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Freitag, 29. März M0

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sich einen ähnlichen Dreh, indem sie von einem Ver­hindern deutscher Uebergriffe faseln. Die englischen Kriegsschiffe seien in den norwegischen Gewässern, um Minen unschädlich zu machen, U-Boote zu ver­senken, sowie deutsche Flugzeuge abzuschießen, die das norwegische Leben bedrohen. Am Ouai d'Orsay ist etwas zu spät bemerkt worden, daß es s o nicht geht, daß die offene Drohung, die Neutralität nicht mehr zu respektieren, für die Plutokratien nicht gün­stig ist. Deshalb wurde eine andere Formel gesucht, deshalb wurde aus der offenen Drohung eine nicht weniger dreiste Frechheit, denn die Absicht der Plutokratien wurde dahin gedeutet, sie wollten nicht die Neutralität verletzen, sondern Poli - zei in neutralen Gewässern sein. Nun ist die Dreimeilenzone nicht eine juristische Erfindung; sie ist aus dem praktischen Bedürfnis heraus ent­standen, die Neutralität, d. h. die Unverletzlichkeit für das neutrale Land selbst wirksam zu machen. Auf dem Lande ist die neutrale Grenze ohne weite­res durch die Staatsgrenze gegeben, auf dem Meere muß sie in den Küstengewässern so liegen, daß die Schiffahrt, die zu den Lebensrechten eines neutra- len Landes gehört, nicht behindert werden kann. Das ist der Sinn der Dreimeilenzone, so daß, wer diese Zone nicht respektieren will, nicht etwa nur einen Neutralitätsbruch begeht, sondern eine offe.ne Kriegshandlung gegen das neutrale Land.

Druck und Verlag: vrühlscheUnivttstlArdruckereiL Lauge

In dänischen Hoheitsgewäffern versentt

Kopenhagen, 28. März. (DNB.) Die Tot* pedierung des deutschen DampfersEdmund Hugo Stinnes" durch ein englisches U-Boot in der Nacht zum 24. März vor der westjütischen Küste war jetzt Gegenstand »ines Seeverhörs, das in Lemoig abgehalten wurde. Der Erste Steuern mann derStinnes" erklärte, daß sie zwei See* Meilen vor der Küste erfolgt sei, daß hieße inner­halb dänischen Seeterritoriums. Nach­dem die Erklärungen zu Protokoll genommen roorx den waren, wurden weitere Mitglieder der Be­satzung vernommen, darunter der Rudergänger, bet Erste Maschinenmeister, ein Jungmann usw. Ihrs Aussagen stimmten mit denen des Ersten Steuer- mann überein. Es handelt sich also einwandfrei um ein neues Verbrechen wie im FallCossack".

Engländer rauben amerikanische post.

vlsschärften Mitteln vor.

Darüber hinaus bemüht man sich allerwarts, zum v l unter Einsatz sehr beträchtlicher Mittel, die __] den letzten Stand zu .... erheblicher Teil der öffentlichen

Mittel und des flüfsigen Kapitals wird für solche >ecke abgezweigt; selbst unter Hintanstellung sittlicher Aufgaben, die auf der Dringlichkettsliste

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Zwei britische Flugzeuge abgeschoffen.

Neutrales Hoheitsgebiet abermals verletzt

Berlin. 28.Mürz. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

An der Westfront keine besonderen Ereignisse.

Bei erfolglosen Angriffen einzelner britischer Flugzeuge auf Vorpostenboote in der Deutschen Bucht wurde durch deutsche Jagdflugzeuge ein briti­sches Vristol-Vlenheim-Flugzeug ab- geschossen. Von den feindlichen Flugzeugen, die in der Rächt zum 28. März abermals unter Ver­letzung dänischen, holländischen, belgischen und luxemburgischen Hoheitsgebietes über die deutsche Grenze ein- und ausflogen, wurde einbritifches

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meist in großer Aufmachung die offiziöse Verlaut­barung wieder, wonach keine autorisierte Erklärung im Sinne der Notiz desTernps" abgegeben wor­den sei, in der jedoch in ebenso unzweideutiger Weise gesagt wird, daß Frankreich und England entschlossen seien, die P o l i z e i g e w a l t in den neutralen Hoheitsgewassern

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denn was sie wollen, was aus der brutalen Drohung klar hervorgeht, das ist, daß Deutschland die Kriegs­schiffe und U-Boote der plutokratischen Piraten m der Neutralitätszone aufsucht und niederkämpst^ Dann aber wäre es Deutschland, das die Neutra^ lität verletzt hätte! So lassen sich die schwedi« sch en Erze nicht abfangen. 58.

