sich heute jeder Deutsche auseiuanderseheu muh. Es
Der kreisleiter.
Die Seinen geborgen ;u wiffen, stärkt den Aisten iur Tat
Erfolgreiche Männer haben ihr Leben versichert!
ist ein 61 »UW lit Starnd ippenbll11 j verbiß' Haai uü ilkall üi*I . also t:
alle die Fragen eingehend behandeln, mit denen sprechen
M Msik und Volkstanz zu unseren Soldaten.
Fahrt der Gebietsspielschar Hessen-Nassau durch Belgien. — Gießener Mädels und Jungens wirkten mit.
hullgeo: $$L-3rigabeffi6rer pg. Schwarz. Sichen Laubach.- pg. Ad. Launö. Königstein
Lauter: pg. Karl Schmidt, Giehen
Ober-Bessingen: Pg. Lenz, Bad Homburg Ruppertsburg: Lrelsgeschäftsführer pg. Weber,
Giehen
Saasen: pg. h. Herrchen, Bad Schmalbach Villingen: pg. Leifheit. Nlederhöchsladt Weickartshain: pg. hch. Schäfer III., Vadenrod weltershain: pg. w. Rordmann, Wehlar.
Am Sonntag, 1. Dezember um Uhr:
Mendorf a. d. L.: pg. K. E. hetz, Giehen Alten-Buseck: pg. w. Rordmanu, Wehlar Daubringeu: pg. Leifheit, Rlederhöchstadt Garbenteich: pg. Arthur hanh, Giehen Giehen-Klein-Linden: pg. Adolf Laune. Königstein Grehen-Wiefeck: SA.-Brigadeführer pg. Schwarz,
Giehen
Grohen-Linden: kreisleiter pg. Haus, Wehlar Hausen bei Giehen: pg. h. Herrchen, Bad Schmalbach
Heuchelheim: pg. hch. Schäfer HL, Vadenrod Kirch-Göns: pg. Karl Schmidt, Giehen Laug-Göns: pg. Löber, Limburg
Leihgestern: Lrelsgeschäftsführer pg. Weber, Giehen pohl-Göns: pg. Lenz, Bad Homburg
Steinbach: kreisleiter pg. Backhaus, Giehen Watzenborn-Steinberg: Gaupersonalamtsleiter pg.
Holländer, Frankfurt a. ITT.
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gehört nicht in den Ofen! Du hilfst, den deutschen Wald erholten, wenn Du en sammelst und durch die Schullugend oblieferst!
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J de» t: fot». ir Gern o f i o E des r Gere chi mir- n Grjiitt imstel, I: or Sil- rateoerc:.
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Feder deutsche wann. jede deutsche Frau wird erwarteli Darum hinein in die Versammlungen!
heil Hitler!
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Aus -er Stadt Gießen.
Frische Lust.
Ebenso wie wir bestrebt sind, nur gute, einwanth
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>es werktätigen Volkes ist jahraus, jahrein ge^wun. ;en, sich täglich viele Stunden lang in geschlossenen Räumen aufzuhalten, in der verbrauchten Luft der züros, Werkstätten, Fabriken, Wohnungen. In den
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am Samstag, 30. November um 2 0 Uhr:
Allendorf a. d. Lda.: pg. Löber, Limburg Annerod: pg. Adolf Eanns, Königstein Bersrod: pg. Kart Schmidt, Giehen Bettenhausen: pg. Lenz, Bad Homburg Burkhardsfeldeu: pg. L. K. heh, Giehen Grohen-Buseck: pg. Leifheit, Niederhöchstadt Langsdorf: pg. Dr. Mörschel, Bürgermeister, Buhbach
Lich: pg. Holländer, Gauperfonalamtsleiler, Frankfurt a. 21L
Lollar: SA.-Brlgadeführer pg. Schwarz, Giehen Londorf: pg. Werner Nordmann, Wetzlar Mainzlar: Kreisleiter pg. Haus, Wetzlar Okarben: Kreisleiter pg. Backhaus, Giehen Reiskirchen: pg. Haus Herrchen, Bad Schmalbach Rodgen: pg. Heinrich Schäfer III., Vadenrod Treis a.d. Lda.: Kreisgeschäftsführer pg. Weber, Giehen.
