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Gietzener Anzeiger

^sssl^, General-Anzeiger für Oberhessen *ässs*

Antonescu beim Führer

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gehörige der Eisernen Garde eingefunden hatten.

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Durch das Schicksal an DeuWIond gebunden

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Vertin, 22. Jtoo. (D)tB.) Der Führer emp­fing am Frettagnachmlttag in der Neuen Reichs- kanzlei in Gegenwart des Reichsministers des Aus­wärtigen von Ribbentrop den rumänischen Staats­führer General Antonescu zu einer längeren Aussprache, die im Geiste des zwischen den beiden Staaten bestehenden herzlichen Einvernehmens ver­lief. Anschließend stellte General Antonescu dem Führer den rumänischen Außenminister Prinz S t u r d z a vor. Line Abteilung der ff-Cdbftan- darte erwies bei der An- und Abfahrt die militä­rischen Ehrenbezeigungen.

Bald nach seiner Ankunft in der Reichshauptstadl hatte Antonescu im Lhreufal Unter den Linden einen Lorbeerkranz niedergelegt, deffen Widmungs- fchleife in den Farben blau-gelb-rot die Inschrift trug:Den deutschen Helden Der rumänische Staatsführer-. 3n seiner Begleitung befanden sich Außenminister Prinz Sturdza, der rumä­nische Gesandte in Berlin Grecianu. der Kom­mandant von Berlin, Generalleutnant S eiff er t, und der Chef des Protokolls Gesandter von

Unser Bild zeigt General Antonescu (in der Mitte) während der Kranzniederlegung am Ehrenmat. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Zu Ehren des rumänischen Staalsführers und des rumänischen Außenministers gab Reichsaußen- minister des Auswärtigen von Ribbentrop am Freitagabend einen Empfang im Hotel Adlon, an dem die übrigen Mitglieder der rumänischen Delegation, der rumänische Gesandte in Berlin, Staatssekretär Dimitriuc und Gesandter Baler Pop, die beide in besonderer Mission in Ber­lin weilen, teilnahmen. Auch der japanische Bot­schafter in Berlin, kurusu. der italienische Bot­schafter B u t i. der sich gegenwärtig in Berlin auf­hält. der ungarische Gesandte S z t o j a y und der italienische Geschäftsträger Botschaftsrat Jam­boni waren zugegen. Deutscherseits nahmen teil. Generalfeldmarschall Keitel, Reichsorganlfations. leiier Dr. Ley, Reichsleiter Bouhler, Reichs- preffechef Dr. Dietrich, Reichsminister Dr. Lam­mers, Staatsminister Dr. Meißner. Staats­sekretär von Weizsäcker, Botschafter Ritter, Chef der Ordnungspolizei, General Daluege, ^-Obergruppenführer heiß meyer, Staatssekre­tär Bohle, Staatssekretär Keppler, ff-Ober­

in a n, Ungarn wolle den Angehörigen der deut­schen, slowakischen, rumänischen und ruthenischen Volksgruppen Gelegenheit bieten, Unterricht in ihrer Muttersprache zu erhalten Das Beispiel der Siebenbürger Ungarn, die bei ihrem Volks­tum ausharrten, bewies, daß man niemand feiner Nationalität entkleiden könne.

Der slowakische Ministerpräsident kommt nach Berlin.

Berlin, 22. Rov. (ORB.) Auf Einladung der Reichsregierung wird sich der slowakische Minister­präsident und Außenminister Professor Dr. T u k a binnen kurzem zu einem Besuch nach Berlin be­geben.

Der c^enat von Uruguay gegen Errichtung von Stützpunkten.

Montevideo, 22 Nov (Europapreß.) Nach rund achtstündiger, teilweise sehr erregter Sitzung hat der Senat von Uruguay mit 25 gegen eine Stimme d i e Errichtung von Stutzpunk­ten a b g e l e h n t. Die Erklärung des Senats hat folgenden Wortlaut:Nach Anhören der Erklärung des Außenministers erklärte der Senat Uruguay«, daß er kein Abkommen über Luft- oder Flot-

