AmZKontag wieder 70 Aindslugzeuge vernichtet.,
Neue Lustangriffe auf südenglische Flugplätze, die Krieg-Häfen Portsmouth und ei wrt
Plymouth, sowie englische Flugzeugrüstungswerke
Küstengewässer.
Aber die englische „Luftwaffe" fliegt in Deutsch- land herum, wie es ihr paßt und hat allein im Juli 37 000 (!) Bomben auf militärische Ziele an Rhein und Ruhr abgeworfen!? lieber diese groteske Albernheit wird nicht einmal das Ausland lachen, geschweige denn mir in Deutschland; die englische' Luftwaffe hat es bisher noch nicht ein einziges Mal gewagt, in einem angemessenen großen Verbände in Deutschland „herumzufliegen wie es ihr paßt"— ihre Derlustzahlen besagen genügend viel über die Gründe. Ungewöhnlich töricht aber ist die Versicherung, England ist nicht Norwegen und ein Einfall in England würde das Ende des Krieges und das Ende von Hitlers Macht bedeuten. Wir wollen nur kurz daran erinnern, daß sämtliche militärischen Fachleute Englands wie die der übrigen Welt, ein Unternehmen wie die deutsche Expedition nach Skandinavien für völlig unmöglich gehalten haben! Mehr braucht man dazu nicht zu sagen. Und der vergnügliche Schluß: das deutsche Volk, so versichert das Londoner Flugblatt, „konnte früher seine Meinung durchsetzen" — was heißt das „früher"? etwa in der Systemzeit?, in der Zeit des Versailler Diktates, des Dawes-Diktates, des Youngschen Ver- sklavungs-Planes? Wie grenzenlos weltfremd muß Englands herrschende Clique sein, wenn sie dem politisch geschulten Volk des neuen Deutschland gegenüber einen derartigen Blödsinn zu Papier bringt!
unterbrochen und auf einen Grenzübergang bei St. Margarethen—Bregenz beschränkt war, ist — wie die „Frankfurter Zeituna" aus Zürich meldet — seit dem 24. August wieder m dem Umfange zugelassen worden, den er vor dem 10. Mai hatte. Insbesondere werde auch der Reichsbahnhof Basel wieder für den durchgehenden Verkehr zwischen der Schweiz und Deutschland geöffnet sein.
Geleitzug im östlichen Mittelmeer bombardiert.
Der italienische Wehrmachtsbericht.
Rom, 27.Aug. (DRV.) Der italienische wehr- Machtsbericht vom Dienstag hat folgenden Dorl- laut:
In Rordafrika find von unserer Luftwaffe Kraftwagen bei Vir Sceferzen und Barackenlager bei SUH Varani bombardiert worden.
Ein feindlicher, von Kriegsschiffen gesicherter G e - l ei tz ug wurde von unseren Formationen im ö st - lichen Mittelmeer bombardiert.
In Ostafrika scheiterte ein feindlicher Einflug- verfuch über Asmara an der prompten Reaktion unserer Luftwaffe. Die feindlichen Flugzeuge haben ihre Bomben auf freiem Feld abgeworfen, ohne Schaden anzurichten. Unsere Jäger haben ein Flugzeug abgeschossen.
» Wiederum über die Schweiz hinweg ist der
E o rn wa ll, auf Fl u gz e u g r ü st un g s wer ke in Eoventry und bei Birmingham sowie auf die Hafenanlagen von hüll und Rew- c ast le. Rach dem Abwurf zahlreicher Bomben entstanden an vielen Stellen Brände und Explosionen, insbesondere in Plymouth und hüll.
Das verminen britischer Seehäfen aus der Luft nahm seinen Fortgang.
