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40 Lahre deutscher Fußballsport.

Die Gründung des Deutfdjen Fußball-Bundes am 28. Januar 1900 in Leipzig, der am 19. April 1936 seine Aufgaben auf den zur vollen Entwick­lung schreitenden Reichsbund für Leibesübungen übertrug, war der Abschluß der bis dahin viel­seitigen Bemühungen, dem iiod) jungen Fußball­sport eine dauerhafte organisatorische Grundlage zu geben. In den siebziger Jahren gab es in Braun­schweig die ersten Versuche mit dem Fußballspiel. Turninspektor Augugst Herrmann und Professor Konrad Koch wirkten hier und führten das später so volkstümliche Spiel ein. Koch übersetzte schon 1875 die englischen Regeln und gründete den Ball- spielverein der mittleren Klassen des Martino- Catharineums. Aber auch in anderen deutschen Gauen regte es sich; überall fand der Fußballsport neue Freunde. So auf dem Cannstatter Wasen bei Stuttgart, in Heidelberg durch den dortigen Flag­genclub, in Frankfurt durch Quartaner der Wöl- lert-Schule auf der Körnerwiese, auf der Gelehrten­schule des Johanneums in Hamburg und in Karls­ruhe auf dem Engländerplatz, wo Studenten und Schüler willige Anhänger waren.

Es handelt sich dabei allerdings fast durchweg um Rubgy oder eine Mischung des Fußballs mit Aufheben des Balles, die nach eigenen Regeln ge­spielt wurden,weil zum Rubgy 15, zumFußball aber nur elf Spieler gehörten. In Magdeburg hat man lange Jahre Fußball mit Zwölfer-Manuschaf- tcn gespielt. Am 14. September 1878 wurde mit dem Deutschen Fußballverein in Han­nover der erste deutsche Rasensportverein gegrün­det. Bekannte Mitglieder, die sich später um die deutsche Spielbewegung große Verdienste erwarben, waren Professor Hermann R h a y d t und Professor Dr. Kohlrausch.

Am besten kam die Fußballbewegung in Berlin vorwärts, wo der runde Lederball Mitte der achzi- ger Jahre Eingang fand. Schon bald darauf kam es zu Verbandsgründungen, die aber nur eine kurze Lebensdauer hatten. Um diese Zeit unternahmen die ersten Berliner AuswUhl-Mannschaften schon Rei­sen nach Hanau, Frankfurt, Karlsruhe, Hamburg und später nach Wien, Budapest, Paris und Eng­

land. Die Reichshauptstadt hat damit eine große Aufgabe erfüllt. Ueberhaupt war Berlin bis lange nach der Jahrhundertwende tonangebend im deut­schen Fußballsport.

Diese Epoche schloß die Gründung des Deutschen Fußball-Bundes in Gegenwart von 86 Vereinen ab. Die Bewegung wuchs mit Riesenschritten. Im Jahre 1910 zählte der DFB. schon über 1000 Ver­eine mit fast 100 000 Mitgliedern. Die erste d e u t- sche Meisterschaft wurde 1 9 03 geschaffen, und 1908 kam es zum ersten L ä n d e r k a m p f, bei dem die Schweiz unser Gegner war. 169 Länder­kämpfe sind bis heute ausqetragen, 30 deutsche Meister festgestellt worden. Die Kämpfe um den Bundespokal und heute auch die Tschammer-Pokal- spiele erwiesen sich immer als gute Werbung für den Fußballsport, lieber diese und andere Etappen hat sich der Fußballsport, betreut und gefördert vorn Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibes­übungen, heute zum wirklichen Volkssport entwickelt, dessen Großkämpfe fest im Volke verwurzelt sind.

Sport der HZ. im Krieasjabr 1940.

Soeben wird das umfangreiche Programm des HJ.-Leistungssports für das Kriegsjahr 1940 be­kanntgegeben. Große Veranstaltungen ziehen sich über das ganze Jahr hin. Sie werden eine ausge­zeichnete Kontrollmöglichkeit des Leistungsstandes der deutschen Jugend ergeben.

Zur ersten Veranstaltung kommen vom 18. bis 26. Februar 1000 der besten Jungen und Mädel zu den 5. Winterkampfspielen nach Gar­misch-Partenkirchen. Hier wird auch eine Abordnung der italienischen Jungen mit den Schi- meistern der faschistischen Jugendorganisation einen Länderkampf mit der HI. bestreiten und so die herz­liche Kameradschaft der Sportjugend der beiden be­freundeten Länder unterstreichen.

Nach den Winterkampfspielen werden sich dann die jugendlichen Hallensportler, die Boxer, Ringer, Gewichtheber, Turner und Fechter auf ihre Kampf­spiele vorbereiten, die diesmal in Dresden er­folgen. Auf dem Höhepunkt des Jahres werden auch wieder die Sommerkampffpiele ausgetragen.

Wirtschaft.

Rhein-Maimsche Börse.

Ilcberwiegend fester.

Frankfurt a. M., 24 Jan. Auk Grund wei­teren kleinen Anlagebedarfes der Kundschaft, dem Angebot nur vereinzelt gegenüberstand, nahm auch die heutige Börse am Aktienmarkt einen über­wiegend festeren Verlauf. Die Geschäftstätigkeit blieb allerdings in engen Grenzen, auch waren die Kursveränderungen im allgemeinen geringfügig. Stärkere Abweichungen als 0,50 bis 1 o. H. be­ruhten auf Zufall. So z. B. die 2,50prozentige Stei­gerung von Scheideanstalt auf 234,50, die 4proz. Erhöhung bei Salzdetfurth auf 195, ebenso ander­seits die bis 1,75 v. H. betragenden Rückgänge bei Aschaffenburger Zellstoff auf 160 (107,75) und bei Haufwerke Füssen auf 139,50 (141). Etwas lebhaf­ter lagen Montanwerte, Mannesmann 114,50 bis 114,75 (114,25), Verein. Stahl 105,75 bis 106,25 (105,25), Buderus 101 (100,50). JG.-Farben fetzten mit unv. 170 ein, waren aber im Verlaufe 0,50 v. H. höher gesucht. Autowerte schwächten sich etwas ab, BMW. auf 147,13 (148) und Daimler auf 125,75 (126,50), während Maschinen- und Elektropapiere wenig verändert lagen.

Am Renten markt setzten sich weitere Anlage­käufe fort, bevorzugt blieben Pfandbriefe und Reichsschatzanweisungen. Auch an den übrigen Märkten erfolgten bescheidene Käufe. Liqui-Pfand- briefe jedoch etwas schwächer, Franks. Pfandbrief­bank auf die bevorstehende Auslosung 0,50 v. H. ermäßigt auf 101. Industrie-Obligationen schwankten bis 0,50 v. H., Stadtanleihen lagen behauptet. Reichsbahn-VA. zwar ruhiger, aber nochmals höher mit 127,25 (127,13), hingegen Reichsaltbesitz 140,65 (141). Während Steuergutscheine I unverändert blie­ben, zogen die der Serie II durchweg 0,13 v. H. an.

Im Verlaufe verstärkte sich die feste Tendenz, wenn auch das Interesse auf Spezialwerte be­schränkt blieb, indessen zog der Gesamtmarkt hier­von Nutzen. Gegen den Anfang ergaben sich bei einer Reihe von Werten Erhöhungen um etwa 0,25 bis 0,75 v. H. JG.-Farben stiegen um 1,50 v. H. auf 171,50 und Salzdetfurth ebenfalls um 1,50 vom Hundert auf 196,50. Fest lagen außerdem Kali

Chemie mit 166 (162), ferner nach Pause Mans­feld er mit 191 (188) und Berger Tiefbau auf 143,25

Im Freiverkehr waren Bürbach Kali zu 107,50 gesucht, im übrigen lag der Markt still, aber fest. Tagesgeld unv. 1,75 vH.

Jranffurfer Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 24. Jan. Alle Preise blie­ben gegen den Markt vom Montag unverändert. Tendenz ruhig.

frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a7M., 25.Jan. (Vorbericht.) Der Hauptmarkt für Großvieh und der Nebenmarkt waren hinreichend beschickt. Das gesamte Vieh wurde zugeteilt. Bezahlt wurden für etwa 50 kg- Lebend­gewicht: Ochsen 35 bis 46,50 RM., Bullen 35 bis 44,50, Kühe 16 bis 44,50, Färsen 27 bis 45,50, Kälber 30 bis 65, Hämmel 30 bis 51, Schafe 25 bis 44, Schweine 49,50 bis 55,50 RM.

Hundfunkprogramm

5^eifag, 26. Januar.

6.10 Uhr: Morgengymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7 bis 7.15: Nachrichten. 8: Landvolk, merk' auf! 8.10: Gymnastik. 9.15: Mutter turnt und spielt mit dem Kind:Unser Schneemannspiel". 9.30: Schulfunk (Mittelstufe)Buna in der Erprobung". 10: Frohe Weisen. 10.50: Sportbericht. 11: Konzert. Das große Orchester des Reichssenders Frankfurt. 11.50: Mikro­phon unterwegs. 12: Die Werkpause. 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 13: Mittagskonzert. 14: Nach­richten. 14.15: Der fröhliche Lautsprecher. 15.45: Heimatsprache Mutterlaut (V):Hui Wäller alle­mal". Lustige Geschichten aus dem Westerwald. 16: Nachmittagskonzert. 17 bis 17.10: Nachrichten. 17.45: Klingende Liebesgaben des Reichssenders Frank­furt. Eine fröhliche Stunde bei und für unsere Ka­meraden am Westwall. In Verbindung mit der NS.-EerneinschaftKraft durch Freude". 19.10: Don Berlin: Nach des Tages Arbeit. Dazwischen 19.10: Berichte. 20: Nachrichten. 20.15: Übertragung vorn Deutschlandsender. Dazwischen 22 bis 22.15 und 24 bis 0.15: Nachrichten.

Karl Hofmann, Schreiner i.R.

im Alter von 77 Jahren.

Gießen (Dammstraße 47). den 24. Januar 1940.

402D

Watzenborn-Steinberg. Leihgestern, den 25. Januar 1940.

Die Beerdigung findet Samstag, den 27. Januar, nachm. 2% Uhr statt

404D

Am 23. Januar verschied sanft mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater

Die Beerdigung findet am Samstag, dem 27. Januar, vormittags 11 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.

In tiefem Schmerz;

Ernst und Karl Wehrum nebst allen Angehörigen.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Marg. Hofmann, geb. Schäfer, und Kinder.

Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, am Mittwoch, dem 24. Januar, unsere gute, treusorgende Mutter, Großmutter, Schwester, Schwä­gerin und Tante

Frau Marie Wehrum, geb. Maid

im fast vollendeten 65. Lebensjahre von ihrem schwerem Leiden zu erlösen.

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nach einem arbeitsreichen Leben zu sich in die Ewigkeit zu nehmen.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Fr. Zimmermann und Kinder.

Gießen, den 25. Januar 1940.

Die Beerdigung findet Freitag, 26. Januar, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.

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