Ausgabe 
25.5.1940
 
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men Kriegführung, daß stigen Marschall P 6 t <

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England?

Wer war es, Deutschland

ihre brutale Herrschaft retten zu können glauben.

Die schleunige Verhaftung von namhaften Füh­rern des britischen Faschismus als erste Auswir­kung der neuen Vollmachten zeigt die innere Un­sicherheit der herrschenden Kaste. Gleichzeitig beweist aber auch das Eiltempo, mit dem Churchill das Vollmacht-Gesetz durch beide Häuser des Parla­ments peitschte, wie sehr es den Londoner Macht­habern unter den Nägeln brennt. Aber auch über diesem Verzweiflungsakt steht das Wortzu spät". Schon prägt man in London das WortHitler ante portas" in Abwandlung des Verzweiflungsrufs, mit dem einst die Römer nach der Schlacht von Cannae den siegreichen Hannibal vor ihren Toren erwarteten. Und mit dem erfolgreichen Angri deutscher Bombengeschwader auf Dover klopft ja der Krieg tatsächlich sehr energisch an die Tore Englands.

Herr Reynaud in Paris sucht inzwischen in der Vergangenheit Trost. Er beschwört den Schatten Clemenceaus und proklamiert den Glauben an das Wunder", das Frankreich 1914 und 1918 gerettet habe. Aber die Vergangenheit wiederholt sich nicht, zumal die wichtigsten Voraussetzungen für das Wunder" fehlen, auf das Reynaud seine ganze Hoffnung setzt. Denn wir sagten es schon diesmal können dem deutschen rechten Flügel die starken Kräfte nachgeführt werden, um das strate­gische Ziel des Durchbruchs zur Küste bis zum letzten zu erreichen. Im Zweifrontenkrieg des Jahres 1914 wurden aus dem schwenkenden Flügel zwei Armeekorps herausgenommen und nach dem

Wik wissen, daß unseren tapferen Truppen noch harte Kämpfe bevorstehen, bis das Ziel der groß- angelegten Operation, die Vernichtung der hier au immer enger werdendem Raum zusammengepreßten feindlichen Armeen, erreicht sein wird. Wir wissen aber auch, daß Führung und Truppe ihr letztes her­geben werden, den Sieg zu einem vollkommenen zu machen.

Daß man in Paris und London nur mit größter Sorge die Blicke auf den nordwestlichen Kriegs­schauplatz richtet, dafür spricht ja schon der Wechsel im Oberbefehl der verbündeten Heere. Mit dem fran­zösischen Kriegsminister Daladier muhte auch Ge­neral Gamelin weichen, der in der Schule Marschall

Osten entsandt, die dann in der Marneschlacht ge­fehlt haben. Und in der großen Frühjahrsoffen' sive 1918 fehlten nach vier Jahren Krieg gegen die ganze Welt die Reserven an Truppen und Material, um Nachstößen zu können. Zudem ist hib junge deutsche Wehrmacht mit den modernsten uni- besten Waffen ausgerüstet, während ihre Gegner' trotz ihrer unausgesetzten Rüstungen viel veralteten Material mitschleppen müssen, weil schon aus finan­ziellen Gründen es ihnen gar nicht möglich war. ihre Bewaffnung immer auf dem neuesten Stand« der Waffentechnik zu halten. Und die modernem deutschen Waffen haben neue Formen der Krieg­führung erlaubt, die, wie alle Berichte auch unvor­eingenommener neutraler Beobachter bezeugen, deiu Gegner völlig überrascht haben. Nein, die deutsche; Wehrmacht wird unter der genialen Führung Adolf Hitlers und getragen von der Liebe unöi dem Vertrauen des deutschen Volkes dafür sorgen daß dasWunder", auf das Herr Reynaud seins Hoffnung setzt, nicht wiederkehrt.

Dr. Fr. W. Lange.

Heue Inhaber des Ritterkreuzes.

Für tapferen Einsatz und hervorragende Führung.

Berlin, 24. Mai. (DNB.) Der Führer Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vor­schlag des Generalseldmarschalls Göring das Ritter­kreuz des Eisernen ^Kreuzes folgenden Offizieren der Luftwaffe verliehen: dem Kornmanbeui eines Fallschirmjägerregiments Oberst Bräuer, für heldenmütigen persönlichen Einsatz bei der Fuh' rung seines Regiments, wobei wichtige Verbindung gen bis zum Eintreffen von Verstärkungen gehalten wurden. Dem Kommandeur eines Fallschirmjäger^ bataillons Hauptmann Fritz Prager, der trotz schwerer Verwundung und überstandener schien Operation mit seinem Bataillon unter persönlichen Führung feindliche Stellungen genommen und eimg" wichtige Brücken gegen überlegene Angriffe gehalten! hat. Dem Kommandeur eines Fallschirmjäger- bataillons, Hauptmann Karl Schulz, der mit se>' ner Truppe einen Flugplatz, der mit zahlreichen Bunkern gesichert war, eroberte und hielt. Dem Kommandeur eines Fallschirmjägerbataillons-^ Hauptmann Erich Walther, der mit stark unter­legenen Kräften einen wichtigen Verkehrsknoten­punkt besetzte und in tapferster Gegenwehr hielt: Dem Oberleutnant eines Fallschirmjägerregiments Horst K e r f i n, der einen wichtigen Brückenkopf

die Vorstöße nach Norden deuten auch darauf hin, daß er noch nicht die Hoffnung aufgegeben hat, wenigstens Teile seiner im Nordwestzipfel einge- kreisten Armeen aus der Umklammerung heraus- zrchauen. Das ist freilich ebenso wie die immer wie­der unternommenen Ausbruchsversuche der einge­kreisten Armeen nach Süden an dem eisernen Riegel der deutschen Truppen gescheitert. Italienische Mili- tärschriststeller sprechen davon, daß Weygand die

Berlin, 24. Mai. (DNB.) Die Botschaft des Kaisers und König am Tag des Empires gipfelte in der Feststellung, es gehe jetzt für Großbritan­nien um Tod oder Leben. Man müsse jetzt offen zum englischen Volk sprechen. Eine Niederlage würde nicht eine nur vorübergehende Verdunkelung ür England bedeuten. Selbstverständlich fehlte nicht )ie Behauptung, daß das britische Weltreich nur auf den Idealen derFreiheit, Gerechtigkeit und des Friedens" gegründet sei.Unser Gewissen", so heißt es in dieser Botschaft,ist rein. Unser ein­ziges Ziel ist immer nur der Frieden gewesen. Die- en Frieden haben sie uns genommen." Das sagt der König des Landes, das in den letzten Jahr­hunderten unter allen Völkern der Erde die mei- ten Kriege geführt hat, das wieder wie vor dem Weltkrieg, eine Einkreisung Deutschlands versuchte und das Deutschland zusammen mit seinen fran­zösischen Vasallen am 3. September 1939 den Krieg erklärt hat.

ganze Front abtaste, um eine schwache Stelle für einen Einbruch ausfindig zu machen, aber ver­gebens, denn das deutsche Heer halte allen solchen Tastversuchen eisern stand.

Wie unsanft man in England aus den Illusionen geweckt wird, sich selbst aus dem Krieg mit der Waffe heraushalten zu können, bezeuaen alle die Berichte neutraler Beobachter aus London, bezeugt nicht minder die Proklamation der Diktatur Chur­chills in einem Umfang, wie man es niemals wäh­rend des Weltkrieges für erforderlich gehalten hat. Die neuen Vollmachten, die sich Churchill vom Par­lament hat geben lassen, bedeuten nichts anderes als die rücksichtslose und totale Ausschaltung des Volkswillens zu Gunsten der regierenden Pluto­kratenclique, ein unerhörter Vorgang im Geburts­lande der Demokratie, das für dieRettung" eben dieser Demokratie angeblich überhaupt nur in den Krieg gezogen ist. Es ist natürlich ein aufgelegter Schwindel, wenn die britischen Plutokraten ebenso wie ihre Pariser Spießgesellen so tun, als ob sie nun Regierungsverhältnissewie in Deutschland" Men hätten und also der Erfolg nicht ausblei- nne. Aber der gewaltige Unterschied liegt klar auf der Hand, denn während bei uns in Deutschland ein Mann des Volkes die Führung in fänden hat und dies Volk ihm im Laufe von sieben Jahren immer wieder eindeutig bezeugt hat, daß er sein vollstes Vertrauen besitzt, ist das neue Regime in England und in Frankreich eben­so nichts anderes als die nackte Diktatur eines Klüngels skrupelloser Plutokraten, die nicht anders

rück? England!

