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Strafkammer Gießen.
^Oer Triumph des Tobias.^
baren Erfolg errungen, ,iuuu —--- -- ai nprtröffen
Endspiel der Bereichsgruppe, wreder auf die nächste zu vertrösten.
der
Kinnladen prüfen sich fest aufeinander, ein Zucken
(Nachdruck verboten.)
7. Fortsetzung.
wie m
Borer
Frohe Stunden mit dem „HamsterkSnia".
LissSWiLTr«« wnSr*4, schränkung, die aus Gründen der Sonntagsruh^be-^klagten^lN^Betvach^E^E^^^^^E^^—
Im Hinblick auf die große Bedeutung ber Binnenfischerei für die Dolksernährung hat der Reichsstatt- halter in Hessen die früher bestehende Schonzeit für Fische, die sich auf die Zeit von Sonntag 9 Uhr bis 18 Uhr erstreckte, aufgehoben, doch sind die bestehen-
nuJ darin. .
zwängt sich durch die Tur und steht —
Roman von Helene Kalisch
Copyright 1939 by Prometheus-Verlag Dr. Eichacker, Gröbenzell bei München
Gießen - Schweinfurt 24:26 (12:12)
Tv. 1846 nach großem Kampf knapp unterlegen.
Zum Dozenten für das $ath Frauenhellkunde und Geburtshilfe an der Universität Gießen wurde der Dr. med. habil. Hans Roemer ernannt. — Der Rektor der Ludwigs-Univerfität Gießen hat gematz § 4 der Reichsassistentenordnung vom 10. Juli 1940 den Professor Dr. med. Martin Behrens, Dr. phil. habil. Otto Schröder und Dr. medL vet. habil. Erich Traub durch Urkunde vom 15. August 1940 zu Oberassistenten, den Dr. med. Victor B e ck- mann, Dr. med. Maximilian Brogli e, Dr. med^ Wilhelm ® reu er und Dr. med. Ernst Klewitz durch Urkunde vom 15. August 1940 zu wissenschaftlichen Assistenten ernannt.
Sonntags darf gefischt werden.
der Nacht zuvor — mit rasch klopfendem Herzen in der dicken Finsternis, m der es nach Holz, Aepfeln, Kraut und Kartoffeln riecht Wie gestern streicht er nach einer Weile regungslosen Lauschens ein Zündholz an und ... eine Freudenwelle durch, lutet ihn warm. Ein Lächeln huscht über feine ®e- ichtszüge, die in den Jahren der Gefangenschaft erstarrt waren, als seien sie aus ©tem. Drüben an der nämlichen Stelle, wo er gestern gelegen dal, ist ein Lager für ihn bereitet worden. Sacke hegen alatt ausgestrichen und übereinandergestapelt neben dem Holzstoß. Ein kleinerer Gefüllter Sack der wohl Au oder Häcksel enthält, soll gewiß als Kissen für den Kopf dienen. Und eine zusammengerollte Decke ist auch noch da. „
Er steht voll freudigen Staunens vor dieser Her- richtung, die so viel Güte und Mitgefühl, so viel Zutrauen verrät. So lange steht er da und guckt, bis ihm die kleine Flamme des Zündholzes die Finger verbrennt. Dann streckt er sich auf bem für ihn bereiteten Lager aus, beckt sich mit ber warmen Decke xu und sinkt in tiefen, erquickenden schlaf, ber bis zum Morgen anhält — bis bie Haspe an der Tür klappert, Marta Ellrich kommt und ihr Tagewerk beginnt. Er sieht sie wieder an und spricht mit ihr.
5. Kapitel.
und wenn man ihm auch gegen Schw-infurtkeme Cdance aab fo hatte er doch zumindest die -Bered) nungen über den Hausen Morsen, nach denen man eigentlich Brötzingen al- Gegner Schwe.nsurt- im Endspiel erwartet hatte.
Das Endspiel
fei. .
„Matrose", erwidert ber.
