bindet. Das national-legionäre Regime versinn- bUdlicht durch seine siegreichen Kämpfe und Opfer und durch den inneren Umbruch an sich bereits den tatsächlichen Beitritt des rumänischen Balkes zu der im Dreimächtepakt verwirklichten Neuordnung Europas.
Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop schloß den feierlichen Staatsakt mit einer Ansprache, in der er sagte: Ich möchte mich bar auf beschränken, die Freude und Genugtuung der verbündeten Regierungen darüber zum Ausdruck zu bringen, daß als e r ste gerade zwei Staaten aus dem Südosten Europas ihre Entschlossenheit zum Ausdruck gebracht haben, auch ihrerseits jeder weiteren Kriegsausweitung entgegenzutreten und das Gewicht ihrer Staaten zur
baldigen Wiederherstellung des Friedens einzusetzen. Es ist dies ein Zeichen dafür, daß gerade die Staaten des Südostens, der besonders in den letzten Jahren wie kein anderer Teil Europas Objekt raumfremder Jnteresfenpolitit gewesen ist, erkannt haben, daß der Anschluß an diese gewaltige Mächtekonstellation auch ihren Inter- essen dient und geeignet ist, einer Stabilisierung der Verhältnisse in diesem Teile Europas zu dienen und damit chren Völkern die so ersehnte Ruhe und Sicherheit zu gewährleisten. Wir sind überzeugt, daß mit dem heutigen^ Tage ein weiterer Schritt auf dem Wege des eiwgültigen Sieges unserer guten und gerechten Sache getan ist.
Die Aufnahme der Slowakei.
Berlin, 34. Nov, (DRV.) Am Sonntagvor- mittag wurde bin Botschaftersaal der neuen Reicbs- kanzlei in feierlicher Form das Protokoll über die Aufnahme der Slowakei zum Dreimächtepakt unterzeichnet. In dem gleichen Raume, in dem am Tage zuvcu der rumänische Staatsführer General Antonescu sein Land in die Front der Ord-
X....
Nach Vollzug der Unterschriften beglückwünschte der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop den slowakischen Ministerpräsidenten Dr. Tuka zu dem Pakt. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
nungsmächte einreihte, hatten sich die Berliner Ms- sionen der Signatarmächte des Dreimächtepaktes eingefunden. Von deutscher Seite waren der Chef der Präsidialkanzlei des Führers, Staatsminister Dr. Meißner, der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes von Weizsäcker, Staatssekretär xeppler, die Botschafter Ritter von Stahmer und der deutsche Gesandte in Preßburg, v. Killinaer, erschienen. Ferner der slowakische Gesandte in Berlin, Cernak, Kurz vor 13 Uhr betrat Reichsaußenminister von Ribbentrop mit dem slowakischen Ministerpräsidenten Dr. Tuka, dem Leiter der Politischen Abteilung im italienischen Außenministerium, Botschafter Buti, dem japanischen Botschafter in Berlin, Kurufu, dem ungarischen Gesandten Sztojay und dem rumänischen Gesandten Greeianu den Saal.
Zu Beginn des Staatsaktes richtete Reichsaußenminister v. Ribbentrop Worte der Begrüßung an den slowakischen Ministerpräsidenten. Nach der Unterzeichnung des Protokolls gab Ministerpräsident und Außenminister Professor Dr. Tuka im Namen der slowakischen Regierung eine Erklärung ab, in der es heißt: Die im Dreimächtepakt vereinten Großmächte setzten sich als Ziel, eine neue bessere Ordnung zu schaffen, die Verbreitung des Krieges zu vermeiden und einen gerechten und darum dauernden Frieden zu schatten, der allen Na- ttonen ihre Rechte im eigenen Lobensraum sichern soll. Besonders wir Slowaken wissen diese hohen Ziele zu schätzen, da wir selbst seit langem einen harten Kampf um das Lebensrecht unseres Volkes und seine Anerkennung als gleichberechtigtes Glied der Völkergemeinschaft geführt haben. In diesem schweren Kampf haben wir einen großen Freund in der Person de » Führers gefunden, dessen volles Verständnis und Tatkraft uns zum endgültigen Sieg verhalfen bat Das slowakische Volk hatte Gelegenheit, durch die' Tat zu beweisen, daß es sich die Grundsätze des Dreimächtepaktes zu eigen machte, als es sich vor einem Jahre mitder Waffe in derchand an die Seite der deutschen Soldaten stellte. Also hat das slowakische Volk seinen Beitritt zu der grundlegenden Idee dieses Paktes bereits mit dem Blut feiner Söhne unterschrieben. Auch hat das slowakische Volk seine Entschlossenheit, an der Verwirklichung der Neuordnung mitzuarbeiten, tundgeton, als es unter den ersten mit dem Aufbau seiner staatlichen und gesellschaftlichen Ordnung auf Nationalsozialist ischer Grundlage begonnen hat. Heute wurde das dokumentarisch festgelegt, wovon ich lange Jahre in der Gefängniszelle geträumt habe, wofür unsere Besten gearbeitet und unsere Soldaten und Gardisten ihr Blut vergossen haben.