In der Rächt zum 27. August warfen britische Flugzeuge im Reichsgebiet an mehreren Stellen Bomben. Der angerichlete Sachschaden isl unwesentlich. Es wurden zwei Zivilpersonen getötet, acht verletzt. ~ v ,
Die Gesamtverluste des Feindes betrugen gestern 7 0 Flugzeuge, davon wurden 61 im Luftkampf abgeschosfen und 9 am Boden zerstört. 21 eigene Flugzeuge werden vermißt.
Flugblätter.
Don unterer Jetliner Echristleitung.
Der Wehrmachtsdericht vom Dienstag.
Berlin, 27. Aug. (DRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Deutsche Fliegeroerbände griffen erneut In Süd- England Flugplätze, Truppenlager sowie den Kriegshafen Portsmouth an. Eine Funkstation auf den S c i l l y-I n s e l n wurde zerstört. Drei im Geleitzug fahrende Handels- ch i f f e erhielten nördlich F r a f e r b u r g h schwere Bombentreffer.
Im Verlauf der Kampfhandlungen kam es zu mehreren für uns erfolgreichen Luftkämpfen. In der Rächt zum 27. August unternahmen stärkere Kampffliegerverbände Angriffe auf den Kriegshafen Plymouth, auf einen Flugplatz in
englischen Flugblatt widmen, das üb er Berlin abgeworfen wurde. Die Angelegenheit ist an sich bedeutungslos genug. Aber der Text des Blattes ist wieder so entwaffnend komisch, daß mir unfern Lesern hier ein paar Stichproben vorsetzen molken Das britische Jnformationsmimsterium, dessen Leute solche Flugblätter verfassen, stellt den 80 Millionen Deutscher einfach „492 Millionen des britischen Weltreiches" gegenüber — als wenn irgendein Teil dieses morschen und langsam ab- bröckelnden Weltreiches sich bisher mit Begeisterung in den englischen Krieg gestürzt hatte. „Die ganze industrielle und landwirtschaftliche Produktion Noro- und Südamerikas" soll gegen Deutschland mobilisiert sein — wir haben davon noch nichts gemerkt, aber um so mehr von den ständigen englischen Beschwörungen und Bitten drüben in USA. um Lieferungen angefangen von den Bittgängen des englischen Botschafters in Washington, über die erfolglosen Bemühungen der englischen Einkaufskornrnis- sion bis zum Kuhhandel mit den von England einst geraubten Inseln vor der amerikanischen Ostküste. Die britische Kriegsflotte ist „mächtiger als alle europäischen Flotten zusammen"? Ja um Himmels willen, warum hat diese mächtige britische Kriegsflotte dann jede, aber auch jede Gelegenheit zur vollen und nachdrücklichen Machtentfaltung sogar in den vermeintlich eigenen Gewässern Englands peinlich vermieden? Siehe Norwegen, siehe Holland und Belgien, siehe die kopflose Flucht der Engländer aus Dünkirchen, siehe den Kanal um die englischen
Ziegierungskrisis in Aegypten'.
Oie römische preffe fordert Klärung des Verhältnisses zu England.
Minister Beaverbrook zugute käme.
Bisher hieß es immer, daß Deutschland großen Mangel an Rohstoffen habe und das Material feiner Flugzeuge gegenüber dem britischen minderwertig sei. Plötzlich aber wird festgestellt, daß die deutschen Flugzeuge aus erstklassigem Material bestehen, und daß Aluminium und andere kostbare Metalle abgeschossener deutscher Flugzeuge als wertvolle und äußerst willkommene Bereicherung der britischen Flugzeugproduktion zugeführt werden. Das rohstoffarme und angeblich von allen Zufuhren abgeschnit- tene Deutschland liefert durch den Schrott feiner ab= geschossenen Flugzeuge dem stolzen Großbritannien, dem angeblich alle Hilfsquellen der Welt offenstehen, die für feine Flugzeugproduktion dringend benötigten Metalle. Es werden auch 14 4 historifche G e - s ch ü tz e, die von den britischen Truppen in Sebasto- pol, im chinesischen Opiumkrieg und in Afghanistan benutzt worden waren, aus dem Arsenal von Woolwich entfernt und verschrottet. Das Versorgungsministerium hat ferner angefangen, Fabriken und Lagerhäuser nach Altmetall, das der Kriegsindustrie dienen könnte, zu durchsuchen. Eine Fabrik in der Nähe von Liverpool hat, wie Reuter stolz hervorhebt, 125 Tonnen Stahl hergegeben. — Und dies alles im „reichen England", dem angeblich die Rohstoffquellen der ganzen Welt zur Verfügung stehen.