Pahl gibt einen knurrenden Lachlaut von sich. Matrose is jut. Bei bie Spreemanne, wat? Ja, di7 hat setzt schlechte Zeiten, wo fe den Landwehr- ’XäÄ^Är". I=9t Klau-, ohne aus bi$^fr|p"rrtCi^^^ne oerguo,lenen Augen weiter auf unb mustert ihn von der Seite. „Hm,
Frankfurter Schlachtviehmorkt.
Fr a n k f u r f a. M., 28. August. (Dorbericht.) Es kosteten: Kälber 25 bis 59 RM., Hammel 35 bis 51, — - - 20 bis 44, Schweine 52 bis 58, Marktverlauf.
Gießener Schlachtviehmarkl.
Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Berteilungsmarkt) in der Diehoer^ steigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 22 bis 45 5 Rvf. Bullen 33,5 bis 49,5, Kühe 12 bis 46,5, Färsen 30 bis 54, Kälber 33 bis 57, Schafe 30 bis 31, kämme! 28 bis 30 je kg Lebendgewicht, Ziegen Ä 22 RM. das Stück. Mr Schweine wurden ie kg Lebendgewicht folgende'Preise bezahlt. Klasse a 150^kg und mehr) 1,14 RM Klasse bl <135 b.s 149 5 k») 1,14, b2 (120 bis 134,0 kg) 1,14, c (90 bis 119 5 kg) 1,12, d (80 bis 89,5 kg) 1,06, e—f (unter 80 kg) 1,02, gl (fette Specksauen) 1,14, i (2Ht- schneider) 1,14, g2 (andere Sauen) 1,06, h (Eber) 1,06 RM. Marktverlauf: Alles zugeteilt.
Schweres Berkehrsungliick bei Arotz-Gerau.
Auto mit 71 Personen verunglückt.
Der Anhänger rutschte und fiel eine kleine Böschung hinab; dabei stürzte der Wagen um. Insgesamt wur- den 71 Personen verletzt, darunter 26 sehr chwer. Zwei davon starben auf dem Transport ns Darmstädter Krankenhaus.
Ein polnischer Serumtreiber verhaftet.
Ist es der Verbrecher von Schwickershausen?
LPD. Limburg, 27.Aug. In das hiesige Um tersuchungsgefängnis wurde ein Mann erngeliefert, der zwischen Hahnstätten und Zollhaus v e r haf t e t wurde, als er eine Frau anhielt und von ihr em Stück Brot erbettelte. Der Festgenommene ist Po l e und treibt sich nach dem Ergebnis der bisherigen Feststellungen schon drei bis vier Wochen in der Gegend umher. Ob man in diesem paschen Landstreicher den Verbrecher dingfest machte, der den Uederfall auf ein Mädchen bei Schwickershausen aus« führte muß die weitere Untersuchung ergeben.
Der Wagen ist beladen. Ein Mann kommt jetzt < mit einem verdeckten Tragkorb Unter den Hullen hervor holt er kleine gefüllte Kaffeekannen nach denen sich die Hände der Fuhrleute und Arbeiter strecken Auch Pahl ersteht für fid> einen Frühstückstrank, holt em umfangreiches Brotpaket hervor und klettert schwerfällig auf ben Kutschersitz seines Wagens. „Nu wirb fefruhstuckt unb benn ehfs los", sagt er. Mit dem Taschenmesser schneidet er Stücke von seinen Brotschnitten kaut bedach- ttq unb trinkt zwischendurch einen Schluck. Nach einer Weile bemerkt er zu Klaus, der wartend bei dem Schecken steht unb ihm die Mahne krault: „Haste denn keen' Appetit? Hast doch schon wat
Ich'habe schon gefrühstückt", erholt er zur Ant- “sie fahren los. Neben Pohl, der die Zügel hält, sint Klaus. Er hat auf besten Geheiß die Decke, die vorher des Schecken Rücken schützte, um sich ge» wickelt. Sie fahren schweiaend, denn der starke Waaen- und Menschenoerkehr in den Straßen er- forbert unablässige Aufmerksamkeit. Mt als ein Teil ber aufgelabenen fffiareji an verschlebene G / fchäfte abgeliefert worben ist, wirb Pahl gesprachi- aer. Er fragt Klaus, was er eigentlich von Beruf
