Gedrückte Stimmung in Gibraltar
Vorzeichen für den b ; wechsel Gibraltars.
nur noch 2000 zugelassen.
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Der kanau=
(Nachdruck verboten.)
9. Fortsetzung.
Gesunde Zähne
die große Tube die kleine Tube
25M
Madrid, 25. Juli. (DNB.-Funkspruch.) Ein aus Gibraltar zurückgekehrter Ausländer schildert leine dortigen Eindrücke. Die Zivilbevölkerung, die zunächst nach ihrer Rückkehr aus Französisch Marokko gegen jede nochmalige Evakuierung protestierte, sei nach dem letzten großen Bombenangriff von einer Panikstimmung befallen worden. Es gebe zwar noch immer zahlreiche Zivilisten, die sich heftig gegen die Evakuierung sträubten, da sie allen Beteuerungen der englischen Behörden keinen Glauben schenkten, der größere Teil der Bevölkerung könne jedoch Gibraltar nicht schnell genug verlassen. Es ständen aber nur wenige Kriegsschiffe und Transportdampfer zur Verfügung. Dor den Einschisfungsburos sehe man lange Menschenschlangen. Der Ausreise nach Spanien werde von den englischen Behörden große Schwierigkeiten bereitet, da die Engländer Spanienals „feindlichgesinntes Ausland" betrachteten. Ausreisewünsche nach England würden grundsätzlich abgelehnt.
Don 7000 spanischen Arbeitern,
hing.
Neue Idee — durchaus nicht abseitige Idee. Motto: Einmal eine große Dame sein! Man jetzt den Preis etwas höher und läßt die Leutchen für vierundzwanzig Stunden Schloßherr spielen. Wenn der Berliner noch Not hat, sein Haus zu füllen, wird er durchaus nicht abgeneigt fein.
Man könnte gleich einmal. Der Fuß drückt schon auf das Steuer, um das Rotteten" in eine andere Richtung zu zwingen, aber der Plan wird geändert. v ei
Heute noch nicht, morgen, denkt Tilde.
Die Einfahrt ins Mückenfließ ist nicht bezeichnet und auch nicht leicht zu finden. Sehr gut, dann ist man vor den unangenehmen Leuten von Lüchow — Tilde nimmt an, daß die Leute dort unangenehm |tni) — sicher. Pfade ins Paradies sind immer eng, Höllenpfade breit und bequem.
Das Mückenfließ schlängelt sich und ist ziemlich vertrautet, aber der Endsee ist offen und breit wie immer.
Gegen fünf Uhr schurrt der Kiel „Lottekens" auf den Sand der Runeninsel, und Tilde klettert heraus.
Zuerst einmal häuslich werden und ein Dach über dem Kopf haben, denkt sie. Streckt die Nase in die Luft, schnüffelt mißtrauisch. Die Wolkenwand dort hinten sieht nicht vertrauenerweckend aus. Ein Gewitter? Regen?
Der See ist nicht ungefährlich. "Lotteken" wird entladen, das Zelt entsteht, Kochtopf, Windschutz. Gerade an dieser Stelle muß schon einmal einer gezeltet haben, der sein Fach versteht. Ein Bänkchen ist da. Ein Baum liegt wie ein Steg im Wasser. Ein kleiner Graben ist ausgehoben. Tilde erntet wo sie nicht gesät hat, und benutzt das Vorhandene. Kocht sich aus Tante Malwinens Vorräten ihr
führer Weber brachte die Erwarung zum Ausdruck, daß auch die HI. ihre Kameraden aus der slowakischen Staatsjugend in Bälde im Reich werde begrüben können. *
Aus Einladung der Reichsregierung werden der slowakische Staatspräsident Dr. Tiso und der slowakische Ministerpräsident Prof. Dr. Tuka, in deren Begleitung sich Herr Sano Mach befindet, im Laufe der Woche zu einem kurzen Besuch in Deutschland eintreffen.
Die ersten englischen Evakuierten aus Hongkong sind in Brisbane (Australien) emge-
Mlienischer Wehrmachtsbericht
Rom, 24. Juli. (DRV.) Der italienische wehr- machlsbericht hat folgenden Wortlaut.
3m östlichen Wittelmeer haben unsere U-Boote einen australischen Zerstörer und ein U-Boot versenkt.