.... Beschleunigung vor sich. Statt 17 000 Arbeitern, die oiermonatige Kurse in diesen neunzehn Zentren durchmachen, könnten sofort 35 000 die Ausbildung beginnen, wenn es nicht an geeigneten Le h - rern fehlte. Die Regierung hat 2000 Jnstruk- torenftellen ausgeschrieben. Sie hat sich schon zweimal genötigt gesehen, die Gehälter für Instruktoren zu erhöhen. Da aber gleichzeitig in der Industrie für geschulte Facharbeiter außerordentlich hohe Löhne gezahlt werden, scheint es fraglich, ob der Anreiz Der erhöhten Gehälter in den Ausbildungs- Zentren ausreichen wird, um den Mangel an Lehrkräften zu beheben.
In den Bromwich-Flugzeugwerken mußten 340 Facharbeiter entlassen werden. Wahrscheinlich sind die Entlassungen durch die gerade in englischen Flugzeugfabriken sich immer empfindlicher bemerkbar machende Materialknappheit hervorgerufen. England hat durch den Ausfall Frankreichs als Lieferland 83 Prozent feiner gesamten Einfuhr an Bauxit, dem Ausgangsrohstoff für Aluminium, verloren. Da in England kein Bauxit gewonnen wird und da die Bauxit-Einfuhr nicht umgelagert werden konnte, versuchte man in England der beginnenden Aluminiumnot durch eine Sammlung von A l u m i n i u m g e s ch i r r zu
Oie Schweizer presse zu den englischen Neutralitätsverletzungen. Bafel, 28. Aug. (Europapreß.) Zu den neuerlichen Verletzungen des schweizerischen Luftraumes durch britische Flugzeuge schreibt die „Nationalzeitung", diese wiederholten, absichtlich vorgenommenen Verletzungen des schweizerischen Hoheitsgebietes — wenige Tage, nachdem die englische Regierung dem Schweizer Gesandten in London das tiefste Bedauern ausgesprochen und die Versicherung abgegeben habe, daß der Schweizer Luftraum geachtet werde hätten in der Bevölkerung der Bundeshauptstadt und bei den verantwortlichen Stellen der Bundesregierung Befremden her- vorgerusen. Die schweizerische Nation werde diesen Afiront nicht hinnehmen. Sie werde ihren P rote st i n s ch ä r f st e r Form wiederholen und in London die ernstesten Vorstellungen erheben. | Weder im Weltkrieg noch in diesem Krieg fei die I Integrität derart bewußt und wiederholt mißachtet worden. Die „Basler Nachrichten" schreiben, man müsse annehmen, daß die Rechte der kleinen Völker einfach mit Füßen getreten würden. Das fei für die Schweiz um so empörender, als der militärischen Lage nach in keiner Weise irgendeine Not- wendigkeit vorliege, daß die Engländer in dieser schroffen und herausfordernden Weise die Schweizer Neutralität verletzen. Mit dem bloßen Bedauern solcher Neutralitätsverletzungen sei der Schweiz nicht geholfen.
Oer Srenzverkehr zwischen Deutschland und der Schwei,.
Der Grenzoerkehr zwischen der Schweiz und Deutschland, der seit dem 10. Mai nahezu vollständig
steuern. Aber auch diese Sammlung wurde ein Fehlschlag. Deshalb ist eine Meldung aus London interessant, daß gewaltige Mengen von Aluminium und anderen kostbaren Metallen vonabgestürz- ten deutschen Maschinen abmontiert und der britischen Flugzeugproduktion zugeführt seien. Gegenüber dem, was früher erzählt wurde, seien nämlich die deutschen Flugzeuge keineswegs aus Ersatz gebaut, sondern von erstklassigem Material, das nun dem Flugzeug-Produktions
ausfuhr beträgt etwa 57 o. H. und ist doppelt so groß wie der der Landbauprodukte. Die für den Export sehr wichtige Jndustriegruppe arbeitet in bedeutendem Umfang in Großbetrieben. Hierzu gehören die Maschinen-, Schiffsbau- und Verkehrs- industrien, die Glühlampen- und Radioindustrie, die in der ganzen Welt eine führende Stellung innehat, sowie die Herstellung von Meß- und Wiegegeräten, Maschinenfabriken, die Kunstseidenindustrie, der Flugzeugbau und die Draht- und Kabelfabrikation. Die Lebensmittelindustrien stellen 17 v. H. des gesamten Ausfuhrwertes dar. Zu weiteren Ausfuhrzweigen gehören die Schuh-, Zigarren» und Textilindustrien, sodann der Bergbau mit den Nebenindustrien, zum Beispiel Stickftoffindustrien
erwachsen könnten.
Klärungen seien notwendig, so betont das offiziöse römische Blatt weiter. Es sei gerechtfertigt, wenn Italien heute auf das britannifierte Aegypten als eine direkte und schwere Bedrohung blicke und daran denke, diese Bedrohung in seinem Herde zu er sti ck e n. Italien denke nicht daran, Aegypten zu bekämpfen. Italien habe aber die Pflicht, sich zu überlegen, wie d i e englischen Streitkräfte und die Hegemoniepläne des englischen Imperiums bekämpft werden könnten, die die Unabhängigkeit Aegyptens vergewaltigten. Es werde Sache des ägyptischen Volkes fein, diese Sachlage zu begreifen. Ihre Verdunkelung durch Hingabe an das englische Ränkespiel wurde aber für Aegypten schwere Folgen haben.
Rom, 28. Aug. (Europapreß.) Der ägyptische Ministerpräsident Hassan Sabry Pascha hat nach einer Meldung der „Tribuna' Koma Faruk seine Demission überreicht. Er wurde vom König mit der Bildung der neuen Reglern n q betraut. Hassan Sabry Pascha hot lange m London als Vertreter Aegyptens gewirkt. Er gilt als Vertrauensmann Englands. Italien gegenüber ist er feindlich eingestellt. In dem unerwarteten Rücktritt und in der sofortigen Betrauung mit der Neubildung de? Regierung sieht „Giornale d'Jtalia", Gayda, den Beweis, daß in Der zurückgetretenen Regierung sich starke Kräfte der englandfreundlichen Politik Hassan Sabry Paschas gegenüber gegensätzlich eingestellt hatten. In !der Tat sei eine große Anzahl maßgebender voll- tischer Persönlichkeiten und ein großer Teil des ägyptischen Volkes mehr denn je englandfeind- lich eingestellt. Diese Kreise wünschten eine freundschaftliche Verständigung mit Italien. Ihnen sei bekannt, daß Italien nur die Engländer aus Aegypten verjagen wolle.
Die gewalttätig« Militär Politik Enalands nach dem Abschluß des englisch-ägyptischen Bündnisvertrages habe Aegypten wirtschaftlich ruiniert. Dor fünf Jahren sei Aegypten noch einer der wenigen Staaten mit einer aktiven Staatsbilanz gewesen. Ansehnliche Reserven seien aufgehäuft gewesen.