und ifct ein kräftiges, schmackhaftes Mahl. Er fühlt sich den einfachen und etwas ■
bie so unbegreiflich gut zu ihm sind, wefensvet°i wandt. Ihr wortkarges, aber doch bereitwilliges und vertrauensvolles Entgegenkommen fuhr er auf eins zurück — oder vielmehr auf „eine sind er ist nn Recht damit. Ihm ist, als wolle Gott ihn durch sie wieder an die ewige Oute ^juben <n.act)en'
der Welt lebt -7-trotz allem. Und in feiner gehetzten Seele schwingt buhkel ein Dynkeston. •
Für den Rest des Nachmittags ist voch Arbeit genug für ihn da. Er reinigt den Wagen1 undhackt Holz Unterdessen färbt sich ber Himmel hmter bem [ struppigen Kiefernschlag glutrot. Diel noch vnbx . bautes Gelänbe liegt hier rundum, und ber 'LarM , der Stadt ist weit. In kurzen 3eitabftanbenbraufen
Stadtbahnzuge vorbei. Selten hort man eine Auto
' hupe oder eine Menschenstimme
Bei abnehmendem Tageslicht hat sch Frau Pay mit einem Korb am Arm vom Hause fortbegeben Nach einer halben Stunde ist sie wieder da, und Klaus hört, als er Holzscheite m den kleinen Haus- lur trägt, durch die offene Küchentür das Ehepaar prechen. Er hört Marta Ellrichs Nomen und ver> teht, daß von ihr und ihm selber bie Nede ist.
,,Denk dir, Vater, sie weiß nich mal, wie er heißt. ,Wenn er sagt ,S—tratze" oder ,S—tadt, denn iS es der, den ich jeschickt habe, sagt se!
Heiß überwallt Klaus die Scham, und er geht
Das Wetter ist heute besser als in der Nacht vor- her Die Luft ist windstill, und bie Temperatur liegt nahe am Gefrierpunkt. Klaus ist sehr müde von dem Tag und dem stundenlangen Umherstreifen, womit er den Abend zugebracht hat. Er steht nun wieder an der Stelle, von wo aus er gestern Em- gang zu einem Unterschlupf für die Nacht und ... den Zugang zu einem neuen Leben gefunden hat. Lange muß er heute warten, bis der Hund, der den Holzplatz bewacht, durch irgendeinen Anlaß vorn an der Straße festgehalten wird. Endlich aber geht das aufgeregte Gekläff da vorn los, und Klaus kann über den Zaun steigen In wenigen Wahrten steht er vor der Tür des schuppens. Seme Hand tastet nach der Krampe; sie ist wieder festgemacht worden, aber statt des Vorhängeschlosses steckt ein
Die am Sonntag in Sranffurt burAgeTOrter1 Bon 1 rundenspiele zur Deutschen Meisterschaft im Faust ball sahen — wie von uns am Montag schon kurz berichtet wurde — neben Hessen bie Bereiche Subwest Baben, Württemberg unb Bayern als Teil nehmer Durchweg standen bekannte und erprobte Mannschaften im Wettkampf, von denen man nach allem dem mehrfachen Deutschen Meister, Tg - Schweinfurt, die besten Aussichten einraumen mußte.
Wie Gießen sich in diesem Feld erprobter Mann schäften halten würde, war nicht ohne weiteres z beurteilen, wenn ihm auch m Fachkreisen ttnsch f Aussichten nicht abgesprochen wurden. Mit Dr. Rohl, Riexinger, Becher, Trapp. Dr. Pfeffer hatte der Turnverein 1846 seine beste Vertretung zur Stelle. Im Vorspiel stand der Hafenmeister Zunächst dem Meister von Südwest, IG. Ludwigshafen, gegenube . Gießen übernahm von Anfang an die Führung, dl zwar nie mehr als fechs Punkte betrug, aber doch verhältnismäßig sicher gehalten wurde. Der hohe Endstand von 43:46 für Gießen war rn erster Lime durch den sehr weichen Grasboden bedingt.
Daß Gießen sich aber in diesem Vorspiel gut em- qespielt hatte, zeigte bie Zwischenrunbe, bie gegen Uorzheim-Brötzingen zll bestreiten war. Der Badenmeister fand sich in den ersten Minuten gar mc^ zusammen, unb Gießen nutzte diese Ehance holte im Nu bis 8:1 einen guten Vorsprung heraus, der Zwär nickt ständig gehalten werden konnte, aber der Mannschaft doch einen starken Rückhalt gab unb ihrem Spiel bie nötiae Sicherheit mck Ruhe verschaffte. So lag auch beim Seitenwechsel der Turn verein nodi mit 5 Punkten in Fuhruna, unb er hielt biesen Vorsprung ziemlich unangefochten bis zum Schluß. Auf ber anberen Seite hatte sich wie erwartet, sicher für bas Enbspiel burchgesetzt.
Mit bem Sieg Gießens hatte der hessische Faustball bereits einen achtbaren Erfolg errungen, st an ein Meister doch tm (
stand, erschien nicht weiter vertretbar, zumal die nicht hauptberuflich Fischereitreibenden zum größten Teck beruflich derart beansprucht werden, daß sie an Wochentagen die Fischerei kaum ausuben konnew Es war daher notwendig, diesem Personenkreis die Möglichkeit des Fischfangs . auch an Sonn- uns Feiertagen zu geben.
। Erleichterung bei ber Punktabrechnung
brachte dann eine unerwartete Ueberrchchung^Sport. lich betrachtet, war es ein wunderbarer Kampf, der non ber ersten Minute an alles m Atem hielt uno mit bem buchstäblich letzten Schlag erst entfd)ieben mürbe. Obwohl Schweinfurt sehr konzentriert und . vorsichtig ins Spiel ging und den Gegner durchaus nickt unterschätzte, konnte es nicht verhindern, baß Gießen die Führung übernahm. Erst kurz vor Halb- ^ii^wurde^ der Glelchstand hergestellt Das 12-12 für die erste Spielhalfte zelat schon m ferner niedrigen Punktzahl den technisch hochstehenden Kamp? gegenüber den anderen Spielen des Tages. Hatte bereits die erste Halbzeit eine F^e hervorragender Leistungen aller Spieler gebracht, so mußte sich der Kampf nun, wo er dem Ende Mmg noch vAchärfen, zumal es keiner Mannschaft gelang, einen entscheidenden Vorsprung zu gewinnen Nach nahezu vollendeter Spielzeit lag der Bayernmeister 25'24 in Führung. Noch 20 Sekunden zu spielen. Würde Gießen noch mit dem letzten Schlag wenig- stens den Gleichstand erzwingen können? Der Bclll wurde verschlagen, der Schlußpfiff gab Schweinfurt mit dem knappsten Sieg den Weg m bie Endrunbe ber Deutschen Meisterschaft frei.
Die Gießener Mannschaft lieferte em hervorragen- bes Spiel unb bewies, daß sie nach dem Urteil des : Spielwarts des Reichsfachamts Turnen zu den besten l deutschen Mannschaften gehört Hatte sie das Spiel . gewonnen — und das wäre durchaus nicht unverdient gewesen —, so hätte sie m der augenbhcklichen : Form^auch bei ber Vergebung der Meisterschaft em ) gewichtiges Wort mitgesprochen. So heißt es, sich
Am Morgen nach dem Tage, an dem Hans Bergholz die persönliche Bekanntschaft der gefeier- ten Sängenn Dietmuthe Röhl gemacht hat beginnt er feine Sprechstunden etwas später als sonst.
Er ist gegen drei Uhr in der Nacht heimgekom? men — sehr angeregt unb ganz erfüllt von der Außergewöhnlichkeit seines Erlebnisses Sein Dor- saß foaleid) seiner Frau — falls sie wach war davon ,u erzählen, wor nicht nur S-Maun- gewesen Er hatte vorsichtiger getrunken a s b^ Oa rnilienfestlichkeiten im Hause feiner Schwiegerellern, wo es auch nicht gerade trocken Verging.
