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Dre Admiralität an den britischen Konsul, Nar- vik. 11 201 Britischer Konsul, Narvik, von Admira- lität (Direktor Marine-Nachrichten-Abteilung). Er- suche unverzüglich um Einzelheiten über elektrische Kraftversorgung von Narvik einschließlich Span, nung und Frequenz. T. O. R. 1930/3 T. O. O. 1331/3/1/40.

2In britische Gesandtschaft in Oslo.

21« Admiralität Landon. 22 280 Admiralität für Äin®tMTÄ*atllilun« 2- Wiederholt

3hr Nr. 2018 29. Dezember.

ri^m Wail« MW' N 26 Futz bei nied. e on^t für (y'nHnh30 bU Hochwasser nicht gc. eignet für Entladung von Fracht, aber Truppen «Sf1eb?2qr c?H&an?Ct ^xrben Hofendamm: a) 400 puB, b) 29 Fuß bei niedrigem Wasser auf Außen- hplite,fSn*mlü $nnnteite Damms, c) 8 Fuß

Hochwasser, d) keine, e) 2 Laaerschuvven 45 ah Ü bdroröt^) 3U ? D.ords, je zwei Stockwerke, i) einzelnes Gleis geht über Damm am inneren Hafenende Kais Lage Kais a) 550 Fuß, b) 21 Fuß bel niedrigem Wasser, c) 6 Fuß bei Hochwasser d) 1 elektrischer Kran 20 Tonnen, e) 190 zu 21 8IaÄ?ei1 f) doppeltes Gleis parallel

zu Schiff, 2 getrennte einzelne Gleise verbinden sie mit Hauptlime, ferner Rangiergleis entlang des Kms. g) nein, h) Skatorra ist eine Marine-Wasser- lugzeugstation auf Tromso-Jnsel, 4 Meilen nord, jjch der Stadt durch Straße zu erreichen. Dort kein Landungsplatz, Flughalle, die 16 Wasserflugzeuge beherbergen soll, noch nicht fertiagestellt. Flugzeuge liegen an Sojen. Bardufoß ist ein Militärflugplatz, 45 Meilen nördlich von. Narvik, durch Straßen zu erreichen, und 80 Meilen südlich von Tromsö, durch Straße zu erreichen, genaue Maße unbekannt, soll jedoch nicht kleiner als 600 Meter in jeder Richtung sein. Höre, daß Eisenbahntunnel Transport von Flugzeugen nicht gestattet Auskunft stammt von britischen Konsuln in Narvik und Tromsö. T. O. O 1929/2/1/1940.

Epionageaufträge über norwegische Truppen- und Gchiffsbewegungen.

An die Admiralität, London 30 258. An die Bri­tische Gesandtschaft, Oslo. An die Admiralität (für Direktor Marine-Nachrichten Abt.), wiederholt für Marine Attache, Oslo. Die folgenden norwegischen Truppenbewegungen haben am 12. Januar stattge­funden. 10 Uhr Greenwich-Zeit: Etwa 400 Sol­daten wurden von einem Postdampfer am 13. Ja­nuar gelandet. 2 Uhr Greenwich-Zeit: 2 Dampfer von etwa 1500 1 legten an, luden die beförderten Truppen aus und setzten ihre Fahrt nordwärts fort. Anzahl unbekannt. Alle Truppen kamen aus dem Süden, t. o.9 1225/13/1/40.

An Konsul Cumming, Britisches Konsulat, Tromsö, 30 332.

Erbitte Mitteilung, ob irgendwelche Schiffe Tromsö heute Sonnabendmorgen mit norwegischen Truppen passierten. Britischer Konsul, Narvik t. o. o. 1229/13/1/40.

An britischen Konsul, Narvik, 14 403.

Dortiges Telegramm vom 13. Januar. Ich besitze hierüber keine Nachricht und sah persönlich nichts während der Tagesstunden. Allerdings finden stän­dige Truppenbewegungen nordwärts durch Post­dampfer statt.' 1. o. r 2100/13. t.o.o. 2024/13/1/40.

