Ausgabe 
26.3.1940
 
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Deutschen Reichslotterie sind für Gießen und Umgebung zu haben bei:

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Staatliche Lotterie - Einnahme

Buchecker

Gießen, Neuen Bäue 11

Dm 2.man 1940 wurde dos tos Nr. 183 241 mit 300000. nm gelogen.

Ritt 30000.-R1TI wurde hier BtiJulÖ belohnt!

Staatliche Lotterie - Einnahme

Dr. Flimm

Gießen, Walltorstraße 63

ßchan (tit vielen Jahren spielte fien S. sein Los. Oft genug hat frau S. ge- (ad]t:Du gewinnst ja doch nie etwasl" Rbn er blieb standhaft und jebt |ronn er lachen. Et hat einen schönen Bähen Gelb gewonnen, welche Obenafdiung für seine frau welch herrliches Gefühl daß die Zukunft gesichert ist und alle plane sich verwirklichen lassen, fluch Sie können das gleiche Glück haben: fluch wöhrend des Krieges geht die deutsche Neichslotterie, die größte und günstigste ftlassenlottecie der Welt, un­verändert weiter, flm 26. flpril 1940 beginnt die Ziehung der neuen Lotterie. Erneuern Sie 3hr Los -der kaufen Sie rechtzeitig em neues!

Ein flchteNos nut 3.-Hm je klaffe!

Deutsche Htichslottmt

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... _raft» und Unterhaltungsstätten der Stadt war ebenfalls reger Besuch zu verzeichnen, du manche Spaziergänger, die sich mit einem Gang durch die stadt und die Anlagen begnügten, zu ihrem Feier- .agsschoppen Einkehr hielten. Im ganzen betrachtet ann man sagen, daß die beiden Feiertage von der Gießener Bevölkerung als rechte Kriegsostern be­gangen wurden und infolge ihres ruhigen, ftra- isazenlosen Verlaufs zu einer Stärkung für die All- tagsarbeit geworden sind.

Die beiden Osterfeiertage standen diesmal voll­kommen unter der Parole: zu Hause bleiben, d. h. nuf Osterreisen zu verzichten und dafür Erholung nuf Wanderungen in der Umgegend zu suchen. Ent­sprechend dieser Parole fehlte diesmal der in frühe­ren Jahren übliche starke Osterreiseverkehr der Reichsbahn, lediglich einige Lokalzüge, die dem Ver­mehr mit der nächsten Umgebung der Stadt dienen, Hatten einigen Zuspruch gefunden, namentlich von wichen Ausflüglern, die ihren Osterausflug am Vor­mittag oder am Mittag von Gießen aus zu Fuß unternommen hatten und am Abend den Zug zur Heimkehr benutzten. In den Wäldern und Feldern unserer engeren Nachbarschaft herrschte an beiden Feiertagen reger Ausflugsverkehr, der den Aus- ftätten annehmbaren Betrieb brachte. In

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Schulungsabend in Gießen-Nord.

Die Ortsgruppe Giehen-Nord hielt imFrank- -urter Hof" wieder einen Schulungsabend ab. Im April wird die Ortsgruppe eine öffentliche Kund­gebung veranstalten. Wie Ortsgruppenleiter Tho­mas mitterlte, findet am 31. März die feierliche Verpflichtung der HI. und des BDM. durch den Kreisleiter statt. Er gab mehrere neue Anordnungen bekannt. Die Sammlung von Metall soll in jeder Hinsicht unterstützt werden. Jeder Spender erhält eine Urkunde, die ihn später zum bevorzugten Kauf berechtigt. Am 31. März führt die DAF. die letzte Straßensammlung für das Kriegs-WHW. durch.

Anschließend sprach Kreispropagandaleiter R a h -

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Aus der Giadi Gießen.

Jetzt fängt Vas schöne Frühjahr an ...

Der Frühling ist da. Nach langen, schweren Wo- chen sind nun die Fesseln gesprengt, die Wald und Feld, Stadt und Land umklammerten. Der junge Frühling grüßt uns.

Die Kätzchen des Haselnußstrauches hängen schon wie leere Schläuche an den kahlen Zweigen. Sie haben ihren Blütenstaub verschenkt und können nun welken. Die weiblichen Blüten verkümmern auch, aber in der Knospe schwillt es, und die junge Hasel­nuß bildet sich. Auch die Mandelblüten kommen nun bald.