3n einem kleinen Weinlokal hatte er in Frau Röhls Gesellschaft und der des Bankiers reich - so hieß ihr gestriger Begleiter - sehr gvk gegessen. Es hatten sich noch ein paar Freu feiner neuen Bekannten emgefunben, .^n,Dokwr Dock mit seiner Frau. Bock ist 'ioch^ftl^En-nd spricht ziemlich viel und trägt sich etwas auffallen -
(Fortsetzung folgt.)
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durch Freude' ------ — - ,
tagabenb als 4. Sommer-Ring-Veranstaltung Lustspiel „Der Triumph bes Tobias" von dem Danen UuD v« —ö—-ö—- -
Svend Rindom unter der Spielleitung von Hans t gehandelt haben.
Joachim Büttner zur Aufführung. Das ausver- $ tiU6 Eisenach war des Diebstahls und
kaufte Haus folgte dem Spiel mit. 9^^ ^51 Betrugs beschuldigt. Er hatte im 9uh m Dolperts- gnügen und dankte den Künstlern mit begeiftertem Laujen ^nem Landwirt 50 bis 60 RM. unb eine Beifall. . e. Taschenuhr mit Kette entmenbet. In Wetterseid ließ
Von der llnwerfttät Gießen. „ ^xd), angeblich für kurze Zkit, -m Fahrrab geben zahlte ein« Leihgebühr von 1 RM., gab aber bas Mhrrad nicht wieder zurück. Der Angeklagte war aeständio. Der Anklagevertreter beantragte eine Gesamtstrafe von sieben Monaten Gesangnis. Das.Ge- richt erkannte auf eine ® e f a m t g e f a n g n t s = strafe van feche Monaten, abzüglich 20 Tage Untersuchungshaft. SträfmMernd kamen die Jugend und die seitherig« Unbestraftheit des An- geklagten in Betracht.
W. Sch. in Gießen war beschuldigt, als Dienstverpflichteter feine Arbeitsstelle widerrechtlich verlassen und am 5. d. M. die Raume des Arbeitsamts, in denen er ohne Befugnis weilte, trotz Aufforderung durch einen Angestellten nicht verlassen zu haben. Der Anklagevertreter beantragte eine Ge- lamtstrafe von einem Jahr und dr« Monaten Gefängnis Das Gericht erkannte auf «ne G e f a ml- gefängnisstraf- von zehn Monaten, abzüglich zwei Wochen Untersuchungshaft. Straft milüeriÄ kam die Jugend, die s«th-rig° Unbe chol-
fpielt darüber hin. c v ... .....
Sein bepelzter Nachbar auf dem Wagensitz druckt ihm den Ellenbogen in-.Hie Seite. „Kommit wou aus de Plötze, wat?" brummt er halblaut.
Klaus nickt, und sie fahren wieder schweigend. Nachdem der Rest der Waren abgeladen ist, geht es noch einmal nach der Zentra Markthalle und die Arbeit vom Morgen wiederholt sich- Es ift mittag, als die Tätigkeit für den heutigen Tag be- ^Beim^Heimweg schlägt der Schecke einen flotten Schritt an. Pahl sagt zu Klaus, ben er Meder auf- geforbert hat, sich neben ihn auf ben Wogen zu fehen: „Wenn wa nu nach Hause kommen, brauchste Muttern nich jleich bet von't 3efängni5 zu erzahln, vastehfte mir? — Aber nu weeß ick noch immer nid), wieso eijentlich bie Marta Ellrich dir schickt „
Das wird sie dir vielleicht selbst erzählen , entgegnet Klaus diplomatisch. Der Fuhrmann nickt und
Als'sii^es^as^Selbstverständlichste, nimmt er ben ihm bisher fremben Menschen, von dem er nur erfahren hat, daß er ein entlaßener Sträfling ist, mit in fein Heim. Das sichere Gefühl bes unverbildeten Mannes, der doch das Leben kennt, sagt ihm hier, daß er es mit keinem gewerbsmäßigen Gauner ober „schweren Jungen'' zu tun hat.
