■w. •
regen 1N0- t und rauch sund- chens i. die t bei chtigt dem klagte -chutz jener’ zwei Ge- rteilt. t; des straf-
r.
RL. über der
■ Die teten ^zirk Ben. (20 rrster im hren. A. elfen «e.
Willi ■ für Platz »rtler
QU«
Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr desVormittags
Anzeigen-Preise:
Anzeigenteil 7 Npf. ie mm bei 22 mm Seilenbreite# Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite
Nacklässe:
Wiederholung Malstaffell Abschlüsse MengenstastelV Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 250/0 mehr
(90. Jahrgang Nr. 17^ M Donnerstag, 25. Juli 1940
bä KieKenerAmeiE
auch bei Nichterscheinen Bl » t§W w
von einzelnen "Nummern
Postscheck 11K«6ksranls?M. General-Anzeiger für Oberhessen ,wysäst-
In der „Festung London".
Hälfte der Südküste Ostküste. Evakuiert Südküste und der Das südost-englische schönen Grafschaften
und Abendessen einzunehmen. Sonst ist auch England verlassen und die ununterbrochene Kette der roten zweistöckigen Autobusse, die sich früher :m Piccadilly-Zirkus jagten, wurde stark gelichtet, weil man die Fahrzeuge für die Evakuierung brauchte.
Daß es in England Unzufriedene gibt, wurde am 21. Juli von dem parlamentarischen Unterstaatssekretär des nach Ansicht der Londoner Blätter schlecht orientierten Jnformationsministe- riutns, Harold N i c 0 l s 0 n , auf das entschiedenste dementiert. Nichtsdestoweniger sah sich Nicolson gezwungen, der kürzlich eingeleiteten Kampagne des Schweigens eine zugkräftige und neuartig- reizvolle Parole zu geben: „Sprich mehr denn je zuvor, doch wenn du sprichst, sprich nur vom Siege!" Es ist erstaunlich, daß die englische Regierung einen Feldzug gegen die einleiten mußte, die nicht vom Siege, sondern von der Niederlage sprachen, zu Beginn des Monats Juli wurde ein harmloser Engländer zu einer Zuchthausstrafe verurteilt, weil er die Ansicht eines Bekannten wiedergab, der erklärt hatte, in zwei Monaten werde über Westminster die Hakenkreuzflagge wehen.
Dreieck mit den landschaftlich , z ....
liegt verlassen da, nach einer Schilderung des bekannten englischen Schriftstellers Noel Cowart gibt es in England nur noch drei Stellen, an denen Leben herrscht: die Admiralität, Downing Street und das Hotel Claridge. Hier wohnen die meisten der nach England geflohenen Staatsoberhäupter und die fremden „Regierungen" und hier haben sie noch Gelegenheit, in gewohnter Weise ihr Mittag-
gungsdirektoren Bäume fällen, Straßen umgraben und Kanäle unbrauchbar machen. Zu der dritten Gruppe zählen die Evakuierten. Die Evakuierung gehört heute in England zum Hauptinteresse der Steuerzahler und zum Gesprächsthema in den wenigen noch vorhandenen Salons in London. Evakuiert wird die westliche und der nördliche Teil der ist der nördliche Teil der südliche Teil der Ostküste.
England in Erwartung
Von unserem 71. T.-Korrespondenten.
Seit vielen Wochen sind nun schon die Brücken s zwischen dem europäischen Kontinent und der eng- 1 lischen Insel abgebrochen. An allen Küsten, die einst 1 die Pforten Großbritannien zu unserem Erdteil I waren, stehen die deutschen Soldaten, im Mittelmeer l die italienische Wehrmacht. Gemeinsam halten sie die Piraten in Schach, die schon so viel Unglück über 1 die Völker Europas gebracht haben. Gemeinsam 1 bereiten sie sich auf den Endkampf vor, für den die ■ Kriegsverbrecher nun auch noch ihr eigenes Volk zu opfern bereit sind, nachdem sie vorher Millionen- massen anderer Nattonen für sich kämpfen ließen.
Die Entwicklung der Kriegsereignisse die völlige Demaskierung der Schamlosigkeit, mit der die englische Politik den europäischen Krieg vorbereitete, zum Ausbruch trieb und schließlich auf Kosten anderer bisher führte, hat aber nicht nur eine militärische und machtpoMsche, sondern auch eine bedeutsame geistige Folge in Europa mit sich gebracht. Es hat vielleicht noch niemals eine so eindeutige gemeinsame Meinung aller europäischen NaMnen gegeben, wie es heute in bezug auf die Beurteilung der englischen Politik und auf die Notwendigkeit einer Beendigung des Londoner Dölkerbetruges der Fall ist.
Von der Sttaße von Gibraltar bis zum Schwarzen Meer gibt es heute wohl kein Volk mehr, das nicht - fei es in schmerzlicher Weise durch eigene Erfahrungen, sei es glimpflicher durch die Lehre der Ereignisse - davon überzeugt worden ist, daß die Politik der Downing Street für alle, die auf je vertrauten, zur Enttäuschung führte und daß alle Prophezeiungen, Versprechungen, alle Mitteilungen und Nachrichten, die von London aus den europäischen Völkern zuteil wurden, sich als gemeiner Schwindel und berechneter Bettug enthüllten. Nich s, aber auch gar nichts, was aus der Londoner Quelle den europäischen Völkern im Laufe des Krieges mitgeteilt wurde, hat sich als zutteffend herausgestellt.
Der englische General Fuller hat einmal den Krieg des Wortes" als gleichbedeutend nut dem Krieg der Waffen bezeichnet. Die englischen Kriegs- macher haben diese These zu der ihrigen erhoben. Von den primitiven Flugblattaktionen wahrend des Herbstes 1939 bis zum Einsatz von Millionen summen zur Bestechung korrupter europäischer Presseorgane und zur Vernebelung des ganzen Kontinents mit Lügennachrichten aus ihren zahlreichen Londoner Giftküchen sind ihnen auch auf diesem Geviet der Kriegführung alle, auch die unsaubersten Mittel recht gewesen. Ja, gerade die letzteren haben sie be- vorzuqt, weil ihre jüdischen Trabanten sich hierin als besonders versierte Fachleute erwiesen.
1 Der traurigen Feigheit ihrer Flucht aus all den 1 Ländern, die sie zu schützen versprachen, steht würdig ! dieser Feldzug der Lüge zur Seite, mit dem sie i Europa und die Welt über Tatsachen hinwegzutau- - scheu versuchten, deren Sprache allerdings zu durch
schlagend und in ihren Ergebnissen zu eindeutig 1 wurde! Viele europäische Völker haben freilich diese von England organisierte Verblendung ebenso teuer bezahlt, wie ihre von den „Bundesgenossen" verlassenen Armeen.
Die Ergebnisse der englischen Kriegführung waren sowohl im Krieg der Waffen wie im Krieg der Worte die gleichen. Nicht Hasselbe gilt aber von den- Folgerungen, die daraus gezogen wurden. Es gibt heute zwar in ganz Europa nicht einen Soldaten mehr, der bereit und in der Lage wäre, zu Englands Gunsten eine Waffe zu erheben. Wohl aber — und das muß jetzt einmal mit aller Deutlichkeit festgestellt werden — gibt es im europäischen Pressewesen immer noch Organe und Persönlichkeiten, die heute noch die Stirne besitzen, wider besseres Wissen und Gewißen sich als Handlanger der englischen Wort-Kriegführung zum offenen Bettug an ihren eigenen Völkern zu betätigen.
Das Studium der europäischen Presse gerade in diesen so entscheidungsoollen Wochen enthüllt ein vielfach grauenvolles Bild von der volksfremden Abhängigkeit vieler ihrer Erzeugnisse, die, ohne jede Rücksicht auf die ihren Völkern durch tue stärkere Stimme der Ereignisse zuteil gewordene Aufklärung, immer noch mitten in Europa „Nachrichten" von Herrn Churchills Gnaden ihren Völkern vorsetzen, als handle es sich um ernstzunehmende Mitteilungen! Es gibt Zeitungen, die es wagen, ihren — srei- lich Bettug gewöhnten — Lesern noch im Juli 1940 ganze Seiten voll von „Meldungen" mitzuteilen, die von Reuter stammen — jenem englischen Lügenbüro, das den seltsamen Ruhm besitzt, seit Kriegsbeginn fast ausnahmslos Nachrichten verbreitet zu haben, die sich nachträglich (ja, manchmal schon sofort, wie z. B. bei der „Wiedereroberung von Lodsch durch die Polen" während des Einzugs des Führers in dieser Stadt) teils als frei erfunden, teils als entstellt, jedenfalls aber als Betrug erwiesen.
Es ist hier nicht der Ort, um die ungeheure Schuld großer Teile der europäischen Presse an diesem Krieg und das Unglück zu untersuchen, das gewissenlose Kräfte über ihre Völker in der Zeit gebracht haben, als die großen Entscheidungen noch nicht gefallen waren. Auf die Tatsache aber, daß Herrn Churchill heute noch in manchen europäischen Redaktionen von den noch dort verbliebenen Kreaturen seiner Bestechungsfonds und feiner Judensippschaft offen oder versteckt Handlanger- ; dienste geleistet werden, muß im Interesse der Volker, die mit solchen dunklen Machenschaften immer : noch weiter um die Kenntnis der wirklichen euro- 1 pätschen Situation betrogen werden sollen, mit ( allem Nachdruck hingewiesen werden.
, Das Maß an europäischen Erfahrungen mit eng- ; lischem „Nachrichten"stoff ist so übervoll, daß eine : Zeitung, die es heute noch unternimmt, die Lon- - boner Kloakenströme ihrer Leserschaft zuzuleiten, sich
beisammen sein könne.
England bereitet sich vor auf den Krieg, den Ministerpräsident Winston Churchill forderte, als er in seiner Rede am 14. Juli bombastisch ausrief: „Selbst wenn die Deutschen London in Schutt und Asche legen — wir kämpfen weiter. Wir verteidigen jedes Stückchen Erde, jede Stadt, jedes Dorf und jeden Flecken." Diese Verteidiaungsmaßnahmen hat man in den letzten Wochen auf einen Stand der Vollkommenheit zu bringen versucht. Die Lasten dieses Versuchs trug und trägt nicht das gesamte englische Volk, sondern fast ausschließlich der Ar - beiter und der Mittelstand. Die englische Oberschicht entzieht sich diesem zivilen Kriegsdienst und sorgt — wie im Falle Duff Cooper, der in dem Augenblick, in dem die Regierung das Fallenlassen des überseeischen Evakuierungsschemas bekanntgab, seinen neunjährigen Sohn auf einem amerikanischen Dampfer einschiffte — nur für das eigne Ich. ,
Arbeitsminister Bevin, welcher bis zu seinem Eintritt in das Kabinett die Interessen des Arbeiters zu wahren behauptete, hat in der letzten Zeit Maßnahmen getroffen, welche in keinem Arbeitsrecht eines europäischen Landes eine Parallele finden. Es gibt keinen Urlaub mehr. Der arbeitsfreie Sonntag und der freie Samstagnachmittag sind abgeschafft. Niemand kann seinen Arbeitsplatz selber wählen. Facharbeiter und ungelernte Arbeiter werden gleichgestellt, womit ein jahrhundertealtes Prinzip der Gewerkschaften umgestoßen worden ist. Ein zusätzliches Gesetz verbietet den Streik, womit die im Jahre 1824/25 erkämpfte Koalitionsfreiheit der Gewerkschaften — das klassische Vorbild für zahlreiche Arbeiterbewegungen in demokratischen Staaten — den Dolchstoß erhielt. England hat aus den Jahren 1916/17 gelernt. Auch damals versuchte man, Streiks zu verbieten, welche immer wieder in den Schiffswerften am Clyde und in den kriegswichtigen Industrieanlagen in Südwales ausbrachen. Die Streikverbote bestanden. Das bedeutete aber nicht, daß die Ausstände verhindert werden konnten. Heute zieht man die Konsequenzen aus diesen Erfahrungen und setzt Handgranate und Bajonett ein, um Streiks zu
Stockholm, 24.Juli.
Seit der Ablehnung des deutschen Friedensangebotes durch die englische Regierung ist in England niemand mehr abends zu Bett gegangen ohne die Furcht, die Nacht werde den stündlich erwarteten deutschen Angriff gegen das Jnselreich bringen. Kein Engländer und keine Engländerin hat seit dieser Zeit morgens den Weg zu feinem Arbeitsplatz angetreten, ohne wenigstens im stillen davor zu bangen, den Rückweg niemals mehr tun zu können. Wenige Eltern dürften von ihren nunmehr nach Schottland und Mittelengland evakuierten Kindern Abschied genommen haben, ohne die ängstliche Frage zu stellen, wann und ob die Familie wieder
Zum Kamps gefieltt.
In den grundlegenden Lehren von der Krieg- führung gilt es für den Feldherrn als wichtigstes Ziel, sich unter keinen Umständen die Freiheit bts Entschlusses und vor allem die des Handelns nehmen zu lasten. Er muß also seine eigenen Maßnahmen so treffen und die Bewegungen seiner Armeen so lenken, daß er niemals vorn Gegner gezwungen werden kann, die Schlacht in einem ungünstigen Zeitpunkt oder in einem ungünstigen Gelände an» nehmen zu müssen.
England ist heute in der Lage eines Feldherrn, der keinerlei Handlungsfreiheit mehr hat. England sieht sich in die Lage versetzt, daß es die große Schlacht, bei der es nach dem Wort des Führers aus der Reichstagsrede um den Bestand des Weltteiches geht, annehmen muß, ganz gleich wann und wo und wie sie kommt. Es hat heute weder auf den Zeitpunkt noch auf den Schauplatz noch auf die Art ihrer Durchführung irgendeinen Einfluß. Es will viel sagen, wenn diese Tatsachen selbst in solchen amerikanischen Blattern zugegeben werden, denen man Deutschereundlichkeit weiß Gott nicht nachsagen kann, es steht dort mehr oder weniger fühlbar an gebeutet, daß England s i ch selbst in diese Lage hineinmanövriert hat.
Es ist heute ziemlich gleichgütig geworden, ob die notorische englische Weltfremdheit oder der grenzenlose englische Hochmut ober beibe Momente zusammen Englanb in diese Zwangslage.gebracht haben, aus der es keinen Ausweg mehr gibt. Entscheidend ist und bleibt die Tatsache, daß England nun nach der Ablehnung des letzten Appells des Führers die Entscheidungsschlacht so annehmen muß, wie sie gerade kommt. Wiederum steht, wie schon in den vergangenen vier Feldzügen dieses Krieges, das Gesetz des Handelns allein bei Deutschland. Wo ist die englische Jnittative geblieben, die Churchill sich nach dem Heb er fall von Dran so eilfertig von der eigenen Presse bescheinigen ließ? Und wie ist das nun mit der „Wand", gegen die England nach einem Wort Duff Coopers den Rücken gestemmt hat, um zu kämpfen? Mit dieser Wand war der Atlantische Ozean gemeint, der ein Teil jener Weltmeere ist, die Englands Flotte — nicht mehr beherrscht. Eben erst hat die britische Admiralität selbst wieder mit einem weiteren Stück des Schwindels aufgeräumt, dem die anmaßende These von der Herrschaft über die Meere durch die britische Flotte zugrunde liegt, ©ie hat jetzt auch an der letzten, bisher noch relatiü freigebliebenen Küste Englands, der Westküste, also nach dem Atlantik hin Minen legen lassen — wer aber wirst Fußangeln und Tellereisen gerade an der Mauer aus, an die er sich mit dem Rücken lehnen will, um zu kämpfen?