Ernste Verwicklungen im Norden."

Rom, 29. März. (Europapreß.) Von der italie­nischen Presse wird die ernste Tragweite der von halbamtlicher Pariser Seite gemachten Erklärung hervorgehoben, daß die Westmächte sich infolge des Auftretens deutscher Schiffe in den norwegischen Hoheitsgewässern seit Beginn der Feindseligkeiten als berechtigt betrachten, die Neutralität die­ser Gewässer nicht zu achten und darin einen eigenen Kontrolldienst einzuführen. Diese Mit­teilung habe in diplomatischen und neutralen Kreisenl Roms tiefen Eindruck gemacht. Man befürchte, daß ihre praktische Durchführung zu ernsten 23er* Wicklungen führen könnte.

Unabsehbare Folgen."

Belgrad, 29. März. (DNB. Funkspruch.) Dis englisch-französische Anmaßung, die Rolle einesPo­lizisten der Meere" spielen zu wollen, findet auch in der jugoslawischen Oeffentlichkeit stärksteAbleh- nung. In politischen Kreisen Belgrads sowie von den Zeitungen wird betont, daß eine weitere plan­mäßige Verletzung der nordischen Neutralität durch die Westmächte unabsehbare Folgen haben! könne.

Stärkung der Abwehr in Güdofieuropa

Von unserem Boe.-Verichierstatier.

ter Englands in der Türkei und allen Balkan- Hauptstädten nach London zu persönlicher Bericht­erstattung. Es handelt sich nach Meldungen aus London, um den Botschafter in Ankara und die Ge- andten in Bukarest, Sofia, Belgrad, Athen und Budapest. Gleichzeitig wird, wie amtlich mitgeteilt wird, auch der Botschafter in Rom auf Urlaub tn England weilen und dem Außenminister zur Be­richterstattung zur Verfügung stehen.

Befehlsempfang für Reynaud.

Genf, 29. März. (Europapreß.) Die englische und die französische Presse bringen Meldungen von Vorbereitungen zu einer Zusammenkunft zwilchen Chamberlain und R e y n a u d. Die beiden Ministerpräsidenten sollen eine gemeinsame Prüfung der militärischen, diplomatischen und wirt­schaftlichen Lage vornehmen. In Paris und Lon­don rechne man mit der Zusammenkunft für die allernächste Zeit.

Annahme von Anzeige« für dre Mittagsnummer bis8'/?Uhr des VormittagS Grundpreise für 1 mm Höhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.'Textanzeigen von 70 mm Breite 50 Pf. Wiederholung Malstaffell AbschlüsseMengenstaffelL Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/omehr Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen

und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf.

Was die Plutokratien dazu veranlaßt, ein neu­trales Land wie Norwegen mit einer bru­talen Kriegshandlung zu bedrohen, ist die Erkenntnis, daß der Krieg gegen Deutschland bisher im ganzen Umfang ein politischer, militäri­scher und diplomatischer Mißerfolg gewesen ist. Der verbrecherische Anschlag der Plutokratien gegen Deutschland hatte eiygestandenermaßen zur Voraus­setzung, das Großdeutsche Reich ebenso einkesseln zu können, wie das 1914/18 mit den Mittelmächten ge­lungen war. Die Plutokratien hatten auch damit gerechnet, wie das der Fall derAthenia" beweist, durch Verbrechen dieser oder ähnlicher Art eine Welle der Empörung gegen Deutschland bei den Neu­tralen zu entfesseln. Auch das ist daneben gelungen, denn die Politik und Diplomatie des Großdeutschen Reiches werden von dem staatsmännischen Genie des Führers bestimmt. Ohne neues Kanonenfutter, ohne neue Kriegsschauplätze, ohne Länder, die sich auf irgendeine Weise in den Krieg hineinzerren lassen, geht es für die Plutokratien nicht weiter. Der Versuch, einen neuen Kriegs­schauplatz im Norden zu schaffen, schlug fehl, endete mit einer Blamage für die plutokratischen Betrüger. Im Südosten erweist sich die politische Taktik Deutschlands ebenfalls als überlegen, so daß für die Plutokratien unmittelbar die Gefahr droht, die ganze Wucht und Schwere des Krieges auf sich selbst nehmen zu müssen. Nur politische Aben­teurer und gewissenlose Raffkes können auf den Ausweg verfallen, durch eine offene Kriegsdrohung gegen ein neutrales Land eine Verschärfung des Konfliktes zu erzwingen. Entscheidend ist, daß Nor­wegen oder ein anderes neutrales Land gegen Deutschland noch nicht die Beschwerde erhoben hat, die Hoheitsgewässer oder die Hoheitsgrenze verletzt zu haben. Also kann völkerrechtlich em an­deres Land nicht für sich fordern, in einem neutra­len Gebiet als Polizei tätig zu fein, wo sich für diese Polizei keine Möglichkeit findet, so zu handeln.

a u s z u ü b e n.

DerJour" unterstreicht diese Ausführungen be­sonders und fügt hinzu, es fei überflüssig, die Wich^ tigkeit dieser Haltung hervorzuheben. DerExcelsior wirst den Kommandanten der norwegischen Torpedo­boote Unkenntnis der Regeln der Neutralität vor und versteigt sich dazu, zu schreiben, den Norwegern sei es freigestellt, diedeutschen Uebergriffe" zu dul­den. Das nehme ihnen jedoch jedes Recht, sich über dielegitimen Verteidigungsmaßnahmen" zu be­schweren, die die Engländer vor der norwegischen Küste ergreifen würden.

Bezeichnend für die in ganz Skandinavien herr­schende Unruhe über den Beschluß der Westmachte, die Neutralität Norwegens in Zukunft nicht mehr zu respektieren, ist die Ueberschrift der Stockholmer AbendzeitungAllehanda". Sie lautet:Norwe­gens Neutralität in größter Gefahr. Die We st Mächte wollen Polizisten in norwegischen Hoheitsgewässern spiele n." Als besonders bemerkenswert wird m dem genannten Blatt die Tatsache hingestellt, daß der Pariser Rundfunk in seinem skandinavi­schen Sendeprogramm den Beschluß der Westmächte mitteilte, wobei der Sprecher ergänzend hinzufügte: , Dieser Beschluß bedeutet mit anderen Worten, daß Frankreich und England aufgehört haben, Norwegen als ein neutrales Land anzufehen."

Aftonbladet" berichtet aus London, daß vor- läufig noch nicht entschieden sei, wie man m Nor­wegen vorgehen wolle und welches juristische Män­telchen man dem rechtswidrigen Eingreifen um­hängen könne. Die Fragen ständen aber leretts auf der Tagesordnung des Obersten Kriegs- rate 5 der Westmächte, der in den nächsten Tagen abqehalten werde. Die Sitzung soll diesmal in Eng­land stattfinden.Aftonbladet" stellt in seinem Leit­artikel fest, daß es Aufgabe der schwedischen Regie­rung sein müsse, den Standpunkt Schwedens zu den Absichten der Regierungen Englands und Frank­reichs möglichst schnell und klar zu umreißen.

Offene Kriegshandlum.

Times" undT e m p s", also zwei unverdäch­tige Mundstücke der Plutokratien, verkünden zu glei­cher Zeit die Absicht der Westmächte, die skandi­navische Neutralität nicht nur erneut zu verletzen, sondern überhaupt b e i s eite 3 u sch je - b en DerTemps" macht das so: Die Plutokratien sehen es als ihr Recht an, die Neutralität der nor­wegischen Gewässer nicht mehr zu respektieren, da diese Gewässer seit Beginn der Feindseligkeiten systematischen Neutralitätsverletzungen durch deut­sche Schisse" ausgesetzt seien. Die «Tunes. lotsten

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Englands Güdost-Oiplomaten nach London berufen.

Amsterdam, 29. März. (Europapreß.) Ein fiteres' Zeichen dafür, daß die Westmachte ihre il.ifmerksamkeit zur Zeit in erster Linie auf Sud- ) :t e u r o p a und den Nahen O st e n , sowie die vüglichkeit einer Ausdehnung des Krieges dorthin !cnzentrieren, ist die von Lord Halifax veran- dtzte Berufung der diplomatij.cheN VSLtksß

Stockholm, 29. März. (Europapreß.) Die Äom.nentare über das Verhältnis der 233 e ft- Mächte zu den Neutralen, wie sie bisher in der französischen Presse zu finden waren, sind durch die kurze Ankündigung desTemps", daß die Neutra litätdernorwegischenHoh eit s- gemässer von den West Mächten nicht mehr respektiert lyerden würde, in ein neues Stadium getreten. Die Blätter geben dazu großer Aufmachung die offiziöse Derlaut-

Englands Krieg und die Neutralen.

Von Wulf Siewert.

Der englische Krieg hat wieder die Neutralen nt die schwerste Gefahr gebracht. Cs ist in der Ge­schichte der englischen Seekriege immer dasseldo BW. England erklärt die Blockade, verhindert dlL Schiffahrt und ruiniert den neutralen Handel, ohns sich um Völkerrecht oder Proteste zu kümmern. Roch der FormelRecht ist, was England nutzt. wird das Seerecht willkürlich so gebogen, wie es. für die Zwecke des Krieges Englands praktisch rsta Es hat Zeiten gegeben, in denen England sämtliche seefahrttreibenden Völkern zwang, ihre Schiffe nur über englische Häfen als Kontrollstationen gehen zu lassen, wenn sie untereinander Handel treiben wollten. Dabei mußten die Schiffe 25 v. H. des Wertes der Ladung an England bezahlen. Auch das war eine britische Methode, reich zu werden! Sm beruhte darauf, daß man eine Machtstellung nach Kräften mißbrauchte.

In dem neuen englischen Krieg hat sich die Lags nun insofern geändert, als der moderne Seekrieg andere Formen angenommen hat. Nicht allein, daß England mit feiner völkerrechtswidrigen Fern- blockade den Hungerkrieg gegen deutsche Frauen und Kinder führt, die Neutralen, die Deutschlands Nach­barn sind, mitblackiert, es greift auch rücksichtslos zu verbrecherischen Mitteln, um seine Ziele durch- zusetzen. Die britische. Admiralität zwingt die neu* träte Schiffahrt in minengefährdete Gebiete und setzt damit das Leben der neutralen Seeleute in unverantwortlicher Weise aufs Spiel. England kümmert sich nicht um die schweren Verluste, die es dem Leben und Eigentum der kleinen Neu­tralen zufügt. Im Gegenteil, derAltmark"-Fall und andere Taten dieser Tage zeigen, daß Eng*, land auch nicht die Hoheitsgewässer der neutralen Staaten respektiert. Zahlreiche zynische AeußerungeN beweisen, daß England auch in Zukunft die neu­tralen Gewässer nicht achten will und wird.

Das Neue an der heutigen Lage ist aber, daß Deutschland jede Maßnahme der Engländer mit '

Budapest, Ende März 1940. überblickt man heute, nach einem halben Kriegs- jjf):, ein paar Monate rückwärts die außen- ro itischen Meinungendes Südostens, )ie vielfältig schillern wie seine Staatlichkeit, so rt sich der Eindruck, daß im Südosten zeitweise wdiös und geräuschvoll auf der Stelle g e - :ri t e n wurde. Erst recht springt dies Bild in die Inen, wenn man die Tagesäußerungen mißt an )cr Verlauf des tatsächlichen Weltgeschehens. Nicht slim glaubte da und dort die Presse, entscheidende ßrnine an kündig en zu müssen, an denen schließ- ftd nichts Erschütterndes geschah; Krisenherde Mecken zu können, wo schlimmstenfalls englische im französische Nachrichten-Agenten sich unruhe- stiftnd betätigten. Journalistische Leitartikel malten mt krampfhaftem Pinselstrich übertriebeneGe- fpf en" für den Südostfrieden, dessen man sich im« ne noch ungestört erfreut, an die Wand. Das alles jiffib manchmal in merkwürdigem Gegensatz zu der Httblütigkeit der Staatsmänner dieser Länder, wo bo:i die'Pressefreiheit" längst zeitgemäßen Bin- hingen Platz gemacht hat.

>iese nervöse Reizbarkeit der erfteo, Kriegsmonate istjjetzt, deutlich spürbar, einer allseitig ruh i ge - rm Beurteilung der außenpolitischen Lage gewichen. Zwar ist es nicht so, als ob man sich hier- juinnbe dauernd mit FHedenspalmen über die G nze zuwinke und eitel Harmonie herrsche. Aber iowischen haben sich die europäischen Fronten im- m klarer abgezeichnet, und es wurde im Südosten b tri ff en, daß die Donau- und Balkanstaaten sich m-ier als Vollzugsorgane der Geschichte in die erste Rche schieben, noch zu den Ansangsnutznießern des |engen Krieges gehören können. Erst daraus hat fii eine Art von außenpolitischer Kollegialität ent- niL,6eIt, nämlich eine Annäherung und Anpassung dl Methoden im Vertagen der außenpolitischen PAibleme, ein stillschweigendes Einverständnis im giü) u 1 b i g e n Zuwarten u md M a ß h a l t e n. Ihn auch die öffentliche Meinung erlebt den Rück- ftcii des großen Ringens jetzt elastischer und weniger

Piraten maßen sich Polizistenrolle an.

England und Frankreich kündigen Vergewaltigung der norwegischen Treutraütat an

Neuyork, 29. März. (DNB. Funkspruch.) EiN amerikanisches Flugboot der Strecks LissabonWashington mußte am Donnerstag wegen starker Gegenwinde eine nicht vorgesehene Zwi* schenlandungaufden Bermudas vorneh­men, um seinen Treibstoffvorrat zu ergänzen. Von der englischen Kontrolle wurde dabei ein großer Teil der für die Vereinigten Staaten bestimmten Post zurückbehalten. Der Protest des Flugzeugführers machte auf die britischen Piraten keinen Eindruck.

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Hie Sorge um die Aufrechterhaltung des allge- rninen Lebensstandards und der Kaufkraft gesellt t daher zu den Wirtschaftsproblemen, die der fr egszustand, besonders die Ausdehnung und Ver- Itirfung des Blockadekrieges unmittelbar aufwirft. Lmn bisher die Wirtschaft des Südostens vor Uferen Erschütterungen bewahrt blieb, so ist das vr ganzen genommen der Stabilität des landwirt- chnftlichen Sektors dieser Agrarländer zu danken, issen günftige Entwicklung in erster Linie vom S^oßkunden Deutschland ermöglicht wird. Bibers liegen die Dinge bei der Rohstoffbeschaffung ü- die Industrien des Südostens, besonders soweit fie sich über See vollziehen muß. Die.Englän- icr halten die Ladungen, die über Gibral- la und den Suezkanal kommen, in Ko n tro ll - K f e n zurück^ und auch die englischen Kontrall- lillen in Malta und anderen Ost-Mittelmeer-Hasen oi'chen sich in den Levanteverkehr ein. Da alle Sidoststaaten, bis auf Ungarn, praktisch Mittel- n aeranrainer sind, findet der italienische Iiider st and gegen die englischen Ko n- rwllv erfahren im Grunde auch dort Zu- ihnmung, wo die politischen Sympachien nicht inner in die gleiche Richtung weisen. Ungarn, das ii seine Uebersee-Einsuhr auf Tnest angewiesen st klagt darüber, daß das englische Konsulat in feft nur langsam und nach und nach Waren :n )i. Deutschland benachbarten Länder durchlaht. An- i| Irlich, um eine größere Aufhäufung von Vorräten n diesen Ländern zu verhüten.

So haben sechs Monate Krieg im Sudosten eine fülle von nüchternen Erfahrungen anaehauft, die siitab von ausschweifenden politischen Balkan-Kon- vuktionen zu sachlicherer Stellungnahme gegenüber ten Belangen eines ,Lebensraumes" beitragen.

9'. Jahrgang Nr. 7^

Srcheinl täglich, außer Srmtags und Feiertags I elag en: Die Illustrierte ( üßener Familienblätter .natimBild DieScholle §»^95 Olne Illustrierte 1.80 grtellgebübr... ,, -.25 kuö bei Nichterscheinen pur einzelnen Nummern jristlge höherer Gewalt Ll'-nsvrechanschluß 2251 Dv'btanschrift:Anzeigers Pl"tscheckll686Frankf^M.

eil Zeitig.

keineswegs geriet das innerpolitische Leben der tzLoststaaten darüber in Unternehmungslosigkeit. H.angsläufig wurden ihm sogar ähnliche Aufgaben

.eUt, und zwar erstreckt sick die politische Rührig- fe in allen Staaten vornehmlich auf zwei Ziele: U Festigung der inneren Front und die A rstärkung der Landesverteidigung. ®aabe der fortschreitende Sicherungsgrad in diesen drLen Bezirken trägt bemerkenswerterweise roesent- li dazu bei, die Gleichgewichtslage zwischen ki Südoststaaten zu stützen. Ob in der längsten slZierungsumbildung in Bulgarien Reformstim- mingen des neugewählten Parlaments Aufnahme (olden, ob in Jugoslawien der völkische Ausgleich zrischen Kroaten und Serben das Staatsleben de­hn rscht, oder das autoritäre Regime in Rumänien udo Griechenland die Untermauerung mit nationalen Eucheitsorganisationen betreibt all diese erhöhte Blriebsamkeit läßt sich auf einen Nenner bringen: Ujfrichtung eines S chu tz - und Trutzbünd- njifes zwischen Regierung und Volk g.gen äußere Gefahren. Gegen widerstre- bcibe Elemente im Innern geht die Statsgewalt mit

Flugzeuge durch unsere Flak brennend abge- s ch o s s e u. Ein Teil der Besatzung wurde gefangen­genommen.

Engländer über Holland abgeschossen.

Berlin. 28. März. (DNB.) Wie durch die Be­richte des Oberkommandos der Wehrmacht wieder­holt amtlich bekanntgegeben worden ist, find die Einflüge britischer Flugzeuge nach Nordwestdeulschland in unzähligen Fällen über Holland erfolgt. Der holländische Regierungs­pressedienst gibt nun am heutigen Donnerstag be­kannt. daß ein britisches Flugzeug bei Morgengrauen wiederum Holland in west­lich er Richtung überflog. Das Flugzeug wurde durch ein niederländisches Jagdflugzeug über p e rn i 5, dem Oelhafen von Rotterdam, ab ge­soffen. Vier Besahungsmitglieder. eines davon leicht verwundet, wurden interniert; das fünfte Be- fahungsmitglied war aus dem Flugzeug abgesprun­gen und fand hierbei den Tod.

Dieser Fall ist ein weiterer Beweis, wie dieBe­schützer kleiner Staaten durch die Art ihrer Krieg­führung versuchen, auch in der Luft ebenso wie zu Wasser dieselben Staaten zu vergewaltigen.

Oer Engländer schoß zuerst.

Die holländischen Blätter bringen Einzelheiten zum Abschuß des englischen Flugzeuges in der Nahe von Rotterdam, bei dem es sich um em neues eng­lisches Bombenflugzeug vom Typ Armstrong-Whit- worth-Withley, oder Han-dley-Page-Harrow gehan­delt habe. Wie derNieuwe Rotterdamsche Courant" berichtet, haben Augenzeugen gesehen, daß der eng­lische Bomber, als er von zwei holländischen Jagd­flugzeugen eingeschlossen gewesen sei, zu fliehen oersuchtunddas Feuer eröffnethabe, worauf die holländischen Jäger das Feuer beant- 1 wartet hätten. Das englische Flugzeug sei dann nach kurzer Zeit abgestürzt.

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhejsen "