Zmmer neue Aiederlagen der feindlichen Panzerwaffe
Kathedrale von Arras empor.
Die We-ite und Ruhe dieses alten und neuen
Granaten fleh
-urteilnng der Kriegslage
„Ölornalc d'Italia'' fest-
n
Schlachtfeldes wird jäh unterbochen von den'fför- dertürmen und Schutthalden der Jnduftriewerke
M G- F e u e r. Dazwischen trat neren Kalibers. Es sind feindliche Panzer, die oer«
Deutsche Infanterie auf den Schlachtfeldern des Weltkrieges
Die Höhen nordwestlich Arras im Sturm genommen.
hier in Feindberührung Vorgehen. Die Fahrzeuge stehen gut getarnt weiter hinten. Der Regiments» kommandeur hat als Kriegsfreiwilliger schon einmal hier gekämpft. Er hat auf der Loretta-Höhe gestürmt. Heute wie damals muff dem Feind jeder
m Kamps mit feindlichen panzern bei Arras.
(P. K.) Wir liegen in einem Hohlweg. Neben uni weidet friedlich das Vieh. Die wenigen französischen Bauern, die es gewagt haben, hier zu bleiben, laufen hastig über das Feld, um das zu bergen, was der Krieg übrigließ. In den Zweigen zwitschern die Vögel. Doch viel lauter dröhnen die Einschlaye der Granaten. Die Explosionen reißen riesige Staub, wölken hoch, die gleich Windhosen über die Felder fegen. Einen Steinwurf weit hinter uns liegt eine deutsche Batterie In Stellung. Jeder Ab. schuß läßt den Boden erzittern. Don vorn rattern die MG.s zu uns herüber. Wir nehmen den Kopf stets dann ein wenia tiefer, wenn man das Pfeifen der Geschosse hört. Zwischen den Bäumen des Hohl, weges kann man in die Richtung von Arras sehen. Wir haben die Festung umgangen und liegen rechts und links von ihr. lieber der heißumkämoften Stadt liegt die dunkle Rauchfahne, die der Wind i unendlich weit nach Westen herüberzieht.
In einem schneidigen Vorstoß sind unserePan. z e r um Arras herum nach vorn gegangen. In ihrer Behendigkeit rollen sie durch die flachen Täler und über die sanften Hügel des Geländes, das
Aufruf her Irredentisten Norsttas.
Rom. 20. Mai. (Eurapapreß) Die römischen Blätter verässentlichen einen Ausruf her Irreden- ttstep Korsika», in dem an d e n K a m p f de r Korsen gegen die französische Be• |« h u n g der Insel erinnert wird. Zum Schluß heißt es in dem Ausruf: „Korsische Brüder! Gesegnet seien die Väter, die vor dem Sterben die Söhne schworen ließen, die Fackel der Itallanitat aus die Enkel zu vererben. (Sielernet sei, wer in der Sklaverei ausgewachsen und seinen italienischen Ursprung nicht verleugnete. Gesegnet sei. wer In der Wartezeit seinen Blick aus die italienischen Gestade gerichtet hatte, im Exil Trauerkleidung trug und In der Sklaverei ans die Befreiung wartete! Das Warten wird nicht vergeblich sein. Volk, stehe auf! Der Augenblickver Befreiung naht..?
Wir haben lediglich militärische Ziele unter Feuer wurde, wir haben alles getan, um ihn zu verhindern, genommen. Souchez, Ablain, St. Razaire und die Zusammen mit den Panzern ist d. e P a k nach anderen Dörfer um die Lorettohöhe weifen keiner- vorn gegangen, die französische Gegenangriffe m lei Störung dieses Kampfes auf. Das französische verhindern hat. Wir^elbst warten auf den Befehl, Rationalheiligtum, die Kirche Rotre Dame de Lo- anzutreten und das Gelände das die Panzer frei, retto und das Ge^einhaus mit dem 52 Meter hohen machen, zu besetzen und den Widerstand der feind. Turm sind unversehrt. Der französische Fried- lSe» Infanterie zu brecheu Neben uns sind Hof ist unbeschädigt. Mir sind aus den Turm M a n n e r d er -- bereitgestellt. Es sind frische gestiegen, von dem cm Blick weit In das Land Truppenteile, die hier ihre Feuertaufe erhalten, reicht. Hiersehen wir die Vimy ho he, die ebenfalls Sie unterscheiden sich von uns nur dllrch ihre schon in unserer Hand ist. Deutsche Soldaten stoßen schwarzen Spiegel und durch die Hoheitsabzeichen borl hem Feinde nach Wil erkennen, nur sie lM «Us hem Aermel, ausgezeichnet wirken die Man. Dorgehen, an hem großen Kanadier-Denkmal hin- «er In ihren dunklen Tarnjacken, die sie über ihrer aufschauen, das an all die schweren Kämpfe zwi- Uniform tragen. Durchweg sind es junge Kerle, scheu Deutschen und Kanadiern erinnert. Aus dem denen man es von den Gesichtern ablesen kann, daß Dun ft des sich neigenden Tages ragt der Turm der sie sich freuen, nun endlich einmal an den Tommy zu - • **' kommen. Englische Gefangene haben nämlich aus.
„ gesagt, daß uns gegenüber neben den Franzosen .. | a u d) Engländer lägen. Plötzlich bekommen wir aus der Flanke, von Arras her, feindliches
suchen, durch unsere Flanke zu stoßen. Wir werfen uns herum, um den Geaner von vorne empfangen zu können. Melder preschen zurück, um die Pak zu holen. 3m Handumdrehen sind die leichten Geschütze da. Die Männer koppeln sie ab und schon sind sie schußbereit. Hinter den Panzern geht englische Infanterie vor. Die Pak emp« fängt die Panzer, unsere MG.s nehmen sich der Infanterie an. Zäh und verbissen wehrt sich der Feind. Immer wieder rollt er nach hinten, um dann ein wenig ausgeruht von neuem zmn Angriff über« zuaehen. Die Männer der ff bleiben ruhig und schießen was MG.s und Gewehre hergeben. Eine Stunde dauert der erbitterte Kampf. Viele feindliche Panzer rauchen, sie brennen aus, da ihre Panzer durch Paktreffer kampfunfähiggemacht worden sind.
Nun haben wir einen Augenblick Ruhe. Die Verwundeten werden von den Krankenträgern nach hinten zum Sammelplatz geschafft. Die Waffen werden wieder gereinigt, und alles wartet auf den Befehl, vorzugehen, meiterzumarschieren. Plötzlich rauscht es über uns, ein französischer Bomber Iieht in etwa 50 Meter Höhe über uns hinweg. Alles hat volle Deckung genommen, der Feind hat uns nicht entdeckt. Wenige hundert Meier weiter ladet er über einer Artilleriestellung sein« Bomben ab. Doch schon hat ihn die Flak gesehen, die Geschütze beginnen zu hämmern, der Franzosk flieht.
Wenige Minuten später beginnt es in der Luft zu dröhnen. Stukas ziehen in großer Höhe über unsere Stellungen hinweg nach Westen. Wir Der« suchen, sie zu zählen, doch kommen immer neue. Dahinter fliegen die Bomber, schwere Heinkek- und Dornier-Maschinen, geschützt von zahllosen Schwärmen deutscher Jäger. Obwohl wir fast jeden Tag feindliche Fliegerangriffe erleben, so sind es dock) nur immer einzelne M. aschi' it e«, die ihre Bomben auf uns werfen. Noch nie sahen wir so große Verbände, wie sie stündlich über uns yinwegziehen. Kurt Homfeld.
Ehemin des Dames.
Wenn man von Laon, dem alten römischen Lug» dunum, das, auf stolzer Bergeshöhe liegend, weithin die Aisne-Landfchaft beherrscht, nad; Südostcn blickt, so sieht man aus waldigem Vorgelände sich einen nrcltcn, mächtigen Höhenrücken erheben: den „Ehemin des Dames . lieber ihn stürmten, wie cs im Wehrmachtbericht vom 21. Mai heißt, die deut- (Aon Truppen bis an Hen Ais ne—Oise-Kanal vor. Eigentlich ist es nur die 18 Kilometer lange, von Fort de Malmaison bis Corböny über den Bergkamm hinwegführende Straße, die den Namen ..Damenmeg" verdient. König Ludwig XIV. hallt diesen Weg angelegt, um seinen beiden Schwestern die Reise von Soißons nach den. Schloß Bove zu.
, „ „ . „ , erleichtern. Aber im Weltkrieg verblaßte die roman-
R *1?." uT’ und c» blieb nu? her liebem-
» " ß b r ei t Bode» i mR a in pfeab ar u n ■ in feltjamem Kontra,i zu feiner
ne» werden. Man muh sich klar darube fei bafi yforlal, cin g^giaphischer Sammelbegriif Staiuolen und Engländer Dir auf einen Boden ' ,^6 'bcr bIuti9ften und graufamfien Krieg-" rümpfen her auch für sie durch bae net offene Blut I,,. abgeben oltte. Die Berghänge zwischm l;rer Soldaten geheiligt st. furchtbar ist da» Z u. Im Süden und der Ailleite Tm Dlorim
a m in entni rten all er ® ass «n unferei m,kn näm|irf) nad) brr unglücklichen SRarne- Webrrnacht st.r den Feind.-üben wie drüben for- t „ 191v4 Ma ststen, unangreifbar fdjeinen-
bert dieier Krieg Opfer. Sanitäter argen für die ^„ j>alf btr zuriickgerusenen deutschen Iruppm- Verwundeten Frische Araber bentfcher Soldaten bcn |i( )id \,in unb hi„ „warteten fi-
rennjedmen den Vrn'narü, unserer Truppen die ^ ^Ühfadr 1917 die furchtbare Ossenfioe de. auch stärkster feindlicher Widerstands nicht ausi,alten I N,a„a,a Nioeiie. bcn ((in'c clflfnen Landeleute dci. km'" Manch einen, ber ble Vlaterialfchlachten be» Uulsäuser" nannten. Unter dein gewaltigen 31n* Weltkriege» uberf anb hat e» diesmal Betroffen. " „ ' öic Deutschen ihre Stellung
irgendwann und irgendwo muß jeher seinem Bolle [äum<n un6 (i($ hinlcr bcn Dornenweg zurücktiehea. pin vpscr bringen. aber die französischen Verluste waren so ungeheuer-
Mit dem sinkenden Abend sind die Höhen nord- lich, daß Meutereien mlebrarfren und die Gefah» westlid) von Arras in unserer Hand. In sanierte des inneren revolutionären Zusammenbruchs k>is hat sie gestürmt. Die Ruine Mont St. Eloi) Republik in eine Existenzkrise brachte. FrankrcM glänzt im Scheine der sich nad) Westen neigenden bat fid) von diesem Sdilog, den es durch den deui- Sonne. Stukas kehren vom Feindflug zurück. Flak scheu Abwehrsieg am Damenmeg erlitt, nie wieüc» und Pak beziehen neue Feuerstellungen. Ein Tag ganz erholen können. Der Durchbruch zur zwcllcii der großen Vernichiungsschlacht in Nordfrankreich Marnescklacl)t im Mai—Juni 1918 gab den Damci^ geht zu Ende. Bernhard Starke. weg noch einmal in deutsche Hand. Noch heu« w-
---------- 1 bcr ganze kahle Bergrücken, der mehr eurer HoH*
(PK.) Während des Weltkrieges wurde zwölf Monate um die Lorettohöhe gerungen. Die eigentlichen Kämpfe um diesen beherrschenden Berg pieiten sich in einer Tiefe von etwa 6 Kilometer ab. So find auch die auf der V i m i) höhe liegenden Graben erholten, in denen sich die vorderste Linie 1918 befand. Die Dörfer Souchez und Givenchy sind ein ft im zerstörenden Feuer der Materialschlachten dem Erdboden gleichgemacht. Hunderttausende haben auf dieseni Schlachtfeld den Tod vor dem Feinde gesunden. <10 099 Franzosen liegen auf dem Friedhof der Lorettohöhe. 32 000 Deutsche sind In unserem größten Friedhof der ein- tigen Westsront, dem Maison Blanche, beigesetzt, zu dem die Ruinen von Mont St. Eloy und von Ablain-St. Nozolre hinübergrüßen. Wenn man die Straße von Souchez nad) Arras entlang geht, dann ieht man einen Soldatenfriedhof neben dem andern, ^ronzösilche, englische, kanadische und alle diese Oper wurden in einem Raum gebracht, der nur wenige Quadratkilometer umfaßt. Diesmal hat es zwei Tage gedauert, bis unsere Truppen durch den Raum von Arras bis zur Lorettohöhe vvrgestoßen waren. In schneidigem Angriff hat eine P a n z e r d i v i s i o n den Berg bezwungen und ist in Ausführung des Angriffs weit nach Norden in dos nord französische Industriegebiet vorgestoßen. Auf der Lorettohöhe weht die Hakenkreuzflagge.
Wir haben immer Ad)tung vor einem tapferen Gegner. Aud; diesmal hat der Franzose sein Nationalheiligtum, die Lorettohöhe, Aäfjr verteidigt. Aber der Feuerwirkung unserer sd)weren Panzer mußte er weichen. Mit Panzern hat der Feind Immer wieder versucht, die deutschen Angriffe zurückzuschlagen. An der Straße, die von Souchez auf die Lorettohöhe führt, liegen die feindlichen Panzer, die fid) unseren angreifenden Truppen ent» gegenfteHten. Sie sind zerschossen u n b ausgebrannt. Die Straße des Feindes lag unter dem Feuer schwerer Batterien. Riesige Granattrichter zeigen die Wirkung unserer Feuerüberfälle.
gefaßt zu sein.
Die Wider spräche, die In Londoner und Pariser Kreisen hinsichtlich der Beurteilung der Kriegslage zutagetreten, veranlassen „Giornale d'Italia' fest- zustellen, die Engländer hätten recht, wenn sie sich nicht dem Optimismus hingeben und die Lage mit mutigem, wenn auch verspätetem Wirklichkeitssinn in ihrem ganzen Ernst darstellten. Die Verluste, die die Franzosen und Engländer bereit» an Menschen, Kriegsmaterial und Stellungen erlitten hätten, seien gewaltig. Für die Streitkrä te, die in Belgien und NoiHsrankreich elnge|d)ln||er seien, gebe es kein e n W eg zur F l u ch t ü b e bas '1)1 eVr, das bereits von den Deutschen be herrscht werde. Ev gebe and) kein e 'M ögli ch - feit des Durchvruchs durch die deutschen Truppen nad) Süden hin. Die weitere Entwicklung des Krieges werde davon abhängeii, wieviel Nele r v e n die West möchte noch in den Kamp werfen könnten, um zu versuchen, die Durchführung de» großzügigen beul|dien Vlanes zu verhindern. Alles In allem seien die Aussichten des Krieges nicht sehr vielversprechend für die beiden imperialen - Demokratien.
in der Feuerwirkung seiner Waffen überlegen. I Heute sind mir b e m Feinde überlegen. Heute hoben w i r mehr Flugzeuge, mehr Flak, mehr Panzer, und die Infanterie ist aus dem alei- chen Holze geschnitzt wie die Männer, die voroem hier kompsten. Daycr wird diesmal der Sieg unser fein!
Der Feind hat fid) nad) der Vernichtung feiner zur Abwehr von Panzern bestimmten Waffen in hinhaltendem Widerstand zurückgezogen. Wir sehen die Einschläge unserer Artillerie, die die Rückzugstraßen der LKW.-Kolonnen des Feinde» und die Mulden, in die fid) die feindliche Infanterie zurück- zieht, unter Feuer nimmt. Auch die feindliche Artillerie schießt auf unsere vordersten Stellungen. Noch muß die feindliche Artilleriebeobachtung intakt sein. Vor uns, auf einem Masserturm, sehen wir durch das Scherenfernrohr den Beobad)ter der feindlichen Artillerie. Wenige Minuten später verschwin-1 bet der Wasserturm und mit ihm der Beobaditer! in einer Rauchfahne. (Ein Feuerüberfall hat gut gesessen. Das Auge des Feindes ist vernichtet.
Unsere Infanterie gebt sprungweise vor. Die H ö b e n nord w e st l i ch A r r a s müssen in unsere Hand. Motorisierte Schützen sind es, die.
(P. K.) Wir liegen weit nördlich von A r- r a s. Wenn inan den Blick zurück und) Süden wendet, sieht inan den Turm der Kathedrale von Arras, in der einst Bölcke auf gebahrt war. lieber der Zitadelle liegen noch immer Rauchschwaden, sie brennt schon seit Tagen. Stukas haben hier ganze Arbeit geleistet und das fcinblidje Mun 11ions - d epoi getroffen. Vor uns liegt die Ruine von 'M o n t St. Elo i). Wieviel Soldaten des Weltkriegs werden so wie wir vor dem Feind gelegen und aus diese Ruine geblickt haben. Am Horizont nad) eine (Erinnerung an den Weltkrieg: Auf der Lorettohöhe die -Kirche Rät re Dame de Lo retto. Recht» davon in Rand) gehüllt die V i in n - Hö h e, die von unserer Artillerie besdiossen wird. Dari liegen, einer Fliegermeldung zufolge, feindliche P a n z e r In Bereitstellung.
Wir sind ein ganz kleines Glied In der Kette, die fid) um die im Raume Nords ran kreid; und Belgien eingesd)lossenen feindiid)en Divisionen sd)lleßt. P a n- »er, Artillerie unb Panzerjäger bilden ihn, nicht zu vergessen unsere Infanterie, die in Gewaltmärschen unseren Panzern folgt und hier inm Einsatz gegen den fid) verzweifelt wehrenden Feind kommt. Um den Feind ein dichter Ring von leichter unb schwerer F l a 1. Tobesmntig versuchen f e i n b I i d) e Aufklärer eine Lücke in ber Umklammerung zu finden. Sie werben Opfer unserer Flak ober unserer Iöaer, bie immer zur Stelle slnb, wenn man glaubt, einem feinblichen Flugzeug sei es |d;on gelungen, fid) burch geschickte Wendungen und Kurven der Feuerwirkung der Flak zu entziehen. Schwärme deut>d;er Stukas, bie das Licht her Sonne zu blenden scheinen, fliegen in den Raum ein, in dem der Feind eingcsd)lossen Ist.
Wir find bie worb e r ft e P o ft l e r u n g a m Fein d. Besser als mit bloßem Auge können mir die Bewegung ber feindlichen Nachhuten erkennen, wenn wir das Glas zur Hilfe nehmen. MU bloßem Auge sind es harmlose Strohschober, wie wir fie überall auf den weiten Feldern Nordfrankreichs finden. Mit dem Glas erkennt man aber, daß es feindliche Maschine ngewehm e st e r sind, Rohrmündungen von P a n z e r a b w ehrae - d) ü tz e n unb Insanter le g e f ch ü tz e n. Unsere dimeren MG.s und die Panzerjager nehmen die eindllchen Ziele unter Feuer. Einige Panzergra- unten, und die Strohschober stehen in Hellen F l a m m e n. Der Feind geht zurück, soweit er nicht in unserem Feuer liegen bleibt, MG.-Garben jagen hinter dem zurückgehenden Feind her
Hier vorne hält d e n t s d) e Infanterie Wacht auf den Stlilachtselbern des Weltkrieges, im Raume zwischen Arras, Eombroi unb Douai, wo schon vor melir als 25 Jahren deutsdx Infanterie köinpste. Damals war der Gegner zahlenmäßig und
pui da vorne an der Front laufen den Nachrichten Mitteln einsad) davon. Selbst der Wunbfunf, da» schnellste Meldemittel, hat Mühe, mit seinen Son- oermelbunqen dem phantastischen Temvo der Operationen zu folgen, mag ber Wunsch, die Heimat mit größter Schnelligkeit auf dein Lausenden zu halten, and) noch so begreiflich sein E» ist ja nur ein Beispiel von vielen für da» Außergewöhnliche dieses Krieges, wenn etwa die stärkste Feitung Europas, über deren vermeintliche Unüberwindlichkeit die Mili- törsachleute fremder Staaten eine ganze Literatur zusammenschmieden, von der 'Wehrmad)t de» neuen Deutschland unter einer wahrhaft genialen Führung im Weltraum von noch nicht einmal einer Woche ausgespalten, zerbrochen, außer Gefecht gesetzt wird, sie, die bestimmt war, einen Angreifer nm viele Monate feftzulegen, wenn nicht gar sich verbluten zn lassen
Von einer Woche auf die andere Hoben die west- lichen Kriegoverschwörer, die bisher immer noch fremde Staaten unb fremde Heere zwischen fid) unb dem Gegner wußten, diesen pl"tzlid; unmittelbar an unb In Ihren Grenzen. Damit ist ein entscheidenbes und für die Westmächte tief erschreckendes Merkmal in den Vordergrund getreten, das Im Weltkriege noch nicht bestand: die damals unbestrittene Beherrschung des A e r m e l k o n a I " durch Ena- land und Fronkreid) steht heute bereits genau so auf dem Papier wie etwa Englands Herrschaft über die Nordsee nhei (eine < celjn t |<l)u|l ...... .......
sind Begriffe von vorgestern, auf deren Anwendung eine Macht keinen sachlichen Ansprudi mehr hot, deren Flotte Schiss für Schiss aus den Meeresgrund geschllkt wird. ..
Sn neutralen Kommentaren ist vielfach davon die Rede, daß das Immer größere, immer schwerere Ringen tm Westen sich in ber Tat zu einem großen Entschelbnngokamps entwickelt. Wer bestimmt eßt geitpunkt und das Gesetz des Handelns in die em nifcheidungokampf, Deutschland oder jenes Ehur- chill-England mit seinen unzähligen prahlerischen Ankündigungen, Erfolgslügen, (Mreuelmelbungen unb Wartbrüchen? Noch nicht ein einziges Mal In diesem Kriege mar es den Westmöchten möglld), ber deutschen Initiative die Führung zu entreißen. Wie bewertet man heute In England unb Fran kreid) bei- spielsweise die vielgerühmte Maginotlinie nach dem Fall her modernsten Festungogebiete Europas? Mas halten Sie heute, Herr General Ironfide, von den „zu jungen" deutschen Generälen und ihrem „Man- (Eh^aber ^lürL an dem gegenwärtigen Stadium des Krieges Immer unbegreiflich bleiben. 1914 schon haben bie Belgier die Erfahrung machen müssen, daß sie selbst mit Ihrem riesigen Festmigoshstem den Deui- chen keine ernstlichen Hindernisse auf bie Dauer entgegensetzen konnten. Wo aber um Himmels willen fanden sie heutzutage eine ausreichend schwerwie- nenhe Veranlassung zn der Einbildung, sie könnten die stärkste und modernste Wehrmacht der Welt aufhalten unb bekämpfen? Etwa mit Hilfe ber Fran- lofen? Oder gar her Engländer? Bis zu welchem Grade muß Belgien und mit ihm Holland in das verschwörerifche Gesvräd, mit England versunken gewesen sein, daß es bie furchtbaren Warnungen vor eben diesem England völlig übersah, die einsichtige Staaten als rechtzeitige und wertvolle Erfahrung ans den Fällen England-Polen, Englanb-Finnland und England-Norwegen zogen, nachdem die Fälle China, Abessinien, Rotspanien und Benesch-Tschechei schon vorangegangen waren!
Verschiedene Veurteilung der Krtegslage.
Pari- wiegt fid) noch immer in Optimismus
Rom, 27. Mai. (Eurapapreß.) Die römische Sonntogopreste stellt nicht ohne Erstaunen einen weitgehenden Unterschieb der Ausfassunaen über die Kriegslage zwischen den Wostmächten fest. In Paris werde eine geradezu optimistische Beurteilung ber Loge zur Schau getragen, wahrend man In London die Dinge weit realistischer betrachte und nad) wie vor auf den außerordentlichen Ernst der Entwicklung Hinweise. Der Pariser 'Beridilerftatter des „Voce d'Iialia" schreibt, daß die Oessentlichkeit nld)to von den Verlusten der Westmächte erfahre und den Versicherungen ber Presse Glauben schenke, daß diese Verluste verhältnismäßig gering seien. Der London e r Vertreter des gleichen Blattes berld)* tet, in der englisihen Hauptstadt schwinde die Hofs- NUN aus die Möglichkeit eines sranzöslsch-belgischen Gegenangrlfsa, der ÄNAflcht aus eine wenn and) nur leichte Besserung der Lage ber eingeschlossenen Trug, pen böte, immer mehr dahin. Hebe roll in England «laubt man Agenten des Feindes zu erblicken ober entsche Fallschirmjäger unb Flieger vom Himmel herunterkommen zu sehen. „Times" unb „Manchester Guarbian" forderten die Oeffentlichkeit auf, rechtzeitig auf englische m Boden alle e r ■ f ordern chen Verteidigung e m aßnah. men zu treffen, um b|p Drohung eines deutschen Einfalles abzuwehren und auf jede lleberra|d)iing
? jpyfck. »WwKiak Arras umschließt. Es ist ein ideales Gelände
.Ikür Panzerangriffe. Genau so wie auf dem ftnft an allen Stellen an denen es im Westen zu Begegnungen deutscher unb seinbUcher Panzerverbänbe helmatUd)en Exerzierplatz ist jede Bewegung, lieber, tain errolelen sich untere (Einheiten al« iiherteaen. In Hunderten [leben In Belaien unb Nardsrankretch all Ht ber Abstand vorbildlich. Rechts unb Im 3 sind iierntchtete bzw. beschridtgt« englische unb sranjasische Panzerkampswagen am Rande ber Barmarschstraße, bie Sicherungen htnausgeschaben, bie seitliche Hebet. lPK-Fremke-Bressebltbzenlrale-M.» alle vcrljinbern sollen. Heber wagende Getreide,
selber, über fruchtbaren Ackerboden nahmen die — , ey 4* Panzer Ihren 'Weg, braune Staubfahnen hinter sich
Oie Hakenkreuzfahne auf der Lorettohöhe
u I • • wird. Doch es ist Krieg, ber uns aufgezwungen
Lleoln, Lens unb Loos, bie wir von ber Lorettohöhe elnfehen können. Dort ist noch ber Feind, dem unsere Ponzer nachstoßen, gefolgt von Geschützen unb Pionieren.
Es ist ein erhebenbes Gefühl, auf biefer Höhe zu stehen, bie einst unseren Vätern unb Brübern (o viel bebrütete, bei bereu Namen sie an schwerste Kämpfe bes Weltkrieges erinnert würben. Diesmal ist hie Hölie mit ganz wenigen Opfern erstniint worben. Ein Erfolg der Truppenführung, bcr Aus- bllbung ber Mannsck)aften und der Güte der Tank- wagen und bcr Waffen. Die Kämpfer von 1914 unb 1916, bie um biefe Höhe kämpften, die nad) heute auf Schritt und Tritt her Hauch des Todes umweht, haben roürblgc Nachfahren gefunden. Der Soldat bes Großbeutschen Reld)es kämpft lo tapfer wie sie. Er hat bcn Vorteil, bessere Waffen zu besitzen als bcr Feind. Ihm wird kein Opfer zu- gemutet, bas nicht unbebingt gebracht werben muß.
Gerhard Starcke.