Einer unserer Flugzeugverbände hat die Brennstofflager der Alottenbasis von Malta mit Bomben belegt. Trotz der heftigen feindlichen Flak- abwehr sind Bolltreffer erzielt und zahlreiche Brände hervorgerufen worden.
3n Rordafrika find zwei feindliche Jagdflugzeuge vorn Gloucester-Typ ohne eigene Bettufte im Luftkampf abgeschofsen worden.
3n der Rächt zum 24. Juli ist auf Grund einer von Gaeta kommenden Meldung in Rom Fliegeralarm gegeben worden. Die Flakbatterien von Rom haben daraufhin zweimal Sperrfeuer gegeben. Bomben wurden keine abgeworfen. Dagegen gab es durch Geschoßsplitler einige Berrounbete.
Nationalisierung der rumänischen Erdölindustrie.
Die Assen verschwinden.
EinschlechtcsLmcnfürSnglandsHcrrlchaft
Die schöne Melusine
Roman Son HanS Richter
Gesunde, blendend weiße Zähne durch itorkwirk- tarne Zahnpflege mit
Was soll denn nun eigentlich sein?" ftagt Schiffsführer Apel. „Willst du mch lieber mit mm olsch .Theodor' in See s—techen?
Nö", sagt Tilde und stellt fest, daß der Klang ihrer Stimme sich schon der heimatlichen Mundart
Buches beruhigt.
Gegen Mittag wird Lotteken" ins Schilf ae- steuert das die Verbindung zum Endsee darstellt. Mit dem Endsee, der aber viel.großer /als der andere ist findet die Fahrmöglichkeit wirklich ihr Ende. Und mitten in diesem Endsee hegt das ersehnte Dorado, von dem man nur hoffen kann, daß es wirklich das Dorado geblieben ist: die Runenmsel.
Als Mädel sind sie öfter hier gewesen. Wald, mühle, das ja auch am Endsee hegt, ist für das Utriner Lyzeum ein beliebter Tagesausslug auf Radern gewesen. Dann ist man jedesmal nach der Runeninsel herübergefahren, hat sich em bißchen gegrault und die ganze Insel durchstöbert, dort Unsinn gemacht und ist wieder heimgekehrt.
Uebernachtet hat Tilde auf der Runeninsel noch
"'Aber gerade die Runeninsel ist der große Effekt den sie sich ausgedacht hat. Es muß ^hen. Fahrt mit Sommernachtstraum bis Waldmuhle. Dort müssen Boote bereit stehen, wenn der alte Brum met nicht genug hat, um alle die Sommernachts- träumler auf einmal überzufetzen, muß man eben eben was man in Gusfow auftreiben ann und auf der Insel wird der Abend verbracht. Jnsein haben es erfahrungsgemäß in sich
Am Steg von Schloß Lüchow, das den Namen eiaenthd) gar nicht verdient, denn es ist als
Hotel gebaut worden, liegt ein großes, schneeweißes ^Der Neue, der auf Lüchow sitzt, ist wie Gottlieb Kurung gesagt hat, ein Berliner. Man muß genau Verlegen! was man tut 3R«n (ejtfii grmtber ersten Führt gewissermaßen fest. Schloß Lüchow ist
den Weg ebnen.
Kleine politische Nachrichten.
Auf Einladung der faschistischen Regierung werden sich der rumänische Ministerpräsident G i - gurtu und der Minister für Auswärtige Angelegenheiten, Manoilescu, am Samstag, dem 27 d M., nach Rom begeben, um mit dem Duce und dem Minister des Auswärtigen Grafen Ciano zusammenzutresftn. *
Der slowakische Ministerpräsident Dr. Tuka empfing eine Abordnung jener H I.- F üh r e r, die als Gäste der Hlinka-Jugend in einem slowakischen Iugendlager gemeinsam mehrere Wochen mit Mitgliedern der Hlinka-Jugend verbringen. Hauptbann-
die Tiere in der englischen Zwingburg sorgsam ge- ' Don 7000 spanischen Arbeitern', die bis- hegt. Der Aberglaube steht nun in dem Derschwm- her täglich E La Znea heriiberkamen, mürben den der Assen en V°rze.cken sur den bevor- nur noch 2000 zugelassen. Sie müßten stehenden Besitzwechsel Gibraltars.
außerdem ihr Essen mitbringe n, ba sie m Gibraltar nichts mehr kaufen könnten. Alle Fremden würden streng überwacht und dürften nur m bestimmten Straßenzügen verkehren. Die S pio- nen f urd)t in Gibraltar sei außergewöhnlich groß, ausländische Arbeiter würden oftmals über lange Strecken mit verbundenen Augen geführt.