geburt Europas und damit auch die Lebensinter­essen der rumänischen Zukunft gesichert sind. Eine solche Reise ist heute ganz anderer Art als jene er- n;ebrigenben Reifen unglückseligen Angedenkens ber einstigen politischen Potentaten Rumäniens. Sie entspringt einem neuen Glauben unb einer neuen Mentalität. Es handelt sich 1. um den dauernden Verzicht auf das Ziel des Gleichge­wichtes deshalb die Notwendigkeit unterer Eingliederung in ein festes und aufrichtiges außen­politisches System und 2. um den Verzicht auf eine politische Gefühl Stetigkeit und auf die Gefahr eines schandvollen Opportunis­mus deshalb die Notwendigkeit einer reali­stischen aktiven Politik General Anto­nescu wird in d-r Reichshauptstadt zeigen, daß Ru­mänien durch bas Schicksal an Deutsch- lanb gebunden ist und um den Preis feines Lebens diese Derb'ndung aufrecht erhalten unb an der Aufrichtung der neuen Ordnung teilnehmen wird "

Unterricht in der Muttersprache der VolkSaruppen.

Budapest, 22. Nov. (DNB.) Im ungarischen Abgeordnetenhaus erklärte Kultusminister ho-

Ser Wehrmachlbencht vom Freitag.

Berlin, 22. Rov. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Luftwaffe führte auch in der Rächt vom 20. zum 21. erfolgreiche Vergeltungsau. griffe gegen London, Birmingham und andere Rüstungswerke in Mittelengland sowie gegen Hafen­anlagen und Bersorgungsbetriebe in S öben g- land. Zahlreiche Brände waren die Folge. 3m Laufe des 21.11. wurden im Zuge der bewaff. neten Aufklärung London und kriegswichtige Ziele in Süd- und Südostengland mit Bomben belegt. Eisenbahn- und Fabrikanlagen erhielten Treffer. Das verminen britischer Häfen wurde fortgesetzt.

In der Rächt vom 21. zum 22.11. flogen keine feindlichen Flugzeuge in deutsches Reichsgebiet ein. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt.

Dänemark plant eine Bahnlinie über Fehmarn-Belt.

Kopenhagen, 23. Nov. (Europapreß.) Im Folketing brachte der dänische Verkehrsminister d.'N Vorschlag zur Errichtung einer Eisenbahnverbin­dung SkandinavienDeutschland über den Feh- marn-Belt ein Der Plan sieht eine 37 Kilometer lange Eisenbahnlinie vori Nykoebing (Falster) nach Roedbyhaoen unb geeignete Fähranlagen am Feh- marn-Belt sowie eine neue Eisenbahnbrücke vor Die Gesamtkosten sind auf 27,5 Millionen Kronen errech­net worden. Die neue Verbindung würbe eine Ver­kürzung ber Reisezeit von Kopenhagen nach Ham­burg um bie Hälfte ermöglichen Die Reisedauer von Schweben nach Deutschland würde ebenfalls bebeutend herabgesetzt werben. Gleichzeitig würde eine Entlastung des Reiseweges über GjedserWar­nemünde und den Großen Belt erfolgen. Mit fünf­zig Minuten Ueberfahrtszeit gegenüber zwei Stun­den auf ber Strecke WarnemündeGjedser würde die neue Route außerdem im Güterverkehr erheb« 'liche Verbilligungen mit sich bringen.

Außenminister Guani das Mißfallen des tzenats zum Ausdruck gebracht.

tenstüNpunkte die bie nationale Hoheit Landes beeinträchtigen, unterstützt noch annimmt" Bei dieser Gelegenheit wurde Dem

Doernberg. Eine Kompanie des Wachbalail- gruppenführer Lorentz, General der Artillerie Ions war vor dem Ehrenmal aufmarschiert, wo sich I^del sowie wettere Vertreter von Staat, Partei auch Mitglieder der rumänischen Kolonie und An- und Wehrmacht.

eingetroffen sind, enthalten Material im Sachwert von 1,5 Millionen Lire für die Graziamschen Front­truppen, darunter 120 000 Liter Wein, 70 WM) Büchsen Fruchtkonserven, 100 000 Büchsen konden­sierte Milch, 20 000 Flaschen Bier (Bier ist in Ita­lien nicht, wie bet uns. National-, sondern Luxus- getränt; Nationalgetränk ist ber Wein), 10 000 Flaschen Kognak unb Likör, 400 Kisten Zitronen, 3000 Trikots usw usw. Was von bieten Kostbar­keiten für bie Truppen ber Wüstenarmee, bie ihnen zusätzlich Aur Normaloerpflegung zugeführt werden, nicht gratis verteilt wird, kommt weit unter Preis durch fliegende Händler an ber Front zum Verkauf Die Preisdifferenz tragen OND. und Partei; OND allein steuerte dafür bisher eine Million Lire zu, die Partei 600 000 Lire, die den faschistischen Par­tei-Organisationen in Tripoli, Bengasi Mesuraba. Demo und anderen Orten mit dem Auftrag zugc- leitet wurden, dafür Wäsche, Unterzeug, Hemden usw anzukaufen und Melchiorre für bie Front- truppen Grazianis zur Verfügung zu stellen. Sta­llen muß in biesem Kriege an vielen Fronten kämpfen. Was hier aufgezählt wirb, dient nur der Betreuung einer einzigen dieser Fronten.

