Ausgabe 
29.1.1940
 
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m. 24 Erstes Blaff

190. Jahrgang

Montag, 29.Januar 1940

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Eichener Anzeiger

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Oer Wehrmachtsbericht vom Montag.

Berlin, 29. Januar. (DNB. Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Keine besonderen Ereignisse.

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kong an Land gebracht, wie eine amtliche Mit­teilung der englischen Marinebehörden in Hongkong besagt. Die Deutschen werden als Kriegsgefan­gene behandelt. Sie wurden den britischen Militärbehörden übergeben.

Eine wahre Empörung habe die Tatsache in Ru­mänien ausgelöst, daß die englische Presse a n d i e G ar-antte" für Rumänien erinnert habe. Die Engländer und Franzosen sagten, daß Rumä­nien den politischen Verpflichtungen der Garantie nicht nachkäme. Von solchen Verpflichtungen habe man aber niemals in Bukarest gespro­chen. Die rumänische Regierung, so werde betont, habe die Garantie niemals verlangt, die ihr spontan angeboten wurde. Wenn Großbritannien jetzt auf seiner Haltung bestehe, zeige sich, so sagten die Rumänen, daß nicht Deutschland, sondern Eng­land den Krieg in den Südasien Europas tragen wolle.

Abschließend stellt der Berichterstatter fest: Die Engländer haben in Rumänien ein schlechtes Ge­schäft und eine schlechte Kapitalinvestition gemacht, nicht nur auf dem Oelgebiet, sondern vor allem auf propagandistischem Gebiet, auf dem England Millionen ausgegeben hat, um Sympathien für sich zu schaffen. Die Sympathien sind in diesen Tagen schnellen verdunstet als Benzin. Auch wirtschaftliche Neutralität

Bulgarien sehe, so hat Kjosseiwanosf dem Journa­listen erklärt, durchaus keinen Vorteil, den es aus einer Beteiligung am Kriege ziehen könne. Bul­garien fei in diesem Krieg nicht nur neutral geblie­ben, es denke auch nicht daran, seinen Nachbarn irgendwelche Schwierigkeiten zu machen. Der ge­meinsame Wunsch der Balkanvölker sei, daß ihre Länder um jeden Preis von dem verheerenden Kriegsbrand verschont blieben.

Die bulgarische Presse verfolgt mit wach­sender Aufmerksamkeit die Erörterungen über die Konferenz des Balkanbundes. Die Abendzeitung Mir" erinnert an die wichtigsten Bestimmungen des Balkanbundes und stellt fest, es könne kein Zweifel darüber bestehen, daß der Balkanbund zu der Zeit, als er geschlossen worden sei, gegen eine friedliche Revision des zwischenstaat­lichen Lebens gerichtet gewesen sei. Doch seither seien viele und unerwartete Geschehnisse eingetreten, durch die die zwischenstaatlichen Beziehungen von Grund auf verändert worden seien. Die uner­bittliche Logik der Geschehnisse könne nicht durch ge­schriebene Bestimmungen und akademische Fesseln aufgehalten werden. Jeder, der sich dem wahren Gang der Geschehnisse nicht verschließe, müsse fra­gen, ob es für die politische und rechtliche Organisa­tion des Balkanbundes nicht an der Zeit fei, die Erfordernisse der Gegenwart zu berücksichtigen. Neue Umstände erforderten auch neue M e - t h o d e n der Politik. Eine Umwertung der Be­griffe, mit denen in der Vergangenheit gearbeitet worden sei, müsse erfolgen. Das AbendblattSlowo" sagt, daß sich den kleinen Staaten gegenwärtig viel­leicht zum letzten Male die Gelegenheit biete, der Vernunft das Wort zu reden und ihre Neutralität zu wahren. Auf den Balkanbund angewandt erklärt die Zeitung: Alle Pläne, die ohne Bulgarien an­geschnitten würden, wären gegen dasselbe und auch gegen den Balkan überhaupt gerichtet.

