!«nes Symbol für Die künftigen Beziehungen »riM Ken Deutschland und Frankreich. In Komm?nL Dirb betont, daß die Wahl des Verhandlungsortes licht etwa auf Rache zurückzuführen fei, sondern auf ten Willen zur Wiedergutmachung der Gemein- leiten von 1918.
Der italienische Heeresbericht.
Rom, 23. Juni. (DRV.) Der italienische Wehr- nachtsberichl vom Sonntag hat folgenden Wortlaut:
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Unsere Luftwaffe setzte ihre Operationen in allen Abschnitten des Mittelmeeres fort. Trotz heftiger Luftabwehr und trotz des langen Ueberfeefluges ist chne jeden Verlust in der Rächt des 22. Juni die Zlotte nbasis von Alexandria (Aegypten), wohin die englische Flotte geflüchtet ist, mit ener überaus glänzenden Aktion wirksam mit komben belegt worden. Ebenso wurde die Zlottenbasis von Bizerla mit Bomben belegt. Irotz des schlechten Wetters find ferner feindliche Schiffe auf der Fahrt im westlichen VM- tclmeer, das von den ununterbrochenen und weitreichenden Erkundungsflügen im ganzen Vlitlel- veerbecken überwacht wird, erreicht und bombardiert worden. Lines unserer Flugzeuge ist nicht «rückgekehrl. ' /
In Rordafrika sind die Aktionen zu unseren Lvnsten entschieden worden. Lebhafte Tätigkeit unsrer Luftwaffe gegen Panzerwagen und feindliche Formationen. Lin großes feindliches viermotoriges Zlugzeug wurde abgeschossen.
In 0 st a f r i k a haben unsere Dubai (Eingebore- veutruppen) ein englisches Flugzeug in Flammen «hgeschossen.
Der Feind Hal die Stadt Trapani (Sizilien) eil Bomben belegt und dabei ausschließlich private Vohnhäuser getroffen. 20 Tote und 38 Verwundete eurben gezählt, darunter Frauen und Kinder und lur drei Militärpersonen. Unsere Jagdflieger haben iie feindlichen Flugzeuge angegriffen und zwei da- em abgeschossen.
Aegypten.
Rom, 22. Juni. (Europapreß.) Im ägyptischen i arlament erklärte Ministerpräsident Ali Mäher ascha, die Regierung sei entschlossen, die Nachteile, :e sich aus der gegenwärtigen Lage ergäben, auf ich zu nehmen, damit das Land von der Geißel ks Krieges verschont bleibe. Die Notwehr sei ein ilbstverständliches Recht. Das Heer habe jedoch längste Anweisung erhalten, nicht anzugrei- > n. Verschiedene Grenztruppen seien um einige ilvmeter zurückgenommen worden, um Aegypten rcht in einen Kriegszustand hineinzuziehen, bevor te Regierung und das Parlament Gelegenheit geerbt hätten, über die beste Art der Wahrung der Septischen Interessen Beschluß zu fassen.
In Rom wird zu der eigenartigen Lage, in der sch Aegypten nach dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Italien und Deutschland befindet, b?merkt, daß Italien für die Schwierigkeit der Lage Aegyptens Verständnis habe. Der Bündnisvertrag verpflichte Aegypten zur Hilfeleistung an England, zur Ueberlassung seiner militärischen Stützpunkte und zur Unterstützung an den Grenzen regyptens. Allerdings sei dieser Vertrag Aegypten durch den Druck der Macht Englands mehr oder weniger aufgezwungen worden. Den Krieg habe Aegypten weder an Deutschland noch an Italic erklärt. Das Verständnis Italiens für die fon- dirbare Lage Aegyptens in der gegenwärtigen Zeit werbe aber selbstverständlich von der weiteren Entwicklung und den Ereignissen abhängig bleiben.
MwegensVerhüttniszumReich
Stockholm, 23. Juni. (Europapreß.) „Immer wehr Stimmen erheben sich in Norwegen für eine feiwillige Klärung des Verhältnisses zu ! e u t s ch l a n d. Durch eine solche Klärung soll eine dauerhafte R e ai erungsf o rm mit ganz ^stimmten Beziehungen zu Deutschland schaffen werden." Mit diesen Worten kündigt sagens Nyheter".eine innerpolitische Neuordnung i’ Norwegen an. Das Blatt steht dabei nicht allein; Md) „Svenska Dagbladet" macht ähnliche Andeu- brutungen. In Kürze soll eine Wahl stattfinden, eine Storthingsttzung in Oslo soll das Verhältnis zu -leutschland grundsätzlich klären. König Haakon Md die Regierung Rygaardsvold wer- bm dabei, wie es in den Blättern heißt, fallen as l a f f e n werden. Angeblich soll ein Derwal- imgsrat die Regierung übernehmen. Nach Ansicht btr schwedischen Blätter wird diese Neuordnung orrhältnismäßigi schnell vollzogen werden, womit bie Schaffung normaler und friedlicher Zustande ehe weitere Förderung erfahren würde.
