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Möbelhaus tßahl

27./28.ZanuarM0

Gießener Anzeiger iGeneral-Anzeigsr für Gberhefien)

r. 23 Zweites Blatt

Gießens Aufstieg im Lichte von Haushaltszahlen

Straßenbahn:

Wasserwerk:

Wildfütterung auch im Kriegswinter

den

die

Elektrizitätswerk:

1939: 3 176 845,70

3 L- *ä* äss® SJSÄtPfcstttSSfiB W5 4*4

5 942 624,16 RM.

5 922 651,47

6 328 630,94

7 130 635,99

7 778 134,27

8 384 514,77

9 760 300,33

293 537,04 RM. 281 608,77

287 556,16 349 380,

359 155, N 386 500, 733 841,82

10 507 717,66 RM.

10 438 982,75

10 859156,47

12 024 503,32

13 372 216,15

13 846 586,77

15 744 658,68

2 090 657,44 RM.

2 332 917,32

2 328 819,16

2 633 584.

3 041145,60

3 280178,33

1933:

1934:

1935:

1936:

1937:

1938:

1933:

1934:

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1936:

1937:

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1939:

Omnibusbetrieb: 1939: 150 223,10 RM.

1933:

1934:

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1939:

1933:

1934:

1935:

1936:

1937:

1938:

1939:

In den verflossenen sieben Jahren hat unsere Stadt eine Entwicklung erfahren, wie sie in diesem großartigen Ausmaß wohl niemand beim Beginn der nationalsozialistischen Aufbauarbeit voraus­geahnt oder erhofft hätte. Wir alle waren Zeugen der räumlichen Ausdehnung und zugleich auch der wirtschaftlichen Erstarkung unseres Gemeinwesens. Dor unseren Augen sind in diesem knappen. Zeit­raum ganze Stadtviertel neu erstanden. Es wurden große Bauten errichtet, vielerlei neue Einrichtungen im Dienste der Bevölkerung geschaffen, der Woh­nungsbau auch im Sektor der privaten und ge­nossenschaftlichen Bautätigkeit kräftig vorangebracht, neue Verkehrsmittel eingerichtet und schließlich so­gar mit der Eingemeindung von Wieseck und Klein- Linden ein während langer Jahre gehegter Wunsch weitsichtiger Männer des kommunalen Lebens ver­wirklicht. Es ist auf der ganzen Linie ein sehr er­freulicher Aufschwung zu verzeichnen.

Stadt. Die Zahlen kennzeichnen allerdings auch große Anforderungen an die steuerliche Leistungs- kraft der Bevölkerung. Man darf dabei aber nicht übersehen, daß die heimische Wirtschaft aller Zweige besonders durch das anhaltende Wachstum deL Finanzstärke unserer Kommunalwirtschaft in weit­gehendem Ausmaß befruchtet wurde, die Stadt al'fo dadurch ein Auftraggeber und Schöpfer von Arbeite Möglichkeiten großen Formats geworden ist. d.

Zweigt man von diesen jährlichen Gesamtabschluß­summen die auf die eigentliche Verwaltung, nämlich auf die Betriebs- und V e r m ö b e n s r e ch- n u n g entfallenden Anteile ab, so erhält man für diesen Teil, d. h. ohne die Stadtwerke, fol-

Die Regie Dr. Hannes Razums stand vor der nicht leichten Aufgabe, die derb-komischen Töne ge­gen die leiseren, besinnlicheren sorgfältig abzustlm- men, damit nicht der ernste Gehalt der Dichtung und die reinen, zarten Klänge echter Poesie vom Burlesken der Diener- und Teufelsszenen verdeckt werde. Man muß es der Regie zubilligen, daß sie, aufs Ganze gesehen, den rechten Ausgleich getroffen hat.

des romantischen Märchens geschaffen worden, deren ^.auberwelt wir uns bereitwillig hmgeben. Karl

"ra dnunz ite 181) itn, ans, Dr. ®. Nertti riumfi: ibilbun;, nicheii. utz.

ilungen

Im weichen Schnee wandern wir fast lautlos weiter. Eine überirdische Ruhe umfängt uns. Auf- vmend stehen wir still. Weiche Dämmerung liegt über Wald und Feld. Himmel und Erde fließen in­einander. Unendlich dehnt sich die weiße Fläche...

