Ausgabe 
28.6.1940
 
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So haben unsere Keinde gelogen

Deutsche Lautsprecherwagen in Paris

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Das ist ein Kerl

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i der an mehreren Stellen überschritten.

.xlxgt. fr 1 Etlicher polnischer Heeresbericht, 18. 9.1939. Der är6trtilr Wiche Widerstand ist nicht schwächer geworden. Mjg'.fr a! Moral des polnischen Volkes und der Regierung 'M l : M sich und wird bis zum Ende unangetastet iati* Pt^n.

Durch

während des polenfeldzuges.

zu durchbrechen.

Kameradschastsdienst Wehrmacht Partei.

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-tnilz) Expreß", 5. 9. 39. Es ist den französischen l, an mindestens 12 Punkten die

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nes me%: erwarte:

Wiedersehen in Straßburg.

... (PK.) Wieviel deutsche Lieder singen von Straßburg, wieviel deutsche Schriften und Bücher loben die Stadt, wieviel deutsche Soldaten haben in Straßburg gedient! Auch der Ordonnanzoffizier in unserem Stäbe, ein Oberleutnant. Wir fahren lang­sam in Straßburg ein und immer wieder sagt der Oberleutnant:Hier kenne i ch jede E cke!" Sein erster Weg geht zur Kaserne. Er reißt die Tür des alten Kasernengebäudes - auf und eilt, je­desmal zwei bis drei Schritt nehmend, die Treppe empor.D a s war unsere Stube! Und da unten auf dem Kasern en Hof habe ich meinen Re­krutenschweiß vergossen." Ein paar Straßen ent­fernt steht das Haus, in dem die Frau des Ober­leutnants, eine Straßburgerin, gewohnt hat.

Die Stadt ist fast ausge starben. Wo die Häuser beschädigt worden sind, haben dies die Fran­zosen durch umfangreiche Brückensprengungen an der Jll oder durch die Sprengung des Elektrizitäts­werkes vollbracht. Sie haben sich damit vor einem Angriff über den Rhein schützen wollen und dann ist nachher die Stadt von rückwärts genommen worden.

Wir gehen langsam durchdasMünster. Hoch droben auf der Spitze des Turmes weht die Haken­kreuzfahne. Wir denken an das Wort, das Goethe dem sterbenden'Baumeister Erwin von Steinbach in den Mund gelegt hat:Vollendet das Begonnene in den Wolken..." 148 Meter hoch ragt der Turm aus dem rötlich schimmernden Bauwerk der so sel­tenen Backsteingotik empor. Die wertvollen Plasti­ken, Bilder und sonstigen Kunstwerte waren in Sicherheit gebracht worden. Verschiedene Stellen des Münsters waren sorgfältig durch Betongüsse oder Sandsackoerschalungen geschützt. Es hätte eines solchen Schutzes vor den deutschen Truppen nicht bedurft. Niemals wäre von uns das Münster be­schossen worden.

Wir erleben d i e alten Straßburger Stadtbilder, das Kammerzellsche Haus^ die Bogeskirche mit dem Grabmal des Marschalls von Sachsen, den Rohan-Palast, den Rabenhof, das Stadthaus, das mittelalterliche Viertel vonKlein- Frankreich" mit den Brücken über die Jll, die Oran­gerie, von wo aus französische Geschütze vor zwei Wochen ein planloses Streufeuer über den Rhein schossen. Am Straßburger Opernhaus kleben noch Plakate vom vorigen Jahr, die eine Neuinszenie­rung der OperTannhäuser" ankündigen. Mir stehen auf dem Gutenberg-Platz und denken an Die bahnbrechende Erfindung Gutenbergs vor 500 Jah­ren. Immer und überall stoßen wir in dieser Stadt auf Erinnerungen, die rein deutscher Art sind und unser Volk mit Stolz erfüllen. Die Franzosen ha­ben sich vipl Mühe gegeben, den deutschen Charak­ter StraßbArgs zu verwischen. Aber was will das schon heißen, wenn man die Straßen und Plätze umtauft. Es gibt auch eine Marschall-Pötain-Straße, ein Caf6de la Paix. Wie gern würde wohl der Franzose im Friedenscafs sitzen. Es ist eine große Stunde, da am Straßburger Münster die Haken­kreuzfahnen wehen. Es sind die Freiheitsfahnen für eine urdeutsche Stadt. Hermann Opper.

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OKW., 5. 9. 39. Im Westen bisher keine Kampf­handlungen.