Bukarest, 27. Jan. (DNB.)Curentul" er­wähnt aus Anlaß der Belgrader Tagung des Bal­kanbundes auch den wirtschaftlichen Kon­kurrenzkampf auf den neutralen Märkten Europas, den England gegen Deutschland als eine feiner Angriffslinien entfesseln will, und erklärt hierzu, die Lage der neutralen Staaten des Südostens sei nicht so, daß sie sich den Luxus er­lauben könnten, diesen Konkurrenzkampf a u ihrem Rücken austragen zu lassen. Die land­wirtschaftlichen Staaten des Südostens benötigen Jndu ftrieerzeugniffe und Rüstungsmaterial, bei­des liefere ihnen auch heute Deutsch­land, das seinerseits von diesen Staaten nur die Einhaltung der eingegangenen wirtschaftlichen Ver­pflichtungen fordert. Leon Blum habe imPopu- laire" erklärt, daß es erstmalig in der Geschichte sei, daß im gegenwärtigen Kriege gerade jene Staaten, derentwillen der Krieg geführt werde, neutral seien.Curentul" stellt fest, daß dieser Satz eine offene Aufforderung enthalte, der jedoch keiner der neutralen Staaten nachkommen werde. Die Belgrader Tagung des Balkanbundes werde erneut den unerschütterlichen Neutrali­tätswillen der Balkanstaaten bekräftigen.

Keine allgemeine Beflaggung am 30. Januar

Berlin, 26. Ian. (DJtB.) Der Reichsminister des Innern und der Reichsminister für Volksauf­klärung und Propaganda geben bekannt:

Die am Tag der nationalen Erhebung (30. Ja­nuar) übliche allgemeine Beflaggung unter­bleibt in diesem Jahre.

Die britische Grpreffungsmtrige gegen Rumänien.

Oer eiserne Ring.

Wir sind es gewohnt, daß sich die britischen Ka­binettsmitglieder gegenseitig den Ball zuwerfen, daß also der andere ergänzt, was der eine gesagt hat. Die Ergänzung zu den ungeheuerlichen Zumutungen, die Herr Winston Churchill an die neutralen Mächte gestellt hat, ist von Großbritanniens Blockade­minister Sir Ronald Croß geliefert worden, der ankündigte, daß um Deutschland und die von ihm wirtschaftlichabhängigen" Länder e i neiser­ner Ring" geschmiedet werden würde. Was man bisher von dieser politischen Schmiedearbeit der bri­tischen Staatsmänner gehört hat, ist nicht gerade imponierend. Die Herren in London haben im August 1939 vergebens in Moskau den Hammer geschwungen, haben trotz aller Überredungskünste und Kniffe die amerikanische Union nicht aus der Neutralität herauslocken können und sind auch an­derwärts nicht erkennbar weitergekommen. Es lohnt ich schon, die Versuche der letzten Woche und Tage Reoue passieren zu lassen:

Seit Herbst 1939 verhandelt die britische Regie­rung in London mit Vertretern der skandi­navischen Länder, Belgiens, der Nie­derlande und der Schweiz über eine wirt­schaftlicheNeutralität", wie sie den Westmächten genehm wäre. Erst jetzt wieder wird aus Dänemark gemeldet, daß die britischen Unterhändler einen un­erträglichen Druck ausüben, um die Neutralen zu unneutrblen Handlungen gegen Deutschland anzu­stiften. Deutschland wird es sich nicht gefallen lassen, daß die neutralen Länder Großbritannien und Frankreich besser behandeln als das Reich. Praktisch gesprochen: Deutschland wird es nicht ruhig hin­nehmen, daß in den neutralen Ländern wie im Weltkrieg in den Niederlanden und der Schweiz Gesellschaften gegründet werden, deren Aufgabe es ist, die Lieferung überseeischer Waren nach Deutsch­land zu verhindern. Bereits ein oberflächliches Stu­dium der letzten Außenhandelszahlen zeigt, daß Deutschland seinen Lieferverpflichtungen gegenüber

Die Politik Bulgariens hat als einziges Ziel die Aufrechterhaltung des Frie­dens.'

Eine absolute Neutralität soll diesen Frieden sichern.

Unterhaltung guter Beziehungen z u allen Nachbar st aaten.

Eine gerechte und freundschaftliche Wieder­gutmachung der politischen Irrtümer, die gegenüber Bulgarien in der jüngsten Vergan­genheit begangen worden sind.

Bukarest, 27. Januar. (Europapreß.) Wie aus Istanbul berichtet wird, hat der bulgarische Mi­nisterpräsident Kjosseiwanoff dem Sonderbe­richterstatter der ZeitungTan" ein Interview über die Haltung Bulgariens gegeben, das sich in folgen« vier Punkten zusammenfassen läßt:

findet die Schlutzsißung der Konferenz statt, der der übliche Presseempfang folgen soll.

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Aus Kreisen der Balkan-Diplomatie erfährt der Popolo di Roma", daß die abschließende Mit­teilung über die Ergebnisse der Belgrader Konfe­renz vor allem der Grundsatz der unbedingten territorialen Unantastbarkeit der Bal­kanstaaten, den Willen zur Vervollständigung der guten Beziehungen z u den Nachbar­staaten und zum Ausland im allgemeinen sowie die Verlängerung des Balkanbundes um wei­tere sieben Jahre hervorheben werde.

