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reinigt Alles!
sonderen Dienst organisieren. Da die Pfundnoten zu ebnem übertrieben hohen Kurs in Istanbul gehandelt worden feien, sei die Enttäuschung der Pfundnotenbesitzer groß, denn der Einwechslungskurs sei weitaus niedriger.
Oie Verhandlungen von Turn-Geverin.
Turn.Severin, 25.Slug. (DNB.) Samstag, abend wurde von der ungarischen und der rumänischen Abordnung folgende gemein» fame Verlautbarung herausgegeben: „Nachdem die Hauptdelegierten ihren Regierungen über den Gang der Verhandlungen persönlich Bericht erstattet haben, traten die ungarische und die rumänische Abordnung am 24.8. um 10.30 Uhr zu einer dritten Sitzung zusammen. Es wurde gemeinsam vereinbart, die d e u t s ch e Sprache als Ver-
Zwei Molen Ilakeinsatz gegen britische Luftpiraten
Handlungssprache zu benutzen mit dem Vorbehalt, daß das Protokoll der heutigen Sitzung in deutscher und französischer Sprache abgefaßt werde, wobei der deutsche Text als authentisch zu betrachten sei. Der ungarische Gesandte Andreas von Hory verlas eine Denkschrift der kgl. ungarischen Regierung, zu deren Prüfung die Sitzung unterbrochen wurde. Nach.der Wiedereröffnung der Sitzung antwortete Mimster Baler Pop auf die verlesene Denkschrift der ungarischen Abordnung. Da keine gemeinsame Verhandlungsgrundlage gefunden werden konnte, wurden auf Wunsch des unga- rischen Hauptdelegierten die Verhandlungen als abgeschlossen erklärt. Jedoch besteht die Aussicht, daß die Verhandlungen in kürzester Zeit wieder ausgenommen werden."
Eine interessante Aufnahme, die während der Dauer von zwei Minuten das Flakfeuer gegen angreifende britische Luftpiraten über einer deutschen Stadt zeigt. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
österreichische Infanterie-Regiment Nr. 14 mit ins- gesamt 4700 Mann, das Hoch- und Deutschmeister- Regiment Nr. 4 mit insgesamt 4500 Mann, das Kärntner Infanterie-Regiment Khevenhüller Nr. 7 mit insgesamt 3900 Manü und das Kärntner Jägerbataillon Nr. 8, dessen Ehrenmal in Klagenfurt die ergreifende Inschrift trägt: Das Kärntner Jägerbataillon Nr. 8 zog 1914 mit 38 Offizieren und 1222 Mann in den Weltkrieg — es blieben auf dem Felde der Ehre 38 Offiziere und 1221 Mann.
Verbesserter Sparzins auch bei den Banken.
Die Reichsgruppe Banken weist daraus hin, daß die Verbesserung der Zinsen bei den Spareinlagen sich selbstverständlich auf alle Spareinlagen bezieht, gleichgültig, ob sie bei einer öffentlichen Sparkasse, einer öffentlichen oder privaten Bank oder einer Genossenschaft unterhalten werden. Für alle Spareinlagen gilt künftig, daß die Verzinsung mildem 15. Zinstag nach dem Tage der Einzahlung beginnt.
Kriegskrastfahrschein des AGKK.
Rund 125 000 Männer zwischen 18 und 45 Jahren haben durch die ersten Lehrgänge für die vormilitärische Wehrerziehung im NSKK. bereits das grundlegende Rüstzeug des Soldaten erhalten. Neben dem Schieß- und Geländedienst erfolgt aber im NSKK. auch eine kraftfahrtechnische Schulung. Im Einvernehmen mit dem Oberkommando des Heeres ist daher jetzt die vormilitärische Wehrerziehung im NSKK. durch b e - sondere Lehrgänge von zweimonatiger Dauer auf dieses Gebiet ausgedehnt worden. Während nach der wehrsportlichen Prüfung der Vormilitärische Ausbildungsschein ausgehändigt wird, erhält der NSKK.-Wehrmann jetzt außerdem den Kriegskraftfahrschein.
Kleine politische Nachrichten.
