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Weitz: Wie entdeckt man ein chemisches Element? Chemisches Inst., Ludwigstr. 21.
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Scharrer: 100 Jahre Agrikulturchemie; Agrikulturchemisches Inst., Braugasse 7 a.
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fort zu entrichten.
Gießen, den 23. Mai 1940.
Der Oberbürgermeister.
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Bekanntmachung.
Grasversteigerung der Stadt Gießen.
Die Stadt Gießen läßt Montag, den 27., und Dienstag, den 28. Mai 1940, folgende Grasnützum gen für das ganze Jahr öffentlich versteigern:
Feld.
Vormittags 9Vs Uhr (Zusammenkunft HarnmstraßS beim Elektrizitätswerk):
Wieseckböschungen und Wege auf der Insel.
Vormittags 10 Uhr (Zusammenkunft an der Klatt anlage):
1 Wiese an der Kläranlage sowie die Feldwegs und Flutgräben daselbst.
Vormittags 10Vs Uhr (Zusammenkunft am unterer!
Bachweg an der Unterführung):
Die Grasnutzung von den Feldwegen und Flute grüben im Gemarkungsteil Klein-Linden.
Mittags 12Vs Uhr (Zusammenkunft an der Schubert« straße, Ecke Aulweg):
3 Wiesen daselbst und die Wege im Selters berger Feld.
Dienstag, den 28.2Nai 1940:
Vormittags 8 Uhr (Zusammenkunft Erdkauterweg vor dem Bahnübergang):
8 Kleestücke und 1 Wiese daselbst,
1 Wiese am Bruchgraben, anschließend sämtlich« Feldwege, Flutgräben im Alten Feld.
Vormittags 10 Uhr (Zusammenkunft Schlageten allee, Ecke Philosophenwaldweg):
1 Kleestück und 1 Wiesenstück sowie die Wiesen« Löschungen, Feldwege und Gräben zwischen dek Wieseck und der Lahn.
Nachmittags 2Vs Uhr (Zusammenkunft in der Phtltt sophenstraße bei der Oberlach):
Die Grasnutzung von den Wegen und Graben im Gemarkungsteil Wieseck.
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Gemeinschastspflichien im Straßenverkehr
Was jeder bei Verkehrsunfällen zu beachten hat.
Heinrich Hahn
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Volkstümliche Abend-Vorlesungen I der Ludwigs-Universität
Der Vortrag Prof. Dr. Weitz „Wie entdeckt man ein chemisch.Element“ wird wegen des am 29. Mai stattfindenden Vortrages von Colin Roß auf Mittwoch, den 5. Juni, verlegt (Chemisches Institut).
Der Vortrag Prof. Dr. Hildebrandt „Arzneimittelprüfnng an überlebenden Organen“ (mit Vorführungen) am 30. Mai 1940 fällt aus. 2512V
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erlaß des Reichsinnenministers vom 30. August 1939 gründeten sich auf die Voraussetzung, daß die erforderliche Anpassung und Erhöhung der Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Bürgermeister und Beigeordnete nach dem Runderlaß vom 6.1.1939 über Maßnahmen zur Hebung der Derwaltungskraft kreisangehöriger Gemeinden schon vorgenommen worden sei. Wie der Reichsinnenminister einer Reihe von Berichten entnimmt, ist dies nicht überall der Fall. Der' Minister weist dckher zur Behebung von Zweifeln darauf hin, daß es nicht in ^der Absicht des Vereinfachungserlasses lag, die not-
■■■ Bestimmt zu hab.bei:
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In der „Deutschen Justiz" nimmt Staatssekretär Dr. Freister vom Reichsjustizministerium das Wort zu der neuen Verordnung übssr Aenderung der Strafoorschriften bei fahrlässiger Tötung, Körperverletzung und Flucht bei Derkehrsunfällen. Seme Ausführungen sind insbesondere auch für jeden Teilnehmer am Straßenverkehr von Bedeutung.
Auch außerhalb der Kreuzungen, so sagt der Staatssekretär u. a., benutzen an sich auf den Bürgersteig angewiesene Verkehrsteilnehmer den Fahrdamm, queren die Straße. Soweit das mit der Verkehrsregelung als zulässig übereinstimmt, ist dagegen nichts einzuwenden. Aber aus betn sittlichen Gesetz der Derkehrsgemeinschaft folgt, daß der hier den Fahrdamm querende Fußgänger sich als den hier nur im Rahmen des Abfließens des Fahrdammverkehrs Zugelassenen betrachtet; daß er die Verpflichtung in sich fühlt, selbst durch besondere Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme und Einordnung die Gefahren von sich und anderen fernzuhalten, die sein Erscheinen auf dem Fahrdamm heroorruft oder vergrößert. Damit soll nicht gesagt werden, daß in solchem Falle der Fahrdammverkehrsteilnehmer rücksichtslos auf sein ,,Recht" pochen dürfte.