In der Luft trillern die Lerchen, und von den hohen Bäumen am Waldrand flötet die Amsel. Die kleinen Meisen hüpfen von Alt zu Ast und entzücken uns mit ihren hellen Stimmten. Auch der Buchfink ist nun lebendig geworden. Wie oft saß er traurig □or unferm Fenster und nahm nur zögernd das dar- gereichte Futter. Jetzt aber schmettert er fein Lied­chen wie ein Sieger, laut und herausfordernd.

lieber jede Frühlingsstimme freuen wir uns. Mag es auch noch gelegentlich stürmen, das macht nichts aus. Im Herzen sitzt das Frühlingsgefühl und will nun nicht mehr weichen. Die Schneeglöckchen blühen, und an geschützten Abhängen erscheinen die ersten Gänseblümchen. Durch den Wald zieht der Dust vom krischen Saft der Bäume, vom Wachsen und Schwel­len der Knospen.

Versteckt im Niederwald finden wir den Seidel­bast. Er spendet seinen betäubenden Dust und mahnt ;ugleich: Laß mich stehen, damit sich noch andere Wanderer daran erfreuen!

Die Arbeit des Landmannes beginnt. Er geht hinaus auf das Feld und vertraut dem Schoß der Erde die neue Saat an. Sie wird sprossen und trei­ben, Blatt um Blatt wird hervorschießen, und bald werden die Halme aus den Aehren schauen ...

Auch im Bienenhaus regt es sich. Summend er­scheinen die kleinen Tierchen und versuchen den ersten Flug. Bei Sonnenschein können sie nicht ju Hause bleiben. Es wird nicht lange dauern, und sie I'finden draußen Honig im Ueberfluß.

Eine hoffnungsreiche Zeit beginnt. Da können die Menschen nicht zurückstehen. Mit heiterem Sinn und | hellen Augen schauen sie in die jungen Frühlings« ' rzage. Wir bleiben vor den Blumenläden stehen und I staunen. Wir schauen nach dem blauen Himmel und j horchen auf den Gesang der Vögel. Wir erleben die ersten Früylingstage mit offenen Augen und stohem Herzen.h.

Tageskalender für Dienstag.

Gloria-Palast (Seltersweg):Ihr Privatsekretär". Lichtspielhaus (Bahnhofstraße):Leidenschaft". Taf6 Leib: von 9 bis 19 Uhr Ausstellung: Die ; ..Dicke Berta".

Lichtbildervortrag: Irland, die grüne Insel.

Der Goethe-Bund, Kaufmännische Verein und dis Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde in Arbeits­gemeinschaft mit der Volksbildungsstätte Gießen der RS.-GemeinschaftKraft durch Freude" laben für Donnerstag, 28. März, zu einem Lichtbildervortrag n der Neuen Aula der Universität ein. Der Reise- chriftsteller Joachim G e r st e n b e r g ist zu einem Vortrag mit Lichtbildern über das Thema »Irland, »ie grüne Insel" verpflichtet worden.

Ostern daheim.

Oer Freischütz.

Opern-Abend im Gießener Stadttheater.

Webers ewig-jungerFreischütz", der ebenso einen Beethoven zur Anerkennung heraussorderte, wie er dem reifenden Wagner während seines not- und qualvollen ersten Pariser Aufenthaltes zur inneren Aufrichtung wurde und in ihm den Glauben an die deutsche Kunst und an seine eigene Bestimmung wieder erstarken ließ, ist durch die Reihe der Gene­rationen hindurch stets aufs neue bis zur Geaen- wart hinein (Hans Pfitzner) Wegweiser der Wer­denden, ein Mal echten Deutschtums gewesen; und unvergänglich wird dies Werk bleiben, solange Deutsche deutsch zu denken und zu fühlen vermögen.

Denn zum erstenmal tritt hier der deutsche Mensch auf die deutsche Opernbühne mit seiner blutsmäßig gebundenen Wesensart, seiner Gemütstiefe und In­nigkeit, seiner Reinheit sittlichen Denkens und dem sinnigen Erleben der Natur mit dem Erschauern vor ihrer Macht, das einem Jungborn gleich, seine Kräfte nährt und stärkt. Daher konnte sich dieses Werk nur dem Deutschen in voller Auswirkung er­schließen; das bestätigen die vielfachen, und oft un­verständlich bleibenden Aenderungen, mit denen das Ausland den Aufführungen Geschmack abzu­gewinnen versuchte.