Oie deutsch-russischen Beziehungen unverändert.
M o s k a u, 23. Juni. (DNB.) In Moskau wurde Agende amtliche Verlautbarung verbreitet:
„In letzter Zeit wurden im Zusammenhang nut bim Einmarsch sowjetischer Truppen i n Ibis Gebiet d e r baltischen Staaten in virstärktem Maße Gerüchte verbreitet, daß an der litauisch-deutschen Grenze 100 oder 150 lawjetische Divisionen konzentriert seien, daß öte|e nzentration der sowjetischen Truppen heroor- iirufen sei durch die Unzufriedenheit der Sowjet- urion mit den Erfolgen Deutschlands im Westen, bcfe sie die Verschlechterung der sowie- ujjch-deutschenBezi-ehungen widerspiegele utib das Ziel verfolge, einen Druck auf D e u t schic n d auszuüben. Die verschiedensten Variationen Dieser Gerüchte werden in der letzten Zeit fast täglich der amerikanischen, japanischen, englischen, sran- 'oischen, türkischen und schwedischen Presse wieder- brdt.
Taß ist zu der Erklärung ermächtigt, daß a l l e bicfe Gerüchte, deren Torheit sowieso ofsen- Ii tätlich ist, inkeinerWeisedenTa t s a. ch e n er t s p r e ch e n. In den baltischen Staaten befinden it* in Wirklichkeit nicht 100 und nicht 150 sowjetische dioisionen, sondern im ganzen nicht wehr als 18bis20Divisio nen. Diese Divisionen sind nicht .r der litauisch-deutschen Grenze konzentriert, son- irn in verschiedenen Gebieten der drei baltischen publiken und haben keinen „Druck auf Deutschmd zum Ziel, sondern die Schaffung von Garan- ^nfürdieDurchführungde r B elstands- -k t e der Sowjetunion mit diesen Landern.
! In maßgeblichen sowjetischen Kreisen ist man der il^sicht, daß die Verbreiter dieser törichten Gerüchte !t*. spezielles Ziel verfolgen, nämlich auf die sow- eüsch-deutschen Beziehungen einen Schatten
Oer Eröffnungsakt im Verhandlungswagen.
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Generaloberst Keitel (ganz links) verliest die Präambel zu den Waffenstillstandsbedingungen. Im Vordergrund links Generalfeldmarschall Göring, im Hintergrund Generaloberst von Brauchitsch und der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß. Im Vordergrund (mit dem Rücken zur Kamera) Großadmiral Dr. h. c. Raeder und Reichsaußenminister vonRibbentrop. Rechts am Tisch der Leiter der französischen Delegation General Hun tz i ger (halbverdeckt), neben ihm Vizeadmiral Le Luc und General der Luftwaffe B er g eret. (Presse-Hoffmann.)
zu werfen. Jedoch diese Herren geben ihre eigenen geheimen Wünsche als Wirklichkeit aus. Sie sind offenbar nicht fähig, die augenfällige Tatsache zu begreifen, daß die freundnachbarlichen Beziehungen, die sich zwischen der Sowjetunion und Deutschland im Ergebnis des Abschlusses des Nichtangriffspaktes entwickelt haben, durch keinerlei Gerüchte und minderwertige Propaganda gekört werden können. Denn diese Beziehungen sind nicht auf vorübergehende Motive von Konjunkturcharakter begründet, sondern auf die wesentlichen Staatsinteressen der Sowjetunion und Deutschlands."
Knox und Gtimson aus der Republikanischen Partei ausgeschlossen
Washington, 22. Juni. (Europapreß.) Der erzwunaene Rücktritt des Kriegsministers Woodring hat in den Vereinigte» Staaten lebhaften Eindruck gemacht.