B u k a r e st , 22. Nov. (DNB) Zur Reise des , rumänischen Staatsführers nach Berlin erklärt das

zeigt, rief der Urlauber feiner Begleiterin zu: Mein Gott, die haben ja Wasser!" Dieses kleiye Erlebnis führte bereits mitten hinein in die beson­deren Schwierigkeiten des Graziani-Feldzuges gegen die Engländer in Aegypten, die sich den 600 Kilo­meter breiten Wüstengürtel, ber Aegypten von Li­byen trennt, als Vorfeld unb Schutz gegen bie heranrückenbe italienische Armee zunutze gemacht haben.

Wasser, Straßen, Häuser, Bäume, Sträucher, Gras, Gräben, Nahrungsmittel, Menschen, alles, was ber kämpfenben deutschen Truppe in Feindes- land Erfrischung, Hilfe, Schutz, Deckung, Verkehrs- mögllchkeit bietet und ihr selbstverständlich ersehe." . das hat der Italiener an ber Aegyptenfront zunächst Leiber nicht. Was er mehr hat als sein deutscher Kamerad in Polen und Frankreich, das ist die brütende Sonnenhitze von 50, manchmal 55 Grad; man kann nicht sagenim Schatten", denn Schatten gibt es in der Wüste nicht ober nur bei Sonnenaufgang und -Untergang. Er schläft und hält sich tagsüber auf in einer Sandkuhle, in der ihn bie Sonne erbarmungslos von oben beglicht und die nächtlich um 25 Gräd absinkende Kuhle ihn frieren läßt. Zum Trinken und Waschen bekommt er einen Liter Wasser, das Hun­derte von Kilometer durch Transportautos heran- geschafft wird; wer nahe der Küste ist, kann ge­legentlich im Meer baden. Straßen muß sich der Armeeführer erst f e I b ft bauen, um den Nach­schub nach jedem größeren Vorstoß sicherzustellen, ohne den ein Verbleiben der Truppe auf dem er» oberten Gelände und jeder Gedanke an Offenstv- iortsetzung unmöglich find. Inzwischen muß die Truppe unter den unvorstellbarsten Entbehrungen monatelang in der Wüste ausharren, um das er­oberte Gebiet gegen ununterbrochene feindliche Gegenstöße zu halten und den rückwärtigen Drgani- fationsbebürfniffen ber Armee die notwendige Zeit zur Aufsührung zu garantieren, hunderttausend führen in dieser Zeitspanne ein fast unerträgliches, nur durch die Willensstärke jedes einzelnen und den Geist, der Führung und Truppe dieser Gra- ziani-Armes beseelt, durchgehaltenes Wüstendasein, dem gegenüber bie frei beweglichen Nomaden ein beneidenswertes Leben haben. Man muß sich vor Augen halten, daß ber Versuch Grazianis, Aegyp­ten von W e st e n zu erobern, ber e r ft e feiner Art ist, den die Weltgeschichte kennt. Aegypten ist stets nur von Osten ober Norden, niemals von Westen her besetzt worden, weil allen Heerführern der Geschichte die libysche Wüste, die sich in 600 Kilometer Breite unb mehr zwischen ben Nil unb bie Cyrenaika schiebt, als undurchdring- lich erschien. Infolgedessen sind auch die Stra­pazen jedes einzelnen Teilnehmers an diesem Feld» zug erstmalig und einmalig.