Der Reichskriegerführer, General der Infanterie und ^-Gruppenführer Reinhardt, nahm die Eingliederung der Reichskriegeroerbände Eupen, Malmedy und St. Vith in den NS.-Reichs- kriegerbund vor und weihte die den Kameradschaften verliehenen Bundesfahnen. y
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Der Reichsminister der Finanzen GrafSchwe - rin von Krosigk begab sich auf eine Besichtigungsfahrt in die besetzten Gebiete im Westen, um sich vom Zollgrenzschutz an der elsaß-lothringischen und an der schweizerischen Grenze zu unterrichten. Der Minister wird begleitet von dem Generalinspekteur des Zollgrenzschutzes Geheimrat H u ß f e l d.
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Das stürmische Wetter über Südengland und dem Kanal bewirkte,- daß in den letzten Tagen sich mehrfach englische Sperrballone losgeris- s e n haben. Am 22. August 1940 nachmittags trieben im Küstenabschnitt Somm—Seine sieben bis acht englische Sperrballone an, die sämtlich a b geschossen wurden.
Die letzte Staffel britischer Truppen (Seaforth Highlander) und 200 lokal geworbene Rekruten verließen Schanghai am Sonntag in Richtung Singapur. Die Mehrzahl der bisher in China stationierten englischen Truppen befindet sich auf dem Wege nach Australien.
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Der Wirtfchaftsminister der Vereinigten Staaten, Hopkins, ist aus Gesundheitsgründen zurück- getreten.
Nach den wiederholten japanischen Bombardierun- gen von Tschungking hat Marschall Tschiangkai- s ch e k, wie die „Sera" aus Schanghai meldet, beschlossen, den Sitz seiner Regierung nach Aaenn in der Provinz Szetschuan zu verlegen.
Frankreichs Aiederlage eineFolge seinesVauernslerbenS.
Wenn sich französische „Politiker" — heute! — heroisch an die Brust schlagen und sich den Kopf zerbrechen, wer eigentlich an dem Zusammenbruch Frankreichs schuld ist, dann ist das genau so, wie wenn eine Mutter um ihr in den Brunnen gefallenes Kind weint und dabei übersieht, daß sie selbst den Brunnen hätte vorher zudecken müssen. Wo die Ursachen des Zusammenbruchs liegen, ist den meisten Franzosen noch gar nicht aufgegangen und wird chnen in absehbarer Zeit auch nicht dämmern. Ihre Erziehung hindert sie, die Gründe zu erkennen.
Nehmen wir einmal beispielsweise den französischen Bauern, der in manchen Gegenden erst um acht Uhr früh die Arbeit beginnt, vielleicht bis elf Uhr schafft und dann wegen der Hitze mittags aufhören muß, um erst von drei bis sieden Uhr wieder etwas Hofarbeit zu leisten. Infolgedessen sind in diesem Land, in dem alle klimatischen Voraussetzungen für unerhörte Erträge gegeben sind, die Leistungen der Landwirtschaft ständig und stark zurückgegangen. Die Verödung der französischen Landwirtschaft ist die Folge einer auch für uns fast unvorstellbaren Landflucht, die zur Staatskrise treiben mußte. Das Dorf Montmaur in Südostfrankreich hatte 1882 noch 160, aber 1913 nur noch 40 und heute gar nur 2 — in Worten: zwei — Einwohner. v
Man braucht sich nicht wundern, daß es so kam, denn durch die französische Reoolutton 1789 hat man ja den Grundsatz der Unteilbarkeit des Bodens auf gegeben und die Teilbarkeit sogar gesetzlich vorgeschrieben. Folglich entstanden Millionen von kleinsten landwirtschaftlichen Betrieben, die weder leben nach sterben konnten. So ist die Gemeinde ßoeret im Departement Loire mit einer Gesamtackerfläche von 2000 Hektar zerstückelt in 53 000 einzelne Parzellen. Diese Beispiele lassen sich hundertfach vermehren. Wer von einem „Handtuch", wie man die schmalen und langgeftrerften Parzellen in der Regel nennt, nicht leben Fann, ist eben gezwungen, in die Stadt abzuwandern, um dort das industrielle Proletariat zu vermehren. Es ist deshalb kaum verwunderlich, wenn der stärkste Geburtenrückgang in den rein landwirtschaftlichen Gebieten Mittelfrankreichs und im Süden, besonders in den fruchtbarsten und reichsten Tälern sestzustellen ist. Seit Jahrzehnten findet man dort an Stelle blühender Dörfer zerfallene Ruinen, die jeder Besucher auf die Kriegsereignisse zurückführt und dabei hoben dort kaum kriegerische Handlungen stattgefunden. Weiter ist es für uns unverständlich, daß meilenweit Land brach liegt, ja oft in eine trostlose Steppe ausartet und Neubauten in diesen Gebieten überhaupt nicht bekannt find. In Frankreich sind 50 000 Quadratkilometer verlassenes Land, da- von wurden allein 16 000 Quadratkilometer seit 1920 Brachland.
Wie ein Prediger in der Wüste mutet der Ausspruch des französischen Deputierten an, der vor eineinhalb Jahren in der damaligen Kammer ausrief: „Wir müssen wie in Deutschland eine M y - ft i t d e s Bodens schaffen." Heute stürzen sich alle „maßgebenden" französischen Kreise auf die deutsche „Mystik". Der Staatsgedanke von Blut und Boden, wie er bei uns durch Darrö seit 1933 praktisch in die Tat umgesetzt wurde, hat mit Mystik gar nichts zu tun. Außerdem ist er kein Exportartikel, noch viel weniger aber paßt er in den Mund derer, Die ihn jahrelang in den Dreck zerrten. Wir sind französischen Beteuerungen gegenüber sehr mißtrauisch und kommen zu der Erkenntnis, daß dieses unser geistiges Ideengut in Frankreich keineswegs aus innerer Ueberzeugung, sondern einzig und allein aus konjunkturellen Anvas- sungsgründen propagiert wird. F. L.
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W Allputz spart Seife!
Sonderschau der Wehrmacht aus der Leipziger Reffe
Vielversprechender Auftakt auf der Leipziger Herbstmesse
auch die Aussteller der weiteren Entwicklung des Messegeschäftes in bester Stimmung entgegen.
Insgesamt nehmen 6126 Aussteller teil, davon entfallen 359 auf das Ausland. Hausrat ist an 1904 Ständen anzutreffen, Leder-, Schmuck- und Galanteriewaren zeigen 1758 Firmen, Spielwaren, Musikinstrumente und Sportartikel 652, Papierverarbei- tung, Bürobedarf und Werbung 681, Textilwaren und Bekleidung 817, Ernährung und Körperpflege 213, Rundfunkgeräte, Eisenwaren, Industriebedarf, Erfindungen, Rohstoffe usw. 596 Firmen.
Herkunftsmäßig sind die großdeutschen Wirtschaftskammerbezirke wie folgt vertreten: Ostpreußen 9, Schlesien 168, Berlin-Brandenburg 704, Pommern 13, Nordmark 166, Bremen 36, Niedersachsen 120, Regierungsbezirk Düsseldorf 271, Westfalen und Lippe 206, Rheinland 179, Hessen 321, Mittelelbe 127, Thüringen 719, Sachsen 1107, Bayern 649, Baden 196, Württemberg 244, Saarpfalz 22, Ostmark 219, Sudetenland 246, Danzig 2 und Wartheland 1. Das Protektorat entsendet 42 Aussteller.
Vom Ausland entfallen auf Belgien, Brasilien, Griechenland, Iran, Rumänien, Schweden und Türkei je 2, auf Bulgarien, Dänemark und Jugoslawien je 3, auf Finnland 43, auf Italien 210, auf Luxemburg 10, auf Japan 4, auf die Niederlande und die Schweiz je 7, auf die Slowakei 27 und auf Rußland 11 Aussteller.
Leipzig, 25. August. (DNB.) Die Leipziger Herbstmesse hat am Sonntag pünktlich begonnen. Durch die Straßen der Innenstadt, die mit Fahnen festlich geschmückt waren, strömten die Besucher in die Messehäuser. Vormittags nahm der Andrang namentlich auf der Textil- und Bekleidungsmesse und im Ring-Messehaus fast beängstigende Formen an. Man schob sich nur langsam an den Ständen vorbei, vor den Mustertischen stehen in Doppelreihen die Käufer, die — wie die Dialekte erkennen ließen — aus allen Teilen des Reiches gekommen waren. Man hörte auch schon viele fremde Sprachen. Namentlich aus dem Südosten und dem Norden sind zahlreiche Interessenten eingetroffen. Zu Beginn der Messe konnten bereits 5000 ausländische Einkäufer festgestellt werden.