Während der letzten Bombardierung habe sich auch herausgestellt, daß bei der geringen Widerstandsfähigkeit der Kreidefelsen die dort angelegten Schutzräume unzulänglich seien. In tiefer gelegenen Schutzräumen sammle s ich bereits Wasser, da das Meerwasser durch die Kalkjchlcht hindurchsickere. In Gibraltar seien nicht nur die Lebensrnittel ft r e n g rationiert, sondern auch das Wasser, da die Wasserreservoire nicht ausreichten und die Wasserleitung bei dem letzten Bombenangriff beschädigt worden sei.
Die allgemein gedrückte Stimmung werde noch durch die Feststellung erhöht, daß die b e r ü h m - t e n Affen von Gibraltar langsam verschwinden. Bekanntlich besagt die Ueberheferung, England werde so lange im Besitze Gibraltars bleiben, , bis die dortigen Affen abwanderten. Daher werden
Entschluß des Generalleutnants v. Salmuth die Zertrümmerung auf die Oise xuriirfftrömenber französischer Kräfte wesentlich beschleunigt.
Generalleutnant v. Soden st ern, Chef des Generalstabes einer Heeresgruppe, erwarb sich schon beim Aufbau der Abwehrfront im Westen hervorragende Verdienste. An den Siegen der mittleren Heeresgruppen hat er wesentlichen Anteil. Seine klare Einsicht, seine Ruhe in schwierigen Lagen und fein unermüdliches Vorwärtstreiben waren mit die Grundlage der Erfolge. Mehrfach hat er auch unter dem ganzen Einsatz seiner Persönlichkeit bestimmenden Einfluß auf die Durchführung der Operationen genommen.
Unsere U-Boote zwingen England zur Sperrung wichtiger Atlantikrouten.
Brasilien. r m ,, .
Der Führer der argentinischen Delegation, Unter» staatssekretär Dr. Melo, vertritt in einem Interview den Standpunkt, daß das Prinzip des Selbstbstimmungsrechts der Volker auch auf die europäischen Besitzungen auf der westlichen Halbkugel angewandt werden sollte. Ausdrücklich nimmt Dr. Melo die Falklandinseln aus, da diese, wenngleich sie im Moment unter britischer Souveränität stehen, als argentinisches G e - biet anzusehen seien. Man ist in Konferenzkreisen der Ansicht, daß Argentinien entschlossen sei, eine unabhängige Politik zu verfolgen, ohne dabei jedoch die panamerikanische Solidarität zu^sabotieren^^
Tilde bat Zeit nachzudenken. Am Donnerstag soll sie Holzmann anrufen. Don Montag bisDonners- tag sind vier Tage. Vier Tage fmb, richtig durchlebt- eine Ewigkeit. Man kann in diesen vier Tagen' und in einer Gegend, die so einsam ist wie die nördlich Utrin, spielen, was man will: märkischen Robinson! Schone Melusine! Der Phantasie sind keine Grenzen gezogen. Und Menschen spielen in diesem Dorado eine höchst untergeordnete ^Bücker gelten schon mehr. Robinson ist ganz schön, aber ein^ Buch muß man auch haben. Vielleicht heft man drin, vielleicht nicht. Schon das Dasein eines
Die britische Admiralität hat sich gezwungen gesehen, die Eingänge zum St.-Georgs-Kanal und zum Bn- stol-Kanal zu sperren durch die Erklärung eines Warngebietes, das in 50 Seemeilen Breite von Cornwall bis zur Südküste Irlands verläuft. Alle Schiffe, die Häfen der englischen Westküste anlaufen wollen, müffert ihren Weg durch den Nordkanal und die zwischen England und Irland gelegene Irische See nehmen. Damit find die normale Handelsroute für die Schiffahrt nach Bristol, Cardiff, den übrigen Häfen von Süd-Wales foroie die Hauptroute nach Liverpool aufgegeben worden. Alle Häfen der englischen Westküste können nur noch auf dem erheblichen Umwege um die Nordfpitze Irlands erreicht werden. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Britische Ostasienflotte
verläßt Singapur.