Wir atmen die köstliche, frische Winterluft. Es wird uns so leicht zu Mute, fast so, als wenn wir am Abend, nach vollbrachtem Tagewerk, endlich zur Ziuhe kommen. Angenehme Müdigkeit durchrieselt «nsern Körper, und es kommen Erinnerungen aus -er Kindheit. Es ist beinahe so wie damals, als wir abends im Bette lagen und die Mutter uns tröstete, weil wir mit den Kameraden einen Streit gehabt hatten und glaubten, es wäre uns Unrecht geschehen, khe sie von uns ging, strich sie noch einmal über die Decke des Bettes, und zum Abschied flüsterte sie: Nun ruh dich aus, und schlaf schön. Morgen ist alles wieder gut!" So umfängt uns das Schweigen tes Winterwaldes, so mütterlich, so weich!

Bald breiten sich blaue Schatten auf der Schnee­decke aus. Der Abend kommt. Ein Abschiedsblick noch über die weißen, schneebehangenen Berge. Dann wandern mir gestärkt und erfrischt unserm Heim zu.

Volksgenossen, nehmt Rücksicht!

Kreisletter Backhaus bittet alle Volksgenossen, für die gegenwärtig durch die mancherlei Frost­schäden (Auftauen der Leitungen. Rohrbrüche usw.) nit Arbeiten überlasteten Installateure Verständnis aufzubringen und sie nicht noch mit weiteren Ar-

schließlich der 1933: 1934: 1935: 1936: 1937: 1938: 1939:

gendes Zahlenbild:

1933:

1934:

1935:

1936:

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1939:

Menschendarstellerin, deren große Schauspiel- und Maskenkunst Schicksale lebendig werden laßt, rote das Leben sie prägt. C. K.

0.301W' 2M-

roarmes Interesse und dankte dem Spielleiter und seiner Schar herzlich für die mit offensichtlicher Sorgfalt vorbereitete und wohlgelungene Vermitt­lung der Bekanntschaft mit einem feinsinnigen und gedankenreichen Meisterwerk der ungarischen Lite- ratur. Dr, Et. W. Lange,

ren Macht entweiht, Tünde muß in ihre ferne Heimat zurück, um dort des Geliebten zu warten. Auf der Suche nach dem Feenreich trifft Esongor am Scheidewege drei seltsame Wandersleute, die sich ihm als Weggefährten anbieten. Aber äuf feine Frage nach dem Feenreich haben weder Macht noch Reichtum oder Wisien Vie rechte Antwort. Ent­täuscht wendet sich Esongor von ihnen ab: ,^iebe! Leuchte meinem Weg voran, sei mein Führer du in's Feenreich!" Drei Teufelchen müssen ihm wider Willen mit ihren Zaubersachen die Reise durch den Weltenraum ebnen zumSchloß der Morgenrote , wo Tünde seiner wartet. Doch die Stunde der Er­lösung hat noch nicht geschlagen. Die Hexe Mirigy stellt noch einmal ihre Netze der Versuchung.Ich verderbe ihre Liebe", droht sie dem Paar,und ich streue andrer Triebe böse Saat in ihre Herzen, die

Im Haushalt der Betriebs- und Vermogensrech- nung find seit 1938 auch die Aufwendungen für das Sozialamt und für das Volksbad mit enthalten, die bis dahin in einem Sonderhaushalt in Erscheinung traten. Die Oberschule für Mädchen und die Ge­werbeschule werden dagegen auch jetzt noch in Son­derhaushalten geführt. Bei all diesen Dienststellen bim. Schulen hat die Stadt aus allgemeinen Finanz­mitteln alljährlich Zuschüsse zu leisten, deren Hohe sich auf mancherlei hunderttausend Mark belaufen, wobei jedoch zu beachten ist, daß hier die städtischen Aufwendungen für den Familienunterhalt der Fa­milien der zum Wehrmachtsdienst einberufenen Männer nicht mitenthalten sind.

Spricht die Entwicklung der vorstehenden Haus- Haltszahlen für die reine VerwaNungstätigkeit schon eine eindrucksvolle Sprache, so ist die gleiche er­freulich aufwärtsweisende Bewegung auch bei S t a d t w e r k e n festzustellen. Hier zeigen Haushaltspläne folgende Abschlußzahlen:

DieAnsorderunglandwirtschaWcherArbMMe

bei den Arbeitsämtern muß sofort geschehen.

