Ausgabe 
24.12.1940
 
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Holland «wacht zur Wirklichkeit

Bon unterem ^LRorreiponbenfen.

nredergebrochene Leitung durch etwas Eigenes, cn..... ... ctttinlaohoiivn NlllÜte DOTI Deut-

Paris, im Dezember 1940.

alte Frankreich ist im Sommer

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mehr und mehr, daß der Krieg eines Tages vorüber

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Irrtum. Gefährliches

die Ungeschicklichkeit durch

In mehr als einer Hinsicht hat das Jahr 1940

rnroiri|oiujl Augen die

Notwendigkeit einer Gefmnungssrnruerung gewinnt mehr und mehr an Boden.

dem dieVolksdeutsche Gemeinschaft" angeschlossen wurde, gab die weltanschauliche Ausrichtung. Die deutsche Kunst, die sich im Staatstheater und der Philharmonie des Generalgouvernements und dem Deutschen Theater in Warschau ständige Einrichtung schuf, erlebte unter den hier tätigen Deutschen als Mittler der Heimat höchste Triumphe. Das Gene, ralgouvernement gab dem Reich dafür in giganti- schen Rückführungsprozesien die Volksdeutschen des Lubliner und teilweise Warschauer Landes zum Einsatz in den neuen Gauen. Im Osten stehen die Grundfesten einer neuen Ordnung. Das neue Jahr wartet mit seiner Kleinarbeit, die sich fest an den Unterbau des alten Jahres fügen soll.

Die aus dem Gefühl der Abhängigkeit England gegenüber entstehende Inkonsequenz der dänischen Neutralität führte schließlich am 9. April zur De» setzung des Landes durch deutsche Truppen. Dabei erklärte der Befehlshaber dieser Truppen, General K a u p i s ch , durch einen Aufruf an das dänisch» Dolk, daß die Reichsregierung in Anbetracht der unentschlossenen Haltung der Landesregierung den bekannten englischen Kriegserweiterungsplänen gegenüber d'.e Entstehung eines Kriegsschauplatzes in Dänemark und Norwegen zu verhindern sich ent- schloffen habe.

Mit dem Fortfall der bisherigen Handelsbe- Ziehungen nach Westen machte sich r,"r Dänemark nach der Besetzung nicht nur eine sofortige gründ- legende Umstellung der Wirtschaft auf

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Aus dem Wege zur neuen Ordnung.

Unfere $(uel«n(>sforrefponi>enlen berichten über >ie weUpnliiische Lage an der Zahreawende

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Dänemark vor mnerpolitischen Entscheidungen

Bon unserem Ha.-Korrespondenien.

Ausbau im Generalgouvernement

Bon unserem Ls.-Korrespondenten.

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in Sicherheit zu bringen.

In atemberaubendem Tempo ging damit Die Entwicklung weiter, und mit der Kapitulation der holländischen Armee begann sich auch hier rasch zu zeigen, daß weiten Kreisen des niederländischen Volkes bei der von der Regierung betriebenen Po- litik nicht wohl gewesen war. Das Volk fühlte sich verraten von seiner Regierung, verraten aber auch von dem englischen Duwdesgenossen, dessen Hilfe ausgeblieben war. Die korrekte und in jeder Be- Ziehung tadellose Haltung der deutschen Desatzungs- truppen trug nicht wenig dazu bei, auch in Gehir­nen, die dem Phrasennebel der britischen Propa-, ---- - -- ------

ganda zum Opfer gefallen waren, Aufklärung über Schließlich aber erwartet man auch in Holland den wahren Stand der Dinge zu schassen. m,. s -

Sehr schnell stellte sich heraus, daß Holland selbst ist und die Zeit nach dem Kriege einen gewaltigen infolge der Vergreisung seiner politischen Struktur ' Wirtschast-aufschwung mifbnngt, von dem man sich und seines Parteiwesens nicht imstande war, die > nicht gern ausgeschlossen sehen mochte.