Und noch mehr als die Handlung an sich läßt die von Weber dem deutschen Volksempfinden abge- lauschte und im Volkstum verwurzelte Musik, die zum Teil ureigenstes Volksgut geworden ist, in ihrer seelischen Vertiefung denFreischütz" als ein Stück unseres Selbst erscheinen und erleben. Und wie diese volkstümlichste Oper unseren Voreltern zu eigen war, so wird es auch in unserer Heran­wachsenden Jugend keinen mehr geben, dem der Freischütz" nicht bestimmendes Erlebnis wurde; o will es der Erziehungsplan für unsere heutige Generation.

Durch die richtunggebende Festlegung von Milieu und Charakteren in Text und Musik ist der Weg für die Inszenierung desFreischütz" mehr als bei manchen anderen Opern eindeutig bestimmt; Hans Geißler ließ so das Werk in Originaltreue er­stehen, er sah von der Möglichkeit ab, einzelne individuelle Züge zu betonen, wie etwa die frühe­renFreischütz"-Aufführungen auf unserer Bühne. Ihm stand Karl Löffler als Bühnenbildner zur Seite mit einer äußerst plastischen, an Schauern reichen Wolfsschlucht, verstärkt durch die Beleuch­tungsführung von Remigius Konen.

Im Wechsel mit dem Szenischen konnte so das Musikalische sich in letzter Intensität entwickeln und gerade der Kugelguß in der Wolfsschlucht wurde zu einem besonderen Höhepunkt, von Paul W a l ter zu akzentstarker anschaulicher Kraft herausge­staltet. Die Ouvertüre wurde ein musikalisches Vor­erleben des Dramas mit der gefüllten Breite der Adagio-Einteilung, den berechtigten Dehnungen als Entwicklungsinhalt der Durchführung und der glanz­voll aufstrahlenden Coda. Neben dem großen En­semble des Eingangsbildes taucht das letzte Finale in Abtönung, Durchgliederung und engster szeni­scher Bindung mit Plastik der mannigfachen Ein­zelsituationen heraus. Die Chöre (Richard B o e cf) fügten sich mit stimmlicher Frische und Nachgiebig, kett des Klanges ein.

Die beiden Frauengestalten, Agathe und Aenn« chen, ergänzen sich in ihrer Kontrastierung. Anni A s s i o n ließ das Versonnene, Innig-Tiefe der Agathe Gestalt gewinnen und das Gesangliche aus der Szene herauswachsen (Arie, Cavatine) und das ihrem persönlichen Typus Nahestehende sich er­schließen. Sprühend, lebensfroh, herzhaft zugrei- send war das Aennchen von Friedel F o r n a I lag, stets bemüht, Spiel und Gesang organisch zu binden.

Das dramatische Schwergewicht bei den zwei Jägerburschen Max und Kaspar lag in der Auf­führung auf der Seite des letzteren. Herbert Hirche (als Gast) unterstrich das Dämonisch- Teuflische, Ungeschlachte, Ungetüme in Gebärde und Ton; seineTriumph"-Arie war in Stimmklang und Darstellung von packender Unmittelbarkeit im Heraussteigern des Affektes; die starken Momente in der Wolfsschlucht sanden ihre Bestätigung in der innerlich großen Schlußszene. Heinrich Durst sang den Max mit schmiegsamem Einsatz seiner stimmlichen Mittel, wenn auch nicht immer bei vollem Einklang von Haltung und dramatischer Situation.

Dem Erbförster Kuno gab Max Schneider- Oe st väterlich warme Töne; als Eremit mit ge­wichtigem Klange wurde Bernhard Schmitz zum bestimmenden Wendepunkt des Schlußbildes; den Fürsten Ottokar erfüllte Gustav Bley durch Stimme und Körperlichkeit mit hohettsvoller Würde. In Natürlichkeit stellte Hans Albert S ch e w e im ersten Bild den Bauer Kilian hin. Markant war Gert Geiger als Samiel in Masks und Sprechen.

Das vollbesetzte Haus nahm regen Anteil an dieser Festtags-Aufführung und entzündete sich zu voll ausbrechendem Beifall.