Die Volksgemeinschaft verlangt weiter von der Verkehrsgemeinschaft, daß sie das Kind vor Gefahren behütet. Es ist ein Ruhmesblatt der deutschen Rechtspflege, daß sie den Satz aufgestellt hat, daß der Kraftfahrer in erheblichem Umfang mit einem unvernünftigen Verhalten des Kindes auf der Straße rechnen muß. Daran ändert die jetzige Gesetzesänderung nichts. Selbstverständlich muß1
trotzdem der ernste Ruf an Eltern und Erziehungsberechtigte gehen, nach Möglichkeit die Kinder beim Spiel von der Straße zu halten. Entsprechendes gilt für das Verhalten gegenüber Gebrechlichen und Verkehrsungewandten.
Dagegen fordert der Gemeinschaftsgedanke nicht, den Erwachsenen, durch nichts besonderes Auffallenden als möglicherweise gebrechlich anzusehen. Insoweit darf jeder Verkehrsteilnehmer, wenigstens in nicht besonders schwierigen Lagen, mit einem vernünftigen Verkehrsverhalten des anderen Derkehrs- teilnehmers rechnen.
Der Staatssekretär unterstreicht, daß jeder nur verkehrsbereit am Verkehr teilnehmen darf. Ein Anfänger am Steuer darf nicht im dichtesten Verkehrstrubel einfahren. Auch dürfe niemand meinen, verkehrsbereit zu sein, wenn der Alkoholgehalt seines Blutes gerade eben noch unter dem Hundertsatz des „Zuviel" bleibt. Einer der schwersten Verstöße, die Flucht des am Derkehrsunfall Schuldigen, könne nun seiner ■ Feigheit und Gemeinheit entsprechend schwerer bestraft werden. Mit Hinweis auf den neuen § 139a, der entsprechende Verstöße bedroht, empfiehlt der Staatssekretär jedem Verkehrsteilnehmer, ob Unfallbeteiligter oder Unfallzeuge, zur Feststellung seiner Person an Ort und Stelle zu bleiben. Eine bloße Ordnungswidrigkeit ohne Folgen im Derkehrsleben erfordere das jedoch nicht, denn sie sei kein Unfall. Anderseits brauche die Unfallfolge nicht ein Personen-, sondern könne auch ein Sachschaden sein.
Volkstümliche Vorträge (Fortsetzung)
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Deutsches Volksbildungswerk in Verbindung mit dem N8**6tudenteribund t Neue Aula der Universität, Eingang tioetbestraße, Mittwoch, den 29. Mai, 20 Uhr, Vortrag
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Oie Aufwandsentschädigung ehrenamtlicher Bürgermeister.
r Die Vorschriften über die Vereinfachung der Ver- wckltung im gemeindlichen Bereich noch dem Rund- e------- > . ■—
jen Feier mit dem Westwallehrenzeichen dekoriert. Ebenso fand eine Feierstunde der Partei mit den kinderreichen Müttern am Muttertag statt, 9 Mutterehrenkreuze wurden hier den Müttern überreicht. — Die Vogelsberger Volks- bank hielt gestern ihre Jahreshauptversammlung ab. Die Jahresrechnung zeugte von einer günstigen Aufwärtsbewegung der Bank. — Ein außergewöhnlich günstiges Ergebnis hatte die Sammlung am vergangenen Sonntag zu Gunsten des Roten Kreuzes, bei der über 2100 RM., das fünffache des Ergebnisses der früheren Sammlungen, eingingen. Auf den Kopf der Bevölkerung entfiel über eine RM., ein ehrenvolles Zeichen des Opfersinnes der Einwohnerschaft, die für die edlen Ziele des Roten Kreuzes in der gegenwärtigen Kriegszeit freudig alle Opfer bringt.
Schwere Zuchthausstrafe für einen Unverbesserlichen.
LPD. Frankfurt a.M., 23. Mai. Wegen Rückfalldiebstahls, Rückfallbetrugs und schwerer Urkundenfälschung verurteilte die Strafkammer den ^jährigen Heinrich Hildebrandt zu fünf Jahren Zuchthaus und 150 RM. Geldstrafe. Der Angeklagte hatte innerhalb 20 Tagen fünf Fahrräder bei Tage von der Straße gestohlen und verkauft. Er gab sich ferner bei Frauen als Kohlenträger aus und wollte in der Lage fein, Kohlen liefern zu können. In zwei Fällen bekam er die gewünschten Vorschüsse, die bis zu zehn RM. gingen. Die Bestellerinnen hatten das Nachsehen. Als der Angeklagte bei einem Schreiner beschäftigt wurde, erbat er sich einen Vorschuß und bekam eine Amveisung, sich 5 RM. an einer bestimmten Stelle M holen. Die Summe änderte der Angeklagte in 25 RM. um, die er auch erhielt.
Notizen für den 26.2Uai.
Sonnenaufgang: 5.15 Uhr, Sonnenuntergang: 21.29 Uhr. — Monduntergang: 10,05 Uhr, Mondaufgang: 1,12 Uhr.
Notizen für den 27. Mai.
Sonnenaufgang: 5.14 Uhr, Sonnenuntergang: 21.39 Uhr. — Monduntergang: 11,10 Uhr, Mond« aufgang: 1.40 Uhr.
wendige Erhöhung der Aufwandsentschädigung, soweit sie noch nicht stattgefunden hatte, zu verhindern und daß demnach eine solche Anpassung auch heute noch möglich ist.
Wieder Fettkäse als Folge der günstigen Entwicklung der Milcherzeugung.
Berlin, 23. Mai. (DNB.) Die günstige Entwicklung der Milcherzeugung macht es möglich, den Fettgehalt bestimmter Käsesorten, der bei Kriegsbeginn im Interesse der Fettersparnis gesenkt worden war, für die Sommermonate wiederzuer-
höhen. Die Hauptvereinigung der deutschen Milch, und Fettwirtschaft hat angeordnet, daß bestimmte Käsesorten, wie z. B. Tilsiter-, Edamer-, Goudakäse usw. jetzt wieder als Vollfettkäse hergestellt werden dürfen. Der Fettgehalt dieser Käse war im September 1939 auf höchstens 20 v. H. festgesetzt worden. Er darf nach der neuen Anordnung 45 v. H< in der Trockenmasse nicht überschreiten. Die Herstel- lung dieser Vollfettkäse muß sich mengenmäßig im Rahmen des festgesetzten Kontingents halten. Die Erhöhung des Fettgehaltes bewirkt eine größere Haltbarkeit, die vor allem während der Som- mermonate erwünscht äst. Die günstige Entwicklung der Milch- und Käseerzeugung gibt ferner trotz der vor einigen Wochen erfolgten Erhöhung der Käse- ration die Möglichkeit, erhebliche Käsevor, röte anzulegen, die im Winter dem Verbrauch zu- geführt werden sollen, wenn die Milcherzeugung aus jahreszeitlichen Gründen nachläßt.
3000 Medizinstudenten famulieren.
Der Reichsstudentenführer hat die Organe der ftu< dentischen Erziehung beauftragt, den Nachwuchs für die geistigen Berufe im Osten auszulesen und für ihren späteren Einsatz zu erziehen. Im Rahmen dieser Aufgabe führt die Reichsfachgruppe Volks- gefundheit einen Einsatz von Famulanten in den Ostgebieten einschließlich des Generalgouverne- mente durch. 200 Einsatzstellen wurden an Kliniken, Krankenhäusern und bei Aerzten zur Verfügung ge- stellt, und mehr als 200 Studenten meldeten sich freiwillig für diesen Einsatz, um später als Landarzt oder Krankenhauschef im Osten zu bleiben. Etwa 3000 Studenten und Studentinnen der Medizin befinden sich insgesamt seit dem 1. April in Kliniken und Krankenhäusern zur Ableistung ihrer Pflichtfamulatur.
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— Karl Springenschmid: Ein TirS* le r geht nicht unter. Heitere Geschichten Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart. In Seinen geb. 4 RM. Karl Springenschmid, der Sohn der Tiroler Berge, schenkt uns siebzehn Kurzgeschichten aus dem Leben der Tiroler Bergführer, Holzknechte, Hirten und Jäger, Bauern und Soldaten, meist heitere, die keiner ohne Schmunzeln lieft, aber auch ernste und besinnliche. In den Hütten und Wirtshäusern, beim Fensterln, auf ihren Bergen und beim Einsatz in Polen hat Springenschmid seine Geschieh-
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