Gegner erneut in verschiedene Provinzen Rorditaliens eingeflogen. Durch das scharfe Eingreifen unserer Luftabwehr und unserer Luftwaffe hat der Gegner nur einige Bomben bei Turin abwerfen können, wobei ein Pavillon von Fiat und das Sanatorium von St. Luigi getroffen worden. In der Provinz von Pavia wurden auf freiem Felde zwei Sennhütten getroffen, wobei ein Bauer getötet, ein anderer schwer verletzt wurde.
Ein feindliches Flugzeug, das vorn Feuer der 27. Batterie der Luftabwehr getroffen wurde, ist in der Gegend von B a 1 e r a , einer Gemeinde des Kreises Arese, brennend abgestürzt. Die aus fünf Wann bestehende Besatzung ist tot
Englische Sorgen um Hongkong.
Rom, 27. Aug. (Europapreß.) Nach einer Ste- foni-Melduna aus Tokio ist am Montag ein japanisches Expeditionskorps bei der befestigten Stadt K i t ch i ch in der Provinz Kwantung, etwa hundert Meilen o st lich von Hongkong, gelandet worden. Die Japaner hätten die chinesischen Streitkräfte in der Stadt schnell überwältigt und sich großer Kriegsmaterial- und Lebensmittellager bemächtigt. Nach einer Stefani-Meldung aus London bereitet die Entwicklung der Ereignisse im Fernen Osten der englischen Regierung ernste Sorge. Die Regierung habe den Behörden von Hongkong mitgeteilt, nicht in der Lage zu sein, militärische Derstärkun- ge n in di« Kolonie zu endenden. Trotzdem müsse
Heute aber seien diese Reserven aufgeb ra u ch t, weil sie zu den von England erzwungenen militärischen Vorbereitungen hätten Verwendung finden müssen. Aegypten sei heute sogar an England verschuldet infolge der ihm auferlegten Beschaffung von Waffen und sonstigem Kriegsmaterial. Heute sterbe der Fellah vor Hunger, damit die Waffen seines Bedrückers bezahlt werden könnten. Und nun poche England auf den Bündnisvertrag und gaukle Aegypten große Vorteile vor, die dem Lande durch Teilnahme an dem Krieg gegen die Achsenmächte
und andere mehr.
Gemessen auf den Kopf der Bevölkerung — 244 Einwohner wohnen auf einem Quadratkilometer — weist die niederländische Wirtschaft neben Dänemark und Belgien pro Kopf der Bevölkerung berechnet die höchste Exportquote auf. So stellt die niederländische Wirtschaft einen mit der Weltwirtschaft sehr stark verbundenen Organismus dar. Sie ist kein autarkes Gebilde, keine im industriellen und agrarischen Sektor sich organisch ergänzende nationale Wirtschaft, die aus sich selbst heraus bestehen konnte. Diese Eigenart der wirtschaftlich strukturellen Prägung hatte zur Folge, daß jede außenkonjunkturelle Storung im Lande fühlbar wurde. Wie schwerwiegend der Rückschlag durch die Weltkrise für die Niederlande war, geht daraus hervor, daß der Wert der Ein- und Ausfuhr von 1929 bis 1935 um 66 v. H. zurückging.