Auf eine einfache Formel gebracht, sieht die Lage Englands vor dem großen Entscheidungskampf so aus: es hat keine politische und keine militärische Führung, in beiden Bereichen fehlt der Kopf, es hat keine genügende Ausrüstung, keine ausreichend große Wehrmacht und es hat schließlich — dieses zweitreichste Land der Erde! — nicht genügend .Geld, wie der Schatzkanzler eben erst unter Hinweis auf einen ungedeckten Fehlbetrag von 1,2 Millionen Pfund klar gemacht hat, alle Bundesgenossen sind geschlagen; die Massenheere aus den Kolonien und
verhindern. , . , ..
Parallel zu dieser Neuregelung des Arbeits- rechtes läuft das Umstvhen des Arbeitslofenrechts. Seit'dem 15. Juli muß jeder englische Arbeitslose jede ihm angebotene Arbeit von „nationaler Wichtigkeit" annehmen. Ablehnung bedeutet Entziehung der Arbeitslosenunterstützung. Facharbeiter konnten früher sechs Monate lang. Stellungen ablehnen, Die j ihnen nicht zusagten und die nicht ihrer Ausbildung ; entsprachen oder zu schlecht bezahlt wurden. Heute , gilt auch für sie der Arb eitszw ana, welcher . eingesührt wurde, um die Kriegswirtschaft auf das . Maximum der Leistungskapazität zu schrauben. ' Lehnen Facharbeiter — auch arbeitslose —, denen • . man bestimmte Posten anbietet, die Beschäftigung ab, so verlieren sie ihr Anrecht auf die Arbeitslosenunterstützung, dzw. sogar die Altersrente. Staat und Besitzer der großen Industrieunternehmen sind heute uneingeschränkte Diktatoren des Lohnsystems. Sie können Facharbeiter mit den Löhnen für ungelernte Arbeiter bezahlen und umgekehrt. Die arbeitsrechtlichen Mißstände werden am besten gekennzeichnet durch den Umstand, daß sich zahlreiche Gewerkschaften kürzlich vergeblich gegen den 12-
. Stunden-Arbeitstag zu wehren versuchten.
Arbeitslose, die nicht in den Kriegsindustrien untergebracht werden können, teils weil es an den organisatorischen Voraussetzungen fehlt, teils weil man nicht genug Rohstoffe zur Verarbeitung besitzt, und schließlich weil die Arbeitgeber die Einstellung zu vieler Arbeitsloser als „unrentabel" betrachten, sollen zu Derteidigungsarbeiten anderer Art herangezogen werden. Das Wort von der „Festung England" prägte Winston Churchill, um der Arbeitskampagne die notwendige Parole zu geben. Jung und alt, Männer, Frauen und Kinder, Wehrdiensttauglich- und Untaugliche wurden aufgeboten, um die Straßen der südeng- lischen Parklandschaft in unbefahrbare Aecker zu verwandeln, in Wiesen und Plätze tiefe Gräben zu graben, um dadurch deutsche Flugzeuglandungen zu verhindern.
England stellt sich einen deutschen Angriff gegen das Jnselreich vor wie einen Sturmangriff alten Stils. Selbst nach der Einnahme der stärksten belgischen und französischen Forts glaubt man, daß Maschinengewehrnester, Flakbatterien und Tank- faUen genügen, um die deutschen Pläne zu durchkreuzen. Die Unzahl der Derteidigungschefs wurde vor einigen Tagen erhöht durch die Ernennung eines „Chefs für die Bodenverteidigung . Ihm fallt die Aufgabe zu, Landungen feindlicher Flugzeuge auf englischen Flugplätzen zu verhindern Zwei Tage nach der Ernennung dieses neuen Direktors mit einem Jahresgehalt von 2000 Pfund wurde bereits erklärt, alle englischen Flugplätze seien für deutsche Maschinen unbrauchbar gemacht worden. Wie es kommt, daß sie nach wie vor von englischen Flugzeugen benutzt werden können, wurde nicht verraten. .