Der Reichsminister des Auswärtigen v. Ribbentrop gab zu Ehren des slowakischen Ministerpräsidenten und Außenministers Professor Dr. Tuka am Sonntagmittag einen Empfang im Hotel Adlon. Der Führer hat dem slowakischen Staatspräsidenten Dr. Ti so aus Anlaß der Aufnahme der Slowakei in den Dreimächtepakt folgendes Telegramm übermittelt: „Eurer Exzellenz übermittle ich anläßlich des Beitritts der Slowakei zum Dreimäcytepakt meine herzlichsten Wünsche für das Wohlergehen Eurer Exzellenz und für eine glückliche Zukunft der befreundeten slowakischen Nation."
General Antonesm beim Führer.
Berlin, 24. November. (DNB.) Der rumänische Staatsführer General Antonescu und der rumänische Außenminister Prinz Sturd^a waren heute mittag Gäste des Führers tm kleinen Kreise.
Der Führer empfing am Samstagabend tn Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop General Antonescu erneut zu einem herzlich verlaufenen Abschiedsbesuch. Am Nachmittag batte General Antonescu eine a b - schließende Aussprache mit dem Reichs- außenminister. Am Sonntagvormittag verließen General Antonescu, Außenminister Prinz Sturdza und die übrigen Mitglieder der rumänischen Delegation die Reichshauptstadt. Der Reichsminister des Auswärtigen v. Ribbentrop geleitete den rumänischen Etaatsführer vom Schloß Bellevue zum Anhalter Bahnhof.
Eine LesionärsboWafl an den Führer.
Kampf bis zum Sieg an der Seite Deutschlands.
Berlin, 21.Nov. (DNB.) Während eines Empfanges beim Führer verlas der rumänische Arbeitsminister I a n s c i n s k i im Namen des Kommandanten der Legionärsbewegung fjoria Sima folgende Botschaft an den Führer: .
„Im Namen des Kommandanten der Legionärs- Bewegung Horia Sima, der in vollem Einverständnis mit dem Conductor des Staates und des legionären Regimes, General Antonescu, arbeitet, begrüße ich Sie mit Sieg-Heil!
Bei dieser Gelegenheit erlaube ich mir, daran zu erinnern, daß unser Beitritt zum Dreierpakt der nationalen Revolutionen für die Legionärsbewegung nur eine Formsache ist, weil sie tatsächlich schon feit vier Jahren durch den Entschluß unseres „Eapitan" beigetreten ist. Für diese Haltung sind die Besten unserer Kameraden gefallen an der Spitze mit unserem Eapitan, Corneliu Codreanu. Die ganze Zeit hindurch hat sich die Legionäre Bewegung immer an der Seite Ihrer Leiden und Freuden gefühlt im großen Kampfe, den Sie gegen den gemeinsamen Feind, die jüdische und verjudete Plutokratie geführt haben. Der nationalsozialistische Sieg ist von Anfang an durch das Wort unseres „(Tapitan* am 23. April 1933 in Radauti (Bukowina) als erlösend für eine neue europäische Ordnung und für die arische Zivilisation begrüßt worden. Die Legionäre Bewegung ist dadurch, daß sie der Erde des rumänischen Mutterlandes Hunderte und Tausende von Märtvrern anvertraut hat. eine Gewähr dafür, daß sie ihren Siegeszug jahrhundertelang gegen alle offenen und verborgenen Feindschaften fortsetzen wird. Die Legionäre Berne- aung ist.stark durch ihr Recht und das Recht des rumänischen Volkes, welches zu neuer Krqtt erhoben werden will. Der Eapitan hat uns durch fein Testament befahlen, daß wir den Kampf an der Seite Deutschlands und Italiens bis zum totalen Sieg führen sollen. Die Legionäre Bewegung steht wie ein Mann zu ihrem Wort und bleibt treu bi» in den Tod."
Oer Führer an König Michael.
