Mittwoch. 27. März 194»
Kopenhagen, Ende März 1940.
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l- Frieden der Neutralen zu unterbinden geeigneMft.
Englands Krieg gegen die Neutralen
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Kriegstreiber, die zur Zeit gerade auf dem B a l - k a n ihre Kriegsausweitungspläne verwirklichen wollten, mit diesem Kommunique die entscheidende Antwort und Absage erhalten hätten. Die alarmierenden Gerüchte, mit denen die englisch-französische Lügenpresse die Balkanstaaten in den Krieg Hetzen will, müßten, so betont man, nunmehr wie Seifenblasen in nichts zerplatzen.
Es sei zu hoffen, schreibt „P o p o l o di R o m a', daß das Communiquö über die römischen Besprechungen des Grafen Teleki diesen Umtrieben und Phantasien ein Ende gemacht habe. Fast noch wichtiger als die Bedeutung der Bekräftigung der italienisch-ungarischen Freundschaft sei der Hinweis auf die zwischen Rom, Berlin, Budapest und Belgrad bestehende Freundschaftskette, die so stark sei, daß sie jedem Abenteuer in Südosteuropa den Weg zu
Kriegsmaschine auf hohen Touren läuft, nur nicht dort, wo man es eigentlich erwarten müßte. Denn am Westwall ließen sich die Herren Engländer nicht blicken, und wenn sie es taten, dann nur nachts und in 8000 Meter Höhe. Aber es ist ja auch nicht der Sinn des englischen Krieges, dem Gegner im ehrlichen Kampfe gegenüberzutreten, sondern ihn von hinten zu erdolchen. Dazu muß man in seinen Rücken gelangen, was wiederum nur möglich ist durch die Vergewaltigung der neutralen Nachbarn. Und diesem Zweck dient die neue englische Kriegstaktik. London hat begonnen, die Feindseligkeiten gegen Neutra- lienzuerösfnen. Was schert die plutokratischen Lords ein norwegischer Protest? „Obwohl die nor
wegische Protestnote gegen die Verletzung der norwegischen Neutralität einer genauen Untersuchung seitens der britischen Regierung unterworfen werden muß, ist England entschlossener als je, die Blockade gegen Deutschland so viel wie möglich zu verstärken und seine Einfuhren schwedischen Erzes abzufangen", so verkündet Havas aus London und gibt damit offen zu erkennen, daß sich die Westmächte gemäß dem Churchill-Wort durch „juristische Spitzfindigkeiten" in der Verfolgung ihrer Kriegs- ziele gegenüber den neutralen Staaten keineswegs behindern lassen wollen. Wir nehmen solche Bekenntnisse der englischen Rechtsbrecher zur Kenntnis, denn sie beweisen uns und den Neutralen wieder einmal, daß England-und Frankreich viel zu schwach
In Gegend Saarbrücken fand zwischen Wef- ferfchmitt-Jägern und französischen INorane-Jagd- flugzeugen ein Luftkampf statt, in dessen Verlauf ein feindliches Flugzeug abgeschos-
zwungen, Rumänien zu verlassen.
Das politisch-militärische Fiasko der Plntokratien soll im Südosten wieder wettgemacht werden. Dazu war das ganze Lügenmanöver inszeniert. Es wird nicht das letzte Mittel der Verzweifelten sein, aber dieses Beispiel zeigt doch, daß nur ein energisches Durchgreifen die ruchlosen Anschläge gegen den
Eine Antwort und Absage.
Wahrung des Friedens im Donau- und Balkanraum.
Druck und Verlag:
VrühlscheUniverfltatsdruckereiR. Lange
die deutsche Luftwaffe einige erfolgreiche (Ertön- dungsflüge nach Nord- und O st frank-
Französisches Zagdflugzeug adgeschoffen.
Neue Neutralitätsverletzungen feindlicher Flugzeuge.
B e r l i n, 26. März. (DNV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
An der W e st f r o n t keine besonderen Ereignisse.
versperren vermöge.
Auch „M e s s a g g e r o" unterstreicht die vollkommene Uebereinstimmung zwischen Rom und Budapest. Der private Charakter der Reise des Grafen Teleki habe in keiner Weise die Bedeutung seiner Besprechungen mit dem Duce und dem Grafen Ciano verringern können. Niemand auf dem Balkan sei gewillt, sich durch die englischfranzösischen Pressemanöver und politischen Machenschaften täuschen zu lassen und sich zum Ziel jener herzugeben, die auf dem Balkan überhaupt keine direkten Interessen zu vertreten hätten. Nach einem Hinweis auf die gemeinsame Politik zwischen Italien, Ungarn, Deutschland und Jugoslawien betont „Messaggero" abschließend, daß die italienische Friedenspolitik im Donauraum und im Mittelmeer im: rner ein sicheres Bollwerk darstelle.
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Rom, 27. März. (Europapreß.) Der Duce hat am Dienstagabend den ungarischen Ministerpräsidenten Graf Teleki in Anwesenheit des Außenministers Graf Ciano und des ungarischen Ge- andten beim Quirinal, Baron D i l a n y i, emp- angen. , , , .
Die Aussprache der beiden Regierungschefs, deren Herzlichkeit in der amtlichen Mitteilung über das Ergebnis der Aussprache betont wird, hat fast zwei Stunden gedauert. In dieser Aussprache hat sich das Vorhaben beider Regierungen ergeben, auf der Grundlage des Freundschaftsvertrages der beiden Staaten, der bereits eine Dauer von dreizehn Jahren und der in den Ereignissen seine Bestätigung erhalten hat, aus allen Gebieten die Zu- ammenarbeit der beiden Staaten noch mehr zu vertiefen. Diese Freundschaft steht in vollkommenem Einklang mit den bestehenden Beziehungen zwischen Italien und Deutschland, zwischen Deutschland und Ungarn und zwischen Italien und Jugoslawien. Die Regierungen der beiden Staaten sind besonders unter den gegenwärtigen Verhältnissen fest entschlossen, ihre Aktionen zur Erhaltung des Friedens im Donaubecken und auf dem Balkan in Uebereinstimmung zu bringen.
Das Scho in Stallen.
Rom, 27. März. (DNB. Funkspruch.) Die amtliche Mitteilung über die zweistündige Unterredung des ungarischen Ministerpräsidenten Graf Teleki mit dem Duce und ihre große Bedeutung für die Aufrechterhaltung des Friedens im Donau- und Balkanraum wird von der gesamten römischen Presse als das Hauptereignis des Tages unterstrichen. Uebereinstimmend wird darauf hingewiesen, daß die
Dänemark verwertet Altmaterial
Von unserem NTs.-Äerichierstaiter.
200 Millionen Kronen fehlen.
Kopenhagen, 26. März. (DNB.) Staatsmini- ler Staun in g eröffnete Dienstag nachmittag die ußerordentliche Tagung des dänischen Re ich s- - a g s , der über Finanzmaßnahmen zur Deckung ' er außergewöhnlichen Staatsausgaben . n^n vll. Stauning sprach über Dänemarks Wirt- ch a f t s l a g e nach einer Dauer von sieben Kriegs- monaten. Er betonte, daß Dänemark seit Kriegs- »usbruch große Verluste erlitten habe und vor sehr bedeutenden wirtschaftliche n S ch w i e - rigt eiten stehe. Der Bevölkerung seien bedeutende Lasten als direkte Steuern auferlegt worden, vie jedoch zur Deckung der Ausgaben nicht ausreich- iten. Es fehle nämlich die Deckung für 200 Millionen Kronen. Da vorläufig eine weitere direkte Besteuerung nicht möglich |et, oieivs nur die Belastung des Verbrauches.
Sodann begründete Finanzmmlster Buhl feinen Vorschlag zur Erhöhung der Verbrauchsabgaben für Vie Dauer von sieben Monaten. Diese Maßnahme 'oll Einnahmen von 80 bis 85 Millionen Kronen I «rzielen. Außerdem sieht der Vorschlag dre Emfuh-1
Diese Entwicklung, über die Daladier stürzte und derentwegen Chamberlain und seine Mitgenossen sich die schwersten Vorwürfe gefallen lassen müssen, hat die englische Propaganda zu einer der üblichen, diesen gespannten Zeiten aber geradezu vergiftenden Lüge veranlaßt, die durch energisches Einschreiten der rumänischen Regierung allerdings schnell schachmatt gesetzt wurde, ehe sie Unheil hatte anrichten können. Der Vertreter der amtlichen englischen Telegraphenagentur Reuter, Lowell, hatte aus Bukarest in die Welt hinausposaunt, dis deutsche Regierung habe ein Ultimatum an Rumänien gerichtet, das sich mit der rumänischen Neutralität überhaupt nicht vereinbaren ließe. Getreulich folgte diesem englischen Erzlügner und Brunnenvergifter der Bukarester Vertreter der französischen Nachrichtenagentur Havas. Der Zweck der Luge war klar. Man wollte einmal die guten wirtschaftlichen Beziehungen Deutschlands und Rumäniens unterwühlen, um die Ergebnislosigkeit der englischen Blockade zn vertuschen und ferner es so dar- stcllen, als ob Deutschland in Rumänien und auf dem ganzen Balkan den Zwingherrn spiele Das würde dem englischen Manne auf der Straße, der sich die Churchill-Lügen als tägliche geistige Kost zu Gemüte führt, eingehen wie Del und außerdem die englische Lüge stützen, London wolle nichts anderes, als die Unabhängigkeit und Sicherheit der Neutralen aufrechterhalten, vielleicht durch eine Aktion der Damaskus-Armee. Aber die plutokratischen Hetzer hatten die Rechnung ohne den rumänischen Wirt gemacht. Der neue Bukarester Propagandaminister Giuresc« rief sofort die Auslandsvertreter zusammen und hielt ihnen eine Standpauke Über das. was zu melden die Wahrheit erlaube. Er sagte, wer solche Falschmeldungen in die Welt setze, der verletze die Gastfreundschaft des Landes. Die beiden Sünder, die Vertreter von Reuter und Havas, wußten kein Wort zu sagen. Sie hatten im Auftrage ihrer Londoner Dber- schwindler gehandelt und mußten nun erleben, daß sie in aller Deffentlichkeit moralisch geohrfeigt wurden. Lowell vom Reuterbüro wurde darauf ge-,
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reich, ohne auf Gegenwehr zu stoßen. Feindliche Flugzeuge flogen um die gleiche Zeit nach Nord- und Südwestdeutschland ein, wobei sie teils auf dem hin-, teils auf dem Rückflug mehrfach niederländisches, belgisches, luxemburgisches und schweizerisches Hoheitsgebiet verletzten.
Amerikanische Flugzeuge für die Westmächte.
N euy o r k, 27. März. (DNB. Funkspruch.) Wie aus Washington berichtet wird, beschlossen Präsident Roosevelt, Kriegsminister Woodring-und Generalstabschef Marshall in einer Besprechung am Montag, den Westmächten sofort 500 bis 600 der neue ft en und schnellsten Armeeflugzeuge zu verkaufen. Woodring, der wiederholt gegen den Vorrang der englischen und französischen Bestellungen vor den amerikanischen Heeresaufträgen protestiert hat, scheint von Roosevelt auf der Konferenz hierzu überredet worden zu sein. Roosevelt argumentierte angeblich wieder, es sei für die amerikanische Aufrüstung vorteilhafter, die Herstellungsmöglichkeiten der Flugzeugindustrie zu erhöhen und durch Lieferung der neuesten Modelle an die Westmächte eine größtmögliche technische Weiterentwicklung zu gewährleisten, als die Armeebestände mit schnell veralteten Maschinen aufzufüllen.
Ohrfeigen für prestepiraien.
