Die Stadt der Seelenverkäufer.
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erster Stelle fleht, Hauptversorgungszentren London, dessen eigener Hafenverkehr infolge Luftangriffe auf einen Bruchteil gesunken ist.
Gute- Licht schont die Augen, darum sollte an dem Schreibpult eine verstellbare Leuchte mit eineröO-Watt-Osram-
-Lampe angebracht sein.
Kinderaugen brauchen ( gutes Licht!
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Am Schulmeisterpult in Wartkowitz
Eine Studentin lehrt deutsche Kinder aus Wolhynien.
beten sind oder ihre Kenntnisie sich mühsam selbst zusammenholen muhten, legen sie großen Wert dar- auf, daß ihre Kinder nun etwas lernen; und auch die Kinder gehen jeden Tag mit einer Freude zur Schule, nach der man bei uns weit suchen müßte. Heute z. B., wo wir den Jahrestag der Befreiung des Warthelandes feierten, kam der Schulrat vorüber und gab bekannt, daß nach einer kurzen Feier chulfrei fei. Die Kinder aber brachen nicht in ein Freudengeheul aus, sondern saßen bedrückt auf ihren
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Neue Landwirtschaftsschulen im Warthegau.
Im Rahmen der van der Lande Sternern scha>ft Wartheland in Angriff genommenen Aktion der „bäuerlichen Berufsertüchtrgung" eröffnete der Lan- desbau?rnführer in Iannowitz bei Gn-esen die ersten 24 Landwirtschaftsschulen und 11 MädchenVlassen, in denen schon mit Beginn dieses Winters 1500 Innabauern und Jungbäuerinnen eine fachliche Ausorldung für ihren späteren Beruf erhalten werden. Der künftigen Bestimmung des Warthelandes al« Kornkammer des Reiches entsprechend bildet die Eröffnung dieser Schule zugleich den Auftakt der für später geplanten Einrichtung eines großzügigen landwirtschaftlichen Berufsschulwesens, das alle Gebiete des bäuerlichen Lebens erfassen wird. In Zukunst wird kein Iungbauer einen Hof über- nehmen können, der nicht einen vorgeschriebenen mehrjährigen Derufsweg durchgemacht hat. Diesem Ziel dient eine für das ganze Reich eingeleitete Werbewelle zur Schaffung von 2000 Lehrstellen für die Landarbeit und Landwirtschafts-
Cornwall die südwestlichste Landzunge Englands reich war an Zinn, Zink, Blei, Nickel, Silber und Kobalterzen. Jetzt sind diese Vorkommen ziemlich erschöpft. Aber aus der früheren Zeit bestehen für die Verhüttung dieser Erze noch zahlreiche Schrnel-
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schickt. Zwischen der Halbinsel Cornwall und Wales zieht sich der gut 200 Kilometer lange Bristol- Kanal bis zu der Mündung des Severn-Flusses. Dieses Kanaloebiet ist dadurch berühmt, daß hier Flut und Ebbe die größten Unterschiede im europäischen Bezirk zeigen. An den nördlichen Ausbuch, tungen des Bristol-Kanals liegen der Reche nach die genannten Häfen Swansea, Cardiff und New- port. Neuerdings sind hier zu den alten Industrien zahlreiche ausgesprochene Rüstungsindustrien, sowie zahlreiche Delraffinerien und Oellager gekommen. Auch sind diese walisischen Häsen zusammen mit den füdenglischen Häfen, unter denen Southampton an
NSG Wer hat sich vor 25 Jahren eigenllich um uns gekümmert, als Mutter zur Arbeit ging? Das ist die erste Frage, die man sich selbst stellt, wenn man die Drei- bis Zehnjährigen mit den Müt - lern gemeinsam beim Turnen und bei der Gymnastik antrifft. Wir waren im Jahre 1915 auf der Straße, haben uns an die Tonnen des Bterwagens angehängt, spielten zwischen Tep. pichstangen und Müllkästen „Travper und Indianer", wozu uns die unter der Schulbank gelesenen Indümer.Geschichten das Borbild lieferten. Man kann nicht sagen, daß wir unglücklich dabei gewe- sen feien, dazu fehlte uns selbst der Maßstab, aber richtig war es nicht. Turnen und Handball, wenn es hochkam, waren Pflichtfächer am Vor- ober Nachmittag in der Schule. Sie waren vorhanden, weil es der Lehrplan fo wollte. Wir fangen „O Deutschland hoch in Ehren!" und marschierten da- zu eine Stunde lang um das Viereck des Schulhofes. Sicherlich waren daran nicht die Lehrer schuld, aber der Mutter durften wir damit auch nicht kommen, wenn wir uns etwas anderes wünlch- ten. Mutter war müde, war abgekämpft, stand ba-
Die Kinder sind so unverdorben und ohne Bos- Hastigkeit, wie nirgends sonst. In der Schule ist r eine Autorität maßgebend; für die Eltern kommt He „Frau Lehrerin" gleich nach dem Heben Gott - als ein Halbgott fühle ich mich auch: Ich brauche nid) nach keinem Schuldirektor zu richten, denn der im ich selber; ich brauche mich nach keinem Stun. brnplan zu richten, denn den bestimme ich jeden tag nach Gutdünken; ich brauche mich vor keiner
ik und wann 1 Uhr. Aus Kollegen brauche ich keine Rücksicht zu nehmen, denn ich habe keine; vor der Polizei brauche ich mich nicht zu hüten, denn ich eje täglich auf der Gendarmerie und kann im Not- ha wirksam selbst mit der Polizei drohen. Der ein-
der auf der Rangleiter noch zwischen mir inb dem lieben Gott steht, ist der Schulrat, und her ist ein netter alter Herr, der seine studentischen Hilfskräfte verschont und nur einmal im Monat ff ine Schäflein um sich versammelt.
Aber eigentlich bin ich ja nicht um meines Wohl befindens willen hier herausgesahren, sondern u m ter Aufgabe willen, die es da zu tun gibt. Emb das ist tatsächlich eine Aufgabe, die das Opfer nies Trimesters wahrhaftig wert ist. Da sind d i c Siebter aus Wolhynien und Galizien M. im hiesigen Kreis sind es nur Wolhynier), die in letzten Winter ins Reich gerufen wurden um t er im Warthegau das deutsche Element zu ftar= tn. Sie kamen mit einer Riesenbegeisterung (das Dort klingt übertrieben, aber ist hier nicht fluoiel g-fagt); sie waren besonders froh, daß ihre Kinder nun In deutschen Schulen deutsch erzogen würden — und nun gibt es an vielen litten noch gar keine Schule, weil einfach der Leh- ter fehlt. Die Kinder sind aber gar nicht glücklich, baß sie dadurch ewige Ferien haben, sondern rachen bei jedem Wetter lieber den 7 Kilometer reiten Weg zur nächsten Schule, als daß sie nichts Irrnen. Denn gerade weil viele der Eltern Analpha-
Mütter und Kinder haben zusammen ;e turnt! Kopfschüttelnd denkt man ein Viertel- ahrhundert zurück. Haben sich denn die Zeiten derart geändert? Unsere Mütter haben doch damals im Weltkrieg auch gearbeitet — und zu ihrer Ehre und ihrem Andenken sei's gesagt — schwer gearbeitet Aber wer hat damals an uns gedacht?! Indessen marschieren die Scharen lachender Frauen an mir vorbei. Kinderhände beschreiben in der Luft irgendwelche Dinge, denen man anmerkt, daß sie ich auf Turn- oder Gymnastikübungen beziehen müffen.
Es war eine nachdenkliche halbe Stunde mit der Frau, die täglich mal hier, mal dort, Frauen und Kinder in zweckmäßigem Turnen, in Ausgleichen- der Gymnastik unterweist und betreut Es war so etwas wie ein Rechenschaftsbericht über die Zeit der letzten Jahre, der manchen Dingen das Geheimnisvolle nahm, vieles erklärte, was uns als Augenblickserscheinung unerklärlich erscheint. Hier, wie hinter den meisten Dingen dieser Arr steckt KdF. Nicht als organisatorischer Begriff, nicht als propagandistische Vorstellung, sondern als Aus- Wirkung, so wie er sich eben für uns, als den kleinen Menschen, als das Rad in einem großen Werk auswirken muß, wenn die ganze Sache überhaupt einen Sinn haben soll. Die Mütter haben acht Stunden Arbeit hinter sich, um dann noch eine halbe ober ganze Stunde mit ihren Kindern gemeinsam zu turnen ober gymnastische Hebungen zu
lehre, in benen der ländliche Nachwuchs eine vorbildliche Vorbereitung für seine künftige Aufgabe durch die tüchtigsten Ba.srn und Bäuerinen des neuen Reichsgaues erfahren soll.
Auch Kriegsbeschädigte des Arbeitsdienstes erhalten Gebührenerlaß an den
Hochschulen
Ebenso wie alle Soldaten, die verwundet wurden und daher Versehrtengeld beziehen, an den Hochschulen vollen Gebührenerlay erhalten, ist die gleiche Vergünstigung auch den Angehörigen des Reichsarbeitsbien st es zu gewähren, die durch eine Beschädigung bei besonderem Einsatz im Rahmen der Wehrmacht während des Krieges erheblich beeinträchtigt sind und daher Versehrtengeld beziehen. Sie brauchen dazu eine Bescheinigung des Versorgungsamtes, aus welcher ersichtlich ist, daß die Beschädigung bei besonderem Einsatz im Rahmen der Wehrmacht eingetreten ist.
E nheitliche Handwerksführung.
Nahezu 10 Monate sind vergangen, seit zwischen dem Reichsstand des deutschen Handwerks und dem Fachamt „Das Deutsche Handwerk" in der DAF. jene Vereinbarung aeschlossen wurde, die den künftig gemeinsamen Weg der nationalsozialistischen Handwerksführuna feftlegte. Wie der Leiter des Fachamtes „Das Deutsche Handwerk" in der DAF., Hans S e h n e r t, ausfuhrt, ist eine feste und unlösbare Zufammenarbeit zwischen der DAF. und der gewerblichen Wirtschaft erreicht worden. Vier Forderungen bilden das Ziel dieser Arbeit: 1. Das Handwerk muß die mei st erliche Werkarbeit als sein Fundament erkennen. 2. Es muß bodenständig durch seine Familien werden. 3. Es muß sich in genügendem Maße der Technik bedienen. 4. Jede Zwergwirtschaft ist aus seinen Reihen zu b e s e i t i g e n. An der praktischen Durch- führung der Forderungen arbeiten der Reichsstand mit seinen wirtschaftlichen Maßnahmen und das Fachamt durch seine Erziehungsaufgabe am schaf- senden Menschen im Handwerk. Die gemeinschaftliche Förderung und Durchführung fokaler Einrichtungen, wie sie zum Auigabenkreis her Sozial, gewerke zugehört, hat inzwischen beträchtliche Fortschritte gemacht. Unterkunftsheime für die Betriebs- angehörigen, Gemeinschaftsverpflegungen, ärztlicher Bctreuungsbienst, Schuh gegen Berufskrankheiten, Förderung des Betriebssports, Beschaffung von Ge- meinschaftsräumen, Büd)erelen und Lesezimmern, Werkraumgestaltung und Förderung des Gesellenwanderns und -austauschs sind Zeugen hierfür. Es besteht kein Zweifel darüber, daß das Gesellen-
dann dahin, daß ich ihnen bis 12.30 Uhr Märchen vorlas — ich glaube aber, sie hätten lieber gerechnet und geschrieben. Das klingt selbst wie aus dem Märchenbuch, ist aber geschehen am 26. Oktober des Jahres 1940 in der deutschen Volksschule zu Wartkowitz. Lohnt es sich da nicht. Schule zu halten?
Auch die Eltern der Kinder — d. h. hauptsächlich die Wolhynier — sind zum großen Teil Menschen, die einem wirklich zum Erlebnis werden können. Worte, die bei uns schon vielfach nur mehr abgegriffene Münzen sind, Hingen hier plötzlich ganz neu, schwer und voll reichem Sinn. Wenn man hört, wie sie „Deutschland" sagen und „u n - s e r Reich", dann meint man, diese Worte zum erstenmal zu hören in ihrer packenden Kraft: Man muß selbst hören, wie sie einem erzählen vom Aufruf des Führers, ins Reich zu kommen, wie sie es kaum mehr erwarten konnten, bis sie ihre sauberen, wohlhabenden Höfe hinter sich lassen und hinausfahren konnten in das Reich, wo man deutsch sein durfte, ohne dafür verfolgt zu werden, in das Reich, das ihr Reich und ihre Heimat war. Nicht alle ihre Träume vom Reich sind in Erfüllung gegangen — wieder müssen sie mitten in polnischer Umgebung polnisches Land deutsch machen — aber sie leisten beharrlich ihre völkisch so wichtige Aufgabe. Wir Jungen freilich bringen viel Idealismus mit; uns freut unsere Auf- gäbe, wir Heben das weite Land mit seinen Mooren und Wäldern, und wir Heben die Menschen mit ihrer schlichten, wahren Liebe zu allem, was deutsch ist. Da nimmt man wohl ein paar Unbe- guemlichkeiten in Kaul. Ich wünsche Ihnen,_ daß in Württemberg das Schulehalten ebenso schön ist wie hier!
Ihre Kollegin in der Volksschule zu Wartkowitz.
wandern nach dem Kriege gewaltig gefördert wird, denn die Erweiterung seines Gestd;tskreises bedeutet für den jungen Handwerker in vielfacher Hinsicht einen außerordentlichen Gewinn. Größte Aufmerksamkeit wird der Berufserziehuna und der Ausbildung geschenkt. Die Innung ist nunmehr zu ihrer klaren Haltung gekommen. Im Ortshandwerksmelster ist der nationalsoziaHstische Betriebszellenobmann des Handwerks gegeben.
Oie Berufsbetreuung entlassener Soldaten.
Der; Reichsarbeitsminister unterstreicht, daß die entlassenen Soldaten gegenüber ihren nicht einberufenen Arbeitskameraoen keinen Nachteil erleiden sollen. Die im Frieden bewährte Berufsfürsorge kommt nunmehr allen seit dem Sommer 1939 im Wehrdienst und Arbeitsdienst stehenden Personen nach ihrer Entlassung zugute. Versehrte erhalten zusätzlich eine besondere Fürsorge, gegebenenfalls durch Ein- oder Umschulung für den Ar- beitsemsatz. Sie sind möglichst in Arbeitsplätze einzuweisen, in denen sie mindestens ihr frühe» res Arbeitseinkommen erreichen. Schon in den ersten Tagen hat der Entlassene feinen alten Betriebssichrer aufzusuchen, um den Tag der Wie- deraufnahme der Arbeit festzusetzen. Wo die Rückkehr auf den früheren Arbeitsplatz nicht erfolgen kann, wird die Meldung beim Arbeitsamt zum Zweck der bevorzugten Arbeitsvermittlung zur Pflicht gemacht. Diese bevorzugte Vermittlung erfolgt auch noch innerhalb eines Jahres, wenn in dieser Frist der Entlassene ohne eigenes Verschulden den neuen Arbeitsplatz verloren hat. Im übri- Sen ist auch hier darauf zu achten, daß das frühere Arbeitseinkommen möglichst erreicht wird und daß Verheiratete am Wohnort eingesetzt wer- den, soweit nicht die Trennung von der Familie berussüblich ist. Die in diesem Kriege abgeleitete Wehrpflicht ist in das Arbeitsbuch einzutragen.
Neue Trageweise des Blutordens.
Nach einer Anordnung des Oberkommandos der Wehrmacht wird das Ehrenzeichen vom 9. November im Knopfloch der rechten Brusttasche mit dem Adler nach vorn getragen, ebenso das Band ohne Orden. Bei Röcken ohne Brusttasche bleibt es bei der bisherigen Trageweise. An Ordensschnallen sind Band und Ehrenzeichen nicht anzubringen. Zu allen Anzugarten, zu denen kleine Ordensschnalle angelegt ist, ist nur das Band des Blutordens, zu allen An- zugarten mit großer Ordensschnalle der Blutorden selbst anzulegen.
von Wales in den Bereich der Operationen. Cs war das nicht das erste Mal, daß deutsche Flug- ieuge über diesen Teil von Südwestengland er- chemen. Schon vor Monaten erfolgten Angriffe owohl auf Bristol, auf Cardiff und Swansea fo- wie auf Newport, die größten Kohlenausfuhrhäfen Englands. Damals wurden die Verladeeinrichtungen derartig mitgenommen, daß die Mittelmeerlänoer von Portugal bis Aegypten (einschließlich der Schweiz!) ihre bisherigen Bezüge an der vielgerühmten Steinkohle von Wales ab- lösen mußten durch amerikanische Kohle. Wales ist ja vor allem bekannt durch den Titel des englischen Thronfolgers, der „Prinz von Wales" heißt. Auch mag in weiteren Kreisen bekannt sein, daß die Ur- bevölkerung von Wales ausgesprochen keltischen Ursprungs ist. Der früher vielgenannte englische Ministerpräsioent Lloyd George ist Waliser. Wales ist aber auch reich an Eisenerz, ebenso wie
Bristol, dessen kriegswichtige Anlagen durch einen Aroßangriff der deutschen Luftwaffe am 24. No- runter zerstört wurden, ist eine alte Hand eis'ladt cm Zusammenfluß des Avon und der Frome, 2'/i 6 tunten oberhalb ihrer Mündung in dem Bristol- ,(anaL Bristol wird vor der normannischen Gr- peruna nicht erwähnt, war aber schon im 12. Jahrhundert eine reiche und angesehene Stadt. Im 15. Md 16. Jahrhundert war Bristol die zweite Stadt knalands und trieb einen äußerst lukrativen und pnsangreichen Handel nach allen Erdteilen. Zahl- k'iche Entdeckungsreisen gingen von hier aus, so h des berühmten Seefahrers Sebastian Cabot (1498), der wahrscheinlich aus Bristol stammt. Im Bürgerkriege wurde die Stadt 1643 von den Roya- fiten, bann 1645 von General Fairfax besetzt, tem jsrinz'Ruprecht sie fast ohne Schwertstreich über- rab. Im 17. und 18. Jahrhundert war die Stadt berüchtigt durch die hier in großem Maßstabe be- ‘ riebene Seelenoerkäuferei, um Arbeiter für die s amerikanischen Kolonien zu erlangen; auch am ? kl ave nh anbei mar Bristol stark beteiligt. Im Jahre 1531 brach bei den Beratungen der Reform Bill h Bristol ein blutiger Aufstand aus, bei dem viele
flenschen getötet und viel Eigentum zerstört wurde. Jer „Great Western", das erste englische trans- vlantische Dampfboot, wurde in Bristol gebaut und tat von hier 1838 seine erste Fahrt nach Amerika tn Früher waren die Straßen von Bristol (1685) |) eng, daß Kutschen ober Karren Gefahr liefen wischen ben Häusern stecken zu bleiben ober in bie feiler zu stürzen. Lasten würben daher fast nur cif von Hunden gezogenen Karren um die Stadt fcrum transportiert, und die wohlhabenden Ein- rohner zeigten ihren Reichtum nicht durch Fahren p vergoldeten Karossen, sondern indem sie gefolgt ton reichgekleideten Dienern durch die Straßen ranberten und üppig besetzte Tafeln hielten. Die Gastlichkeit der reichen Zuckersieder war berühmt; tnes ihrer Lieblingsgetranke, aus dem besten spa- sichen Wein bereitet, war in ganz England als Kristol-Milch" bekannt.
Mit dem Luftangriff auf Bristol rücken alle Häfen
, - v w . v , ' mals in der Fabrik. Und außerdem war es mit
zen^sowohl^in^Bristol wie ^Swansea. Nur roerbeji [^em Essen damals schon so, so. Wir jedenfalls hat- K " " n-t.--.r-- t- fcn <£urncn jn Anführungsstrichen, von sinnvollem Sport war nicht die Rede.
Neiderfüllt passe ich ein^e Mütter am Ausgang eines großen Werkes ab. Sie kommen nicht allein. Merkwürdiaerweise haben sie ihre Kinder an der Hano. Kinder, so kleine Kinder in der Fabrik? ! Jawohl, sogar so kleine Kinder an dieser Stelle. Es ist rund eine Dreiviertelstunde nach Arbeitschluß, während ein lachender und scherzender Strom von Menschen sich hier ins Freie ergießt.
machen. Diejenigen, die diese Stunde leiten, wissen, was beiden notiui, sie passen sich dem an, lenken und leiden mit sinnvoller Ueberlegung. Dabei machen Mütter und Kinder begeistert mit ...
Es ist eine Frage, wie sich die werdenden Menschen künftig zum Leben stellen werden, eine Frage, Die heute bereits entschieden werden muß. Der Mensch wird zum Leben Ja sagen, bei dem die Thittcr diesen Sinn gleichzeitig ersaßt. So reizvoll, ganz ehrlich gesagt, uns selbst Biertonnen, Teppichstangen und Müllkästen erscknenen und heute vielleicht noch erscheinen werden, sie sind nicht bas Sprungbrett in bie Zukunft. Der Sinn Hegt ;anz woanders. Er liegt Da, wohin ihn KbF. in iedenjähriger mühevoller Arbeit durch die Berit n t) u n g b e s Betriebssportes und b er Kinder geführt hat. Sieben Jahre Aufbauarbeit sind ein Abschnitt, der einiges Urteil erlaubt, der i,estattet, heute die künftige Entwicklung vorauszu- ehen und vorauszusagen. Mütter und Kinder ge- lören nun einmal zusammen, und keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, hier etwa von „Mutters Schürzenzipfel" zu reden. In der G e - mein fdjaft des Turnens und der Ghmnastik liegt der Wert für beide. Jeder für sich wäre entweder zu gleichgültig ober zu müde. In der Gemein- chaft macht es Spaß. Herangeführt vom BDM., (roßen Nachbarschaftskindern, Nachbarn oder sonst emanden, der dazu gerade Zeit hat, finden sie sich zusammen in den werkeiaenen Sportanlagen, wo diese aus räumlichen Gründen nicht vorhanden sind, auf benachbartem öffentlichen ober vereinsmaßigem Sportgelände- Vielfach hat auch der Betrieb seinen eignen Kindergarten unter Leitung von Fachkräften — übrigens auch eine Sache, die unendlich vielen Frauen die Sorge um die Kinder abnimmt, wenn sie damit von der Straße runter sind.
Sie turnen, spielen miteinander, treiben Gymnastik, deren Wert und Bedeutuna sie heute noch nicht einsehen können. Aber sie reden auch miteinander darüber, wenn sie nad) Hause gehen und zu Hause find. Gemeinsame Erlebnisse, gemeinsame Interessen sind eine Bindung, die einen unglaublich erzieherischen Wert haben. Die Mutter hat bas Kind in ter Hand, das Kind findet bei der Mutter den Hörer für feinen Inrcr- essenkreis. Ucter die rein körperlichen Werte des Kinterturnens hinaus ergeben sich damit moralische und erzieherische Werte, die nicht hoch genug ein- geschätzi werden können. Man hat nicht umsonst sieben Jahre — bisher — an diesem Problem gearbeitet, hat nicht ohne Grund die besten Kräfte für diese Aufgaben eingesetzt, wenn sich nicht gerate letzt, in der Zeit höchster Krästeansp-annunq, nicht gleichzeittg der moralische und erzieherisd)e Wert für die Kinder ergeben muß. Kriegszeit muß nicht zwangsläufig einen Abfall in der Erziehungskurve bedeuten. Dafür zu sorgen, daß bie berufstätige Frau gerate jetzt im wirtschaftlichen Abwehrkampf auch bie Aufsicht und bie Erziehungs- m i e Beeinflussungsmöglichkeit über ihre Kinder behält, ist mit Aufgabe ber Leistung, bie die NS. -Gemeinschaft „ft fa ft durch Freude" mühselig aufgebaut und gegen viel Lauheit und Mißverständnifse durchgesetzt hat.
Mitunter können Schriftstücke, die nicht zur Der- rfenllichung bestimmt waren, einen viel tieferen (inblitf in Lebensumwelt und Gefühle des Schrei- l?re geben, als manche wohldurchdachte schriftstelle- rsche Arbeit. Ein glücklicher Zufall wehte uns den sachfolgend abgedruckten Brief einer natio- alsozialistischen Studentin auf den sich, die in Unterbrechung ihres Studiums a l s ushilfslehrerin im Warthegau tätig t Dieses fo lebensfrohe und tatenfrohe Dokument us der Aufbauarbeit im deutschen Osten erscheint ins so typisch für Problemstellung im Warthegau nd für ihre Meisterung, daß es einer weiteren j leffentlichkeit nicht voxenthalten werden soll.
Ja, wenn Sie mich etwa als biedere Stu- tentin in Tübingen vermuten, dann suchen Sie rich am falschen Fleck. Ich sitze nämlich beinahe DOO Kilometer davon entfernt auf einem Dorf im Warthegau, 30 Kilometer von Litzmann- ftabt weg unb halte mit Begeisterung täglich von k bis 13 Uhr bei 26 beutschen Kindern kchule. Dabei mochte ich gar nicht daran benten, hfj diese meine beglürfenbe Tätigkeit nur bis Weihnachten bauern soll, benn bann muß ich auf eüe Fälle wieder an meinem Studium weiter- »rachen. Die Universität Tübingen fordert, sich mög- lchst zahlreich zu dem sehr notwendigen Lehrer- knsatz im Warthegau zu melden; und daraufhin pg auch ich hinaus. Ich hätte gar nichts G e - fcheiteres tun können, als mich ba zu reiben. Denn so schon wie hier, werde ich's in reinem ganzen Lehrerinnendasein nicht mehr bekommen.
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