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Oer Glückwunsch des Reichsmarschalls
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Balkan-Staatsmänner besuchen Deutschland.
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Anschließend besichtigte der Duce alle Einrichtungen des Flakzuges und schritt die Reihen der deutschen Besatzung wie auch der italienischen Artilleristen ab, die die Bedienung des Zuges übernehmen werden. Sodann beobachteten der Duce und seine Begleitung von einer Tribüne aus einige Ziel- und Schießübungen, in deren Verlauf schon bei der ersten Salve eine Zielscheibe wenige Meter über dem Meeresufer getroffen wurde. Bei weiteren Schießübungen, die mit Leuchtspurmunition durchgeführt wurden, zeigte sich die ungeheure Treffsicherheit der deutschen Flakgeschütze und ihre überraschende Reichweite.
land kommen. *
Der deutsche Gesandte in Belgrad hat sich im Auftragedes Reichsaußenministers von wbben- trop bei dem erkrankten jugoslawischen Außenminister Cincar*Markowitsch nach dessen Gesundheitszustand erkundigt und ihm freundliche Wünsche zur Genesung zum Ausdruck gebracht. Cincar-'Markowitsch bat den Gesandten, seinen Dank für die Aufmerksamkeit dem Reichsaußenmimster zu übermitteln. _
Rom, L~. k,—- x------ - . , . ,
Agenzia Stefani meldet, am Montag einen Eisen
Reichsmarschall Göring beglückwünscht in Karinhall den Generalobersten Ud et zu seiner soeben vom Führer ausgesprochenen Beförderung. — (Kropp-Scherl-Bilderdienst-M.)
Kaiser soll danach von allen parlamentarischen und mammonistischen Einflüssen befreit fein, man will wieder an den halblegendären Ripponismus anknüpfen.
Neben dem Parlament zählt man in Japan etwa 250 patriotische Verbände, deren Einfluß und Macht nicht unterschätzt werden darf. Mit ihnen sympathisieren die Reservisten und Jungmännerverbände, und teilweise auch aktive Einheiten des Heeres. Dieser Ripponismus ist im Grunde eine politische Religion. Die ihr zugehörige Tenriko- Sekte, die über acht Millionen Anhänger zählt, enchält Sprüche und Psalmen, die von einem fanatischen Glauben an die Zukunst Japans beseelt find. Es mag noch bemerkt werden, daß bei den Wahlen zum letzten Parlament eine erstaunlich große Wahlenthaltung festgestellt wurde, die in manchen Großstädten, wie z. B. in Osaka und Kioto, zwischen 40 und 50 v. H. der Wählerschaft schwankte. Diese Tatsache kann dahin ausgelegt werden, daß der Parlamentarismus in Japan keine tiefen Wurzeln geschlagen hat. Die Auflösung der Parteien wird demnach keine merkliche politische
Ein deutscher Eisenbahn-Nakzug für den Duce
6in Geschenk des Führers. - Besichtigung durch den Duce.
die Blaurake kann ich noch einordnen in diese Poleufahrt; dagegen überwältigt mich mit jedem Tag von neuem die Freude am Pirol. Es müssen viele Tausende von ihnen hier die Sommerzeit verbringen; ich sah die strahlend gelben Vogel im Bruch, im hohen Eichenwald, über dem Heidefeld der buschigen Wacholder, in einem Schloßpark des Industriegebietes und vorgestern sogar über den Steinhäusern einer großen Stadt.
Schön ist der Anblick dieses schnellen, rauschenden Fliegers der wie ein Goldpfeil durch den Himmel schwirrt;' doch hundertfältig schöner dünkt mich sein Gesang, der volltönende Ruf der Liebe em Glockenläuten, dunkel und sanft bei aller Stärke, das wahrend dieser Wochen von früh bis spät m meinen Ohren klang. Es kann sein, daß gar nicht so viele Pirole hier beheimatet sind; am Ende belebt ein Paar allein den ganzen Umkreis eines. Walder, denn unermüdlich lockt das Weibchen den goldenen Hahn im Zickzack hinter sich her von Baum. zu Baum. Und immerzu erklingt der Liebeslaut: Pirol.
