Ausgabe 
25.5.1940
 
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Samstag, 25. /Sonntag, 26. Ulai MV

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Gietzener Anzeiger

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General-Anzeiger für Oberhessen

Von unserer Pak in Brand geschossen

Schriftleitung und Geschäftsstelle: Gießen, Schnlstraße 7-9

Druck und Verlag: vrühlscheUnlversttStsdruckereiS. Lange

eingestehe, so sei dies eine Anklage gegen die man­gelnde Voraussicht, die Korruption und die Unehr­lichkeit der ganzen in Frankreich regierenden Klasse. Wie könne unter solchen Umständen Frankreich den Krieg gegen einen so kriegstüchtigen Gegner, wie das Deutschland Adolf Hitlers, aushalten? Auch Giornale d'Italia" sagt, überzeugt von dem un­fehlbaren Ergebnis der Wirtschaftsblockade, hätten England und Frankreich passiv und zaudernd auf die unvermeidliche Selb st Vernichtung Deutsch­lands gewartet. In dieser Illusion seien ihr Kriegs­geist, ihre Wachsamkeit und ihre kriegerische Vor­bereitung verlorengegangen.

Englands 3nfellaae zur Quelle militärischer Schwäche geworden

Moskau, 24. Mai. (DNB.) In einem Leit­

artikelDie Bedeutung des Aermelkanals" würdigt das Organ der russischen KriegsmarineK r a s n y Flöt" die strategische Bedeutung des deutschen Vormarsches zur Kanalküste. Die Insellage Großbritanniens, die solange für England sich nur im günstigen Sinne ausgewirkt habe, sei jetzt z u r Quelle einer militärischen Schwäche geworden. Die gefährliche Sage, in der sich England nunmehr befinde, bestehe darin, daß das von Lon­don geschaffene Bündnissystem Großbritannien nicht

lang außerdem, sechs beladene Transporter zu ver- enken. Wie nachträglich bekannt wird, sind am 21. und 22. 2Hai bei den verzweifelten Durchbruchs­versuchen des Feindes nach Süden außer zahlreichen onft vernichteten Panzern allein durch Einsatz der Flakartillerie 56 feindliche Pan­zerkampfwagen vernichtet worden. Die Verluste des Gegners in der Luft betrugen gestern insgesamt 49 Flugzeuge: davon wurden im Luft­kampf 25, durch Flakartillerie 8 Flugzeuge abge- schossen, der Rest am Hoben zerstört. 16 deutsche Flugzeuge werden vermißt.

Vei Rarvik griff die Luftwaffe massierte Erd- ziele, Zelte und Tragtierkolonnen, Truppenansamm­lungen und Ausladungen mit Erfolg an. Ein feind­licher Jäger wurde abgeschossen, ein Kreuzer und ein Transporter durch Bombentreffer beschädigt.

Auch in der Rächt zum 24. 5. flog der Gegner nach West-Südwest-Deutschland ein und wiederholte seine planlosen Bombenwürfe auf nicht­militärische Ziele.

Neuer Erfolg der deutschen Lustwaffe im Geegebiet bei Narvik.

Berlin, 24. Mai. (DRV.) Im Seegebiet bei Rarvik erzielte die deutsche Luftwaffe am 23. Mai einen bedeutenden Erfolg. Ein Kreuzer wurde durch zwei schwere Bomben, ein anderer Kreuzer durch fünf schwere Bomben getroffen. Mit dem Totalverlust der beiden Kriegs- schiffe ist zu rechnen. Weitere Bomben mittleren Kalibers trafen ein Schlachtschiff und einep Kreuzer oder Zerstörer und richteten auf

Der Wehrmachtsbericht vom Freitag.

Zührerhauptquartier, 24.Mal. (DRB.) Dcs OKW. gibt bekannt:

Der Roum, in dem die feindlichen Armeen in Brdfrankreich und Belgien eingeschlossen sind, nr.rbe am 23.5. burch erfolgreiche Angriffe unserer Truppen von allen Seiten weiter eingeengt

3n Flanbern burchbrachen unsere Divisionen bl befestigte Schelbestellung unb stießen b i s auf tos Westufer ber Lys vor. Tournai ist gnotnmen. Die hinter ber Front Hegenbe franzü- fijfje Festung Maubeuge ist nach Einnahme ber ittten Außenwerke in deutscher Hand.