Am Sonntag, 1. Dezember um 14 Uhr:
Beltershain: Pg. Löber, Limburg Ettingshausen: pg. Arthur hanh, Giehen Freleuseeu: Kreisleiter pg. Haus, Wetzlar Geilshausen: pg. Karl Ernst heh, Giehen Grünberg: Gaupersonalamtsleiter pg. Holländer, Frankfurt a. M.
Harbach: pg. Dr. Mörschel, Bürgermeister, Butzbach
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Am 4. Noveember machten sich 45 Jungen und Mädel der Gebietsspielschar Hessen-Nassau auf, um in einer dreiwöchigen Fahrt durch Belgien die dort liegenden deutschen Soldaten zu besuchen und mit ihren Darbietungen zu erfreuen. An dieser Fahrt nahmen auch drei Madel und drei Jungen aus Gießen teil. Musik und Gesang sowie Volkstanz waren die Grütze, die von der Spielschar den Soldaten aus der Heimat überbracht wurden.
Don Frankfurt a. M. aus ging die Fahrt zunächst nach Köln, wo Nachtquartier bezogen wurde. Dort wurde am 5. November in zwei großen Autobussen die mit großer Begeisterung ersehnte Reise durch Belgien angetreten. Die erste Rast gab es in Lüttich, wo die Jungens und Mädels zum Mittagessen erwartet wurden. Dann ging es in froher Stimmung weiter durch die belgische Landschaft nach Brüssel, wo sie am Abend eintrafen und die bereitgestellten Quartiere in verschiedenen Hotels aussuchten. Der nächste Tag gehörte noch ausschließlich den Jungens und Mädels, die sich natürlich die Stadt ansahen. Voll schöner Eindrücke wurde auch dieser Tag beendet.
Volksgenossen heraus zur öffentlichen Versammlung!
Rach 15 Monaten Krieg um die Zukunft des deutschen Volkes finden im ganzen Reich Kund- gedungen statt, in denen namhafte Redner unter dem Thema:
„Mit unseren Zahnen ist -er Sieg!"
fuhr.
** Kinder gehören bei Dunkelwerden ins Haus. Immer wieder wird die Beobachtung gemacht, daß in den Abendstunden Kinder ohne Begleitung Erwachsener auf den Straßen anzutreffen sind. Der Aufenthalt von Kindern aus den Straßen während der Dunkelheit birgt Gefahren vielfältiger Art in sich. Es wird den Eltern dringend geraten, dafür Sorge zu tragen, daß ihre Kinder vor Beginn der Dunkelheit im Hause sind.
** Zusammenstoß zweier Kraftfahrzeuge. Am gestrigen Mittwochmittag stießen an der Ecke Wilhelmstr aß e-Ebelstraße ein Reichsbahnomnibus und ein Lastkraftwagen, der Sand geladen hatte, heftia zusammen. Der Omnibus verlor durch die Wucht des Zusammenpralls die Vorderachse mit beiden Rädern, die auf den Bürgersteig bis an die Mauereinfriedigung eines Vorgartens geschleudert wurde, aber auch das Lastauto erlitt allerlei Beschädigungen. Der Sachschaden an beiden Fahrzeugen ist als erheblich anzusehen. Glücklicherweise kamen Personen nicht zu Schaden. Die Ermittlungen über die Schuld fra ge sind im Gange.
** Merkwürdiges Meisennest. Eine seltsame Wiege für seine Jungen hat sich im abgelaufenen Sommer ein Meisenpaar ausgesucht. In der Schlesischen Straße fand eines Tages die Haus» besitzerm in dem Briefkasten an der niedrigen Gar« tentüre einen Butzen dürres Gras und warf ihn heraus. Am andern Tag lag wieder dürres Gras mit Federn darin. Da merkte sie, daß ein Meisenpaar der Misietäter war. Sie kaufte einen Nistkasten und hing ihn nahe bei in einem Birnbusch auf. Aber das Meisenpaar war hartnäckig, und das Weibchen legte seine Eier in den Briefkasten. Das Flugloch in dem Nistkasten war ihm wohl zu groß und den Spatzen und Amseln gegenüber zu gefähr- lich. In den schmalen Briefkastenschlitz konnten diese nicht eindringen. Trotzdem nun täglich das Gartentürchen hin und her gewiegt wurde und der Brieftaften direkt an der Straßen seinen Schlitz hatte, wurden die Eier ausgebrütet, und die jungen Meisen wurden flügge. Natürlich war für den Briefträger ein anderer Briefkasten angebracht worden.
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hielten.
Giehen-Klein-Linden.
Dem Oberleutnant Paul König, Pfarrer unserer Gemeinde, der schon im Weltkrieg u. a. auch mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet worden war, wurde für Tapferkeit im Feldzug im Westen die Spange zum Eisernen Kreuz verliehen.
Gießener Vochenmarklpreise.
* Gießen, 28. Noo. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, Vi kg 130 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, auslän- dische Eier 12, Kartoffeln, kg 4, 5 kg 40, Wirsing, kg 7, Weißkraut 5, Rotkraut 8, gelbe Rüben 7, Spinat 15, Unterkohlrabi 5, Grünkohl 6, Rosenkohl 15 bis 18, Zwiebeln 12, Meerrettich 30, Schwarzwurzeln 15, Kürbis 7, Feldsalat C/io) 8, Aepfel, >2 kg 15 bis 35, Blumenkohl, das Stück 10 bis 40, Endivien 5 bis 10, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 3 bis 5, Sellerie 5 bis 30, Rettich 5 bis 20.
*
** Von der Universität. Ernannt wurde zum Dozenten für das Fach Pathologie und pathologische Anatomie an der Universität Gießen der Dr. med. habil. Friedrich Boemke.
** Eine Unterbrechung der Stromlieferung wird am kommenden Sonntag, 1. De- zemver, für oie Zett von 9 bis 13 Uhr für eine Anzahl Straßenzüge der Innenstadt eintreten. Dringende Unterhallungsarb eiten sind der Anlaß zu dieser vorübergehenden Unterbrechung der Stromzu-
Keine feuergefährlichen Gegenstände in Postsendungen.
Obwohl schon mehrfach darauf hingewiesen wurde, daß es verboten ist, in Postsendungen und besonders in Feldpostpäckchen feuergefährliche Gegenstände zu versenden, werden immer wieder Strelchhölzer, gefüllte Benzinfeuerzeuge, Benzin und andere Itid)t entzündliche Sachen in Feldpostpackchen verschickt. Die Versender machen sich anscheinend keine Vorstellung davon, welch schwerwiegende Folgen ein solch leichtsinniges Verfahren haben kann. So ist vor kurzem bei einem Brand m einer Postdienststelle eine große Anzahl von Säcken mit mehreren Tausend Feldpostpäckchen trotz aller Bemühungen um ihre Rettung verbrannt. Nach dem Gutachten von Sachverständigen der Feuerschutzpolizei ist der Brand höchstwahrscheinlich auf die Entzündung feuergefährlicher Gegenstände zuruck- zusühren, die verbotswidrig in einem Päckchen enthalten waren. Durch den sorglosen Leichtsinn und die straffällige Unbedachtsamkeit eines einzelnen sind viele Soldaten und deren Angehörigen um die Freude gebracht worden, die der Empfang eines Päckchens bereitet, ganz abgesehen von den vernichteten Sachwerten.
Die Deutsche Reichspost bittet daher nochmals dringend alle Absender von Postsendungen, besonders von Feldpostpäckchen, unter keinen Umständen Streichhölzer, Feuerzeug, Benzin und andere feuergefährliche Gegenstände in die Sendungen ZU verpacken. Gerade während des bevorstehenden Weiy- nachtsposwerkehrs, der ein starkes Anschwellen der Zahl der Postsendungen bringt, kann der Leichtsinn eines einzelnen zu unabsehbaren Folgen führen. Die Deutsche Reichspost muß in allen Fallen, in denen der verbotswidrige Versand feuergefährlicher Gegenstände in Postsendungen festgestellt wird, gegen die Schuldigen scharf einschreiten und sie der gerichtlichen Seftrafung Zufuhren. Außer dieser Bestrafung haben die Schuldigen auch den entstandenen Schaden zu ersetzen.
Bornotizen.
Tageskalender für Donnerstag.
Gloria-Palast, Seltersweg: „Das Herz der Kö- nigin". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die luftigen Vagabunden". — Oberhessischer Kunst- verein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung W. Jmkamp im Foyer des Stadttheaters.
Ortszell für den 2S. November.
Sonnenaufgang 9.10 Uhr, Sonnenuntergang 17.16 Uhr. — Mondaufgang 8.49 Uhr, Monduntergang 17.44 Uhr.
Kriegsgräberfürsorge bei dem Standortältesten.
Außer bei den Wehrkreiskommandos sind auch bei allen Standortältesten Sachbearbeiter für Kriegsgräberfürsorge eingesetzt. Die Dienststelle des Grä- bersürsorgeossiziers beim Standortältesten Gießen, der für den Stadt- und Landkreis Giehen, nebst dem Landkreis Alsfeld zuständig ist, befindet sich in der Zeughauskaserne am Landgraf-Philipp-Platz. Zu persönlicher Rücksprache ist während der Dienst- siunden jederzeit Gelegenheit. Schriftliche Anfragen werden auf dem schnellsten Wege beantwortet
ber dreiwöchigen Fahrt, die allen Teilnehmern im- vergänglich für ihr Leben in Erinnerung bleiben wiro. _ ,, . _ ...
Di« Fahri, die unter Leitung des Hauptgefolg- schaftsfuhrers Walter B a m b a ch stand, war von der NS.-Gemeinfchaft ,Lraft durch Freude" veran- stattet worden, die auch die Betreuung ber jungen Fahrtgenossen durchführte. Mit dieser Veranstaltung war KdF. wieder erfolgreich bemüht, unseren Sol- baten ein Stück der deutschen Heimat inmitten ber Fremde darzubieten.
Herrenwintermäntel nur gegen Bezugschein.
Bezug auf Relchsklelderkarle vorläufig ausgesetzt.
Durch eine Anordnung des Sonderbeauftragten für die Spinnstoffwirtschaft, die im Deutschen Reichsanzeiger und Preußischen Staatsanzeiger Nr. 278 vorn 26. 11. 1940 veröffentlicht wurde, ist die Möglichkeit, vom 1. Dezember an auf die Reichs- Melbertarte Herrenwintermäntel zu beziehen, vorläufig ausgesetzt worden. Diese Maßnahme wurde getroffen, weil die vorhandenen Herrenmäntel zunächst den Volksgenossen vorbehalten bleiben müf- sen, die wegen nachgewiesenen unabweisbaren Bedarfes einen Bezugschein erhalten. Den Bezug- schemberechtigten dürfen auch nicht Mäntel vorenthalten werden, weil andere Verbraucher sie sich zum Bezug auf die Männerkleiderkarte haben za- rücklegen lasten. Solches Zurückhalten ist unzulässig.
Iugendleitertagungen in der HZ.
Am Samstag und Sonntag fanden in FrieiAevg und Gießen Jugendlettertagunaen der fufybalnrei- benden Vereine beider Kreise statt. Die Leitung hatte der Dannfachwart für Fußball im Bann 116, K. Knaus, Gießen. Gebietsfachwart Dieterich von Mainz wies in beiden Tagungen in richtunggebenden Ausführungen auf die Bedeutung des Sportes für die Jugend hin und gab einen umfassenden Einblick in die gute Zusammenarbeit der HZ. mtt dem NSRL. Die anschließenden Aussprachen ergaben wertvolle Ergebniste für die weitere Arbeit Außerdem fand am Sonntag in Gießen eine Bannsachwarttagung unter Leitung des Gebietsfach- Wortes statt Es waren acht Bannfachwarte versammelt, die durch die Ausführungen des Gebretsfach- wartes neue Anregungen für die Winterarbett er
reie Nahrung zu uns zu nehmen, ist auch die Ver- oraung des Körpers mtt reiner, frischer Luft ein gesundhettssaktor ersten Ranges. Ein großer Tett
Am folgenden Tage konnte die Gebietsspielschar endlich ihr Werk beginnen. Schauplatz war ein Vorort von Brüssel, wo in einer Turnhalle der erste Heimatabend stieg. Das aufmerksame Publikum waren Soldaten, deren Alltagsleben durch die Laienspieler eine angenehme Unterbrechung erfuhr. Es war rechtes „Buntes Allerlei", das da geboten wurde. Die Spielschar hatte sich in einen gemischten Chor, ein Streichorchester und in eine echt hessische Bläserkapelle gegliedert, sogar ein kleines Spinett, das sie in Frankfurt a. 801. erhallen und in einem Kastenkofser mitgeführt hatte, bereicherte den Bestand an Instrumenten. Der erste Teil der Vor- tragsfolge war dem Streichorchester Vorbehalten. Dann konnte die Bläserkapelll ihre musikalische Kunst zeigen, dazu gab es schöne Volkstänze zu sehen. Soli auf einer Flöte und einer Klarinette, ferner Lieder eines ftimmbegabten Mädels machten die Vortragsfolge recht illustriert, und obendrein kam noch ein kleines Theaterstück zur Aufführung, das zwei Paare in der „Liebe übers Kreuz" zeigte. Daß bei den Liedern nicht nur von der Spielfchai kräftig gesungen wurde, sondern auch die Soldaten wacker mit einstimmten und so selbst zu Mit- wirkenden des Abends wurden, versteht sich von selbst. Die Bläserkapelle beschloß den Abend nach den herzlichen Abschiedsworten des Sprechers der Spielschar mtt dem flotten Spiel der allbekannten Soldatenweise ,Zn der Heimat, in der Heimat, da gibt’s ein Wiederseh'n". So vergingen die paar Stunden der heiteren Unterhaltung nur allzu schnell, aber alle Lieder, kleine Musikstücke, hessische Volkstänze, Chöre, Märsche und das Theaterstückchen, nicht zuletzt auch das gemeinsame Singen mit den Soldaten bereiteten allen, auch der Spielschar, ein so reiches Vergnügen, daß die damit ausgefüllten Stunden noch lange in guter Erinnerung bleiben werden. Dieser erste Einsatz-Abend bei Brüssel war für die Spielschar des Gebiets Hessen-Nassau ein voller Erfolg, wofür auch die Schlußworte des Kommandeurs der Truppe, der dieser Abend geboten würbe, Zeugnis ablegten. Uebrigens hatten die Gießener an diesem ersten Abend noch die besondere Freude, einen Landsmann aus Wieseck
Don Brüssel ging die Fahrt weiter über Mecheln, Antwerpen, Gent, Kortrijk, Brügge und K n o k k e am Meer. Die Spielschar wurde auf die- er Strecke noch bei Antwerpen, Kortrisk und Knokt« eingesetzt. Ueberall erfreute sie die Soldaten mit den oielfättigen Darbietungen, die sie bei ihrem ersten Abend bei Brüssel unter lebhastem Beifall der dortigen Besucher geboten hatte. Turnhallen, Gemeindesäle oder Gasthaussäle und ein Kinosaal waren die Schauplätze der Aufführungen. In der Nähe von Kortreijk war es den Jungens und Mädels aus dem Gau Hessen-Nassau vergönnt, auch Verwundete in einem Lazarett mit musikalischen Dor- rügen und Dolkstanzdarbietungen zu erfreuen. Der Leiter dieses Lazarettes, ein Oberstabsarzt, brachte den Mädels und Jungens in herzlichen Worten die Freude und Dankbarkett der Verwundeten für die schöne Feierstunde zum Ausdruck. Darüber hinaus war er den jungen Gästen gern ein erfahrener Führer bei einem Besuch des deutschen Ehrensriedhofs von Langemarck — wo eine kurze Feierstunoe mit einer Ansprache des Oberstabsarztes veranstaltet rourbe —, ?)pern und des aus den Kämpfen des Sommers 1918 bekannten Kemmel-Berges, vor und um den der Oberstabsarzt damals selbst mttgekampft hatte. Auf dieser Fahrt unter der kundigen Führung eines Weltkriegs so lda ten konnten die jungen Besucher aus Hessen-Nassau starke Eindrücke von den schweren Kümpfen in der Zeit von 1914/18 auf flandrischem Boden mitnehmen.
Auf ihrer Fahrt wurden die Mädels und Jungens überall von unseren Soldaten herzlich willkommen geheißen und zu den Unterhaltungsabenden mtt heimcttlicher Laiensvielkunft schon sehnsüchtig erwartet Die Soldaten hatten es sich angelegen fein lassen, die Säle für diese Heimatabende in schöner Wetse mit frischem Grün und, soweit vorhanden, mit Fahnen zu schmücken. Die Führer der Einheiten waren auch darauf bedacht gewesen, daß die Besucher allenthalben reichliche und gute Ver- pflegung erhielten, ferner schöne Quartiere oorfan» Den, so daß es ihnen an nichts fehlte. Die spielfreien Tage wurden eifrig zu Besichtigungen der Städte Flanderns und ihrer Schönheiten ausgenutzt, dabei u. a. das Wat erlo o - Museum bei Mecheln und von Kortrijk aus für einige Stunden auch die nordfran- zösi'che Stadt Lille besucht; die Schönhetten der Landschaft blieben natürlich auch nicht unbeachtet. Das schönste Erlebnis aber hatten die Jungens und Mädels an den Abenden, da sie mit ihren Darbietungen unsere Soldaten erfreuen durften. Ein Kamerad schäft sab end, der gemeinsam mit Soldaten ausgestaltet wurde, bildete schließlich den Abschluß
zu treffen, der gerade vom Urlaub zurückgekehrt war.
Im Brüsseler Sender konnte die Spielscbar in einer halbstündigen Sendung einige Ausschnitte ihrer Darbietungen übrigens auch „an den Mann bringen". Es Handelle sich dabei um musikalische Vorträge, zu denen eines der Mädel Erläuterungen in deutscher Sprache gab, die anschließend von einer Ansagerin in flämischer Sprache übersetzt wurden. Die Aufnahme erfolgte auf Wachs platten. Es war für die Angehörigen der Spielschar ein besonderes Ereignis, als sie am nächsten Tage unterwegs Gelegenheit hatten, ihre Darbietungen in einer Sendung des Brüsseler Senders hören zu können.
lbendstunden werden dann zur „Erholung" Cafss, tinos, Theater ausgesucht, wo die Lustverhältmsse tod) schlimmer sind. Zwischendurch häll man sich in rer schlechten Luft der Sttaßenbohnen, Eisenbahnabteile und Stadtstraßen aus.
Geht es in den Sommermonaten noch an, wo ebermann Gelegenheit hat, täglich einige Stunden m Freien, im »ab, auf bem Sportplatz ober auf inem Spaziergang zubringen zu können, so muß n ber kalten und unfreundlichen Jahreszett unbe- ,ingt bie Forderung nach frischer Luft erhoben werden. Mehrmals am Tage, vor Beginn ber Ar° »eit, in Arbeitspausen, muß ausgiebig gelüftet werten. Viel gefünber ist eine kühle Temperatur, die von abgehärteten Menschen ohne Schaden vertragen wird, als die trockene Hitze, bie in unvernünf- jg geheizten und niemals gelüfteten Räumen »errscht.
Neben dieser „FrischluftversorHung" während ber Arbeitszeit, die überall durchführbar ist, gilt es äglich zum Ausgleich ein aewisses Quantum friscbe Luft zu genießen. Der Betriebssport und ber tägliche Spaziergang genügen durchaus nicht für bie rich- ige, gründliche Durchlüftung. Wir müssen die Lungen schon ausgiebig burchlüsten. Das kann geschehen durch eine willkürliche kurze Atmungsgymnastik mit betonter Dollatmung ober noch besser durch kleine portliche Anstrengung. Wenn man nicht ins Freie ann, macht man als Notbehelf einige flotte gymnastische Hebungen ober Hüpfübungen vor dem geöffneten Fenster, das hat die gleiche Wirkung. Be- anders wertvoll ist diese „Frischluftaktion" nach liegen- oder Schneefall, wenn bie Luft kristallklar unb reinaewaschen ift Dann wirkt sie wie Balsam -ür bie Lungen. Frische Luft braucht der Körper aber nicht nur von innen, fonbern auch von außen. Dazu dient ein täglich kurzes Luftbad, das durch sportliche Bewegung, burch Gymnastik gewürzt, bei jeher Temperatur genommen werden kann.
Zum Schluß noch eine besonders beherzigenswerte Gesunbheitsmaßnahme. Jedesmal, wenn du ms einem Raum mit schlechter Luft hinaus ins Freie trittst, sei es von der Arbeitsstätte, aus dem Kino oder Theater, führe zunächst eine tiefe Ausatmung aus, um womöglich viel dieser schlechten Luft aus den Lungen herauszubekommen, und füge einige tiefe Vollatemzüge an, die die Lungen ganz mit einem frischen, reinigenden Luftstrom versorgen. Ebenso wie man nach jeder schmutzigen Arbeit sich die Hände wäscht, soll man auf diese Weise auch die verschmutzten Lungen reinigen.