Dr. Hermann Hering.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, Verlag und Druck: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., Derlagsleiter: Dr. Erich Hamann, alle in Gießen.

ner über die Aufgaben der Parteigenossen im Kriege. Er bezeichnete die Parteigenossen als den ruhenden Pol. Die Volksgemeinschaft müsse in allen Aeußerungen und Handlungen so zum Aus­druck kommen, daß die Rücksicht auf den Nächsten und die Anordnungen der Führung überall Aus­druck finden. Das ganze Volk blicke voll Vertrauen auf den Führer, der zur gegebenen Zett das Nötige veranlasse und der dafür sorge, daß alle Dinge ihren geordneten Lauf nehmen. Der Redner ging dann auf die Kriegsziele unserer Feinde ein und schil­derte, wie die Absicht der Vernichtung unseres Vol­kes nicht nur von den Franzosen und Engländern, sondern auch vom Judentum ausgeht. Das Juden­tum habe von jeher die Zersetzung der Völker be­trieben, und sein größter Haß richte sich gegen Deutschland. Die furchtbaren Folgen der Blockade während des Weltkrieges feien dem deutschen Volke noch in bester Erinnerung. Diesmal habe der Füh­rer den Ring der Einkreisung gesprengt. Durch die sparsame Bewirtschaftung der Verbrauchsgüter sei den Absichten der Feinde in bester Weise ent­gegengearbeitet worden. Jetzt komme es darauf an, daß unser Volk diese vorsorglichen Maßnahmen un­terstütze, um das große Ziel zu erreichen. Abschlie­ßend legte Pg. Rahner überzeugend dar, daß die von der Heimat geforderten Opfer gering sind im Vergleich zu der Opferbereitschaft unserer Sol­daten an der Front. Er rief alle Volksgenossen auf, in gleicher Weise zum Opfer und Einsatz bereit zu fein, damit unser Sieg ein endgültiger werde. Der Vortrag wurde mit großem Beifall ausgenommen.

»Ihr privaheretiK"

Der neue Film derMärkischen Panorama" im Oster-Programm des Gloria-Palastes war ganz der Heiterkeit gewidmet. Dabei durfte man die Handlung für den Film ,Hhr Privatsekretär" nicht in den Be­reichen der Wirklichkeit suchen, sie entstammte viel­mehr ausschließlich dem Kopf eines phantasiebegab­ten Romanschriftstellers. Der Film wurde unter der Regie von Charles Klein nach dem heiteren Ro­manHaus Kiepergaß und seine Gäste" (von Han­nes Peter S t o l p) gedreht.

Für den Ausgangs- und Mittelpunkt der Hand­lung erwies sich Frau Helene Kiepergaß, die in An­betracht ihres Reichtums mit Gewalt auch vornehm fein will, als glänzend geeignet. Da sie die Grenzen zwischen Reichtum und Vornehmheit nicht kennt, gibt sie viel Anlaß zu herzlichem Schmunzeln. Sie meint auch, daß sich, wenn sie das Perlenhalsband der Großfürstin Anastasia ersteigern würde, ihr An- sehen bei den vornehmen Nachbarn vielleicht heben

würde. Als sie das Perlenhalsband in Händen hat, sitzt sie aber gleichzeitig zwei Erzhalunken auf, die es auf das Halsband abgesehen hatten und sich nun an ihre Fersen heften. Unter falschen Titeln treten in der Folge beide im Schloß der Frau Kiepergaß auf, vollführen komplizierte Eiertänze im Kampf um den Besitz des Halsbandes und werden nach man­chem Hin und Her durch einen hellköpfigen Neffen der Frau Kiepergaß schachmatt gesetzt und der Gen­darmerie zu treuen Händen übergeben. Schließlich widmet der junge Kiepergaß das Halsband feiner Braut, die in der Geschichte auch eine große Rolle spielt. Bis es allerdings dazu kommen kann, bedarf es einer Fülle von Irrtümern, mancher Verwechslung und mancher lausbübischen Frechheit, die denn auch dem Film das Gepräge geben. Fita Ben khoff, Gustav Fröhlich, Theo Lingen (er ist in einem solcyen Film geradezu unvermeidlich), Paul Carl, Maria Andergast und Paul Henckels sorgen mit vereinten Kräften dafür, daß es immer etwas zu lachen gibt. H. L. Neuner.

*

NSG. Familienhilfe für Beamte und VerforgungsempfängerausdemFrei- machungsgebiet. Ab 1. Januar 1940 werden den aktiven Beamten, deren Familien ihre Woh­nungen im Freimachungsgebiet auf behördliche An­ordnung verlassen mußten, Familienbeihilfen für die Ehefrau und die zuschlagsberechtigten Kinder ge­währt. Die Familienbeihilfe wird auch dann gezahlt, wenn der Beamte zum Wehrdienst oder auf Grund der Notdienstverordnung einberufen und die Familie rückgeführt ist. Verforgungsempfängern wird Fa­milienbeihilfe gezahlt, wenn sie einen eigenen Haus­stand führen, lieber die Höhe der den aktiven Be­amten und den Versorgungsbeamten zu gewährenden Familienhilfe gibt die Betreuungsstelle für Rück­geführte des Amtes für Beamte jederzeit Auskunft.

