HZ. sammelt Altpapier
Zehn Gebote für Krankheitsfälle
zu toben.
Jutta da«
dl* große Tube die kleine Tube 25"
Starkwirksam, gegen Zahnsteinensatz, zahnfleischkräftigend, mikrofein, mild aromatisch, im
Björnstjerne Björnson.
Zum »«.Todestag dcsnorwegischenDichters am 26. April.
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Recht ver« nsirer Te« 1 den bis» tin D das Nahrung, ■n können, trahlen in esem Mn- leiben und imen, M lieber wer« in jedem lt weiten: In jedem em an die sind zwar
ist auch die Zeit anstalten an Der —v-*------ --------« . .
ersten Badegäste haben sich bereits emgefundcn und einige Stunden dazu ausgenützt, um Sonnenbäder zu nehmen. Die Lahn selbst, das Wasser war aber noch nicht so stark gefragt; immerhin fanden sich dort einige Gäste zum ersten kühlen Bad bereit.
eibt. Die erfahren wird ein ilbes, all- besetz oer« t Rainen, de Hunde undehalter gen durch, de Hunde erschossen rare Wild lnsall von Hs-, Mar« n sparen, wechselung hrung des Rohstoff«
Mchleistungs-Prüsungsausschiiffe gebildet
Oie Organisation im Kreis Gießen.
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Auf Wunsch des Reichskommissars für die Alt. Materialverwertung hat die Reichsjugendführung die gesamte HI. zu einer neuen kriegseinsatzrnäßi- gen Aktion für das ganze Reich aufgerufen. Es handelt sich darum, das vielfach in den Haushalten ungenützt vorhandene Altpapier möglichst total zu erfasse« und den Zwecken der Wirtschaft zuzuleiten. Die Aktion, die später in eine Dauersammlung nach Art der Knochen» oder Metallfoliensammlung übergehen soll, ist vor der Hand für den Zeitraum vom 25. 4. bis zum 31. 5. 1940 angesetzt. 5n biefer Zeit werben zunächst bie Aufklärunas- unb Sammcl- Pläne für bie verschiebenen Ortsoereiche aufgestellt. Dann wirb der BdM. im ganzen Reich alle Haushaltungen aufsuchen, um die Bereitstellung des Altpapiers au veranlassen. Die eigentliche Sammlung, also die Abholung und den Transport, werden anschließend die HI. und das Deutsche Jungvolk be» jorgen.
Don zuständiger Stelle wird dazu mitgeteilt, daß es bei dieser Papiersammlung nicht nur. wie bei früheren ähnlichen Gelegenheiten, auf lie Erfas.
Wir wissen, daß die Zeit des Arztes heute sehr beschränkt ist. Daher haben alle Patienten die Pflicht, ihm bie Erfüllung seines verantwortungsvollen Berufes zu erleichtern. Daraus ergeben sich einige, eigentlich selbstoerstänbliche Erkenntnisse, bie jeder Henau befolgen sollte, im Interesse des Arztes sowohl, als auch seiner anderen Patienten!
1. Ueberlege genau, ob der Besuch des Arztes wirklich nötig ist! Wie oft wird er noch spät abends und in höchster Eile gerufen, obwohl der Kranke feinen Zustand selbst ganz gut erkennt, aber für eine leichte Unpäßlichkeit auf Kosten feiner Krankenkasse etwas gegen Kopfschmerzen oder Husten verschrieben haben will. Diese Verordnung kcmn er genau so gut durch einen Angehörigen in der ^Wohnung des Arztes abholen lassen.
2. Bestelle den Besuch des Arztes möglichst frühzeitig, am besten bis morgens 9 Uhr, damit dieser seine Wege danach einrichten kann!
3. Sage auch schon bei der Bestellung, um was es sich handelt, und orientiere den Arzt über bie Höhe des Fiebers und andere wichtige Erscheinungen!
4. Bereite dich auf den. Besuch des Arztes vor, indem du dir vorher genau überlegst, was du ihm sagen mußt.
Vie gefangenen Schwestern.