Berlin, 28. Nov. (DNB.) Der Führer hat dem König von Rumänien aus Anlaß der Ausnahme Rumänien» in den Dreimächtepakt folgendes Telegramm übermittelt: „Anläßlich der Beitrittserklärung Rumäniens zum Dreimächtepakt übermittle ich Eurer Majestät für Ihr persönliches Wohlergehen wie für die glückliche Zukunft Rumäniens meine besten Wstnsche. Adolf Hitler." Oer Führer stiftet für die rumänischen
Eröbebengeschädigten.
Bukarest, 23. No-v. (Europapretz.) Der deutsche Geschäftsträger Dr. Stelzer teilte dem interimi» stifchen rumänischen Ministerpräsidenten Horia Sima mit, daß der Führer lOTtmionenßei (200 000 Reichsmark) als persönliches Geschenk i n Arzneien und Material für die Erdbebengeschädigten zur Verfügung stelle. Horia Sima gab dem Dank des rumänischen Volkes für dieses Geschenk Ausdruck, mit dem der Führer an dem Leid der Betroffenen und an dem Wieder- aufbamoerk des Landes teilnehme. Er richtete ein sehr warm gehaltenes Danktelegramm an den Führer, in dem es zum Schluß heißt: »Mir sehen tn dieser Tat nicht nur ein Zeichen der Vertiefung der Beziehungen zwischen der großen deutschen Nation und dem rumänischen Volk, sondern auch einen neuen Beweis der Fürsorge, die Ew. Exzellenz persönlich dem Legionär-Rumänien angedeihen lassen."' Rumänische Legionäre bei ftuöolf Heß.
Berlin, 23. Nov. (DNB.) Der Stellvertreter des Führers empfing den Besuch einer Abordnung der rumänischen Legionärs bewegung, die in Begleitung des rumänischen Staatsführers General Antonescu nach Berlin gekommen war. Legionärskommandant Minister I a s c i n s k i überbrachte dem Stellvertreter des Führers die Grüße Horia Simas und gab der Verbundenheit der Leaionärsbewegung mit der Nationalsozialistischem Partei Ausdruck. Die Le- gionäre Codreanus hätten ebenso wie die NSDAP in hartem Ringen die Macht erkämpfen müssen und sähen in diesem gleichen Schicksal ebenso eine sichere Grundlage der Freundschaft wie in der Gemeinsamkeit Der Ideen eine feste Brücke zwischen den beiden Völkern. Rudolf Heß würdigte den Heroismus. mit dem die Legionärsbewegung für ihre Ideale eingetreten ist und sie zum Stege führte und schloß mit einem Hell au| die Zukunft der legio- nären Bewegung des wiedererstaichenen Rumäniens.
England« Balkan-Gesandtschaften rüsten zum Abzug.
Rom, 23. Nov (Europapreß.) „Iribuna* meldet aus Belgrad, die englischen Diplomaten seien im Begriff, nicht nur Sofia, sondern auch die anderen Hauptstädte der Balkanlander zu verlassen. Die englischen Gesandtschaften sollen Anweisung erhalten haben, ihre wichtigsten Dokumente den nordamerikanischen Gesandtschaften zur Aufbewahrung anzuvertrauen und die weniger wichtigen zu vernichten.
Italienischer Oftensivflug über Malta.
Acht Flugzeuge abgefchoffen. - Segelschiffe im Aegäischen Meer bombardiert.
Rom, 24. Roo. (ORB.) Der itafienifdje wehr- machtbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut:
An der griechischen Front versuchte der Feind vergebens die Bewegung unserer Truppen zu behindern, die sich planmäßig fortseht.
3n der Nähe von p a n t e l l e r i a ist ein Flug, zeug des Blenheim-Typs von unseren Jägern erreicht und in Flammen abgefchoffen worden. 3m verlaufe eines Offeuslvfluges über Malta haben unfere Jagdflugzeuge den Feind zum Kampf gestellt und sechs feindliche Flugzeuge brennend zum Absturz gebracht. Anschließend hat eine unserer Bomberformationen die Flughäfen von 2Ui- cabba und Hal-Far angegriffen, wobei Volltreffer erzielt wurden. Alle unsere Flugzeuge sind zurück- gekehrt.
3m Aegäischen Meer sind feindliche Segel- fchiffe von unseren Fliegern in der Nähe der 3nsel Samos bombardiert und in Brand gesteckt worden. Unsere leichteren Wärmeeinheiten haben ein Schnellboot und einige feindliche Minenleger angegriffen und getroffen. Alle unsere Einheiten fihb unbeschädigt zurückgekehrt.