Einbrecher dingfest gemacht.

Die Beule lm Walde versleckk.

In Rodheim a. d. Bieber wurde in einem Hause ein Einbruch verübt, wobei zahlreiche Wertsachen gestohlen wurden. Auch ein Einbruch in ein Jagdhaus bei Wißmar wurde bald dar­auf ausgeführt. Der Gendarmerie gelang es, den Einbrecher in der Person eines Mannes aus Wiß­mar zu ermitteln und dingfest zu machen. Der Einbrecher hatte feine Diebesbeute in einem Versteck im Walde verwahrt, wo sie gesunden wurde.

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Borsorge bedeutet Sicherheit!

Heute beginnt die Metallspende des deutschen Volkes.

Das Wesen der deutschen Kriegswirtschaft be­stand von Anfang an in vorausschauender Vorsorge. Die Lehren des Weltkrieges sind bei uns nicht vergessen worden, denn dort haben richtige Maßnahmen oft ihren Zweck verfehlt, weil sie zu spät getroffen waren. Zunächst hat man die deutsche Verteilungswirtschaft im Auslande ver­spottet, heute wird sie dort vielfach versuchsweise nachgemacht.

Im deutschen Volke hat die Methode der vorsorg­lichen Wirtschaftsführung das Gefühl des Ver­trauens gestärkt und die Zuversicht geschaffen, daß der deutsche Kampfeswille auch durch wirtschaftliche Mittel nicht zu brechen ist. Wenn jetzt Generalfeld­marschall Göring zu einer freiwilligen Mobilisierung einiger Metalle aufruft, so sehen wir darin nichts anderes als das Gebot der Vorsorge für alle harten Möglichkeiten unseres Da­seinskampfes. Der Staat darf sich nicht überraschen lassen, er muß allen Anforderungen gewachsen sein. Es ist gewiß schön, wenn wir in unseren Häusern und Wohnungen z. B. Zinn ober Kupfer oder dal. haben; aber es wäre sehr unangenehm, wenn solche Metalle einmal in den Betrieben fehlen würden, die Munitton oder kriegswichtige Maschinen usw. Herstellen. Deshalb ist es richtig, jetzt alle entbehr­lichen Gegenstände aus Zinn, Kupfer, Blei, Bronze, Messing, Nickel und Neusilber dem Reich zur Ver­

fügung zu stellen. Es handelt sich dabei um eine völlig freiwillige Aktion, um eineMetallspende des deutschen Volkes zum Geburtstag des Führers im Kriegsjahr 1940". Sie dauert vom 2 6. März bis 6 April und wendet sich besonders an die Hausfrauen. Sie werden gebeten, nachzusehen, was an entbehrlichen Gegenständen aus den genannten Metallen vorhanden ist. Auch die kleinste Spende ist willkommen. r ,

Eine Urkunde mit der Unterschrift des Generalfeldmarschalls wird als Quittung ausgestellt und soll nach dem Kriege ein Anrecht zum bevorzugten Ankauf solcher Metall- gegenstände sichern. Der Gedanke der Spende kommt auch noch dadurch zum Ausdruck, daß die Gegenstände nicht eingesammelt werden, sondern zu den örtlichen Abgabestellen gebracht werden sollen. In Gießen befinden sich die Sammel- stellen im Laden Marktstraße 18; Verwaltungs­stelle Wieseck, Keßlerstraße; Verwaltungsstelle Klein- Linden, Schulstraße. Daß die Behörden überprüfen werden, welche Gegenstände sie ihrerseits ab geben können, versteht sich von selbst.

Generalfeldmarschall Göring wird sich auch diesmal in seinem Vertrauen nicht getäuscht sehen. Das deutsche Volk wird mit Freuden seinem Ruse zu der freiwilligen Gabe zu dem Geburtstag des Führer s Adolf Hitler Folge leisten!

Eine schöne Erinnerung an eine große Zeit

Am heutigen Diens­tag beginnt die Samm­lung für die Metall­spende des deutschen Volkes zum Geburtstag des Führers. Millionen Volksgenossen werden da­bei dieses schöne Blatt für ihre Spende er­halten. (Scherl ° Bilder- di-enst-M.)