Die K a u f l u st der deutschen Kundschaft ist sehr ?roß und erstreckt sich auf alle Arten des täg- ichen Bedarfs. Besonderes Interesse trat für Galanteriewaren und Geschenkartikel, Metallwaren, Reisegepäck, Koffer und Lederwaren hervor. Verschiedentlich hörte man, daß auch das Ausland zu Auftragserteilungen geschritten ist. Ein lebhaftes Geschäft fanden Haus- und Küchengeräte. Auf der Textilmesse war ein Verkehr, wie man ihn seit Jahren nicht gesehen hat. In beiden Messehäusern wurden unaufhörlich Aufträge erteilt, lieber einen guten Besuch können die ausländischen Kollektivausstellungen berichten. Selten hat es einen solchen Auftakt fijr eine Messe gegeben, wie diesmal. So sehen
Welche Regimenter hatten im Weltkriege Pie größten Verluste?
In seinem interessanten Buche über Tatsachen und Zahlen aus dem Weltkriege, das soeben in wesentlich erweiterter neuer Auflage unter dem Titel „W a s brauchte der Weltkrieg?" im Verlage von Hase & Köhler, Leipzig, erschienen ist, macht Otto Riebicke folgende Angaben: Regimenter mit den größten Verlusten im Weltkriege waren: Jnf.-Regt. Nr. 43 6210 Tote und 250 Vermißte; Lehr-Jnf.-Regt. 5567 Tote, Jnf.-Regt. Nr. 41 4985 Tote und 1073 Vermißte; Grenadier-Regt. Nr.l 5480 Tote; 3. Bayer. Jnf.-Regt. 4896 Tote und 283 Vermißte; 13. Bayer. Res -Jnfi-Regt. 5041 Tote und 288 Vermißte; 22. Bayer. Jnf.-Regt. 4978 Tote und 256 Vermißte; Jnf.-Regt. 126 4758 Tote; Garde-Füsilier-Regt. 4747 Tote ; 4. Garde-Regt. z. F. 4662 Tote; Garde-Grena- dier-Regt. Nr. 2 4546 Tote. Die Durchschnittszahl der Verwundeten dieser Regimenter beträgt 10 000. Die vier Regimenter der Tiroler Kaiserjäger verzeichnen in ihrem Ehrenbuche auf dem Berg Jsel rund 16 000 Tote, darunter weist das 1. Regiment allein rund 6500 tote Kaiserjäger auf. Die Zahl der vermißt gebliebenen Kaiserjäger betragt etwa 5000. Weitere besonders hohe Verluste hatten das Eger- länder Landwehr-Jnfanterie-Regi- m e n t N r. 6 mit insgesamt 5400 Mann, das ober»
Leizig, 25.Slug. (DNB.) In Anwesenheit zchl- reicher Offiziere der Wehrmacht, Vertretern der Behörden und der Partei wurde die Wehrmachtsaus- ftellung „Der Sieg im Westen" durch General der Infanterie W ö l l w a r t h eröffnet. Er sagte es fei ein Zeichen deutscher Stärke, wenn wahrend dieses Krieges die großen wirtschaftlichen Veranstaltungen, wie die Leipziger Messe, in vollem Umfange durch- gefiihrt werden könnten. Möglich sei dies allerdings nur, weil der deutsche Soldat, vor dem Feinde stehend und kämpfend, die friedliche wirbelt in der Heimat ermöglicht habe. Wie vor dem Feinde die drei Wehrmachtsteile in engster Waffenbrüderschaft zusammengearbeitet hätten, so sei auchi öie Ausstellung „Der Sieg im Westen der sichtbare Ausdruck dieser Zusammengehörigkeit. Die drei Wehrmachtsteile, die abwechselnd die Ehrenwache vor der Ausstellung stellen, haben Abordnungen von im Kampf bewährten Unteroffizieren und Mannschaften entsandt, die dem wißbegierigen Besucher für Auskünfte zur Verfügung standen. Da ist z. B. der Feldwebel Wiesenpfad, der mit feinem Pakgeschütz 80 feindliche Panzerwagen vernicht^ oder in die Flucht geschlagen hat. — Da ist auch der stets lustige Badener Feldwebel Huber, Ä\t= terkreuzträger, der mit seinem Panzerspähwagen hinter die Älaginotlinie vorstieß.
$ie Taae der Leimiger Herbstmesse hat die Wehrmacht auch in diesem Jahre zu einer Sanderschau unter d-m TU-l Der Sieg im Westen" benutzt. Aus dem Augustusp atz um den Pavillon der Wehr- rnX hmirn finb xahlreirfie Beutestücke englischen und ranzo i chen Ursprungs aufgebaut. Im macht h°-um-oL?grÄd ech^schweres sianzösisches Flakgeschütz. - (Scherl-Bilderdienst-M.)