Der Betätigungsbereich der Engländer zerfallt in drei Gruppen: Die erste Gruppe setzt sich zusammen aus Rüstungs- und Industriearbeitern, die zweite besteht aus den Hunderttausenden, die nach den Plänen der ihnen vorgesetzten örtlichen Verteidi-
des Vorwurfes des bezahlten und absichtlichen Volksbetruges nicht mehr wird erwehren können.
Wie es zum Programm der Plutokraten gehört, die Völker durch eine routinierte Lügenfabrikation vom Denken abzuhalten und zum gefügigen Werkzeug ihrer blutigen Angriffspläne zu machen, so ift es eine — auf den Nürnberger Parteitagen von Dr. Dietrich immer wieder vor aller Welt erhobene — Forderung des Nationalsozialismus, den unerhörten Betrug zu beenden, der von anonymen Kräften an den Völkern Europas durch einen schamlosen Mißbrauch der Presse seit über einem Jahrhundert begangen wurde — und in manchen Ländern heute noch begangen wird!
Wir wissen dabei, wie sehr das vor über 50 Jahren gesprochene Wort Bismarcks, wonach „jedes Land auf die Dauer doch für bie Fenster, die feine Presse einschlägt, irgendeinmal verantwortlich" sei, auch heute noch .Geltungskraft besitzt. Viel mehr aber bewegt uns bei dieser aktuellen Betrachtung gewisser europäischer Presseoerhältnisse die lieber* zeugung, daß gerade die Völker, die durch eine jahrelange Verhetzung heute den Zusammenbruch alles dessen erleben, was sie für wahr hielten, weil sie ihren korrupten Pressejuden glaubten, jetzt ein Recht darauf haben, vor einem weiteren Mißbrauch, vor einer Fortsetzung dieser verhängnisvollen Irreführung und damit vor Fehlurteilen bewahrt zu werden, die nur durch die Wiederherstellung von Treu und Glauben im europäischen Nachrichten» wesen^ herbeigeführt werden kann.
Diese Stunde aber bricht erst an, wenn dem letzten Churchill-Handlanger in den Redaktionen das Handwerk gelegt und die letzte englische Lugen» meldung aus den Spalten europäischer Zeitungen verschwunden ist!
Moskau dementiert britische Lügen.
Moskau, 24. Juli. (DRB.) Die TASS meldet: In der ausländischen Presse werden Gerüchte Verbreitet, daß 1. die Sowjetunion sich verpflichtet habe, Flugzeuge an England zu liefern, und England für den Kauf dieser Flugzeuge 200 Millionen Pfund Sterling bereitgeftellt habe; 2. daß in den nächsten Tagen zwischen der Türkei und der Sowjetunion Verhandlungen beginnen würden zum Abschluß eines Handelsvertrages, um den Handelsaustausch zwischen den beiden Ländern auf 12 Millionen türkische Pfund zu erhöhen; 3. daß die Sowjetunion der rumänischen Regierung eine Note überreicht habe mit der Forderung, in Rumänien eine demo - kr atische ^Regierung zu errichten, widrigenfalls es angeblich unmöglich fei, freundschaftliche Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu garantieren. Die TASS ist ermächtigt, zu erklären, daß alle diese Gerüchte jeder Grundlage entbehren.
Auch das Regierungsviertel der englischen Hauptstadt, Wh iteh all, glauben die skrupellosen Pluto» krati hen Machthaber mit Stacheldrahtverhauen wirksam sichern zu können. Unser /telegraphisch nach «"»" —« »gÄÄifiÄ» *
Hinaus mit Lügen-Reuter!
Ein Wort an gewisse europäische Zeitungen.
Don Helmut Sündermann, Stabsleiter des Reichspressechefs.