Tokio, 24. Juli. (DNB.) Eine verläßliche Information besagt, daß die britische Ostasienflotte Singapur verlassen hat und wahrscheinlich nach dem Mittelmeer und afrikanischen Stationen beordert ist. Der Flugzeugträger „Eagle" (22 6M Tonnen) und andere Einheiten der britischen Flotte fehlen in den Gewässern bei Singapur. Sie pflegten noch bis vor kurzem aus Demonstrationsgvunden dort zu kreuzen. Man glaubt, daß England nach den Verlusten in letzter Zeit seine Flotte in Europa dringend benötigt und versucht, sie im Mittelmeer zchammen- zuziehen. Der Ferne Osten ist von britischer Seeverteidigung nun so entblößt, daß England nicht mehr in der Lage ist, Singapur wirksam zu schützen.
Japans neue politische Linie. #
Tokio, 24.Juli. (DNB.) In einer Funkrede erklärte der Premierminister F ü r st K o n o e , daß sich die feste Entschlossenheit, mit der Errichtung eines neuen Aufbau e s im Inneren vorwarts-
^Gottlieb Kurzing schüttelt den Kops. „Mit so 'nem Ding würd' ich nid) fohren, Mädchen.
Also das gehört dazu. Später wird man sachhch.
„Wenn du ordentlich zupaddelst und ein duschen dein Laken aufs—pannst, wat nu—n Segel fern soll, dann kannst du gut bis an Abend bei den ollen Döskopp Brümmer fein."
,Zch will aber zelten."
Dann bleibst du auf der Runeninsel. Sind feine Plätze du, heb ich seggen hören. Und was du brauchst, das kannst du bei Fiten kaufen.
„Wer ist das?" . . »
„Dem olsch Brümmer ferne Schwester.
„Und Waldmühle hat jetzt auch Quartier für Fremde?"
„An dreißig kann der gut unterbringen — wenn er will."
Hier auf dem Steinberger See ist es noch nicht richtig. Hier liegt Steinbergen poch zu ncche und di? Häuser von Utrin sind da. Aber wenn man erst das Fließ hinter sich hat und die Schleuse, und den langen Utriner See vor sich
Der Schleusenmeister will eben das Tor schuhen, als Tilde mit ihrem Boot einfahrt. Man muß zeigen, daß man eine echte Paddlerin lft, alfo aus dem Boot und mit angefaßt Das Deffnen der Schützen ist nicht so ganz einfach. Aber bald han tiert Tilde mit den Bolzen, als habe sie me etwas anderes getan. _ r, ,. .
Auf dem langen Utriner See steht eine ganz hübsche Welle. Aber der Wind kommt richtig- Man kann den Treiber setzen, und es geht ordentlich vor- . wärts
für ein anspruchsvolles Publikum, es hat einen Park und sogar Türme und Zinnen. Zwecklos und pratschig, findet Tilde.
Sie erinnert sich, Prospekte gesehen zu haben. Alles da: Halle, Lesezimmer, Billard, Zimmer mit fliehendem Wasser, Bad. So etwas für Generaldirektoren. Ob Generaldirektoren oder Menschen dieser Klasse überhaupt für Hellwig und Hohmann in Frage kommen? Das ist nicht leicht zu entscheiden. Wer die Auswahl hat, hat auch die Derantwor-
Bukarest, 24. Juli. (DNB.) Die rumänische Regierung will bei der zum Shell-Konzern gehörenden größten rumänischen Erdölgesellschaft Astra- Romana einen Kommissar einsetzen, um die von der Gesellschaft eingeschränkte Produktion wieder auf ihre normale Höhe zu bringen. Die vom ausländischen Kapital abhängigen großen rumänischen Petroleumgesellschaften waren in den letzten Jahren mehr und mehr dazu übergegangen, aus nackten kapitalistischen Interessen Raubbaupolitik am rumänischen Erdöl zu betreiben und aus Gründen der höheren Dividende fein Kapital mehr zur weiteren Erschließung des Echplgebietes zu investieren. Der rumänische Staatskommissar wird diesem Zustande, der das rumänische Volkseinkommen beträchtlich schädigt, ein Ende bereiten und damit der kommenden Nationalisierung der rumänischen Erdölindusttie
zuschreiten, auf die vollständige Uebereinstinimung Der Meinungen zwischen dem Außenamt und der Wehrmacht stütze. Die politischen Parteien seien auf der Grundlage des Liberalismus, der Demokratie oder des Sozialismus organisiert worden, die sämtlich unvereinbar mit der japanischen Nationalpolitik seien, ihre Tätigkeit sei stets von ihrem Kamps um die Macht beherrscht gewesen. Diese Nebel mühten ausgelöscht werden durch eine radikale Frontveränderung. Japans Außenpolitik müsse in einer unabhängigen Linie fortgeführt werden. Er betonte die Notwendigkeit, die Führung zu übernehmen bei der Umformung der Welt, statt zu -versuchen, der Umbildung der Welt entgegen^utreten; dechalb dürfe die japanische Außenpolitik nicht beeinflußt werden durch die im Augenblick herrschende Lage allein, sondern müsse getrieben werden auf lange Sicht, auf ein halbes Jahrhundert hinaus. Zu diesem Zwecke sei es eine vitale Notwendigkeit, Japan aus der wirtschaftlichen Abhängigkeit von fremden Ländern zu befreien. In diesem Sinne sei die wiri- schafNiche Zusammenarbeit zwischen Javan, China und Mandschukuo und auch die japanische Expansion im Südsee gebiet von großer Bedeutung.