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Der britische Konsul, Beraen, h. t. c. An den briti­schen Konsul, Narvik.

Mit Beziehung auf das Merkbuch N I (u) para 54 (1). Erbitte unmittelbaren Drahtbericht an Marine-Nachrichtenabteiluna über gegenwärtige Po­sition norwegischer Kriegsschiffe in Ihrem Bezirk sowie auch über künftige Schijfsbewegungen. t. o. r. 1601/3/. t. o. 1331/3/4/40.

*

Die Admiralität g. t. c. An den britischen Konsul, Narvik. Mit Beziehung auf das Merkbuch N I (u) para 54 (1). Erbitte telegraphischen Bericht über gegenwärtige Position norwegischer Kriegsschiffe in ihrem Gebiet und auch über künftige Schiffsbe- wegungem t. o. r. 0845/3/4/40. 1. o. o. 1616/2.

Ernennung neuen britischen Konsuls für NarvikAus besonderem Anläße. Die Admiralität an den Britischen Konsul, Narvik

97 032

>eitet ebenfalls mit die volle Zufriedenheit erweckt hat, und Sie sollen ausgenommen bei weiterhin Die Obliegenheiten der Schiffskontrolle in

t. o. r. 0930/74 t o. o. 1925/

Bon Admiralität. N. C. L. Roseberry ist zum Bri­tischen Konsul für Narvik ernannt worden. Er ver­läßt das Bereinigte Königreich auf dem Luftwege am 8. April. N. Roseberry ist aus besonderem An­laß zum Konsul in Narvik ernannt worden. Seine Ernennung bedeutet keine Kritik an der Art und Weise, wie Sie bisher Ihre Tätigkeit ausgeübt haben,

An Admiralität London, 23 471. Admiralität 2 Wasserkraftstationen für Stadtversorgung I NYGAÄRDS»<5tation 8 Meilen Ostnordost. 10 000 Pferdestärken II HAAKVIDAL 3 Meilen südlich 3000 PS, ferner Erzgesellschaft Reserve-Diesel-An- lage 10 000 PS, alles 50 Perioden unb220 Bolt. Die norwegische Eisenbahn arbeitet ebenfalls mit der NYGÄÄRDS Station, ausgenommen bei

Trockenheit, wo sie den Strom von der Portus« Narvik wahrnehmen. Station in Schweden bezieht. 16/4/10.

Spionageaustrag der britischen Admiralität an den britischen Konsul in Aarvik.

(Uebersetzung aus dem Englischen.)

Der britische Militär-Attachö-Gehilfe in Stockholm an den britischen Konsul in Narvik.

Stockholm, den 14. Februar 1940. Lieber Konsul Kapitän!

Hiermit möchte ich zunächst Maxton, meinen Hilfs­arbeiter für vertrauliche Angelegenheiten, bei Ihnen einführen, den ich Ihrer Gnade empfehle. Er bringt einen Fragebogen mit, der in den langen Winter­abenden für Spaß und Gaudium sorgen wird. Die Befehle der Admiralität gehen dahin, daß diese Sache, dalli, dalli, ohne Rücksicht auf Kosten zu er­ledigen ist. Ich schlage daher vor, daß Sie einen von Ihren klugen jungen Leuten mit einem Päckchen nach Tromsö schicken und daß er dort auf Antwort war­tet und Sie Ihnen zurückbringt. Dann werden Sie, sagen wir, Smith, mit Ihrer und der Tromsöer Ant­wort zu mir herunterschicken, er muß aber den Brief unter seinem Hemd tragen, denn die Tatsache, daß er einen Brief bei sich führt, darf nicht bekannt wer­den. In der Zwischenzeit werden Sie einen schwe­dischen Einreisevelmierk für Smith besorgen, und zwar Hin- und Rückreise, und wenn das irgendwelche Schwierigkeiten macht, lassen Sie es bitte mich tele­graphisch wissen. Als Grund für den Sichtvermerk ist natürlich Erholung anzugeben. Er muß minde­stens für vier Tage gültig sein, da die Reise zwei Tage beansprucht. Ich beauftrage Maxton, 3nfor= mationen zu Punkt 11 unterwegs zu beschaffen. Ich glaube wohl, in Oslo wird man die Antwort auf Punkt 13 haben, aber alles, was Sie zur Bestäti­gung beitragen können, Tann nützlich sein. Wie Sie die Antworten für die anderen Fragen beschaffen, werden Sie selbst am besten wissen. Aber lassen Sie sich dabei nicht erschießen, wenn Sie es vermeiden können. Mit den besten Grüßen für Sie alle, Max­ton wird Ihnen alles Neue erzählen.

Ihr John Poland.

Kann ich meine Lineale znruckbekammen? Sie werden hier dringend benötigt

»

Der Direktor der Marine-Nachrichtenabteilung an den leitenden Schiffskontrollbeamten in Narvik.

31. Januar 1940.

Die Antworten auf die Fragen in dem beige­fügten Fragebogen werden baldmöglichst erbeten. Es wäre zweckmäßig, wenn Teile von Informa­tionen unter Bezugnahme auf die.Entsprechende Nummern vorgelegt würden, sobald sie beschosst sind. Ich betone, daß das Bemühen, die Aus- fünfte zu erhalten, in keiner Weise ihre Stellung kompromittieren oder örtlichen Verdacht erwecken darf. Vieles von dem, was sich auf Die Hajen- angelegenheiten bezieht, was besonders dringend benötigt wird, kann zweifellos wahrend der gewöhn lichen Arbeit beschafft werden.

Geoffrey Cooke.

Für den Direktor Der Marine-Nachrichten-Abteilung. Benötigte Auskünfte über Narvik.

1. Können neue und genaue Stadt- und Hafen­pläne an Ort und Stelle erworben werden.

P 2. Dor zwei Jahren mar benäM worden dafi ein umfangreicher Ausbau des Hafens für die nabe Zukunft zu erwarten fei. Nachrichten darüber, über6aupt dieser Ausbau fodge- schritten ist, werden benötigt zusammen mit alle verfügbaren Einzelheiten betr. Plane für -ö

3. Wieviel Einwohner hat Narvit zur Zeit?

4. Einzelangaben über d,e Auslademoglichkeit unO Anlagen und die gegenwärtig« oder geplante Le

Nutzung des Marinestützpunktes in Ramsund werden besonders benötigt.

5. Einzelheiten werden benötigt über Die genauen Reparatur- und anderen Möglichkeiten der Luossa- Vara-Kerunaoadra a./b. (1. k. a. bs. Werft).

6. Angaben werden benötigt über Kohlenversor­gung: a) Anzahl und Lage Der Lager, b) gegen­wärtige oder normale Vorräte, c) größte Lager­fähigkeit.

7. Angaben werden benötigt betr. Treibstoffvor­räte: a) Art Des Treibstoffes, b) Anzahl und Lage Der Tanks, c) gegenwärtige oDer normale Vor­räte, d) größte Lagerfähigkeit.

8. Welche Nachrichtenmittel (Telephon, Telegraph usw.) sind verfügbar?

9. Mit Bezug auf die Verteidigung von Narvik: a) Können Sie bestätigen, daß fünf Geschütze ober­halb Ramsunds ausgestellt sind in der Nähe Der Einfahrt zu dem Lofoten-Fjord, und können Sie Die genauen Stellungen angeben? b) können Sie Ein­zelangaben machen betr. Kaliber, Schußweite unD Bestreichungswinkel Der Geschütze? c) können Sie bestätigen, daß die Verteidigung von Narvik in einer mobilen Batterie von vier Flakgeschützen be­steht, Bofors-Typ, und Einzelheiten hierüber an- geben. ^.f. 18 305..

10. Können Sie bestätigen, daß Narvik durch ein Küstenverteidigungsschiff mit 20-cm-Geschützen im Westfjord verteidigt werden wird ^ber verteidigt wird? Angaben werden benötigt bezüglich Beschaf­fenheit der Küste unter Dem Gesichtspunkt von Lan dungsmöglichkeiten und Streifpatrouillen usw.

11. Würden Sie bestätigen, daß die Eisenbahn zwischen Narvik und Riksgränsen leicht sabotiert werden kann, bejahendenfalls werden Einzelangaben über die Stellen, an denen die Eisenbahn verwund­bar ist, benötigt. u

12. Welche Hofenfahrzeuge sind ar Ort und Stelle zu beschaffen, vor allem Leichter, Schleppkähne und Schlepper? . .

13. Zusatz: Können Sie bestätigen, daß em Minen- depot auf dem Festland bei Kirkenes besteht und daß Minenleger in der Nähe auf Den Befehl warten, ein Minenfeld anzulegen?

Auszüge aus den papieren des französischen Mrineaftachse in Oslo.

Auszug aus der Beantwortung eines Fragebogens.

(Uebersetzung aus dem Französischen.)

Aufzeichnung für den Herrn Kapitän z. S., Chef Der F/M. t. 5.

Gegenstand: EinsenDung von Informationen über Norwegen. Bezugnahme: Der Dortige Fragebogen Nr 1/40 Vtm 29. Januar 1940. Die Dortigen Tele­gramme Nr. 1058 vom 26. Ion. 1940.

9 Nr. 1187 vom 31. Jan. 1940. Meine Notiz Nr. 44/n vom 30. Jan. 1940.

Ich habe Die Ehre, Den Empfang Ihres Frage­bogens Nr. 1/40 vom 29. Jan. zu bestätigen. Es ist .nicht möglich, alle für eine Antwort erforderlichen Informationen an Ort und Stelle in Oslo zu sam­meln, ich werde zu diesem Zweck sofort eine be- schleuniate Reise nach Drontheim und Narvik (sur etwa 8 bis 10 Tage) unternehmen In Erwartung der allgemeinen Aufzeichnung, Die ich "ach Nuckkehr von meiner Reise machen werde, lasse ich Ihnen die folgenden besonderen Informationen zugeyen.

Route nach SchweDen ... Die norwegischen Mili­tärs, Denen Die Frage unter dem Vorwand von Militärtransport nach Finnland gestellt wurde, haben trotz Der Vorteile, Die der Hafen von Bergen für eine schnelle Ausschiffung bietet, in aller Form davon abgeraten, im Hinblick auf Die lange Eisen­bahnfahrt und die Schwierigkeiten, Die hieraus ent­stehen roürDen. Nur Die Häfen des Fjords von Drontheim und der Hafen von Narvik feien ihrer Ansicht nach für eine solche Operation geeignet ...

Die norwegischen Militärs schätzen Die Stunden- geschwinDigkeit ihrer Eisenbahntransporte für den Fall von Operationen auf 20 Kilometer ... Die Karten von Norwegen, Die durch Das Dortige Tele­gramm Nr. 1107 vom 31. Januar 1940 angefordert wurden, wurden im lokalen Buchhandel vor dem Eintreffen Ihres Fragebogens beschafft. Diese Einkäufe, Die bei verschiedenen Verkäufern vorge­nommen wurden, haben in keiner Weise Den ge­ringsten DerDacht oder Kommentar Hervorrufen können ...

Landungsmöglichkeiien im Dronkheim-FjorD und in den Jlsvikbuglen.

Verschiffungsmöglichkeiten längs Des Drontheim- Fjords. 1. der eigentliche Hafen von Drontheim. 2. Häfen längs des Fjords. Längsten ist 50 Meilen von Drontheim entfernt- und liegt an der direkten Eisenbahnroute nach Schweden. Es hat einen aus­gezeichneten Tiefwasserkai. Idealer Platz für ge­heime Landungen. Wird oft benutzt als Hafen zur Ausladung von Holzmasse.

13. Februar 1940.

Schiffsbüro des britischen Konsulates Fjord Gaten 25, Drontheim.

Frage a) Länge und Tiefe Der Kais .. In Jlsvik- biigten ... Die vorgenannten sechs Schiffsdämme und Kais in Jlsvikbugten sind gut geeignet für Die Ausschiffung von Mannschaften und sind gut ge­schützt vor allem außer nordöstlichen Winden, bet denen große Schiffe dort Schwierigkeiten haben konnten. F. f. 19005

3n Oslo aufgefunhene Dokumente des norwegischen Außenministeriums.

(Uebersetzung aus dem Norwegischen.)

Das Außenministerium Oslo, den 17. Februar 1940

Streng vertraulich!

Zusammenarbeit zwischen Finnland und England Norwegens Stellung

Herr Staatsminister!

Ich beehre mich mitzuteilen, daß die Gesandtschaft in Stockholm in einem vertraulichen Bericht vom 16. d. M. folgendes mitgeteilt hat:Ich habe aus zweiter Hand von Oberst Bratt in Erfahrung ge- bracht, daß man erwartet, daß morgen ein Abkom­men zwischen England und Finnland getroffen wird. Es wird angenommen, daß die englische Voraus­setzung davon ausgeht, gleichzeitig Truppen in Ser­gen, Trondheim und Narvik zu landen. Man glaubt, daß Churchill unter Berücksichtigung der Eissituation im Oeresund und der Schwierigkeiten, die ein größe­rer Teil Der deutschen Flotte haben wird, die Durch­fahrt ins Werk zu setzen, diese Aktion so schnell wie möglich durchführen will."

Für den Außenminister gez. O. Tostrup.

Das Außenministerium Oslo, Den 17. Februar 1940 Streng vertraulich!

Der Krieg FinnlandSowjetunion Schwedens Stellung

Herr Staatsminister!

Ich habe die Ehre mitzuteilen, daß die Gesandt­schaft in Stockholm in einem vertraulichen Bericht vom 16. d. M. folgendes mitgeteilt hat:Nach einem Ausspruch, der heute nachmittag von einer Stelle innerhalb des schwedischen Außenministeriums ge­fallen ist, soll nichts eigentlich Neues in dem Verhält­nis eingetroffen fein, das bereits feit einiger Zeit geherrscht hat, nämlich, daß Finnland darauf hin­weist, daß es notwendig ist, militärische Hilfe zu be­kommen, und daß man von schwedischer Seite ver­suchen will, die freiwillige Hilfe zu vergrößern, aber an der Neutralität festzuhalten."

Für den Außenminister gez. O. Tostrup.

Protokoll der norwegischenRegierungs- konferenz am 2. März um 18 Uhr.

Der Außenminister teilte mit, daß der englische Gesandte heute um 15 Uhr hatte wissen lassen, daß die Alliierten Truppen zur Hilfe für Finnland fern Den wollen und Daß in Diesem Falle Der Durch­marsch durch Norwegen und Schweden geschehen müsse. Diese Ankündigung war eine vorläufige. Hs sollte eine formelle Ankündigung mit der Anfrage wegen des Durchmarsches später gegeben werden, nachdem von hier aus eine vorläufige Antwort er­teilt worden war.

Der Außenminister hatte geantwortet, daß diese Sache auf jeden Fall und nachdem sie innerhalb der Regierung geprüft und auch vom Auswärtigen Ausschuß behanoelt worden sei, dem Storting vor- gelegt werden mußte, denn ohne dessen Zustim­mung könnten Truppen remDer Mächte nicht Das LanD passieren. Auch der ranzösische GesanDte hatte Den Außenminister aufge ucht unD gab Die Unter­stützung seiner Regierung für Das Ersuchen Eng­lands kund.

Der Außenminister hatte mit Dem schwcDischen Minister Des Aeußeren konferiert, und der Staats­sekretär Bull soll nun heute abend nach Stockholm reifen, um an Ort und Stelle den Standpunkt der schwedischen Regierung kennenzulernen und über die Form für die Antwort auf die Anfrage der englischen Regierung zu verhandeln.

Der Außenminister brachte einen Entwurf für die Antwort an England vor. Die Antwort weist auf die neutrale Stellung der norwegischen Regie­rung hin und hält an dieser fest. Die norwegische Regierung will sich nicht freiwillig in Den euro- päischen Krieg hineinziehen unD Das Land zum Kriegsschauplatz für Die Truppen Der Großmächte machen lassen. Der Staatssekretär war mit Dieser Antwort einverstanden. T o r p ebenfalls, wenn aber Die englischen und französischen Truppen denn- noch kämen, sollen wir uns da mit Protest be­gnügen oder Vorkehrungen treffen, um den Durch­marsch zu verhindern. Koht meinte, daß wir uns begnügen müßten zu protestieren. Wir sollen uns nicht so einstellen, daß wir auf falscher Seite in Den Krieg hineinkommen, wenn wir.es nicht ver­meiden können, hineingezogen zu werden. Stoe- st a d meinte, daß wir denselben Weg wie Schwe­den einschlagen müßten. Koht war Damit einver- l'tanDen, aber nach Dem, was vorliege, sei Die schwe- dische Regierung bestimmt Dagegen.

Cie: Wir müssen Darauf aufmerksam sein, Daß auch hinterher noch etwas kommt. Wenn nun Eng- lanD keine Hilfe nach FinnlanD schickt, weil sich SchweDen und Norwegen dem Durchmarsch ent­gegengestellt haben, was dann? Kann es nicht poli­tisches Spiel sein, um die Verantwortung für Finn­lands Niederlage auf Norwegen und Schweden zu schieben? Bull sollte nicht mit einem fertigen Stand- punkt abreifen. Wir müssen eine endgültige Stel­lungnahme zu der Sache am Montag treffen.

Koht: Einverstanden. Wenn Schweden mitgeht, können wir Dem nicht entgehen.

Hindahl: Der Staatsminister hat es so auf* gefaxt, Daß, wenn Bull reifen soll, er Den Stand- punkt Der norwegischen Regierung mitnehmen möge, aber natürlich, um ihn mit Der schwedischen Regie­

rung zu überprüfen. Es gehen Friedensgerüchte um, und sicherlich ist etwas an diesen Gerüchten, sie haben in Den letzten Tagen festere Formen erhal­ten. Das, was hier vorliegt, kann ein diplomati­scher Zug fein, um zu erhindern, Daß in Finnland Frieden wird, ein Versuch, die Front Der Alliier­ten auszuweiten. Lassen wir uns darauf ein, so sind wir im Krieg sowohl mit Rußland als auch mit Deutschland. Ich meine, wir müssen nein antworten, wenn Schweden sich entschließt, ja zu sagen. Es sind gespannte Verhältnisse in SchweDen, und es läßt sich denken, daß SchweDen nun ja sagt. Aber wir müssen Die Sache erneut prüfen, wenn Bull am Montag zurückkommt. Dann müssen wir Die Sack)e auch mit Dem Storting durchgehen.

Dorp teilte mit, daß auf der Versammlung Der Internationalen Leon Blum gesagt hätte, Daß Trup­pen in Frankreich bereitständen und nach Finnland reisen wollten, nachdem von Dort Darum aebeten wäre, und daß eine Million norwegischer Kronen auf getauft worden sei, um hier die Versorgung sicherzustellen. Blum sprach aus, daß Dies Der Stand­punkt des Senates sei. Wir müssen uns Den Aus­weg offenhalten, Ja zu antworten am Montag, selbst wenn wir jetzt Nein antworten, wenn Schwe­den Ja sagt. Eine so wichtige Angelegenheit sollte mit Dem Zentralausschuß durchgeaangen werden, ehe wir zum Auswärtigen Ausschuß gehen.

Koht: Wir müssen unseren Standpunkt Schwe­den mitteilen, uns aber Die Möglichkeit offen lassen. Den Schweden zu folgen, wenn sie ja sagen. Man sagt, daß die französische Regierung geteilter An­sicht ist, falls Die nordischen Regierungen nein antworten. Bezüglich Der Friedensgerüchte weiß ich, daß in Der finnischen Regierung zwei Richtungen vorhanden sind. Das ist eine Fraktion, die Der An­sicht ist, Daß Finnland einen Frieden auf Der Grundlage Der russischen Forderungen schließen sollte. Eine nordische Friedensaktion wird vermutlich In Rußland gut ausgenommen werden, nicht aber ein deutscher Vorstoß in Dieser Richtung.

Auf Anfrage von Wold teilte Koht mit, daß Der Grund Dafür, daß Schweden Finnland nein antwor­tete, Der war, daß Schweden nicht in Den Krieg Der Großmächte hineingezogen werden wollte.

ßjungberg meinte, wir sollten Die Lage lieber zu düster als zu hell ansehen. Satzt Schweden ja, so müssen mir dasselbe sagen. Die politische Lage in Italien ist gespannt, sie haben uns Darauf vorbe­reitet, daß wir nicht fest Damit rechnen können, von Dort Kriegslieferungen zu bekommen.

Cie: Wir müssen nicht Gefahr laufen, Daß auch die schwedische Regierung gegebenenfalls auf Den t Standpunkt Der norwegischen Regierung verweisen und sagen kann, Da können mir auch nicht.

Hje 1 mtveit. Der Staatssekretär reist mit Dem Standpunkt der norwegischen Regierung, Der mit Der schweDischen Regierung behandelt werden soll. Wir müssen Den Standpunkt einnehmen, ge­meinsames Vorgehen und uns die Möglichkeit of­fen halten, am Montag endgültig Stellung zu neh­men. Im übrigen ganz einverstanden mit Den Staatsmiyistern.

Wold: Wir müssen unsere eigene Entscheidung treffen, aber endgültig erst, nachdem wir mit Schwe­den verhandelt haben.

Der Staatsminister betonte, daß unser Stand­punkt bei den morgigen Verhandlungen in Stock­holm klar zum Ausdruck kommen mühte. Der Staatsminister teilte die Angelegenheit telephonisch an den Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses mit. Die Regierung hielt es für absolut notwendig, den Auswärtigen Ausschuß sofort über Die Lage zu unterrichten. Hambro antwortete, Daß er er« mögen wolle, Den Ausschuß für Morgen einzube­rufen.

Referat, ausgenommen von Staatsrat hjelmivett.

Persönlich möchte ich hinzufügen, Daß Der Be­schluß, nein auf Die britische Anfrage zu antwor­ten, einstimmig war. Die Voraussetzung war jedoch, daß die Frage erneut geprüft werden sollte, falls Schweden wider Erwarten Ja anroorten sollte. Ich mochte ferner erwähnen, daß einige Regierungs­mitglieder von aktivistischer Denkweise recht infiziert waren:Wir sollten militärisch teilnehmen, um Finnland zu helfen und damit Norwegen zu ret­ten". Ich habe auf das Bestimmteste erklärt, diese Auffassung nicht teilen zu können, und mich so ausgedrückt, daß das Land, solange ich Staats- minifter bin, nicht freiwillig in den Krieg gehen würde.

PS. Sonntag, 3. 3. Staatssekretär Bull hat aus Stockholm mitgeteilt, daß Schweden schon Sams­tagabend Nein geantwortet habe.

gez. N. (NygaardsvolD).

Norwegischer Bericht über Churchiil- auf Pressefrühstück in London.

Oslo, den 15. Februar 1940.

2 Anlagen! Streng vertraulich!

Die Neutralität Der nordischen Lander. Aussprüche des britischen Marineminister-.

Herr Staatsminister!

Ich habe die Ehre, als Anlage Abschrift eines streng vertraulichen Schreibens der Gesandtschaft in London vom 5. d. M. (Nr. 372) mit 1 Stück der damit ein­gesandten Anlage zur Kenntnisnahme zu übermitteln.

Für den Außenminister

gez. O. Tostrup.