Die Leitung der Republikanischen Partei gab bekannt, daß jte ihre in die Reaierung eingetretenen Mitglieder Knox und Stimson ausgeschlossen habe. Der Vorsitzende der Republikanischen Partei, Hamilton, erklärte, nach ihrem Eintritt in die Regierung Roosevelt hätten Knox und Sttrn- son nicht mehr das Recht, im Namen der Republikanischen Partei zu sprechen. Der zuständige Senatsausschuß hat auf republikanischen Druck hin seine Beschlußfassung über die Ernennung Stim- sons zum Kriegsminister auf Anfang Juli vertagt. Der republikanische Senator Dandenberg fordert eine Untersuchung darüber, ob die Entlassung des Kriegsministers Woordring auf dessen Weigerung zurückzuftihren sei, Kriegsmaterial für England fterzugeben, wie Woodring behauptet hatte.
Eine „portei der Nation" in Rumänien
Bukarest, 22. Juni. (Europapreß.) Soeben wird ein Gesetz über die Umwandlung der Froitt der nationalen Wiedergeburt in eine „Parteider Nation" veröffentlicht. Sie wird die einzige und totalitäre Partei unter der obersten Führung des Königs. Sie soll das moralische und materielle Leben der Nation und des rumänischen Staates lenken unb daher eine Einrichtung des öffentlichen Rechtes fein. Der oberste Führer ernennt die Parteibehörden, die ihm allein verantwortlich sind. In der Begründung zu dem Gesetz wird gesagt, daß es einen Schritt vorwärts auf dem Wege zur Zusammenfassung aller Kräfte der Nation darstelle. Es biete allen denen, die bisher abseits gestanden hätten, die letzte Möglichkeit zur Mitarbeit zum allgemeinen Besten.
Kleine politische Nachrichten.
Die drei Kinder des Königs Leopold von Belgien sind, ebenso wie die Regierung Merlot, in Portugal eingetrofftn. Weiter trafen auf der Flucht aus Frankreich die Exkaiserin Zita sowie ihr Sohn Otto in Portugal ein.
Ministerpräsident Mackenzie King aab bekannt, daß die kanadische Regierung bereit sei, sämüiche in England internierten Ausländer in kanadischen Konzentrationslagern unterzubringen. Die Anregung, so fügte der Mim- sterpräsident hinzu, ginge von der britischen Regierung aus, die für den Fall größerer Bombardements Englands „Schwierigkeiten" in englischen Konzen- trationslagern befürchte.
Wie Reuter meldet, wurde der brittsche bewaffnete Handelskreuzer „A n d a n i a" (13 950 BRT.) von einem U-Boot torpediert und sank. Der Trawler „I u n i p e r" muß als verloren angesehen werden.
Wie „Corriere della Sera" aus Oakland melbet, hat der Ministerpräsident von Neuseeland im Par- lament mitgeteilt, im Tasrnanischen M e er zwischen Neuseeland und Australien sei ein Minenfeld entdeckt worden, nachdem der Passagierdampfer „Niagara" (14 000 BRT.) untergegangen war. *
Frankreich nahm Japans Forderung auf Einstellung der Kriegsmaterial-Transporte für Tschungking durch Französisch-Indochina und auf Entsendung von japanischen Beamten zur Untersuchung der Transportbedingungen in Französisch- Jndochina an.
Die japanische Nachrichtenagentur Domei teilt mit, daß die in der Nähe der brittschen Kronkolonie
Hongkong liegende» japanischen Truppen mm« mehr die Stadt Sumtsjou besetzt haben.
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Der Präsident des japanischen Geheimen Staats- rates Fürst Konoye überreichte dem Minister- Präsidenten Ponai fein Rücktrittsgesuch.
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In Mexiko ist die allgemeine Dienstpflicht eingeführt worden.
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In Sofia unterzeichneten der bulgarische Ministerpräsident Filoff und der deutsche Gesandte von Richthofen sowie die Führer der Delegationen, Minister Saratow und Generalkonsul Noeldeke, das Kultur- und Lehrabkommen zwischen dem Reich urnd Bulgarien. Dem Minster« Präsidenten und Unterrichtsminister Prof. Filoff hat der Führer das Großkreuz des Ordens vom Deutschen Mler verliehen. *
In Riga hat sich eine neue lettische Regierung gebildet. Ministerpräsident und vorläufiger Außennnmster ist Professor Dr. Augusts Kirchen- st e i n s, Kriegsminister: General Roberts Dam- bitis, Innenminister: der Schriftsteller Vilkis Lacis, Zum Armeekommandeur wurde General Roberts Klavins ernannt. Der neue Ministerpräsident war zuletzt Professor für Mikrobiologie an der lettischen Universität und ist bisher politisch nicht hervorgetreten.