Es hat im Lande nicht an kritischen Stimmen gefehlt, die eine mehr autarke Wirtschaftshaltung forderten. Aber zu einer durchgreifenden Neuorientierung in der Erzeugung tonnte sich die Regierung nicht entschließen. Erft die kriegerischen Ereignisse zwingen nunmehr zur Bereitschaft des Handelns zur besseren Zukunftsgestaltung des Landes. Der frühere holländische Ministerpräsident Dr. Collin setzt sich neuerdings in einer Broschüre unter dem Titel „An der Grenze zweier Welten" f ü r ei ne D ft Orientierung der holländischen Wirtschaftspolitik ein, da „eine deutsche Niederlage m diesem Kriege nicht mehr möglich sei und Holland hieraus die Verpflichtung einer intensiveren Zu- fammenarbeit mit Deutschland erwachse". Die gleiche Forderung wird neuerdings in holländischen Zeitungen, vor allem im „Nieuwe Rotterdamsche Courant", erhoben. In der Vorschau auf diese Entwicklung ist das genannte Blatt so optimistisch, daß es eine ähnliche wirtschaftliche Blüte für Holland erhofft, wie sie bis 1930 war und „wo unsere Wohlfahrt in einem bisher nicht gekannten Umfange von Jahr zu Jahr zunahm". Es kann nur als sympathisch angesprochen werden, wenn nach den schweren Schicksalsschlägen und Erschütterungen der letzten Zeit die niederländische Arbeitsenergie nach einer, den neuen Verhältnissen sich anpassenden -Wirtschaftsbasis strebt. „Wir müssen uns bewußt sein", so heißt es in einer holländischen Betrachtung, „daß, wenn di« Zukunft uns gute Aussichten bieten soll, wir bereit sein müssen, dies« Zukunftsgestaltung A - 9 ~ <
durch eigene Kraft herbeizuführen." VMrtttrtPI
Hierzu gehört die Erkenntnis, daß das Wohl und -U vlHHll/V* M
Wehe des Landes in Zukunft von der europäischen / - M «O
üsV’ä"*.. an Facharbeitern und Rohstoffen.
I England muß abgeschoffen- Flugzeuge und h.storssche Kanonen verschrotten.
30 v.H. ihrer Ausfuhr verloren Auf der oberen ^^rib, 27. Aug. (Europapreß.) Der von dem Seite entsteht natürlich ein erheblicher Au^all m I Arbeitsminister Bevin ins Leben gerufene der Einfuhr. Es durste aber durchaus möglich fein, I für bie Ausbildung großer Zahlen von Fach- daßander eJDIartte, ^^nterln erster Öinl a;beitern für die Rüstungsindustrie stoßt auf große Deutschland, Ost-, Sud- untF ©ubofteuropa, jene (5d)roieriflFeiteni Diese liegen nicht nur auf Seiten Erzeugnisse aufzusaugen vermögen, die em Acht- U Unternehmer, die sich gegen die Ausbildung in
millionenvolk herzuitellen in der Lage ist. Dort L Betrieben sträuben, oder der Fachgewerkschaf-
wo gewisse Jndustriezwevge künstlich aufgepappelt L ^denken ^ntm des Verlustes ihrer Vorwurden, ergibt sich die Notwendigkeit der Korrektur I '5rte[Iung durch die rasche Vermehrung der Fach-
nunmehr automatisch. Jndustnewirtschaftlich ift argejter hLen. Auch in den staatlichen Ausbildungs- gröhte Vorsicht geboten, da sich für Holland die qeM die Ausbildung nicht mit der gewünsch-
Nolwendigkeit ergibt, aus größeren Gesichtspunkten 0 $ DOr Statt 17 000 Arbeitern,
heraus zu wirtschaften. Nickt das eigene binnen- ...... ' 01
wirtschaftliche Interesse darf hierbei im Vordergrund stehen, sondern das wirtschaftliche Zusammenleben in einem großen Wirtschastsraum muß ziel- bestimmend sein. Hier wird manches Opfer gebracht | werden müssen. Man darf aber sehr wohl bei der ausgeprägten Unternehmerinitiative und deyi psychologischen Einfühlungsvermögen der Niederländer erwarten, daß sie die NeuorieUtierung auf das wirtschaftliche Zusammenleben in einem großen europäischen Wirtschaftsraum ohne allzu starke Reibungen durchzufShren vermögen.