Hauolichc-Nieuer- Dr .Trtefcn® tBdbeie axaje Gteueeittetti be» Haupnan «ellea Srust Blumftfiptn. üteianiroortn* frt fcitti untz Biiver Dr >tr. W- Lange für da» Fen».!e«on: Lr. Han« fti Stab' Sieben. Provinz tBirt thü. n. Sport: fcna <i.um»che r.

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Das Ereignis, das bestimmend war für das kLickfal dieses Raumes der Feldzug der 18 Iige - gehört dem Jahre 1939 an Das ver.los- leie Jahr stand unter deutscher Führung und b,achte keine Katastrophen mehr. Das Geschehen ttiroe in aufsteigender Linie diktiert von dem Der- flQnungswerk des Generalgouvernements, das Die troßen Linien des Aufbaus verfolgen laßt. Die katsche Post Osten und die Ostbahn waren zuoer- Hige Mittler des Verkehrs. Darüber hinaus -- ein bmbol für die Sinnlosigkeit der englischen locfflöe bewältigte Die Ostbahn Den ständig roi- luben Warenaustausch mit Sowietrußla^). Die kihasfung Der Emissionsbank gab Dem General- (puncrnement eine gesunde Währung, die im festen hüs zur Reichsmark steht, ff unD Polizei stell- hi die öffentliche Sicherheit wieder her. Erfolgreich 6ir der Kampf mit Schleichhandel und Prew- , llucherei, um der durch Die Ankurbelung ber M in Arbeit gebrachten Bevölkerung er ragliche liLensbedingungen zu fcha ien. Der ^^utsmarkt .bis Reiches wurde durch Vermittlung von Arbeits- Ihnften entlastet. Auf weite Sicht berechnet ist die i lliistellung des Schulwesens auf Handels- und fach- , line Schulung. Die im Laufe des Jahres erfolgte Ausschaltung des jüdischen Elementes war für die eauberun9 Des Handels und Herbeiführung em- kii-rmalen GesunDheitszustandes von lno^blichec Ihbeutung. Der Kampf mit Seuchen wurde durch llin-.nimifungcn non in birfem ®ebteiftmtiigen [ Humpen erfolgreich. Der öffcnttidjen Fürsorge mur Ibr Mittel in die Hand gegeben, dl« sie Air p°> Ischen Zeit nie balle. Die Sozialoechchcruiigskasfen buten au» oölligem Chaos .hre Leistungen au \ I e Ernährung des Generalgouvernements ist durch

ne zufriedenstellende Ernte, ®rn.te(tiliy"® au- llnbaulenfung bei sparsamer Bewirlfchastung aus Igenet Straft stchergestellt. Beginn dieses grasten tnupragramms und der iDleliorahonen

k bs sprichwörtlich schlechten polnischen Slrastennetzes I fihrten aus Planungen in die von Deutsch

I stimmte Wirklichkeit.

sich mit Dem größten Teil der schweizerischen Presse über Den Parteien-Kuhhandel bei den Bundesrats- wählen aufregte, schrieb am 10. Dezember unter anderem:Der Bundesrat wird dadur^ **ut an Autorität gewinnen. Man macht sich zym^. , Die öffentliche Meinung lustig. Dies sind Dinge, zu der DerCourrier De Gsnöve" hnHo-

Die Leute von ...... ....