Gutenberg-ZubiläumSfeier in Leipzig.
Leipzig, 23. Juni. (DNB.) Leipzig als Stadt des Buches und des Druckes veranstaltete aus Anlaß der 500jährigen Wiederkehr der Erfindung der Buchdruckerkunst im Gewandhaus eine Jubiläumsfeier, die durch eine Rede von R^ichsleiter Rosen- bera besondere Bedeutung erhielt. Oberbürgermeister Freyberg gab bekannt, daß die Stadt als Dankeszeichen für hervorragende Verdienste um den Buchdruck, um die Schriftgießerei sowie um die Buchbinderei, einen alten Brauch wieder aufleben lassend, den Gutenberg-Ring gestiftet habe. Der Ring soll von zehn zu zehn Jahren jeweils am Johannistag, dem 24. Juni, an Reichsbürger, die die genannten Vorausse^ungen erfüllen, verliehen werden. Als erste Ringträger verkündete er die Meister Karl Ernst P o e s ch e l, Leipzig (Buchdruck), Dr. e. h. Earl Klingspor, Offenbach (Schriftgießerei) und Prof. Otto Dorfner, Direktor der
Staatsschuke für Handwerk und angewandte Kunst in Weimar (Buchbinderei).
Vertretung für einberufene Anwälte und Notare.
Die Berufslage bei den Rechtswahrern steht schon seit längerer Zeit im Zeichen eines immer stärker weiden en Mangels an Bewerbern. Von etwa 550 seit Jahresbeginn gemeldeten neuen Stellen konnten, wie die Abteilung Berufsbetreuung des NS.-Rechtswahrerbundes mitteilt, 103 nicht mit Bewerbern besetzt werden. Im Augenblick ist besonders die Frage der Vertretung von den zum Wehrdienst einberufenen Anwälten und Notaren akut. Es ist das Bestreben, alle Kräfte, die zur Anwalt- und Notarvertretung in Frage kommen, zu erfassen. Außer den schon im Ruhestand beftndlichen Volljuristen können auch verheiratete Assessor i n n e n berücksichtigt werden.
Verbesserungen für Dienstverpflichtete
Der Reichsarbeitsminister hat die Unterstützung für Dienstverpflichtete den inzwischen hervorgetre- tenen Bedürfnissen angepaßt, wobei weitere Verbesserungen erfolgt sind. Der Trennungszuschlag wird unter den bisherigen Voraussetzungen und in der bisherigen Höhe bis zu 19 RM. wöchentlich weiter gewährt. Es werden aber auf den Trennungszuschlag künftig nur noch angerechnet die tariflichen Trennungsentschädigungen und ein Drittel des Mehreinkommens, das der Dienstverpflichtete oder Gleichgestellte an feinem jetzigen Arbeitsplatz gegenüber feinem früheren Arbeitsplatz erzielt. Gewährt der Unternehmer freie Unterkunft oder freie Verpflegung, so sind auch diese Leistungen auf den Teuerungszuschlag nicht mehr anzurechnen. Für die Dienstverpflichteten außerdem zu gewährende Sonderunterstützung sind wie bisher alle gesetzlichen und vertraglichen Verpflichtungen des Dienstverpflichteten oder Gleich, gestellten entsprechend zu berücksichtigen, insbesondere die Miete. Den Bettag, bis zu dem die Mietverpflichtung bei Bemessung der Sonderunterstützung berücksichtigt werden darf, erweitert der Minister bis zu 150 RM. Auch bet Bemessung der Sonderunterstützung sind bis zu zwei Drittel des Mehreinkommens außer Bettacht zu lassen. Im übrigen unterstreicht der Minister, daß die Arbeitsämter bei Bemessung der Dienstpflichtunterstützung im Rahmen der erlaßenen Vorschriften ohne Engherzigkeit zu verfahren haben.
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Für die französische Abordnung war ein großes Zelt mit allen notwendigen Einrichtungsgegenständen errichtet worden. Unser Bild zeigt die Delegation, als sie sich nach der Verhandlung in dem Salonwagen zur Beratung in das Zelt zurückzog: Links General Huntziger, hinter ihm Botschafter Noel, Vizeadmiral Le Luc und General der Luftwaffe Sergeret *- (PK.-Dietrich-Scherl-M.)