Oie Haltung Bulgariens.

Zwischen zwei Konferenzen

Von unserem boe.-Korrespondenien.

Auch im Konvoi nicht sicher.

Die Engländer haben sich, wenn auch schweren Herzens, entschlossen, einen Teil der für sie tätigen Handelsschiffe mit Geleitschutz zu versehen. Schiffe, die im Konvoi fahren, brauchen aber we­sentlich mehr Zeit als die Einzelgänger. Heute ist der Brite jedoch schon soweit, Zeitverluste in Kauf zu nehmen, um wenigstens einen gewissen Prozent­satz seiner Rohstoffe und Lebensrnittel hereinzube- kornrnen. Allein ist er aber längst nicht mehr in der Lage, dieses Geschäft zu besorgen. Er ist in stärk­stem Maße auf die Hilfe der Neutralen angewiesen, deren Schiffahrt sich auch bisher nicht gescheut hat, in englische Dienste zu treten. Die erzielten Geld­gewinne bleiben jedoch in der Bilanz weit hinter den Verlusten zurück, die mit der Englandfahrt ver­bunden sind. Die ständigen Einbußen an Tonnage scheinen nun mancherorts die neutralen Reeder ver­prellt zu haben, so daß sich Churchill dieser Tage genötigt sah, in seiner bekannten Tonart auf die Neutralen einzureden, sich voll und ganz in den Dienst der englisch-französischen Sache zu stellen, vor allem aber vom englischen Geleitsystem Ge­brauch zu machen, weil es einen hundertprozentigen Schutz gegen Deutschland biete.

Der Mann vom Bau weiß natürlich, wie kräftig der gute Churchill wieder einmal geschwindelt hat, wer aber von der Schiffahrt in Kriegszeiten keine Ahnung hat, dazu lediglich die englische Meinung als die eigene gelten läßt, läuft selbstverständlich Gefahr, auf diese Lüge hereinzufallen. 'Dazu nur ein paar Worte zur Aufklärung, wie sie sich be­reits im Bericht des Oberkommandos der Wehr­macht finden: englische Geleitzüge sind durchaus kein wirksamer Schutz. Wie dieser Tage im At­lantik ein U-Boot gleich zwei Schiffe aus einem stark gesicherten Konvoi herausholte, so wird die deutsche Kriegsführung auch weiter namentlich den Neutralen vo'rexerzieren, daß die Inanspruchnahme des britischen Konvois eher noch gefährlicher ist als das Alleinfahren. Denn wer sich unter den Schutz britischer Waffen stellt, darf sich nicht wundern, wenn er im Handgemenge mit dem Engländer in verhängnisvolle Berührung mit den deutschen Waf­fen kommt.

B u d a p e st, Januar 1940.

In den vier Wochen zwischen der Begegnung des ßrafen Ciano mit Graf Csaky in Venedig im 6. Januar und der Belgrader Tagung e 5 Balkanbundes vom 2. Februar beschäf- gt sich alle Welt damit, den politischen F a - ie n zwischen den zwei Konferenzen fortzuführen. Deutschlands ehrliche Absicht, mit den Staaten des wnauraums friedlichen Warenaustausch zu pflegen, ezweifelt hier niemand. Anderseits gibt es kaum emanben, der ernsthaft annehmen könnte, eine neue üdnung südöstlicher Gebietsfragen könne gegen die em Südosten in Freundschaft verbundenen Groß­mächte Italien und Deutschland erfolgen. Da nun iefe Selbstverständlichkeit mit der Konferenz von Zenedig augenfällig wurde, richten sich die Erwar­tungen der feindlichen Propaganda nunmehr auf lie Tagung von Belgrad. Ihr wird ein Programm untergeschoben, zu dem sich jedenfalls kein verant- portl'icher Staatsmann der vier beteiligten Staaten Jugoslawien, Griechenland. Rumänien und Türkei isher bekannt hat.

Die Konferenz von Venedig bewies Italiens weit- ehendes Verständnis für die nationalen Probleme Ingarns. Auch wurde klargestellt, daß Ungarn insichtlich der Methoden und des Zeitpunktes für ie Durchsetzung feiner revisionistischen Ansprüche eine andere Auffassung hat, als Italien, das in der ingsten Vergangenheit häufig genug greifbare Zei­len feiner Friedenspolitik gab. Im Zusammenhang üt Venedig war außerdem viel davon die Rede, ie Sicherheit Ungarns an der Karpa- hengr enze mit Rußland zu garantieren urch das Versprechen einer gemeinsamen ungarisch- lalienischen Defensive gegenüber einer von dieser Zeile möglicherweise drohenden Gefahr. Dazu ist »stzustellen: Je weiter die Zeit fortschreitet, um so mehr tritt dieses Thema in der öffentlichen Ans­prache des Südostens selbst zurück. Zur Beruhi- ung trug wesentlich bei die Erklärung des unga- ischen Gesandten in Moskau, daß die Verhand- jngen von Venedig in feiner Weise gegen die Sow- üunion gerichtet waren.

So verbleibt als wirklich zeitwichtiges Thema, als bchlüssel zur Lage im Donauraum: bas u n g a = isch-rumänische Verhältnis. Wird nun ?r Balkanbund während seiner Belgrader Tagung i der Linie der Politik von Venedig einen wirk- chen Meilenstein setzen, so fragt man sich heute in Ingarn. Der Balkanbund hat einen weiten Weg jrütfgelegt feit der starr antirevisionistischen Ein- ellung feiner Gründungszeit, wo er als die Ver­lagerung der Kleinen Entente die Wiedererstarkung Bulgariens drosseln sollte. Die Kleine Entente be- !eht heute nicht mehr. Dem Balkanbund wurde einerseits der bulgarenfeindliche Charakter durch as bulgarisch-jugoslawische Freundschaftsabkommen rom 24. Januar' 1937 genommen. Die Möglichkeit, cus ihm gegen Ungarn eine Art Ersatz für die Heine Entente zu machen, ist durch die ungansch- iigoslawische Annäherung ebenso verhindert, wie :urd) den Einfluß Italiens.

Nun steht der Balkanbund vor der Frage, ob er ch zum Werkzeug einer friedlichen Durchprüfung er angestrebten Berichtigungen im Balkan ner­venden lassen und das Seine zur Lösung der Gegen- itzlichkeiten beitragen will, die zwischen gewissen Ritgliedstaaten einerseits, Ungarn und Bulgarien mderseits, bestehen. Sicher konnte eine wohlwollenDe I Haltung des Balkanbundes zur weiteren Befestigung lies Balkanfriedens erheblich beitragen. Eine uber- cii5 rege diplomatische Tätigkeit' zur Vorbereitung ler Konferenz läßt darauf schließen, daß man sich h allen Stockten der Wichtigkeit des Zeitpunktes

Rom, 28. Januar. (DNB.) Der Bukarester Be­richterstatter desMessaggero" schreibt feinem Blatt. Seit drei Tagen habe sich eine Welle der Entrüstung im rumänischen Volk gegen Eng­land gebildet. Man erkläre in Bukarest, daß Eng­land an zwei Mittel denke, mit denen es Rumänien hoffe beugen zu können: Es wolle künstlich die Preise Hochtreiben, um dann mit Pfunden einen Aufkauf vorzunehmen. Wenn dies nicht genüge, denke England daran, die Wirtschafts­beziehungen mit Rumänien abzubrechen Aber auf 'bieie Drohung habe Rumänien auf diplomatischem Wege klar geantwortet. Es habe London mitteilen lassen, daß es mit Deutschland nicht nur einen ein­fachen Handelsvertrag habe, sondern daß zwischen beiden Ländern eine wirkliche wir 1 s ch a s t - liche Zusammenarbeit bestehe. Deutschland sei Importeur von wichtigen rumänischen Rohstoffen und Rumänien gegenüber zugleich auch Exporteur von Jndustrieprodukten und Kriegsmaterial, die eine lebenswichtige Bedeutung für Rumänien haben

England versuche jetzt, nachdem der diplomatische Druck mißglückt sei, a u f e i n e m ,,i n n e r e n Wege" Rumänien zu beeinflussen. Die rumäni­schen Petroleumgesellschaften, m denen englisches und französisches Kapital stecke, wollten sichren Maßnahmen des Oelkommissars nicht beugen Dieses Manöver sei aber zum Scheitern verurteilt da der rumänische Wirtschaftsmimster die auf die Konsequenzen ihrer Haltung auf­merksam machen werde.

Jeder Versuch allerdings, auf dem Umweg über len Balkanbund dieB 1 ockpo 1 it lk" wieder em- ^uschmugqeln. also zugunsten der Westmachte em Kollektiv-Instrument für gelegentlichen mißbrauch- Ichen Einsatz des europäischen Sudostens zu schatten, ft zum Scheitern verurteilt. Um über ihre Haltung hin Mißverständnis aufkommen zu las en, haben lie Regierungen von Budapest und Sofia amtlich (-Härt, sie würden keine Sonderbeobachter nach Belgrad entsenden. Die Balkanbund-Konferenz hat clso keine Aussicht, sich zu einer Balkan- oder gar Jonauraum-Konferenz zu erweitern, was ihren Möglichkeiten auf lange Sicht sicherlich nicht abtrag- lch'ist.

ßmeufer japanischer Protest in London

Tokio, 28. Jan. (DNB.) Nach den bisherigen Mitteilungen über den Inhalt der englischen Ant­wortnote auf den Protest Tokios behandelt die Note lediglich Fragen des internationalen Rechtes bezüg­lich derAscmia Maru", ohne auf den wichtigsten Punkt des japanischen Protestes einzugehen, der in dem Uebergriff des britischen Kreu­zersvor den Toren Tokios" zu erblicken ist. Botschafter Craigie soll auch in einer Aus­sprache diesem für Japan wichtigsten Umstand nur ungenügend Rechnung getragen haben. Die japanische Regierung hat deshalb erneut nachdrücklich Protest erhoben gegen die Festnahme der 21 deutschen Reichsangehörigen an Bord des DampfersAfama Maru" und verlangt, daß die britische Regierung den Fall noch einmal von grö­ßeren Gesichtspunkten aus überprüfen möge. Dabei ist wiederum die Freilassung der Gefan­genen gefordert worden.

Die gewaltsam von derAsama Maru" herunter- gehotten Deutschen wurden am Sonntag in Hong-

Jnfolge der fortgesetzten großen Sabotageakte englischer Agenten im rumänischen Erdölgebiet hat sich die rumänische Regierung veranlaßt gesehen, einen Sonderkommissar für die g e - samte Erdölbewirtschaftung zu bestel­len. Die Notwendigkeit eines behördlichen Schutzes des wertvollsten nationalen Eigentums in Rumä­nien geht allein schon aus der Tatsache hervor, daß der rumänische Erdölexport 62 v. H. der rumänischen Gesamtausfuhr beträgt. Darauf läßt England in seiner Presse verbreiten, die englische Regierung sehe die Lage als ernst an und müsse evtl, eine Ver­änderung der Haltung Englands gegenüber Rumä­nien ins Auge fassen. Auf deutsch: England droht Rumänien Erpressungsmanöver an nur deshalb, weil dieser Staat das selbstverständliche Recht für sich in Anspruch nimmt, sein National- eigentum und seine Wirtschaft sowie seine Handels­beziehungen gegen staatlich unterhaltene, beamtete Verbrecher aus England zu schützen.

Um dieses schmutzige Manöver nach außen hin ab­zudecken, verbreitet England gleichzeitig die im Wehrmachtsbericht ebenso sachlich wie eindrucksvoll widerlegte Behauptung von der Anwesenheit deutscher Truppen im russischen Sudost- galizien, d. h. an der russisch-rumänischen Grenze. Während also England selbst Rumänien durch Sa­botageakte und Drohungen unter schärfsten Druck setzt und während es gleichzeitig gegen die sudruisi- chen Erdölgebiete im Kaukasus eine englisch-ftanzo- sische Armee auf türkischem Gebiet konzentriert, be­schuldigt es wider besseres Wissen Deutschland einer Bedrohung der nordrumänischen Grenze. Die rumä­nische Regierung wird nach allen Erfahrungen dieser Monate wissen, was sie von beiden zu halten hat.

Bukarest

lehnt den britischen Druck ab.

Sympathien schneller verdunstet alsBenzin

Das Programm der Sallandund-Konserea».

Belgrad, 28. Januar. (Europapreß.) Für die Tonserenz des Balkanbundes, ine am 2 ^ruar in Belgrad eröffnet werden oll, herrscht m oer vessmÄchkeit größtes Interesse Hir messen in Belgrad ein der griechische Mimstcrpra ident und Außenminister M e t a x a S und der tur iische Außenminister Garacogl u mit d-mOnen Expreß, der rumänische Außenminister G ° s ° n cu 'n einem Sonderzug aus Temesvar. N ch

una der Formalitäten wird am tfreitag Die erpe Nng der Außenminister im Außenanit a gehal- '=.n werden. Die vier Außenminister werden ,n Sonderaudienzen und am Samstagmittag wah ch-inlich auch in Kollektioaudienz vom P rin 3 r eaenten empfangen werden. Ach Sams °g

gibt her iugoflamW oOeqen

ar-Markow lisch zu Ehren seiner Kollegen in Festessen, bei dem Trinkspruche ausgetauIcht werden. Am Sonntagabend werden die A b . "ter Griechenlands, Rumäniens und der Turke, wah cheinltch Belgrad verlassen. Am Sonntagnachmittag