Bedeutsam für die Berettschaft der Ni«derlande, die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Deutschen Reich durchzuführen, ist die Gründung eines Nationalkomitees für wirtschaftliche Zusammenarbeit, dessen Aufgabe darin besteht, mit den bereits bestehenden Betriebsorganisationen eine zielstrebige Koordination zwischen allen Wirtschaftszweigen wie Handels Gewerbe, Schifffahrt, Landbau usw. zustande zu bringen. Man geht nicht fehl in der Annahme, daß diese Organisation planvolle Arbeit im Sinne der oben angedeuteten Problematik leisten wird. Dr. H. Thurau.
sie damit rechnen, daß di« Kolonie bis zum äußer st en verteidigt werde.
Ein UGA -Admiral fordert Uebernahme von Singapur.
Tokio, 27. Aug. (DNB.) In Japan hat eine Rede des amerikanischen Konteradmiral Darnell, des früheren Kommändeurs des Ostastenge- schwaders, erhebliche Erregung hervorgerufen, in der dieser die zur Uebernahme von Singapur aufforderte. — „Hotschi Sckimbun" schreibt, es sei unmöglich, die Anspielung auf Sinaa- pur stillschweigend zu übergehen. Bisher eien die Kräfteverhältnisse im Pazifik zwischen Japan und Amerika gleich. Sobald aber die USA. einen neuen pazifischen Stützpunkt gewännen, würde die Waage zugunsten Amerikas ausschlagen. Die Bedrohung Japans würde noch ernster werden, falls die USA. mit A u st r a l i e n ein ähnliches Abkommen wie mit Kanada schließen sollten.
Englischer Anschlag auf die Azoren geplant?
Rom, 28. Aua. (Europapreß.) Die englische Regierung plane, so berichtet „Giornale d'Jtalia", einen militärischen Anschlag auf die portugiesischen Azoren und di« spanischen Kanarischen Inseln. In einem englischen Hafen werde ein E x - peditionskorps ausgerüstet, das zum An - griff auf diese Inseln an der Nordwesttüste Afrikas bestimmt sei. Eine maßgebende Gruppe des englischen Oberhauses habe der englischen Regierung in Voraussicht von schwerwiegenden Verwicklungen im Mittelmeer und in Südosteuropa die Vorbereitung dieses .Expeditionskorps nahegelegt, weil durch die befürchteten Verwicklungen die englische Schiffahrt in die schwierigste Lage kommen würde.
Oie Beschränkung der Wehrpflicht in USA. auf die westliche Hemisphäre.
Washington, 28. Aug. (Europapreß.) Der nordamerikanische Senat beschloß mit 67 aegen 4 Stimmen, daß die Wehrpflichttgen der USA. nur in der westlichen Hemisphäre sowie in USA. -Besitzungen und USA.-Territorien einschließlich der Philippinen eingesetzt werden i>ütfcn. Ein erheblicher Teil der Senatoren hatte zunächst die Ausübung der Wehrpflicht allein auf das Gebiet der USA. beschränken wollen. Ein entsprechender Zusatzantrag wurde jedoch mit 39 gegen 32 Stimmen abgelehnt.
Grenzziehung zwischen Mandschukuo und der Außenmongolei.
Tokio, 27. Aug. (Europapreß.) Der Abschluß der dreiwöchigen Verhandlungen in Tschita über die Grenzziehung Mandschukuo — Außenmongolei wird in der Tokioter Presse mit Genugtuung verzeichnet. Unter den vielen Problemen zwischen Rußland und Japan hab« besonders die Grenzfrage von Nomonhan eine schnelle Losung gefordert, erklärt „Asahi". Die jetzt beginnende Demarkation an Ort und Stelle müsse im Zeichen einer beginnenden Annäherung Japan-Mandschukuo- Rußland-Außenmongolei begrüßt werden. „Dvmiure" bezeichnet die Vereinbarung des Demarkationskomitees als einen Schritt vorwärts, um künftig überflüssige Zusammenstöße zu vermeiden. Die Vereinbarung der Grenzziehung im Norden sei gleichzeitig ein wirksamer Gegenstoß gegen die englischen und nordamerikanischen Pläne in Fernost.