. Im Ar tois eroberten unsere Truppen bie im Mltkrieg stark umkämpfte Lorettohöhe, norb- Wslllch Arras. Die zwischen Arras unb bem Meer ncch Rorben vorgegangenen starken beutschen Pan­zer kräfte näherten sich am 23.5. ben französischen Linalhäfen. Ein schwacher feinblicher Vorstoß von Siben auf Amiens würbe abgewiesen. An ber Süb- svnt sonst keine besonberen Ereignisse.

Die Luftwaffe unterstützte mit starken Kräf- (n ben Kampf bes Heeres gegen bie im belgisch- fnnzöfifchen Raum eingeschloffenen feinblichen Ar­ven. Auch an ber Sübfront bekämpfte bie Luft- ®iffe Verkehrsanlagen, Transportbewegungen unb iTippenanfammlungen. Vei ber bewaffneten Auf- tlär u ng an ber Kanatküfte würben vor I>ulogne ein großes Kriegsfahrzeug, wahrscheinlich ci n Kreuzer, unb b r ei Zerstörer burch

Ftrnivrechanschlust 2251 2 ahtanschrift:Slnaetger" H>stscheckll6s6Frankf^M.

(90. Jahrgang Ur. 122 ^scheint täglich, außer nntags und Feiertags

AmLndederzweiCenWoche.

Die beiden letzten Wehrmachtsberichte über die weiteren Kämpfe am Rande der großen. (Etnfret* ungskessel im äußersten Nordwesten Frankreichs und Belgiens lassen erkennen, daß die Kampfkraft der hier eingeschlossenen feindlichen Armeen noch bedeutend ist, das gilt vor allem für die Franzosen, die genau wissen, was auf dem Spiele steht und daß sie mehr zu verlieren haben, als eine Schlacht. Der Fran.zose war immer ein ausgezeichneter Sol­dat und er zeigt sich als solcher auch hier wieder in zäher Verteidigung gegen den Ansturm der deut- chen Truppen, wobei er jedes natürliche Hin­dernis geschickt auszunützen versteht, aber auch in immer wieder mit dem Mut der Verzweiflung vor­getragenen Gegenstößen, durch die er sich einen Ausweg aus dem eisernen Ring der Umklamme­rung zu bahnen sucht. Auch der Engländer, der ent­schlossen war, sein Expeditionskorps möglichst schnell aus der gefährlichen Schlinge zu ziehen und sich dann Hals über Kopf auf seine Insel zu begeben, hat inzwischen einsehen müssen, daß dies nicht mehr so einfach ist, zumal nicht nur seine Einschiffungs­basis, die kontinentalen Kanalhäfen, sondern nun auch schon der wichtigste Landungsplatz an der eigenen Küste, Dover, unter den Bomben der deut­schen Luftwaffe liegt, die hier längs der ja nur chmalen Meerstraße des Pas de Calais die Ab­riegelung der feindlichen Armeen in deren Rücken vollendet. So hat sich auch der Engländer genötigt gesehen, wieder eigene starke Truppenverbände in die Schlacht zu werfen, um zumindest Zeit für den

Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch begrüßt Oberstleutnant M i - k o s ch und Feldwebel P o r t st e f f e n (links), die ich bei der Eroberung des Forts Eben Emael be- onders ausgezeichnet und dafür vom Führer das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz erhalten haben. (PK.-Borchert-Scherl-M.)

in bezug auf Material wie Kampftechnik ihre ab­solute Ueberlegenheit über die britischen be­wiesen. Was die englischen Flugzeuge anbe­lange, so sei ihr der Versuch, die deutschen Stukas nachzuahmen, trotz der individuellen Tüchtigkeit der Piloten, völlig gescheitert, denn die britischen Flug­zeuge würden sich nicht für Sturzkampfangriffe eig­nen. Zahlreiche Flugzeuge seien von der deutschen Luftabwehr abgeschossen worden, durch das Ein­greifen der deutschenJäger" sei der Luftangri restlos in Trümmer gegangen. Die schweren briti­schen Tanks hätten, als sie gegen die deutschen Tanks und die Stukas allein geblieben seien, in weniger als zehn Minuten so schwere Verluste er­litten, daß sie sich unter Verzicht auf weiteren

Rückzug zu gewinnen.