Die Havanna-Konferenz.
troffen. Es handelt sich um über 80 Frauen und Kinder, die über Manila gereift find. Weitere Transporte werden folgen.
Die englische Meldung, wonach am 16. Juli ein englischer Zerstörer Tobruk angegriffen, ben italienischen Kreuzer „San G i o r gi o" versenkt und andere italienische Einheiten sowi5 Hafendepotf be- schädigt habe, wird von zuständiger italienischer Seite als 'v o l l k o m m e n falsch in Abrede gestellt. Der genannte italienische Kreuzer sei bei dem erwähnten Angriff überhaupt nicht getroffen oder beschädigt worden.
©er Führer zum Geburtstag des Gauleiters.
Frankfurt a. M., 24. Juli. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger erhielt anläßlich feines Geburtstages vorn Führer ein in herzlichen Wor- ten gehaltenes Glückwunschtelegra m m. Wei. tere Telegramme sandten der Stellvertreter des Fuh. rers Rudolf Heß, Reichsmarschall Hermann G o • ring, die Reichsleiter und Reichsmintfter. Dem Gau- [eiter ist schließlich aus allen Teilen der Bevölkerung eine derartig große Anzahl von Glückwünschen zugegangen, daß es ihm nicht möglich ist, anders als auf diesem Wege dafür Dank zu sagen.
Aus aller Welt.
Havanna, 24.Juli. (DNB.) Aus der Havcmna- Konserenz begannen die Sachbesprechungen Schon aus der Zusammensetzung der vier Ausschüsse geht hervor, daß die ABC-Staaten sich an dem Plan der wirtschaftlichen Dominierung des Kon- ttnmts durch die Vereinigten Staaten nicht zu beteiligen gedenken. Im Ausschuß für „wirtschaftliche Zusammenarbeit" sind Argentinien, Brasilien und Chile nicht vertreten, dagegen sitzen dann die Vereinigten Staaten und Mexiko, Columbien, Nicaragua, Haitt, Salvador, Cuba sowie Peru. Die USA.^Regierung ist ferner im „Ausschuß zur Wahrung des Friedens", der auf Washingtoner Wunsch den Boden für baldigste militärische Besetzung von Marttnique und anderen französischen Kolonien bereiten soll. Dafür verzichtete Washington auf den Sitz im Neutralitätsausschuß. Im vier- ten Ausschuß der „Gleichschaltung", der das letzte Wort über Abfassung der endgültigen Resolutionen hat sitzen neben den USA. sowohl Argentinien wie
Lhrenpaten in einer Familie.
Die Familie des Waldarbeiters Heinrich K l u th e in W e w e l s b e r g (Rheinland) wurde dieser Tage durch die Geburt des 12. Kindes, eines gesunden Knaben, beglückt. Sämtliche 12 Kinder, darunter 9 Jungen, sind kerngesund. Bei ftüheren Geburten durfte die Familie viermal Ehrenpatenschaften entgegennehmen. Nach dem Führer jerbft haben Hermann Göring, Himmler und Jtu• bolf H e h je eine Patenschaft übernommen. Anläßlich der Geburt des zwölften Kindes wurde der Mutter durch den Landrat des Kreises Büren eine Ehrenurkunde überreicht und eine namhafte Erziehungsbeihilfe gewährt.
Ungewöhnliche Hitzewelle in den USA.
Ohne Aussicht auf baldige Abkühlung wird über- all in den Vereinigten Staaten eine ungewöhnliche Hitzewelle gemeldet. In verschiedenen Teilen des Mittelwestens stieg das Thermometer auf über 40 Grad Celsius. Die Zahl der Todesfälle durch Hitzschlag ist auf 52, durch Ertrinken beim Baden auf 165 angestiegen. Im Staate Nebraska fürchten die Farmer für die Weizen- und Maisernte, wenn nicht bald Regenfälle einsetzen. In Illinois hat die Trockenheit und Hitze fast die gesamte Gemüseanpflanzungen vernichtet, die Viehweiden sind verdorrt und Die Maisernte gefährdet.
Bei Widerstand erschossen.
Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Po- lizei teilt mit: Am 23. Juli 1940 wurde bei Wider- stand der 28 Jahre alte, wiederholt weaen Sitthch- keitsverbrechen vorbestrafte Josef Mühlbach erschossen. ____________________
f>au»Hd)tfftititer: Dr. Wehrt» ötibelm ßange. «teltoetttetet * HaupNchrtftleiler-: Heinrich Nem,er ve^Iwonttch sür PolttU. Feuilleton und Bilder: Dr. W W. Lange; für Stadt Kleben, Provin» und Wtritchait: Ernst Blumschein (heutiaubt); L 8.: Heinrich Ludwi- Neuner; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner.
Druck und Verlag: Brühlsche ilnlverstlätSdmckerei R. Lange ft. 9. Beüag-leiier: Dr..Hvg. Erich Hamann; An-etaenle>ter. Han- «eL veraniw örtlich fllr den Anhalt der Am eigen: Theodor Kümmel
Abendessen, merkt, daß sie rechtschaften müde ist, pustet die Gummimatratze auf, kriecht in den Schlaf- sack und macht dicht.
Die Entdeckung der Insel kann morgen in aller Ruhe vorgenommen werden.
10.
Mitten in der Nacht wacht Tilde von einem Geräusch auf, das sie sich nicht erklären kann. Es klingt, als ob jemand mit einer Schippe Kies gegen die Wand würfe. Immer wieder Kies. Was hat denn ihre gute Wirtsfrau mit Kies z« tun, und wie kommt Kies in ein möbliertes Berliner Zimmer? . .... ...
Tilde wird halb wach und merkt, daß sie nicht in ihrem Berliner Bett, sondern in einem Zelt liegt, und erkennt nun die Lage: es regnet
Nein, es regnet nicht, es gießt. Hübscher Anfang für ein Robinsondasein. Dazu kommt noch die lieber- legung, daß man bei Regen die Schnüre, die das Zelt aufrecht erhalten, lockern muß, sonst zerspringen sie, und man hat statt eines Zeltes ein unentwirrbares Chaos. , „ . ,.
Tilde kriecht aus dem Schlafsack, bibbert, denn es ist kalt geworden, kriecht in ihrem Trainings- onzug auf allen Vieren nach dem Ausgang, knüvft die Schnüre auf und prallt zurück. Ein unangenehm heller Blitz erleuchtet für den Bruchteil einer Se- künde die ganze Gegend, und der Donner folgt ihm sofort. Man könnte glauben, die ganze Runemnfel wolle versinken. . . v
Tilde ist nicht furchtsam, aber ein Gewitter in der ersten Nacht trifft sie doch unvorbereitet. Sie über- legt jetzt, daß sie ziemlich nahe am Wasser gebaut hat. .
Man hüte sich auf dem Endsee vor Fallboen und plötzlicher Weiterbildung. Dom Gewitter sicht kein Wort im Führer. Gewitter ist völlig Unprogramm-
Schon das Heraussehen hat genügt. Der IRe^en peitscht so, daß an ein Herausgehen überhaupt nicht zu denken ist. Man würde im Handumdrehen nah fein, so naß, daß man nie wieder trocken wird. Dazu weiß man nicht, wo die Taschenlampe eigent- lich hingekommen ist. Solch ein Zelt ist etwas wunderschönes — so lange man von jedem Ding den Platz weiß.
(Fortsetzung folgt)
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