Ja, der Name ist gut gewählt als Klangbild dieser Stimme; noch schöner und singender finde ich die lateinische Bezeichnung Ono us galbula Daß man den , Vogel Bülow" auch „Bieresel" nennt habe ich lange nicht begriffen es ist jedoch ebenMs eine Umschreibung seines Lockrufes: „Pirol — Bulow Bier hol'n! Alfred Brehm hat als Knabe ,^iri- piriol" gesagt, und daß ist als Deutung besonders
viele Namen hat der beliebte Vogel mit den langen, spitzen Flügelschwingen: Pirreule, Goldamsel, Regenkatze, Pfingstvogel. Er kommt erst spat
Erinnerung ♦..
Don Geno Ohlischlaeger.
Zwei Dinge wünscht sich das Menschenherz: vergessen zu können und sich erinnern- zu können.
Vergessen möchte man das Trübe, das Schwere, das Bittere vergangener Erlebnisse; immer im Gedächtnis behalten möchte man die Erinnerung an frohe, erhebende, schöne Ereignisse, die hinter einem liegen. Leider ist es nicht so eingerichtet, daß man das Unangenehme leichter vergißt als das Angenehme, und es ist auch nicht so einfach, sich an die Weisung zu halten: „Glücklich ist, wer vergißt, was nicht mehr zu ändern ist!" Die alten Griechen hatten in ihrer Phantasie den Fluß Lethe erfunden, den Strom der Vergessenheit in der Unterwelt, aus dem die Seelen der Verstorbenen tranken, um jede Erinnerung an die Mühsale des Erdenlebens aus ihrem Herzen zu tilgen. Ich bin nicht traurig daß dieser Lethestrom nur eine Schöpfung der Mythologie ist; denn einmal half er nur den Toten, und dann löschte er ihnen ja notwendigerweise mit den bösen auch die schönen Erinnerungen aus! ,
Ueberhaupt möchte ich das Erinnern-Können nicht missen, wenn man damit auch das Nichtvergessen- Können in Kauf nehmen muß. Freuen wir uns, daß unser Gehirn die wunderbare Fähigkeit hat, den Ablauf unseres Lebens wie ein großes Tage-
Blaurake und Pirol.
von Paul Kipper.
Nun fahre ich schon in der siebenten Woche kreuz und quer durchs Generalgouvernement zwischen Weichsel, Bug, Tanef und San. Jeden Abend wird meine Leinwand in einer anderen Ortschaft aufgebaut; der Dorführapparat schnurrt, und wahrend die Elche, Hasen, Steinböcke, die Bären und die Murmeltiere im Film vorüberziehen, erzähle ich den deutschen Soldaten von der „Wildtierwelt unserer
im Jahr aus den afrikanischen Winterquartieren zu uns, wenn das Maiengrün die Pfingsten schmückt, und reist schon im August wieder davon. Die Laubwälder der Ebene liebt er besonders; so scheu er vor den Menschen ist, so mutig verteidigt er seine Brut. Das Nest habe ich noch nickt gesehen; es soll besonders kunstvoll gestochten fein, als napf- förmiger Beutel angeklebt an einen Ast, innen weich ausgepolstert mit Federn und feinstem Gras.
Heute war den ganzen Tag Gewitterschwüle in der Luft; der Vogelsang fehlte diesmal meiner Rast; nur die Mücken schwirrten als unerfteulicher Ersatz. Doch jetzt, da ich mich anschicke, ins Soldatenheim zu gehen und vor den Kameraden zu sprechen, fliegt im großen flachen Bogen ein Pirolweibchen mit grauen Flügeldecken über den Kasernenhof, und aus der Eiche tönt es voll in schmelzenden Kaskaden: Pirol, piripiriol, schöner goldener Pirol!
Lücke entstehen lassen.
Das Programm der neuen Einheitspartei läßt sich in sieben Punkten zusammenfassen: 1. eine nationale Politik; 2. Rüstung; 3. Beitrag Japans zu einer neuen Weltordnung; 4. Schaffung einer neuen nationalen Wirtschaft; 5. nationale Erziehung; 6. Anpassung der östlichen und der westlichen Kultur; 7. Erhaltung der japanischen Rasse. Dieses Programm ist auch vom Fürsten Konoye während der ganzen stürmischen Periode des China- konfliktes betont worden. Er hat aber mit der radikalen Durchführung gezögert, weil es bisher unmöglich erschien, die traditionellen, sich gegenseitig bekämpfenden großen Parteien, die Minseito und Saiyukai, auf denselben Nenner zu bringen. Er hat sich, seit er 1939 vom Posten eines Präsidenten des Staatsrates zurücktrat, der Bildung der Einheitspartei gewidmet. Er hat mit dem Siege seines Gedankens eine neue Periode in der Geschichte seines Landes eingeleitet. Fürst Konoye ist ein für die japanische Politik noch verhältnismäßig junger Mann, er ist 1891 geboren, er nahm am Beginn seiner politischen Karriere an der Versailler Friedenskonferenz teil und wurde 1933 Präsident des japanischen Herrenhauses. Er hat an allen großen Entscheidungen der japanischen Politik der letzten Jahre maßgebend teilgenommen und ist entschlossen, sein Land auch weiter auf dem Wege zu führen, der Japan einen Platz an der Sonne sichert und es dazu befähigt, die großen Aufgaben im ost- asiatischen Raum zu erfüllen. U. St.
23.Juli. (DRV.) Der Duce hat, wie die lichkeit stellt sie eine außerordentlich wirk- oieiuru mciuei, um ivium.«« vmv.» v.|v.i» fanie n g r i f f 5 3 u n d D ert e i di g ungz* Flakzug besichtigt, der ihm vom Fuh- waffe dar, Von tapferen itattemschen Soldaten be° ü ~ ' - - ------X1---if* rc* dient fhöge sie, wenn notig, tm Dienste des Duce
'glänzende Erfolge bei allen ihr gestellten Aufgaben erfüllen. Mit diesem herzlichen Wunsche übergebe ich im Namen des Führers und im Auftrage von Reichsmarschall Göring diese Waffe Euer Exzeb lenz." Hierauf antwortete der Duce: „Ich habe bereits dem Führer gedankt und danke nunmehr Ihnen, Herr General, für dieses Geschenk, das ein neues Zeichen der unverbrüchlichen Waffenbrüderschaft ist, die Groß-Deutschland und Italien im Frieden wie im Kriege ver-
Dec Mer bei seinen Soldaten und Arbeitern in Vayreuth.
Wagners „Götterdämmerung" im Rahmen der Kriegsfestspiele.
fenden aus den verschiedenem Rüstungswerken statte* ten aus überglücklichem Herzen ihrem Führer durch Kundgebungen bei seiner Anfahrt und während dec Pause den Dank der fast 20 000 Volksgenossen ab, denen durch den Willen und das Geschenk des Führers in diesem Kriegsjahr der Besuch der Festspiele im traditionsgeiyeihten Theater Richard Wagners ermöglicht worden ist.
Die Kunde von der Teilnahme des Führers an der Vorstellung der „Götterdämmerung" hatte in wenigen Stunden ganz Bayreuth in eine gehobene Stimmung versetzt. Die einheimische Bevölkerung und Tausende aus der Umgebung bereiteten dem Führer bei seiner Fahrt vom Haus Wanfried zum Festspielhügel begeisterte Kundgebungen der Freude und der Dankbarkeit. Am Portal des Festspielhauses empfingen die Hüterin des Wag- nerschen Vermächtnisses, Frau Winnifred Wagner, Reichsleiter Dr. Ley, der im Auftrage des Führers die Kriegsfestspiele durchführt, und Frau Ley den Führer. Als er in der Mittelloge Platz nahm, begrüßte ihn die innerlich bewegte Kunst- aemeinde getreu den Ueberlieferungen des Festspielhauses schweigend mit erhobener Rechten.
Deutschlands würdigste Sängerdarsteller Wagner- scher Heldengestalten, seit Jahren im verpflichtenden Dienst am Jdealkunsttverk von Bayreuth geschult, schufen sodann vor den gebannt lauschenden Zuhörern eine Darbietung des letzten Werkes im Nibelungenring, die die weltberühmte Leistungshöhe 1 der Bayreuther Aufführungen den zum erstenmal an ihnen teilnehmenden Volksgenossen zu einem unvergeßlichen Erlebnis werden ließ. In der Inszenierung des bedeutendsten Wagner-Regisseurs und künstlerischen Oberleiters der Bayreucher Fest* spiele, Staatsrat Heinz Tietjen, von der die monumentalen und stimmungsvollen Bühnenbilder . von Emil Preetorius und chr technischer Einsatz durch Paul Eberhardt nicht zu trennen sind, sangen unter Franz von Hoeßlins musi* kalischer Leitung Max Lorenz den Siegfried, = Märta Fuchs die Brünhilde, Ludwig Hofmann : den Hagen, Hans Reinmar den Gunter, Margarete Klose die Waltraute und Käte H e i d e r s - - bad) die Gudrune.