Daß Grazian, unter solchen Umständen großen Wert auf bie geistige unb moralische Betreuung feiner Armee während der zwangsläufig großen Pausen zwischen den einzelnen Operationen legt, ist erklärlich Der Mann in der Hitze ber vorder­sten Sandkuhle muß nicht nur feinen einen kost­baren Liter Wasser unb fein Brot, sondern auch ein Minimum von geistiger Nahrung, von Ver­bindung und Verbundenheit mit ber Heimat habend soweit menschliche Kraft und militärische Organi­sationskunst ausreichen, ihm dies zu vermitteln. Aus dem Minimum ein Mehr unb womöglich ein Maximum zu gestalten, das ist der Befehl, ben Graziani einem hierfür besonders befähigten Offi­zier seines Stabes erteilte, an besten Organisations­talent er die höchsten Anforderungen stellt. Denn Graziani macht nirgends halbe Arbeit. Er bereitet gründlich vor. läßt sich dafür die notwen­dige Zeit; jede notwendige Arbeit rorrb vollständig getan. Dann aber wird eines Tages blitzschnell zu- geschlagen, unb ehe der Gegner zur Besinnung kommt' ist er über den Haufen gerannt, geschlagen, vernichtet.

Für ben Sonderzweck der Fürsorge des in der Wüste ausharrenden Soldaten der Aegyptenfront hat sich Marschall Graziani den Major Melchi­orre herangeholt. Melchiorre ist Abgeordneter ber faschistischen Kammer, ehemaliger Dizesekretär der Faschistischen Partei, Squadrist, d. h. Teilnehmer am Marsch auf Rom Ein Mann von ungeheurem Temperament und unvorstellbarem Schaffensdrang, Melleicht einer der Wenigen oder der einzige b?r heute unter die Fahnen gerufen auf Grund feiner Stellung innerhalb der Fafchistischen Partei in ber Kürze der bisher verstrichenen Wochen Mit», iel zu beschaffen unb eine Organisation auf die Deine zu stellen wußte, bie obwohl in ber am- ikanischen Steppe' unb Wüste unb auf Den durch englische Unterseeboote gefährdeten Nachschubweg über das Mittelmeer angewiesen ben Vergleich mit ben zeitlich ausgedehnteren, an Hilfsmitteln wahrscheinlich reicheren und ungefährdeteren Maß­nahmen ber ähnlichen deutschen Organisationen nicht zu scheuen haben

Ich suchte daher Major Melchiorre i m Haupt- quartier Grazianis auf und wurde mit meinen Fragen m jener italienischen Offenheit und Kameradschaftlichkeit empfangen, die uns Deutschen den Italienern als Beweis ehrlicher Wafsenbrüder- Ichaft immer wieder entgegengebracht werden Ma- or Melchiorre macht es sich unb mir einfach Er zieht aus der Schublade die Durchschrift eines Be­

richtes hervor, den er dem Marschall Graziani wenige Tage vorher hat erstatten müssen. Ich chöpfe also aus bester Quelle Major Melchiorre )at feiner Arbeit ein Schema zugrundegelegt, lief­en einzelne Gruppen heißen: Theater. Rundfunk, Filmautos, Schreibpapier, Bibliotheken, Zeitungen. Lebensmittel und Getränke, Soldatenheime. Um in ber gebotenen Eile und im gewünschten Umfang das Ganze durchführen zu können, wandte Mel­chiorre fick an die italienische KbF.-Organisation OND" (Organisazione Nazionale Dopolavoro), an bie Faschistische Partei unb an bas Ministerium für Dolkskultur, bie alle brei sofort einsprangen. Die Heranschaffung des benötigten Personals (Theater) unb Materials geschah unb geschieht weiterhin mit­tels ber von der italienischen Marine eskortierten Schiffsgeleitzüge von Sizilien nach Nordafrika. Je­der Transport dieser Art, von denen bisher drei

Grundsteine der neuen Ordnung.