Von Heinrich Jillich
Ein junger Mann, mit einer Brille auf der Rase, der vor Mädchen große Sckeu empfand, vertraute sich deswegen einem Freunde an, der ein lustiger Bruder war und ihm zu helfen sich gern bereit er- klärte, nur müßten fie, sagte er, nach Hermann- stadt fahren, wo er zwei hübsche Schwestern kenne, die sich über ihren Besuch sicherlich freuten. So fuhren denn die Freunde dahin, und der Schüchterne fragte von Meile zu Meile mehrmals, ob es auch wirklich nette Mädchen feien unb ihn feiner linkischen Art wegen nicht verlachen würden. Der Drauf- gänqer tröstete ihn und malte sie ihm als wahre Augapfel der Schönheit, als resche und fesche Dinger, die ein Späßchen und gar ein Küßchen wohl vertrugen, so daß der Schüchterne die Ankunft kaum erwarten konnte, und, in Hermannstadt ein« getroffen, sogleich bas Abenteuer wagen wollte.
** Kirschen blühen. In einigen geschützten Winkeln in Gärten innerhalb unserer Stadt hält jetzt der Frühling eindeutig sichtbar seinen Einzug. Da unb dort sieht man die Kirschbäume blühen, unb wenn sie auch noch nicht im blenbenden Weiß prangen, so haben sich doch schon zahlreiche Blüten geöffnet. Auch die Magnolien lassen erwarten, daß es nur noch eine Frage von Tagen ist, daß auch sie ihre prächtigen Blütenkelche entfalten werden.
♦* * ** Erste Badegäste an der Lahn. Run ~ " gekommen, da es in den Bade- Lahn wieder lebendig wird. Die
Aufruf!
(Bemeinfdjaflsempfang der berufstätigen Sugenb
3m Rahmen der Aktion ..wettonfchouliche und geistige Betreuung her Jugend im Kriege-.pr.ch, om kommenden Montag. 29. April, „»mittags Uhr. der Reichsorganisationsteiter und Leiter der
Dr" iRob' S c ’ in einer Reichssendung jur deutschen Jugend. Sämtliche Belriebssuhrer wollen aus d esem Anlah sosor, in Verbindung mit »em Befricbsjugenbroaller alle Vorbereitungen zum Gemcinschasksempsang treffen.
Vas Antreten zu diesen Appellen hat seweils In bzw. BDM.-Uniform zu erfolgen
3n Gießen fleht den Betrieben unb Schulen, welche Nicht in ber Lage sind, einen Gemeinschafts' empfang durchzuführen, das Lichtspielhaus. Bahnhofstraße, zur Verfügung. Die hierfür in Frage kommenden Betriebe wollen sich sofort mit dem Sreisjugendwalter der DAF. in Verbindung sehen. Die Plätze müssen dort bis 7.45 Uhr eingenommen fein heil Hiller!
3. v. gez. Reih, Kreisobmann.
5. Die Pflegeperson notiere Fieber, evtl, auch Puls, sowie besondere Krankheitserscheinungen kurz auf einen Zettel, denn es kann sein, daß der Arzt sie nicht antrifft, und dann kann ihm niemand Bescheid sagen. Das gilt besonders bei kleinen Kindern.
6. Stelle vorher bereit, was der Arzt sehen muß (Urin, Stuhlgang, bei Säuglingen die letzten Windeln, Auswurf, Erbrochenes)!
7. Sorge für ein paffendes, gut schließendes Gefäß, falls der Arzt etwas von diesen Dingen mit- nehmen will!
8. Sorge für gute Beleuchtung und stelle das Bett so, daß der Arzt auch wirklich und bequem untersuchen kann!
9. Sorge vorher für frisches Waschwasser unb ein sauberes Handtuch!
10. Bei chronisch Kranken stelle die bisher verordneten Medikamente bereit, es erleichtert ihm die Anordnungen!
Falls der Kranke einer Krankenkasse angehört, so besorge vorher den Arztschein ober lege ben Ausweis bereit, bamit der Arzt weiß, welches Rezept- formular er verwenden muß! Dr. I. M.
wohl vkb über Blitz' lachen, der rtsch°ft.di- irüche- Der Passiv"^ uirb Wähler r°M Spielregel ttert, die el enE »s 1,65
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Jung bes Zeitungspapiers ankommt. Bei ber jetzigen Bedarfslage werden nämlich vor allem die sogenannten gemischten Abfälle benötigt, also nicht nur Zeitungspapier, sondern auch alte Zeitschriften, Schulhefte und Briefumschläge, Bücher, Pappkartons, Einwickelbogen usw. Papier, das irgendwie fettig ist, also früher zum Einwickeln von Butter, Fett, Wurst u. dgl. verwendet worden war, kommt nicht in Betracht und soll daher von den Hausfrauen auf keinen Fall mit abgegeben werden. Das zur Sammlung gelangende Papier muß sauber sein.