Die Ergriffenheit der Zuschauer von dieser im > Spiel und Gesang bis in die kleinste Rolle vorbild- > lichen Aufführung kam in bewegten Dankesbe- ) zeugungen nach jedem Akt zum Ausdruck. Die Fest- - spielbefucher und die Bevölkerung von Bayreuth r bereiteten dem Führer, als er nach Schluß der Vor- : stellung die Stadt wieder verließ, nochmals heget» i fterte und überwältigende Kundgebungen.
Oie Aaland-Inseln.
Helsinki, 23. Juli. (DNB.) lieber die Auslegung der Bestimmungen über die Aaland-Jnseln als neutrale und unbefestigte Zone unter den jetzigen Verhältnissen wird vonzu ständiger finnischer Stelle folgendes erklärt: Nach der Beendigung der den Ostseeraum umfassenden Kriege und der Stabilisierung der unruhigen . Lage sowie der damit verbundenen Beseitigung der Ursachen, die Finnland dazu veranlaßten, der Aalands-Konvention entsprechend Bereitschasts- nahmen auf Aaland zu treffen, ist nun mehr mit der Zurückziehung von Truppen und Material aus der neutralen Aalands- Z o n e begonnen worden.
Heimat".
Diele Stunden täglich kämpfe ich mit dem Staub und den Schlaglöchern der polnischen Landstraßen; doch jeder Tag bringt mir auch eine ungetrübte Freude: die Rast im Walde. Es gibt zahlreiche Wälder in diesem Ostgebiet; sie sind meist nicht sehr groß, aber schön, üppig und von ursprünglicher Vielfalt. Ich sah die Frühlingsblumen alle kommen, die Haselnuß grün werden und die Linde; nun sind auch die Eichen schon längst belaubt, und das Unterholz ist ganz dicht zusammengewachsen. Ich oente »urück: Wildrosen blühten hier und dort; die machtvollen polnischen Kiefern hatten lichte Kerzen triebe aufqesteckt. Nun ist der Liebeschor der Frosche schon wieder verstummt, und ich kann die ersten Walderdbeeren pflücken.
Noch nie erlebte ich eine so mannigfaltig abwechslungsreiche Vogelwelt; tausendstimmig war die Luft erfüllt von Zwitschern und jubilieren. Kaum daß mein Auto abgebremst war, wir zwei Menschen langgestreckt am Waldbädern lagen, tönte rings um uns die Sinfonie des Vogelfrühlings. Einmal stund nachmittags um 3 Uhr eine Nachtigall E Meter entfernt von mir frei auf einem und ver-
schwendete ohne Unterlaß den süßen Wohlklang ihrer Kantilenen, bis nach einer Dierttlstunde der Neuntöter sie verjagte. Ich sah den Wiedehopf über den Jungfichten hin und her streichen sah> em« Dohle bei der Nestarbeit an einer Silberpappel, doch das schönste für mein Auge sind die Begegnungen mit der Blaurake, dem großen, schimmern- den Edelstein dieser Wälder.
Ich gestehe, daß ich beim erstenmal völlig v^- dutzt mar. Da hing am Stamm einer alten Eiche angeklammert ein krähengroßer Vogel, und weil
rer zum Geschenk gemacht worden ist. Er wohnte anschließend einigen Hebungen bei, die die außerordentliche Feuerkraft des Zuges zeigte. Die Besichtigung fand an der tyrrhenischen Küste unweit Roms statt. Der Duce, der die Uniform des ersten Marschalls des Imperiums trug, befand sich in Begleitung des Staatssekretärs im Shriegsminifterium, General Soddu. Er wurde bei feiner Ankunft vom deutschen Botschafter von Mackensen begrüßt. Nachdem er die Front der Ehrenkompanie abgeschritten hatte, erfolgte im Namen des Führers die lieber» gäbe des Zuges durch General Ritter vonPohl mit folgender Ansprache:
„Exzellenz! Ich habe die hohe Ehre, Ihnen zwei Spezial - Eisenbahn - Flakwagen mit ihrer deutschen Besatzung vorzufuhren. Der Führer hat Euer Exzellenz diese Flakbatterie zum Geschenk machen wollen, die Sie in Zukunft auf Ihren Reisen begleiten soll, um Ihr Leben, das für das italienische Volk und die deutsche Natton so wertvoll ist, zu schützen. Die deutsche Luftwaffe mit dem Reichsmarschall an der Spitze ist stolz, Euer Ex - zeUenz eine solche Eisenbahn-Flakbatterie zu übergeben. Mit ihren 16 modernsten Geschützen, mit ihrer mächtigen Feuerkraft und dank ihrer Beweg
buch aufzuzeichnen und in seinen Kammern zu bewahren. Da braucht man nur die Augen zu schließen und Band für Band aufzublättern, dann erschließt sich einem die Vergangenheit, und die Erlebnisse erstehen lebendig wieder vor unseren Augen. Es ist allerdings seltsam, daß man gewisse Ereig» nisse, Lebensabschnitte, ja selbst Menschen, die man gut gekannt hat, völlig vergessen kann, und noch wunderbarer ist, daß das »Vergessene durch bestimmte Anlässe manchmal wieder an die Oberfläche unseres Bewußtseins kommen kann. Ein Brief, den wir unerwartet finden, kann uns an Dinge erinnern, die völlig vergessen in der Tiefe unserer Seele schlummerten. Insofern hat auch jener unbekannte Werbekünstler recht, der den Satz erfand: „Wer photographiert, hat mehr vom Leben!" Bilder halten in der Tat die Erinnerungen fest, so daß sie Jahrzehnte überdauern, denen sie sonst zum Opfer gefallen wären.
Wenn man eine schöne Zeit erlebt hat, so ist es etwas Wunderbares, sich ihrer hinterher in stillen Stunden erinnern zu können. Es gibt 'Menschen, die leben überhaupt nur von und in Erinnerungen. Doch auch wer es'nicht nur mit der Vergangenheit hält, beschwört sie gern von Zeit zu Zeit heraus. Man träumt sich in die Stimmung und Gedanken von damals hinein, man genießt die schönen Stunden im Geist noch einmal. Und diese Versunkenheit hat nur einen Fehler: man empfindet , es, wenn man aus ihr erwacht, wehmütig, daß es keine Möglichkeit gibt, jene versunkene Welt wieder auferstehen zu lassen. Ja, mag der Technik jeder früher für unmöglich gehaltene Fortschritt gelingen — das Maschinengetriebe des Chronos, des Zeit- gottes, vermag keine noch so geniale Erfindung auch nur um einen einzigen Zahnradgrat zurückzudrehen.
Weil alles im Leben fließt, ist es gut, daß man sich angenehmer Erlebnisse später in der Erinnerung freuen kann. Jener faustische Wunsch, zum Augenblick sagen zu können: „Verweile doch, du bist so schön!" Ist ja leider unerfüllbar! Welches Glück also ist die Gabe der Erinnerung, die uns solche köstlichen Augenblicke wieder erleben läßt, und man versteht die Weisheit des alten arabischen Sprichwortes, das von der Erinnerung sagt, sie sei „das einzige Paradies, aus dem wir nicht ver* ; trieben werden können".
Geburtstag des Gauleiters.
Grutz und Glückwunsch seines Gaues.
NSG. Gauleiter und Reichsstatchalter Sprenger beging am 23. Juli seinen 56. Geburtstag. In einer Zeit, die in ihrer Gröhe und schick- salhaften Entscheidung für unser Volk den Blick auf das Einzelleben im allgemeinen nicht zuläßt, ist es dennoch nicht verwehrt, der persönlichen Festtage jener Männer zu gedenken, deren Leben, Kamps unb Arbeit mit dem sieghaften Ausbau des Reiches unmittelbar verbunden ist.