Freilich, der Erfolg ist ausgeblieben, denn in Ostfl andern ist es den deutschen Divisionen nach heftigen Kämpfen gelungen, die befestigte Schelde-Stellung zwischen Gent und Tournai zu durchbrechen und bis auf das Westufer der Lys vorzustoßen. Das letzte natürliche Hindernis, das die deutschen Truppen von der nur noch rund fünfzig Kilometer entfernten belgischen Küste . trennt, ist damit überwunden, es wird vermutlich dem sich zäh gegen den deutschen Ansturm wehren­den Gegner schwer fallen, sich noch einmal in einem neuen Abschnitt festzuklammern. T o u r n a i, das flämische Doornik, ein durch seine Gobelin- und Teppichweberei berühmtes Städtchen von 36 000 Einwohnern nahe der französischen Grenze und mehrfach auch in französischem Besitz gewesen, dessen Geschichte bis auf die fränkischen Merovingerkömge des 5. Jahrhunderts zurückgeht, ist in deutscher Hand. Die Lys, in Belgien Leye genannt, ist ein linier Nebenfluß der Schelde, der auf dem Plateau von Artois entspringt und bei Gent in die Schelde mündet. Die obere Lys fließt westwärts von Kar - trijk ein Stück an der französisch-belgischen Grenze entlang und hier durch die flandrischen Schlacht­felder des Weltkriegs, deren Namen durch die Erinnerung an den Heldentod so vieler deutscher

Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bisg'/rUhrdesVormrttags Grundpreise für 1 l"mHöhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.,Tertanzergen von 70 mm Breite 50 Pf- Wiederholung Malstaffel I AbschlüfseMengenstaffelV Plabvorfchrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen

und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf.

R o m, 25. Mai. (Europapreß.) In den Berichten L er den Vorstoß der deutschen Truppen über die Scheide und die Lys, sowie über den Vormarsch notorifierter Kolonnen aus Calais unterstreichen >i römischen Blätter, daß einmal die B e - ive g u n gs s r e i h e i t der eingeschlossenen Trup- M der Westmächte in dem Maße eingeengt i°rde, in dem sich der ihnen zur Verfügung sichende Raum vermindere, und daß zum anderen kr Krieg sich in immer bedrohlicherer Weise Lmgland selbst nähere. Die belgischen und jmnzösischen Kanalhäfen lägen bereits in Reich- isite der deutschen Truppen. Der Kanal selbst ir°rde vollständig von den deutschen Fliegern und km Schnellbooten der deutschen Kriegsflotte be- harscht, und der englische Krieashafen Dover sei }trm erstenmal von einem deutschen Luftgeschwa- ixir mit Bomben belegt worden. Alles das, so fc-reibtGiornale d'Jtalia", bedeute, daß Groß- tnitannien auf die Benutzung eines ganzen Hafen- hftems verzichten müsse, das sowohl für militä- chche als auch für kommerzielle Zwecke außer- dS)entlief) wichtig sei. .

Illeber die AbsichtenWeygands herrscht in Nom noch Unklarheit. Es überwiegt die Meinung, !>: Weyganü den hartnäckigen Widerstand in Belgien nur angeordnet habe, u m Ze i t zu zs w i n n e n. Im Grunde bleibe dieser Widerstand aussichtslos, denn das Schicksal der Truppen ir. belgischen Sack sei besiegelt. Auch die von Wey- z nd an der Somme, Aisne und Maas geplante itsue Verteidigungslinie werde als w e - ir: g aussichtsreich beurteilt, da die deuftchen T'uppen sich auch hier bereits zahlreiche Brücken- tijpfe geschaffen hätten, von denen aus sicherlich erfolgreiche Vorstöße würden vorgetragen werden kennen. Die schweren deutschen Tanks, so sl-lllt der Sonderkorrespondent der Agenzin Stefnni pst, haben in der Einkreisungsschlacht im Westen

Kampf schleunigst in Richtung auf das Meer zu­rückzogen. Zahlreiche englische und französische Ver­bände versuchten, sich in den Häfen einzuschiffen, um so der Gefangennahme zu entgehen, während die Belgier, die bereits schwere Verluste erlitten hät­ten, geopfert würden. Bei der Einschiffung hätten die Engländer den Vorrang. Trotz der zur Hebung der Moral des französischen und englischen Volkes verbreiteten optimistischen Nachrichten, sei das Ober­kommando der Westmächte in äußerster Besorgnis. Die von Reynaud angeordnete Untersuchung über die Ursachen der militärischen Katastrophe führt die Niederlage auf folgende Ursachen zurück: Die Men­talität des französischen Soldaten, daß der Krieg ohne Schlachten gewonnen wird; ungenügende Kriegsvorbereitung; die durch die neue Technik beim Kommando wie bei den Truppen angerichtete Ver­wirrung; schwere Nachlässigkeiten eines Armee­kommandos an ber Somme, Aisne und Oise; eigene Ueberroertung von selten des Oberkommandos und mangelnde Kaltblütigkeit.

In den Erfolgen der deutschen Waffen siehtPo- polo di Roma" das wirksamste diplomatische Jnstru- ..

ment Deutschlands. Die Neutralen seien den'mehr retten könne.Der britische Imperialismus

!for Antwerpen wurde dieser belgische Panzerkampfwagen von unserer Pak in Brand geschossen. Unmittelbar darauf wurde diese Aufnahme gemacht. (PK.-Psitzner-Scherl-M.)

Sie Kriegslage im Spiegel der italienischen presse

muß jetzt zum ersten Male s e l b st um seine Existenz kämpfen." England liege jetzt im Schußfeld der deutschen Waffen, di« ihre Stützpunkte in Norwegen, Holland, Belgien und Nordfrankreich besitzen. Eine Truppenlandung großen Maßstabes sei da­mit in den Bereich des Möglichen gerückt. Ferner eröffnet sich für die deutsche U-Bootflotte der kürzeste und bequemste Ausgang in den Kanal und in den Atlantischen Ozean. Wenn man berücksichtige, daß Deutschland eine sehr bedeutende U-Bootflotte besitze, die sich bei ihren Operationen in den briti­schen Gewässern auf die Luftwaffe stützen könne, so könne man sagen, daß die Zeit gekommen ist, da die Blockade ber britischen Insel gleichermaßen in den Bereich des Möglichen rücfej Dem Zugriff der deutschen Wehrmacht ist die Metro­pole des größten Weltreichts ausgesetzt. Die Bedro­hung des Aermelkanals ist zugleich die unmittelbare Bedrohung Großbritanniens.

Worauf England hofft.

Stockholm, 24. Mai. (Europapreß.) In Eng- land hatte man, wieDagens Nyheter" aus Lon­don meldet, nicht gedacht, daß der deutsche Vor­marsch mit einer solchen Schnelligkeit oorgetragen werden könnte. Die Berichte über den Kriegsschauplatz würden in England immer spärlicher. Dies sei ein Anzeichen dafür, daß man die Lage in England, in gut unterrichteten politischen und militärischen Kreisen, nach wie vor als sehr e r n st ansehe. Dies gehe auch aus dec Rede Winston Churchills hervor, der feststellte, daß die Verbindungslinien gefährdet zu sein schienen. In England hofft man auf den großen Gegenangriff, der schnell eine Aenderung der Lage herbeiführen soll.

Bittere Kommentare enthält die englische Presse über die Versäumnisse der Regierung Chamberlain. Praktisch wird Chamberlain jetzt für die Niederlage Englands, die sich in Frank­reich mit jedem Tage deutlicher zeigt, verantwort­lich gemacht, man hält es für nicht ausgeschlossen, daß Chamberlain in naher Zukunft die Regie­rungsbank verlassen muß. Das Ermächtigungsge­setz, das der britischen Regierung Diktaturvollmach­ten gibt, glaubtDaily Mail" rechtfertigen zu kön­nen durch die Losung, man müsse jetzt einige Mo­nate Widerstand leisten, dann werde das Gleichge­wicht wieder hergestellt. Im übrigen setzen die Blätter große Hoffnungen auf Hilfe von außen. NurDaily Expreß" denkt nüchterner und warnt vor Illusionen. Der Ausgang des Krieges, so schreibt das Blatt, hänge nicht von fernen Freun­den ab, sondern von den Leistungen der Engländer selb st. Duff Coopers Erklärung, daß Boulogne und Calais in Gefahr feien, hat das Vertrauen zu der Diktatur-Regierung keineswegs gestärkt. DieTimes" betont die Tragweite des Verlustes von Amiens als eines der wichtigsten Eisenbahnknotenpunkte in Nordfrankreich und ver­schweigt nicht, daß die Wegnahme von Abbeville auch dadurch Bedeutung hat, daß hier dem Feinde der Uebergang über bie Somme ermogi licht wirb.

Lockungen Englands und Frankreichs nur noch wenig zugänglich. In ber Türkei und in Aegypten zeige sich Zurückhaltung. Die Werbung Englands in Rußland könne als enb gültig gescheitert gelten. Das sprechenbste Anzeichen bafür, als wie gefähr­lich die Wirkungen der immer katastrophaleren Lage ber Westmächte in Englanb und Frankreich selbst empfunden werden, sieht die römische Presse im Uebergang der beiden Westmächte zur diktatorischen Regierungsfarm. Die drakonischen Maßnahmen der englischen Regierung gegenüber ihren inneren Feinden fänden in ber Geschichte Englands kaum ein Gegenstück. Reynauds heißester Wunsch wäre sicherlich, das Beispiel'Churchills nach - z u a h m e n und auch in Frankreich eine offene Diktatur zu errichten.Popalo di Roma" ist jedoch der Meinung, Reynaud könne einen solchen Versuch nicht riskieren. Wenn er auch von zwei Persönlichkeiten wie Petain und Weygand ge­stützt werde, so sei er dochein zu neuer Mann", um eine Herausforderung der Mehrheit des. fran­zösischen Volkes mögen zu können. Es sei ja be­kannt, baß sich sein Kabinett mehr auf Stimm­enthaltungen als auf bie Zustimmung ber Abge- orbneten des französischen Volkes stütze.

habe die Zweideutigkeit bestanden, daß die West­mächte einen Krieg erklärt hätten, ohne wirk-

Lavoro Fascista" schreibt, von Kriegsbeginn an l i ch zum Kampfe entschlossen zu fein. Die Westmächte hätten sich in dem Traum gewiegt, einen bequemen Krieg, einen Belagerungs­und Blockadekrieg, führen zu können. Dieser grund­legende moralische Irrtum habe zu einer rein defensiven strategischen Auffassung geführt, als ob man den Ansturm des Gegners hinter den stark ausgebauten Befestigungen der Maginotlinie ab« warten könne. Ein Heer aber, das auf die Offen­sive verzichte, fei von vornherein dem Unter­gang geweiht. Man müsse sich fragen, wohin die drei- bis vierhundert Milliarden Franken ge­gangen feien, die Frankreich in zwanzig Jahren für militärische Vorbereitungen ausgegeben habe. Wenn man heute die ungenügende Vorbereitung

frwere Bomben getroffen. Unsere Flug- . _

jcige fliehen dabei auf starke Flakabwehr. Ls ge- den Vorschiffen schwerste Beschädigungen an.

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Der Vorstoß auf Calais.

Deutsche Truppen am Westufer der Lys. - Eroberung der Loretto-Höhe. Erfolgreicher Einsatz der Flak gegen Panzerwagen.

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