3n Ostafrika haben feindliche Panzerabteilungen El Galo (Kenia) angegriffen. Sie wurden mit Verlusten zurückgeschlagen. Liu feindliches Aufklärungsflugzeug wurde über Ehisimaio von unseren 3agdfliegern abgefchoffen. Die Besatzung wurde gefangen genommen. Feindliche Flugzeuge haben erfolglos Bomben bei Decamere abgeworfen.
Die feindliche Luftwaffe hat einen Nachtangriff auf Turin und auf Ligurien dnrchge- führt uyd Bomben, Brandbomben und Leuchtrake- len abgeworfen. Weder Opfer noch Sachschaden.
Rege LusMiakett in Afrika.
Der italienische Bericht vom Samstag.
Rom, 23. Nov. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Samstag hat folgenden Wortlaut:
An der griechischen Front führen unsere Truppen die vorgesehenen Bewegungen zur Beziehung der neuen Stellungen planmäßig durch. Unsere Luftwaffe hat zahlreiche Ziele der gegnerischen Stellungen, insbesondere im Abschnitt von Kortscha, bombardiert und dabei Straßenknotenpunkle, Truppenznsammen-
Ziehungen und feindliche Stellungen getroffen. Alle unsere Flugzeuge sind znrückgekehrt.
3n Nordafrika haben feindliche Luftangriffe auf den Golf von Bomba einige Schäden angerichtet. Luftangriffe auf Barbla und Derna richteten keinen Schaden an. Eines unserer am Donnerstag als nicht zurückgekehrt gemeldetes Flugzeug ist einschließlich des Piloten innerhalb unserer Linien aufgefunden worden.
3n Ostafrika hat unsere Luftwaffe den Flug- Hafen von Rofeires bombardiert und dabei am Boden ein Flugzeug vom Wellesley-Typ in Brand geworfen sowie ein weiteres beschädigt. Andere Luftformationen haben die feindlichen Stellungen jenseits von töallabaf, wobei ein heftiger Brand ausgelöst wurde, foroie Fort Sudan bombardiert. Unsere Flieger schosien von 5 angrei- senden 3ägern vom Glostertyp zwei ab und kehrten alle zu unseren Stützpunkten zurück. Feindliche Flieger haben Lass ata bombardiert und ein Feld- lazarett In Brand geworfen.
Feindliche Luftformationen haben Bomben auf Bari abgeworfen, wodurch vorwiegend pri- vathäufer getroffen, eine Frau getötet und 5 Per- sonen, darunter eine Frau und zwei Kinder, ver- wundet wurden. Kleine Brande wurden sofort gelobt
Britische Bomben auf Marseille.
Genf, 24. Nov. (DNB.) Wie aus Vichy gernefr bet wirb, erschienen einige britische Flugzeuge am Samstag gegen 22.30 Uhr über Marseille unb warfen 20 Bomben über dem Jnnengürtrl unb den Außenbezirken der Stadt ab. Es wurde Lustalarm gegeben und die Luftabwehr trat Hl Tätigkeit. Bisher wurden vier Tote unb zahl* reiche Verletzte festgestellt. Zahlreich» Brände waren entstanden. Die Flugzeuge hatten über eine Stunde über der Stadt gekreist und ju» nächst mehrere Leuchtbomben abgeworfen. Di» Spreng» und Brandbomben waren dann in dem Stcck)ttell Bompard zwischen Notre Dame de la Garde und dem Meer mederaegangen, wo sich weder industrielle noch militärisch» Ziele befinden. Gegen 5 Uhr morgens wurde noch einmal Luftalarm gegeben, doch wagten die Briten keine weiteren Bombenabwürfe. Zu diesem neuesten Schurkenstreich Churchills wird in zuständigen Kreisen Vichys erklärt, daß er di» ernstesten Konsequenzen Haden durfte.
Die Tagung der Akademie für Deutsches Recht.
MO
Die Jahrestaqung der Akademie für Deutsches Recht wurde — wie wir schon berichteten — mit einer Festsitzung in der Aula der Münchner Universität eröffnet. Unser Bild zeigt die Reihe der Ehrengast». Zweiter von rechts Reichsjustizminister G u r t n e r, der Präsident des italienischen Kassationsgericht»- Hofes Exzellenz d' A m i l i o, Ministerpräsident Siebert, Reichsminister Generalaouverneur Dr. Frank, der italienische Iustizminister G r a n d i und Gauleiter Staatsminister Adolf Wagner.