Wessen Gewissen also hat den Krieg und seine Schrecken zu verantworten? Nicht Deutschland, son­dern England! Nicht wir, sondern Sie, Georg von England! Das ist die Wahrheit!

Trotzdem haben Sie, König Georg, die Stirn, in dieser Stunde, da Ihnen vor den Folgen Ihres Krieges graut, Ihrem Volke die Lüge zu sagen: Diesen Frieden hat uns Deutschland genommen!" Sie, ein König, erniedrigen sich jetzt, wo nach Ihrem eigenen Willen die Waffen sprechen, soweit dem deutschen Volk, das zu Frieden und Freundschaft mit England bereit war, das Wort zu bieten: Gegen unsere Ehre steht Ehrlosigkeit, gegen un­sere Treue Verrat, gegen unsere Gerechtigkeit bru­tale Gewalt."

Welcher Abgrund an Gesinnung tut sich hier auf. In diesem niedrigen, unritterlichen Wort eines Königs über einen Gegner, mit dem es auf Tod und Leben die Klinge kreuzt, enthüllt sich England ganz. Die deutschen Waffen werden Ihnen, Georg von England, die Antwort geben, die Ihnen gebührt!

Sie, Georg VI. von England, haben in einem Augenblick, in dem Sie beginnen davor zu zittern, daß das Verbrechen Ihrer Reaierung durch das deutsche Schwert vergolten wird, eine Ansprache verlesen, die das Ungeheuerlich st e. därstellt, was jemals die Welt aus dem Munde eines Königs vernahm. Ihre Ansprache, Georg von Eng­land, war nicht königlich, sondern er­bärmlich!

Wenn Sie ein Mann wären, dann hätten Sie sich jetzt in der Stunde der Entscheidung als der Herausforderer, der jetzt seinem Schicksal ins Auge sehen muh, aus dem Schlachtfelde mit offenem Vi­sier zu dem bekannt, was England diesen Krieg entfesseln ließ, statt sich heuchlerisch hinter mora­lischen Prinzipien zu verkriechen, die anzurufen Sie nicht eine Spur von Recht besitzen.

Sie wagen es, davon zu sprechen,daß das eng­lische Commonwealth auf dem Ideal der Freiheit, der Gerechtigkeit und des Friedens begründet" sei. Müssen wir die Völker der Erde, deren Mitleid Sie jetzt anrufen, an die Geschichte der Entstehung Ihres Reiches erinnern, das nicht auf Idealen, son-. dern auf Brutalitäten, nicht auf Freiheit, sondern auf Unterdrückung, nicht auf Gerech­tigkeit, sondern auf Deraewaltigung, nicht auf Frieden, sondern auf schamlosen Untaten errichtet ist?

Sie riesen der Welt zu:Unser einziges Ziel ist immer nur der Friede gewesen. Unser Ge­wissen ist rein, lieber uns ist das Böse hereinge­brochen, und alle unsere auf den Frieden gerichteten Anstrengungen waren erfolglos.

Sie elender Heuchler! Wer hat Polen gegen Deutschland in den Krieg getrieben und es dann verraten? England!

Wer hat Norwegen, Holland und Bel­gien skrupellos seinen Interessen hingeopfert?

bester Georg von England, der diesen Krieg erklärte, dessen Schrecken, wie Sie scheinheilig behaupten, Sie der Welt ersparen wollten? England!

Wer aber hat der Welt immer wieder den F r i e- den geboten? Deutschland!

Wer war bereit, um des Friedens willen, Frank­reichs Grenzen anzuerkennen: Deutschland!

Wer hat England imfner aufs neue d i e Hand zum Bündnis gereicht und war sogar ent­schlossen, mit seinen Waffen den Bestand des bri­tischen Empire zu garantieren? Deutschland!

Wer aber wies des Führers Friedensanschlag zu-

Soldaten uns allen heilig sind. Schon auf franzö­sischem Boden liegt die Stadt Armentiöres und das Schlachtfeld desUnternehmen Hagen", das als zweiter Stoß der großen deutschen Früh­jahrsoffensive 1918 nach dem größeren gegen Amiens gerichtetenUnternehmen Michael" mit dazu be­stimmt war, die Fronten aus der zermürbenden Er­starrung des Stellungskrieges zu lösen und die Ent­scheidung in offner Feldschlacht in einer letzten großen Operation der Bewegung zu suchen. 36 deutsche Di­visionen der deutschen 4. und 6. Armee treten an, der Uebergang über die Lys wird schon am 9. April erzwungen, der Angrifsskeil bis 10 Kilometer vor Hazebrouk vorgetrieben, doch in den verschlamm­ten Trichterfeldern bleiben Artillerie und Nachschub stecken, Engländer und rasch herangeholte franzö- sische Verstärkungen drücken auf die Flanken der Einbruchsstelle, der Angriff kommt nicht mehr wei­ter, der strategische Durchbruch glückt hier ebenso­wenig wie bei Amiens.

Weiter südlich über die bekannten Kampforte La Basste und Böthune kommen wir an den breiten Höhenrücken des Artois, der als Fortsetzung der Ardennen mit seinen letzten Ausläufern bis an die Küste reicht und bis zu Höhen von 180 und 200 Meter ansteigt. Hier haben wir in den letzten Tagen auch wieder berühmte Schlachtfelder des Welt­krieges betreten, denn hier, etwa 15 Kilometer nord­westlich von Arras, haben Franzosen und Briten besonders heftigen Widerstand geleistet. Trotzdem ist es der Tapferkeit deutscher Truppen gelungen, die zu 165 Meter ansteigende Loretto-Höhe zu erobern, deren Besitz von wesentlicher Bedeutung ist, weil von diesem Höhenrücken aus die flandrische Ebene offen daliegt für die aus Süden vorstoßen- den deutschen Kampfverbände. Im Wettkrieg kamen die Deutschen von Norden ein sehr bezeichnender Unterschied in der Anlage der Operationen und behaupteten hier auf der Loretto-Höhe, die eine berühmte Wallfahrtskapelle trägt, ihre Stellung, die in erbitterten, monatelang sich hingehenden Kämpfen im Juli 1915 verlorenging. Das ist ja überhaupt ein charakteristisches Merkmal der genial angelegten und mit unerhörtem Schneid von Füh­rung und Truppe durchgeführten deutschen Durch­bruchs- und Umklammerungsoperatton, daß sie den Feind zwingt, gleichsam mit verkehrter Front zu kämpfen, soweit er durch den Keil der deutschen Durchbruchsarmeen nach Norden abgedrängt ist. Dieser Keil hat sich in den letzten Taaen schon zu einem breiten Gürtel erweitert, der diese feindlichen Heeresteile nördlich der Somme abschließt. Durch den Vorstoß auf das Westufer der Lys im Nord- osten und das Dorrücken starker deutscher Panzer­verbände zwischen Arras und dem Meer auf die Kanalhäfen im Nordwesten werden die hier kämp­fenden feindlichen Armeen wie in einer Zange zu­sammengepreßt. Einen Ausweg gibt es für sie ebensowenig wie für die im Raum von Dalen- ciennes eingekesselten und sich noch immer tapfer wehrenden Franzosen und Belgier. Das Zurück­weisen eines von Süden gegen Amiens angesetzten feindlichen Vorstoßes beweist ebenso wie der ruhige Verlauf des letzten Kampftages an der langen Süd­front am Oise-Aisne-Kanal, längs der Aisne und weiter nach Nordosten bis in den Raum von Mont- medy, daß auch der äußere Rand des breiten Gür­tels, von dem wir sprachen, stark genug ist, jedem feindlichen Entlastungsversuch aus dem Innern

Auch dort waren 1 , Kämpfe von vielen Tagen nöti, den Widerstand aufgab. Hier im _;, sich aber nicht nur um zahlenmäßig viel größere Truppenmassen, sondern auch um die Elite des französisch-belgischen Heeres und das für den Kampf in Frankreich besonders ausgesuchte britische Expe­ditionskorps, beide mit modernsten Waffen ausge­rüstet und mit reichlichem Kriegsmaterial aller Art versehen. Wenn trotzdem schon nach einer so kurzen Zeitspanne der strategische Erfolg der Umklamme­rungsoperation auszureifen beginnt, so ist das ein befonderes Ruhmesblatt für die Überlegenheit der deutschen Führung und den Angriffsgeist des deut­schen Soldaten. Es ist zudem ein Zeichen dafür, daß den ungestüm vorstoßenden Schnellen Truppen überrafchend schnell hinreichend starke Kräfte der Infanterie nachgeführt werden können, deren Einsatz im hervorragenden Zusammenwirken mit Panzer- uerbänfon und Stukas überall den Erfolg sichert.