gehalten. Der Versuch, den Widerstand des Parla-

an Dem 1»»*-r- ----

einmarfchierte. Daß es nicht anders ging, daß von deutscher Seite dieser Schritt getan werden mutzte, war damit erhält dieses Ereignis seine historische Bedeutung für die Niederlande nicht die Folge eines jähen Bruches in einer Entwicklungslinie, son­dern das Endergebnis dieser Entwicklung. Auch holländische Blätter haben in Den Betrachtungen über dieses Ereignis darauf hingewlcfen, daß Die Niederlande Den »Versuch gemacht hatten, ein Leben am »Rande oder gar außerhalb der euro- päischen Entwicklung zu führen: und dieser Versuch war gescheil-ert, weil er scheitern mußte. Einen gro­ßen Teil des Vorwurfes dafür, daß man dies nicht erkannt hatte, trifft jene Kreise >.n den Nieder- landen, die sich von der intensiven englischen Ein­wirkung dazu hatten verleiten lassen, das zu glau­ben, was sie sich wünschten. Im Solde der britischen Stimmungsmache war eine große Gruppe Der nie­derländischen Presse eifrig bemüht, das öffentliche Gewissen des holländischen Volkes einzuschlafern und es glauben zu machen, man könne wie 1914/18 ohne Geiahr das Sviel Englands spielen, wenn man nur genügend auf bie englischen Wünsche Paginae. England würde bann unter Einsatz seiner Macht- mittel hinter Den Niederlanden stehen: keinem Hol­länder würde etwas geschehen, und man wi^rde noch in großem Umfange dabei verdienen können. In Dem Deutschen »Weißbuck, das seinerzeit Die deut­schen Maßnahmen begründete, ist eindeutig feftge- legt, welche Rolle bie für bie bamalige Politik der Niederlande verantwortlichen Stellen spielten, und wie leicht es ihnen noch bis zur letzten Minute ge­meßen wäre, Verluste und Blutveraiehen zu verhin­dern. Man hat unter dem Einfluß Englands in Holland nicht das Nötige getan, und so mußte das Volk der Niederlande die Folgen tragen, während die Verantwortlichen es verstanden, sich rechtzeitig

besetzten niederländischen Gebiete. Einige deutsche Generalkommissare wurden ihm an bie Seite ge­stellt. Diese Führung arbeitet wirksam mit bem hol­ländischen Behörden-Apparat zusammen: wie weit auch die schöpferischen Möglichkeiten bieser Zusam­menarbeit gehen, beweist am besten bie Schonung ber beiden neuen Ministerien für Kultur- und Volks­aufklärung im November dieses Jahres, we.chr ausschließlich von Niederländern Geleitet werden.

Der Apparat spielte sich sehr rasch auf dieser Sa­fis ein. Eine ganze Reihe einschneidender Maßnah­men kam zur Durchführung, durch Verordnung wurde die Gestaltung der Löhne, Gehälter und Ar­beitsbedingungen, die Preiskontrolle, die Ueber|id)t über den Besitzwechsel bei Grundstücken und ähn­liches mehr durchgeführt. In diesem Winter ver­fügen die Niederlande über eine großzügig geplante und durchgeführte Winterhilfe, und der niederlän­dische Arbeiter findet in dem WerkFreude und Arbeit", das auf die persönliche Initiative des Reichskommissars zurückgeht, ähnliche kulturelle und soziale Möglich'eiten, wie bei den entsprechenden Organisationen anderer Länder. Tatkräftige Unter­stützung leihen bie deutschen Behörden weiter bei der Lösung der vielen Probleme Des Wiederauf­baues und bei ber Beseitigung Der »Arbeitslosigkeit.

Der Holländer selbst betrachtet Den Gang der Dinge vorläufig zum Teil noch mit gemischten Ge­fühlen. Das kalte Bad der jähen Aufklärung über das, was England wirklich von den Niederlanden wollte, war verhältnismäßig kurz, die militärischen Ereignisse zu rasch vorüber, als damit eine gewisse Selbstgenügsamkeit und Selbstzufriedenheit hatte völlig abgespült werden können. Der Glaube, daß man als ein Land mit einem Kolonialbesitz, ber die Größe bes Mutterlandes beträchtlich übertrifft, sich praktisch außerhalb der europäischen Fragen als gut verdienender Zuschauer halten könnte, war zu bequem, zumal man seit Generationen an ihn ge­wöhnt war, als daß man ihn so leicht aufzugeben bereit wäre. Er kommt hinzu, daß zwangsläufig die Zeiten hart sind, daß Privilegien zusammen- brechen, die gewisse holländische Kreise als ihr gutes Recht sich anzusehen gewöhnt hatten, und so fehlt es natürlich an Leuten, die Den guten alten Zeiten nachtrauern, nicht. Aber allmählich wächst die Zahl der Stimmen, die auf Die vielen Bande geschicht­licher, blutmäßiger und wirtschaftlicher Art zwischen Deutschland und den Niederlanden Hinweisen.