Excelsior". Eines ist sicher. Unsere Truppen hoben in Deutschland Fuß gefaßt.

DKW., 8. 9. 39. Das deutsche Hoheitsgebiet wurde ouch gestern nicht angegriffen.

Rundfunk Lyon, 14. 9. 39. Der französische Dor- forsch bei Saarbrücken hat bereits ein bedeutendes Ausmaß angenommen.

DKW., 13. 9. 39. Der südostwärts von Saar­brücken gelegene Virnberg wurde im Gegenangriff durch unsere Vorposten wieder genommen.

Daily Sketch", 17. 9. 39. Nazis ziehen sich auf Der ganzen Front zurück. Naziartillerie deckt den Rückzug an der Westfront.

OKW., 17. 9. 39. Im Westen erlitt der Feind bei einigen Stoßtruppunternehmungen bei Saarbrücken erhebliche Verluste.

4. Norwegen-Feldzug.

Reynaud, 10. 4. 40. Die strategische Lage der Aliierten ist durch den deutschen Vorstoß nach Skan­dinavien wesentlich besser geworden. Hitler habe genau so geblufft, wie Napoleon in Spanien.

DKW., 9. 4. 40. Alle militärisch wichtigen Stütz­punkte Norwegens befinden sich fest in deutscher Hand. Narvik, Drontheim, Bergen, Stavanger, Christiansand und Oslo wurden von starken deut­schen Kräften besetzt.

Londoner Rundfunk, 16.4.40. Wie leer und un­sinnig erscheint heute die plumpe Prahlerei Ribben­trops, Deutschland wolle dafür sorgen, daß kein Eng­länder oder Franzose sich während des Krieges in Norwegen halten könne.

OKW., 2.5.40. Die Operationen in Norwegen sind in Verfolgungskämpfe übergegangen. Die Briten räumen überstürzt und in Auflösung das Gebiet um Andalsnes. Unübersehbare englische Vorräte sind bei Dombaas in die Hände unserer Truppen gefallen.

Vereinbarung des Oberkommandos der Wehrmacht mit dem Stellvertreter des Führers ist Ende 1939 ein Kameradschaftsdienst Wehrmacht Partei eingerichtet worden, der den militärischen Vor­gesetzten die Möglichkeit geben soll, sich zut Mithilfe bei der Betreuung ihrer Untergebenen unmittelbar an die Dienststellen der Partei zu wenden, wo es gilt, schwierige persönliche Angelegenheiten ihrer Untergebenen zu regeln, die diese aus eigener Kraft nicht meistern können und für deren Behebung auch die Mittel der militärischen Fürsorge nicht ausrei­chen. Dabei ist festgelegt, daß der Kameradschafts­dienst allen Wehrmachtanaehörigen zugute kommen soll, ohne Rücksicht darauf, ob sie Mitglieder der Partei ober ihrer Gliederungen sind.

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Trotz Krieg mehr (Ehestandsdarlehen.

Nach dem Bericht des Statistischen Reichsamts hat die Auszahlung von Ehestandsdarlehen nach ihrem Rückgang während der ersten Kriegsmonate im ersten Vierteljahr 1940 wieder beträcht­lich zugenommen. Im Deutschen Reich ohne die eingegliederten Ostgebiete wurden in den Mo­naten Januar bis März 78 200 Darlehen ausge­zählt gegenüber 71 000 in der gleichen Zeit des Vor- ahres. Die Zahl der Erlasse von Darlehensbeträgen ft von 81 820 im letzten Viertel 1939 infolge der tarken Geburtenzunahme auf fast 94 000 im ersten Viertel 1940 gestiegen. Die Gesamtzahl aller Ehe­standsdarlehen seit Einführung des Gesetzes hat jetzt

lWZ., 11. 9. 39. Die Vernichtungsschlacht im vechselbogen zeitigt im Raume zwischen Radom der Lysa Gora die ersten Ergebnisse: Mehr 11: vier polnische Divisionen streckten dort die Waf- k Die um Kutno eingeschlossenen polnischen »aite versuchen verzweifelt, aber erfolglos, nach 6:b?n durchzubrechen.

Etlicher polnischer Heeresbericht, 13.9. 39. Lodz |hrd) polnische Truppen wieder erobert worden.

13.9.39. Der Führer besucht die Stadt «st Der deutsche Angriff bei Kutno schreitet vor, eingeschlossenen polnischen Armeen geraten in Mhmende Bedrängnis.