Nach ihrem katastrophalen Mißerfolg im Norden sind die englischen und französischen Kriegserweiterungshetzer auf den Südosten verfallen. Solange die finnische Front stand, waren dort nur die diplomatischen Wühlmäuse besonders tätig. General Weygands Versuch, in Damaskus so etwas wie eine neue Gallipoli-Armee aufzustellen, wurde mit den üblichen Uebertreibungen von der Presse der Westmächte und der Türkei registriert. Immerhin stand Italien, das über den Frieden im östlichen Teil des Mittelmeeres wacht, allen Kriegsverbreiterungs- plünen hindernd im Wege und wird es auch fernerhin tun. Der Finnenkrieg und sein Ausgang haben den neutralen Staaten endgültig gezeigt, was es heißt, von England „garantiert" zu werden. Daß niemand nach solchen Erfahrungen das Gelüst verspürt, seine Haut für die Interessen der englischen Plutokraten zu Markte zu tragen, also Selbstmord zu begehen, ist eines der wertvollsten Ergebnisse der Entwicklung der Dinge im Norden.
Getrieben von der murrenden Heimat, entfalten die englischen Kriegsstrategen eine immer lebhafter werdende Aktivität. Wir sammeln die Meldungen eines einzigen Tages: Englische Flieger erscheinen über niederländischem, belgischem, luxemburgischem und schweizerischem Hoheitsgebiet; englische Kriegsschiffe bringen in die norwegischen Hoheitsgewasser ein und belästigen deutsche Frachtdampfer; englische U-Boote operieren an der dänischen Küste und berauben ein deutsches Handelsschiff; englische Flugzeuge machen einen Flug über die Nordsee, um eine dänische Jagdgesellschaft mit Maschinengewehrfeuer zu belegen; englische Agenten lassen auf den rumänischen Delfelbern die Sonden abbrennen und die Kessel explodieren. Man sieht, daß die englische
90. Jahrgang Nr.72 brscheini täglich, außer Sonntags und Feiertags iSeilagen: Die Illustrierte Siebener Fanulienblätter .»eimalimBild DieScholle Nonats-Bezugsvreis: Nit 4 Beilagen.RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 mch bei Nichterscheinen non einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt ? ernspreckanschluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" l'ostfcheckll686Frankf^M.
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runq einer Einfuhrabgabe von 10 v. H. und einer Umsatzabgabe von 10 v. H. des Kleinhandelsverkaufs vor. Ferner ist die Erhöhung schon vorhande-
Die Bombenkreffer der britischen Luftpiraten auf dänisches Hoheitsgebiet.
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?,iCh8 mn f(bei1ne^r^ntf»enrbornf i 9h e 6 *n e Ä® Luftpiraten mit Leucht-, Spreng- uib Brandbomben angegriffen hobem
Lin k o t man Vo n BombenMchker rech?- ei?« b-r Fi,»«häuf.r, besten S-nM-Ib-n f« zertrümmert unb besten Mauern burch - Bombensplitter schwer beschädigt wurden. — (Associated-Preß-M.)
Treibstoffe aus Sägemehl, Heidekraut, Dünen- ( ras, Küchenabsall und Kloakenschlamm, Futterstoffe US Kastanien, Eckern und Eicheln: Nichts soll mehr wrloren gehen in einer Zeit der anziehenden Preise f r Importartikel, der steigenden Frachtraten und i-r zunehmenden Gefahren auf den Nordseerouten. Las Karbid kommt wieder zu Ehren, weil das Pe- hoteum seltener wird, und ein forcierter Anbau öl- Inltiger Pflanzen soll die Einfuhr von Delkuchen für ins Vieh — zur Zeit kostet diese zwanzig Millionen iironen jährlich — in weitem Umfange überflüssig s achen. Dänemark schreibt das Wort „s p a - ieen" seit Ausbruch des englischen Krieges , p-ößer als bisher; gespart wird an Gas und elek- t ischem Strom, an Kohle, warmem Wasser, Zucker, haffee und Tee, Siaatsausgaben und privaten Ankaffungen, gespart wird auch am — Küchenabfall, Isr in diesen Tagen wieder zu Ehren kommen soll, inchdem er jahrzehntelang das Betätigungsfeld für :mmpensammler, Schuttkrämer und ähnliche war; Inbei allerdings allein in Kopenhagen etwa tausend Renschen das tägliche Brot gab, eine warme Stube md die Mittel für einen noch wärmeren Schnaps. ; iefe tausend Lumpen- und Schrottsammler in Ko- Xnhagen-Mitte und ihre dreitausend Kollegen in !»n Außenbezirken der Hauptstadt sind jetzt so un- «fähr staatlich sanktioniert worden. Man merkt, hfj man sie braucht, ja daß man mehr denn Vieren send von dieser Art nötig hat, um d i e Mil - hionenroerte z u retten, die jährlich in die iopenhagener Ascheneimer wandern. Staatliche Lumpensammler werden gesucht, darüber hinaus dber ein „Schuttdiktator", der die Sammelaktion, ie dem Staatshaushalt unter die langsam lahm werdenden Arme greifen soll, zu leiten haben würde.