Dieser Krieg, den England durch ein wahrhaft umfassendes diplomatisches Einkreifungsmcmooec gegen die Achsenmächte neben den feit München mit feinen Trugbildern einer geheuchelten Friedens- bereitfchaft energisch gesteigerten Rüstungen hm- reichend vorbereitet glaubte, um einen Sieg der Plutokratien zu verbürgen, verläuft auch auf der politischen Ebene so ganz anders, als man sich Das in London gedacht hatte. Trog schon die Hoffnung, wiederum wie vor zwanzig Jähren den ruf fi­schen Degen für Englands Kamps auf dem Kon­tinent einspannen zu können, so erwies sich m Der Folge auch Die Meinung als trflg, daß es ge­lingen werde, Japan durch eine geschickte Schau­kelpolitik halber Zugeständnisse in ber Wahrung feiner Interessen so hinzuhalten, daß sich Der oit- asiatische Raum von Dem europäischen Konflikt gleichsam abkapseln ließe. Rußland ließ sich trotz Der monatelangen Bemühungen britischer Diplo­maten unb Militärs für bie Kriegspläne ber west­lichen Plutokratien nicht erwärmen, sondern schloß in ben letzten Augusttagen bes Jahres 1939 Den Nichtangriffs- unb Freunbfchaftspakt mit Deutsch­lanb ab. Der eine klare Absage an alle Kriegshetzer war. Japan war Damals, obwohl es Den Achsen­mächten Durch Den Pakt des Jahres 1937 hreunD- fchaftlich verbunDen war, für eine klare Entscheid Dung, Die für Die japanische Außenpolitik ein Ver­losten ber feit betn Eintritt Japans in ben Kreis ber Großmächte verfolgten unb burch vielerlei ge- fellschaftliche unb wirtschaftliche Binbungen gestütz­ten trabitioneUen politischen Linie bebeutet hätte, innenpolitisch noch nicht reif. Es wartete ab, bis das militärische Fiasko ber westlichen Plutokratien auf bem europäischen Kontinent unb bie politischen Nieberlaaen ber britischen Kriegsausweiter Eng­lands Isolierung deutlich machten und damit den japanischen Staatsmännern und Militärs Recht gab, die feit langem auf einen radikalen Kurswechsel ber japanischen Außenpolitik hingearbeitet hatten, weil sie in einem solchen, der auch ber überwiegen­den Volksstimmung in Japan entsprach, allein Die Möglichkeit sahen, Japans Führungsanspruch 'm ostasiatischen Raum konsequent durchzufetzen. Das Abstreifen der letzten parlamentarischen Eierschalen aus der liberalen Epoche Japans unb bie wenn auch erst schrittweise Anbahnung innerpolitischer Reformen vorwiegenb sozialer unb wirtschaftlicher Natur unter dem neuen, eine starke unb einheitliche Staatsführung unter der höchsten Autorität des Kaisers anstrebenden Kabinett Konoe machte Japan Den Weg frei für bie große außenpolitische Ent­scheidung, bie bann ihren sichtbaren Niederschlag fand in dem Abschluß des Dreierpaktes vorn 17. September 1940.

Dieser erste Zusammenschluß dreier großer Völ­ker, denen England ihr Lebensrecht ftreitig macht, bie sich aber jung unb kraftvoll genug fühlen, um sich eine große und gesicherte Zukunft in bem ihnen von ber Natur bestimmten Lebensraum zu erkämp­fen, war einmal ein von ben konkreten Erforder­nissen ber Stunbe bestimmtes Militärbündnis als Antwort auf die britischen Kriegsausweitungsbe- strebun-gen unb als Warnung an die Kriegshetzer in USA., die sich in ihrer maßlosen Agitation nicht damit zufrieden geben wollen, daß Amerikas wirt­schaftliche Hilfsstellung mit Neutralität kaum noch etwas zu tun hat. Zum andern aber ist dieser Berliner Pakt weit Darüber hinausgreifend das Fundament eines neuen politischen Weltsystems, das auf der klaren Abgrenzung von Interessen- Zonen beruht, in denen die Führungsmächte ene unbedingte Ordnungsgewalt beanspruchen, um Die Ursachen von Spannungen innerhalb der Snterefien»

Organ Der Legionären BewegungCuoantul", für Rumänien ist bie Reise ein Beweis bes beb.ngungs» losen Vertrauens baß auf biesem Weg die Wieder-

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) An der äaypttscken Grenze.

Mitte November 1940.

Dor meiner Weiterfahrt zum nordafrikanischen Kriegsschauplatz saß ich in Rom in einem Kino, das eine deutsche Wochenschau über ben Felbzug in Nordfrankreich zeigte, neben einem italieni­schen Frontoffizier, der drei Monate Dieyst an der Aegyptenfront getan, Die Kämpfe von Sollum und Sidi Barani mitgemacht hatte und nun auf kurzem Urlaub in Rom weilte. Bei einer Szene des Film, bie die Ankunft ber Dormarfdjierenben Truppe in einem eroberten Dorf

Tmppenbetteuung in der Wüste

Äon unserem Sonderderichterstatier Dr. Reichert.

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