Gaswerk:

950 980, RM.

854 290,

857 598,

856 706,

: 924 800,

: 903 970,

: 808 782,98 w

Angesichts dieses Wachstums unserer Stadt ist es interessant, die Linie der Entwicklung einmal an Hand einiger wichtiger Zahlen der Gießener Haus­halte seit 1933 zu verfolgen. Bei dieser Betrachtung der sieben Haushaltsvoranschläge kann man die be­merkenswerte Feststellung machen, daß die Gesamt­abschlußsumme des gegenwärtig laufenden städtischen Haushalts 1939/40 um rund 50 v. H. über der Ge­samtabschlußsumme des Haushalts von 1933 liegt. Es schlossen nämlich die städtischen Haushalte, ein- Stadtwerke, wie folgt ab:

523 420, RM.

486 200,

491 300, 543143,

577 640,

660 590, w

788 944,75

fahrenden Pläne berichten:Don den höchsten Stufen brach die Macht, Reichtum ist ein armer Bettelbube, und die Sonnenglut der Wissenschaft ein verglimmter Aschenhaufen nur " Tunde wird trotz aller Enttäuschungen nicht wankend, sie pflanzt den Wunderbaum ihrer Liebe und gibt ihn in die Obhut der Elfen. Als Mirigy, die Hexe, sich daran mcKht dem Baum die Wurzeln auszugraben, fallen die Teufelchen über sie her, der Zauber ift gebro­chen Tünde erkennt, wer sie genarrt hat, und unter dem' Wunderbaum weckt sie Esongor, erlöst von allem Wahn sind sie nun endlich vereint:Unzer­trennlich wollen mir so hinfort dem . Glucke leben, um die Welt dies Glück nicht geben.

wünschen, gegenüber dem Vorjahre außerordentlich stark zurückgeblieben sind. Der Einsatz der Pfttcht- jahrmädchen in der Landwirtschaft hatte im Vor-» jahre eine sehr beträchtliche Höhe erreicht. Die Ar­beitsämter können einen planmäßigen Einsatz der Mädel nur dann vorbereiten, wenn die Stellen be­kannt sind. Sollten die Bäuerinnen und die Betriebs­führer mit ihren Anmeldungen zögern, so besteht die große Gefahr, daß die Mädel in anderen Be­rufen eingesetzt werden. Die Vorsorge für die Be­schaffung von landwirtschaftlichen Arbeitskräften ist die wichtigste Voraussetzung für das Gelingen der Kriegserzeugungsschlacht. Die nötigen Arbeitskräfte können beschafft werden, aber nur dann, wenn rechtzeitig der Bedarf bekannt ist. Es sind also von allen Beteiligten sofort alle Schritte zu unternehmen, um die Arbeitskräfte anzufordern, damit auch die Kriegserzeugungsschlacht 1940 siegreich gewonnen werden kann.

gerechten Kostümentwürfe Jngeborg Strom - becks. Die Musik Richard Boecks untermalte unaufdringlich die anmutige Beschwingtheit der Dichtung. *

Friedrich Gröndahl war der ,unge Esongor, etwas eckig und temperamentlos, aber dann zuneh­mend wärmer dem bewegteren, ganz aus dem Rhythmus der Dichtung herauswachsenden Spiel seiner liebreizenden Partnerin Jngeborg Riehl sich angleichend. Das nüchtern-trivial ganz Den Wonnen des Diesseits zugewandte Diener-Pärchen spielten Gert Geiger und Anneliese Garbe mit köstlich-heiterem Schalk. Einen wahren Wirbel der Hölle entfesselte das Teufelskleeblatt Can men- berg, Seitz und Lowitz, höchst munter und quirlig. Hilde Kneip wußte die dunkle Gestalt der Hexe Mirigy mit böser Sttmme und damomsch glut­voller Mimik überzeugend zu gestalten. Den ge- dankentiefen und auch in der Uebertragung Klein- Krautheims sprachlich besonders schönen Monolog der Nacht sprach Rose StirL Die allegorischen

I eiten zu betrauen, die mit den augenblicklich ver- ügbaten Kräften unmöglich geleistet werden können. )ie Parole heißt deshalb gegenwärtig auch hier: lehmt Rücksicht und geduldet Luch und seid nicht gleich verärgert, wenn nicht alles so abläuft, wie Ihr es wünscht. 3n ruhigeren Tagen werden Euere Handwerker Euch wieder voll zur Verfügung stehen.

Gießener Vochenmarktpreife.

* Gießen, 27. Jan. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, kg 1,60 RM., Matte 25 Rpf., Käse, das Stück 6 b,s 8, aus­ländische Eier 12%, Wirsing, % kg 12, Weißkraut 10 Rotkraut 10, gelbe Rüben 12 bis 13, rote Ruben 12 bis 13, Unterkohlrabi 7, Zwiebeln 12, Meerrettich 45 bis 70, Aepfel 18 bis 25, Hahne 1,20 RM Suppenhühner 1,20 RM., Blumenkohl, das Stuck 50 bis 70 Rpf., Endivien 12 bis 20, Kartoffeln, 50 kg 3,65 RM.__

DörösmartysEsongor und Tunde hat man m Ungarn selbst gern neben ShakespearesSommer­nachtstraum" gestellt. Und mag bei diesem vielleicht anmaßend klingenden Vergleich auch ein gut Teil dem Stolz auf eine der ungariichen Eigen­art entwachsene nationale Dichtung ^schreiben, so bleiben doch mehr als äußere, oberftachliche Aehnlichketten mit dem Werk des genialen Briten. Wenn man auch nach dessen tiefer Lebensweisheit bei Dörösmarty mühevoller graben muß io ift mit dem für die Romantiker so charakteristischen Einfühlungsvermögen die Sphäre des das Unwirkliche des Zwischenreiches, m dem Gott- liches und Menschliches sich treffen, gestattet. Man mag übrigens auch Anklänge an MozartsZauder- jlöte" p^en, die ähnliche Gedanken musikalisch ge-

NSG. Die bisher bei den Arbeitsämtern vorlie- gende Zahl von Dermittlungsaufträgen für Arbeits­kräfte läßt erkennen, daß ein großer Teil der land­wirtschaftlichen Betriebsführer der Aufforderung zur Abgabe von Vermittlungsaufträgen nicht nach­gekommen ist. Wer jetzt aus irgendwelchen Gründen keinen Vermittlungsauftrag einreicht, kann fpäter keinen Anspruch auf Zuweisung von Arbeitskräften erheben. Die Dermittlungsaufträqe werden in diesem Jahre zeitiger als sonst angefordert, damit eine genaue Ueberficfot über den Umfang des erforderlich werdenden Arbeitseinsatzes gewonnen werden kann. Die Betriebsführer stellen sofort einen Vermitt­lungsantrag für Arbeitskräfte an das Arbeitsamt. Die Ortsbauernführer unterstützen sie dabei in jeder Weise. .

Die gleiche Mahnung gilt für den Einsatz von Pflichtjahrmädchen. Der Präsident des Landes­arbeitsamtes hat mitgeteilt, daß die Meldungen der Betriebe, die den Einsatz eines Pflichtjahrmädchens

Von Stuttgart, ihrem ersten Engagement, wo sie als Lady Macbeth Debütierte, führte ihr Weg nach München an das Deutsche Theater in Berlin und an das Staatstheater, dessen Verband sie nun langer als zehn Jahre angehört. Maria Koppenhöfers künftterifches Wirken in Berlin ist bekannt. Um dw (Erinnerung an ihre Filmgestatten aufzufrischen Denn Maria Koppenhöfers Gesicht Dergifct man so leicht nicht nur einige ihrer Filme:Flücht- linge",Friesennot",Schlußakkord",Der Herr­scher", .Jvhanmsseuer". Demnächst wird sie in dem neuen TobisftlmWeg zu Isabel!" zu sehen fern. Dieser Filmarbeit gedenkt die Künstlerin mit bei sonderer Freude, traf sie doch hier nach langen Jah­ren mit ihrem Kollegen Erich Engel, Der den Film

werden. Fällung von Aspen, Liegenlassen der aus Den Obstalleen ausgeschnittenen Obstbaumzwelge sind für Hase, Kaninchen und für Rehwild gut geeignet. ' v .