Jür das alte Frankreich ist im Sommer Hit,es Jahres eine »Wett eingestürzt, und für Die f^lt ist im Jahre 1940 Das Frankreich Der Dritten ftipubUf zu Grabe getragen worden. Sie ist nicht gvz fiebrig Jahre all geworden. Der militäri|d)e ^ummenbruch beftimnue wie ein Naturereignis H Untergang Der Dritten Republik. In Der Ge- ichchte aller Zeiten wird Die Waffentat, Die Das Kit|d?e Heer in Den wenigen »Wochen zwischen Dem 10. Wai und Dem Abschlag Des »WaslenstillstanDes fctDe Juni - vollbrachte, als unvergängliches »Ruh- n.sblott verzeichnet fein. Die Deutsche Führung jklist hat ihrem Gegner Das Zeugnis ausgestellt, ho; er sich militärisch gut geschlagen hat. Aber poli- lih hat Der Zusammenbruch einen feit Jahrzehnten im französischen Volk wuchernden Krankheitsprozeh zu akuten Krise geführt; Die JnfektionshcrDe sollen ^gebrannt werden. Mit einem Schlag ist Das Rxnfreidj berliberte, ^galite, fraternitä hinweg- riegt worben DieRepublik Der Kameraden" ist rillt mehr. Alle bie Dinge, ohne Die Der politische iirieb Frankreichs nicht mehr Denkbar schien. Die >Lwüchse ber Demokratie, Der überspitzte Parla- Wntarismus mit seinen Begleiterscheinungen Der frruption. Die unsichtbare Herrschaft von Juden uri Freimaurern, Die verhängnisvolle Beherrschung öffentlichen Meinung Durch Die m ihrem und Alands Sold stehenden Kriegshetzer, alles das ist 8rl einer eifenftorten Gewalt beiseitegeschoben färben. Marschall Pötain und seine Mitarbeiter hi)en vor der schweren Aufgabe, bem Lande bie utie Verfassung zu geben. Die bem neuen, Europa hi'chwehenden Geist autoritativer Führung von faat und Volk entsprechen und zugleich Frank- pchs Einbau in bas neue Europa ermöglichen soll.

Genf, im Dezember 1940.

Die Schweiz hat in den kurzen Monaten vorn Mai 1940 bis zum Jahresschlsß auf vielen Gebieten eine Entwicklung Durchgcmacht, wie andere eure- päische Staaten in den langen Jahren von 1914 bis 1940. Die bis letzten Mai als Friebensmiel so viel beneidete Eidgenossenschaft steht heute vor zum Teil schwierigeren Problemen als Die Krieg- führenden auf dem Kontinent selbst. Die große Wandlung setzte mit dem 10. Mai ein, als bie zweite Generalmobilmachung tief in das Leben des schweizerischen Volkes und die Wirt­schaft der Eibgenossenschaft eingriff. Die zweite große Etappe dieser Entwicklung brachte Der K r i e g g . eintritt 3taliens. 9n Diesem Augenblick stell­ten sich für bie Eidgenossenschaft brennende Pro- bleme der Versorgung: nur wenige Tage später, am 14.Juni, fielen Die erften eng­lischen Bomben in Genf und Lausanne, for­derten fünf Tote, viele Verletzte und Sachschaden, der in bie Millionen ging. m. . ,

Am 25. Juni nach Der vollständigen Niederlage Frankreichs und der Sicherung des Kontinents durch die siegreichen deutschen Waffen, hielt der Bundes­präsident der Eidgenossenschaft eine bemerkenswerte Ansprache an das schweizerische Volk mit dem Hm- weis auf Den Ernst der Lage, mit einer Mahnung zur Ruhe und mH ber Ankündigung, daß mit Den altväterlichen Gewohnheiten gebrochen werden müsse. Seitdem brach in der Schweiz mehr und mehr Die Erkenntnis durch, daß sich in Europa etwas Neues ereignete, und daß die Schweiz, die nicht mehr wie bisher zwischen zwei an ihre Gren­zen stoßenden Mächtegruppen lavieren konnte, ir­gendwo den Anschluß an bie neue Orb- nuna finden müsse. Selbst die Presse machte sich plötzlich zum Sprecher dieser Auffassung, die beson- ders in Gestalt der Parole nachneuen Mannern nach bem Verlust bes Bundesrats Obrecht laut

Tausende und aber Tausende der ^iMonem r.eoölkerung haben im verilossenen Jahr durch

nt Mn, uni erleben mit -igenen Au^n b khitigung sozialer RüMändigkeiten. Am Schlüsse Ws arbeitsreichen Jahres kann mcm sagen. Daß sch das Generalgouvernement als^Vorst. g ei fnimftätte der polnischen Bevölkerung

Großdeutschen Neiches durchgesetz^ ^^lugust tlurde auch nach auzenhm durch 6ter nemrntw tlfolgtc - Nammgebi'.ng 00ü,

r-dNegierung Des Generalgouvernements vou- zgen. e

In das verflossene Jahr Mt Die ^«^Nittgabe -Institutes für deutsche OftarbeibeH n '-den wiffenschattlicher Forschung p^kMcye < ng aller hier einpefefeter Deutschen 'st. ArA' tsitsbercid) Generalgouvernement der wowup

Vber in Der Schweiz erwartete schnelle Sprung über Den Kanal nicht kam, setzte einer uef lauf tge Bewegung ein. Die Presse, Deren führendes Thema bisher dieNeuordnung Kontinental-Europas war, glaubte wieder auf bie britische Karte, und zwar sckon aus sogenannten ,;Neutralitatsrucksichten eben zu müssen, lieber biese Entwicklung setzte ein Sturm ein, der an den Deutel und an den Magen ging Die britische Blockade wurde infolge des Kriegseintrittes Italiens für die Schweiz immer verhängnisvoller. Die von der EiDgenossenlchaft ge- charterten Transportschiffe mürben in ©ebraltar zurückgehalten. Nach allgemein vorsichtigen Ratio- nierungen wurde im Oktober imklassischen But- terlanb* selbst die Sutterrationierung elngefuhrt.

traten die ersten Runs ein. Der Sturm Begann auf Die L bensmittel-ne-schäfte und setzte sich auf Die Tertil-, Schuh- und S-ifengeschatte fort: eine Folge n:d>t nur ber erwarteten allgemeinen Rationierung, fnnbern auch Der steigendm Nervosität.

Das alles sand feinen Niederschlag in Dem Wach­sen nationaler Parteien, wobei die Luflösung der Nattonalen Bewegung das größte Aufsehen auch im Ausland erregte. Es begann sich zum erstenmal erschreckenb zu zeigen, was bieGazette be Lausanne" am 10. D-zember einenGraben ^jschen Parlament und Nation- nannte, Der sich

bitterter Gegner der Regierung auf, sondern auch innerhalb ber Sammlungsregieruna zeigen sich antiparlamentarische Strömungen. Wesentlich wirb noch immer die Klärung des Derhältniffes der Masse zu Den Neuen Staatsgedanken vermißt, wie die sich mehr und mehr in Europa zeigen. Indessen wanken bie Parteidoktrinen, und bie Erkenntnis Der

Das Ende der drillen Republik

Bon unterem Kl.-Konewondenlen.

-ch nicht Oeffentlichkeit nach neuen Männern von Format lisch über und dem Bestreben des Parlaments nach Leuten ~ von Mittelmäßigkeit zeigen, wie bie Presse es im Vier be° Genöve- geschrieben hatte: übrigen eingesteht, baß in ber Schweiz alles noch Format werben systematisch fern- im Fluß ist, daß man zum großen Teil bie 3 e 11 - - - 22" '' " noch nicht verstauben hat, aber baß, rote ber

mentft 7u"brechen,'"stoßl'äuf eine Mauer", sührte bisherige Verlauf es gezeigt hat, auch hier Die Zeit bas gleiche Blatt in einem vielbeachteten Kommen- wie anderwärts in entscheidender Stunde Der ent- » parlamentarische Welt übertrumpft Wicklung ihren Charakter aufdrücken wirb.

Die Schweiz aus der Suche nach dem Reuen

Don unserem E. A.-Korrespondenien.

Warschau, Im Dezember 1940.

Aufbau stand über bem Arbeitsprogramm ber hutschen Führung Des Generalgouvernements im -hre des deutschen Schicksalskampses 1940. Wäh. tni> das deutsche Schwert im Westen heldenhafte kege erftritt, wurde im Osten Die vom Führer zur sttfaabe gestellte Befriedung in die Tat umgesetzt, s ber geschichtlichen deutschen Leistung im Raume V Weichsel kam Die Deutsche Arbeit unserer Tage, d dieses Gebiet vor bem Chaos rettete. Die beutsche Ciftung im Generalgouvernement hatte deshalb Errichtung auf weite Sicht. Sie beschränkte sich nifct auf Beseitigung von Zerstörungen des Kne- Bis unb Ingangsetzung der Verwaltung und Wirt, ftoft, sondern war wie sich Der Generalgouver- nur in einer seiner ReDen ausDrü tte in ihren twicklungstendenzen von Drei Faktoren beherrscht: l hm Krieg, ber Verbundenheit bes Generalgouver- I nments mit Dem Reich und der Berücksichtigung I k Bedürfnisse des Reiches im Hinblick auf Die Ziehungen des Reiches mit bem Generalgouoer-

Kovenhagen.im Dezember 1940. | Deutschland nottoendlg, man entschloß sich auch . , , . ... e.. gleichzeitig, die wiederholt geforderte Regie-

In mehr als einer Hinsicht hat das Jahr 1940 rimgsumDilbung durch Aufnahme von fe für Dänemark eine geschichtliche Wende bedeutet,; 3n)ej beratenden Ministern der Oppositionsparteien Deren innenpolitische Auswirkungen noch nicht ab- Venstre (Bauernpartei) und Der Konservativen vor- geschlossen sind, das Heroorgehen eines neuen Däne- ^nehmen. Diese Lösung, die sich sehr schnell als mark jedoch in absehbarer Zelt erwarten ivssen. burchaus unbefriedigend erwies, wurde am 8. Juli Der WiBifch, die J'olierung des CanDe^ aufrechtzu- Cjner Revision unterzogen, indem Außenminister erhalten, erwies sich als unerfüllbar. Dafür gelang Munch von feinem Posten zurücktrat unb es burch die Entscheidung des 9. April, bas Dänische bur£t Scavenius abgelöst mürbe, während Dolk vor ben Schrecken bes Krieges zu bewahren. Staatsminister S t a u n i n g bie Führung behielt. Di» Neujahrserklarungen ber beiden verantwort- Außerdem erfolgte bie Freigabe meorrer rcr- liehen Leiter ber bönischen Politik, Ministerpräsi-, posten ber beiden Regierungsparteien, so bah bas bent Staun ing und Außenminister Munch, Kabinett vier Sozialdemokraten, je zwei Mitglie- zur Jahreswende 1939/40 brachten ben Willen der der der Demokratischen Partei, ber konservativen Regierung zu einer klaren Neutralitätspolitik zum unb ber Bauernpartei urnfaat, sowie zwei Jliajt- Ausbruck, wie auch bas Kommunique ber Kopen-1 Politiker. In ferner Antrittsrede b-tonte Der neue Hagener Außenministertagung vom 25. Februar. Außenminister bie Notwendigkeit der Zusammen- neben der Betonung einer skandinavischen Solibari-1 arbeit Dänemarks mit Großdeutschland bei der Neu- tat zwischen Dänemark. Schweden unb Norwegen ordnung Europas. Kurz banach vollzog Scavenius das Festhalten am Neittralitätsprinzip berührte, den Austritt Dänemarks aus der Genfer Liga. Zu gleicher Zeit glaubte man jedoch feine Zuge-1 $ag Kabinett Stauning-Scavenius sieht sich am Hörigkeit zur Genfer Liga aufrechterhalten zu muf- Jgh^esende vor ernste innerpolitische Entscheidun- sen, wiewohl keine Zweifel über den elnfeittgen gestellt. Denn nicht nur die »Nationalsozialist fche Charakter der von den Westmachten beherrschten snQr^ej Dänemarks unter Clausen tritt als er- Institution möglich waren. ~ * - r f" Jt

Die neue Derfasiung zeichnet sich in ihren (JrunD« zügen mit ber Betonung ber berufsständtgen »Ver­tretung, der Neueinteilung Frankreichs in zwanzig Wirtschaftsbezirke, Der Ausschaltung Des Klassen- tampi2s unD Die Verankerung Des Prinzips Der Ver­antwortung bereits ab. »Aber es wirb noch ein wei­ter, schwerer Weg zurückzulegen sein, bis bie Ge­bauten im »Volk, bas bisher so gänzlich anbers ye- arteten Einflüssen ausgesetzt mar unb erst allmäh­lich bie Tragweite ber Ereignisse bes abgelaufenen Jahres begreifen muß, Wurzel geschlagen haben werben. Die Schuldigen an Krieg unb Zusammen­bruch, bie Blum, Paul Reynaud, Daladier usw. sollen zur Verantwortung gezogen werben: aber es werben noch viele personelle Deränberungen vor­zunehmen sein, befonbers auf bem Gebiet ber Jugenberziehung, um eine Front von Menschen zu schaffen, bie mit innerer Ueberzeugung hinter Dem Wirken von Pötain stehen.

Deutschlanb gibt Frankreich großzügig unb unter Verzicht auf kleinliche Racke für bas von Den ein­stigen Machthabern angestrebte Dernichtungswerk die Möglichkeit zum Neuausbau, währenb es selbst noch Den Kampf für Die Befreiung eines neuorga­nisierten Europas von englischer Dormunbschaft fort- setzt. Die geschichtliche Begegnung von Montloire zwischen Dem Führer unb Marschall Pötain Ende Oktober hat bie Möglichkeit Der Zusammenarbeit eröffnet. Diese Zusammenarbeit kann für Frank­reichs Regierung sonst kaum zu bemältigenDe Auf­gaben, besonders auf wirtschaftlichem und finanziel­lem Gebiet, erleichtern. Die Mitwirkung deutscher Industrie-Unternehmungen z. B. bei ber Umstellung wichtiger französischer Betriebe auf neue Werkstoffe, die durch bie englische Blockade nötig ist, weift ver­heißungsvoll in die Zukunft.

h sonst kt r itiie Don l :n. Der L i leiste bm ! unb fcttj fenstoe il! fe eroleü.3 erleben ß«n| iW

nach Dem gleichen führenden schweizeri-schen Blatt Spiel! Zwischen dem Dolk und feinen Reprafen- anläßlich der Ersatzwahlen für die am 9. November tonten tut sich ein täglich tiefer werdender Graben demissionierten Bundesräte Minger und Bau- auf. Muß man verzweifeln? Es vollzieht sich un- ma nn vergrößerte. Dasselbe Lausanner Blatt, bas fehlbar ein Bruch zwischen bem Regime, bas geht, sich mit bem größten Teil Der schweizerischen Presse und dem, bas kommt "

- - - - ' - ' t ? - ........... Die Dundesratswahl vom 10. Dezember, ihr Hm

unb Her unb ber Gegensatz zwischen bem Ruf ber

Den Haaa, im Dezember 1940. itwuujjcuiuuju« -----

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