Ausgabe 
27.4.1940
 
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Nr. 99 Zweites Blatt

2Z./28. April t94«l

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

tiger

Der llmversilälsnchier

(Nachdruck verboten!)

15. Fortsetzung.

hat es im Verlaufe des Reihe von Veränderungen

könnt wurde.

Im Lehrkörper

Die Arbeit der Ltniversität Gießen im Kriege

Eine Llnierredung des Gießener Anzeigers mit dem Rektor der Ltniversität.

nugtuung, mit Oberbürgermeister Ritter einen alten Kämpfer des Führers und Träger des goldenen Ehrenzeichens eng mit der Universität zu verbin­den,. der sich stets als ein außerordentlich tatkräf- und warmherziger Förderer unserer Ludo-

Wirst öu k srWmFmli?

Roman von Martina ikckartchelm

Eine Welle von Lebenslust trägt sie aus einmal hoch, sie weiß selbst nicht, woher ihr dieses prickelnde Uebermut kommt.

Und keiner hot's gesehen und keiner hat's gesehen", trällert sie.Und nun wird Schluß ge« macht endgültig Schluß!"

Das letzte sagt sie sehr laut und sehr energisch. Sie steht auf der chaustürschwolle und sieht wieder erschrocken nach der Bodenluke. Da wiederum alles still bleibt, geht sie um die Ecke des Hauses. Die Sonne brennt noch auf das Hofgeviert, obwohl es schon die fünfte Stunde ist. Die Schatten sind lang. Hefenfranz stellt ein paar Leute an, die Bier­kästen auf die Laderampe wuchten. Sie nehmen von Erni keine Notiz, lieber der Straße drüben liegt der Gemüsegarten, er hatte neben dem Hause keinen Platz. Das Anwesen des Gräfehofes ist groß. Um es zu umgehen, braucht man fast eine Stunde die Felder natürlich eingerechnet behauptet Jupp.

Durch die Einfahrt rumpelt das Lastauto. Es ist blaugestrichen, an den Seiten steht in hohen, gelben Lettern: Rodaer Gold Gräfehof. Bierkästen und Fässer kommen leer zurück und gehen dann ge­füllt wieder hinaus.

Hinter diesem Lastauto kommt ein junger JDlann« Er hat eine helle, wehende Jacke an und ein Köf­ferchen in der Hand. Man könnte ihn für einen Reisenden halten, nicht, weil er etwa so aussieht, sondern weil solche Erscheinungen auf dem Gräfe­hof keine Seltenheit sind. Oder ist es einer von der Autobahn?

Erni blickt ihm kritisch entgegen.Der Chef ist nicht da", sagt sie kurz.Sie müssen nach sechs noch einmal kommen!"

Kann ich denn niemanden von der Familie sprechen?"

Von der Familie? Ach so, Sie wollen zu uns?

Zu Ihnen? Dann sind Sie gewiß das Fraulein örni?"

Erni sieht erstaunt in feine Augen, sie gefüttert ihr recht gut.Wissen Sie das so genau?"

Ganz genau", sagt der Fremde und sieht Erni vergnügt an.

Ein Freund von Rudolf?

Bedauere."

Was haben Sie denn eigentlich auf dem Her­zen?"

Eine ganze Menge!

(Fortsetzung folgt) A

ersten Trimesters eine gegeben. Der Jurist Professor Dr. Bley wurde nach Graz berufen, der Orthopäde Professor Dr. Pitzen übersiedelte nach Münster, an seine Stelle in Gießen trat zunächst auftragsgemäß Professor Dr. Storck, der Hygieniker Professor Dr. Sei - f c r ging nach Halle; für ihn übernahm auftrags­gemäß Professor Dr. Haag das Amt; der Anatom Professor Dr. Elze wurde nach Würzburg ge­rufen, fein Amt in Gießen übernahm auftragsge«

Fräulein von Plessen ist entzückt, noch einen Teegast bei sich zu haben. Daß er aus dem Grafe- ^hof kommt, freut fre doppelt. Grafehof! Kemer mag jetzt dieses leidige Thema berühren. Lena Oetteking scheint es, als schwebe eine dunkle schwere Wolke einem Gewitter gleich, das nach Entspan- nung verlangt, über dem geliebten Haus.