Als diesen Gefolgsmann des Führers grüßen Männer und Frauen und die Jugend des Gaues Hessen-Nassau heute mit ganz besonderer Herzlichkeit ihren Gauleiter. Sie wissen, daß seine schönste Festfreude das Erlebnis der Tatsache ist, mit dem politischen Einsatz seines Gaues einen wertvollen Beitrag am Aufstieg Großdeutschlands geleistet zu haben. Dazu bedurfte es feines unermüdlichen, zähen, kämpferischen, vorbildlichen Einsatzes, mir kennen ihn, und dazu bedurfte es der treuen Gefolgschaft der alten Kämpfer der Bewegung, der Parteigenoffen und schließlich der gesamten Bevölkerung, er hat sie erfahren dürfen und in unzähligen Kundgebungen und Versammlungen dafür Dank zu sagen gewußt.
Der Gau Hessen-Nassau wünscht am heutigen Tage seinem Gauleittzr für dieses Werk der nationalsozialistischen Volksführung weiterhinGlück und Gesundheit. In Erinnerung der in der Vergangenheit mit ihm gemeinsam gebrachten Opfer und der mit ihm erlebten Kampfkameradschaft und angesichts der auf dieser Grundlage sichtbar errungenen Erfolge geloben die Nationalsozialisten feines Gaues, weiterhin in Treue zu feinen Befehlen zu stehen, um mit ihrer Befolgung dem Führer — dem jedes Handeln und jede Tat unseres Gauleiters gilt — stets nahe zu sein.
betrieben, um gemeinsam mit ihnen den künstlerischen Genius Richard Wagners in einem feiner unsterblichen Werke zu erleben.
Wie die Bayreuther Festspiele dieses Kriegsjahres eine in der Welt einzig dastehende Kulturtat bedeuten, so wirkte dieser einmalige Besuch Adolf Hitlers bei feinen Gästen wie ein Sinnbild für die unlösliche Gemeinschaft zwischen Führer und Volk in Kamps, Arbeit und Freude. Die Verwundeten und Urlauber der Front, die Soldaten aller Wehrmachtsteile und der Waffen---, die Arbeiter der Organisation Todt, die Männer und Maiden des Arbeitsdienstes und die vielen namenlos Schas-
Bayreuth, 23.Juli. (DNB.) Die Bayreuther Bühnenfestspiele, die im Kriegsjahr 1940 von der NS.-Gemeinschaft ,Kraft durch Freude für <5ob baten und Arbeiter als Gäste des Führers durch- aeführt werden, erreichten am Dienstag ihren Höhepunkt mit dem Besuch Adolf Hitlers im Festspiel. Inmitten der Repräsentanten des kämpfenden und schaffenden Volkes wohnte der Führer einer überwältigenden Aufführung der Gotter- dämmerung" bei. Der erste Soldat und Feldherr des Reiches weilte unter feinen bewahrten Kämpfern, der erste Arbeiter des Volkes unter den opferbereit schaffenden Arbeitern aus Rustungs- die Sonne ihn beschien, : flimmerte por meinen Augen ein Feuerwerk von Himmelsbläue, Ultramarin und samtig sattem Dunkelblau, irisierte plötzlich nach Grün, zeichnete braune Zimmettone, wurde wieder himmelblau und licht mit schwarzen Säumen. Später beobachtete ich manche Blaurake mit Bewußtsein und Genauigkeit, sah die prangende Herrlichkeit ihres Gefieders, wenn sie reglos aufge- baumt war, wenn sie herabstieh aus dem hohen Aether oder im Gaukelflug über dem Waldsee sich vergnügte; ich hörte ihre unschöne Stimme, das Rätschen sowohl als das namengebende, hoch schnarrende Rak-Rak. Der blaue „Galgenvogel' lärmt sehr viel und schwatzt und schreit im menschenleeren
Berlin, 23.Juli. (DNB.) Der bulgansche nrfterpräfibent Filoff und der bulgamsche Außenminister P o p o f f treffen Ende der Woche auf Einladung der Reichsregierung zu einem kurzen Besuch in Deutschland ein. Ebenso werden der rumänische Mnisterpräsident G i g u r t u und der rumänische Außenminister Manoilescuim Lause der Woche zu einem kurzen Aufenthalt nach Deutjch-