Derartiges Papier soll die Hausfrau auch in Zukunft nicht wegwerfen, sondern, ähnlich wie schon bisher verschiedene andere Altmaterialien, aufbe- wayren und zur gegebenen Zeit an die Sammler abliefern. Zu diesem Zwecke werden in ben Häu- fern Hausvorsammelstellen eingerichtet, von wo aus bann künftig bie Abholung durch die HI. erfolgt. Zur Erfassung der gegenwärtig in den Haushalten vorhandenen Bestände und als Start dieser Dauersammlung wird in der angegebenen Zeit die Großaktion der HI. im Kriegseinsatz unternommen.
„Björnson hätten wir zum König machen mus» sen'" so ruft der Kulturhistoriker Hjalmar Christensen in seiner Darstellung von Norwegens kulturellem Unabhänaigkeitskamps aus und gibt Damit nur das Echo der allgemeinen Wertung, Die dieser Mann in seinem Dolke genoß. Es istja ein
i altgermanisches Ideal, den Sänger als Helden zu denken. Der tapferste Mann, der dem Heer voraus- zieht in den Kampf, er singt beim Siegesrnah unb das Lieb, in dem er die Taten der Vorzeitju un sterblichem Ruhm festhält, wird ber lebenden Gene- ration zugleich zum Ansporn neuer..Talen. Als em solcher geistiger Heerführer stand Biornson m seiner Zeit und in seinem Volke. Er war eine Kampfer natur durch unb durch, wenn er aud) ferne Schlach ten ausschließlich im Reiche des ©elftes, M gerade für ben Gedanken des Friedens schlug, und es ist bezeichnend für ihn, daß er alle Kunst, die den Menschen nicht auf rüttelte, belehrte, erzog, hoher führte, als unfruchtbar ablehnte.
Dieses Kämpferische, der Wille, unmittelbar au die Oeftaltunfl seiner Zeit emzuwirken, ist ihm oft zum Borwurs gemacht worden, weil es die „Rem heit" seiner Kunst trübte Das Sournallftische if allerdings aus Björnfons Lebenswerk nicht fortz denken, feine Tätigkeit im geistigen Tageskamps « Schriftleiter und Bolksredner gehört zu ihm w sein dichterisches Schaffen Aber wenn auch dre Ideale, für die er stritt, heute zum Teil ub°rwrm den sind, so hat im «anzen seine dicht-irsche ste
I sanlichkeit daraus sicher nur Befruchtung gewonnen. I Aus dem norwegischen Heimatdichter wuch Inner I großen weltüberschauenden, die Probleme 1 I Zeit mitgestaltenden Manne.
In seiner Frühzeit war er stolz darauf, daß er | all- fremden Einflüsse vonl sich °b«ehrtn daß I fest „auf dem Boden de- Kind-rglaub n- und^n I der nationalen Vergangenheit ftanb- An '
f gebrochen naiven Kraft heraus schuf er I d vollen Bauernerzahlungen, 'n denen er die Bauern im Licht der alten Saga und> di- Saga 'M L,ch ° seiner Bauern sah", seine "’‘,h"naIe"n®;“Jre"'n6e» sich um die Gestatt des gemalert Bau-rnsr-un°°-
I König Sverre und um die ^eldenstgu 9 । , ■
gruppieren. Auch in der stärksten künstlerischen Lei-'unsere
Nilfen Hauge. v m ....
Die rätselvolle, im Sittlichen unb Religiösen auf. rütfelnbe Persönlichkeit Kierkegaards, bie auch Björnsons großen Warner ab en unb Antipoben Ibsen so stark beeinflußte, mag ben ersten Anstoß zu •feinen Zweifeln gegeben haben. Reifen ins Ausland, bie Begegnung mit mobernen Ideen erweiterten feinen Gesichtskreis unb schärften seinen Blick für bie brängenben Fragen ber Zeit. Mit der ihm eige- nen Rücksichtslosigkeit stürzte er sich nun in ben Tageskampf. Er wandte sich gegen bie 1814 zwischen Norwegen unb Schweben geschlossene Union, trat für eine norwegische Republik ein unb bekämpfte auch in seinem Drama „König" bie Jbee bes Königtums. Mit ben sozialen Verhältnissen beschäftigte er sich in seinem „Fallissement", bas ihm seinen ersten großen Bühnenerfolg eintrug. Der Dichter, ber so lange im romantischen Wikingerkleid erschie- nen war, fand sich hier meisterhaft zurecht im Hauptbuch bes Bankrotteurs Tjälbe. Zugleich hielt er zahlreiche Vorträge in Norwegen wie im Aus- land über politische, soziale unb ethische Fragen. Mit Deutschland verbanden ihn nicht nur nahe verwandtschaftliche Beziehungen — eine feiner Tochter hatte den deutschen Verleger Albert Langen aehei- ratet — sondern auch starke geistige Sympathien Wie er bei uns nächst seinem eigenen Vaterland seine verständnisvollsten Leser fand, so fühlte er sich auch zu Deutschlands aufstrebender Kraft mächtig
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11 Wfr- lieber. ,QblH unb er. ;ll° bie Qud)et. Mw. h crun« Qlio auch
Werben, A'nchen ^gluhrr,
** Frisches Grün am Selterstor. Von ben Umbauarbeiten am Selterstor kann bie Feststellung gemacht werben, baß in ber Fläche bes Bürgersteiges an der Ecke Seltersweg/Horst-Wessel-Wall : fünf junge Lindenbäume angepflanzt worben sinb, die auch bereits erstes zartes Grün tragen. Eine gleiche Anpflanzung roirb zu gegebener Zeit auch vor öem Hause Darrs nach dem Hindenlmrgwall zu ■ vorgenommen werden. Es ist erfreulich, baß bas Selterstor tzi feiner dem modernen Verkehr entsprechenden Gestaltung auch bes Grünschmucks nicht ganz entbehren wird.
Der pädagogische Grunbzug seines Wesens, der ihn stets zum Lehren und Erziehen hmbrangte, findet in einer Reihe feiner besten Werke blchteri- chen Ausdruck. Sein Schulideal, das er m dem prächtigen Werk „Beflaggt sind Stadt und Hafen bekannt hat, geht Darauf aus, Körper und Geist gleichmäßig auszubilden, zu kräftigen und zu oft- Adeln Dieses Ideal hat nicht nur tn Norwegen eine Umwälzung in ber Erziehung heroorgerufen, sondern im Zusammenhang mit Zeichen eigenen Bestrebungen auch bei uns gewirkt. Dor allem ber Mutter als Erzieherin hat er in beiben Mei- ftcrnooeüen „Absalons Haar" unb o^utters panbe ein hohes Loblieb gesungen. Das Religiöse steht 'm Mittelpunkt seines bebeutenbften Dramas „Heber I unsere Kraft". Alles Wunberbare, Ewige, was er
— richtig angewanbt — ein segensreiches, aber auch sehr stark wirkenbes Mittel, das nicht mißbraucht werden darf. Also nicht stundenlang in die Sonne legen und mit Gewalt braun werden wollen- bas bringt keinerlei Nutzen, kann aber Herz und Nerven schwer schädigen. Am besten ist cs, mit kurzen
• Sonnenbädern zu beginnen, mit dem Aufenthalt in
Sonne und Schatten zu wechseln, also Sport, Wandern, Gartenarbeit in möglichst leichter, sparsamer Kleidung. Die Mode ber kurzen Kleider mit kurzen Aermeln kommt der Gesundheit ebenso entgegen wie ber Kleiberkarte. Weiterhin wäre es zweck- • mäßig, wenn es irgenb möglich ist, auf bas Tragen von Strümpfen zu verzichten. Nicht nur beim Sport, sondern auch bei ber Gartenarbeit sollten j wir alles Heberflüssige in ben Schrank hängen.
Was wir am Strand und auf dem Sportplatz tra- gen, bas genügt auch hier. Bei praller Sonne muß er Kopf natürlich bedeckt und das Einfetten der Haut darf nicht vergessen werden. Wichtig ist auch, daß wir unsere Zeiteinteilung im Sommer nach- prüfen. Wieviel kostbare Morgenstunden voller Lebensfreude und Schaffenskraft werden noch — auch bei Sommerzeit — verschlafen, während bie ersten Nachtstunden, die zugleich die kostbarsten Schlafstunden sind, wachend bei Lampenlicht rer- i bracht werden. Mit ber Sonne aufstehen und den
Tag mit Gartenarbeit, Sport oder einem Spaziergang beginnen, das erfrischt Körper und Geist. Auch Gymnastik auf dem Balkon oder am offenen Fenster in der vollen Morgensonne ist eine Kraftquelle für den ganzen Tag. Jede freie Stunde in möglichst leichter Kleidung draußen verbringen, bas ist bas wesentliche, um alle Körperzellen mit Vitamin D
tischen Kreises Gießen gibt es vier Molkereien, unb zwar in Gießen, Geilshausen, Wetter- selb und Hungen. Der Milchleistungs-Ausschuß für die Molkerei Gießen setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Vorsitzender: Ortsbauernführer Kuhl (Holzheim), stellvertretender Vorsitzender: Molkereibesitzer Hans Grieb; als Milcherzeuger gehören dem Ausschuß an: Heinrich Burck (Lützellinden), Karl S ch m a n b t V. (Watzenborn-Steinberg) und Wilhelm Jung V. (Leihgestern), ferner sämtliche Ortsbauernführer der 48 Gemeinden des Einzugsgebietes ber Molkerei Gießen.
Die Aufgaben der Milchleistungs-Ausschüsse sind ungemein vielseitig. Im wesentlichen liegt ihnen, neben Erhebungen ber verschiedensten Art, vor allem eine beratende Tätigkeit ob. Ein Teil ber Arbeit liegt bei den Ortsbauernführern der einzelnen Gemeinden. Die Ortsbauernführer haben zum Zwecke der Milchleistungsprüfungen vor allem eine Grundliste anzulegen, in der neben dem Namen des Milchvieh haltenden Bauern die Zahl ber gehaltenen Kühe, bie gesamte lanbwirtschaftlich genutzte Fläche, ber Anteil bes Grünlandes an dieser Nutzfläche und schließlich der zur Verfügung stehende Siloraum festgehalten werden. Aus diesen Erhebun- gen soll ersichtlich werben, wieviel Kühe ber einzelne Bauer und Landwirt auf eigener Futtergrundlage burchzuhalten vermag unb bamit in bie
in der Natur feines Landes und in der Seele des Menschen geschaut, bas faßte er in biefer Dichtung zusammen, legte sein eigenes zerquältes Herz in bie Gestalt bes ungläubigen Bratt. Der kindlich Gläubige ist zum Gottzweifler, zum Gottsucher ge- worden. Das Gebot bes Christentums erschien ihm. Dem praktischen Lebensmenschen, als „über unsere Kraft". Zu der gleichen Skepsis bekennt er sich auch in feinem großen religiösen Roman „Auf Gottes Wegen" und in dem zweiten Teil von „Heber unserer Kraft", in dem er bas soziale Problem mit dem religiösen verknüpft und das wieder in seinem pädagogischen Ideal ausklingt.
Ein Prophet tapferer Lebensheiterkeit, frischer Arbeit und fröhlicher Feste war ber alte Björnson geworden, ganz zugewandt dem Ideal, ein neues besseres Geschlecht zu erziehen, voll unverwüstlichen Kulturoptimismus. Kindlich zuversichtliche Lebens- Hoffnung und Lebensfreude Hingt aus (einem letzten Roman „Mary" und aus dem Lustspiel „Wenn ber junge Wein blüht", bas in seinem Todesjahr erschien. Als ein solcher fröhlicher und tapferer Greis lebte er die letzten Jahre auf seinem Gute Aulestad, zwischen seiner Familie und seinen Jnstleuten, recht als der Vater ben Seinen, ber geistige Vater seines Volkes. Er, ber so ganz in ber Heimat verwurzelt war, mußte fern ber Heimat sterben, als er von seinem schweren Leiben Heilung in Paris suchte.
Lage versetzt ist, wirtschaftlich bie Milcherzeugung zu betreiben. Ferner werden die abgelieferte Milchmenge und der Durchschnittsfettgehalt ber abgelieferten Milch feftgefteUt. Schließlich wirb bas Verhält- nis errechnet, in bem bie abgelieferte Milchmenge zu bem Grundbesitz des Bauern steht. In die Grund- liste erfolgt außerdem die Eintragung der von jetzt ab monatlich zur Ablieferung gelangenden Mich jedes einzelnen Betriebs. Aus ber Summe ber Erhebungen läßt sich eine Fülle von Schlüssen ziehen, insbesondere daraufhin, in welchem Maße und durch welche Maßnahmen jeder einzelne Betrieb seine Leistung auf dem Gebiete der MilcherAeugung zu steigern vermag. Der Heberblick über Die Grundlisten gestattet außerdem einen regen Austausch von Erfahrungen. Schließlich bilden diese Erhebungen auch einen Ansporn für ben einzelnen Bauern. Das Ergebnis dürste eine Steigerung des Milchanfalls bedeuten, der es ermöglicht, bie deutsche Fettver- forgung zu bessern.
Die technische Verarbeitung ber mehr anfallenden Milch bebeutet kein Problem. Die Molkereien unserer engeren Heimat sind in der Lage, noch erheblich höhere Mengen, als gegenwärtig vorliegen, zu verarbeiten. Die Molkereien im Kreist Gießen zum Beispiel haben folgendes Verarbeitungsvermögen: Molkerei Gießen täglich 60 000 Liter, Molkerei Hungen täglich 30 000 Liter, Molkerei Wetterfeld täglich 15 000 Liter, Molkerei Geilshausen täglich 13 000 Liter.
Aus unserem engeren Milchwirtschaftsgebiet bürsten in biejem Zusammenhang einige Tatsachen noch befonbers interessieren. Nach der Menge der Milchanlieferung steht die jetzt zur Stadt Gießen gehörende Gemeinde W i e s e ck mit einem täglichen
Nachdem vor wenigen Wochen der Vorsitzende des Ministerrats für die Reichsverteidiaung General- feldmarschall G ö ring in einer Ansprache an das Landvolk in umfassender Weise über die Steigerung der deutschen Fetterzeugung gesprochen hatte, mußten in Konsequenz jener Ankündigungen manche Maßnahmen getroffen werden, bie eine Steigerung ber Fetterzeugung ermöglichten. Eine biefer Maßnahmen ist die Gründung von Milchleistungs- Ausschüssen, die in engem Zusammenwirken mit bem Reichsnährstand entstehen. Milchleistungs- Ausschüsse bestehen in Zukunft bei ben Landesbauernschaften, bei den Bezirksbauemschaften und schließlich in den einzelnen Molkereien.
Die Milchleistungs-Ausschüsse für den Bereich unserer engeren Heimat sind bereits gebildet. Der Milchleistungs-Ausschuß beim Bezirksbauernführer der Bezirksbauernschaft Gießen setzt sich aus folgenden Männern zusammen: Vorsitzender: Bezirks- bauernführer Metzger (Röthges), stellvertretender Vorsitzender: Bauer Ferdinand SBopp (Bellersheim); Mitglieder sind Ortsbauernführer Kuhl (Holzheim), Ortsbauernführer W. Bender (Langsdorf), Ortsbauernführer Albert (Queckborn), Ortsbauernführer unb Bürgermeister Erb (Beltershain) sowie Die Vorsitzenden ber Molkereiausschüsse bes Bezirks.
Die Milchleistungs-Ausschüsse bei ben Molkereien sind ebenfalls schon gebildet. Innerhalb des poli- ftung dieser Epoche, in seiner „Maria Stuart in Schottland", erscheint das Schottische ganz ins Nordische einaetaucht. Die herbe Gestalt Des Puri» tanerfüljrers John Knox erwuchs ihm aus seiner Verehrung für ben Pietismus bes Norwegers Hans
Durchfchnittssah von 7 Liter je Kuh an ber Spitze. Der Durchschnitts fe11geha 11 im Einzugsgebiet der Molkerei Gießen liegt mit 3,5 bis 3,6 v. H. sehr günstig. Ein erfreulich gutes Ergebnis konnte biefer Tage beim Milchanfall in ber Gemeinbe Trohe festgestellt werden. Es würben bort 3,8 v. H. Fettgehalt gemessen. Nach ben bisherigen Feststellungen läßt sich sagen, daß innerhalb ber bäuerlichen Wirtschaften des Kreises Gießen bas Verhältnis von landwirtschaftlicher Nutzfläche zur Zahl der gehal- genen Tiere günstig ist, b. h. die bäuerlichen Betriebe in unserer Heimat halten nicht mehr Vieh, als es, gemessen am Landbesitz, vertretbar ist. Die Milchoiehhaltuna in unserer engsten Heimat ist also von diesem Gesichtspunkt her durchaus wirtschaftlich.
Die Arbeit ber Milchleistungs-Ausschüsse wirb sicherlich dazu beitragen, daß bie Frage nach ber Erhöhung ber Fetterzeugung bald eine in Zahlen auszudrückende Antwort erfährt. Daß bie ländliche Bevölkerung im ureigensten Interesse dieser neuen Förderungsmaßnahme alle Aufmerksamkeit schenkt, dürfte kaum bezweifelt werden können.
Kurzschrift bei Behörden.
Die Verwendung der Kurzschrift bei Behörden hat in den letzten Jahren immer größeren Umfang angenommen. Sie bient nicht nur wie sonst im kaufmännischen Bürobetrieb zur Aufnahme von Diktaten, fonbern auch als Aktenschrift. Nicht nur die eigentlichen Kanzleikräfte, sondern alle Beamten und Angestellten, die mit Akten zu tun haben, müssen deshalb kurzschriftkundia sein, damit bie kurzschriftlichen Aktennotizen allgemein gelesen werden können. Der Nachweis erfolgt durch Ablegung einer Prüfung. Von Zioilanwärtern ist von der Kurzschriftprüfung befreit, wer ein Zeugnis über eine KurzschriftlehLerprüfung, ober über eine anerkannte Kurzschriftprüfung verlegen kann. Befreit ist auch, wer eine Urkunde der Deutschen Stenvgraphenschast über erfolgreiche Beteiligung am Leistungsschreiben vorlegt. Das Zeugnis über die Ablegung der Kurzschriftlehrerprüfung gilt zeitlich unbegrenzt, der Ausstellungstag ber übrigen Zeugnisse barf nicht mehr als zwölf Monate zurückliegen. Da bie Kurzschrift bei ben Behörden auch für Notizen in den Akten benutzt wird, muß bei der Prüfung Darauf
Da meinte der Draufgänger, ein böses Weib wohne gegenüber ber Wohnung ber Mädchen, belauere deren Schritte und weiche erst in ber Nacht vom Fenster, aber selbst im Schlaf horche es, sobald ein Mann die Gasse heraufkomme, ob er nicht an bie Scheiben ber Schwestern klopfe und mit ihnen schäkere. Als ber Schüchterne bies vernahm, fing er vor Aufregung zu beben an, war aber um so entschlossener, bie Mädchen, bie er in seiner Einbildung schon als (Befangene einer Hexe sah, zu lieben unb wenn nötig zu befreien.
Ja, sagte ber Draufgänger, obgleich von zärtlichem Wesen, sie trügen schwer und seien wirklich (Befangene, die aus ihrer Lage nur ein ganzer Mann befreien könne. Mit solchen Reden heizte er dem Schüchternen ein, ber für die Schwestern noch schnell einen Strauß Blumen, je ein Paar Strümpfe unb Zuckerwerk kaufte, unb bann, als bie Turmuhr endlich zehn schlug, erklärte, nun wolle er keine Sekunde mehr versäumen.
„Gut", antwortete der Freund, „sei voistchtig", und schlich ans bem Kaffeehaus „Römischer Kaiser", wo sie gesessen, auf die Gasse, spähte ängstlich aus, ob niemand folgte, schliech weiter auf Zehenspitzen durch einen dunklen Gang zwischen kahlen Mauern bis in die Fleischergasse; und hinter chm, noch lautloser, mit den Geschenken beladen, einen Zeige- finger am Mund, zog Der Schüchterne Aitternb einher, bem es nicht auffiel, daß in der hellbeleuchte- ten, von Menschen keineswegs leeren Gasse, ihr Gehaben lächerlich erscheinen mußte. Da hielt auch schon ber Freund vor einem Tor unb flüsterte, sie seien zur Stelle, bie Mäbchen ftünben vor ihnen.
„Wo?" wisperte ber Schüchterne, streckte bie Blumen vor unb guckte sich die kurzsichtigen Augen aus bem Kopf. „Nun Da"; antwortete ber Draufgänger, „sei nicht unhöflich unb sprich mit ihnen." — „Ich sehe nichts", rief verzweifelt ber anbere, ber Draugänger aber schüttelte nur ben Kopf unb schalt: „So schau boch oroentlich hin, sie stehen vor dir, tragen eine schwere Last, sind gefangen, unb ihr Antlitz lächelt zärtlich."
Da erkannte ber Schüchterne wie er gefoppt wurde, denn er war einen Tag lang gefahren unb hatte teures Geld brangegeben, um heimlich voll süßer Erwartung zu Mädchen zu schleichen, unb diese standen wohl da, lächelnd und lockend, nackend und jung, hoben aber einen Balkon über das Haustor und waren aus Stein.
Und so preiswert