Fräulein von Messen spricht von der bevorstehen­den Hochzeit, und wie bedauerlich es sei, daß der alte Herr wahrscheinlich ftrnbleiben werde Daß -r das Haus nicht mehr betreten wolle, bevor Die Frage der Autobahn nicht gelöst sei, finde sie, g - linde gesagt, ein wenig verbohrt.

Wir können doch alle nichts ändern. Hre>r geh ein Ereignis über uns hinweg, das Mercni Ort entschieden wird! Wir haben uns alle eben zu

Und füaen uns auch gern, weil wir die Notwen- biÄS"!Wbuxgif., für den «

äs

Mensch und hänge an unserem Besitz.

Fräulein Schmidtchen, die bisher miider^ B-d e nung ter Teemaschine zu tun g«dabt hat gr-nt^g eilig bas Wort Heroismus ;,E- wäre m«) allein Heroismus, es wäre Frevel em ^mQ5 in seiner wohlverdienten Ruhe zu stören!

würbe sich bestimmt rächen/ 54(06-

Sie meinen, daß er in öejtait j p

Mfrmftes Ähre Ruhe stören wurde? kann Rudolf sich nicht verkneifen zu sage». Mann junge-

Fräulein Schmidtchen kann em«m Mann I ren Alters schwer böse fern Wer em l^ SMS -»- w

Wort Syrern KeM Schwager emieg ,

mäß Professor Dr. W a g e n s e i 1.

Die Universität unterhält mit den an der Front stehenden Kameraden fortlaufend enge Verbindun­gen, die in regem Schriftwechsel und in mancher­lei Aeußerungen der gegenseitigen Verbundenheit von Front und Heimatuniversität zum Ausdruck kommen.

Mit besonderer Freude hat die Universität Gießen den Leiter der Gießener Stadtverwaltung, Ober­bürgermeister Ritter, durch Ernennung zum Ehrensenator in ihren Kreis ausgenommen. Dabei war es der Universität eine besondere Ge-

oiciana erwiesen hat. Gelegentlich der Uebcrreh chung der Ehren-Senatorschaft an Dberbürgcrmei« ster Ritter wurde zum ersten Male auch eine Aenderung des Universitäts-Wap­pens sichtbar, die darin besteht, daß das alte Ab­zeichen, das Antoniter-Kreuz, durch ein Abzeichen ersetzt wurde, das das Gießener Stadtwappen, den Greif, mit einem darüber befindlichen Hakenkreuz zeigt. Das neue Abzeichen befindet sich ebenfalls schon an der Amtskette des Rektors. Unverändert geblieben ist Dagegen das Siegel der Univer-, s i t ä t mit dem Kopf des Stifters der Ludoviciana^ Im Zuge der zeitgemäßen Erneuerungen werden auch die bisherigen Talare des Rektors, des Pro­rektors und Der Dekane Durch ein wesentlich anDeres und wesentlich kleidsameres akademisches Festgewand ersetzt werden.

Als eine Neuerung im Leben unserer Universität wurden mit Dem Beginn Der Arbeit im ersten Tri« mefter wehrwifsenschaftliche Vorträge und volkstümliche Vorträge und Vor­lesungen eingeführt, Die einen außerordentlich tarfen Widerhall bei der gesamten Bevölkerung gefunden haben, der sich in anhaltend starkem Be­uch dieser Vortragsabende zeigte. Diese Einrichtung einer volksnahen Wissenschaft ist übrigens jetzt auch von manchen anderen Universitäten eingeführt worden. Der erfreulich große Erfolg dieser Neue» rung hat die Universität veranlaßt, auch im zwe i« ten Trimester 1 940 Die gleiche Einrich» tung wieder zu schaffen. Die volkstümlichen Vor­träge und Vorlesungen sind feit dem 15. April bc« reits im Gange. Die neue Reihe dey wehrwissen» schaftlichen Vorträge beginnt am 7. Mai und endet am 2. Juli. In diesem Rahmen sind folgende Vor­träge festgesetzt:

7. Mai: Professor Dr. Vollrath überMythen um England".

21. Mai: Professor Dr. von Gall:Die Be« Handlung Der Feinde im Amerika des 19. Jahr« Hunderts".

28. Mai: Professor Dr. Klu te:Die Entstehung des Britischen Kolonialreiches, geopolitisch betrach­tet"/

4. Juni: Professor Dr. Koch:Der Mensch itri Flugzeug".

11. Juni: Professor Dr. Scharrer:Aufgaben' der Agrikulturchemie für die Ernährungssicherung .

18. Juni: Professor Dr. Beller:Die Tätigkeit der Veterinär-Untersuchungsstellen im Kriege".

25. Juni: Professor Dr. K r a n z:Rasse und Wehrkraft".

2. Juli: Gastoortrag einer führenden Persönliche feit der Bewegung.

Voruntersuchungen zu führen und Dernehmungert vorzunehmen.

Dieser Ausgabenkreis hat sich im Laufe der ver­gangenen Jahre erheblich erweitert, u. a. hinsichtlich Der Mitwirkung Des Universitätsrichters beim Ab­schluß von Verträgen und Vereinbarungen.

In Disziplinarangelegenheiten wirkt ein Diszip« linargericht mit. Das aus Dem Rektor, Dem Dozen­tenschaftsführer und Dem StuDentenführer besteht unD bei Dem Der Universitätsrichter als Vertreter Der Anklage fungiert. Die Urteile roerDen von Dem Dreiköpfigen Disziplinargericht gefällt. Erfreulicher­weise hat sich im Verlaufe Der letzten Jahre Die Zahl Der Disziplinargerichtsfälle erheblich vermin« Dert. Auf Dem Gebiete Des Ausgleichs von Mei- nungsverschieDenheiten kann Der Universitätsrichter eine fruchtbare Tätigkeit entfalten, Die sich zum

weitreichenDe wifsenschaftliche Entfaltungsmöglich­keiten bieten.

Erfreulicherweise ist es gelungen. Die vor Dem Kriege bereits begonnenen N e u - und A n bau­ten Der MeDizinischen Klinik unD Der MeDizinischen Poliklinik, Die vorüber- geljenD stillgelegt waren, roicDer in Gang zu brin­gen. An beiben Arbeitsplätzen ist Die Bautätig­keit im Gange. Von befonDerer BeDeutung ist Die Einrichtung einer neuen Zahn-Poliklinik, Die ihre Wirkungsstätte zunächst in Dem Hause Der Balser'schen Stiftung in Der Wilhelmstraße erhalten wirD, wo alle VorbeDingungen zu Dieser Einrichtung bereits vorhanDen finD. Der Zahnarzt Dr. Schott in Gießen hat zur Leitung Der neuen Zahn-Poli- klinik einen Lehrauftrag für Zahn - Me - D i 3 i n erhalten, feine Vorlesungen roerDen Anfang Mai beginnen, gleichzeitig wird auch Die Zahn- Poliklinik eröffnet roerDen. Im Universitäts- GebäuDe in Der LuDwigstraße ist gegenwärtig eine Reihe DringenD notroenDiger AenDerungen unD Neueinrichtungen großen Stils im Gange, Die in Dem VorlesungsgebäuDe nicht mehr länger zurück- gestellt roerDen konnten und deren unaufschiebbare Dringlichkeit auch von maßgebender Stelle aner-

Mit der Wiedereröffnung der Universität i Gießen am 1. Januar 1940 unter ihrem Rektor Pros. Dr. med. H. W. Kranz setzte auf allen Gebieten Der akaDemischen Arbeit . eine außerorDentlich rege Tätigkeit ein. Den Beginn des neuen Trimesters am 15. April haben wir zum Anlaß genommen, Seine < Magnifizenz den Rektor in einer Bespre- chung um einen Ueberblick über Die bisherige Arbeit unserer Ludoviciana und über Die 1 Planungen für Die nächste Zukunft, sowie i über Die Auswirkung der Hochschularbeit auf Den akaDemischen Nachwuchs zu bitten. Das Ergebnis Der Unterredung ist in den nach­stehenden Sätzen zusammengefaßt.

Im vorigen Trimefter hatte Die Universität Gie­ßen erfreulicherweise eine sehr zusrieDenstellenDe Zahl von Studenten zu verzeichnen, nachdem Die Arbeit in allen Instituten und Kliniken im vollen Umfange wieder begonnen hatte. Dieser befriedi­gende Stand Der Frequenz oerDient besonders im Hinblick Darauf hervorgehoben zu roerDen, daß Die Universität im vorhergehenden Semester geschlossen war und infolgedessen viele Studenten fid) zu an­deren Hochschulen begeben hatten, außerdem Ende vorigen Jahres Gerüchte im Umlauf waren, nach denen die Universität Gießen nicht wieder eröffnet werden würde. Diese Gerüchte haben sich dann aber bald als völlig unbegründet erwiesen, und bei vie­len Studenten stand Die Universität Gießen in guter (Erinnerung, so daß sie gerne wieder hierher zurück- kehrten.

Das gegenwärtige zweite Trimester weist hin­sichtlich Der Zahl Der Studierenden an un­serer Universität wiederum einen guten Beginn auf. Allerdings ist diesmal der Prozentsatz der Studie­renden der Medizin gegenüber dem ersten Trimester geringer, da die Bedingungen für Das Medizin- ftubium mittlerweile erheblich strenger geworben sind unD Dadurch ein gewisser Prozentsatz dieser Studenten jetzt famulieren muß. Gegenüber der relativ geringeren Zahl von Studenten Der Medizin ist aber Die Zahl Der StuDierenDen in anDeren Fakul­täten wesentlich größer als im vorigen Trimester. BesonDers erfreulich ist, daß Die Veterinär-medizi- nische Fakultät ungefähr Die gleiche Hörerzahl wie im vorigen Trimester besitzt, obwohl noch bis zum Beginn des jetzigen Trimesters das Gerücht ver­breitet wurde, die Veterinär-medizinische Fakultät werde nicht wieder aufgemacht werden. Dieses Ge­rücht erwies sich aber ebenfalls als völlig unzu­treffend. Die Schwierigkeiten bei der Besetzung der Lehrstühle in dieser Fakultät sind zwar gegenüber dem vorigen Trimester infolge Wiedereinberufun­gen großer geworden, jedoch ist es durch glückliche Kombinationen gelungen, diese Schwierigkeiten zu beseitige::, so daß alle Fächer ausreichend vertreten sind. Mit Bedauern muß vermerkt werden, daß dem Studium der Landwirtschafts-Wissenschaft bisher noch nicht das starke Interesse entgegengebracht wird, das dringend erwünscht und im Hinblick auf die guten Aussichten für die Zukunft notwendig märe. Viel mehr junge Leute als bisher sollten sich Dem Studium Der Landwirtschaft unD Veterinär- Medizin zuwenden, weil auf Diesen Gebieten nach dem Kriege dem akaDemischen Nachwuchs gute Exi­stenzmöglichkeiten offenstehen unD zur Vorbereitung Darauf gerade an der Universität Gießen Ausbil- Dungsmoalichkeiten bestehen, wie sie an den meisten anderen Deutschen Universitäten nicht vorhanden sind.

Die Arbeit in allen Instituten und Kli­niken läuft auf höchsten Touren. Viele For­schungsinstitute sind mit Arbeiten ausgestattet, deren Forscyungszwecke sich vordringlich auf die Aufgaben unserer Zeit und auf Die späteren Entfaltungsmög­lichkeiten erstrecken. Alle diese Arbeiten sind mit Hochdruck im Gange. In den Kliniken der Medi­zinischen Fakultät bestehen gleichfalls wesentlich größere Ausbildungsmöglichkeiten, da auch hier Aufgaben gestellt sind, die sich aus unserer Gegen­wart in reichem Maße ergeben und die zugleich

im Interesse unseres jungen Paares versönlicher

ßena zieht sehr langsam und bedenklich die Schul­tern hoch.Die Menschen dieses Landstrichs sind schwer zu beeinflussen", rettet sie sich ins Unper- ^,Aha", Jutta setzt sich in Angriffsstellung,..jetzt kommt das Kapitel von den Lausitzer Dickschädeln.

Fräulein Schmidtchen hat wieder viele schone Worte. Sie redet zuerst von der blutmäßigen Ge­bundenheit, der'natürlich ein jeder Mensch unter­liege.Aber mit etwas gutem Willen konnte man wirklich verbindlicher sein, aus solchen verhärteten Einstellungen ergeben sich oft Tragödien schlimm­ster Art. Ich erinnere an ..."

Gewiß Romeo und Julia ich weiß! fallt ihr Jutta ins Wort und macht ein spitzbübisches Ge­sicht. Fräulein Schmidtchen wendet sich gekrankt ihrer Teemaschine zu. _ n

Nach der Teestunde schlägt Fraulein von Plessen einen Gang nach Dem Feldherrntempel vor. Frau­lein Oetteking müsse Dieses Streitobjekt Doch einmal selbst in Augenschein nehmen.

Es ist wie eine Prozession. Hermine Schmidtchen führt die alte Dame am Arm und geht mit ihr voran. Aus Der Terrasse bricht sie einen Lorbeer­zweig von Den Bäumen, Die in Kübeln an Der Treppe |teßena hat ihr- h-lle Freude an dem g-jchwunge- nen Achteck Des Tempels.Es wäre wirklich ein Jammer, wenn es verschwinDen sollte. Alles an »hm

Bankrecht", ruft Hermine Schmidtchen aus, wie ein Requiem!" \

" Fmte ich gar nicht", sagt Jutta, eher tmc ein heiteres Menuett, iomel Schwung, El Srazie, wie sich die Säulen unterbrechen und mit einem kühnen Schnörkel bis hinaus zur Base aus das Dach ^^Bedauerlich, daß Menschen nie an ten Irt denken wollen, immer nur an Leben und Leicht

^Rudolf sieht schief zu Hermine Schmidtchen hin­über wie sie sich jetzt niederbeugt und ihren Lor- beerzweig durch das Gitter steckt, fo Dafe er zu Füßen des schlichten Soldatensarges mederfallt. o Schade, daß Sie nicht em griechisches Gewand S ^WfSürte uns dann eines schönen Tages in dis Wolken entrudt, die gute

Hennins

Im Vorlesungsverzeichnis findet man u. a. auch Das Amt des U n i v e r s i t ä t s ri ch - t ers verzeichnet, lieber die Aufgaben dieses Amtes haben wir Den derzeitigen Inhaber, Oberstaatsanwalt Knauß, befragt, Der uns folgenden Aufschluß gab.

Das Amt des Universitätsrichters soll bis zum Jahre 1884 bereits bestanden haben. Dann wurden diese Funktionen vom Rektor bzw. seinen Beauf­tragten ausgeübt, bis sich im Jahre 1934 die Neu- errichtung des Amtes- Des Universitätsrichters als dringend notwendig erwies.

Das Aufgabengebiet des Universitätsrich- ters umfaßt folgendes:

1. der Landesuniversität in allen Rechtsfragen mit seinem Rat zur Verfügung zu stehen, insbesondere Rechtsgutachten zu erstatten;

2. in regelmäßigen Sprechstunden die Dozenten und Studierenden in Rechtsfragen ihres dienstlichen oder akademischen Lebens zu beraten;

3. in studentischen Disziplinar-Angelegenheiten die Untersuchungen zu führen;

4. im Bedarfsfälle in ehrengerichtlichen Verfahren auf Anordnung des Vorsitzenoen des Ehrengerichts

Auf dem Rückweg reden die drei von der Auto- bahn. _ u

Gut, daß Tante Ottilie noch nichts davon weiß , erzählt Jutta.Es wird hier bei uns im Park auch vermessen. Man prüft die verschiedenen Möglich­keiten sehr genau."

Und was würde Dann aus Dem FelDherrntem- pel?" v .

Man müßte ihn natürlich umbetten, Den Fried­rich Karl samt seinem Tempel. Das läßt sich alles machen." . v

UnD euer Park, Jutta er ist \a wunDerbar!

Man mürbe ihn ja nicht geraDe mitten durch- schneiDen. Ich denke, daß man nur eine Ecke brau­chen wird. Es bliebe dann immer noch genug. Man kann ja Die schönsten unD gefünDeften Bäume versetzen. Der Fürst Pückler in Muskau hat seine Riesenbäume ja aus dem ganzen Land sich zu- sammengeholt! Da unten, kurz vor Dem Klotzteich hoben wir noch eine saure Wiese, Die längst trocken- celegt werDen sollte. Dort werDen wir einen neuen Park anlegen, zu Den alten Bäumen neue cflan» 3cn. Unsere KinDer können Dann zusammen mit ihnen ausroachsen."

FreuDig sieht Lena Diese Jutta Plessen an. Wie ein langaufgeschossener Junge steht sie am Park­tor. UnD doch liegt ein weicher fraulicher Zug um Den MunD Des jungen MäDchens. Ein warmes Gefühl von Klarheit, wie man es oft empfinDet, wenn man mit gefunDen, aufrechten Menschen zu­sammen ist, erfüllt Lena. Um Diese zwei Menschen braucht sie keine Sorge zu haben.

Was aber hat sich auf Dem Gräfehof an diesem Nachmittag zugetragen? War es richtig, daß Lena Oetteking auf Die rätselhafte Stimme, Die sie zuruck- 3og, nicht Härte? Ist es nicht ungewöhnlich, wie Erni sichernD über Den Hof schaut? Wie sie Die Tür zum Grasgarten aufreißt, rafch jemanDen Dort hineinqehen läßt, sich selbst an Den Himbeerhecken entlangschleicht? Ihr buntes KleiD leuchtet auf.

Nach kurzer Zeit kommt sie zurück. Sie ist nicht mehr unbekümmert wie sonst, scheu blickt sie um sich sie ist sogar ein wenig blaß. Erschrocken sieht sie nach Der BoDenluke. Es ist nichts, fein Geräusch ist zu hören. Beunruhigt läuft sie zur ^austur; versucht ein LieD zu summen unD nimmt schließlich einen Henkelkorb aus Dem Hausflur, Denn es ift ihr unmöglich, sich wieDer du Jhr.er $u

eßen. Sie will hinaus, vielleicht wirD sie Bohnen, Die letzten pflücken, vielleicht Salat schneiDen. __

Aus der Gia-t Gießen.

Blütenfest.

In Stadt und Land erfreut sich (.gi

?n einem herrlichen Blutenkrank M Nen bluh-n NM, en und Tulpe,i. Der Blick aber richte ,td) unwillkürlich nach der schneeigen Pracht der Baume. Können wir uns ein fchönerc^ Riih nu

TOen denke",?Im oollkn San- «Ä CU?lcn Taufende Der kleinen Blütensterne meVabCa rounöcrüo11 üon dem Blau Des Him-

vbstbäume in der Nähe Des WalDes stehen, ist Das Bild noch bezaubernder Hinter Dem leuchtenden Weiß dehnt sich Der Wald' K?!in^Bnck.Pn^^L.fotzen mit ihrepi dunklen (Brun, Buchen und Birken zeigen Die ersten hell- arunen Blättchen. Strahlender aber sind die Obst- bäume m ihrer Blütenpracht. Sie erst lassen uns Den Frühling voll und g^anz genießen

Es sind erst wenige Wochen her, da standen Die Baume noch kahl Da, und die Zweige und Aeste ^riien hilflos vom Frühlingswind hin- und her- gefchaukelt. Nur Die Knospen konnten wir erkennen Langsam, aber stetig wuchsen sie, wurden dicker und runder. Unentwegt schaffte die Sonne, und nun haben es Die Bäume erreicht. Die zarten Blü- tenblattchen erscheinen, nicht auf einmal, sondern 'N langsamem, aber sicherem Wachsen. Die Bäume feiern ihr schönstes Fest, und unzählige Freunde kommen zu Besuch. Berauschender Duft strömt von Den kleinen Blüten aus und lockt und ruft: Kommt zu mir!

Und sie kommen, Die Bienen, Käfer und Schmet­terlinge und finden alle einen gedeckten Tisch.

Die Landfchaft schimmert wie ein Blütenmeer. Zwischen Wäldern, Wiesen und Feldern heben sich Die blühenden Bäume wie weißschimmernde Flecken von der grünen Fläche ab. Dort aber, wo die Obst­bäume dicht beieinanderstehen, beherrschen Die blü­henden Bäume Die ganze Landschaft mit ihrem Blütenschnee. Das junge Grün, Das sich ringsum hervordrängt, nimmt sich nur noch wie eine Um­rahmung aus wie in Die Landschaft gestellt, um Die weißen und rosafarbigen Blüten nod) mehr her­vortreten zu lassen.

Schön sind Die Straßen, an denen blühende Obst- Ibäume aufgereiht sind. Sie gleichen langen Perlen­schnuren, Die zwischen Die Fluren gelegt wurden. Jeder Baum tritt hier mit seinem Blütenschmuck viel deutlicher hervor, als im Gewirr eines Gartens.

Am Eisenbahndamm finden wir oft lange Strecken mit blühenden Obstbäumen. Zum Greifen nahe grüßen sie zum Eisenbahnfenster herein. Und wie schön sind die kleinen Bahnwärterhäuschen, Die oft ganz versteckt aus dem Blütenkranz von Blumen und Obstgärten hervorschauen!

Blühende Dbftbäume überall! Sie grüßen an den Straßen, von Den alten Burgruinen, neben alten Dorfkirchen, sie leuchten in den Schrebergärten und schimmern aus Anlagen in Den Städten. Sogar in Den Wäldern, unter dunklen Tannen und zarten Birken blühen wilde Kirschbäume.

Jedes Jahr kehrt Die Baumblüte wieder, und doch erscheint sie uns immer wieder wie ein Wunder. Nicht allzu lange Dauert Die Pracht. Dann fallen Die Blütenblätter ab, bedecken eine Zeitlang wie ver­spätet gefallener Schnee Den Boden und verschwin­den dann. Die Bäume aber setzen inzwischen die kleinen Früchtchen an. Das Wachsen geht weiter.

Und wir Menschen freuen uns nicht nur beim Anblick Der herrlichen Baumblüte über Die schneeige Pracht, wir erhoffen auch für Den Sommer und Den Herbst eine reiche Ernte.

Die Baumblüte ist Die schönste Vorfeier der Ernte, sie ist Versprechen und Erfüllung zugleich. H.

Polizeistunde und Tanz am

Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Po­lizei hat Die Polizeibehörden angewiesen, von einer Hinausschiebung des Beginns Der Polizeistunde von Amts wegen sowohl, als auch auf besonderen An­trag am 1. Mai grundsätzhch abzusehen. Dagegen soll Anträgen auf Genehmigung von Tanzlustbar- feiten im Rahmen Der Regelung entsprochen wer­den, Die für Die Öfter fei er tage galt. Es kann also am 1. Mai auch schon am Nachmittag getanzt wer­den. ____________

Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen!