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Feldgrau auf den pariser Boulevards
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itftabt nimmt das Leben fast unverändert wieder seinen gewohnten Gang.
*........... die feldgrauen deutschen Uniformen
Fohhag-Atlantic-M.)
Tip eines „Braungebrannten": Allmählich an die Sonne SS
gewöhnen und langsam ___
bräunen. Mit Nivea-CremeI XSSäkÄ Wer aber unbedingt länger in der Sonne bleiben und (ÄäMbWfy|r schneller braun werden will, braucht Nivea-Ultra-Ol mit dem verstärkten Lichtschutz,
Das britische Schuldkonto wächst!
In einer Nacht 371 Bombenabwürfe auf friedliche deutsche Städte und Dörfer.
In der französischen Hauptsi , ,
Die Kaffeehäuser auf den Boulevards sind wie ehedem besucht, nur i
geben dem Pariser Alltag eine neue Note. — (PK.-Fohhag-
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Flotte hat Honolulu in Richtung auf den Panamakanal verlassen. Es soll sich um neue Flottenmanöver handeln, andere Zeitungen sprechen von einer freundschaftlichen Geste der Vereinigten Staaten gegenüber Japan, das das lange Verbleiben Der Flotte in Hawaii als Herausforderung betrachtet habe. Der ftühere Marineminister Edison erklärte vor der Uebergabe seines Amtes an den Obersten Knox, er habe Verträge für den Bau von 68 Kriegsschiffen abgeschlossen, die zu den bereits früher in Auftrag gegebenen 23 Kriegsschiffen hinzuträten.
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strophe ihrer Länder sehen. Die Vatikanpoli^ei überwacht alle. Ihr Leben ist keineswegs mehr angenehm, da sie nicht mehr mit anderen Personen innerhalb und außerhalb des Vatikans, auch nicht telephonisch in Verbindung treten können. Ihr Leben muß sich in dem kleinen Palais Santa Maria abspielen. Die einzige Zerstreuung bildet ein Nach- mittagsspaziergang in den Vatikangärten, wobei die nunmehr offenen Feinde bemüht sind, sich aus dem Wege zu gehen.
Das Blutbad von Abbevitts.
Brüssel, 26. Juni. (DNB.) Heber bas Schicksal der Belgier, die von den Franzosen verschleppt und zum Teil umgebracht wurden, teilt der Hilfsausschuß für politische Gefangene mit:
Nach den skandalösen Verhaftungen vom 10. Mai wurden aus Brügge drei Lastwagen mit politischen Gefangenen, darunter D e g r e l l e und va n Teveren, nach Frankreich gebracht. Es handelt sich um insgesamt 72 Personen, deren Spuren i n Abbe v i l l e wiedergefunden wurden, wo sie in einem Keller auf dem Großen Marktplatz untergebracht waren. Am 19. Mai um 5 Uhr morgens wurden 26 dieser Unglücklichen durch französische Soldaten an die Mauer gestellt und niedergeschossen. Die anderen wurden nach Rouen gebracht, wo bis auf weiteres ihre Spur verloren gegangen ist. Zuverlässige Mitteilungen weisen auf ihre Verbringung nach Südfrankreich hin. Drei der 26 Ermordeten wurden drei Tage später von den deutschen Soldaten aufgefunden. In Abbeville wurden verschiedene Kleidungsstücke aufgefunden, unter denen man mit Sicherheit d i e Hüte van Severens und seines Mitarbeiters Ryckvoort feststellte
lieber die Mißhandlung und Erschießung belgischer Zivilpersonen durch die französischen Truppen laufen jetzt ständig neue Berichte aus der Provinz ein. So ist auch der Bürgermeister der wallonischen Ortschaft Gouy-lez-Pieton im Gebiet von Charleroi von den Franzosen ohne irgendeinen Grund erschossen worden.. Bei Gembtoux wurde eine ganze Bauernfamilie von den ftanzösischen Soldaten hingemordet.
Oie deutschen BesahungStruppen an der Pyrenäen-Grenze erwartet.
Rom, 26. Juni. (Europapreß.) Die Nachricht, daß nach dem Waffenstillstandsvertrag deutsche Truppen die französische Küste bis zur spanischen Grenze besetzen werden, hat in der spanischen Bevölkerung große Freude ausgelöst. Don den spanischen Behörden werde den deutschen Truppen, die das an Spanien angrenzende Küstengebiet besetzen werden, an der Grenze ein festlicher Empfang bereitet werden.
Den Direktoren der „Daily Mail" und des „Daily Telegraph" ist von den spanischen Behörden das
Einreisevisum für Spanien versagt - worden, ebenso einem Schriftleiter des „Figaro". Dagegen hat General G o u r a u d den Sichtvermerk für die Durchreise nach Portugal erhalten. Am Grenzüber« gang von Jrun sind weitere Flüchtlinge aus Frankreich mit Geldbeträgen im Werte von zwei Millionen ftanzösischen Francs angehalten und das Gold beschlagnahmt worden, so, wie es schon mit den Goldbarren der drei Sekretäre von Reynaud geschehen war. In Biarritz bieten flüchtende Juden den Fischern große Summen, um heimlich auf einem Fischdampfer nach Lissabon gebracht zu werden.
Frankreichs Afrikatruppen wahren Disziplin.
T e t u a n, 27. Juni. (DNB. Funkspruch.) General Weygand hat in einem Telegramm an den Chef der französischen Afrikastreitkräfte, General N o - gues, alle ftanzösischen Offiziere zur Disziplin, Gehorsam und Vertrauen auf Marschall Petain ausgefordert. Frankreich habe gegen einen überlegenen Gegner gekämpft, aber die Waffen strecken müssen. Der Waffenstillstand sei hart, aber niemand, der nicht selbst an den Schlachten teilgenommen habe, könne sich eine Vorstellung von der Lage Frankreichs machen.
General N o g u e s sandte dieses Telegramm an die Oberbefehlshaber der Truppen in Marokko, Algier undTunis. Er fügte eine Aufforderung an die Behörden in Ftanzösisch-Nordaftika hinzu, dem Befehl der Regierung nachzukommen. Auch der Oberbefehlshaber der Marokkotruppen, General Francois, der die Tagesbefehle der Generale Weygand und Nogues im Rundfunk verlas, hat bereits zu Gehorsam und Ordnung aufgefordert.
Oer Republikanische Parteitag der LtGA.
N e u y o r k, 25. Juni. (DNB.) In Philadelphia begann am Montag unter dem üblichen Zeremoniell und in Anwesenheit von 16 000 Zuschauern die Parteitagung der Republikaner. 1000 Delegierte aus allen Landesteilen werden sich sowohl über das republikanische Wahlprogramm wie über einen Präsidentschaftskandidaten unter nicht weniger als zehn Bewerbern einigen müssen. Die Nominierung dürste Mitte der Woche erfolgen. Nach Untersuchungen führender Journalisten haben bisher D e w e y und Taft je etwa 300 Delegierte hinter sich, während andere Bewerber wie H o.o v e r und Band e n - berg zwar von ihren Heimatstaaten und vielleicht einigen weiteren Delegationen nominell vorgeschla- gen werden dürften, aber kaum Aussicht haben, in den Endkampf zu kommen. Um so emsiger arbeiten die Hintergruppen für den Außenseiter Wollkie, dessen Stern in den letzten Wochen sprunghaft in die Höhe ging.
Blick aus England.
Dom,randstaatlichen Frankreich wendet sich nun unser Blick zum i n s e l st a a t l i ch e n England. Beide Lander haben einen ungewöhnlich starken natürlichen Schutz gemeinsam. Mehr als die Hälfte auch der französischen Staatsgrenzen entfällt auf die Meeresküste und die Landgrenzen Frankreichs sind durch Pyrenäen, Alpen und Do- gesen bis auf einige schmale Pforten umwallt. Damit hören ober auch schon die Gemeinsamkeiten auf. In den letzten Tagen haben wir so oft gehört: Paris ist Frankeich. Und wenn das auch eine Uebertreibung ist, so ist Paris doch der Schnittpunkt der Straßen und der Bahnen und hat seit altersher eine ausgesprochene Führerstellung. Auch L o n d o n ist ein gewaltiger Wasserkopf. Allein die technischen Leistungen sind nicht von London aus- gegangen, sondern — in der Zeit der Blüte der englischen Industrie, also vor 200 bis 100 Jahren —, von Mittelengland und von Schottland! Frankreich hat in dem Seinebecken einen eigenartigen natürlichen Mittelpunkt; in England verbinden Küstenschiffahrt, Kanäle und Eisenbahn das ganze Land zu einer Einheit.
Der wichtigste Unterschied zwischen den beiden Ländern offenbart sich in ihrem Raum und in ihrer Bevölkern ngszahl. In Frankreich leben auf 551000 Quadratkilometer 42 Millionen Menschen; in Großbritannien (England und Wales, Schottland, Nordirland) leben auf 243 000 Quadratkilometer über 46 Millionen Menschen. England ist also nicht einmal halb so groß wie Frankreich, zählt aber fast 5 Millionen mehr!
Die eigenartige Struktur Englands läßt sich aus einer leicht zu merkenden Angabe ablesen: es gibt feinen Ort in England, der mehr als 110 Kilometer von irgendeiner Küste entfernt wäre. Man wird jetzt verstehen, warum wir auf die Bedeutung der Küstenschiffahrt so nachdrücklich verwiesen haben. Vielfach haben die großen Industriezentren in Mittelen gl and oder in Schottland aber auch direkte i Verbindung mit den europäischen ober überseeischen ; Häfen. Das alles schränkt den Binnenverkehr ein, : obwohl das Eisenbahnnetz sehr dicht ist. Aber es ! ist charakteristisch, daß die im 18. Jahrhundert ge- : bauten zahlreichen Binnenkanäle gänzlich vernach- ' läsiigt sind und zur Beute der privaten Eisenbahngesellschaften wurden. Diese haben die Kanäle an- : gekauft und stillgelegt, um sich eine Konkurrenz vom : Halse zu schaffen. Hier stoßen wir schon auf ein bezeichnendes Symptom für das absolute Heber« wiegen des privatwirtschaftlichen Jnteressenftand- punktes über den volkswirtschaftlichen Gesichtspunkt.
Diese überaus günstige Derkehrslage hat in der Verbindung mit der Sicherheit der insularen Existenz im 18. und im Anfang des 19. Jahrhunderts eine Hochblüte von Handel und Gewerbe hervorgerufen, wobei die notwendigen.Kapitalien ursprünglich durch Piraterie, Sklavenhandel Und kolonialen Raubkapitalismus beschafft wurden. Bis um das Jahr 1500 war England ein feudaler Agrarstaat, wie er im Buche steyt. (Noch 1801 betrug die Einwohnerzahl Englands und Schottlands nur 10,5 Millionen!) Es belieferte Flandern mit Schafwolle und sogar die Fischgründe waren an Holländer verpachtet. In London saßen die Hanseaten in ihrem Stahlhof und von diesen Oesterlingen (Männern aus dem Osten) führt noch heute das Pfund Sterling seinen Namen. Erst unter dem Königsgeschlecht der Tudors (Heinrich VII. und VIII., Maria I, Eduard VI und Elisabeth) wurde das Gewerbe in England entwickelt, wobei Flamen, Hugenotten und Pfälzer wertvollste Zuwanderer waren. Das Ende des 18. Jahrhunderts brachte die Erschließung der riesigen Steinkohlenvorkommen in Wales, Mittelund Nordengland sowie in Schottland, wobei England noch das Glück hatte, daß über den Stein- kohlenfeldem im selben Revier reiche Lager von Spateisenstein waren, so daß dieselbe Grube in der oberen Schicht Eisenerz und weiter im Untergrund Kohle lieferte. Die Verhüttung von Eisenerz mit Kohle (statt mit dem in England knappen Holz) ist eine englische Erfindung. Auch eine englische Erfindung ist die Verhüttung eifenarmer Erze, aber diese Erfindung wurde nicht von dem schnell reich und bequem gewordenen England ausgebeutet, sondern von Deutschland. Heute erzeugt England nur mehr 40 v. H. der deutschen Stahlproduktion!
Die Bezeichnungen „England" und „Großbritannien" gehen etwas durcheinander. Großbritannien ist der formal staatsrechtliche Ausdruck und wird meist dort gebraucht, wo der Staatscharakter betont oder die gehobene Rede angewendet wird. England ist im eigentlichen Sinne nur das Land von der Südküste bis zum Solway Firth; dann beginnt das sehr gebirgige Schottland. Aber selbst in diesem Zusammenhänge wird häufig neben England auch noch gesondert das (keltische) Wales genannt. Von Irland gehören jetzt zu dem Jnselreiche nur noch bie nord irischen Grafschaften. Der verhältnismäßigen Kleinheit bes Laubes entspricht, daß das Flußgebiet der Themse nicht einmal so groß ist wie das der Ems.
Man muh sich die Lage Englands, das das Sperrfort der Nordsee ist, auf einer Karte Europas vergegenwärtigen. Der östlichste Punkt des Landes liegt etwa in derselben Höhe wie Paris oder Orleans. Der südwestlichste Punkt (Kap Landsend) liegt nur 60 Kilometer westlicher als Brest. Der südlichste Punkt liegt in der Breite von Mainz, der nördlichste Punkt in der Höhe von Stavanger (Norwegen). Im allgemeinen ist das Klima wesentlich milder als in Deutschland dank des Golfstromes. An der geschützten Südküste, der englischen Riviera, finden wir eine Vegetation wie in Genua oder in Ragusa. Dort gibt es auch ziemlich viel heitere läge. Weiter nördlich entstehen aus dem Zusammenprall der kalten Winde und der feuchtwarmen Luft des Golfstroms die berüchtigten Nebel, die durch bie enorme Rauch- und Rußentw icklung noch verschärft werden. London hat alljährlich etwa hundert Nebettage. * Dr-Ho-
Aus der letzten Seite des zweiten Blattes finden unsere Leser eine ganzseitige Uebersichtskarte über die britischen Inseln.
peinliche Oiploniatenbegegnungen in der Vatikanstadt.
Vatikanstadt, 26. Juni. (DNB.) Durch den Waffenstillstand der Achsenmächte mit Frankreich hat die Atmosphäre unter den nach der Vatikanstadt übergesiedelten früheren diplomatischen Vertretern Englands und Frankreichs in Rom eine Trübung erfahren. Das einstige gute Einvernehmen ist m das direkte Gegenteil umgeschlagen. Der franzosch-e Botschafter und der englische Gesandte sind Feinde geworden und grüßen sich n t ch t m e h r. -öe* ;eichnenderweise nehmen auch die belgischen und polnischen Vertreter eine analoge Haltung gegen den englischen Gesandten ein, da sie in England den wahren Schuldigen für die Kata«
Araberdörfer angewandt haben, keine gleichen Erfolge im Kriege gegen Deutschland zu erzielen sind. Die deutsche Bevölkerung kann mit derartigen Mitteln nicht aus der Ruhe gebracht werden, denn sie weiß, daß der Gegenschlag der deutschen Luftwaffe der englischen Bevölkerung tausendfältige Schrecken bringen wird, wogegen die von einer unfähigen britischen Luftkriegführung verursachten nächtlichen Ueberfälle verblassen werden. Das britische Schuldkonto wächst.
Wehrloser deutscher Kutter von englischen Fliegern beschossen. Berlin, 26. Juni. (DNB.) Der Kampf gegen nichtmilitärische Ziele bei englischen Einflügen in Nord- und Westdeutschland wird auch auf See betrieben. Der deutsche Fischkutter „Jan Hinnick" ist vom Fischfang in der Nordsee in seinen Heimathafen zurückgekehrt und berichtet folgendes Erlebnis: „Wir hatten den ganzen Tag gefischt und waren morgens um 2.15 Uhr in Sicht der Küste vor Anker gegangen. Um 2.35 Uhr meldete der Wachthabende, ein Flieger komme im Tiefflug auf den Kutter zu, werfe Leuchtraketen und schieße mit Maschinengewehren. Der Angriff wurde kurz darauf wiederholt, worauf der Schiffer den Befehl gab, sofort die Ankerlampe zu löschen. Der feindliche Flieger, der die Position des Schiffes nicht mehr ausmachen konnte, flog dann in westlicher Richtung davon. Beim Ueberholen bes* Bootes wurden fünf Einschüsse an Deck und an der Borbwand festgestellt." — Der Hmstand, baß das Fahrzeug eine Ankerlampe führte, mußte dem englischen Flieger ohne weiteres sagen, daß er ein friedliches Fahrzeug vor sich hatte. Es handelte sich also um einen vorsätzlichen Angriff auf ein nichtmilitärisches Ziel. Wie bas planlose Bombarbieren nichtmilitärischer Lanb- ziele, so wird auch dieser Vorfall zur Vergeltung gegen England gebucht.
Großzügiges Wohnbauprogramm.
Berlin, 25.Juni. (DNB.) Während des Krieges müssen Wohnungsbau und Siedlung, so wichtig sie sind, naturgemäß hinter den Kriegsaufgaben zurücktreten. Um jedoch nach der siegreichen Beendigung bes Krieges das Siedlungswerk im großen in Angriff nehmen zu können, hat der Reichsarbeitsminister die mit der Durchführung des Wohnungs- und Siedlungswefens betrauten Behörden angewiesen, schon jetzt, soweit möglich, Vorbereitungen für das kommende Wohnbauprogramm zu treffen.
Die Behörden haben daher schon jetzt festzustellen, in welchen Bezirken und Gemeinden Wohnungen und Siedlungen nach Kriegsende besonders dringlich sind. Bei der Frage der künftigen Wohnform wird das nationalsozialistische Ziel der Verwurzelung des deutschen Menschen mit dem Grund und Boden untersttichen. Dem Flachbau wird daher seine Bedeutung zuerkannt. Auf dem Lande wird der Bau von Landarbeiterwohnungen im Vordergründe zu stehen haben, während in den kleinen und mittleren Gemeinden der Wohnungsbedarf vielfach in der Form der Kleinsiedlung gedeckt werden kann. In allen Gemeinden ist der Bau von Eigenheimen zu fördern.
Es wird ferner auf die Bedeutung der richtigen Auswahl des Baugeländes, das Gemeinden und Wohnungsunternehmen sich, soweit erforderlich, schon jetzt sichern sollen, als Grundlage für eine geordnete städtebauliche Entwicklung hingewiesen. Eine weitere wichtige Maßnahme ist die Steigerung der Leistungsfähigkeit der Wohnungsunternehmen hinsichtlich der Verbreiterung der kapitalmäßigen Grundlagen.
Der Gauleiter besucht ein Alzeyer Lazarett.
NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Spren- aer benutzte die Gelegenheit eines Aufenthaltes in Alzey, um dort in einem Lazarett die Verwundeten zu besuchen. Dann fand im Rahmen der Wehrmachtsbetreuung der NS.-Gemeinfchaft „Kraft durch Freude" ein Konzert des Rhein-Maini- fchen Landesorchesters statt. Unter der Stabführung von Gaumusikinspizient Fritz C u j ä gelangte Opern« und Operettenmusik zum Vortrag. Als Solist wirkte Theo Herrmann vom Frankfurter Opernhaus mit. Das Konzert fand bei den Verwundeten und ihren Betreuern eine begeisterte Aufnahme.
Generalmajor Löb f.
Eine Anzeige meldet den Fliegertcü» des Kommandierenden Generals und Befehlshabers in einem Luftgau, Generalmajors Fritz Löb. Gerade in diesen Tagen, in denen so oft festgestellt wird, daß vor allem die Materialüberlegenheit der deutschen Wehrmacht, besonders die Ueberlegenheit der deutschen Luftwaffe, den schnellen Sieg ermöglicht habe, muß an die Arbeit erinnert werden, die General Löb als Stitarbeiter des Generalfeldmarschalls Göring während der ersten Zeit des Vierjahresplanes für die wirtschaftliche Rüstung Deutschlands geleistet hat. Löb wurde 1895 in Berlin geboren. Er trat 1913 .als Fahnenjunker in ein Pionierbataillon ein und wurde im Juli 1914 Leutnant. Nach dem Weltkrieg war er zunächst in einem Reiterregiment, kam vorübergehend in das Truppenamt des Reichswehrministeriums, dann wieder als Kompaniechef zu einem Pionierbataillon und am 1. Mai 1933 als Major in den Generalstab. Dom April 1934 bis März 1936 war er Chef des Beschaffungswesens im Reichslustfahrtministerium, bis ihn Generalftldmar- fchall Göring zum Chef feines Rohstoff» und Devi- fenftabes berief. Bei der Organisation des Vierjahresplanes im Herbst 1936 wurde Löb Chef des Amts für deutsche Roh- und Werkstoffe. Bei der
Berlin, 26. Juni. (DNB.) In England wächst die Unsicherheit immer mehr. Alle beschäftigt die ftrage, wie nun wohl die weitere Entwicklung des Krieges gegen England fein wird. Die allgemeine Nervosität hat auch das britische Luftfahrtministerium ergriffen. Die der Royal Air Force gegebenen Angriffsziele lassen auf ein völliges Durcheinander schließen. In der Nacht vom 2 0. zum 21. Juni wurden insgesamt 371 Spreng- und Brandbomben auf deutsches Heimatgebiet abgeworfen, 16 Zivilpersonen wurden getötet und 41 verletzt. U. a. wurde ein Bombenangriff auf die Stadt Duisburg geflogen, durch den drei Häuser und eine katholische Kirche schwer beschädigt wurden. In der Stadt Rhynern, Kreis Unna, wurden zwei Häu - ser zerstört, ein Haus schwer beschädigt. Auf viele kleine Orte wie z. Ä. auf Ahlen, Oelde, Weetfeld, Schmehausen, Stadtlohn und Sterkerade wurden Bomben geworfen, durch die teils Schaden an Häusern, teils aber nur Flurschaden verursacht wurde.
In der Nacht vom 23. zum 24., 6.40 Uhr, ist die Royal Air Force schon dazu übergegangen, außer den üblichen Bombenangriffen in kleinen und kleinsten Städte auf freiem Gelände stehende Ge.bäudekomplexe zu bombardieren. In der Nacht wurden z. B. zwei Bomben auf Schloß Styrum bei Mülheim-Ruhr abgeworfen, wodurch der Verwalter tödlich verletzt wurde. Es entstand hier nur mäßiger Sachschaden. Auf das Schloß Rheydt, das 3 Kilometer nordwestlich der Stadt Rheydt liegt, wurden sogar sieben Bomben geworfen, die aber keines der Gebäude trafen, sondern nur Flurschaden anrichteten.
Glaubt das britische Luftfahrtministerium wirklich, mit derartigen Methoden das deutsche Volk auf bie Knie zwingen zu können? Man scheint in London noch nicht begriffen zu haben, daß mit den Methoden, wie sie britische Flieger gegen wehrlose
In feiner Programmrede auf der Parteitagung erklärte der Gouverneur des Staates Minnesota, ©taffes, das traurigste Kapitel der letzten vier Jahre Roofeveltscher Politik sei, daß die Bundesregierung, statt sich mit dem Wohlergehen des amerikanischen Volkes zu befassen, ihren politischen Blick auf einen dritten Amtstermin gerichtet habe. Dem künftigen Wohlergehen des amerikani- chen Volkes werde nicht durch eine Vogel-Strauß- Politik gedient. Amerikas Interessen lägen in erster Linie a u f der westlichen Halbkugel, es ei wesentlich, daß die Vereinigten Staaten entschiedene Schritte für die Verteidigung der westlichen Halbkugel unternähmen. Die unverminderte Arbeitslosigkeit von zehn Millionen Menschen, eine Staatschuld von 45 Milliarden Dollar und die Senkung )es landwirtschaftlichen Einkommens seien weitere Posten auf Roosevelts Schuldkonto. Die Verein- achung und Verbilligung des staatlichen Derwal- tungsapparates, eine großzügige Wirtschaftsförderung und die Durchführung eines gefunden Landwirtschaftsprogrammes bedürften einer vordringlichen Losung.
Militärische Maßnahmen am Panama-Kanal.
Stockholm, 26. Juni. (Europapreß.) Nach einer Meldung des englischen Rundfunks sind die Gewässer an beiden Ausgängen des Panama-Kanals miniert worden. In amerikanischen Marinekreisen wird baw erklärt, die Minenauslegung stehe im Zusammenhang mit den im Juli beginnen« beri großen amerikanischen Flottenmanövern. Auch schwere E i f e n b a t) n a r t i 11 e r ve soll nach ber Atlantikseite ber Kanalzone geschickt und die Verteidigunaskräfte der Kanalzone auf 30 000 Mann heraufgesetzt worden sein. Ein großer Teil der bisher in Hawaii stationierten amerikanischen