Das Grunbstück bes Fuhrmanns Pahl ift eine ehemalige Waldparzelle nahe der Bahn. Er hat sich darauf mit Hilfe einiger tm Handwerk erfahrener Freunde das kleine Haus selbst erbaut; da-u Stall unb Remise. Auf dem Stückchen Acker pftanzt er . Kartoffeln und Gemüse Auch ein paar Vbstbaume , stehen darauf, und im Sommer belebt bunte -öiu i menpracht das nüchterne Krautgrün.
Klaus hilft den Schecken abfchirren. Im Stalle findet er einen groben Lappen, womit er dem Tiere den fchweißnaffen Rücken abreibt.
Pahls bessere Hälfte sieht das von ber Stallttir aus. Ein paar Worte ihres Mannes haben sie verständigt und ohne Umstände wird Klaus von ihr aufgefordert, sich mit an den Tisch zu setzen. D°rhe stellt sie ihm — wie ihrem Mann — em Gefäß nut warmem Waffer hin und gibt Seife unb em grobes euer au, u.u, ^b^ I«
Wm wÄwÜtoiK W-fte; (eine IW mit am Dich m einer warmen, fanderen Stube! Er zwa
Ein Mann aus Hockersborf (Kreis Alsfeld) war s ourm Urteil bes Amtsgerichts Ulrichstein vom - ---------- .18. Juni wegen Urkundenfälschung zu einer Gefang-
«lhwuu^uu« Als ausgezeichneter „izstrafe von 3 Monaten unb 2 Wochen verurteilt
Parodist, ber bekannte Sängerinnen unb Sanger morben mar befchulbigt, einen amtlichen Wiege-- fomie Größen bes Films zum Gegenstand ferner fdu haben. Gegen bas Urteil legte der unterhaltenden Kunst macht, erwies sich Kurt ^ngetlogte Berufung ein. In ber gestrigen J5e- Pratsch-Kaufmann. Dann kam er, ber „Ham- rufunq5Derhanblung beantragte ber Ank^gevertre- sterkönig" Ludwig Schmitz, in das Rampenlicht ^ne Gefängnisstrafe von 5 Monaten. Das Urteil der Bühne. Wie er sich mit feinen "Hamster- bß5 Amtsgerichts Ulrichstein mürbe aufgehoben unb paketen" unter beiden Armen aus den Kulissen bQ5 Zerfahren auf Grund des Gnadenerlasses des „herausschob" und mit der verdutzten Miene des «üf)rer5 Dom 9. September 1939 eingestellt, ertappten Sünders vor „seine Gemeinde' trat, war *
allein schon ergötzlich. Und dann legte er los lote aU5 Nieder-Weisel hatte sich in nicht-
wir ihn vom Film her so gut kennen. Ein "Schla- ßcfentn^er Sitzung wegen widernatürlicher Unzucht g«r" jagte den anb-rn, und stets traf °r mit ft,n-r N verantworten. Der Angeklagte wurde zu einer Charaktenstik ins Schwarze. Daneben ließ er aber l»e|änanjgft1.a|e von 8 Monaten, abzua- dt^s-?bst''kn f)to=inÄ ^0; üd) -in Monat und drei Wochen Unter,uchung-haft,
seinen Hörern erkennbar werden, bie er über eine Derur ei ,
Viertelstunde ganz köstlich unterhielt. Den Beschluß AmtSaerickt der Darbietungen bildeten die Schwestern Bali
mit ihren akrobattfchen Springsensattonen und der _ unb |ßine Ehefrau in Gießen-Wieseck
geradezu fabelhaften Bodengymnastik. waren wegen schweren Diebstahls angeklagt, der
Das Publikum dankte den Künstlern nut JBeh ^mann irt brei bie Ehefrau in vier Fällen. Beide fall, der in feiner Herzlichkeit und Dauer eichach „emeinfam 120 RM. und die Eh-ftau allern nicht mehr zu überbieten war. Dieser Dank fei auch 9 9 QU5 e|ner Nachbarwohnung entwendet. Die
aus KdF ausgedehnt, der mar. d.ese fchonen Unter- ^bstähle wurden jedesmal in Äbwesenhert der haltungsstunden zu verdanken hatte. Blumschein. mzohnunasinhaLer durch Anwendung eines falschen Schlüssels ausgefürt. Die Angeklagten waren ge- , ständig. Dem Antrag des Anklagevertreters ent»
Auf Veranlassung der NS.-Gemeinschaft „Kraft r^^chend wurden die Angeklagten zu Gesang- irch Freude" brachte das Stadttheater am Sams- „^strafen von je neun Mo na t e n ver- /»nfcawh Afc 4 ^ammer-Rina-Veranstaltung das | ur|ßm Sttafmildernd wurde der Umstand berua- sichtigt, daß die Angeklagten in einer gewissen Not-
ssL-N-SZMßm -ÄS* Üeberholen eines Fuhrwerks ins Schleudern.!
Das waren am gestrigen Dienstagnachmittag und -abend im Gloria-Palast wieder einmal Sturme von herzlichem Lachen und dankbarem Beifall, wie man sie nicht allzu häufig erlebt. „Kraft durch Freude" hatte den „Hamfterkönig" Ludwig ~ Schmitz, den bekannten Filmfchaufpieler, der lene i . mnstte ein Handwerker, der mit Kleiderunrühmlichen Typs der Hamsterer und Meckerer all- B he tun batte jeden Abend die eingenomme-
wöchentlich auf der Leinwand unserer Fü^buhnen kart n getrennt nach Farben sammeln und
unter heiterer Zustimmung der Dolksgenossen kemi- - '^jste Anträgen. Die von ihm entwerteten zeichnet, zu einem Gastspiel nach Gießen Sebracht rn e ne s rag Angabe ihrer Num-
und mit ihm waren weitere Künstlerinnen ^ezugsck^lne mutz^^^^ der Ausgabestelle in Künstler von Rang erschienen, die allesamt den am mer aufnehmen Das war für viele
Nachmittag und am Abend den mei en ©aal bis eine^umständliche Arbeit, die oft als sehr
zum letzten Plätzchen fuUen^n JBefuc^ern emig empfunden wurde. Da jedoch die einaenom-
Stunden voll ausgelaffener Fröhlichkeit unb fern H Abschnitte und Äezugscheine dem Wirtschaftsabgestimmter Unterhaltung bereiteten bi- amt einzureichen sind, ist für eine ausreichende Äon»
Die urwüchsige Hamburgerin M a r i aJR e r> bie amt ■rg 1 ' sorgt. Deshalb hat jetzt der durch ihre köstlichen Dortrage im‘ ^unb uniJ fä>o “ ^^beauftragte8 für Reibung und verwandte Be- weithin bekannt geworden ist, hatte die Ansage ck 1 9 ^ufunft diese Listen nicht
übernommen und erfüllte diese Aufgabe m einer Jo I triebe ^et, ba^m gurun^
drolligen unb mit kernigem Humor gerourxten h 9 f 0 3 bisher seine eingenommenen Weise, daß bie Lachmuskeln der Zuhörer chrer h ! Bezugscheine beim Wirtschaftsamt ein» Bewegung auf „Sturm" standen. Maria N ie -1 ®ufft ein^m intr ai des Handwerks
ft e g g e erfreute in ausgezeichneter Weife durch ihre 5 ■ morden der eine Erleichterung der
1: ^u^^Cd)nUng5a'r6cit in b-n Handwerksbetrieben Trio führte sich mit einem graziösen Wiener Wal- forderte.
zer bestens ein unb wartete im weiteren Verlaufe feiner Darbietungen mit prächtigen akrobatischen Tanzleistungen auf. Trux und Mack i e stellten ihre hohe Kunst aus dem Gebiete des Geschwrndia- keits-Jllusionismus durch zahlreiche fesselnde Tricks eindrucksvoll unter Beweis. Als ausgezeichneter ^^sstr