Joffres großgewordene, hinhaltende, nach genau ausgearbeiteten Plänen operierende Defensivstratege dem General W e y g a n d , dem Schüler des Mar­schalls Fach, der von diesem das aggressive Tempe­rament und den brennenden Ehrgeiz geerbt hat. Aber es ist charakteristisch für die Art der franzö- ---- - gleichzeitig den be- _________z... ,r . . Gegenpol Fochs im Weltkrieg, in bas Kabinett berufen hat. Gamelins Operationsplan, der vermutlich auf das Halten der verlängerten Maginot-Linie (der sog. Daladier- Linie) längs der Maas und weiter nach Norden der Grenze entlang und im Falle ihres Durchbruchs auf einer beweglichen Verteidigung aus dem mittelfranzösischen Raume her aufgebaut war, wurde ihm aus der Hand geschlagen, als die deutsche Füh­rung seinen Nordarmeen die Bewegungsschlacht aufzwang und in dieser so überraschend schnell nach Nordwesten durchstieß. Weygand steht nun vor der schwierigen Aufgabe, in einer neuen Front zu sam­meln, was noch zu sammeln ist und die Abwehr zu organisieren. Nach Mitteilungen italienischer Mili­tärsachverständiger soll er seine Anstrengungen au die Herstellung einer neuen Widerstandslinie längs der Somme, Aisne und Maas konzentrieren. Aber

Schlageter.

Auf der Golzheimer Heide bei Düsseldorf steht ein 35 Meter hohes Stahlkreuz, em Mahnmal, das schon aus der Ferne die Blicke aus sich zieht und gerade infolge seiner Schlichtheit den Besucher anspricht. Das Kreuz in der Sandgrube von Golz. heim ist ein stummer und doch so lebendiger Mah. ner an jene Zeit, da französische Habgier sich des Ruhrgebietes bemächtigt hatte, da Vaterlandstreue und Opfergeist tief im Kurse standen und Verrat und Gemeinheit triumphierten, es gibt aber gleich, zeitig Kunde von dem Einsatz des ewigen deutschen Soldaten, der, so tief der Zusammenbruch auch gewesen fein mag, immer dann aussteht, wenn die Not am größten ist. Tausende wallfahren Jahr um Jahr zu diesem Kreuz von Stahl und gedenken in tiefer Ergriffenheit des Helden Albert Leo Schlageter, dessen Leben sich hier am 26. Mai 1923, vor nunmehr siebzehn Jahren, unter ^den Kugeln eines französischen Exekutionskommandos erfüllen sollte. Stolz und aufrecht ging er in den Tod, selbst dem Feinde Achtung abnötigend.

Als die Schüsse in der Golzheimer Heide Der. hallt waren, ging ein Grauen so schrieb man - durch das deutsche Vaterland. War es wirklich so? Stand die deutsche Welt starr, stumm, atemlos? Nein! Die Zeit war noch nicht erfüllt! Millionen über Millionen gingen ihrer Tagesarbeit in ge. wohntem Lauf nach, scherzten, lachten, tranken, tanzten, lebten und wußten nichts, nichts vom toter, den Albert Leo Schlageters. Und nur allzuviele ragten: Wer war Albert Leo Schlageter?

Trotzdem aber stieg, erst langsam, dann immer stärker aus den toten Gebeinen dieses nun lieber, irdischen etwas herauf, das nicht Ruhe fand: das Gewissen. Scheu fühlte man, daß sich ein Großer für das heilige Deutschland geopfert hatte. Wer war Albert Leo Schlageter? Er war das deutsche Gewissen, das Gestalt annahm in dem Kreuz von Golzheim. *