!)r.Das, 13.9. 39. An keiner Stelle ist es aelungen, p olnische Widerstandslinie am Bug, an Der mitt» ;«er Weichsel oder am San zu durchbrechen.

bLW., 13. 9. 39. Die deutschen Truppen stoßen östlich dem San bei Rawa Ruska und Toma- W» über die Straße LembergLublin hinaus ^' Nördlich Sandomierz wird bei Annapol die

PK. Eben ist die Staffel vom Feind­flug zurück gekehrt. Drei Moräne und eine Bloch wurden im Raume R. abgeschossen, gerade, als sie sich auf einen deutschen Fernaufklärer stür­zen wollten. Wir sitzen im Flugzeugführerzelt am Ende des Flugplatzes, aber eine frohe Stimmung über die eben siegreich bestandenen Luftkämpfe will nicht recht auf kommen: Seit zwei Tagen vermissen wir den Kommandeur unserer Jagdgruppe, M a - j 0 r D r. M. Die Gruppe war vorgestern nach­mittag gestartet, es war zu verschiedenen Luft- fämpfen gekommen, und als die Staffeln zurück- tamen, fehlte bie Maschine des Kom­mandeurs. Man hatte ihn zuletzt gesehen, wie er sich gegen fünf Moräne wehrte, dann aber mit seinen Angreifern in eine Wolke verschwand, ehe ihm die Kameraden beispringen konnten. Es war eine traurige Heimkehr.

Und jetzt sitzen wir Tag für Tag zwischen den Feindflügen beisammen und warten, warten auf irgendeine Meldung, eine Nachricht über den Ver­bleib des Kommandeurs, lieber jede Meldung un­serer Erdtruppen, über jede Beobachtung anderer Flieger werden Mutmaßungen angestellt, aber es bleibt immer nur ein Warten. Breit liegt die Nach­mittagssonne über unserem Flughafen, das Boden­personal arbeitet an den Maschinen. Da kommt einer mit dem Fahrrad am Rande des Rollfeldes entlanggefahren. Der Uniform nach ist er Infante­rist. Er kommt genau auf unser Zelt zu, springt vom Rad und steht vor uns: der Komman­deur! Zuerst stehen uns die Mäuler offen vor Staunen, wir können es gar nicht fassen. Aber dann hebt eine freudige Begrüßung an, auf den Schul­tern wird der Kommandeur zum Befehlszelt ge­tragen, unsere Fragen überstürzen sich.

Der Major ist der alte geblieben. Lächelnd wehrt er unsere ungestümen Fragen ab; wir sehen jetzt erft, daß er verwundet ist er verlangt etwas zu Trinken und setzt sich dann mitten unter uns. Nun erzählt er.Jungens", beginnt er,bas war eine tolle Sache. Bis zu bem Luftkampf wart ihr ja alle dabei. Jeder von euch hat ja geschossen, daß es eine wahre Pracht war. Ich sah bann unter mir ,wei Moräne. Die linke schoß ich ab, und während ich ihren Absturz beobachten wollte, erhielt ich selbst Beschuß von hinten. Beim Abdrücken klemmte das Seitenruder, und im Spiegel sah ich, daß ein Kanonentreffer mir die rechte Landeklappe zerfetzt hatte, ferner die Verbindung zwischen Querruder und 'Landeklappe fehlte und die Tragflächen an mehreren Stellen Einschüsse aufwiesen. Außerdem verspürte ich starken Benzingeruch. Um dem rasen­den Feuer der hinter mir hängenden Moräne zu entgehen, traf ich entsprechende Maßnahmen und

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erhielt im gleichen Augenblick einen Feuerstoß schräg seitlich von hinten in den Rumpf. Die Schüsse gingen durch das rechte Kabinenfenster in das Jn- ftrumentenbrett und durch bas vorbere Kabinen­fenster hinaus. Ein weiterer Kanonentreffer kre­pierte unter mir neben bem Sitz und riß bie Bord- wanb auf, Da anscheinend mehrere Maschinen meinen stark beschädigten Vogel angriffen, ließ ich mich auf keinen Luftkampf mehr ein, sondern drückte nach unten weg. Da ließen die von mir ab."

Inzwischen liefen Oel und Benzin in die Kabine. Um nicht jetzt noch brennend abzustürzen, warf ich bie Kabine ab und schnallte mich los. Der Motor setzte aus er hatte wahrscheinlich mehrere Tref­fer erhalten. Ich schaltete bie Zündung aus, schloß den Brandhahn und machte auf einem Saatfeld neben einer Eisenbahnlinie eine Bauchlandung. An mir selbst stellte ich jetzt einige Verwundungen fest, die ich während des Kampfes gar nicht gespürt hatte. Im rechten Knie und in beiden Händen fyatte ich einige Splitter stecken, die mich aber nicht wesent­lich behinderten. Ein letzter Blick noch auf meine brave Messerschmitt, bann verbrannte ich sie. Sie sollte bem Feind nicht in die Hände fallen, denn ich befand mich ja nun etwa 60 Kilometer hinter der feindlichen Front. In einem Bahnwärterhäuschen fand ich eine Karte, auf der ich meinen genauen Standort feststellen konnte. Etwas entfernt fuhren auf einer Landstraße lange Kolonnen französischer Truppen. Abseits der Straßen und Wege mar­schierte ich durch Wald und Wiesen zum nächsten Dorf und fragte dort kurzerhand einen Zivilisten der mich für einen Engländer hielt ob in H. und Ch. Truppen lägen. Er bejahte, und ich wußte, daß ich diese Gegend zu umgehen hatte. Dann setzte ich meinen Fußmarsch fort. Nur zum Wassertrinken schlich ich nach an Ortschaften heran, jeden Augenblick gewärtig, einen Schuß aus bem Hinterhalt zu bekommen ober von Bauern als Deutscher erkannt und erschlagen zu werden. Mehr als einmal fuhren in allernächster Nähe französische Kradfahrer vorbei ober ritten französische Solbaten vor mir querfelbein über bie Wiesen."

Allmählich kam ich näher zur Front. Artillerie schoß herüber, deutsche Artillerie! Die Kameraden hatten sich ein französisches MG.-Nest aufs Korn genommen, das ich von meinem Standpunkt aus gut einsehen konnte. Dann kam für mich ein schwe­res Stück Weg. Das Gelände war auf Kilometer- breite völlig frei und offen, so daß ich es höchstens kriechenderweise hätte überwinden können. Da kam es plötzlich über dem weiten Gelände zu einem Luftkampf, in den die Erd truppen mit MGs und Gewehren eingriffen. Ich nahm die Gelegenheit wahr und konnte mich sprungweise Vorarbeiten."

In der französischen Hauptstadt, wo der Alltag fast unverändert wieder seinen Gang geht, sind zahl­reiche Lautsprecherwagen der Wehrmacht eingesetzt, die neben den Bekanntmachungen der deutschen Mili­tärbehörden auf den Boulevards auch Musik erklingen lassen und ebenso jeweils am Mittag der Bevöl­kerung den deutschen Wehrmachtbericht in französischer Sprache übermitteln.

(PK.-Kropf-Pressebildzentrale-M.)

.OTß., 17.9.1939. Die polnische Regierung und ' ü'olnische Heerführung, voran Marschall Rydz- ' ly, fliehen nach Rumänien. Brest-Litowsk ist ^aiiutscher Hand. Lublin wird genommen. Sowjet­ische Truppen marschieren von der Düna bis t Mn Snjeftr in Ostpolen ein.

..Ylvas, 18. 9. 39. Eine polnische Offensive hat in * Vegend von Grodek, westlich Lemberg, Erfolg l't. 12 000 Deutsche sind gefangen genommen 100 Tanks erobert worden.

- Tsmps", 18. 9. 39. Die nach Osten vorstoßenden Wfijen Truppen haben keinen sichtbaren Fort- w gemacht. Die polnischen Truppen kämpfen ' "h immer mit Erbitterung und halten ihre Stel- 1 itgm.

1ÄB., 18. 9. 39. Die Schlacht im Weichselbogen lybienbet. Die eingeschlossenen polnischen Armeen Jtilieren. 170 000 Gefangene ergeben sich an der

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IhK %!| p^n beläuft sich auf 300 000.

'französischeCnilastunasoffensive,, ! während des poienfeldzuqes.

Chamberlain-Rede. Ich habe jetzt zehnmal mehr Vertrauen in den endgültigen Sieg der Alliierten als bei Beginn des Krieges.

Churchill-Rede, 20.4.40. Zu den Ueberlebenden der britischen ZerstörerHardy" undEllipse": Ihr seid bie Vorhut ber Armeen, die wir im Laufe bes Sommers einsetzen werben, um Norwegen von ber ekelerregenden Verschmutzung burch bie Nazityrannei zu reinigen.

OKW., 2.5.40. In rastloser Verfolgung ber in wilber Flucht zurückgehenben Engländer haben bie deutschen Truppen Andalsnes erreicht und um 15 Uhr dort bie beutsche Reichskriegsflagge gehißt.

Lonboner Rundfunk, 29. 4. 40. Es wirb ben deut- fchen Truppen niemals gelingen, bie Verbinbung zwischen Drontheim unb Oslo herzuftellen.

OKW., 30. 4. 40. Die Lanbverbinbung zwischen Oslo und Drontheim ist an ber Bahn südwestlich Stören zustanbegekommen.

Pariser Runbfunk, 1.5.40. Die Uebermacht der Alliierten erwies sich insbesondere in Norwegen. Zu Wasser, zu Lanbe unb in ber Luft sind sie bie Stärkeren.

Aus OKW. vom 1. bis 5. 40. Fluchtartiger Rück-, zug ber Englänber aus Anbalsnes. Beutezahlen: 49 Gefchytze, 60 Granatwerfer, 355 Maschinengewehre, 5300 Gewehre, 4% Millionen Schuß Jnfcmterie- munition. Die letzten Reste bes Widerstandes in Süd- unb Mittelnorwegen würben nunmehr be­seitigt.

Londoner Rundfunk, 30. 5. 40. Die Einnahme Narviks ist von ungeheuerem strategischen Wert für bie Alliierten. Von hier aus ist bie Wiedereroberung Norwegens möglich. Es ist damit auch gelungen, den Deutschen bie Erzzufuhr zu sperren.

OKW., 10. 6. 40. Durch das Helbentum beutscher Truppen würben bie alliierten Laub-, See- unb ßuftftreitFräfte gezwungen, bie Gebiete von Narvik unb Harstab zu räumen. Die Kapitulationsverhand- lungen sind im Gange.

Die schlimmste,Strecke kam noch. Durch die Strapazen ziemlich erschöpft und auch durch den Blutverlust etwas geschwächt, hatte ich kaum noch Kraft, die jetzt vor mir auftauchenden Sümpfe zu durchqueren. Mehr als einmal sank ich bis zur Hüfte ein. Dann kam ich endlich zum Fluß, den ich nach ber Karte schon lange erwartete. Meine Uni­formstücke band ich zusammen, hielt sie über ben Kopf und schwamm nackt hinüber. Wenn ich. nicht genau gewußt hätte, daß ich bald auf deutsche Trup­pen treffen würde^ hätte ich wohl kaum noch die Kraft aehabt, weiterzukommen. Ein ziemlich ver­wahrloster, völlig versumpfter Kanallauf querte meinen Weg. Zwischen hohen Schlingpflanzen wand ich mich hindurch und verlor dabei mein Uniform- bündelt. Stiefel, kurze Hose und Pullover konnte ich gerade noch erwischen, die Brieftasche mit den Ausweisen schwamm auf dem Brackwasser munter davon. Ich habe sie dann gerade noch einholen können."

Nur mühsam konnte ich am anderen Ufer den steilen Hang erklettern. Ich stand vor einem Dor­nengestrüpp, das mir zuerst unüberwindlich erschien. Mit bloßen Händen bahnte ich mir den Weg das Gestrüpp war gut 50 Meter tief und dann 1 sah ich endlich unsere Truppen. Vor mir winkten Infanteristen. Ich war drüben. Die Kameraden gaben mir aus ihren Feldflaschen und Brotbeuteln, verbanden mich notdürftig und brachten mich mit einem Munitionswagen weiter nach hinten. Mit meiner kurzen Hose unb bem Pullover sah /ich aus wie ein Zivilist, würbe kurzerhand in einm feld­grauen Jnfanterierock gesteckt und binnunhier. Eigentlich sollte ich ins Lazarett, aber ich wollte doch erst zu euch, Jyngens. Ihr habt doch sicher auf mich gewartet!^

Und ob wir auf unseren Kommandeur gewartet haben! Ein wahres Freudenfest haben wir mit un­serem verwundeten Major gefeiert, bis ber Sani- tätswaaen kam unb ihn mitnahm.Ich komme bald wieder , rief er uns im Abfahren noch zu,der Onkel Doktor soll mir nur die paar Splitterchen rausnehmen"-----Das ist ein Kerl!

Hans Herbert Hirsch.

Berlin, 27. 3unl (DNB.) Dem deutschen Volke es in den letzten Monaten erspart worden, alle b vielen Lügenmeldungen unserer Zeinde zu hören. Jetzt aber ist der Zeitpunkt ge- lcmmen, die damals von feindlichen Staatsmän­nern und Zeitungen gemachten Aeuherungen unb Voraussagen unter die Lupe zu nehmen und sie in Lichte der inzwischen eingetrete- ,rn Tatsachen zu studieren. Ls ergibt sich liraue:

1. wie richtig es war, diese auf reine Agitation dtfgebaufen Lügenmeldungen nicht im einzelnen iviiierzuverbreiten;

>. die verbrecherische Frivolität, mit der diese Ligner und falschen Propheten den Ernst ihrer ei­gnen Lage zu verschleiern suchten;

;. die Tatsache, daß diejenigen Völker, die auf eite derartige verlogene und unsachliche Unterrich­te g angewiesen waren, das Opfer von Verbrechern ub) politischen Scharlatanen wurden.

1. Chamberlain - petain.

Lhamberlain-Rebe, 4.4.40. Es war zu erwar­te:, baß ber Feind bie anfängliche Ueberlegenheit ounützen mürbe, um zu versuchen, Frankreich zu Mrwältigen, ehe wir bie Mängel ausgeglichen fcHen. Das ist nicht geschehen. Hitler hat ben Omni- ils verpaßt.

Rebe bes französischen Ministerpräsidenten Mar-- fdall Pötain, 17.6.40, 13.30 Uhr. Schweren Her- mis sage ich Euch Franzosen, baß ber Kampf auf- feen muß. Ich fjabe mich an den Gegner um di! Bekanntgabe Der Waffenstillstcmdsbebingungen gesandt.

2. Polenfeldzug.

Deuvre", 2.9.39. Die große Offensive des Füh­rer hat bis jetzt in keiner Weise die polnische Hont angetastet, das ist eine große Enttäuschung füi bie Nazis. Im deutschen Generalstab herrscht feeits große Uneinigkeit über bie Führung ber mi­litärischen Operationen. An der Front fielen 1000 d.Üche Tanks in bie Hände der Polen.

>KW., 2.9.39. Die deutschen Truppen nehmen W, ben Jablunka-Paß und Wielun. Im Korridor md bie Weichsel sübwestlich Graudenz erreicht. Die im nördlichen Korridor befindlichen polnischen Hee- rereilß sind ab geschnitten. Neue Erfolge ber deut- schn Luftwaffe treffen die polnische Fliegertruppe in ihrem Bestand auf das Schwerste.

Daily Expreß", 2. 9.39. Polnischer Sieg: Polen feiitte gestern abend seinen ersten Sieg. Um 10.45 U! wurde von amtlicher Stelle in Warschau be- fantgegeben, daß bie polnische Armee sich einen 2p nach Ostpreußen gebahnt habe unb nun auf de tschein Boben kämpfe.

!KW., 2.9.39. Das oberschlesische JndustrieAebiet öiD von ben Polen überstürzt kampflos geräumt. Ai Sierdaz gehen bie beutschen Truppen über bie Urthe unb nehmen bie stark befestigte polnische Suferlinie. Erstmalig erreichen beutsche Truppen an! dem Landwege durch den Korridor Oststreußen.

: abio Paris, 4. 9.1939. Polnische Flieger sind in Mstung auf Berlin bis Frankfurt a. d. O. vorge- bmgen.

U Amtlicher polnischer Heeresbericht 5.9.39. Katto- Di| wirb von Polen gehalten. Bei Rybnik erfoly- rti.>e Gegenstöße ber Polen. Polnische Kavallerie grif in Posen im Abschnitt LissaRawitsch ben r ib an, trieb ihn über bie beutsche Grenze, ver­st te ihn stürmisch. Auf allen Fronten sind die pol- nL$en Truppen zum Gegenangriff übergegangen. Di Polen schlagen sich wie bie Löwen.

LKW., 5. 9. 39. Das oberschlesische Jndustrie- fl'ct wirb von beutschen Truppen besetzt. Die Rhpfe spielen sich weit von ber beutschen Reichs- gre ze entfernt ab. Die polnischen Flieger treten -nit Ausnahme einzelner Jäger bei Lodz nicht melr in Erscheinung.

' ,£imes", 11.9. 39. Der polnische Soldat zeiat sich Io artnäckig in der Verteidigung wie kämpferisch in Angriff. Die deutschen Schwierigkeiten dürfen iit unterschätzt werden. Wenn die Polen den deut- chn Vormarsch ein paar Tage anhalten können, en wird es einen Stellungskrieg wie in Spanien pn.