Der Eigenjagdbesitzer, der auf Dem LanDe wohnt, hat es verhältnismäßig einfach, sein Wild zu füt­tern. Der Jagdpächter, Der infolge Fehlens des Kraftwagens unD Der Schwierigkeit der Verkehrs- Verhältnisse häufig sein Revier nicht erreichen kann, muß einen Vertrauensmann Damit beauftragen, falls sein Jagdschutzbeamter eingezogen ift, für Das Wild zu sorgen. . . ... f -

Die nun einmal vorhandenen Schwierigkeiten las­sen sich in gemeinsamer Arbeit überwinden, wenn Der Wille Dazu Da ist. Wer in einem so harten Winter nicht für sein Wild sorgt. Der zeigt, daß ihm Das Herz für die frei lebende Tierwelt fehlt, und ep beweist, daß er nicht würdig ist, sich deutscher Jaget zu nennen.

Sein in seiner ungarischen -Heimat nod) beute äätäVä SIS Ä..'ÄäS menhänge mit ewigen, zeitlosen Leb «Ror^eit 3n die Elsen- und Feemuelt Sorbett

führt der Dichter feinen jungen S)eföen ;

Hexensput und Teuselswerk stellen sich। l^er -b Einigung mit der schonen Fee Tunde entgegen. De- Wunderbaums Geheimnis, das ihre Lieb!.vorun berufenen Augen bergen sollte, ist pog Sinei düs

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Maria Koppenhöfer.

Goethe schreibt einmal an Knebel:Wer der Künstler sei und wo er sich aushatte, interessiert die Menschen mehr, als was er gemacht hat." Bei dem Künstler, dem das Recht auf ein Privatleben ebenso zuqebilligt werden muß, wie jedem anderen Men­schen, würde lediglich die Feststellung interessieren, wie das Talent, vielleicht durch Generationen ver­ebbt und nicht beachtet, plötzlich in einem Gliede der langen. Geschlechterkette zum Durchbruch kommt und Den Weg zur Kunst sich erkämpft. Familie, Freundeskreis, Umwelt, ja Landschaft sind von ent­scheidender Bedeutung für die Entfaltung eines künstterischen Talents, und wenn man erfahrt, daß Maria Koppenhöfer in Stuttgart geboren wurde, so mögen viele Wesenszüge ihres Charakters m die­ser heiteren sonnenfrohen Landschaft wurzeln, selbst wenn ihre Vorfahren anderer Stammeszugehörig­keit sind. Ihre sympathische, offene Art, freilich ge­paart mit Zurückhaltung, ja bisweilen ein wenig Mißtrauen, das bei klugen Menschen immer aus- keimt, überrascht um so mehr, als ihr Rollenkreis, besonders der des Films, ein feftmnrissener ist, der sie hart, unnachgiebig, oder als Herrschernatur schtt- Dert. Und doch ist Der Mensch Koppenhöfer von solch lieoenswerter Fraulichkeit, daß man ihr für den Film einmal eine ihrer künstterischen Vielseitig­keit und menschlichen Eigenart entsprechende RvllÄ wünscht.

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Strauß- M. 3.6°

Ist: ir diese «bester legt- ),451^

Aus der Stadt Gießen.

Winterliche Welt.

Ueberall in Stadt und Land führt der Winter sein ienges Regiment. Die Sttaßen und Die Dächer in gr Stadt sind ebenso in das weiße winterliche Ge- i and gekleidet wie die Dörfer, wie Feld und Wald, : ufd) und Strauch, Berge und Täler.

In diesen Tagen ist es ein köstliches Erlebnis, aus tor Stadt hinauszuwandern in die schöne Winter- londschaft. Die Dörfer liegen vor uns vom Schnee tjarm zugedeckt. Hier und da steigt eine leichte jauchfahne in die Lust. Hinter den Fensterscheiben stehen Die kleinen KinDer, drücken ihre Näschen platt i iD schauen nach der weißen Pracht. Ihre größeren i eschwister tummeln sich auf der Straße. Schnee- ! allen sausen durch die Luft, und dort wird ein i chneernann gebaut.

Die Erde ist still, ganz still. Starr stehen die t äunie. Die dunklen Aeste werden überdeckt von dem ; chnee. Beim leisesten' Windhauch fallen Schnee- ocken zur Erde. Schüchtern äugt ein Reh aus der i chonung. Da, wo es die Aefte berührt, riefelt der chnee herab. Es tritt wieder zurück in den schützen­den 41nterroalb. Nur seine zierlichen Spuren sind itoch zu sehen.