Als im November 1918 die letzten gegen den Feind gerichteten Schüsse verhallt waren, als dos verratene deutsche Heer heimwärts zog, da mar« feierte unter ihnen auch der Batterieführer Schlo. geter. Er war ein Soldat, ein Soldat im besten und echtesten Sinne des Wortes, ein Kämpfer, der es nicht über sich brachte, sich auf den beque- menBoden der Tatsachen" zu stellen, der es beut, lich spürte, daß man in den kommenden Monaten und Jahren noch mehr als einmal wirkliche Sol. baten würde brauchen müssen. Und so zog er den grauen Rock nicht aus, blieb er das, was er im- mer gewesen war: ein Soldat. So war es für ihn eine Selbstverständlichkeit, daß er überall da anzu- treffen war, wo um und für Deutschland gekämpft wurde, in Oberschlesien bei der Erstürmung des Annaberges, im Baltikum bei der Befreiung Riyas, und dann im Ruhrgebiet, das der Feind wider alles Recht und Gesetz besetzt hatte. In diesem stil. len und stummen Krieg, der hier geführt wurde, stand Schlageter, der sein Leben der Fahne eines Mannes geweiht hatte, von dem damals noch nicht allzuviele etwas wissen wollten: Adolf Hitler, in vorderster Front. Immer versteckter, immer gehei. mer wird der Krieg an der Ruhr. Vom offenen Kampf in offener Feldschlacht geht's in nächtliche, fast ohnmächtige Abwehr. Geheimnisvolle Explo. fionen erschüttern die Nacht, Brücken fliegen in die Luft, Bahnkörper sind unbrauchbar geworden, und auf den Gleisen, die wie durch die Hand eines Riesen auseinandergerissen sind, können nun keine Kohlenzüae mehr nach Frankreich fahren. Bis auf einmal Verrat im Spiel ist, bis auf einmal bet Held durch den Schurkenstreich einiger Lumpen in die Hand des Feindes fällt. Das Urteil, das gefällt wird, ist nur noch eine Farce.

Viele Jahre sind über Schlageterck Tod hinweg- gegangen. Das deutsche Volk Adolf Hitlers hat den toten Helden der Ehren teilhaftig werden lab fen, die dieser unerschrockene Vorkämpfer für ein neues Deutschland der Ehre und der Freiheit ner. dient hat. So ist der Opfertod Albert Leo Schla- geters nicht vergeblich gewesen, denn auch in bet Golzheimer Heide wurde das Samenkorn für em neues Deutschland gelegt. Aus feinen Gebeinen wuchs das gereinigte und geeinte Deutschland, bas nun im gewaltigsten Freiheitskampf feiner Ge­schichte steht, um eine Wiederholung der Tragöbie 1 von 1923 für immer unmöglich zu machen.

Frankreichs Trotz zu bieten.

Bei dieser Gesamtlage ist es selbstverständlich, daß jetzt der Raumgewinn der deutschen Truppen nicht annähernd so groß sein kann, wie in den Tagen des Vormarsches und unmittelbar nach dem Durch­bruch. Man braucht sich nur der beiden großen Ein­kreisungsschlachten des polnischen Feldzuges bei Ra­dom und Kutno zu erinnern, um das zu begreifen, nach der Einkreisung noch schwere r. o------ bis der Feind

Westen handelt es

Weiter erklärte der König, er spreche diesmal mit einerneuen Vision" des englischen Reiches vor seinen Augen. Die Vision bestand allerdings darin, daß er das Empire in scharfem Konflikt mit einemüblen System" sah, das gegen denImpe­rialismus" kämpfe.Wir freien Völker des Rei­ches", so hieß es dann,schleudern dieses Wort in die Zähne des Feindes zurück". , ,

Zum Schluß verriet die britische Majestät der Welt, daßdie Völker seines Reiches im gegen­wärtigen Augenblick überrascht seien. Die Heim­suchung, der alle Engländer ins Auge blicken müß­ten, sei gefährlich. Er habe zwar Vertrauen, aber Vertrauen allein genüge nicht. Man müsse Opfer bringen. Die Engländer wollten auf ein himmlisches Wunder hoffen, damit sie dasRecht" verteidiaen könnten.Laßt uns", so schloß die Botschaft des Königs,wie ein Mann mit einem Lächeln auf den Lippen, unseren Kopf hoch erheben, unser Ziel verfolgen."

Antwort an einen König

Don Dr. Otto Diettich.

Eine schneidige Leistung vollbrachte ein mit vier Mann besetzter Panzerwagen bei Phllippeville. Bei seinem Borstob sah er sich nicht weniger als 191 Franzosen gegenüber, die er durch sein entMo senes Auftreten in die Gefangenschaft absührte. - Unser Bild zeigt einen unserer Panzersoldaten im Gespräch mit zwei bei dieser Gelegenheit gefangenen farbigen Franzosen. (PK.-Boesig-Scherl-M.i

Es geht um Tod oder leben!"

Eine englische Königsbotschast im Zeichen der Kriegshetze.

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