei rechnen mit der Hilfe der Mädel bei den vielfachen neuen Anforderungen, die der Krieg stellt. Sie wur­den bisher nicht enttäuscht und werden sich auch in Zukunft auf das berufstätige Mädel verlassen kön­nen.

Berlin, 28. Juni. (DNB.) Die Versorgungs­lage auf dem Ernährungsgebiet hängt in erster Li­nie von der Erzeugungskraft der deutschen Land­wirtschaft ab. Vorratshaltung und Einfuhr dienen als wichtige Ergänzung der Ernte und Erzeugung. Der im voraus nicht genau zu bestimmende Ausfall der Ernte bzw. der Veredelungserzeugung bringt natürlicherweise gewisse Veränderungen der Ver­sorgungslage mit sich. Deutschlands Butter­versorgung entwickelte sich außerordentlich günstig. Dies ist vor allem eine Folge der ge­troffenen Maßnahmen auf dem Gebiet der Milch­wirtschaft und der hierdurch ausgelösten Milcherzeu­gungsschlacht unserer Landwirtschaft. Die in den Kühlhäusern befindlichen Buttervorräte ha­ben . einen bisher nie vorhandenen Höchststand erreicht. Obgleich grundsätzlich an der auf lange Zeiträume ab gestellten Dersorgungspolitik festgehal­ten werden muß, macht es diese besonders günstige Lage auf dem Buttergebiet möglich, zunächst in dem Versorgungsabschnitt vom 1. bis 28. Juli zusätz­lich zu den bisherigen Fettrationen eine Son­derzulage von 125 GrammButter je Kopf aller Versorgungsberechtiqten auszugeben. Wenn nicht besonders ungünstige Witterungsverhält­nisse die Weidenutzung beeinträchtigen, darf schon jetzt auch für-die nächste Zuteilungsperiode mit einer ebensolchen Sonderzuteilung an Butter gerechnet werden. Die günstige Entwicklung auf dem Milchgebiet erlaubt auch für die Zeit der Milchschwemme den Quark ohne Karten­pflicht abzugeben. Die Einzelheiten der Durchführung der Sonderzuteilung von Butter wer­den von den Ernährungsämtern örtlich bekannt­gegeben.

Ebenso günstig hat sich die K a r t o s f e l Ver­sorgung gestaltet. Nachdem die Schwierigkeiten des Transportes von Kartoffeln während des har-

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folgter Grundausbildung eine nochmalige Beurlau­bung erfolgen, soweit Die truppendienstlichen Ver­hältnisse es zulassen. Auch der reine Sonntagsurlaub im Ersatzheer wird auf 50 Kilometer im Nahver­kehr erweitert. Er kann nach den Bestimmungen Verheirateten zweimal, Unverheirateten einmal im Monat gewährt werden. Jeder wird dafür Verständ­nis haben, daß selbstverständlich die Ausbildungs­belange den Vorrang haben und daß es sich des­halb bei diesen Bestimmungen nur um Kannvor- schristen handeln kann.

Kem M'del darf untätig bleiben.

Berlin, 28. Juni. (DNB.) Zum Werk der berufstätigen Mädchen wendet sich die BDM.-Reichsreserentin Dr. Jutta Rüdiger mit folgendem Aufruf an alle deutschen Mädel: In der Zeit des größten Schicksalskampfes unseres Reiches Darf keiner untätig bleiben, ohne fein Anrecht Darauf zu verwirken, Angehöriger des deut­schen Volkes zu sein. Der deutsche Mann greift zur Waffe, um unser Reich zu schützen, du aber, deut­sches Mädel, gehst in Die Munitionsfabrik, um unseren Kameraden die Waffen zu reichen, greifst zum Pfluge, um die Ernährung un­seres Volkes sicherzustellen. Ueberall, wo Arbeit wartet, packst du zu. Im Kriege adelt den Mann

ten Winters und nach Abschluß der Feldbestellung behoben worden sind, ist der Kartoffelmarkt nicht nur ausgeglichen, sondern es sind zur Zeit erheb­liche Mengen von Kartoffeln für andere Zwecke frei geworden. In wenigen Tagen setzt nun Die deutsche Frühkartoffelernte ein, deren Er­gebnis nicht nur infolge einer erheblichen Auswei­tung der Anbaufläche, sondern auch besonders wegen des guten Standes der Felder beides gilt übri­gens auch für die Spätkartoffeln ein sehr gutes Ergebnis verspricht.

Diese Lage der Kartoffelversorgung erlaubt nun­mehr auch eine schon vor längerer Zeit beschlossene Maßnahme auf dem Gebiet der Brotversor- g u n g durchzuführen. Die Erfahrungen Des ersten Kriegswirtschaftsjahres haben ergeben, daß die Brotration der Jugendlichen von 10 bis 20 Jahren etwas knapp ist. Ab 29. Juli wird daher die wöchentliche Brotration der Jugendlichen um 2 00 Gramm erhöht. Da jedoch nach wie vor oberstes Gesetz einer gerechten Versorgung eine unbedingte Sparsamkeit auf allen Gebieten bleiben muß, muß dieser Mehrverbrauch einen Ausgleich bei den übrigen Versorgungsberechtigten finden. Die Brotration der Normalverbrau­cher einschließlich der Schwer-, Schwerst-, Lang- und Nachtarbeiter wird deshalb vom 29. Juli ab um die geringe Menge von 150 Gramm wöchentlich gekürzt. Dabei bleibt der Kopfverb'rauch an Brot und Mehl immer noch nicht unerheblich über dem Friedensstand. Die Brotration der Kinder bis zu 10 Jahren bleibt unverändert. Diese Neuregelung der Brotrationen ermöglicht nicht nur die Erhöhung Der Brotrationen für die Jugend­lichen, sondern sie führt auch zur Ersparnis von Brotgetreide, die der Sicherung der Brotversorgung im übernächsten Winter und Wirtschaftsjahr 1941/42 Dient

butschen Zeitungsleser beweisen, wie richtig und gut e ständig unterrichtet wird, sind aber auch eine xJhloerdiente Lehre für jene notorischen Durnm- kpse und Besserwisser, die sich selbst nach sechs -ihren nationalsozialistischer Leistungen noch ein- tz deten, sie könnten sich durch das Abhören aus- lndischer und noch dazu feindlicher! Sender Mer informieren. Gerade der Vergleich zwischen bin feindlichen Lügen- und den deutschen Wahrheits- nichrichten erweist es ja besonders, wie richtig das .Tbrbot des Abhörens ausländischer Sender ist. Der Tnzelne hat meistens keinerlei Möglichkeit, feind- (ige Meldungen auf ihren Sachgehalt nachzuprüfen. Hute erscheinen die in den deutschen Gegenüber- tillungen als Beispiele angeführten feindlichen tgenmelbungen als unglaublich dumm. Und das hd gerade Die MelDungen, die jene kleine Gruppe ptn kurzsichtigen Schwarzhörern gierig alsauthen- jjche Informationen" in sich aufnahmen oder gar prbreiteten. Diese Narren sind nicht weniger bla­siert als die Westmächte selbst.

Rundfunkverbrecher.

Berlin, 28. Juni. (DNB.) In Der letzten Zeit nutzten sich wieder mehrere deutsche Gerichte mit Aindfunkoerbrechern befassen, die durch ihr Ver­hüten Die Widerstandskraft des deutschen Volkes g! ährdet hatten. Das Sondergericht Königs- b- r g verurteilte den Schweinefütterer Andreas ftttfe aus Kirschappen zu 4 Jahren Zuchthaus, wil er in Der ersten Kriegszeit fortlaufend deutsche Endungen ausländischer Sender ab gehört und die tKi diesen verbreiteten Hetznachrichten teilweise wei­tegegeben hatte. Von dem Sondergericht Magde - b.rg wurde Otto Schulze aus Buchholz zu fünf Ihren Zuchthaus verurteilt. Schulze hat minde- sins zehnmal ausländische Sender abgehört und mt Den Dabei aufgenommenen feirchlichen Hetzmel- dngen eine defaitistische Stimmung zu verbreiten vrsucht. Das Sondergericht Innsbruck ver­öl'eilte den Leonhard Hoelzler zu fünf Jahren Lichthaus, weil er in feinem Hause in Obernberg <r Brenner monatelang in Gegenwart seiner Fa- und Nachbarn alle erreichbaren ausländischen int>er abgehört hatte, wobei peinlich darauf ge- stcn wurde, daß keinUnberufener" Zutritt oder Jhntnis von diesem Treiben erhielt. Auch die Mit- icer mußten schwere Strafen auf sich nehmen. Von Dm Sondergericht Magdeburg wurde Otto Vißrodt aus Aschersleben zu fünf Jahren Zucht- hus wegen fortgesetzten Abhörens ausländischer Hnder und Verbreitung der dabei aufgenommenen Htznachnchten verurteilt. Waßrodt hatte auch an= bce, im gleichen Betrieb beschäftigte Arbeitskame- wen zum Mithören angestiftet, und der Betriebs- lrer hatte dieses Treiben geduldet. Sie erhielten jtoere Gefängnisstrafen. Das Sondergericht Giarbrürfen verurteilte Johann Keßler aus Hcherberg zu vier Jahren Zuchthaus. Keßler hatte (ege Zeit regelmäßig die Hetzmeldungen des Eraßdurger Senders abgehört und diese Lügen-- «chrichten einem anderen Mieter seines Hauses «itererzählt.

lli'laubserleichterung für das Erfahheer

Das Oberkommando des Heeres hat für das Er­stheer einige Erleichterungen der Kriegsurlaubs- icelung verfügt. Verheiratete Soldaten des Erfatz- leres, die in Der GrunDausbildung stehen, können bcrach in Der Ausbildungszeit zweimal, Unverhei- taete einmal im Nahverkehr bis zu 50 Kilometer ihr Samstag/Sonntag beurlaubt werden. Hierbei hin Die Uelaubsquote jeweils 15 bis 20 v. H. der Wärke betragen. Soldaten, die infolge Der Ent- jmungsbegrenzung ihren Heimatort nicht erreichen !ö-, nen, sollen vor dem Abrücken ins Feld einmal Erlaubt werden. Darüber hinaus kann nach er-

Der Hilfsausschuß für politische Gefangene teilt mit, daß im Mai insgesamt rund 4000 Belgier als politische Gefangene von Den Franzosen verschleppt worden sind! Die meisten von ihnen, soweit sie nicht erschossen wur­den, sind über Paris und Orleans nach Bor­deaux gebracht worden.

Hauptschriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des HauptschriftleiterS: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschetn; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner.

Druck und Verlag: Brühlsche UniveyitätSdruckerei R. Lange K. G. Berlagsletier: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenleüer: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.6.

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