(Scherl-Bild erdienst-M.) -
Oer Dolkspreis für deuffche Dichtung.
Alfred Rosenberg auf der Kulturtagung des Deutschen Gemeindetages in Braunschweig.
Braunschweig, 24. Nov. (DNB.) Die Kul- turtagung bcs Deutschen Gemeindetages in Braunschweig sand ihren Auftakt mit einer Feierstunde im Braunschweiger Staatsdom, der an diesem Tage nach längeren Nestaurierunasarbeiten seine Pforten wieder öffnete. In der Ehrenhalle Heinrichs des Löwen begrüßte der braunschweigische Ministerpräsident K l a g g e s die Ehrengäste. Reichsleiter Alfred Rosenberg ergriff sodann das Wort. Heinrich der Löwe, so sagte er, habe die Auswei- tung nach Osten verstärkt eingekitet, und diese Tat habe die spätere Sicherung der Ernährungsgrundlage des deutschen Volkes geschaffen. Friedrich Barbarossa mußte dagegen die Reichsidee verteidigen als bindende Kraft für die Zukunft. Die Kaiserpfalz in Goslar und das Löwendenkmal in Braunschweig stünden nicht weit voneinander, seien aber einmal doch Symbole verschiedenster Tendenzen gewesen. Heute bildeten sie dennoch eine Einheit. Eine Einheit sei aber niemals eine einfache Eins, sondern setze eine ringende Vielheit voraus. So sei auch das Heute bei aller zentralen Härte kein allgemeiner Monismus, sondern erstrebe eine (Einheit lebendiger Vielgestaltigkeit. Die Zeit der Zerrissenheit nach dem 30fährlgen Krieg» habe uns schöne Residenzen, Theater, Museen, Universitäten hinterlassen, Dinge, die früher vielleicht auf die Eitelkeit der Souveräne abgestimmt waren, diese seien doch der Allgemeinheit zugute gekommen, und Stete lebendige Vielgestaltigkeit wollen wir niemals aufgeben. Es sei das einzige Gut aus der Zeit des Zusammenbruches, teuer, sehr teuer bezahlt. Wir stellen uns nicht ein Reich vor, wie es nur ein Berlin oder eine Provinz gibt, sondern eine Vielgestaltigkeit der Aufgaben wird neuen Ansporn und neue Entfaltung ermöglichen. Aus lebendiger Vergangenheit unb starkem Zutunftswillen bild» sich
auch die Tat der Gegenwart. Heber alle» Mensch» liehe hinaus verspreche unsere Zett durch die Tatsache eines großen Menschen und damit zugleich durch das Emporwachsen einer großen geschlossenen politisch-weltanschaulichen Bewegung beides für bi» Zukunft: Einen Ansporn für die Zukunft und die Sicherung, daß das Errungene formkräftig und gefchichtsmäßig hinüberstrahle in die Zukunft!
Am Sonntagvormittag wurde die Verkündung des Volkspreises für deutsche Dichtung vorgenommen. Der Vorsitzende de» Deutschen Gemeindetages, Reichsleiter § teilet, sagte, in den heutigen Kriegszeiten hätte die Frage auftauchen können, ob denn in einem Kriege für Kulturpflege überhaupt noch Raum vorhanden wäre. Als die deutsche Reichsregierung schon in den ersten Tagen des deutschen Abwehrkampfes den Befehl gab, alle Kultureinrichtungen weiter zu fördern, die der seelischen Rüstung des einzelnen dienten, habe sie damit den Befehl gegeben, alle Schichten des deutschen Volkes mit den unvergänglichen Werten der deutschen Kulturgüter auszurüsten, die die Siegeskrast unseres Volkes mit sich brächten, obgleich die Gemeinden durch die Erhebung de» Äriegsbeitrages zu äußerster Sparsamkeit gezwungen worden seien, seien im kulturellen Loben so gut wie keine Einschränkungen oder Unterbrechungen zu verzeichnen. Die Theater und Orchester spielten wie im Frieden. Die Volksbüchereien und die überfüllten Säle der Äusstellungen legten Zeugnis ab vom deutschen Kulturwillen. Dos Kunstempfinden des deutschen Volkes fei ernster unb anspruchsvoller geworden. Ueberall könne man eine Verinnerlichung des Volkes und ein tieferes Verständnis für die ursprünglichen Werte deutscher Dichtung unb Musik beobachten. Zu keiner anderen Zeit habe da» wertvoll» Schrifttum so tief