Die Schneelage und Die anhaltende Kälte haben für das Wild eine ausgesprochene Notzeit mit sich gebracht. Nicht nur nach Dem Gesetz ist jeder Jager verpflichtet, für Fütterung des Wildes zu Jorgen, sondern auch aus menschlichen Gründen. Die Ent- schulDigung, Daß Die üblichen IZßiIDfuttermittel heute nicht verfüttert werden können, ist nicht Durchgrei­fend. Es gibt Mittel genug, um allen Wildarten über die schlimmste Not hinwegzuhelfen.

Im WalDe sind Beerkräuter und das Heidekraut mit Hilfe des Schneefluges frei zu legen. Abfälle von Rüben und Kartoffeln sind geeignet, um im Felde Dem Schalenwild zu helfen, aber auch etwas Me- fenheu oder Kleeheu wird sich für Das Wild er­übrigen lassen. Man Darf es aber nicht in Den Schnee werfen, sondern muß es aus Stangen in Bündeln in guter Reichhöhe aufhängen. Für Fa­sanen und Rebhühner sind Untrautfamen und Drusch- abfall ein sehr wertvolles Futter. Sie können auch heute unbedenklich Dem Wild zur Verfügung gestellt stattet. Die ungemein nuancenreiche Uebertragung von Dr. FerDinand K l e i n - K r a u t h e i m hat mit feinstem Empfinden für die dichterischen Werte des Werkes feinen romantischen Charakter sicher ge- troffen und von seiner großen sprachlichen Schön­heit einen starken Eindruck zu vermitteln gewußt. Zudem erwies sie sich als überaus klangvoll und bühnenwirksam.

Biohumwerk:

1937: 13 000, RM.

1938: 37 800,

1939: 48 655,37

Alle Diese Zahlen legen Zeugnis ab für Die Groß, der seit 1933 erheblich gewachsenen städtischen Auf­gaben und für Die wirtschaftliche Kraft unsere.

Gießener Gtadttheater.

MihälyBörösmartY:Esongor undTünde"

In Vörösmarty (1800-1855) feiert d°-ung°rifche 23oie noch heute eine feiner stärksten dichterischen Segnungen. Daß cs die Romantik war, die auch in der ungarischen Literatur wie m der polens Serbiens und im übrigen Osteuropa die "-^analen Kräfte frei machte, hing eng mit der politischen Entwicklung zufammen, die aus der großen Ent iäufchung über die nach dem Ausgang des napo­leonischen Zeitalters einsetzende Raaktion 6eraus= trebte in neue Bahnen und dabei ihren stärksten Verbündeten in der romantischen Dichtung fand, die an die Quellen völkischer Eigenart zuruckfuhrte, Soqenaut und Märchenwelt des eigenen Volkes er- Ichloß und an den großen Stoffen dzr..T^E!^n imickte Des Ungarturns nationales Selbstbewutztseln, Vaterlandsliebe und Freiheitswillen lehrte^^So wur. i>en die romantischen Dichter der ungarischen Lit-ra- für zu Erziehern ihres Volkes für den großen Befreiungskampf gegen Habsburg, der zwar vor der überlegenen Macht des Güners zufammenbrechen mußte, aber jenen ungarischen Stolz S^ Mfen iortzeugende politische Kraft den Weg 5«^ »um unabhängigen Ungarreich unserer Tage In dieft geft des Mngens um völkische Eigenart und n-üw- nales Selbstbewußtsein fallt auch das Wirken Voros^ martys, beides, völkische Eigenart und n°twn°les -elbstbewußtsein find auch die wefentlichften Kom ponenten feiner Kunst. Seine großen Dramen nech men ;fcrerl Stoff aus Sage und Geschichte seines Boltes, seine Lyrik stellt sich in Den Dienst Des po p rischen Kampfes, fein berühmterAufruf , Den ubr qens auch Moltke verDeutfcht hat, hat ihn zmn nationalen RhapfoDen ungarischer Treue gemacht^ wirb man in ihm, mag ihn auch sem. S^em JlIeranDer Petöfi an hinreißenDer Kraft unö roeit weiter Wirkuna Übertreffen, einen der vielseitigsten, nteressantesten unD charakteristischsten Dichter unga- rrscher Zunge sehen Dürfen, Der als solcher auch aus Dem Deutschen Theater beachtet zu werben verDien.

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29/30 - 2/4.