Lumpen, Blechbüchsen, altes Holz und leere Flachen, Papier und Pappe, das alles sind Stoffe, die Tian bisher fortwarf, die nun gebraucht werden hotten, wenn nicht eines Tages die M a t e r i a l n o t iod) größer werden sott als schon Heute, weil die infuhren teurer wurden, die Beschäftigungslage chlechter, und vor allem die Zufuhr lebenswichtiger ioinge schwieriger ist. Der Erfolg der deut- lad) e n Sammelaktionen hat in Dänemark urSelbstbesinnung geführt. Zwar ist dieses j.anb nicht in einen Abwehrkrieg verwickelt worden, (foer es spürt die Auswirkungen des Kampfes zwi- chen den Großmächten heute stärker als 1914/18, \xi hier die „Gulaschbarone" Phantasievermögen einleckten und alles Wirtschafts- und Finanzleben Hübte und gedieh, bis der Rückschlag kam und mit ihm die Verluste all der Riesensummen, die man vorher am Weltkrieg verdient hatte. Diesmal sott es Inders werden. Es wird nicht „auf Pump" impor- iert. Industrielle Neuschöpfungen sprießen nicht aus hem Boden wie Schneeglöckchen im Frühling, kurz- ! m, man ist vorsichtig und versucht, nicht über die Verhältnisse zu leben. Kein Stückchen Alteisen sott nehr verloren gehen, kein Fetzen Papier der Ein- ampfung entfliehen, kein Knochen unverarbeitet Heiben, und jetzt: kein Afcheneimer weniger als ireimal auf den Kopf gestellt worden sein, ehe sein .nhalt endgültig auf die Schutthalde wandert, die Iber dazu ausersehen ist, irgendwo am Deresund- rand dem Meer ein Stück Land abzugewinnen.
Die Statistiker haben die Staunenden auf ihrer Seite: In Groß-Kopenhagen werden jährlich Ab- -attmerte in Höhe von zwei Millionen Kronen un- msgenutzt gelassen; in ganz Dänemark für vier Millionen Kronen. Für diese vier Millionen Kro- en könnten Metall- und Gummiwaren, Futter- osfe und andere Materialien und Gebrauchsartikel .ergestellt werden. In Kopenhagen würden zwei- uusend Sammler Arbeit bekommen und mehr als fünftausend Menschen Beschäftigung in den ein» chlägiaen Industrieunternehmen finden.
Die Haushaltsnöte der Kopenhagener öaltung wurden jedoch dringlicher, als lchiedenen Ausschüssen im Interesse ihres Ansehens Hieb sein konnte. Drei Millionen Kronen kostet Ehrlich die Schuttabfuhr und die Unterhaltung der utzlos daliegenden Schutthalden, auf denen sich Her und da einmal ein verschämter Trödler sehen läßt, um dann verjagt zu werden, weil Zutritt iu den Schuttabladeplätzen verboten" ist. Warum verboten, wollte kürzlich ein Magistratsmitglied wissen und erklärte gleichzeitig: Wir brauchen end- liid) einen S ch u 11 d i k t a t o r, der all die Werte •icttet, die jährlich in den Mülleimer verloren gehen. Das war ein Signal für die Statistiker, em Licht- I lick für die fortschrittlichen Unternehmer, die be- ’ieits kurz nach Ausbruch des Krieges daran gm- :;en, sine Schuttverwendungsanstalt zu errichten und diese bald in Bettieb nehmen wollen: Mil- Honen aus dem Mülleimer, neue Rohstoffe, weniger Ratten, mehr Arbeit!
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberheffen


