Ausgabe 
29.2.1940
 
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Wieder Postbeschlagnahme auf den Bermudas.

Hafen 17 Ueb erl eb ende des 1311 Brt. großen schwe- dischen DampfersNordia" von einem britischen Kriegsschiff gelandet worden. DieNordia" habe auf See einen Unfall dadurch erlitten, daß das Sckiff gerammt worden und in der Dunkelheit auf der Höhe der norwegischen Küste gesunken sei.

Wie die Blätter in Reval berichten, ist der 827 Brt. große estnische. DampferR e e t" seit fast einem Monat spurlos verschwunden. DieReet" hatte eine Besatzung von 18 Mann.

Sieben USA.-Schiffe in Gibraltar angehalten.

Handgranaten krachen durch die Mnternacht

Feindliches Bunkerhaus wird ausgeräuchert.

Italienische Landarbeiter für Deutschland.

Berlin, 28. Febr. (DNB.) Di- beiüsch-itakkvl- scheu Verhandlungen über den Einsatz ita­lienischer Landarbeiter sind am 27. Fe­bruar beendet worden. Es kam eine Vereinbarung zustande, wonach im Jahre 1940 zusätzlich 30 000 italienische landwirtschaftliche Wanderarbeiter und außerdem landwirtschaftliche Gesindekräfte beschäf- ttgt werden. Die Vereinbarungen wurden italiem- scherseits von dem Präsidenten der faschistischen Landarbeiterkorporation Professor Lai, von deut­scher Seite von Ministerialdirektor Dr. Beisiegel unterzeichnet. Bei der Unterzeichnung gaben die beiden Delegationsführer ihrer Freude Ausdruck über den erzielten schnellen Erfolg und über den kameradschaftlichen Geist, der die ganzen Verhand- hingen beherrscht habe. Die getroffene Vereinbarung sei ein weiterer Beweis für die engen freundschaft­lichen Beziehungen der beiden Rationen.

England bewaffnet alle Handelsschiffe

Amsterdam, 28. Februar. (DNB.) Nach An­gaben des Zwillords der britischen Admiralität, die dieser am Dienstag im Unterhaus England nunmehr alle Handelsschiffe von mehr als 500 Bruttoregistertonnen b e w a s s - ne n. Von 3125 in Frage kommenden Handels­schiffen seien bereits 1920 bewaffnet.

Echiffsverluste vor der englischen Küste

Amsterdam, 28. Febr. (DNB.)» Reuter berich­tet aus Landon, 19 Besatzungsnutalieder desbntt fchen DampfersE f o s" (1245 Brt.) feien am Dienstag von einem holländischen Schifftnen Hafen gebracht worden. Man glaubt, daß der brr tische Dampfer am Montagabenden der Nordsee ,;auf ein Schiffswrack aufgelaufen fet. C« angenommen, daß alle Besatzungsm.tgheder ge­rettet worben seien. o Mls

Einer weiteren Reutermeldung aus London zu­folge sind am Dienstag in einem nordschotttfchen

(PK.) ........ 28. Febr.Alles klar?"Ra,

dann bleiben uns noch zwei Stunden Schlaf ...", schließt der Kompanieführer seine Besprechung mit seinen Äugführern. Draußen im Kellergang des Gcfechtsstandes verhallen die Schritte. Die Nacht ist zwar nicht sternen-, aber schneeklar. Etwas zu hell fast für das bevorstehende Spähtruppunternehmen. Tagelange sorgfältige Beobachtungen gingen ihm voraus, Nacht für Nacht zog der Zugführer des vorgeschobenen Zuges' mit einem feiner besten Unteroffiziere hinaus ins Niemandsland, feind- wärts zur Erkundung. Nun kennt er jeden ein­zelnen Busch da draußen im Gelände, jeden Draht und jede Minensperre, jede Postierung des Fein­des. Heute Nacht soll ein unermüdliches Aufklären endlich Früchte tragen; der Franzmann soll sich wundern ... Knapp zwei Stunden Schlaf noch vor uns, doch mancherlei Gedanken beschäftigen einen noch auf dem Matratzenlager im Zuggefechtsstand, ehe der Schlummer uns umfänat.

Man glaubt soeben erst entschlummert zu sein, da wird man schon wieder geweckt. Es ist soweit. Franz, die gute Seele, hat bereits einen heißen Kaffee bereitet, die Lebensgeister zu erwecken. Ohne überflüssige Worte machen die Männer sich fertig zu diesem Gang gegen den Feind. Waffen und Munition werden noch einmal überprüft, die Hand- granaten scharf gemacht, ein Blick auf die Uhr und ... los! Draußen warten schon die anderen Grup­pen. Die Nacht ist kalt und etwas diesiger als vor zwei Stunden. Man stellt es mit Befriedigung fest.

Mann hinter Mann geht es schweigend vorwärts. Beim letzten MG.-Posten wird flüsternd noch ein­mal kurz Anlage und Ziel des Spähtrupps bespro­chen, jeder einzelne ist mit seiner Aufgabe ver­traut. Geräuschlos geht es durch die Gaffe im Draht, dann auf schmalem Trampelpfad ins Niemands­land. Zur Rechten murmelt irgendwo im Dunkeln der Fluß, düster drohend tauchen zerfallene Ge­bäude auf, eine alte Industrie anlaae, schon vor dem Kriege verwahrlost. Schlupfwinkel konnte sie fein für den Feind, sorgfältig wird sie durchsucht. Draht und nochmals !Draht. Behutsam heißt es darüber steigen. Der Schritt verhält, wenn trotz aller Be­hutsamkeit es doch einmal metallisch aufklingt. Hier, wo sich Schußfeld bietet am Ufer entlang und gegen das Wäldchen auf der Höhe, bleiben die ersten Sicherungen zurück. Noch einen Blick zurück zu Die» fen Männern doch sie sind bereits nicht mehr auszumachen, verschwunden, wie von der Nacht verschluckt.

Alle Sinne gespannt arbeiten wir uns schweigend weiter vor aegen das Waldstück, in dem tagsüber und auch auf den nächtlichen Erkundungsgängen die vordersten Postierungen des Feindes ausgemacht worden waren.

Jetzt kommt es darauf an, ungesehen an ihnen vorüberzukommen oder aber sie geräuschlos zu vereinnahmen. Beides muß erwogen werden, denn eine Schießerei jetzt würde das ganze Unternehmen gefährden. Gewarnter Feind läßt sich nicht über­raschen.

Während der eine Trupp im Grunde sich vor­arbeitet, geht der andere die verdächtige Waldspitze an. Aber die Nacht schweigt, hörbar nur der eigene Atem. Es keucht die Brust vom angestrengten Kriechen am eisigen Hang. Enger noch pressen sich die Leiber an den Boden, wenn drüben der Hori­zont aufflammt, die Hochöfen ihre glühende Frucht ausstohen. Verdammtes Schattenspiel auf dem Schnee. Wie das geisternde Huschen auf dem Schnee täuschen kann, wenn man brennenden Auges In das Zwielicht starrt. Ein Uhu schreit im Gehölz, ein­mal noch einmal ist das ein Signal? Warten, lauschen! Doch nichts regt sich droben. Dann knirscht der Schnee reife unter vorsichtig tastendem Schritt... Einer der unseren:Der Wald ist feindfrei!" Auf

Washington, 29. Febr. (Europapreß.) Nachricht, daß die englischen Zensurbehörden herum Lu ftpost nach Europa auf den mudas beschlagnahmt haben, wurde Dienstag in Washington bekannt. Don demClip­per" wurde die Hälfte der Europapost (insgesamt

2000 Pfund) heruntergeholt. In politischen Kreisen ist man über diese englische Maßnahme in dem Augenblick, da durch den Beschluß, die Bermudas nicht mehr anzufliegen, gegen das englische Vor­gehen in energischer Weise Stellung genommen wurde, sehr erregt. Man weist jedoch darauf hin, daß bis zum 15. März dem Tage, von dem an die Bermudas nicht mehr angeflogen werden nur noch drei Flugzeuge die Insel anfliegen werden.

t\d) t bemfen Straften ^zu verfolgen unb^F' klären, über die der Einzelrichter wnwün. ldu/ Diese Aufaabe umfaßt die Mehrzahl aa^h»; xat Stra Verfolgungsbehörden anhänaia mA lCn Strafsachen. Das Amt des Amtsanwalts besonders bedeutsam für die Crbm^ *Är nun9 im Staat-und für d° Ä.1.» Pflege im Volk. E- erforbert eine

wurz-Ind- Persönlichkeit, Gewondheit und Südes! sZch-'ZMsLWi ftnden und zu gestalten, ist da- Ziel der neuen Au-bildung-ordnung, die in Anlehnuna an

Regelung zum erstenma? ein- heitlrches Retchsrecht auf ^diesem Gebiet bringt.

Bevölkerungspolitik auch im Kriege.

Das Raffenpolitische Amt der NSDAP hat zur Au klarung des Volkes über die jetzt im Kriege bevölkerungspolitisch wichtigen Fragen ein Flugblatt verbreitet, das mit beweiskräftigen Grün­den der Meinung entgegentritt, daß etwa im Kriege eine bewußte Bevolkerungs Politik als nicht aktuell für spater" zurückgestellt werden könnte. Ein Krieg der um die Erhaltung des Volkes nach außen ae-' führt wird, wäre sinnlos, wenn nicht gleichzeitig d e r B e st a n d d e s V o l k e s ü b e r h a u p t Ü. b feine Erhaltung und Vermehrung im Inneren ae» sichert würde! Der Weltkrieg hatte gewaltige Opfer von uns gefordert. Aber er fiel in eine Zeit hinein, in der die Geburtenzahl noch fast dop- v e l t s o h o ch war wie in der Zeit vor 1933. Wir hoffen und glauben, daß ähnlich starke Verluste in diesem Kriege nicht wieder eintreten werden. Aber sollen mir unsere Verluste mm dadurch vergrößern, daß mir den Nachwuchs, wenn auch nur vorüber- gehend, einschränken, wo dock die Mindestzahl zur Erhaltung unseres Volkes selbst in den letzten gün­stigsten Jahren noch nicht erreicht werden konnte!? Nein! Der Bereitschaft des Mannes, fein Leben für die Allgemeinheit zu opfern, muß eine gleiche Be­reitschaft der Frau zur Seite stehen, auch unter er­schwerten Verhältnissen neues Leben entstehen zu rassen!

Denn eins hat die Geschichte der Völker gelehrt: Ein Volk kann einen Krieg mit den Waffen gewin. nen, ihn dabei aber gleichzeitg biologisch ver­lieren, ebenso wie es Beispiele gibt, wo Völker den Krieg mit den Waffen verloren, durch ihr star­kes Wachstum aber die Voraussetzung schufen, um sich später gegen ihre Unterdrücker von neuem zu erheben. Das Ziel eines großen, zukunftsbewußten Volkes wie des deutschen muß aber sein, den Krieg auf beiden Gebieten, dem militärischen und dem biologischen, siegreich zu beenden! Unsere heu­tige Stärke liegt nicht allein in der gewaltigen Rüstung, sondern ebenso sehr auch in der Zahl der waffenfähigen Männer. Alle Bestrebungen auf Kleinhaltung der Familie sind für ein großes Volk das Unvernünftigste und Unsinnigste, was man sich denken kann. Die Sicherheit und die Lebensmöglich- feiten des einzelnen liegen allein in der Stärke der gesamten Nation, und die Stärke der Nation wie­derum wird bestimmt durch die Zahl und Tüchtig­keit der einzelnen Menschen. Wir haben in diesem Kriege den eisernen Willen, militärisch und wirt­schaftlich niemals zu kapitulieren, denn der Kampf geht um die Zukunft unseres Volkes. Die Zukunft des Volkes aber sind unsere Kinder von heute. Es darf daher auch bevölkerungspolitisch kein Kapi­tulieren geben, sondern nur den eisernen Willen zur Selbstbehauptung, und dieser Wille ist der Wille zum Kind!

und weiter. Schneller jetzt. Leise rauscht der Nacht­wind in den Fichten, mit schwerem Flügelschlag streicht ein großer Nachtvogel aus den Wipfeln. Trotz aller Vorsicht knackt hier und da unter dem umwickelten Schuh ein dürrer Ast im Schnee.

Drunten aber gewahrt man schattenhaft schon die ersten Häuser des kleinen französischen Grenzstädt­chens, dem dieser nächtliche Besuch gelten soll. Einen Blick auf das Leuchtziffernblatt der Uhr: Es ist so­weit! Die anderen Gruppen müssen die befohlenen Stellungen ebenfalls erreicht haben. Jetzt gilt's, im letzten Anlauf von drei Seiten in den Ort zu brin­gen und jenes Haus auszuräuchern, aus dem der tfeinb ben starken Stützpunkt sich geschaffen hat. Von Busch zu Busch, von Bodenwelle zu Boden­welle geht's schneller vorwärts, die uneingesehenen ©elänbefalten in langen Sprüngen genommen. Und schließlich mit aller Vorsicht auf erkundetem schma­len Pfad durch die letzte feindliche (Sperre..

Immer noch regt sich nichts. Merkt der Franz­mann nichts, ober läßt er uns in eine Falle laufen? Sekundenlang huscht der Gedanke durch das Hirn ... aber weiter--dort das erste, zweite nein

das dritte Haus ist's. Rechts davon muß ein Posten stehen. Vorsichtig um die Hausecke gelugt; die Straße ist frei und der Pendelposten des Feindes nirgends auszumachen. Schon gewahrt man im Zwielicht in ber Seitenstraße die Kameraden des anderen Zuges, die sich vorsichtig Vorwärtsarbeiten. Handgranaten wurfbereit, Maschinenpistolen und MG. fertig zum Schuß. Jetzt springen die Männer mit der geballten Ladung heran ... Sekunden wie Ewigkeiten. Dann ... ein greller Blitz zerreißt die Nacht, himmelhoch scheint die Flamme, ein Krachen und Bersten, die Erde bebt.

Alles hat sich an die Häuser gepreßt, nun aber hageln die Stielhandgranaten von allen Seiten gegen den wankenden Bau. Unter dem furchtbaren Schlag der geballten Ladung brach die eine Wand wie bei einem Kartenhaus zusammen. Wenige Schüsse nur knallten aus dem Obergeschoß, ein paar Eierhandgranaten werden aus den ängstlich ge­öffneten Läden geworfen, bann zersetzen bte Gar­ben unserer MG.s und der Maschinenpistolen bas splittembe Holz.

Noch einedicke" Ladung kracht, dann ist's vor­bei. Was dort im Hause saß, ist verstummt, be­graben, zerschmettert unter den Trümmern. Was an Gerät und Waffen daraus hervorzuzerren ist, wird eilig zusammengerafft. Dann heißt es so schnell wie möglich zurück, denn schon ist des Feindes Ar- tillerie erwacht. Blitze flammen am HorizontAb- schuß und Einschlag fast zugleich. Er feuert mit Ratschbums", den allen alten Soldaten bekannten Schnellfeuerkanonen. Schwere Kaliber ziehen heu- lend über uns weg, unseren Stellungen zu. Sie sollen uns den Rückweg verriegeln. Doch längst hatten wir damit gerechnet und einen zweiten Pfad für ben Heimweg festgelegt.

Der Stützpunkt des Feindes ist ausaeräucheri, der Auftrag erfüllt. Ohne Verluste gebt s heimwärts. Eine leichte Splitterverletzung will der verletzte Kamerad selbst nicht als solche gelten lassen. Noch ein paar Lagen der feindlichen Artillerie jaulen über uns hinweg. Drüben keift noch ein schweres MG. Auch im Nachbarabschnitt hat ber nächtliche Gefechtslärm den Franzmann nervös gemacht. Ge» wehrfeuer flackert auf. Doch lange, bevor wir die Ausgangsstellungen erreicht haben, hat sich alles wieder beruhigt.

Der Morgen graut, zähe nur weicht die Winter» nacht. Am Flußufer klirren die Eisschollen. Jetzt erst, wieder hinter den eigenen vorgeschobenen Stellungen, wird man sich der Müdigkeit vermißt; wie anders der Schlaf jetzt, da der Spähtrupp ge­glückt!

N e U y o r k, 29. Febr. (DNB. Funkspruch.) Wie Associated Preß berichtet, hielten die Engländer in Gibraltar in der Zeit vom 2. bis 25. Februar sieben U S A. - S dfi f f e an, untersuchten sie und raubten die Po ft. Einige Schiffe wurden durch die englischen Zwangsmaßnahmen bis zu Tagen in Gibraltar festgehalten.

Kleine politische Nachrichten.

Mit Rücksicht auf die noch nicht zum Abschluß gelangten Vorarbeiten wird die für den 1. April d. I. vorgesehene Aufhebung der Zollgrenze zwi­schen dem Reich und dem Protektorat Böhmen und Mähren bis zum nächstmöglichen Termin verscho­ben.

*

Amtlich wird in Tokio mitgeteilt, daß am Don­nerstag neun Deutsche von derAsarna Maru" auf einem britischen Schiff in Yokohama eintref­fen und Vertretern der japanischen Regierung übergeben werden.

Aus aller Welt.

Solbalen als Lebensretter.

Im Jahre 1939 ist wiederum eine große Anzahl von Auszeichnungen an Heeresangehörige verliehen worden, die sich als Lebensretter verdient gemacht haben. Die Rettungsmedaille am Bande erhielten elf Offiziere, 24 Unteroffiziere und 13 Mann. Die Erinnerungsmedaille für Rettung aus Gefahr wurde verliehen an 2 Offiziere, 6 Unteroffiziere und 11 Mann. Drei Unteroffiziere und fünf Mann er­hielten eine öffentliche Belobigung, vier von ihnen unter gleichzeitiger Gewährung einer Geldbeloh­nung.

Drei 100 000-2Harf-(5eroinne.

In der gestrigen Nachmittaasziehung der fünften Klaffe der 2. Deutschen Reichslotterie fielen drei Gewinne zu 100 000 Reichsmark auf die Losnum­mer 314 557. Die Glücksnummer wird in allen drei Abteilungen in Achteln gespielt.

60 lote bei einem Grubenunglück.

In den Kohlenbergwerken von Arsa bei Triest hat sich ein schweres Grubenunglück ereignet. Ins­gesamt sind bei einer Explosion, deren Ursachen noch nicht bekannt sind, 60 Bergleute ums Leben ge« kommen und 100 meist leicht verletzt worden. Das Unglück hat sich in einer Tiefe von 280 Meter

ereignet. Eine große Zahl der mehrere hundert Mann starken Belegschaft konnte sich durch Neben- {tollen in Sicherheit bringen.

Ausstellung farbiger Photographien.

Auf Einladung der Stadt Frankfurt a. M. zeigt der Photographenmeister Hermann Harz in den Räumen des Frankfurter Modeamtes eine Auswahl von über hundert vollendeter farbiger Photo­ara ph ien. Es ist die erste Farbphoto-Ausstellung der Welt. Harz verwendet eine Einbelichtungskamera für Dreifarbenphotographie, die mit drei Farb­filtern arbeitet, die Farben des aufzunehmenden Objektes zerlegt und in der Kopie wieder vereinigt. Es gibt keine Farbe der Natur, die auf den Pho­tos von Harz nicht mit aller Klarheit originalgetreu in Erscheinung treten würde. Die Motive zu seinen Aufnahmen hat Harz in den nordischen Ländern, auf den Kanarischen Inseln und in Deutschland ge­funden. Daneben zeigt er hervorragende Werve­photos, Tierbilder, Porträts. Für seine Aufnahmen benötigt Ham im Farbstudio die ungeheure Licht­menge von 10 000 Watt. Selbstverständlich gelingen auch Aufnahmen bei gutem Sonnenlicht. Harz wurde 1938 Neichssieger im Meisterwettkampf des deutschen Handwerks und erhielt im gleichen Jahr die Medaille der Internationalen Handwerksaus­stellung Berlin. Auf allen großen internationalen photographischen Ausstellungen wurde er mit gol­denen Medaillen ausgezeichnet.

Dolksschädlinge hingerlchket.

Am 14. Februar 1940 ist der am 2. Dezember 1919 in Trier geborene Josef Baumann hin» gerichtet worden, den das Sondergericht in Trier als Volksschädling zum Tode und dauernden Ehr­verlust verurteilt hat. Baumann, ein trotz seiner Jugend bereits verkommener und vorbestrafter Mensch, verübte unter Ausnutzung der Verdunke­lung zusammen mit einem Komplizen einen Raub- Überfall auf eine Frau.

Am 16. Februar 1940 ist der vom Sonder- ge richt Berlin wegen Verbrechens gegen die Verordnung gegen Volksschädlinge zum Tode und 3um dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilte Max Wilke aus Berlin-Köpenick hin- !gerichtet worden. Der bereits vorbestrafte Mike hak ich im November 1939 gegenüber der alleinfteben» ien Mutter eines im Polen seid zu ge gefallenen Sol­daten wahrheitswidrig als dessen Kamerad ausge­geben. Er hat sie bei dieser Gelegenheit auf ge­meine Weise betrogen und ihr die letzten Erinnerungoftütfe an ihren gefallenen Sohn ge­stohlen.

Italienisches Segelschiff gesunken.

In der Sturmnacht von Mittwoch auf Donners­tag ist das SegelschiffSan Vincenzo" in der Nähe der Insel Ischia unteraegangen. Das Segel­schiff war mit gebrochenem Mast von dem Tank­dampferLaura Corrado" ins Schlepptau genom­men worden. Während der Fahrt nach Neapel rissen infolge des schweren Seeganges die Schlepp­taue, ohne daß es auf derLaura Corrado" be­merkt wurde. Der Tankdampfer fuhr wohl die durchlaufende Strecke nochmals im Gegenkurs zu­rück, konnte aber von dem Segelschiff keine Spur mehr auffinben. Dieses war mittlerweile mit seiner ganzen Bemannung etwa 10 Mann gesunken.

Großer Iuwelendiebstahl in London.

In London wurden am Hellen Vormittag von Autobanditen aus einem an dem stets sehr belebten Londoner Vlatz Piccadilly Circus gelegenen großen Juwelengeschäft Juwelen im Werte von etwa 10 000 Pfund geraubt. Vorübergehende versuchten zwar, den Diebeswagen feftzuhalten, hatten damit aber keinen Erfolg.

Verheerende Ueberschwemmungen und Wolkenbrüche in Nordkalifornien, lieber 4000 Personen obdachlos.

In Nord-Kalifornien wurden durch die Schnee­schmelze in Verbindung mit Wolkenbrüchen ver­heerende Ueberschwemmungen verursacht. Besonders schwer wurde das Sacramentotal von der Unwet­terkatastrophe getroffen. Heber 4000 Personen sind obdachlos. Durch das Hochwasser wurden die Ern­ten vernichtet und ein Schaden von über 1 Million Dollar angerichtet.

©er kälteste Winter seit 1829/30.

Der Winter 1939/40 war ein strenger Herr. Man muß in ber Geschichte der Meteorologie mehr als 100 Jahre zurückblättern, bis man im Jahre 1829/30 auf einen Winter stoßt, der dem diesjährigen gleich- kommt, bzw. ihn noch übertrifft lieber die Ursache ber Kälte hielt auf Einladung ber Frankfurter Ge­sellschaft für Handel, Industrie und Wissenschaft Professor Dr. F. Linke einen interessanten Vor­trag. Professor Linke ist nicht ber verschiedentlich geäußerten Meinung, daß eine Verlagerung des Golfstromes an dem Kälteeinbruch fdyuro sei, denn die ga-me Struktur des Golfstromes lasse eine wesentliche Verlagerung nickt zu. Er ist viel­mehr ber Ueberzeugung, baß sich b ie falte sibi­rische Luft in diesem Jahre besonders reichlich nach Europa verlagerte und es in seiner ganzen Ausdehnung mit Schnee und Kälte umgab. Wes­halb sich die kalte Luft aus dem Osten in diesem Jahre nun so heftig im Westen einstellte, bleibt aber vorläufig noch ein Geheimnis. Weitere Erfah- runaen werden hier erst noch gesammelt werden müssen, um sich darüber ein klareres Bild machen zu können. Die Meteorologie kann keine Gesetze auf- steilen, sie kommt nur durch lange Erfahrungen zu Regeln, nach denen man sich richten muß.

Was nun den Schaden anbelangt, so kann er­freulicherweise gesagt werden, daß in der Pflan­zenwelt Schaden nicht zu verzeichnen sind. Je­denfalls ist es besser, die Kälte stellt sich zu einer Zeit ein, wo sie noch keinen Schaden anrichten kann, wie es in diesem Jahre der Fall war, als im Früh­jahr, wo eine einzige falte Nacht genügen kann, um alles feimenbe Leben in Feld und Flur zu ver­nichten. Bei ber Tierwelt werden die Schäden durch die Vorteile mehr als wettgemacht. Ratten, Mäuse und Insekten würden zum größten Teil vernichtet, während andererseits Kleinvieh und Wild nicht immer vor der Unbill der Witterung in Schutz genommen werden konnte.

(J) Der Würfel Ist kochfertig, also kein Fett zusetzen!

Zum Strecken, Binden und Verbessern anderer @ Soßen genügt oft schon ein Teilchen des Würfels! g) flur 3 Minuten durchkochen,damit nichts verkocht I

...aber sparsam damit umgehen!

And) Sei Knarr (Rratewiaße daran denken, wie gut man tut, (lieb weite einsutthränkenl*

Nicht so damit wirtschaften, als gäbe es heute zwei-dreimal soviel.